Die Anstalt, ZDF, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Oh, das blieb der derber. Sagen Sie mal, Herr von Wagner, wir haben gesagt, wir machen einen ganz normalen Fußballabend. Das machen wir auch, aber wir wollen nicht vorher mit dem Gastgeber dann uns seinen Problemen auseinandersetzen. Verstehen Sie, so eine Art, äh, kritisches Grillen. Also der Zustand der Wüsten ist auf jeden Fall schon mal ziemlich kritisch. Ja! Verstehen Sie, kritisch, wir sind FIFA. Ah, das Ferieninstitut fauler Agitaturen. Was? Nein, wir sind für investigative Fußballaufklärung. Verstehen Sie, Fußball schauen, aber durchschauen. Ein typischer Wagner-Spagat. Und wozu ist die Limbostange? Die symbolisiert natürlich die Verrenkung, die Brasilien machen musste, um diese WM überhaupt ausrichten zu dürfen. Und was macht der Tulpenzwicker da? Äh... Der steht für die Schönheit. Das Fußballs. Irgendjemand muss ja verlieren. Einmal, ja. Bitte? Wir haben in Holland, fährt Wildes, wenigstens schon mal eine Niederlage beigebracht. Ihr habt in Deutschland der AfD das Siegen gelehrt, ihr Vollpfosten. Utof, Utof, wir wissen, wo dein Auto steht. Und Entschuldigung, aber wozu ist die da? Für die Stadionatmosphäre, oder was? Moment einmal, Utof. Weltmeister 2003, Europameister 2005, Weltmeister 2007, Europameister 2009 und 2013. Das sind ja alles ungerade Zahlen. Da gab es ja gar keine Meisterschaften. Utof, ich rede von der Frauenfußball-Nationalmannschaft. Weißt du, vielleicht gewinnt man einfach leichter ohne... ...hängende Spitze. Utof, da ziehen Sie auf jeden Fall den Kürzeren. Komm, lass mal Vorberichtserstattung gucken. Ja! Nein, nein, nein! Da sind wir Holländer wenigstens noch bis zum Schluss dabei. Nein, wir gucken jetzt nicht vor Berichtserstattung, weil wir waren noch gar nicht kritisch. Ach, Fußball und kritisches Bewusstsein, das geht eh nicht zusammen. Selbstverständlich geht das zusammen. Sehen Sie, das Grundprinzip des Fußballs ist die Freiheit. Wer sagt das, Uli Hoeneß? Cesar... Cesar Luis Benotti, Trainer von Argentinien, 74 bis 83. Ja, genau. Der war nämlich nicht nur Fußballtrainer, sondern auch ein kritischer Geist. Aha, warum? Weil er Kette geraucht hat, oder? Nein, der hat 78 nach dem Gewinn der WM einfach dem Diktator den Handschlag verweigert. Weil er eine Kippe in der Hand hatte. Nein, aus politischem Bewusstsein heraus. Argentinien, 78. Sagen Sie mal, 2014 keinen kritischen Fußballgeist gefunden, oder? Doch, natürlich. Es gibt hauptsächlich kritische Fußballer, da gibt's... Den Feller! Den Feller! Ja, der hat schon fast mal den Ball geschlungen. Hey, Conchita, schmeiß meine Wurst drüber. Herr Uthoff... Herr Uthoff, Wurstwitze haben so einen Bart. Hier, Ihr kritisches Würstchen. Ja, das seh ich, aber wo ist das Fleisch? Das ist vegan! Ah, Sie sind quasi Putenversteher. Okay, jetzt. Jetzt kommen Sie auf, geht's. Also, los geht's jetzt. Ja, genau. Wir beginnen mit einer Dokumentation über die Näheren bei Adidas. Ach, nee. Sind die überhaupt qualifiziert? Die wollen Fußball schauen. Wir können doch nicht Fußball gucken, wenn ihr gar nicht wisst, wie hoch der Preis dafür ist. Das kommt doch im FreeTV. Wir müssen noch wetten. Ja, sehr gern. Ich wette, wenn Sie sich nur eine halbe Stunde mit den Hintergründen dieser WM auseinandersetzen, haben Sie keine Lust mehr auf diese Veranstaltung. Na, die wette gehe ich ein. Wenn ich keine Lust mehr auf Fußball habe, dann trage ich Ihren albernen Limbohut. Ja. Und wenn ich verliere, dann ziehe ich mein Trikot aus. Und ich helfe Ihnen dabei. Wenn ich verliere, dann laufe ich mit Ihrem Trikot durch Amsterdam. Ach so. Ja. Gut, wunderbar. Dann beginnen wir jetzt mit dem stärksten Argument, das es gibt gegen diese WM, nämlich die FIFA. Wer? Die FIFA! Die FIFA! Ich liebe den Geruch von Napalm am Dienstagabend. Ich habe doch gesagt, der Zustand der Würstchen ist kritisch. Ich grüße Sie. Tach. Ich bin Ihr FIFA-Partner. Ach. Hier ist meine Karte. Ja. Letzte Nacht war toll, rufen mich an Yvonne. Treter. Fußballexekutierer. Treter. Footballexecutive. Das hier ist mein Partner. Das WM-Maskottchen. Hallo. Es stellt ein Gürteltier dar. Gelb, blau und vom Aussterben bedroht. Ah. Wie die FDP. Wie heißt es denn? Fuleco. Eine Mischung aus Football und Ecologica. Steht für die Wertschätzungen, die wir dem Gastgeberland entgegenbringen. Moment mal. Fuleco ist brasilianisch und heißt Arsch. Eben. Ah, okay. Und was machen Sie hier? Wie sieht es denn aus? Na ja. Rauchschwaden, ein