Deutsche Innen- und Außenpolitik
Aktuelle Lage in Syrien , Wiener Flüchtlingsgipfel, Terrorängste , SPD , Parteienspektrum , Wahrnehmung der türkischen Bevölkerung seit der Flüchtlingskrise , Kritik der CSU an Merkels Willkommenskultur , „Versteckte Glatzen “ bei der AfD , Affekte beim Thema Terror
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Anstalt analysiert die deutsche Politik in Bezug auf Flüchtlinge, Terrorismus und die politische Polarisierung. Die Episode kritisiert die vermeintlich unreflektierte Umsetzung von Maßnahmen wie Grenzkontrollen und Zäunen, die als unrealistisch und kontraproduktiv dargestellt werden. Die Satire wirft Fragen nach der Legitimität von Ängsten und der Instrumentalisierung dieser für politische Zwecke auf. Sie kritisiert insbesondere die Rolle der AfD und die Tendenz, Bürgerwünsche zu manipulieren. Letztlich stellt die Episode die Funktionsfähigkeit der politischen Institutionen und die Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung mit komplexen Problemen in Frage.
Transkript 6.966 Wörter
Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Russland, geopolitische Kräfte Wir sind auch krank, wir sind auch krank, wir sind auch krank, wir sind auch krank. Guten Morgen, Visite. Guten Morgen Herr Professor. Wie geht es heute? Nicht gut, ich glaube ich habe Syrah. Sie werden es überleben. Ach, das sagen Sie so einfach. Schauen Sie sich das mal um. liegen in jedem Bett liegen Patienten das ist doch eine Belastung für so ein Krankenhaus. Keine Sorge, ich mache das schon, wie immer. Aber wie? Sehen Sie, wir sind die Schwarz-Null-Klinik, wir sind berühmt dafür, dass wir nichts ausgeben. Verstehen Sie, ich kann Sie für Ihre Arbeit nicht bezahlen.
Das heißt, ich muss es wieder freiwillig machen. Fantastisch. Sagen Sie mal, wen haben wir da? Syrah. Ach herrje. Wie sah denn die Therapie bisher aus? Wir haben die Zufahrtsstraße zum Krankenhaus mit Stacheldraht blockiert. Und hat das angeschlagen? Ja, es kommen jetzt kaum mehr Patienten in die Klinik. Gut, gut, gut. Aber der ist ja irgendwie hier reingekommen. Niemand hat mich gefragt, ob der hier eingeliefert werden darf. Er war verletzt. Ja, Verletzte passen aber nicht zu uns. Wir sind immerhin noch ein Krankenhaus, nicht? Und ein Haus quasi mit dem Menschen Hoffnungen verbinden. Ja, so verbunden ist er jetzt ja schon.
Also ich meine, was er jetzt braucht, ist Traumatherapie und Integrationsübung. Ach herrje. Wir suchen händeringend Pflegekräfte und dann kommt er und ist Patient. Sagen Sie mal, das Wohl dieser Klinik ist ihm wohl vollkommen egal. Ja, ich sag Ihnen, der simuliert nur. Schmeißen Sie den raus. Simulieren? Sein Zustand ist bedrohlich. Ja, für uns. Der ist ja nicht umsonst voll verschleiert. Sagen Sie mal, wer sind Sie eigentlich? Mein Name ist Dr. Bernd Höcke. Ich bin Heilpraktiker. Also das heißt, ich stehe für alternative Methoden. Ah, sanfte Medizin. Ja, bitte. Kann er nicht schaden. Sieh mal auf. Was war das denn? Ja, ich behandle hier Trauma mit Trauma.
Okay, ich glaube, wir sollten besser einen Experten konsultieren. Wir wollen rennen den Stadtpatienten. Fragen Sie doch mal den kleinen Mann da draus. Wir sollen den fragen? Warum? Sind Sie Arzt? Im Gegenteil, ich bin Soxie. Dann haben Sie ja noch nie einen Patienten aus der Nähe gesehen. Ja, ist ja wunderbar, da ist er ja unbefangen. Na gut, okay, dann sagen Sie uns doch, wie wir diesen Patienten behandeln so in Ihrer Meinung nach. Also ich würde vorschlagen, auf jeden Fall schlecht. Ich habe in meinem Leben so viel Steuern gezahlt. Ich bin nie so gut bei 100.000. Sie waren ja noch nie so krank. Ja, außerdem war kein Geld da. Aber für so ein ist jetzt Geld da.
Warum ist eigentlich für mich kein Geld da? Ja, noch einmal, wir sind die Schwarz-Null-Klinik. Das heißt, wenn Sie das so wollen. Schlecht genug. Kann ich jetzt dann bitte das Kissen haben? Nein. Das macht gar nicht, solange er es auch nicht haben darf, fühle ich mich schon deutlich besser. Also wenn wir ihn jetzt nicht operieren, dann braucht er auch bald kein Bett mehr. Okay, wenn Ihnen das so wichtig ist, dann operieren Sie ihn doch. Echt jetzt? Ja. Schwester! Ach, das bin ja ich. Das ist eine sehr komplizierte Operation. Da wissen Sie schon sehr genau. Beim kleinsten Schnitt daneben, da kann es zu schweren Abschlussreaktionen kommen. Was hat er gesagt? Ob ich Spezialistin bin.
Nein, das ist eine Freiwillige, aber mit ganz viel Herz. Hören Sie das? Der will sich nicht von einer Frau behandeln lassen. Ja, das ist tatsächlich seltsam. Wissen Sie, ich habe gehört, es gibt sogar ausländische Patienten, die sich trotz einer tödlichen Verletzung nicht an die deutschen Krankenhausregeln halten. Ach, sehen Sie, die meisten unserer Patienten sind äußerst friedlich. Das ist doch eine Lügenkompresse. Und dass die nicht friedlich sind, da sieht man ja schon daran, dass die ja alle verletzt reinkommen. Wir sind ein Krankenhaus, nicht ein Krankenhaus. Sagen Sie mal, Sie können doch keinen Patienten anzünden. Wir sind nicht! Und angezündet macht er mir Angst.
Das ist also Art Therapie? Ja, außer für mich auf jeden Fall. Vermutlich hat er den Patient mit einer Moschee verwechselt. Herr Professor, was ist denn eigentlich, wenn er jetzt hier Sie unsittlich berührt? Naja, im Moment berühren Sie Sie unsittlich. Ja, ich bin ja auch schon länger hier. Jetzt habe ich auch Angst. Sehen Sie, jetzt hat sogar Sie Angst. Aber vor Ihnen. Also, wir können uns einigen. Der Patient macht uns Angst. Ich würde mal sagen, fixieren! Aber das können Sie doch nicht machen. Denken Sie doch an den guten Ruf der Klinik. Das mache ich. Wenn der Ruf zu gut ist, dann wollen Sie hier alle behandeln lassen. Wir müssen uns vor den Patienten schützen. Was hat er jetzt gesagt?
