Spannungsvolle Musik Spannungsvolle Musik Spannungsvolle Musik Spannungsvolle Musik Spannungsvolle Musik Und? Lage bricht! Beschissen! Geht das vielleicht noch ein bisschen genauer? Beschossen! Nein, Sie sagen sowas wie schwere Artillerie aus Südwest oder sowas. Alter, komm mal runter! Nein, ich komm nicht runter! Wir müssen aufstehen für den Frieden! Meinst du, das ist der richtige Zeitpunkt? Ja, wir müssen jetzt einen Ausfall machen! Aber das ist die falsche Richtung, wir müssen da lang! Aber der Feind ist doch da drüben! Aber was wollen wir denn da drüben? Die haben Waffen! Ihr könnt euch mal entscheiden, ich hab Mama gesagt, ich bin Weihnachten wieder da! Doch! Süß und ehrenvoll ist es fürs Vaterland zu sterben! Mir nach Attacke! Mutter, bist du es? Das könnte Ihnen so passen! Was machen Sie denn hierher, Uthoff? Wo kommen Sie denn her? Von einer verlorenen Schlacht! Meine Güte, was machen Sie eigentlich hierher? Er zwingt uns den Ersten Weltkrieg nachzuspielen! Wir sind Pazifisten und jetzt stehen wir hier im Feld! Dabei wollte ich eigentlich auf die Wiese! Wir wollten auch aus der Geschichte lernen! 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs spielen wir die Schlachten der Westfront nach, um die Grausamkeit von Krieg darzustellen! Kein Krieg kann so grausam sein wie das, was Sie hier absehen! Wir haben uns hier anscheinend nicht besetzt, damit Sie sich mit historischen Ballerspänen in Szene setzen! Sie Ego-Shooter! Ich bin nicht allein! Darf ich vorstellen, meine pazifistische Volkssturm! Achtung, Kompanike ist mal angetreten! Haltung an! Das ist meine nicht-angriffsfähige pazifistische Luschenmilit, kurz Napalm! Wir sollten es lieber lang lassen! Ja, das ist besser! Das ist eine internationale Nicht-Eingreifstruppe aus Amerika, Private John Doyle! Er zersetzt die Kampfmoral jeder Truppe! Seine Spezialität ist Entspannungspolitik! Aus dem Nahen Osten... Leipzig! Okay! Aus dem sehr nahen Osten... Simone Solger! Sie hat mit friedlichen Mitteln die Rote Armee vertrieben! 40 Jahre in Kesselbund ist das, hält der stärkste Besatzer nicht aus! Wo kommt der her? Den haben wir aus dem Internet! Tobias Mann, er würde niemals für einen Krieg das Haus verlassen! Vor allem, seit er weiß, dass man offline nur ein Leben hat! Freunde, dieses Esis, gibt es von Apple schon ein neues Computersystem? Sehen Sie, sehen Sie, was ich meine? Von dieser Truppe wird ein wunderbares Signal des Friedens ausgehen! Was? Von der Leintruppe? Was ist nachher so lustig? Von der Leintruppe! Kein Wunder, dass überall Krieg herrscht! Wenn das das Beste ist, was der Pazifismus zu bieten hat! Sie wollen also alle schönen Frieden! Ja, Freunde wollen Frieden! Aber es gibt Leute, die wollen Krieg! Die wollen in den Kopf abschneiden! Und dann stellen sie es auf YouTube! Was machen Sie dagegen? Pff, die kann man blockieren! Sogar der grüne Chef Cem Özdemir hat gesagt, man kann nicht mit Yoga-Matten gegen Terroristen vorgehen! Das ist eigentlich verwunderlich, denn gerade Yoga ist doch die beste Übung für die Grünen! Man lernt sich zu verbiegen! Ausflüchte! Sie haben gar keine Antwort auf den Krieg! Selbstverständlich! Die Armee abschaffen! Was? Wo soll das hinführen? Zu Wohlstand und Frieden! In Costa Rica in den 50er Jahren hat man das Militär abgeschafft, alles in Bildung investiert. Laut Forschern leben da heute die zufriedensten Menschen der Welt. Sie wollen uns ernsthaft mit Costa Rica vergleichen? Das ist ein Viertelfinalist! Wir sind Weltmeister! Mario Gómez! Was soll das denn jetzt? Der schießt immer daneben, das ist gelebter Pazifismus! Hat dieses ISIS-Kalifat mittlerweile auch eine Fußball-Nationalmannschaft? Keine