Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Wir schreiben das Jahr 11 nach Merkel. In Herbut Forest, einst von der Sozialen Marktwirtschaft regiert, herrschte schon seit Jahren erbarmungslos die schwarze Null. Die Reichen wurden immer reicher und die Armen immer mehr. Und so gaben viele Menschen ihre Stimme einer alternativen Partei, die die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer machen wollte, aber dafür die Armen, die nicht von hier waren, imhin so scheiße behandeln wollte, dass sich die Armen, die von hier waren, nicht mehr ganz so arm fühlten. Nur ein Mann hörte nicht auf, den Reichen zu nehmen und es den Armen zu geben. Der Tollkühne mit dem edlen Antlitz Robin Hood machte sich auch... Brüder, schenkt ihm überhaupt Gehör? Robin, wir haben Hunger. Es ist kalt. Und außerdem ist nach einer kurzen Phase der Eigentumskompression, in der die Ungleichheit bedingt durch den Einbruch der Kapitaleinkünfte nur gering zugenommen hatte, der Gini-Koeffizient zuletzt wieder stark angestiegen. Die Botschaft höre ich wohl. Allein mir fehlt jegliches Verständnis von dem, was ihr da gerade gesagt habt. Das ist doch ganz einfach. Die reichere Hälfte hat 99% des Vermögens und die eimere Hälfte hat den Rest. Verdammt. Nur mal zur Sicherheit. Zur welcher Hälfte gehören wir genau? Wir haben gleich Edelratte. Ach, richtig. Wie wäre es, wenn wir den Reichtum umverteilen? Wir zu dritt. Okay, das ist eine gute Einwand. Wo sind eigentlich unsere revolutionären Massen? Little John ist jetzt bei der AfD. Der kleine Mann ist bei der AfD? Typisch. Da lässt man die Benachteile mal 30 Jahre lang unbeaufsichtigt und schon marschieren die in die falsche Richtung. Deswegen hat Sigmar Gabriel ja gerade ein umfassendes Sozialpaket gefordert. Was hat er? Er hatte die verrückte Idee, mit einer sozialdemokratischen Partei sozialdemokratische Politik zu machen. Das kommt davon, wenn man kurz vor der Wahl den eigenen Namen googelt. Stehen jetzt! Bestimmt. Ein reicher Nacht. Potsblitz, das klingt nach einer Kutsche. Gezogen von einem reich verzierten Ross! Ein Pferd! Ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd! Made Marion von der Mittelschicht. So kommen wir nicht voran. Ihr habt gleich Tretendauer. Vor eurem Fahrer sitzt euer Großkopf oder Teufel. Ihr reichen Leute. Umverteilung machen wir heute. Warum geht's denn nicht vorwärts? Los, schwingt die Hufe. Nein, das geht nicht. Ein Männchen steht im Walde. Aber das Männchen ist grün. Da dürft ihr weiterfahren. Moment mal! Ich sehe euch drückter Beutel schwer. Lasst mich euch helfen. Gebt ihn her. Wer ist der Narren? Wer ist der Narren? Oh, Verzeihung. Robin Hood, der Recher der Enterbten. Ach, ihr seid Anwalt? Nein, ich möchte an sein Geld. Er ist Anwalt. Der armen Anwalt bin ich. Jetzt wird umverteilt. Hände hoch und Geld, Herr. Ist das nicht eine verkürzte Kapitalismus-Kritik? Was? Umverteilung funktioniert doch nicht, Herr Hood. Schauen Sie, wenn Sie uns Reichen das Geld wegnehmen, dann können wir weniger investieren. Die Wirtschaft stagniert. Bald werden immer weniger Kutschen hier vorbeikommen. Ihr habt weniger zu überfallen. Gebt ihr uns Reichen aber Geld, dann habt ihr viel mehr zu erbeuten. So habe ich das noch nie betrachtet. Ich bin auch eher im operativen Geschäft tätig. Wenn Sie ohne meine Hilfe die Hände ... Danke. Er sagt, wenn wir den Reichen mehr Geld geben, hätten wir mehr zu erbeuten und könnten mehr verteilen. Robin, das ist die uralte Theorie vom Trickle-Down-Effekt. Der Trickle-Down-Effekt? Wer kennt den nicht? Auch ich musste es nachts raus. Seine Rose ist zu eng. Der Trickle-Down-Effekt besagt, dass Steuergeschenke für Reiche zu mehr Wachstum führen. Aber das wurde nie bewiesen. Das Geld kommt nicht bei den Armen an. Seid jetzt fertig. Bei meinen Armen würde es schon reichen, wenn ich sie runternehmen könnte. Ihr wolltet mich zum Narren halten. Hände hoch und Geld, Herr. Wisst ihr, was ihr hier eigentlich macht? Ihr zettelt doch nur eine Neiddebatte an. Findet ihr nicht auch, dass er an niedrigste Instinkte appelliert? Ja, schon ein bisschen, ja. Man muss auch gönnen können. Wusstet ihr, dass Neid eine der sieben Todsünden ist? Das ist doch in ... Wirklich? Ja. Einen Moment. Stimmt das mit der Todsünde? Woran fragst du mich? Du bist ein Mönch. Ja, da war doch was. Gebot Neun, Todsünde. Also ist Umverteilung Sünde. Robin, für euer Tun gibt es gute Gründe. Laut Bibel ebenfalls Todsünde. Haha, seht, was ihr getan. So zettelt ihr doch letztlich nur eine Geizdebatte an. Okay, einigen wir uns auf Unentschieden. Treffen wir uns auf halber Strecke zwischen Ihrem Geiz und unserem Neid, sagen wir 50%. Ihr wollt wirklich an der Reichen, Schätze? Bedenkt dabei immer auch die Arbeitsplätze. Ja, ja, genau. Erst will ich eine Gegend umverteilen, und da