Weiter machen. Das ist meine Vision für die Schwarz-Null-Klinik. Verstehen Sie, es wird weiträumig abgeriegelt. Überschüssige Patienten, die werden einfach an sichere Drittklinien zurück überwiesen. Und dann, das ist unser Ziel, soll kein Verletzter mehr hier durchkommen. Stopp! Stopp! Das ist ja nicht zum aushalten. Die reinsten Wagner-Festspiele. Lassen Sie mich raten. Lassen Sie mich raten. Gleich fordert Ihr Charakter noch den Einsatz der Bundeswehr in der Inneren? Der war gut. Warum ist mir der nicht angefallen? Nichts ist gut. Gar nichts ist gut. Schon das Thema. Kommen Sie, Flüchtlinge. Es nervt jetzt, finde ich. Fun-Fact.
Wussten Sie, dass die Menschen auf der Flucht vom Thema auch genervt sind? Ja, das verstehe ich gut. Nichts verstehen Sie. In Aleppo werden die Menschen geschlachtet und wir reden darüber, dass uns ein Thema nervt. Kommen Sie, schon das Bild ist doch völlig schief. Bitte Sie, Deutschland ist doch kein Krankenhaus. Wir sind doch verpflichtet zu helfen, wenn jemand in Not ist. Auch wenn uns das ein bisschen den Dienstplan durcheinander wirbelt. Wir besonders übrigens. Immer ein deutscher Sonderweg. Was? Erst müssen wir die ganze Welt unterjochen und jetzt, jetzt müssen wir alle Menschen retten. Haben Sie jetzt gerade den Eingriffskrieg der Nazis mit Kleiderspenden verglichen?
Wer sind Sie eigentlich? Ich bin die Quotenfrau, die eine Krankenschwester spielen darf. Ich dachte, Sie sind so eine Art Willkommensklatscherin. Also die einzigen, die zurzeit noch klatschen gehen, sind die Neonazis. Ja und er hier, ich bitte Sie, war der AfD-Wähler als der arme Ossi. Das habe ich ihm auch schon gesagt. Das ist ein total verharmloses Klischee. Da sind ja auch reiche Schwaben dabei. Ein Drittel der AfD-Sympathisanten gehören zu den Top-Verdienern dieses Landes. Und was hat er da gesagt? Er sagte, Sie sind aber kein Top-Verdiener, Herr Seibel. Stimmt doch auch. Was für ein platter Bösewicht. Ja, ich wollte auch mehr so ein intrigantes, karieregeiles Sackgesichts-Spiel.
Und was hat er da gesagt? Dass ich nicht aussehe wie Andreas Scheuer. Und der Flüchtling ist natürlich der arme bemitleidenswert, der harmlose Patient. Ich habe ihm gesagt, ich könnte ja auch ein Terrorist sein. Und was hat er da gesagt? Es hat nicht in sein Weltbild gepasst. Entschuldigung, warum sollte er in diese Szene Terrorist sein? Sie haben Ihren Rucksack vergessen. Das ist meiner. Könnte aber auch seiner sein. Auch jetzt. Genauso wird es jetzt gerade überall gemacht. Wir machen aus Hilfsbedürftigen, machen wir potenzielle Bedrohungen. Dann sind wir nämlich das Opfer und der Flüchtling ist nur noch der Täter.
Und wir sind moralisch nicht mehr verpflichtet, ihm zu helfen, sondern nur noch uns zu schützen. Ja, vor Terroristen. Was ist es? Danke. Drei davon sind übrigens vergiftet. Was ist los? Greifen Sie ruhig zu. Die meisten davon sind völlig in Ordnung. Wer wüsste das besser als Sie, Herr von Wagner? Sie wollen doch nicht allen Ernstes Flüchtlinge mit Süßigkeiten vergleichen? Und Sie lenken ab, weil Sie wissen, dass ich Recht habe. Los, greifen Sie zu. Ich esse aus Prinzip keine Flüchtlinge. Sie lenken ab. Wissen Sie warum? Weil Sie Angst haben. Ja, okay, ich habe Angst. Und? Wie die AfD-Wähler eben auch. Entschuldigung, meine Angst ist wesentlich anders. Meine Angst ist viel... Studierter?
Schauen Sie, es ist ganz normal in der letzten Zeit Angst zu haben. Wir haben doch die Grenzen dicht gemacht, weil wir gesehen haben, da kommen nicht nur traumatisierte Opfer, sondern eben auch Sprengsätze auf zwei Beinen. Und jetzt, wo wir die Grenzen dicht haben, da können wir zwei doch endlich mal über andere Themen reden. Kommen Sie, Sie haben es doch auch satt, oder? Immer den moralisch empörten Kabarettisten zu geben. Unter uns, Ihre Pointen waren in der letzten Zeit so lustig wie tote Hunde welpen. Ja, ich weiß. Stellen Sie sich das nur mal vor. Einfach mal nur Innenpolitik. Vielleicht eine 5-Minuten-Nummer nur über die SPD.
Vielleicht könnten wir sogar eine Parodie machen von Seehofer und Merkel. Ja, und dann hauen wir noch ein paar geile Gags raus über die Scheidung von Angelina Jolie und Brad Pitt. Darüber macht man keine Witze. Sagen Sie, wer kriegt da jetzt eigentlich das Sorgerecht? Ist das der Pilot oder ist das der Handwerklichkeit? Ja, dann machst du Juli. Dann machst du Juli. Ach so. Papa! Dankeschön. Ich bin begeistert. Ist das so großartig? Der Herr Uthoff hat Recht. Das Flüchtlingsproblem ist ein für alle mal gelöst. Ich weiß nicht, ob Sie es mitbekommen haben, aber wir hatten diese Wiener Konferenz. Also die EU gemeinsam mit den Westbalkanstaaten und sie haben das Flüchtlingsproblem komplett gelöst.
Und ich finde es hammer, innovativ und kreativ, wie sie das gelöst haben. Pass auf, die haben gesagt, haltet euch gut fest, die haben gesagt, Grenzen zu entschließen. Das ist ja wohl der Oberhammer, oder? Da musst du erst mal drauf kommen. Da ist eine Grenze und die machst du zu und fertig. Wie sagt der konkrete Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk? Der sagte bei der Wiener Konferenz, die Balkanroute muss dichter sein als je zuvor und sie muss es auch in Zukunft bleiben. Hammer oder kreativ. Was wir uns in Europa nicht auch einen Donald leisten könnten? Der Präsident von was ist und eine Mauer bauen will. Das können wir auch. Und unser Donald ist ja sogar schon Präsident von was.