Ahnung, aber wenn man sich die Reihung anschaut, Russland, Katar, wenn die ISIS so weitermacht, da plant Blatter dann seine nächste WM. Fußballwitzchen! Ich sage Ihnen das eine, im Angesicht des Bösen ist Pazifismus das Gegenteil von Moral. Wer sagt denn sowas? Josef Juffe. Kenn ich, mag ich nicht. Ihre Befindlichkeiten haben hier keinen Platz. Ihr Pazifismus ist doch nur ein Ausweichmanöver vor den wirklich wichtigen Fragen, oder? Zum Beispiel, was machen Sie denn jetzt gegen den ISIS-Terror? Okay, ich würde sagen, eine taktische Rückzug! Company Kessmann zum Argument holen! Zurück zur Basis! Uthoff steht hier rum im Geld! Uthoff steht hier rum im Geld! Mag Friedenstaube nur gegrillt! Mag Friedenstaube nur gegrillt! Nennt uns Pazifisten pack! Nennt uns Pazifisten pack! Hat selber nur nen Dudelsack! Hat selber nur nen Dudelsack! Sie bleiben schön hier, Sie Drückeberger! Sie sollten stolz sein auf jeden Drückeberger, der Nein gesagt hat. Und heute, wir müssen aus der Geschichte, aus dem Krieg lernen. Entschuldigen Sie, aber es ist doch ganz entscheidend, aus welchem Krieg wir lernen. Wieso, wir haben doch alle verloren. Sie sind nicht nur uniformiert, Sie sind auch noch uninformiert. Was, haben wir einen gewonnen? Nein, Sie Lusche! Aber je nachdem, welchen Krieg Sie als Bezugsrahmen anlegen, kommen Sie doch zu ganz anderen Ergebnissen. Was ist die Lehre aus dem Ersten Weltkrieg? Na nun, um Kettenreaktionen zu verhindern, müsste man lernen, sich in andere hineinzuversetzen. Das würde in der heutigen Zeit bedeuten? Ja, dass man zumindest versteht, dass Russland sich bedroht fühlt, wenn die NATO an der Westflanke kratzt. Das sagt auch Hans-Dietrich Genscher. Genscher? Das versteht er schon von Außenpolitik. Wer sich von uns bedroht fühlt, das bestimmen immer noch wir. Und deswegen lernen wir schön aus dem Zweiten Weltkrieg. Was ist die Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg? Nie wieder Krieg! Ja, nur aus deutscher Sicht. Und aus Sicht der Alliierten? Wenn wir früher anfangen, dann ist man auch früher fertig. Aber dann hieße das ja ... Deswegen hat Gauck anlässlich an der Gedankveranstaltung zum Zweiten Weltkrieg sich auch hingestellt und gesagt, die Geschichte lehrt uns, dass territoriale Zugeständnisse den Appetit von Aggressoren oft nur vergrößern. Hat er da Putin mit Hitler verglichen? Ja, und er hat kein Wort verloren über die 27 Millionen russischen Kriegstoten. Moment! Gedenkveranstaltung offiziell zum Zweiten Weltkrieg, den wir Deutschen durchaus verursacht haben. Der deutsche Präsident kritisiert den russischen Präsidenten, indem er ihn mit Hitler vergleicht. Vergisst aber, die abermillionen russischen Opfer zu erwähnen, die dieser Krieg nach sich gezogen hat. Kann man das Amt eines Bundespräsidenten auch von innen beschädigen, wenn man sich Mühe gibt? Wissen Sie, was ich mit dem Gauck mache, wenn ich ... Sie sind Pazifist. Hiermit erkläre ich dem Bundespräsidenten ... ... den Frieden. Sie machen einen Kniefall vor Gauck? Nein! Aber wenn man an seinem solchen Tag unbedingt Russland kritisieren will, sollte man das doch zumindest aus dieser Haltung machen. Sie machen den Willy-Brandt? Na ja. Ist schon mal ein Deutscher auf die Idee gekommen, den russischen Opfern zu knien? Scharping ist mal vom Fahrrad gefallen. Wollen Sie mitmachen? Wissen Sie, in meinem Alter die Knie. Kein Problem. Verstehe. Ich hole eine Yogamatte für den Frieden. Auf die Knie gehen. Ha! In die Knie wird man gezwungen heutzutage. Vor allem die Schotten. Was hat man denen nicht Angst gemacht vor einer möglichen Unabhängigkeit? Sich alles zum Schlechten verändern würde. Und wie froh ist man gewesen. Die