bin ich mein Joblost. Wirklich? Ja. Einen Moment. Sie sagen, Umverteilung gefährdet Ihre Arbeitsplätze. Das wollte ich nicht. Ist das richtig? Robin, wie oft sind wir das schon durchgegangen? Wenn man den Reichen noch mehr Geld gibt, sichert das keinen Arbeitsplatz. Die Reichen bunkeln das Geld in der Bank. Wir geben es aus und kurbeln damit die Wirtschaft. Was soll denn das? Ich soll mit seinem Geld einkaufen, aber das ist ja cool. Schließt euch mir und meiner Bande an. Zusammen stürmen wir Paläste, und wir machen Hütten für das ganze Land. Für uns und unsere neuen Gäste. Maiden Marion von der Mittelschicht, haltet euch im Zaum. Ihr habt doch einen Traum. Ihr wollt doch auch irgendwann mal einen solchen tollen Flitzer. Ja, vom Pferd zum Kutschbesitzer. Ja, das will ich. Ja, und dann sitzt ihr hier am Platz der Reichen und werdet überfallen von ihm und seinesgleichen. Sei mir nicht böse, Robin. Aber von meinem Traum zu lassen, fällt mir schwer. Ich wäre halt auch so gerne Millionär. Dann sage ich Hü und Hot, und weiter geht's im alten Trott. Tiddelü! Bleibt hier. Lass mich mal fragen. Reicher Mann und armer Mann standen da und sahen sich an. Der Arme sagte bleich, wäre ich nicht arm, wärst du nicht reich. Hm, ich muss gestehen, es war nicht schlecht. Ich muss gestehen, das war von Brecht. Im Grunde hat er ja recht, aber seine Klage ist ästhetisch so verbraucht. Da, junger Mann, ich finds schön, dass Sie nicht nur betteln, sondern auch was dafür tun. Ab durch die Mitte. Das ist sehr großzügig, vielen Dank. Schaut mal was ich da her, was ist Robin Hood? Ich bin Robin Hood, ich bin kein Bettler. Ich bin Robin Hood, versteht, der Recher der Verderbten. Der Schütze von Widmen und Weisen. Robin und das Fliebertüt, kennt ihr mich nicht? Mögt ihr die Ungleichheit auch noch so hassen? So einfach sind die Reichen nicht zu fassen. Die Reichen werden reicher, die Armen werden mehr. Und wer ist schuld dran? Natürlich der Flüchtling, der morgen Deutschland erreicht. Wenn der Glück hat, wenn alles nach Plan läuft, wird der von unseren türkischen Freunden abgefangen. Weil die EU das Land bezahlt, das nicht in die EU darf, damit es die Probleme löst, die 28 Länder gemeinsam nicht lösen können. Das ist EU, Türkei wird irgendwann mal der Rettungsschirm. Bei diesem ganzen Beschlusswahn und hier ein Deal, da ein Deal, betone ich trotzdem lieber das Positive im Alltag. Mein Nachbar hat mir einen sehr schönen Satz gesagt, Glückwunsch, Marokko ist jetzt offiziell ein sicheres Herkunftsland. Du kannst endlich zurück. Ich so, nein, das darf man nicht überschätzen. Sachsen gilt auch als sicheres Herkunftsland. Man darf aber nicht pauschalisieren. Nicht alle bei Pegida sind Nazis, viele sind V-Männer. Muss man ganz klar so sagen. Ich finde auch in Deutschland können reiche und arme, wenn es sein muss, gut zusammenarbeiten. Das sieht man bei der AfD. Rassismus als gemeinsamer Nenner. Die armen, der besorgte arme kleine Mande rennt zur Wahlurne und wählt seinen eigenen Untergang. Und die Besorgten sind ja überall. Ich erkenne sie schneller als ihr. Ich bin so eine Art Sorgenbeschleuniger. Nehm ich sehen, bin ich so eine Art Nahtoderfahrung. Die meisten sagen ja Flüchtlinge, das sind alles Terroristen oder sind Terroristen drunter. Eine weitere Hauptangst, die viele vergessen, ist das importierte Frauenbild. Da kriegen alle Panik. Nein, wir dürfen die nicht reinlassen. Die haben ein ganz anderes Frauenbild. Die hatten ja diese tolle Aufklärung nicht. Aufklärung habe ich gegoogelt. Kentmann, Rousseau, Voltaire, Kant. Die älteren werden sich erinnern. Die haben wirklich sehr viele schöne Sachen gesagt. Auch zum Thema Frau. Mein Lieblingssatz kommt von Kant. Auch eine Frau kann Verstand haben. Aber das würde ihr die weiblichen Reize nehmen. Das ist ein sehr arabischer Ansatz, kann man sagen. Natürlich kann man das Kant-Fans sagen. Was soll denn das? Du kannst nicht einfach so einen Satz von ihm nehmen. Das ist ein riesengroßes Werk. Du kannst nicht aus dem Zusammenhang Sachen zitieren. Ich weiß, das darf man nur beim Koran. Wenn man den interpretiert, ist schon ein großer Fehler. Darf ich so nicht machen. Oder wie mein Nachbar sagt, die einzige Aufklärung, die wir Deutschen hatten, waren die Alliierten. Gut, die Stimmung gibt ein bisschen. Ja, es ist immer noch Heuerland. Das darf ich nicht vergessen. Aber ganz ehrlich, ich finde vor allem, was jetzt im Moment wieder passiert, wir müssen einfach mehr miteinander sprechen. Sonst haben wir keine Chance. Sonst wird das alles nichts mit Zivilisation. Wir müssen aufeinander zugehen. Ich weiß, woran ich rede. Ich bin seit diesen ekelhaften Silvesternächten auch durch zwei geteilt. Ich muss einfach ... Nur wenn man miteinander spricht, kann man Vorurteile abbauen. Mein Nachbar hat meinem Onkel