Holländer. Und zwei übereifrige Linke, um eine Dorf-Schönheit zu beeindrucken. Nein. Geht es um die Legalisierung von Cannabis? Nein. Wir machen kritisches Grillen. Eine politische Veranstaltung. Wir wollen die Kraft des Fußballs für gesellschaftliche Veränderung nutzen. Verstehen Sie in der Tradition von Menotti? Föller. Föller, genau. FIFA, la revolution. Jawohl. Applaus. Das ist ja ein Transparent, das muss weg. Warum? FIFA und Transparent, das geht nicht zusammen. Und was heißt das hier überhaupt? Das ist der Slogan der WM-Gegner in Brasilien. Das heißt, es wird keine WM geben. Dann wird die Leinwand eben weiß bleiben. El Caponi hat gesagt, ich meine, Josef Blatter hat gesagt, wir müssen unser Spiel schützen vor dem Einfluss der Politik. Dann darf die Merkel nicht mehr auf die Tribüne. Nein, Sie dürfen hier nicht mehr protestieren. Sie müssen sich entscheiden. Entweder Fußball oder dieses ökumenische Barbecue hier. Das ist keine Frage. Dann gibt es eben mal ein paar Wochen keinen Fußball. Keine Frage, Männer. Jetzt schauen Sie mal, was ich hier habe. Man kann auch ohne Fußball Spaß haben. Aber wir können doch in der Halbzeit kritisch sein. Hören Sie doch! Stopp! Wo ist Ihre Solidarität mit den Menschen in Brasilien? Brasilien profitiert davon. Da wird investiert, da werden ganz moderne Straßen gebaut. Die Leute kommen jetzt rasend schnell in die ... ... Schlams. Okay. Sehen Sie, die haben 3 Milliarden alleine Stadienbauten versenkt. Ach, kommen Sie, das waren doch alles private Investoren. Das hat man dem Volk vorher auch erzählt. Und jetzt hat alles hier der Staat bezahlt. Und die privaten Investoren? Null Cent. Eben. Und die brauchen keine Stadien. Die brauchen Krankenhäuser, die brauchen Schulen. Der dicke Ronaldo hat gesagt, in Krankenhäusern kann man keinen Fußball spielen. Und er ist Experte. Hören Sie mal zu. Die bauen riesige Stadien, zum Teil für Drittliga-Vereine. Nutzlose Stadien für VIPs und das Volk hockt in der Scheiße. Herr von Wagner, Sie werden wieder gewöhnlich. Die Hälfte der brasilianischen Haushalte ist nicht an die Kanalisation angeschlossen. Ach du Scheiße. Ja, sag ich doch. 170.000 Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Mussten für immer ihre Heimat verlassen, damit wir 4 Wochen Fußball schauen können. Und was macht die FIFA? Gewinn. 4 Milliarden Euro Einnahmen. Nein. Wie rausam. Wir werden Weltmeister und ich kann es nicht sehen. Aber die Stadien stehen doch eh schon. Sonst wären die Bauarbeiter umsonst gestorben. Herr von Wagner, ich habe nun wirklich immer ein Ohr für die Sozialschwachen. Da wird man doch alle 4 Jahre mal für ein paar Wochen nichts. Bist du das? Dafür haben wir diese Anstalt nicht besetzt. Sehen Sie solche Emotionen, kriegen Sie nur beim Fußball. Sie werden es nicht bereuen. Nach dem ersten Schuss sind alle Probleme vergessen. Na ja, vielleicht hat Herr von Wagner mal wieder recht. Fußball und Politik, das kann schon zusammenpassen. Es kommt nur darauf an, auf wen man eintritt. Schauen Sie hier zum Beispiel, der türkische Vizestabschef Yerkel bei einem astreinen Dropkick gegen einen Demonstranten. Sein Teamchef Erdogan hat ihn sofort aus der Startelf genommen, weil der Yerkel die wichtigste Regel für den Beitritt zur EU nicht verstanden hat. Man tritt nicht selbst, man lässt treten. Europa hat gewählt, und das Ergebnis ist nicht allzu überraschend. Wenn man jahrelang große Einkommensunterschiede ignoriert, wenn man jahrelang an einer grausamen Austeritätspolitik festhält, darf man sich nicht wundern, wenn man inzwischen sogar schon der Mittelstand im Norden in die Hände fällt von handverlesenem Gesindel wie der Orbans und Le Penz. Und die Engländer wollen vielleicht auch nicht mehr mitspielen. Gut, wer will schon Engländer? Natürlich haben sie einen tollen Sinn für Humor, brauchen sie auch bei dem Aussehen. Die Wahl zwischen Martin Schulz und Jean-Claude Schulz hat das Volk elektrisiert wie das Ablecken einer alten 1,5-Volt-Batterie. Martin Schulz hat den Wählern noch kurz vorher zugerufen, sie sollen zur Wahl gehen, um den Rechtspolisten keine Stimme zu geben, und lässt sich zeitgleich sein Postschaltergesicht auf Plakate drucken, garniert mit dem Spruch aus Deutschland für Europa. Spätestens da versteht man, warum Stimme abgeben immer ein bisschen nach Sprachlosigkeit klingt. Der provinzielle Charakter dieses Wahlkampfes lässt sich dann auch an folgendem Bild besonders hübsch ablesen. Aber wenigstens haben alle Wahlberechtigten