Ok, jetzt mal Präsident des Europäischen Rates. Das ist im Vergleich zu Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ein bisschen wie Vorsitzender des Weltverbandes der Flohzirkus. Aber immerhin eine großartige Idee über Grenzen zu. Sie haben auf der Wiener Konferenz auch ganz konkret gesagt, wie das eigentlich gehen soll mit den dichten Grenzen. Das ist eine Hammerinnovative Idee. Die haben einfach gesagt, ein Zaun. Da ist ja wohl noch gar niemand drauf gekommen, oder? Sagen wir mal, Innovation, Sensation, Hammer, einfach ein Zaun. Überlegt doch mal, was haben wir uns vorher in den Kopf gemacht?
Wir haben uns in der Lebenskultur, Flüchtlinge in EU-Ländern verteilen, Fluchtursachen in den Heimatländern bekämpfen. Alles Killifiz. Drauf geschissen, einen Zaun bauen und fertig ist die Lauge. Großartig, oder? Ich habe das auch mal durchgerechnet. Wenn du die Türkisch-Bulgarische Grenze dicht machen willst, brauchst du 250 km Zaun, zack, Bumm, dicht, fertig. Wenn alle gleichzeitig in den Zaun rennen, macht das exakt 12 Flüchtlinge auf jeden Meter Zaun. Ist es die Frage, wie hoch musst du den Zaun bauen? Wenn sich alle 12 Flüchtlinge aufeinander stellen, hast du aber ein Problem an der Backe. Es ist völlig unreal.
Überlegt mal, wenn du mehr als fünf Flüchtlinge aufeinander türmst, sagt doch der Unterste leblos zusammen. Das führt gar nichts. Nach meiner Rechnung maximal fünf Flüchtlinge aufeinander. Da schaust du eine Weile zu, baust den Zaun einen Meter höher und fertig, Ende Gelände. Dann können wir uns als christlich-abendländische Europäer, da sind wir ja alle, können wir uns entspannt vor den Zaun setzen. Auf unserer Seite natürlich. Dann kann man unsere christlich-abendländische Kultur ein Stück weit wirken lassen. Vielleicht ein bisschen genießen. Vielleicht sogar mit dem Glas Rotwein in der Hand. Dann kannst du live zugucken, wie die Flüchtlinge in den Zaun reinrennen.
Das ist eine großartige Erfindung. Vor allem so ein Zaun, der gibt einem was auf der anderen Seite zurück. Ich glaube, das ist das Gefühl von Exklusivität. Alle wollen rein, aber du bist schon drin. Exklusives Lebensfeeling. So ein bisschen ist das wie in der Promi-Disco. Europa ist ja auch quasi das P1 unter den Kontinenten. Okay, wenn die jetzt in Altersdurchschnitt zurechnen, ist mehr unter den Innenkontinenten. Logisch macht Sinn. Aber ich finde das so großartig. Diese Exklusivität und so eine dichte Grenze. Das ist ein Stück weit eine Anerkennung unserer großen Lebensleistung. Dass man einfach mal sagen kann, ja, wir haben etwas geleistet.
Wir haben es geschafft, aus eigener Kraft mit unseren vier Händen hier in Europa geboren worden zu sein. Und nicht in Nahen Osten oder in Afrika. Das kann doch jeder. Tschüss. Meine Damen und Herren, liebe Bürger, ich begrüße Sie und die Presse heute hier ganz feierlich zum Tag der Deutschen Spaltung. Bitte, ja, bitte. Sie meinen den Tag der Deutschen Einheit. Von Einheit kann in diesem Land keine Rede sein. Deswegen möchte ich heute auch einmal an die dunkelste Periode in der Geschichte dieses Landes erinnern. 33 bis 45. 2015 bis 2016. Sie meinen die über 1000 Attacken auf Flüchtlingsheime. Ich meine das, was ein großer Mann einst die Herrschaft des Unrechts gelernt hat.
Das war ich übrigens selbst. Die Geflüchteten aus Ungarn hereinzulassen, war für Sie also ... Ein Akt der Menschlichkeit, der sich so nicht wiederholen darf. Da wurden ja Menschen ohne Ansehen der Religion quasi mit Menschenliebe bombardiert. Deswegen freut es mich heute, ein Mahnmal zur Warnung für uns alle enthüllen zu dürfen. Nie wieder Humanismus, nie wieder Lieb. Freilich, dass Sie so viele künftsinnige Menschen hier versammelt sind. Dieses Mahnmal soll uns daran erinnern, wohin enthämmte Menschlichkeit führen kann. Zur Rettung von Hunderttausenden von Menschenleben. Genau. Und da sei Gott vor. Und die CSU.
Dieses Mahnmal ist natürlich auch denen gewidmet, die schon früh im Widerstand gegen Angela Merkel waren. Sie meinen die AfD. Ich meine natürlich mich. Aber mein Opfer war nicht umsonst. Die Kanzlerin hat ihre historische Schuld eingestanden und versprochen, dass sie nie wieder etwas schaffen wird. Jetzt habe ich aber die Schnauze voll hier. Was? Was ist? Das habe ich nicht versprochen. Was soll denn das? Nie wieder Humanismus. Die deutsche Geschichte ist ja gerade nicht reich an moralischen Glanzlichtern. Und was machen wir hier? Entschuldigen uns für unseren einzigen humanitären Ausrutscher. Der Angeleiter weiß genau, mir geht es nicht um Humanität, sondern mir geht es um Kontrollverlust.
Was wäre denn lieber gewesen damals in Ungarn? Kontrollierte Grausamkeit statt unkontrollierte Humanität. Du hast doch selbst gesagt, ich würde gerne die Zeit zurückspulen, um mich besser auf die Grenzöffnung vorbereiten zu können. Wenigstens hast du dieses furchtbare Wort nicht mehr erwähnt. Welches? Das mit dem vorne Sch und hinten Affen. Weißt du schon. Moment. Ich habe. Meine Damen und Herren, liebe Bürger. Ich habe in meiner Rede exakt gesagt, ich bin von der Schaffenskraft aller Menschen, die hier in diesem Land leben, weiterhin überzeugt. Genau. Moment mal. Das ist ja genau dasselbe. Da willst du die Bürger verarschen. Nein, nur dich.