gesagt, hört doch auf mit dem AfD-Bashing, da ist doch nicht alles schlecht. Und mein Onkel sagt ihm, das stimmt, die sind auch gegen Schwule. Es gibt Gemeinsamkeiten. Und ich bin kein typischer Gutmensch. Auch ich bin der Meinung, wenn Flüchtlinge zu uns wollen, müssen sie sich an unsere Regeln anpassen. Eine sehr wichtige Regel, die sehr gerne vergessen wird, gibt es nur für Rohstoffe, nicht für Flüchtlinge. Danke schön. Hallo. Verzei ... seid ihr Sheriff von Nottingham? Nottingham, gell? Wir haben nix und mir gäbe nix. Ich will doch nix von Ihnen. Ich will es den Reichen nehmen und den Armen geben. Das würden wir von den Finanzbehörden auch gerne. Ich habe ein Problem. Durchschnittlich besitzt das oberste Prozent der Deutschen ja 5 Millionen Vermögen. Jedes Mal, wenn ich einen von denen im Wald treffe, sagt er, so viel Vermögen hätte er gar nicht. So kann ich nicht arbeiten. Ich muss doch rausfinden, wer nicht in welchem Maß überfallen werden kann. So kann ich sonst nicht arbeiten. Es muss doch Instrumente geben, um das Vermögen der Deutschen zu messen. Instrumente? Selbstverständlich habe ich mir Instrumente. Da habe ich z.B. ein hervorragendes Instrument. Was ist das? Das ist eine Vermögensteuer. Damit können Sie jeden Cent erkennen, den ein Reicher besitzt. Super, so etwas brauche ich. Das funktioniert überhaupt nicht. Das ist kaputt. Seit 1995 nicht mehr repariert. Seitdem fehlt uns ein bisschen der Durchblick. Aber eine Vermögensteuer? Wenn ich das richtig erinnere, ist das nicht interessant. Mir habe ich auch einen. Wir wenden sie nur nicht an. Das Bundesverfassungsgericht hat damals zu uns gesagt, wenn ihr eine korrekte Vermögensteuer wollt, dann müsst ihr wissen, wie viel die Immobilien der Reichen wirklich wert sind. Wenn wir die Immobilien nur richtig bewerten, könnten wir die Vermögensteuer wieder erheben. Das ist korrekt. Warum macht die Bundesregierung das nicht? Kennen Sie diesen Moment, wenn Sie auf dem Sofa sitzen und Jörg Pilawa kommt? Das ist korrekt. Aber die Fernbedienung ist zu weit weg. Und man will einfach nicht aufstehen. Genau so. Deswegen haben wir keine Steuer mehr. Aber die Vermögen sind doch deswegen nicht verschwunden. Aus der Debatte schon. Gibt es nicht andere Instrumente auch? Selbstverständlich. Gucken Sie da nach. Vom Statistischen Bundesamt. Eine Einkommens- und Verbraucherstichprobe. Toll. Hier steht drauf, dass nahezu alle Haushalte erfasst werden. Sie müssen das richtig betonen. Nahezu alle. Mit Ausnahme derer, die über 18.000 Euro Monatseinkommen haben. Warum gerade die nicht? Die machen nicht mit. Dann muss man die dazu zwingen. Die Angaben sind ja freiwillig. Wenn Sie eine verpflichtende Umfrage wollen, nehmen Sie das Instrument. Mikrozensus. 390.000 Haushalte sind befragt worden. Und alle Waren gesetzlich verpflichtet, daran teilzunehmen. Das geht doch. Warum kann ich immer noch nicht erkennen, was das Vermögen der obersten Prozent ist? Weil danach gar nicht gefragt worden ist. Man könnte ja am Ende noch was rauskriegen. Der Staat hat keinerlei Interesse, das Vermögen rauszufinden. Aber es muss doch irgendwelche Forschungseinrichtungen geben. Selbstverständlich, gar keine Frage. Hier gucken Sie zum Beispiel die SOEP-Studie. Lassen Sie mich raten, Stichprobe ohne 1%. Sozioökonomisches Penel. 14.000 Haushalte wurden befragt. Und was haben die nicht rausbekommen? Eine ganze Menge. Die Angaben waren ja wieder freiwillig. Hier steht, dass gerade mal 20 Personen mit einem Vermögen von über 50 Millionen. Die schreiben sogar selber. Das Maß der Ungleichheit der Vermögen wird unterschätzt. Aber die Forscher hatten ja noch andere hervorragende Quellen, die sie benutzt haben. Ein Magazin. Aber nicht irgendeins. Schwobbs Magazine. Forscher holen ihre Daten aus der Gala für Milliardäre. Okay. Und woher haben die ihr Wissen? Dort hinten drauf. Recherche und Schätzungen. Ihr Hut brennt. Ich habe mir die Energiewende anders vorgestellt. Einzigmal, dass man sagen darf, mein Hut brennt. Und es stimmt. Okay. Was ich mich frage, ist Schätzungen. Das ist das beste Instrument, was wir haben. Schätze schätzen. Was haben die vom Forbes-Magazin herausgefunden? Dass wir wahrscheinlich 3-mal so viel Milliardäre und Vermögen haben, wie bisher angenommen. Ist aber nur Vermutung. Das ist aber nur Vermutung. Das ist aber nur Vermutung. Das ist aber nur Vermutung. Das ist aber nur Vermutung. Das ist aber nur Vermutung. Ich habe das Gefühl, je reicher die Vermögen sind, desto ärmer ist die Datenlage. Das haben Sie aber schön gesagt. Was lesen Sie denn für ein Buch? Das ist das Kapital von Thomas Piketty. Das ist die beste Datengrundlage über die weltweite und ungleiche Verteilung des Vermögens. über die weltweite und ungleiche Verteilung des Vermögens. Ich möchte sagen, das ist erschütternd