die goldene Regel jeder Wahl befolgt. One man, one vote. Alle. Und das auf Giovanni di Lorenzo. Der Chefredakteur der Wochenpostille Die Zeit hat vor Millionen Fernsehzuschauern zugegeben, dass er zweimal gewählt hat. Einmal im italienischen Konsulat und einmal in einer Hamburger Grundschule, wo wir doch spätestens seit Monty Pythons das Leben des Brian wissen, jeder nur ein Kreuz. So viel zum Fachkräftemangel, die Staatsanwaltschaft ermittelt schon wegen Wahlbetrug. In der Ukraine wurde auch gewählt. Oligarchenwechsel, jetzt ist einer dran mit Schokoguss. Geschmacksrichtung eher so zartbitter. Der neue Oligarch hat schon gesagt, er wird demnächst die Krisenregion im Osten besuchen und hat vorsichtshalber gestern schon mal das Militär vorgeschickt. Das erste Zwischenergebnis über 50 Tote. Aber der Weg muss freigemacht werden für westliche Investoren. Der Sohn des amerikanischen Vizepräsidenten Hunter Biden ist auch schon eingerückt. Und zwar in den Vorstand des ukrainischen Gas- und Energiekonzerns Burisama. Und wenn Sie jetzt sagen, das kann man doch nicht machen, das Tafel silber verschenken noch bevor die Leiche kalt ist, dann ruft man ihn zu, yes, we can. Frank-Walter Steinmeier, dazu vielleicht auch ein bisschen Wut. Also hören Sie mal, Sie Suppenhuhn, ich bin mitten in meinem Solo. Herr Uthoff, Sie haben es möglicherweise vergessen, das ZDF ist FIFA-Partner. Sie sind verpflichtet, dem WM-Maskottchen jederzeit Programmfläche einzuräumen. Wissen Sie, ich habe gehört, Gürteltiere sind vom Aussterben bedroht. Dass der sich schon aufregt, weil von uns eine wird ja quasi beruflich verrangt. Das wird uns aufregen, aber privat rege ich mich überhaupt nicht mehr auf. Gelassenheit ist das neue Stichwort. Wenn man eines von unserer Kanzlerin lernen kann, dann ist es Gelassenheit, weil das Kartoffelsuppen-Rezept, das rückt sich ja nicht raus. Aber es ist ja auch alles super. Es gibt Sachen, an denen man sich festhalten kann. Dinge, die einfach immer gleich bleiben. Schauen Sie, Lothar Matthäus hat jetzt gerade von der Schröder aus Solidarität mit Russland gelassenheit. Es gibt auch für Bürgerkind, die haben bestimmt bald wieder Riesenumsätze. Da muss nur Heidi Klum verkünden, dass man mit so einer Lebensmittelvergiftung locker schnell 15 kg abnehmen kann. Nein, der Papa ist nicht verdorben. Der ist slim fast. Es ist alles wunderbar. Es gibt aber kleine Hackler, aber bei den Zuständen in unseren Altersheimen, da arbeitet doch eh jeder freiwillig, bis es ihn vom Stangerl haut. Wenn man darauf keine Lust hat, dann macht man eben mit 60 Direktes Gilder Nummer 6. Stock Hossa. Nein, wir gehen einer großartigen Zeit entgehen. Schauen Sie, nach ein paar Jahren Krieg in der Ukraine gibt es in Osteuropa wieder beste Voraussetzungen für einen Wirtschaftsunter. In Deutschland regnet es Geld. Griechenland spannt wieder den Rettungsschirm auf. Erdogan wird vom türkischen Volk aus seinem Land vertrieben und der Welt in einem römischen Altersheim pensionierten Stripperinnen aus seiner Biografie vor. Inschallah zwischen Schlagstock und Koran. Sepp Latterkühl mit einem einzigen Blick von Sarah Wagenknecht, ein Fußballstadion in Katar auf minus 16 Grad herunter. Thebatz von Elst muss aus seiner Protzwohnung ausziehen und wohnt wieder bei seinen Kindern. Und Annette Schawan. Annette Schawan ist im Vatikan und ändert dort tausend Jahre alte Dogmen, um nur eines möglich zu machen. Die Heiligsprechung der noch lebenden europäischen Alleinherrscherin Angela Merkel. Und die heilige Angela Pilger dann in Demut zur deutschen Bankzentrale nach Frankfurt und kniet nieder am Grab des unbekannten Aktioniers. Ich freue mich. Pauschen! Habt ihr auch eure Bildchen dabei? Ja, lass uns tauschen. Ich hab ein Album dabei. Schau ich mal. Ich hab Don Julio Grondona. FIFA-Finanzchef. Welchen Korruptionswert hat der? Der ist ganz gut in Geldwäsche, Steuerhinterziehung und ... Korruption. Korruption heißt es. 70 Mio. schwarzen Kassen. Nicht schlecht. Was hat der bei Aussagewert? 