Erzähl fix, wenn du wenigstens sagen würdest, wie wir das schaffen sollen. Zehntausende geflüchtete Menschen warten auf ihren Asylantrag. Oder auf einen Sprachkurs. Weißt du, was ich dir sage? Packen wir mal ein paar Milliarden mehr in die Hand. Dann wird er ordentlich drauf los integriert. Willst du mich verarschen? Wer hat den angefangen? Ich. Nicht vergessen, 82% der Bürger wünschen sich von dir eine Umkehr. Ach, ja. Ich weiß doch, die in Wien dafür gesorgt hat, dass die Balkanroute dicht bleibt. Das ist ein schmutziger Deal mit der Türkei veranstaltet. Bald auch mit Ägypten, Libyen. Ich bezahle afrikanische Machthaber dafür, dass sie Flüchtlinge einsperren.
Afghanistan wird ein sicheres Herkunftsland. Ich sorge weiterhin dafür, dass die deutsche Grenze weiter am Hindukusch verteidigt werden kann. Aber wenn 82% der Deutschen denken, dass ich diesen Kurs ändern soll. Nein, Kurs halten. Kurs halten. Du hättest mir Worte folgen lassen können. Unsinn. Wir müssen nach allen Seiten offen bleiben. Was? Ich zu den Grünen und du zur AfD. Ach so. Aber unfair ist das schon. Ich meine, wir sind beide im Grunde gleich hinterfotzig. Aber du stehst dafür kurz vor dem Friedensnobelpreis. Ich war und ich ... Kurz vor dem Friedensnobelpreis und ich bei dem Orban in der Schmuddelecke. Horst, hast du schon mal was gehört von Good Cop, Blöd Cop? Ach so.
Das ist ja gänig. Ein Hund bist du schon. Dann machen wir das weiterhin so. Du bist weiterhin der Good Cop. Aber nur, wenn ich auch weiterhin so rede, den ... ... versprochen habe. Jetzt spiele ich in einer Show über Flüchtlinge seit 15 Minuten den Geflüchteten und habe nicht mehr gesagt als ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... ... äh ... Viele Menschen beschweren sich über die Flüchtlingswelle. Die sagen, es sind zu viele. Wie sollen wir das bloß schaffen? Aber für uns Türken ist das perfekt, Leute. Das ist die perfekte Welle. Wir surfen regelrecht auf dieser Welle.
Natürlich, weil je mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, desto höher werden wir in der Gesellschaftspyramide eingestuft. Ethnische Beförderung. Ja. Das ist ... Das ist sozusagen ein ethnisches Upgrade. Früher waren wir die Asozialen. Früher hat man gesagt, die Türken sind nicht integriert. Die können nicht die deutsche Sprache. Aber dank Nordafrikaner Syro und Eritreer gehen wir bald als Europäer durch. Dann gehören wir zur Elite. Ja, natürlich. Früher war es nicht cool, Türke zu sein. Bis ich 3 Jahre alt war, war alles perfekt in meinem Leben. Ich kam in den Kindergarten für eine 3-Jährige, hab Shisha geraucht, Party gemacht. Ich war damals immer auf U3-Partys. Da ging es ab, Leute.
Da haben wir eine Heubrause gezogen. Alles war perfekt in meinem Leben. Dann kam ein Moment, der hat mein ganzes Leben verändert. Mein Vater zog mich irgendwann beiseite. Er hat zu mir gesagt, mein Sohn, du bist ein Türke. Und ich so, ach du Scheiße. Nee, weil Türke zu sein, war überhaupt nicht cool im Kindergarten. Nein, Papa, können wir nicht irgendwas anders machen? Italiener oder Spanier oder so? Was für Italiener oder Spanier? Ich bin Türke, deine Mutter ist Türkin. Also bist du auch Türke. Nicht so laut. Muss ja nicht gleich jeder mitbekommen. Ihr könnt ja Türken bleiben. Ich werd Italiener, okay? Aber das hat sich rumgesprochen wie ein Lauffeuer im Kindergarten.
Keiner wollte mehr mit mir spielen. Nur noch so ein kleiner Dicker. Und der war auch Türke. Und der wollte immer nur wippen. Der so, hey, warum wippst du nicht? Ich so, hey, warum wohl? Die Perspektivlosigkeit war mir ins Gesicht geschrieben, Leute. Ich war ein Türkenkind. Ein Nachwuchsasozialer. Aber Türke sein ist nicht einfach, Leute. Manchmal läuft ihr vielleicht am Bahnhof herum und dann seht ihr so zwei, drei Türken, die so angespannt am Bahnhof stehen und sagen, was, Alter, was? Und dann läuft ihr so vorbei und denkt euch so, guck mal, die Türken. Aber stell dich doch mal einen ganzen Tag so am Bahnhof hin.
Stell dich mal 10 Stunden angespannt am Bahnhof und sag den ganzen Tag, was, Alter, was? Ich hab einen deutschen Kumpel, der hat das gemacht. Am nächsten Tag, der so, hey, du hast ja nicht voll Muskelkater, Alter. Hey, Türke sein ist voll anstrengend, Alter. Aus diesem Grund... Aus diesem Grund... Aus diesem Grund, liebe Flüchtlinge, kommt nach Deutschland, bitte. Weil dann steht meiner Beförderung nichts mehr im Weg. Gott sei Dank. Allah haschikir. Oh, ich bin ja Moslem. Daran wird mein Upgrade scheitern. Ja, natürlich, weil davor hat man ja Angst. Angst vor der Islamisierung des Abendlandes. Damit wird rekrutiert.
Wenn wir nicht aufpassen, dann werden in Europa bald alle Menschen zu Moslems. Sogar der Papst wird dann Moslem. Der heißt dann Franziskus al-Baghdadi. Aber das ist nicht alles. Wir müssen den Moscheenbau stoppen. Stoppt den Moscheenbau, weil dort predigen sie Hass. Leute mal, ganz ehrlich. In meinen 35 Jahren habe ich nicht einmal erlebt, dass man auf die Treppen gestiegen ist und gesagt hat, Töte Dungleibigen! Das Einzige war es bei uns immer so, Hallo Jungs, bitte, Alkohol nixgut, Sex vor der Ehe nixgut, Spielautomat nixgut. Und du hockst in den Moscheen und denkst, ich habe nur noch 3% Akku, Mann. Wir Muslime... Ganz ehrlich, Leute, ganz ehrlich. Wir sind auch nur Menschen.
Wir haben Angst vor Terror. Bei uns gibt es da keinen Konkurrenzkampf. Wenn sich da ein Selbstmordattentäter in Deutschland in die Luft jagt, sagt keiner von uns, heute wollte ich eigentlich. Jetzt nimm du mir den Arbeitsplatz weg. Da bekommt der Begriff Arbeitsplatz eine ganz andere Bedeutung. Halt! Halt! Herr Korsar! Ganz kurz! Ich habe etwas Interessantes gelesen. Vielleicht können Sie sich da einen Reimer drauf machen. Einige der Migranten wählen jetzt AfD, weil sie Angst haben, dass ihnen die geflüchteten Menschen den Arbeitsplatz wegnehmen. Die fremdenfeindliche AfD? Ja. Aber dann wählen die ja gegen ihre eigenen Interessen. Nicht unbedingt.