präzise. Ich möchte sagen, das ist erschütternd präzise. Entschuldigung, aber dann nehmen wir doch das. Das ist für Deutschland praktisch unbrauchbar. Piketty hat in Deutschland ja nur lückenhafte Daten zum Vermögen gefunden. Lassen Sie mich raten, weil wir keine Vermögensteuer erheben. Lassen Sie mich raten, weil wir keine Vermögensteuer erheben. Woher wissen Sie das? Ich habe das Gefühl, in diesem Land gibt es ein starkes Interesse daran, dass es keine genauen Statistiken gibt. Wir haben ein riesiges Interesse an ganz bestimmten Daten. Wir haben ein riesiges Interesse an ganz bestimmten Daten. Was ist das denn? Das ist die Akte von einem Hartz-IV-Empfänger. Das ist die Akte von einem Hartz-IV-Empfänger. Von einem? Das sind ja nahezu 650 Seiten. Und heute wollen wir alles wissen. Stellen Sie sich Deutschland bitte als elegante Dame vor. Stellen Sie sich Deutschland bitte als elegante Dame vor. Das Gehirn sind die Universitäten, die Augen der BND und die Polizei, die Ohren der Verfassungsschutz, der Mund, die Medien, die Großindustrie, die Brüste und der arschte Politik. Und die Mittelschicht, das sind die Beine, die alles schleppen müssen. Aber seit Jahren stagnieren die Reallöhne der Mittelschicht. Aber seit Jahren stagnieren die Reallöhne der Mittelschicht. Aber die Abgabenlast, die steigt und steigt und steigt und das macht natürlich Druck und das macht der Mittelschicht Angst. Und wer Angst hat, dem können Sie alles erzählen. Zum Beispiel, dass eine Mutter im syrischen Bombenhagel ganz komfortabel lebt, aber sofort ihre Heimat verlässt, wenn sie hört, dass sie in Deutschland pro Tag 4,67 Euro Taschengeld bekommt. Und der Wähler, mit Angst in der Wahlkabine, der ist ja sowieso unzurechnungsfähig. Der ist wie eine Maus im Labyrinth. Und dann fragt er sich, die Fluchtursachen sind der Krieg. Und die Kriegsursachen ist wahrscheinlich der Kampf um Demokratie. Demokratie, was ist das? Demokratie ist, wenn vier Füchse und ein Hase abstimmen, was es zum Abendessen gibt. Die Wähler flüchten vor den etablierten Parteien wie die Ratten vom sinkenden Schiff und suchen nach Alternativen. Weil unser ferngesteuerter Hosenanzug, Frau Merkel, die Beschwichtigungsleuchte hat ja jahrelang behauptet, ihre Politik sei alternativlos. Habe ich im Duden nachgeschaut, bei alternativlos steht keine Alternativlösung zulassend. Mutti lässt keine zu. Und deswegen schmeißt sich der verschreckte Wähler wie eine Springspinne auf die erstbeste Partei, die ihm eine Alternative für Deutschland zu sein scheint. Obwohl die dann an seinen Bedürfnissen wahrscheinlich genauso viel Interesse hat wie Donald Trump an einer glaubwürdigen Frisur. Der Traum, das ist der alte Traum von der Mittelschicht, ganz nach oben, der Traum vom Tellerwäscher zum Angestellten, der dem Tellerwäscher sagt, wo das Geschirr durchhinkommt. Wir träumen immer von ganz oben, wir merken gar nicht, wie weit unten wir schon sind. Aber ich sage Ihnen, ganz rauf unter die oberen 1000 schafft das die Mittelschicht. Nein, weil ich gar nicht weiß, wie weit die Ungleichheit in Deutschland schon fortgeschritten ist. Ich habe Ihnen ein Papier mitgebracht, um das deutlich zu machen. Da stehen die Vermögen drauf. Das ist ein Zentimeter hier, steht für 50.000 Euro Vermögen in Deutschland. Das 500.000, und hier oben sind 1,5 Millionen. Wo sehen Sie sich ungefähr? Brauchen Sie sich nichts denken, die meisten krebsen im unteren Teil vom Papier umeinander. So, und jetzt raten Sie mal, wo jemand im Verhältnis hier steht, wo der ist, mit seinem Vermögen zu finden, jemand wie die BMW-Erin Susanne Klacken. 3,5 Kilometer. Aber nicht im Maßstab 1 zu 10, in echt 3,5 Kilometer. Und die Beine sind die Mittelschicht, die alles tragen muss. Gute Nacht, ich möchte einen Einkommenssprung. Danke, danke. Maid Mittelschicht hatte vollkommen recht. Die Ungleichheit in Herwood Forest hatte astronomische Ausmaße erreicht. Die reichsten 10 % besaßen 60 % des Gesamtvermögens. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung dagegen praktisch nicht. Das konnte man besonders gut an der Tafel des Sheriffs von Nottingham sehen, an der das Volk zur Verteilung des Wohlstands Platz genommen hatte. Komm, Herr Jesu, und sei unser Gast, segne, was du beschert hast. Keine Sorge, es ist ein ökonomisches Gebet. Sie meinen ökumenisch, glaube ich. Das auch. Jetzt wird er gleich noch erzählen, dass die Ungleichheit in Deutschland Gott gegeben ist. Herr Hood, was machen Sie? Kommen Sie doch rüber, Herr Hood. Ich bitte Sie, reich gedeckt ist unsere Tafel. Hört doch auf mit dem Geschwafeln. Nur der reichen Teller werden hier reich gefüllt. Ihr zeichnet ein arg polemisches Bild. Bedenkt, wie gut kam Deutschland durch die Krise? Ja, nur die Armen machten miese. 