9 von 10. Was hat er denn gesagt? Ich glaube nicht, dass ein Jude Schiedsrichter auf dem Niveau sein kann. Weil es harte Arbeit ist. Und wir wissen, Juden mögen keine harte Arbeit. Ist das schlimm? Er hat den FIFA-Verdienstorden gekriegt. So schlimm kann es nicht sein. Aber ich hab auch einen rechtsaußen. Arjen Robben. Der hat auch in der letzten Saison nicht mal eine gelbe Karte bekommen. Der war beim FIFA-Exekutiv-Komitee. Der hat voll die hohen Korruptionswerte. Der hat ein Trainingszentrum gebaut für 25 Mio. Das ist doch gar nicht verboten. Doch, wenn man es auf seinem Privatgrundstück macht. Außerdem hat er versucht, Stimmen zu kaufen. Bei der Präsidentschaftswahl der FIFA. Perlin. Er hat versucht, Stimmen zu kaufen. Bei der Präsidentschaftswahl der FIFA. Das macht doch jeder. Aber nicht Stimmen gegen Sepp Blatter. Außerdem hat er sich dabei erwischen lassen. Schaut mal, wie ich habs. Jerome Falke. Bildt er noch? Du doof, klar. Das ist der zweitwichtigste Bestimmer neben Blatter. Weil der betrogen hat. Und zwar einen FIFA-Sponsor, Mastercard. Und zwar mit Visa. Aber mein Papa hat gesagt, der ist gefeuert worden. Aber dann haben Sie nach einem halben Jahr wieder eingestellt. Als Hausmeister. Nie als Generalsekretär. Ein Mann als Sekretär. Ich hab einen doppelt wild in jemanden. Der hat die Diktaturwerte. Die hat der Robin aber auch. Der hat 4 Jahre unter Mourinho gespielt. Sauber. Das ist nichts gegen den Marin. Der Marin hat wahnsinnig ganz viel. Da steht, das Blut einer Diktatur klebt an seinen Händen. Der soll mal verantwortlich gewesen sein, dass ein Journalist gefoltert und ermordet worden ist. Was macht der jetzt? Der bereitet für die FIFA die WM in Brasilien vor. Der wird bei der Eröffnung dabei sein. Da sitzt der Präsidentin, der Rousseff. Sind die verliebt? Ich weiß nicht. Die Rousseff hatte mal einen Mann. Der ist in der Diktatur gefoltert worden. Der Marin hat den Folter gelohnt. Der Fußball bringt die Menschen zusammen. Ratet mal, wen ich hier hab. Carlos Alberto Lacoste. Was ist denn an dem so toll? Der Lacoste hat damals für die FIFA während der Militärdiktatur in Argentinien die WM organisiert. Die Argentiner wollten unbedingt gewinnen. Dann sind sie zu den Peruanern gegangen. Sie haben gesagt, wenn ihr verliert, dann habt ihr ganz viel Geld und foltern eure politischen Gegner. Dann hat Peru verloren und Argentinien ist Weltmeister geworden. Gegen Holland. Das ist voll fies. Haben die den wenigstens in ein dreckiges Loch geschmischen? Klar, der wurde FIFA Vizepräsident. Obwohl er selber Diktator war. In einer Diktatur, wo 30.000 Menschen gestorben sind. Böse. Wenn das der Blatter wüsste. Hallo, Kinder. Onkel Blatter weiß alles. Zu dieser Geschichte in Argentinien hat er kürzlich erst gesagt, ich bin glücklich gewesen, dass Argentinien gewann. Zwischen der Bevölkerung und dem politischen System Kinder, ich habe etwas für euch. Oh, Josef Blatter. Der sieht aber gar nicht gut aus. Meine Mama hat gesagt, er hat einen Katar. Kann ich den haben? Den kriegt keiner. Den kriegt man nur, wenn man alle anderen gekauft hat. Danke. Hast du Bilder von den Bauarbeitern dabei? Die bei den Bauarbeiten in Katar gestorben sind? Ja. Aber die haben doch keine Gesichter. In welcher Klasse bist du eigentlich? Ich bin FIFA-Funktionär. Hast du keine Angst vor mir? Nö. Ich habe den Snowden. Das ist irgendwie komisch. Den will immer keiner. Dabei ist der Mann ein Held. Als der angefangen hat, zu überlegen, dass er die NSA verrät. Da war der Ende 20. Da hat er bei der NSA ein 6-stelliges Jahresgehalt gehabt. Das hat er nicht gemacht. Das hat er nicht gemacht. Da hat er bei der NSA ein 6-stelliges Jahresgehalt gehabt. Er hat in Hawaii gelebt mit seiner Freundin. Die war eine gut aussehende Tänzerin. Eine gut aussehende Tänzerin auf Hawaii. Für das Leben hätte ich meine Großmutter der NSA nicht nur verkauft, sondern fix und fertig verschnürt vor das Hauptquartier gestellt. Was hat Snowden gemacht? Er hat seine Freiheit aufgegeben, und was haben wir mit diesem Geschenk gemacht? Pofala drauf angesetzt. Der war der Erste, der die NSA-Affäre einfach mal vom Tisch gewischt hat. Als das Handy der Kanzlerin abgehört wurde, hat er sofort den Facebook-Beziehungsstatus mit Amerika auf Es ist kompliziert gesetzt. Dann hat er den amerikanischen Botschafter einbestellt. Das war damals das harteste diplomatische Mittel, das uns zur Verfügung stand. Eine Stunde allein mit Guido Westerwelle. Als das nicht gefruchtet ist, sind die Politiker reihenweise nach Washington. Stinksauer kam wieder mit der Erkenntnis, Snowden ist ein Straftäter. Und wir sollten jetzt mit den USA einen Cyber-Dialog machen. Was ist das? Die NSA ruft jetzt auch zurück? Immerhin haben wir jetzt einen NSA-Untersuchungsausschuss, und die Bundesregierung tut auch alles, was in ihrer Macht steht, um dessen Arbeit zu behindern. Und deswegen haben sie sich jetzt entschlossen, wo und wie und was und warum aus Angst, dass Obama sauer wird. Das ist ja schon millionenfache Grundrechtsbrüche. Was sind die schon gegen die hochgezogene Augenbraue eines amerikanischen Präsidenten? Das ist ja auch bei uns im Grundgesetz verankert, steht ja, die Würde des Menschen ist unantastbar. Einzelheiten regelt ein amerikanisches Gesetz. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht Snowden hier herholt, um wirklich ihn anständig zu befragen, aus Angst davor, dass die NSA nicht mehr mit uns zusammenarbeitet, dann sagt dieses Land ganz eindeutig, die Arbeit von Spionen ist uns wichtiger als das Grundgesetz. Aber ich kann das verstehen, Spione sind sexy, das Grundgesetz ist 65. Und vielleicht hat die Bundesregierung ja auch gar nicht so viel Angst vor den Amerikanern, vielleicht hat sie mehr Angst vor Edward Snowden und dessen Äußerungen bezüglich dem verfassungswidrigen Verhalten vom BND. Vielleicht wirft das mehr Fragen auf, als die Bundesregierung bereit ist zu antworten. Es ist ganz lustig, dass Snowden mit dem keiner so wirklich umgehen kann. Die Uni Rostock zum Beispiel, die wollte ihm die Ehrendokterwürde verleihen. Und dann ist der Rektor in letzter Minute dazwischen, um die Leistungen Datenbestände an die Medien weiterzugeben. Wissen Sie, wer in Rostock seinen Ehrendokter bekommen hat? Joachim Gauck. 1999. Wissen Sie wofür? Für die Aufarbeitung von Datenbeständen. Ja, die Stasi-Unterlagen. Aber Snowden und Gauck, das kann man nicht vergleichen. Und das möchte die Uni Rostock ihren Studenten auch mitgeben. Werde Whistleblower. Ich glaube, dass die Uni Rostock schon untergegangen ist. Man kann echt niemandem mehr vertrauen. Ich habe auch keinen Bock mehr. Immer diese schlechten Nachrichten von schlecht gelaunte Leute in schlecht sitzenden Anzügen. Der Klaus Kleber würde mal sagen, guten Abend zum Heute-Journal. Heute war nichts, nicht mal Wetter, gute Nacht. Man weiß ja überhaupt nicht mehr, was gut und böse ist. Das war früher so einfach. Früher wusste man, der Ami gut, der Russe böse. Nutella gut, Nuspli böse. Aber so einfach ist das nicht mehr. Barack Obama ist Friedensnobelpreisträger. Und eine Vertrauensperson. Eine Vertrauensperson, die die halbe Welt bespitzelt und den Friedensnobelpreis bekommen hat. Und nebenbei immer noch Guantanamo Bay betreibt. 2019, seine Amtsübernahme, hat er gesagt, er wird das Ding innerhalb eines Jahres schließen. Das Ding ist immer noch auf. Das ist das Büro, das mit der Auflösung von Guantanamo Bay beauftragt war. In dieser unreflektierten Welle der Begeisterung hat man ihm dann 2009 den Friedensnobelpreis überreicht. Nachdem er 3 Tage zuvor 30.000 Männer und Frauen nach Afghanistan in den Krieg geschickt hat. Da hätte er nie einen Friedensnobelpreis dafür, einen Oscar kriegen müssen. Barack Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen, wenn er 2001 einen nachträglichen Preis für Städteplanung verleihen würde. Abwegig ist es überhaupt nicht. Mohammed Attah, einer der Attentäter, hat in Hamburg Städtebau studiert. Der hat damals schon mal gesagt, ich mach später mal was mit Häusern. Wem kann ich denn noch vertrauen? Guck mal, ich hab auch immer gedacht, der ADAC ist ein seriöser Laden. Inzwischen weiß ich, da sind sogar die Hells Angels transparenter aufgestellt. Die haben Abstimmungsergebnisse und Wahlbeteiligung so radikal gefälscht, da hätte sogar Kim Jong Un rote Ohren bekommen. Aber dafür weiß ich jetzt, warum die Gelben Engel heißen. Die haben sich beim Kaputtlachen über die Gutläubigkeit ihrer Mitglieder immer in die Hose gemacht. Wem kann ich denn noch vertrauen? Wem kann ich vertrauen? Gut, die katholische Küche, die macht seit Jahrhunderten alles richtig. Doch, doch. Das Management da oben ist okay. Das Problem ist Bodenpersonal. Kardinal Geissner, der sich aus seiner Karriere mit den Worten verabschiedet, eine Familie von euch ersetzt mir drei Muslimische. Das ist dieser integrative Gedanke. Da weiß man nie, ist das bei dem noch Demenz oder schon Tollwut? Wem kann ich noch vertrauen? Ich hab früher auch immer der Werbung vertraut. Siehst du, immer Katzen würden Whiskas kaufen. Wochenlang stand ich im Supermarkt, da kam nie eine Katze. Eine Katze mit einem Mindestlohnjob kann sich Whiskas überhaupt nicht leisten. In diesem Sinne, guten Abend zum Heutejournal. Heute war nix, nicht mal Wetter. Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen. Ich werde nie wieder einen dummen Holländerwitz machen. Warum? Weil Sie so mutig sind. Ich hab diesen FIFA-Vertrag, den jedes Land unterschreiben muss, wenn es eine WM ausrichten will. Die Niederlande war das einzige Land, das den Mut besessen hat, diesen Vertrag zu veröffentlichen. Wobei, bei eurer WM-Bilanz, was hattet ihr schon zu verlieren? Unser Gewissen, kennt ihr nicht, kann man nicht kaufen. Stehen Sie eigentlich noch zu Ihrer Wette? Ja, nein. Doch, aber schauen Sie, dieser Vertrag von der FIFA, das ist der reinste Kniebel-Vertrag. Die können sich über die Abreitsrechtsbestimmungen des jeweiligen Landes einfach so hinwegsetzen. Das ist eine glatte Lizenz zum Ausbeuten. Schauen Sie mal, § 3, die Zahlen kann nicht steuern. Die FIFA zahlt keine Steuern. Auch die Bauunternehmer, die Franchise-nehmer, die Vertragspartner der FIFA zahlen da alle keine Steuern. Auch die Sponsoren nicht. Millardenschwere Unternehmen fallen in ein Land ein, graben das Geld ab, und die Kosten wälzen sie auf den Steuerzahler ab. Wenn Sie noch einmal Ja sagen, wissen Sie, was ich damit mache? Nein. Erklären Sie mal, kann es sein, dass ganze Länder die Beine breit machen, wenn die FIFA kommt? Das ist einfach erklärt. Die FIFA hat ein Produkt, das alle wollen, aber nur Sie vertreiben. Damit Geld zu machen, ist wie auf ein leeres Tor zu schießen. Moment mal, die müssen ja die Fernsehrechte verkaufen. Und da gibt es ja immerhin noch so etwas wie einen funktionierenden Wettbewerb. Den kann die FIFA nicht so leicht ausschalten. Doch, die haben die Fernsehrechte jahrelang an immer denselben Zwischenhändler verkauft. Nee, an denen, der am wenigsten geboten hat. Hä? Was denn das für eine Taktik? Der, der am wenigsten geboten hat, den funktionären am meisten geboten hat. Über die Jahre so 140 Mio. Und das funktioniert? Ja. Und wie geschmiert. Wie geschmiert? Das ist auch ein Fall für die Justiz. Wir sind doch nicht in einer Bananenrepublik. Schlimmer, wir sind in der Schweiz. Was soll das heißen? Die FIFA sitzt in der Schweiz. Das ist für die Menschen nicht strafbar. Ich höre mal Privatpersonen. Das ist ein milliardenschweres Unternehmen. Das ist ein Verein. Wie die Taubenzüchter. Nur züchten die Mäuse. Jawohl, und das steuerfrei. Jetzt reicht es mir langsam. Jetzt hole ich die Polizei. Gucken Sie mal, Interpol. Spezialisten in der Korruptionsbekämpfung. Was machen Sie denn da? Das ist die Polizei. Ich bin die FIFA, und das ist Korruption an Interpol. Warum das denn? Das ist Korruption. Das ist Korruptionsbekämpfung. Moment mal. Bei der FIFA gibt der Polizei Geld, damit die bei denen die Korruption bekämpfen? Nein, nicht bei der FIFA. Die sollen die Korruption bekämpfen, irgendwie in Fernost. Irgendwie präventiv. Meine Herren, ich spüre da ein gewisses Misstrauen gegenüber der FIFA. Herr Vorschlag, wir holen uns einen neutralen Schiedsrichter. Gut. Einzige Bedingung, er darf nicht in unsere Vergangenheit wühlen. Sonst kommt noch was raus. Ich darf Ihnen vorstellen, der Ermittler unserer Ethikkommission, Staatsanwalt Michael Garcia. Moment mal. Die Pfeife kenne ich doch. Der hat doch die Aufsicht gehabt beim Zusammenruf der Lehman Brother Bank. Das war das größte Aufsichtsversagen in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Genau unser Anforderungsprofil. Teuer und inkompetent. Halten Sie sich an überhaupt keine Regeln? Wir sind die Regeln. Spielen Sie doch mit sich selbst. Wir bei der FIFA spielen am liebsten mit uns selbst. Wir werden unsere eigenen Gesetze durchsetzen und nicht warten, bis uns Fremdegerichte den Weg zeigen. Man muss den Ball auch mal flach halten. Jetzt wird überall herumgerollt. Wer hätten den Brasilianen riesige Kosten für neue Stadien aufgezwungen? Da kann ich nur sagen, selber schuld. Man kann das auch anders lösen. Die nächste Werm ist in Russland. Und schauen Sie sich Vladimir Putin an. Der beginnt jetzt schon Nachbarländer zu anektieren, damit er 2018 genügend Stadien zusammen hat. Und Probleme mit Demonstrationen wird es da auch keine geben. Ich mache mir da keine Gedanken. Wenn, dann protestieren in Russland sowieso nur diese Aktivistinnen und demonstrierende Mädels. Das ist wie Frauenfußball. Junge, hübsche Wesen mühen sich in einer Disziplin ab, für die ihr Körper nicht geschaffen ist. Pussy Riot. So heißt bei uns das Abendprogramm nach dem Funktionärstreffen. Pussy Riot. Was ist das überhaupt für ein unmöglicher Name? Übersetzt Muschi Aufruhr. Ich habe das mal gegoogelt. Muschi Aufruhr. Ich habe das mal gegoogelt. Muschi Aufruhr. Muschi Aufruhr. Ich habe das mal gegoogelt. Muschi