Schotten freiwillig sich wieder künftig von den neoliberalen Idioten aus London gängeln lassen. Bloß keine neuen Grenzen. Eine Welt, ein Markt. Und nur wer da reinpasst, ist uns herzlich willkommen. Apropos Willkommenskultur. Winfried Kretschmann, der erste Ministerpräsident aus biologischem Anbau, hat den neuen Asylkompromiss, mit dem Sinti und Roma noch schneller abgeschoben werden können, möglich gemacht. Gut, Sir, sagt sich da der Hobbyrassist. Laut einer aktuellen Umfrage hält sich aber der Hälfte der Bevölkerung die Begeisterung darüber, dass Sinti und Roma in ihre Nachbarschaft ziehen, in den Grenzen von 1937. Kretschmann wird selbst von seiner Partei als Verräter beschimpft. Aber, liebe Grüne, keine Panik. Kretschmann ist einfach schon einen Schritt weiter als ihr. Er hat im Gegensatz zu euch verstanden, dass die Partei der Grünen keine Werte mehr hat, die man verraten könnte. Die Grünen haben die Menschenrechte nachhaltig der Mülltrennung zugeführt. Dem Fremden und vor der Veränderung wählt die verunsicherte Mittelschicht in Brandenburg und Thüringen zu Hauf die AfD. Sogar viele ehemalige Linkenwähler rote Socken in reaktionären Stinkstiefeln. Und davon gibt es bei der AfD ein paar Prachtexemplare. Zum Beispiel Professor Roland Faubel, der schon seit Jahren fordert, dass man den unteren Einkommensschichten das Wahlrecht entziehen soll. Mut zur Lucke. Ganz toll auch die AfD-Landesgeschäftsführerin in Mecklenburg-Vorpommern, Frau Federau. Sie hat gesagt, dass wir uns mit den Flüchtlingen alle Krankheiten der Welt ins Land holen. Obwohl das doch in Mecklenburg-Vorpommern auch mal eine Abwechslung wäre. Natürlich sagen wir herzlich willkommen zu Menschen aus anderen Kulturkreisen. Wenn diese Herrscher einer absoluten Monarchie sind, die Frauen unterdrückt und in der Arbeiter aus anderen Ländern wie Sklaven gehalten werden. Der Emir von Katar war da. Und was haben Gauck und Merkel ihm nicht die patsche Händchen gedrückt, um seine Investitionen nicht zu gefährden. Also die bei VW, nicht bei der Hamas. Katar hält ja 17% bei VW und finanziert seit Jahren die Hamas. Tolle Sachen das. Der Deutsche, er lehnt Antisemitismus ab, er lehnt sich an den VW. Von den Gewinnen von VW finanziert Katar dann der Hamas neue Lenkraketen, mit denen dann Israel beschossen wird. Stellt sich die Frage, kann man diese Raketen auch als VW-Nutzfahrzeuge bei der Hukoburg Vollkasko versichern? Eine Frage auf die... Deutsche Waffen, deutsches Geld, Mord in mitten in aller Welt. Deutsche Waffen, deutsches Geld, Mord in mitten in aller Welt. Ich bin mitten in meinem Solo. Halt! Und wir sind mitten in einem Krieg. Meine Gott, diese Parolen und wie sie aussehen. Ganz ehrlich, sie schaffen es noch, weil der Wunsch nach Frieden peinlich ist. Seelig sind die Friedfertigen. Die Friedfertigen sind bald alle tot, wenn sie nichts tun gegen den Terror der ISIS. Das ist Erpressung. Wir sind nicht bei der Gewissensprüfung für Kriegsdienstverweigerer. Gewissensprüfung? Er ist noch so jung. Das gab es früher mal, da musste man vor einer 3-köpfigen Jury antanzen, das ist heute auch noch bei RTL. Stimmt. Ah, Gewissensprüfung. Sehr gute Idee. Hinsetzen, junger Mann. Sie wollen Friedlichkeit? Immer. Folgendes Beispiel, Sie mit Ihrer Freundin im Wald spazieren, kommt ein Russe, will Ihre Freundin vergewaltigen. Sie haben eine MG. Was machen Sie? Meine Beziehung ist ein Krisengebiet, da dürfen keine Waffen hingeliefert werden. 