1 % besitzt ein Drittel des Vermögens. Das schmilzt die Mitte. So geht das nun seit vielen Jahren. Ihr sprecht schlecht von unseren Ahnen und der Agenda 2010. Ja, weil immer mehr zur Tafel gehen. Wir waren einst kranker Mann Europas. Jetzt Vorbild. Und sind doch ärmer dran. Ich mache mir darauf keinen Reim. Dann lassen wir es doch einfach sein. Meinetwegen. Aber wir sollten schon mal drüber reden, dass die Krise von politischen Entscheidungen ist. Sehen Sie mal die 90er-Jahre. Da waren die Vermögen in Deutschland relativ gleich verteilt. Natürlich ging es damals allen gleich. Schlecht. Gehen wir doch mal zurück in Ihre 90er. Ich sage nur Reformstau. Deutschland war bequem geworden. Da hat die Politik auf Jahre ein pikantes Menü angerichtet. Drei Gänge. Weniger Steuern, mehr Wettbewerbsfähigkeit. Mehr Flexibilität. Das klingt gut, das nehmen wir. Eine gute Wahl. Beginnen wir mit dem ersten Gang. Mit einer Einkommenssteuersenkung für alle. Diese Steuersenkungen werden den Reichen zugutekommen. Keine Sorge, Herr Schwarzmaler. Ich kenne den Koch Gerhard Schröder. Das ist einer von uns. Hauptsache kein Kohl mehr. So werden alle Steuersätze um 10 Prozentpunkte gesenkt. Der Einkommenssteuersatz auf 15 Prozent runter. Und der Spitzensteuersatz geht runter auf 42 Prozent. Da kann ich nur sagen, Mahlzeit. Das ist eine gute Wahl. Das ist eine gute Wahl. Das ist eine gute Wahl. Das ist eine gute Wahl. Das ist eine gute Wahl. Das kann ich nur sagen, Mahlzeit. Schmeckt es euch? Großartig. Große Schultern brauchen mehr Futter als der Rest. Komisch, aber meine Portion ist sehr übersichtlich. Wieso hat er so viel mehr als ich? Weil ein Steuernachlass von 10 Prozent bei großen Einkommen wesentlich mehr ist als bei kleinen. Ist ja auch gut so. Man hat im Nachhinein festgestellt, das waren die Ergebnisse dieser Steuerreform. Im Endeffekt war es so, dass Millionäre und Spitzenverdiener letztendlich effektiv 20 Prozent mehr in der Tasche vom Einkommen hatten. Geringverdiener nur 5 Prozent. Hauptsache, alle habe ich mehr auf dem Teller. Ganz meine Rede. Deutschland geht es schon viel besser. Entschuldigung. Bin ich auch Deutschland? Nach diesen Wohltaten für die Bevölkerung ist es Zeit geworden, dass wir mal was für die Wirtschaft machen. Was die Wirtschaft sagt, meint er meistens ihn. Ach, nicht jeder Reiche ist doch ein Unternehmer. Okay, machen wir eine Umfrage. Wer von euch besitzt den Aktien oder Unternehmen? Überraschung. Dann gibt es jetzt den zweiten Gang. Wer mehr Wettbewerbsfähigkeit? Wir halbieren erst einmal den Körperschaftsteuersatz. Und als kleiner Gruß aus der Küche gibt es dann noch den schönen Umstand, dass der Verkauf von Unternehmensanteilen ab sofort völlig steuerfrei ist. Entschuldigung. Könnte ich da auch ein bisschen was haben? Auf gar keinen Fall. Könnte ich auch so einen kleinen Gruß aus der Küche haben? Verzeihung. Das ist reine Sauerei. Von der ich gewarnt habe, man hat die Körperschaftsteuer gesenkt. Von 40 Prozent auf 25 Prozent und letztendlich auf 15 Prozent. Die SPD hat ihre Wahlergebnisse der Körperschaftsteuer angepasst. Das war einer der größten Steuergeschenke aller Zeiten in Deutschland. Das Geld ist doch investiert worden. Das wird immer behauptet. Schauen Sie doch mal hier. Da sehen wir die Steuerlast der Unternehmen. Und was haben sie gemacht? Mehr investiert? Nee, weniger investiert. Entschuldigung, was ist denn die dritte Kurve da? Das willst du gar nicht wissen. Das will er schon wissen, das sind die Gewinne der Unternehmer. Aber wenn der Staat auf so viel Einnahmen von den Unternehmen verzichtet, ist dann der Steuertopf nicht bald leer? Ach was, hoppla, der Steuertopf ist leer. Dann machen wir doch die Steuergeschenke einfach wieder rückgängig. Aber lieber die nächste Reformrunde. Es gibt eine Mehrwertsteuer-Erhöhung. Nee, nee. Moment, Moment, das ist absolut super gerecht. Denn es zahlt ja alle 3 Prozent mehr. Lass doch nichts einreden. Mehrwertsteuer-Erhöhungen treffen doch Geringverdiener wesentlich härter als Spitzenverdiener. Erst hat er was gegen niedrige Steuern, dann gegen höhere Steuern. Also ihr wisst auch nicht, was ihr wollt. 17 Prozent Mehrwertsteuer. Hey, bei mir ist ja kaum noch was drauf. Bei mir ist ganz schön viel weg. Nee, obwohl bei mir ist es genau wie vorher. Geil. Ich hätte uns aber auch wirklich warnen können. Hat noch jemand Lust auf ein Dessert? Ja, was gibt's denn? Eine Spezialität des Hauses. Flexibilisierung des Arbeitsmarkts. Sag ich doch nicht nein. Für euch heißt das übrigens Niedriglöhne, Minijob, Schleierarbeit und Hartz IV. Das heißt, die geringen Löhne werden noch geringer. Entschuldigung. Können Sie mal kurz den Geschäftsführer sprechen, bitte? Die Situation hat sich trotz der harten Maßnahme gegen den da auch nicht wirklich verbessert. Jetzt wirst du aber noch gierig. Pass bloß auf, sonst sitzt morgen hier