In Aufruhr. Da kam der YouTube-Click von Frank-Walter Steinmeier. Von sowas wird sich Putin seine schöne WM nicht verderben lassen. Wenn er nach all den Vorbereitungen endlich stolz auf der Eherntribüne stehen kann. Wenn er nach all den Vorbereitungen endlich stolz auf der Eherntribüne stehen kann. Beim Eröffnungsspiel in Warschau. Zu seiner Linken, seine neue Lebensgefährtin. Gerhard. Die Carla Brüni der Gelenkten Demokratie. Und rechts von ihm, mein Chef, seine Delinquenz Josef I. Stellen Sie sich dieses Triumvirat vor. Schröder. Der muss nach der WM los, an der Eherntribüne. Der ist jetzt zu Hause. Der muss nach der Eherntribüne. Der muss nach der Eherntribüne. Der muss nach der Eherntribüne. Der muss nach der Eherntribüne. Triumvirat vor. Schröder, Putin, Blatter. Das ist das Ich und das Über-Ich. Sie sollten vielleicht noch Uli Hoeneß mit dazu einladen. Wer ist ja dann wieder draußen? Und das wird die Kritiker ein bisschen versöhnlicher stimmen. Wenn sie sagen können, naja, wenigstens einer von ihnen war im Gefängnis. Und Uli Hoeneß? Uli Hoeneß kann das auch mit dieser PR. Ich habe das von Anfang an gesagt. Diese Selbstanzeige von Uli Hoeneß, das ist eine Marketing-Strategie. Der möchte das Image seines Vereins aufpolieren. Die Bayern gelten ja überall als Bonzen-Club. Sie haben das meiste Geld, die besten Spieler, die größten Erfolge, aber eben auch den Sex-Epil von Uschi Glas. Komm, sie ist sexy. Das sind so Vereine wie St. Pauli oder 1860 München, die dieses Straßenköter-Hafter haben, bei denen man merkt Fußball, das ist ein Unterleibssport. Und deshalb dachte Hoeneß, er verschafft seinem Club auch mal ein bisschen Street-Credibility. Haftbefehl, das hat den Geruch der Straße, bald heißt es überall die Bayern, das sind Ghetto-Kicker. Der Ex-Präsident ist ein Knacki und der Sportdirektor ein ostdeutscher Skinhead. Da ist schon ein echter Gangster der Hoeneß, oder? Innerhalb von nur vier Prozesstagen hat sich seine Steuerschuld von 3,5 auf 28,5 Millionen Euro erhöht. Das ist eine Kostenexplosion. Also wenn der aus dem Knast kommt und die Bayern wollen ihn doch nicht mehr haben, der kann immer noch Pfarrgemeinderat in Limburg werden. Meine Damen und Herren, liebe Fußballfans, wir kommen nun zu einem Klassiker im Klassenkampf. Dritte Welt gegen Erste Liga. Die Näherinnen aus El Salvador treffen heute auf ihren Angstgegner einen Adidas Aktionär. Wir hoffen auf eine spannende Begegnung. Schon wieder so spät geworden. Ich nähe elf Stunden jeden Tag in der Fabrik, aber finanziell mache ich trotzdem keinen Stich. Sie können sich nicht vorstellen. Wie schlimm mein Tag war. Ich sage nur Aktionärsversammlung. Die ganze Zeit diese Schnitzchen fressen. Ich habe richtig zugelegt, ich glaube. Das war die letzte Schüssel Reis. Tja, dann machen wir morgen eben wieder. Eine Reisdiät. Das müssen wir mal machen. So richtig zwei drei Kilo Reis. Wir könnten ein zwei Wochen davon leben, aber mit den 160 Euro, die ich im Monat fürs Nähen bekomme. Da kannst du keine großen Sprünge machen. Adidas hat ja in letzter Zeit, das war das erste Quartal, haben wir 200 Millionen Überschuss nur noch gemacht. Wissen Sie was am schlimmsten dabei ist? Golf. 80 Millionen allein, weil diese Scheiß-Golf-Sparte nicht funktioniert in Amerika. Immerhin haben wir einen Gewinn gesteigert auf 800 Millionen. Wir haben die Dividende erhöht. Die Aktionäre müssten eigentlich alle zufrieden sein. Dass die Näherinnen ausgepresst werden wie die Zitronen. Aber nein, nein, nein, immer noch mehr. Was sollen wir denn noch machen? Näherinnen schlagen. Ja, es gibt Vorarbeiterinnen, die schlagen Näherinnen, weil sie die Stückzahlen nicht schaffen. Ja, Sie haben richtig gehört, geschlagen worden sind wir. Von Nike. 2,5 Milliarden. Und wir? Können uns von unseren Löhnen nicht einmal anständig ernähren. Es gibt nur noch eine letzte Hoffnung. Eine Gewerkschaft. Aber wir dürfen keine Gewerkschaft gründen. Aber weil wir sonst immer noch weiter rückrutschen hinter Nike. Verstehen Sie, das ist das Brasilien. Das ist unsere letzte Chance. Bei der WM müssen wir zwei Milliarden holen sonst. Fliegen wir hochkant raus. Wenn du nur das Wort Gewerkschaft sagst, dann stehst du schon auf der schwarzen Liste. Deshalb machen wir weiter Zwangsüberstunden, auch an Feiertagen. Es gibt Mütter, die sehen ihre Kinder oft wochenlang nicht. Das ist echt geil. Weißt du, weil diese Nationaltrikots bei der deutschen Nationalmannschaft die verkaufen sich wie? Harnwegsinfektionen. Ja, sie haben die Vorgaben erhöht. 