Die AfD geriert sich quasi als Partei des kleinen Mannes. Das ist ja wohl ein Skandal. Jetzt nimmt mir der Migrant auch noch meine Partei weg. Wieso? Das ist doch die höchste Stufe der Integration, die man als Muslim in Deutschland erreichen kann. AfD wählen. Mein Gott, hier geht ja alles durcheinander. Sie haben ja offensichtlich die deutsche Parteienlandschaft und die Stellung der AfD nicht im Ansatz verstanden. Gut, dass ich da was dabei habe. Sie, das ist ... Sie, das ist ... Entschuldigung, danke. Das ist meine Tafel. Heute habe ich Tafeldienst. So, aufpassen! Und du besonders, Sportsfreund.
Unsere komplexe Parteiendemokratie ist deutlich schwerer zu verstehen als diese Diktatur von dem Größenbesier bei dir zu Hause. In Baden-Württemberg? Ja. Ja, gut, wollen wir schon sagen, der Personenkult in Schwaben, das ist natürlich ein Sonderfall. Aber im restlichen Deutschland haben wir hingegen ein großartiges politisches Spektrum breit aufgestellt mit verschiedensten Parteien. Wegen hier breit aufgestellt. Das ist doch wohl eine Unverschämtheit. Hier ist doch alles dieselbe Söße. Ihr macht doch hier händungsloses Systemcoverett, nicht wahr? Also ihr verschweicht andauernd der einzig schwere Alternative. Erst mal erklären, ja. Das ist die Parteienlandschaft.
Auf der mittleren Achse befindet sich die Werteskala. Da geht es also von konservativ eher nach oben, progressiv. Und hier sind die wirtschaftliche Programmatik, nicht wahr? Parteien eher links bis nach rechts angesiedelt. Das heißt, linke Positionen. Zum Beispiel höhere Steuern für Reiche, mehr Umverteilung des Geldes. Wenn Sie also gegen zu viel Umverteilung sind, zu viel Ungleichheit sind, wählen Sie eher eine Partei aus dem linken Spektrum. Also linke, Bündnis 90 Grüne oder SPD. Verstanden. Und wenn ich für zu viel Ungleichheit bin, dann wähle ich z.B. die CDU. So einfach ist es nicht. Die CDU ist ja nicht für zu viel Ungleichheit.
Die sind nur dafür, dass über zu viel Ungleichheit nicht zu viel gesprochen wird. Das ist relativ... Okay. Bitte? Schluss mit dem Blablabla. Jetzt kommen wir mal zur wesentlichen Frage. Moment, Moment. Also... Was? Das ist Ihnen doch mal kurz... Also, was bisher geschah? Unter Angela Merkel rückte die Union nach links und machte so Platz für einen... also einen... einen Hof für eine neue Partei. War so eine Art Hohlraum. Ein Hohlraum für eine neue Partei. Genau. Man kann also sagen, die AfD ist das Ergebnis der Sozialdemokratisierung der Union. Moment. Also, wenn die Union nach links gerückt ist, heißt das, sie ist für Vermögelsteuer und eine höhere Erbschaftsteuer? Moment, Moment.
Bei der Sozialdemokratisierung geht es ja nicht nur ums Geld. Lieber da geht es ja auch vor allem ums Gedöns. Also ich glaube, was mein Kollege hier sagen möchte ist dieser mittlere Aspekt hier von konservativ nach progressiv. Die CDU ist nämlich nicht wirtschaftlich nach links gerückt. Nein, sondern sie ist von konservativ nach progressiv mit den Bürgerrechten nicht nach oben gerückt. Das heißt, was haben Sie alles gemacht? Also die Vergewaltigung in der Ehe strafbar gemacht. Dann die Homosexualität akzeptiert. Wehrpflicht abgeschafft. Exakt, das ist der springende Punkt. Also die CDU hat ihre christlichen Werte verraten. Stopp, stopp, stopp.
Ich dachte, das ist mehr so eine muslimische Spitze. Moment, Moment. Stopp, das geht ja nicht. Also schauen Sie, weil es für sehr konservative Menschen, also die möchten halt lieber gezwungenermaßen zur Armee gehen als freiwillig, die müssen jetzt Homosexuelle akzeptieren und weil sie ihre Frauen nicht mehr schlagen dürfen straffrei, deswegen gibt es die AfD. Sie meinen also die Union ist gar nicht nach links gerutscht? Nein, sondern nach oben progressiver geworden. Die Union, denken Sie doch an die Auswurf-Rhetoriker aus dem Süden des Landes. Die CSU habe ich vergessen. Die streckt sich natürlich nach unten, um auch die Wähler dort unten zu erreichen.
Also wollen die Rassisten in eine christliche Partei integrieren? Im Prinzip. Ich soll mich als Rassist in die CSU integrieren. Da mache ich nicht mit. Das habe ich schon alles ausprobiert. Ich habe hier alles gemacht. Das habe ich gelernt. Fußballspielen habe ich gelernt. Und menstruieren auch. Dann gehörst du doch nicht wirklich dazu. Sorry, das heißt ministrieren. Jetzt will mir hier der Muslim erklären, was ein Messdiener macht. Aber sagen Sie mal, Herr Kollege, beim Thema Mindestlohn und Rente, da ist die Union doch nach links gerutscht. Moment, das ist alles eine Frage der Ausgangsposition. Was? Was machen Sie denn da? Die Maßstäbe haben sich massiv verschoben.
Jetzt sieht es so aus, als ob es in Deutschland nur noch rechte Parteien gibt. Ja, aus der Sicht Ihrer Kohle natürlich. Was heute als links gilt, das galt damals als rechts. Schauen Sie mal bei Kohle, der hatte einen Spitzensteuersatz von 53%. Das war es, was die Linke heute fordert. Die SPD wollte eine Vermögensteuer. Bis sie 1998 die Chance bekamen, das umzusetzen. Und? Haben Sie es gemacht? Das ist ja typisch. Der hat uns die ganze Demokratie nicht verstanden. Vielen Dank. Die SPD hat natürlich das Gegenteil gemacht. Hartz IV, Unternehmenssteuersätze runter, Spitzensteuersatz runter, Renten runter etc. Runter, runter, runter, ging auch irgendwas hoch?