ein Marokkaner, der macht das genauso gut für weniger Geld. Dann gebe ich lieber freiwillig was ab. Lohnverzicht. Ich bewundere Ihre Disziplin. Dadurch hat sich Ihre Produktivität gesteigert. Deswegen gibt es jetzt einen großen Nachschlag. Da sind wir doch alle gespannt, wie das wohl ausgehen wird. Allein das hier ist der Zuwachs der Wirtschaftsleistung in Deutschland pro Kopf der letzten 20 Jahre. Plus 25%. Wow. Und was ist das kleine Blaue da unten? Das ist Ihr Einkommen. Die Reallöhne sind die letzten 20 Jahre nicht gestiegen. Aber jetzt sind wir mal gemeinsam ganz gespannt, wie der von Ihnen hart erarbeitete Wohlstand wohl am Ende verteilt werden wird. Ah. Ah. Super. Mahlzeit. Da fragt man sich doch schon, warum wird in diesem Land nicht viel mehr über Umverteilung gesprochen. Nee, mehr Umverteilung, das packe ich auch nicht mehr. Möchten Sie nicht noch ein kleines Pfeffermischplätzchen? Hier, nur ein kleines, winziges Pfeffermischplätzchen. Applaus Das ist eine berechtigte Frage. Wie kommt man heute eigentlich noch an Geld? Die Zinsen sind im Keller, an der Börse läuft es auch nicht mehr rund. Hat ein Freund von mir eine Idee. Der hat Nachrichten geguckt und der hat gesagt, ich weiß nicht, wie er das machen will, aber er ist der festen Überzeugung, er investiert jetzt im Waffen. Geht es noch? Mach ihn Munition. Das ist nachhaltiger. Ich meine, Waffen irgendwann hat doch jeder eine. Aber Waffen funktionieren nur mit Munition. So ein Gewehr ohne Patronen, das ist einfach nur ein Gegenstand. Das tut vielleicht jemandem weh, wenn du es nach jemanden schmeißt. Pech ist es, ein G36 kommt wie ein Bumerang zu dir zurück. Der Munitionsfabrikant macht doch abends auch den Fernseher an und sagt ihm, alle reden nur über Waffenproduzenten, aber der Mann ist fein raus. Und wenn einer auf ihn zeigt, kann er sagen, ich? Ich kann doch nichts dafür, dass böse Menschen meine Patrone in einen Gewährlauf stecken, wo sie auf 900 m pro Sekunde beschleunigt wird. Das kann ich doch nicht dafür. Als Munitionsfabrikant stellst du übrigens auch das perfekte Produkt her. Der Kunde kauft es, benutzt es ein einziges Mal, zack, boom, kaputt, er muss es neu kaufen. Er plante Obsoleszenz in höchster Vollendung. Davon träumt der Autoproduzent, was der herstellt. Das muss 10, 15 Jahre halten, draußen geparkt vor der Tür stehen. Lebensdauer, weil es der Kunde so will. Aber jemand, der Munition kauft, hat ein anderes Verhältnis zu Lebensdauer. Als Munitionsfabrikant hast du auch diesen ganzen Kundenbindungsquatsch nicht an der Backe. Service-Hotline, Garantie, Reparaturservice, Kundendienst, Rückrufaktion, Fund. Gibt es Fund auf Patronenlösung? Keine Ahnung. Wenn das so wäre, wäre die Ostukraine voll mit deutschen Rentnern. Einige würden sich noch sehr gut auskennen. Ich kenne mich nicht aus, aber ruft der TÜV bei so einem Munitionsfabrikanten an, um zu fragen, ob Menschen durch ihr Produkt zu Schaden kommen. Ökotest, melden die sich? Sind da Weichmacher drin? In meiner Munition? Meine Munition ist Weichmacher. Dann kommt natürlich eines abends dieser Munitionsfabrikant, der auf Freizeit nach Hause zu seiner Familie kommt, für die er das macht und wird begrüßt. Ein Kind fragt, was hast du heute auf Arbeit gemacht? Wir haben eine Patronenfabrik. Patronen? Was für Patronen hast du heute gemacht? Heute habe ich z.B. Kurzwaffenpatronen hergestellt. Das sind Pistolenpatronen und Revolverpatronen. Dann haben wir noch Mittelpatronen hergestellt. Das sind Flintenpatronen, Büchsenpatronen und Gewehrpatronen. Dann haben wir noch große Patronen hergestellt. Das sind Duplex- und Triplexpatronen, Manöverpatronen, Panzerpatronen, Kanatpatronen, Geschützpatronen, thermobarische Patronen, Knallpatronen und Pufferpatronen. Das hat jemand über Amazon Prime bestellt. In die Länder, wo unsere Kunden wohnen, das sind Südsudan, Eritrea, Liberia, Venezuela, Mexiko, Nordirak, Nordsyrien, Gazastreifen, Israel, Ostukraine, Ode, SSR, ja, die heißt bald wieder so. Und in den USA haben wir ganz viele Schulen unter unseren Kunden. Papa! Papa! Ja? Macht ihr auch Tintenpatronen? Tintenpatronen? Nein. Damit macht man sich die Hände schmutzig. Robin Hood, was ist mit euch? So schlaff kenne ich den grünen Flitzebogen nicht. Ich kenne euch mehr. Verspannt. Was wollt ihr, Graf Underwood? Euch Millionen geben. Was? Wofür? Für den Kampf gegen die Armut. Wirklich? Sobald ihr am Ende Steuern zahlt, kommt er in meine Brust. Ich dachte mehr an eine Stiftung. Und Sie sind das Gesicht, die Robin Hood Stiftung. Und ich dürfte dir das ganze Geld den Bedürftigen auszahlen? Das Kapital muss natürlich erhalten bleiben. Aber von den Zinsen des Kapitals, da finanzieren wir erst einmal die Grundbedürfnisse der Stifter. Von dem restlichen Zinsen dürfen Sie gerne ein Ballett für Benachteiligte