300 Trikots am Tag, das schaffst du nur ohne Toilettenpause. Und das schaffst du nur, wenn du den ganzen Tag nichts trinkst. Daher die Infektionen. Ja, wir brauchen jetzt wirklich Anschub. Wir machen bei der WM eine der größten, wirklich größten Werbekampagnen der Unternehmensgeschichte. Eine Kollegin von mir macht jetzt eine Vortragsreise in Deutschland. Vielleicht bekommen die Menschen etwas davon mit. Oh ja, wir haben richtig Geld in die Hand genommen. Letztes Jahr allein 1,5 Milliarden für Marketing. Ich freu mich eigentlich von meinem kleinen Monatslohn, das dreifach in meine Familie anständiger nähern zu können. Aber damit wollen wir nächstes Jahr einen Überschuss machen von etwa einer Milliarde. Das wäre gut. Das läuft ganz gut mit dem WM Ball da. Den mögen die Leute. Wie heißt das da? Estella Ramirez heißt, meine Freundin, sie kämpft seit Jahren für verbesserte Arbeitsbedingungen für uns Frauen in Fabriken. Aber wissen Sie, was Adidas dazu sagt? Brazuca, genau. Brazuca, so heißt dieser Adidas WM Ball. Adidas schreibt sogar auf seiner Homepage. Tja, wenn die Löhne steigen, dann müssen wir mit unseren Aufträgen eben dahin gehen, wo die Löhne niedriger sind. Brazuca, wissen Sie, was das heißt? Herzlichkeit. Tja, meine Damen und Herren. Meine Damen und Herren, ich finde eine hochklassige Begegnung emotional ausgeführt. Mal schauen, was unser FIFA-Funktionär dazu zu sagen hat. Herr Treter? Treter? Also, Entschuldigung. Das war gar nichts, Herr Uthoff. Ein paar überbezahlte Satiriker, die auf dem Rücken fiktiver Arbeiterinnen Betroffenheitspunkte sammeln. Und dann war Ihre Betroffenheit nur gespielt? Ja sicher, aber das Schicksal dahinter ist doch trotzdem echt. Das könnte durchaus möglich sein. Ich höre, wir haben gerade eine Schaltung zu Estella Ramirez, der Näherin. Ja, die Schaltung steht. Bitte schön. Ich bin Estella Ramirez aus El Salvador. Ich und meine Kollegen nehmen im Akkord ihre Adidas-Trikots zusammen. Die Arbeit meines ... Da bin ich wieder. War gerade eine Störung in der Leitung. Wo waren wir? Bei Estella Ramirez, einer Näherin, die vor kurzem auch in Deutschland bei der Adidas-Aktionärsversammlung gesprochen hat. Wie ist das da gelaufen? Oh, super. Drei von vier Großaktionären haben den Raum verlassen. Mir reicht's jetzt. Ich räume jetzt auf mit Adidas. Was kostet ein schissens Trikot? 79,95 Euro. Und was verdienen die Näherinnen? Die Lohnkosten machen 80 Cent aus. Also 1%. 99% gehen an die, die die Trikots verkaufen, die drüber reden oder sich damit fotografieren lassen. Jetzt weiß ich auch, was dieser Schmarren von einem Slogan heißt. Adidas is all in. Ja, Adidas streicht alles ein. Nicht ganz. Laut Presseberechten zahlt Adidas, dem teuersten Nationalspieler, 300.000 Euro dafür, dass er das Trikot trägt im Monat. Adidas ist ein Fußballspieler, also 2000 mal mehr wert als eine Näherin. Naja, so ein Nationalspieler, der soll ja auch Millionen von Menschen unterhalten. So eine Näherin, die kann er nicht mal ihre eigene Familie unterhalten. Mir reicht's jetzt. Mir reicht's jetzt. Ich will diese WM nicht mehr sehen. Ich habe auch keinen Bock mehr. Unsere Trikots von Nike sind in Bangladesch zusammen getackert. Und gewonnen hätten sie eh nicht. Was machen Sie denn da, Frau Kruger? Ich zeig mir aus, wagen Sie mir die blöde Wette. Gewonnen. Ich bin Ihnen sehr gerne behilflich. Ja, viel Spaß damit in Amsterdam. Also was ist das denn eigentlich? Ich bin jetzt eine FIFA, eine Frau in fernen Anziehsachen. Ich will, dass es fair zugeht, auch außerhalb des Rasens. Und nicht nur bei Adidas, sondern auch bei Puma, bei Nike, bei Fila. Wir müssen den Hersteller Druck machen. Gut. Wir schießen die FIFA ab. Und zwar mit einem kritischen Torwandschießen. Schießt ruhig. Solange ihr Fußball guckt, haben wir die Macht. Na, damit ist Schluss. Ich guck nicht zu. Also Herr von Wagner, ich muss es zugeben, Sie haben ihre blöde Wette gewonnen. Da ist mal so ein Fußball-Abend ohne Fußball. Was machen wir denn jetzt? Schauen Sie mal, wir sind vier Spieler. Wir haben Bälle und sogar unser eigenes Tor. Kommt, wir machen unsere eigene Weltmeisterschaft. Wir holen uns den Fußball zurück und das schmeißen wir aus dem Fenster. Mannschaftsaufstellung, Mannschaftsspiel. Und weil es aber fairer wird, gewinnt der, der es am nötigsten hat. Hallo! Das war die Amstalt heute besetzt von Philipp Simon, Monika Brugger, Matthias Trepper und unser Motzkopfchen Henning. Kommt!