Ja, die Mittelfinger von Steinbrück und Gabriel. Und die Ungleichheit. Also ist eigentlich nicht die Union nach links gerutscht, sondern die SPD nach rechts. Kann ich auch wählen? Nein, das mache ich nicht. Da können wir doch das Grüne auch gleich wegtun. Das ist doch vollkommen linksvorsichtlich. Immer nur im Programm. Aber in der Regierung sind die ganz, ganz, ganz, ganz Kretschmann. Was ist denn mit Die Linke? Die Linke, die waren nach der Wiedervereinigung so froh, dass sie überhaupt noch mitmachen durften, dass, wenn sie mal in einer Landesregierung mitmachen durften, sie auch dann alles mitgemacht haben. Moment, dann gibt es ja gar keine linken Parteien mehr.
Das ist ja konstantisch Gücken. Die CDU ist doch nicht ohne Gründe ganz links. Moment, so einfach ist es ja nicht. Das ist ja natürlich die Union von Adenauer bis Blüm, da hat man sich peu a peu verabschiedet und nachgemacht, was die SPD vorgemacht hat. Also gab es doch eine Sozialdemokratisierung in der Union? Ja, was aber, wie wir gerade gesehen haben, eigentlich ein Rechtsruck war. Leute, ich komme jetzt gar nicht mehr mit. Dann geh doch wieder zu Hause und nach deinen Schwaben willst du hier nicht los. Also, ich fasse das mal ganz kurz zusammen. So wie es aussieht, alle etablierten Parteien bieten dieselbe Söße. Sie haben jetzt seinen Sprich übernommen.
Es gibt für die Wähler große Unterschiede, eine große Bandbreite. Sie haben hier Ungleichheit mit Umweltschutz, Ungleichheit mit Christentum, Ungleichheit mit Selbstverleugnung und Ungleichheit bei Koalitionszwang. Moment so mal, Sie verschweichen schon wieder mal die einzige real existierende Alternative. Okay, und Ungleichheit mit Rassismus. Sehen Sie? Geht doch. Das sieht mir gar nicht nach einer Alternative aus. Du hast ja auch falsch hingeboppt. Das ist doch die Partei des kleinen Mannes, wie man sehen kann. Das gehört doch hier auf der linken Seite. Sagen Sie mal, sind Sie in Dresden zu lange draußen gestanden?
Die AfD will die komplette Abschaffung der Erbschaftsteuer und der Vermögensteuer und ein Steuersystem, das ausschließlich Top-Verdiener bevorzugt. Und wie sagte ich am Anfang, Herr Seibel, Sie sind kein Top-Verdiener. Danke. Haben wir das jetzt richtig verstanden? Also Geringverdiener wählen eine Bonzenpartei. Teilweise. Und Migranten wählen eine fremdenfeindliche Partei. Teilweise. Ja, bei uns in Deutschland wählen alle gegen ihre eigenen Interessen. Moment, so einfach ist es dann natürlich auch wieder nicht. Ganz genau, weil ich interessiere mich sehr wohl für Rassismus. Ja, jetzt. Und jetzt, jetzt haben Sie es alle verstanden. Aber sag mal, Fridolin, weißt du, was ich mich frage? Nee.
Die AfD, ne? Ja. Wo haben die eigentlich ihre Glatze? Äh, wie bitte? Naja, ich meine, ist doch gute deutsche Tradition, dass man seine fremdenfeindliche Gesinnung mit einer Glatze ausdrückt, oder nicht? Ja. Und was ist das für eine Glatze? Das ist eine Glatze. Das ist eine Glatze. Das ist eine Glatze. Das ist eine Glatze. Das ist eine Glatze. Und wo denen noch Tradition so wichtig ist? Ja, vielleicht haben die ja eine Untenglatze. Eine was? Naja, vielleicht haben die ja aus Datenschutzgründen ihre Glatze nicht auf dem Kopf, sondern unterhalb vom Bauchnabel. Die von der AfD? Ja. Die haben doch keinen Bauchnabel. Wieso? Das hieß ja, sie hätten Mütter.
Und die hätten ihnen auch sicher so was wie Anstand und Mitgefühl beigebracht. Also, was ich meinte ist, vielleicht haben die ja ihre Glatze in der Bikini-Zone. In der Bikini-Zone? Ja, das sagt man doch so, Bikini-Zone. Warum denn? Man sagt doch auch Kopf und nicht Mützenzone. Die haben ihre Glatze im Intimbereich, Mensch. Wer macht denn so was? Sich die Schabenhaare abrasieren. Wo lebst du denn? Laut einer aktuellen Studie machen das alleine bei den Frauen zwischen 20 und 40 Jahren nahezu 70 Prozent. Na, das ist doch ein bisschen zu viel. Nahezu 70 Prozent. Siehste, und ich hab die in der Sauna aber bemitleidet. Ich dachte aber, die hätten Schabenhaarausfall. Warum machen die denn so was?
Weil sie einem aktuellen Schönheitsideal entsprechen wollen. Das da wäre? Das da wäre, zwischen den Beinen auszusehen, wie ein junges Mädchen vor der Pubertät. Wie die moderne, emanzipäte Karrierefrau, die nebenbei noch 1,4 Kinder bekommt, möchte, wenn sie ihr Höschen auszieht, wie eine 12-jährige Jungfrau? Ungeschützt und jungfräulich tritt sie dem Gemächt des Mannes entgegen. Ich tritt auch gleich deinem Gemächt entgegen. Das ist ja nicht meine Meinung. Außerdem deckt sich das exakt mit dem Frauenbild der AfD. Björn Höcke. Der Heilpraktiker? Nein, das ist der Genderbeauftragte von dir.
Der hat gesagt, schädliche Gesellschaftsexperimente, die der Abschaffung der natürlichen Geschlechterordnung dienen, die Frauenquote und Gleichstellungsbeauftragte sind sofort zu beenden. Das sagst du auch immer, wenn du mit Spülen dran bist. Das hat jetzt ja damit nichts zu tun. Aber wo hab ich eigentlich meine Glatze? Wie, wo hast du deine Glatze? Na, ich glaub, jeder von uns hat doch so eine heimliche Gesinnungsglatze. Die meisten haben sie nur so gut versteckt, dass sie selbst nicht mal wissen, dass sie eine haben. Ich hab keine. Klar, so eine. Ich hab keine Glatze. Klar, Schokolade. Was ist mit Schokolade? Du isst ständig konventionelle Schokolade.
Die 200.000 Kindersklaven, die 12 Stunden täglich auf Kakaoplantagen schuften, ohne Bezahlung und unterprügeln? Ja. Ja, das ist ja Kapitalismus, das ist ja kein Rassismus. Aber jetzt stell dir mal vor, diese verschleppten Kinder kommen nicht aus Mali oder der Elfenbeinküste, sondern das sind Emma und Lilly bei uns aus dem Erdgeschoss? Ja, also... Also ich meine... Soll jetzt jeder nur noch fair gehandelte, fair produzierte Schokolade kaufen? Ja. Ja, dann können sie sich ja nur noch besser verdiener Schokolade leisten. Ja, und? Gibt es ein angeborenes Recht der Deutschen auf Schokolade? Ist das deutsche Recht auf Schokolade stärker als das Recht der Kindersklaven auf Freiheit?