inszenieren. Vielleicht auf der Waldlichtung das Robin-Hoopf-Ensemble. Vielen Dank. Ich verzichte. Wieso? Ich finde es keine gute Idee, dass immer mehr Menschen wie Ihnen die Entscheidung überlassen wird, wem mit so viel Geld geholfen werden darf. Ihre Almosen, ich will, dass Sie Erbschaftssteuer bezahlen. Sie sind und bleiben ein Wegelagerer. Erbschaftssteuer, da lebt man, arbeitet, zahlt Steuern und am Schluss wird das noch mal besteuert, nur weil man tot ist. Ich sage nur Doppelbesteuerung. Sie werden doch kein zweites Mal besteuert, Sie sind doch tot. Besteuert werden Ihre Kinder, die ein Einkommen bekommen, leistungslos. Ist ja nicht so, dass einem da was geschenkt wird. Doch. Das ist der ganze Punkt, es wird einem was geschenkt. Das ist doch inzwischen ... Erbschaften in Deutschland sind bis zu 300 Mrd. Euro im Jahr. Das ist fast einmal der gesamte Bundeshaushalt. Was nehmen wir an Erbschaftssteuer ein? Lumpige 5,4 Mrd. Das sind nicht mal 2%. Würden wir diese Erbschaften normal besteuern wie das Gehalt eines Angestellten, 60 Mrd. Euro für die Gesellschaft. Wenn Sie mal irgendwann erben und dann 30% Erbschaftssteuer zahlen, was sagen Sie denn dann? Dann sage ich Halleluja. Wissen Sie, wer bei uns im Land 30% Erbschaftssteuer zahlen muss, die die über 26 Mrd. Euro erben? Die allermeisten Deutschen zahlen keine Erbschaftssteuer. Weil Sie so einen guten Steuerberater haben? Weil Sie nichts zu erben haben. Die anderen haben riesige Freibeträge. 400.000 Euro für Kinder, 500.000 für Ehekatten. Ich habe das Geld harter gearbeitet. Wissen Sie was? Bei großen Vermögen von Superreichen besteht das Vermögen zu 80% aus Erbschaften. Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. Sagen Studien. Es ist doch gefährlich für eine Gesellschaft, dass sich immer mehr Geld in den Händen und nicht mehr darauf ankommt, was man leistet, sondern nur noch, wie man heißt. Sagt der Satiriker von Wagner. Das sagen Bundesverfassungsrichter, die satt haben, das reiche Firmenerben so bevorzugt werden. Das ist typisch für Sie. Aber keine Ahnung. Die Firmenerben werden doch nicht geschont, sondern das Betriebsvermögen. Und das mit Recht, denn es sichert Arbeitsplätze. Der wissenschaftliche Beirat vom Bundesfinanzministerium hat gesagt, es gibt wenig Hinweise darauf, dass die Schonung von Betriebsvermögen Arbeitsplätze sichert. Was wissen die von Wirtschaft? Bei denen kommt das Geld aus der Steckdose. Das hat man gemacht. Ein Journalist von der Taz, Ulrich Schulte, hat 15 Wirtschaftsverbände angerufen und gesagt, nenn mir ein Unternehmen, das in Schwierigkeiten geraten ist, wegen der Erbschaftssteuer pleite gegangen ist oder verkauft werden musste. Wie viele waren es? Kein einziges. Das wollen Sie. Der Schäuble plant eine Erbschaftssteuerreform. Wenn Sie eine Firma erben würden, sagen wir, es wäre 20 Mio. Nach Schäubles Reform müssten Sie keinerlei Steuern zahlen. Und was ist, wenn die Firma mehr wert ist? Gut, dann müssten Sie Steuern zahlen. Dann müsste ich alles veräußern. Das ganze Betriebsvermögen, Maschinen und Fabrikhallen. Dann wäre ich ruiniert. Dieser schwäbische Kommunist. Man würde Ihr Betriebsvermögen in Ruhe lassen. Man schaut sich nur das Privatvermögen an. Man macht eine Bedürfnisprüfung. Ja, ich bin bedürftig. Schonen Sie meine Milliarden. Man schaut nur, ob Sie mit der Hälfte Ihres Privatvermögens diese Steuern bezahlen können. Die Hälfte, ich bin ruiniert. Sie kriegen eine Firma geschenkt. Das kann ich mir gar nicht mehr leisten. Wenn das stimmt, dann erlässt man Ihnen die Steuern. Ja, erlassen Sie es mir. Beruhigen Sie sich doch. Das Gesetz ist noch gar nicht beschlossen. Noch nicht? Dann muss ich schleunigst nach Berlin. Taxi! Nach Berlin! Nein, mir reicht es. Ich lasse mich nicht mehr einspannen. Jahrelang habe ich den Karren gezogen. Jetzt reichst du, stopfter Depp. Möchte jetzt eine höhere Erbschaftssteuer und eine Vermögensteuer. Jetzt! Olde Maid Mittelschicht. So wollt ihr an meiner Seite streiten. Dann haben wir eine Mehrheit. Schön, dass ihr zwei euch gefunden habt. Aber eins ist klar. In diesem Land macht immer noch das Parlament die Gesetze. Ja, ihr habt recht. Gut, dann gehen wir eben den politischen Weg. Ein Stimmenpotenzial, der auf die Reichen zielt bei der nächsten Wahl. Auf! Lasst uns Mitstreiter suchen unter den Parteien. Den Volksvertreter möchte ich sehen, der meinem Einfluss kann widerstehen. Wohlan! Ich beuge mich dem demokratischen Wettstreit. So ist es beschlossen. Wir veranstalten einen Bogenschutzturnier. Gar nicht. Teilnehmen dürfen alle Parteien, die sagen, sie möchten umverteilen oder die Reichen treffen. Maid Marion, wollt ihr dem Spektakel von der Ehrenloge beiwohlen? Maid Marion. Sorry, aber von oben hat man ein bisschen bessere Sicht. Gut. Freunde, Bürger, nun lasst uns sehen, wer