Ja, das hab ich jetzt ja nicht gesagt. Nee, ist ja auch eine versteckte Glatze. Ja, aber... Ja, was willst du auch von mir weißen Mitteleuropäer erwarten? Ich bin halt der Nabel der Welt. Ja, aber weißt du, genau diese kolonialistische Egozentrik, die macht es doch diesen Rechtspopulisten in Europa gerade so leicht, oder? Also ich würde mal sagen, wenn wir mal bei der Intimrasur geblieben, wäre die Stimmung besser. Gibt es eigentlich auch Männer, die intimrasiert sind? Ja, klar. Wollen die auch aussehen wie eine 12-jährige Jungfrau? Nein, die machen das, damit der Penis größer aussieht. Auf frisch gemähter Wiese ist selbst ein Gartenzwerg ein Riese.
Hättest du gedacht, dass in der Anstalt Penis wird sie so gut funktionieren? Dann würdest du auch noch mehr Sinn machen, dass sich die von der AfD auch den Schädel rasieren. Stimmt. Damit das Gehirn größer aussieht. Ich sage, wir gehen da links rüber. Auf gar keinen Fall. Aber ich bin die SPD-Parteibase. Ich habe dich gewählt. Du musst machen, was ich will. Und ich bin der SPD-Vorstand. Du hast mich gewählt. Ich mache, was ich will. Okay. Aber da drüben sind 300.000 Menschen gegen CETA auf die Straße gegangen. Das sind doch potenzielle SPD-Wähler. Das bedeutet, 80 Millionen sind zu Hause geblieben. Das sind Potenziale. Wir verstehen uns überhaupt nicht mehr.
Dann sag doch einfach mal, was du willst. Okay. Ich will keine CETA, ich will eine anständige Erbschaftssteuer und wesentlich mehr Hartz IV. Also gut, dann machen wir CETA, eine unanständige Erbschaftssteuer und zwei Euro mehr bei Hartz IV. Hörst du mir überhaupt zu? Bitte? Du hörst mir nie zu. In einer Woche hast du vor kurzem drei Entscheidungen getroffen, und am Ende dieser Woche stellt sich Andrea Nahles hin und sagt, sie will eine gerechtere Gesellschaft. Genau. Sie ist auch in der SPD. Ja, aber in meiner. Wir haben überhaupt nichts mehr gemeinsam. Das übertreibt doch nicht. Denkt doch nur an CETA. Was haben wir da nicht für wunderbare Gespräche geführt? Du hast gesprochen.
Und zwar vor einem exklusiven Parteikommwind. Vor 200 handverlesenen Funktionieren. Das war ein Selbstgespräch. Und ich bin stolz darauf. Die SPD ist die einzige Partei, die überhaupt noch mit sich selbst spricht. Deswegen schauen die uns in der Fußgängerzone auch immer so komisch an. Wo du dich auch überall rumtreibst. Weißt du, was ich mir anhören muss? Die lachen sich kaputt, dass wir ständig unsere roten Linien überschreiten. Wir haben wenigstens noch rote Linien. Ja, aber wozu? Bei CETA hatten wir doch gesagt, wir wollen keine private Paralleljustiz für Konzerne. Und deswegen habe ich ja dafür gesorgt, dass es öffentliche Handelsgerichtshöfe gibt. Und dass es auch private Konzerne sind.
So wie die SPD. Sag mal, hast du keine Angst, dass zum Beispiel amerikanische Firmen über kanadische Tochterunternehmen letztendlich den deutschen Steuerzahler verklagen wegen zu gutem Arbeitsschutz? Ach, da wirst du schon wieder hysterisch. Jetzt warten wir erst mal ab, dann werden wir es schon sehen. Was heißt, dann werden wir es schon sehen? Na, wir stimmen jetzt erst mal CETA zu und dann schauen wir mal. Warum sollten wir CETA zustimmen? Wegen den Sachzwängen. Wir sind doch kein Sachzwang. Doch, weil wir CETA ja zustimmen. Aber wir müssen ja einfach nur nicht zustimmen, dann käme CETA ja gar nicht. Ja, aber wir stimmen ja mit Ja. Aber warum? Damit es kommt.
Damit wir rote Linien überschreiten können. Aber rote Linien sind doch dazu da, um nicht überschritten zu werden. Wir sind die SPD. Wir sind stolz darauf, immer wieder unter grausen Schmerzen rote Linien zu überschreiten. Wir tun, was weh tut, weil wir wissen, dass wir Kompromisse eingehen müssen. Kompromisse zwischen wem? Zwischen uns und unseren Überzeugungen. Ich glaube, ich kriege Migräne. Dann nehme ich besser eine Aspirin. Weißt du was? Ich glaube, wir haben uns auseinander gelebt. Ich finde, wir sollten uns eine Weile trennen. Also gut. Wie du meinst. Ja! Was Süßes? Oder achten Sie auf Ihre Figur? Um Gottes Willen, haben Sie keine Angst? Nein, wieso? Da sind Terroristen drin.
Ich dachte, da wären Nüsse drin. Du hast sie ganz schön durcheinander gebracht, oder? Ja. Aber Ihre Angst ist doch völlig unverhältnismäßig. Rechnen Sie doch mal nach. Meine Uthoff sagt, von den 333 Schokolinsen sind drei vergiftet. Aber das Verhältnis stimmt ja gar nicht. Wir haben doch nicht 333 Flüchtlinge in Deutschland, sondern eine Million. Und davon sind nicht drei potenzielle Attentäter, sondern einer. Also wäre das Folgendes Bild richtig. Auf einer Strecke von 3 km Länge haben wir in Deutschland solche Schüssel. 3 km? Alle 33 cm so eine Schüssel. Und von diesen 9000 Schüsseln davon sind drei Schokolinsen vergiftet.
Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, an einer dieser Linsen zu sterben, liegt bei 1 zu einer Million. Hören Sie mal zu. In Europa sind in den letzten 16 Jahren 600 Menschen durch islamistischen Terror gestorben. Aber wenn Sie das Risiko eingehen wollen... Also erstens waren das meistens Menschen, keine Flüchtlinge, sondern die vor Ort gelebt haben. Und zweitens... Zweitens starben alleine 2014 568 Menschen an verschluckten Lebensmitteln. Und hören wir deswegen auf zu essen? Ihr Beispiel ist für mich gefährlicher als Ihre blöden Terroristen. Und drittens, sterben allein durch Angriffe von Kühen bei uns jedes Jahr deutlich mehr Menschen durch islamistischen Terror.