bei diesem Spektakel die ... Ihr sollt nicht auf mich schießen! Auf die Reichen! Wer war das überhaupt? Horst Seehofer hat seine Teilnahme abgesagt. Auch im Namen der CDU. Ach, dann ist das Turnier ja schon zu Ende. Von wegen. Aus allen Ecken dieses Landes haben stolze Recken ihr Kommen angekündigt. Der erste Schütze tritt an für die SPD, die Partei des kleinen Mannes. Die SPD hat einen großen Plan. Ich zitiere aus dem Programm. Sie wollen eine Vermögenssteuer und die Begünstigungen bei der Abschaftssteuer zurücknehmen. Ach, das will ich sehen. Also, hier habt ihr meine Stimme. Ja, gut. Dann wollen wir die Abschaftssteuer zurücknehmen. Ja, das will ich sehen. Also, hier habt ihr meine Stimme. Ja, gut. Dann wollen wir die Abschaftssteuer zurücknehmen. Ja, das will ich sehen. Ja, gut. Dann wollen wir mal regieren. Rein damit. Einem Hartz IV im Finger vor die Brust. Volltreffer. Hast du überhaupt schon mal geschossen? Sag mal, ihr habt es geschworen bei eurer Seele, dass ihr die Reichen treffen wollt. Ihr habt es gar im Programm. Aber das mit der Umverteilung, das ist doch nur folklorisch. Das meinen wir doch nur unter ganz bestimmten Rahmenbedingungen. Unter welchen ganz bestimmten Rahmenbedingungen? Dass wir nicht an der Regierung sind. Ihr seid abgewählt. Raus aus diesem Ländle. Der nächste Schütze tritt an für die Partei der Grünen. So spricht, wie er das Ziel treffen will. Ich zitiere aus dem Bundestagswahlprogramm. Die Grünen sind für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer, für eine höhere Erbschaftssteuer, außerdem für eine einmalige Vermögensabgabe. So nimmt denn meine Stimme. Typisch Grüne. Ich kann nicht. Warum schießt ihr nicht? Eine höhere Erbschaftssteuer trifft unsere eigene Klienziele. Das geht nicht. Das macht die SPD die ganze Zeit. Wir sind doch nicht so blöd wie die Sozis. Außerdem finde ich Umverteilung echt ein Loser-Thema. Wir steuern um auf Kretschmann-Kurs. Ha! Wir sind doch nicht so blöd wie die Sozis. Außerdem finde ich Umverteilung ein Loser-Thema. Wir steuern um auf Kretschmann-Kurs. Ha! Kretschmann will eine höhere Bevorzugung von Firmen erben, höher als Schäuble. Was führt denn dieser Kurs? Ins Amt. Das ist euer wahres Ziel. Hinfort mit euch! Hinfort! Ihr wundert euch. Ich bin's von Storch D. Beatrix. Jemeni, die AfD! Herr Millionär, ich gebe dankend meine Hände für Ihre anonyme Spende. Psst, Idiot! Aber werdet ihr auch für mich kämpfen? Klar, ihr seid blond und solltet bleiben dürfen. Gut, dann nehmt mal meine Stimme. Was? Wieso? Ihr habt doch noch gar nicht in den Programmentwurf reingeschaut. Wollt ihr nicht lieber hören, was die AfD möchte? Weg mit der Abschaffsteuer! Weg mit der Vermögensteuer! Entlastung für Großverdiener! Kurz, Ihr Ziel ist eine noch ungerechtere Gesellschaft. Aber was wollt ihr denn? Wieso tretet ihr überhaupt hier an? Eigentlich habe ich ja ein ganz anderes Ziel. Wie ich hörte, treibt sich hier ein Marokkaner rum. Den würde ich gerne mal treffen. Haha! Miets, Miets, Miets, Miets, Miets, Miets, Miets. Ja, aber gibt es denn überhaupt irgendjemand, der für meine Ziele eintritt? Doch. Mich. Batman? Sagt an, was wollt ihr? Ich will eine Millionärssteuer. Ich will eine Erbschaftssteuer, die den Namen verdient. Und ich möchte eine Umverteilung von oben nach unten. Ja, schön, aber ich meine, Ihr seid schon der Dritte mit leeren Versprechungen. Es wäre halt schön, wenn jetzt mal irgendjemand trifft. Wer seid Ihr Fremder? Ach, der Sozialfrosch wieder. Gut. Für welche Partei tretet ihr an? Ich tret an für die Partei der... Was? Die Partei der Linken. Die Linke? Nein, das kann ich nicht machen. Aber ich tret für alle eure Ziele an. Ich treff bestimmt, wenn ihr mir nur eure Stimme gebt. Ihr habt doch schon einen Staat ruiniert. Nein, aber die Ziele sind toll. Und Ihr als Typ, Ihr seid auch super, aber leider in der falschen Partei. Das ist eine Partei der Verlierer. Und da gehöre ich nicht dazu. Mittelschicht. Ihr seid die Kraft, die oft das Gute will und doch das Unrecht schafft. Durch Euer Festhalten am Statusquo bleibt alles wie es ist. Wir sind unbehelligt aus dem Staub. Auch wenn die Einsicht vielleicht alt ist, rostet. Gerechte Steuern sind, was Zivilisation uns kostet. Und die Moral von der Geschichte Umverteilung gibt es nicht. Das war die Anstalt. Heute mit dem Knauer Nils Heinrich. Robin Hood, Lisa Abdelkarim und Meg Mittelschicht, Lisa Fitz. Danke für die Forderungen. Wir gehen jetzt einen Schritt nach vorn. Und so machte sich Robin Hood mit seinen Forderungen, von denen 80% der Bevölkerung politieren würden, auf und erreichte im Wahlkreis Zornling 2,3%. Meg Mittelschicht dagegen heiratete nach Boden. Wir arbeiten jetzt für die Robin-Hoofs-Stiftung. Während der Dreharbeiten zu dieser Sendung wurden natürlich keine hohen Tieren verletzt.