Aber hören wir deswegen auf zu melken? Und viertens, 2014 starben 50 Menschen weltweit beim Selfiemachen. Hören wir deswegen auf, uns neben die Kanzlerin zu stellen? Noch mehr Menschen sterben am Tod. Hören wir deswegen auf zu sterben? Was denn? Die guten Sachen waren schon alle weg. Was Sie hier machen. Was Sie alle. Was Sie hier machen ist, Sie verharmlosen die Gefahr, durch Terroristen ermordet zu werden. Sie verharmlosen die Gefahren, die viel gefährlicher sind für die Bürger. Jedes Jahr sterben in Deutschland 9.000 Menschen an Haushaltsunfällen. Das ist dreimal mehr, als am 11. September ums Leben gekommen sind. Oh mein Gott! Warum weiß denn das keiner?
Weil wir diese Angst nicht täglich präsentiert bekommen. Aber das, was Sie hier machen, könnte man ja ändern. Guten Abend, meine Damen und Herren. Wir unterbrechen die Anstalt für eine Sondersendung mit einem Affekte-Spezial. Mein Name ist Rolf Dieter. Das ist richtig und ich bin Dieter Rolf. Soeben wurde gemeldet, dass in Detmold ein Mensch zu Tode gekommen sein soll. Und zwar in seinem Haus. Wir schalten gleich mal zu unserem Außenreporter vor Ort. Gibt es denn schon genaueres zu erfahren? Ist es ein natürlicher Tod oder müssten wir wieder mit einem Haushaltsunfall rechnen? Ja, zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich nicht spekulieren.
Aber es sieht alles danach aus, dass in diesem Haus in Detmold jemand zu Tode gekommen ist. Danke für diese brandneuen Informationen. Dieter Rolf, wie ist das einzuordnen? Ich möchte natürlich nicht spekulieren. Deswegen spekuliere ich an dieser Stelle. Ich glaube, es war ein Haushaltsunfall. Schon wieder. Jeden Tag sterben in Deutschland 30 Menschen oder sagen wir 25 Menschen im Schnitt an Ihrem Haushalt. Die Menschen trauen sich schon gar nicht mehr nach Hause. Neueste Meldungen in den sozialen Medien deuten darauf hin, dass das Opfer von einer Leiter gefallen ist und beim Sturz Aaaaaaa gerufen haben soll. Jetzt deutet wirklich alles auf einen Haushaltsunfall hin.
Wir sprechen jetzt mit der Haushaltsexpertin unseres Studios. Rita, Dolf, Rita, Sie sind vom letzten Haushaltsunfall noch im Studio geblieben. Vielen Dank, das war vor 14 Minuten. Deswegen... Wir haben einen Geisterstimme, aber das macht nichts, das ist normal. Bleiben Sie ganz ruhig, haben Sie keine Angst. Sehen Sie, unsere bange Frage, die uns alle treibt, ist doch tatsächlich war es wieder ein Haushaltsunfall oder wie wir alle haben, ein Verkehrsunfall? Nachdem sich der Unfall in einer Küche ereignet hat, gehe ich schwer von einem Haushaltsunfall aus. Ich bin aber auch allerdings keine Verkehrsexpertin. Entschuldigen Sie, wenn ich unterbreche, aber es gibt Neuigkeiten.
Die Polizei hat soeben ein Fahndungsfoto des Tatverdächtigen veröffentlicht. Und bei uns ist jetzt der Leiter der deutschen Hausmeister-Innung. Meine erste Frage lautet, Sie sind Leiter? Ich bin Präsident der Hausmeister-Innung und meiner Meinung nach sollte man nicht alle Leitern unter Generalverdacht stellen. Natürlich, und jetzt werden Sie gleich sagen, dass die Leiter nichts mit der Höhe des Sturzes zu tun hat. Doch, doch, aber man muss sich doch erst einmal fragen, warum schreibt ein Mensch überhaupt auf eine Leiter? Das fragen sich in der Tat viele Menschen. Es gibt natürlich Gründe. Alkohol, Neugier, und vielleicht war auch mal die Glühperne kaputt. Okay, klar.
Natürlich, jetzt wurde die Leiter wieder missbraucht. Zunächst einmal, es gibt nicht die Leiter. Es gibt kleine Leitern und dann gibt es große Leitern und dann gibt es mittlere Leitern. Aber die allermeisten sind absolut ungefährlich. Vielen Dank für diese Einschätzung. Wir kommen zu den Reaktionen aus der Politik. Die CSU hat jetzt eine Obergrenze gefordert. Die CSU hat jetzt, wie ich gerade erfahren habe, eine Obergrenze gefordert. Maximal eine Sprosse. Wir schalten jetzt nochmal zu unseren Korrespondenten von Ort. Wir fragen mal, weiß man denn schon etwas Näheres über die Identität der Leiter? Da lässt sich leider nichts beschönigen.
Die Leiter stammte wohl aus dem Ausland und hatte sich bisher nicht in die hiesige Leiterkultur integrieren lassen. Neben mir steht ein Augenzeuge, ein Nachbar. Sie sind neben der Leiter aufgewachsen. Das ist richtig. Das war eine sehr zurückhaltende, geradezu angenehme Leiter, kann man sagen. Geradezu auffällig, unauffällig. Die Leiter soll ja jahrelang in eine Kammer eingepfercht gewesen sein. Kam sie Ihnen labil vor? Sagen wir mal so, die ist schon das eine oder andere Mal regelrecht zusammengeklappt. Mit diesen Impressionen zurück ins Studio. Das ist natürlich... Meine Damen und Herren. Meine Damen und Herren, damit steht fest, dies wird ein Ereignis, das Deutschland verändern wird.
Hören wir dazu einen Kommentar, zwar von mir. Ich habe ihn eigenhändig aus der Welt nach dem Anschlag von Würzburg ausgeschnitten. Der Terror hat sein nächstes Opfer gefordert. Spätestens jetzt ist klar, das Gefühl wächst. Es kann jede Frau, jeden Mann, jedes Kind treffen. Tagsüber oder nachts. Eine solche Situation haben die Deutschen zuletzt im zweiten Weltkrieg erlebt. Hier damals konnten die Luftangriffe auch jeden treffen. Die Folge war ein fatalistischer Überlebenswille, geboren aus ständiger Angst. Zitat Ende. Dem ist eigentlich nur noch hinzuzufügen, wir werden unsere Art zu putzen nicht ändern. Denn sonst hätten die Leitern gewonnen. Das war die Anstalt. Freut euch mit.
Das Geld liegt auf der Fensterwand. Marie! Petra! Conrad! Tilo! Seibel! Petra! Tilo! Tilo!
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