15 Love. Wir liefern aber jetzt auch Waffen in Krisengebiete. Also, was machen Sie? Nicht antworten, das ist eine Falle. Sie sehen, Sie haben keine Antwort. Weil Sie die Wirklichkeit immer so verbiegen, dass es gar keine friedliche Antwort mehr gibt. Genau. Das ist vor jedem Kriegseinsatz dasselbe. Immer plötzlich Schwarzmalerei. Wissen Sie was? Wir machen das jetzt so. Wir machen jetzt mal eine Gewissensprüfung mit realistischen Fragen. Und Ihnen hinsetzen! Ja, Herr Uthoff. Sie wollen gewalttätig eingreifen. Wollen wir jetzt mal schauen, ob Sie sich eignen. Passen Sie auf. Kommt ein syrischer Scherge von Assad zu einem islamistischen Terroristen. Beide bedrohen sich mit dem Sprengstoffgürtel. Sie haben eine MP. Wen erschießen Sie? Wer von beiden ist meine Freundin? Außerdem ist eine Gewissensprüfung ohne Russen unzulösen. Ok, anderes Beispiel. Ein russischer Separatist kommt im Wald über die Krim. Ein ukrainischer Nazi verteidigt sie. Wen erschießt du? Separatisten sind schon schlimmer als Nazis, oder? Kann ich den Steinmeier anrufen? Nein, Herr Uthoff. Aber ich hab noch eins. In Afrika sind Millionen Menschen bedroht. Von einem Virus. Sie sind das reichste Land der Welt. Sie haben Ressourcen. Sie haben Geld. Sie haben Experten. Was tun Sie? Eingreifen oder weitersparen? Na kommen Sie schon, Sie schwarze Null. Aber in dem Beispiel gibt's da gar keine Waffe. Wie soll ich denn da gewaltsam eingreifen? Ich würde mal sagen ... Durchgefallen! Aber ich wollte doch eingreifen. Nein, Sie wollten eingreifen lassen. Ist es nicht interessant, dass diese Forderung nach Eingreifen häufig von den Menschen gestellt wird, die keinerlei Gefahren mehr laufen, eingezogen zu werden? Aber ich hab doch Knie. Er hat Knie. Er hat Knie. Das ist so ein Zivi. Notfalls schiebe ich ihn nach Afrika. Wir suchen nämlich noch Ebola-Freiwillige. Gibt's denn keine Alternative? Doch, wir können an die Front gegen die ISIS. Pazifismus doch nicht so schlecht. Außerdem bin ich die falsche Antwort auf ISIS. Wirklich. Dabei ist die Antwort auf ISIS doch schon gegeben. Unsere Bundesregierung hat gesagt, Antwort auf ISIS, wir unterstützen die Kurden! Also welche, wissen wir jetzt so nicht genau. Aber wir unterstützen sie mal! Frei nach dem Motto von Frau von der Leyen, Option. Es gab sogar eine Sondersitzung vom Deutschen Bundestag, die wurde eröffnet am Weltfriedenstag von Norbert Lammert mit einem feierlichen Satz. Wunderschön hat er gesagt, wir alle würden uns wünschen, dass nach den dramatischen Erfahrungen zweier Weltkriege, aggressive militärische Gewalt für die Durchsetzung politischer Interessen ein für alle mal geächtet würde. Toller Satz. Es gab auch großen Applaus im ganzen Haus und dann hat man über Waffenlieferungen an die Kurden abgestimmt. Ja, Frieden ist eben, wenn Bomben woanders fallen. Jetzt sagen manche, als Waffen in ein Kriegsgebiet, das ist ja ein Tabubuch. Nein, nein, das ist Quatsch, das ist gute alte deutsche Tradition. Wie hat Franz Josef Strauß so schön gesagt, ich weiß gar nicht, was Waffen außerhalb von Spannungsgebieten verloren haben. Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten, den Grund für die Debatte über Waffenlieferungen im Parlament zu verstehen. Einige reden offensichtlich auch, weil die Bundesregierung hatte die Waffenlieferung an die Kurden ja schon beschlossen vor der Debatte. Also Angela Merkel war im Prinzip ein Richter, der in den Verhandlungsfall kommt und sagt, der Angeklagte wurde gestern verurteilt und jetzt würde ich gern wissen, wie recht ich damit hatte. Trotzdem muss man zugeben, die Debatte ist von einigen wirklich sehr engagiert geführt worden. Am engagiertesten für Waffenlieferung Volker Kauder von der CDU. Der ist richtig emotional geworden. Ich habe gesagt, um Gottes Willen, jetzt fängt er wieder an zu singen. An Tagen wie Isis. Das muss man aber auch verstehen bei ihm, dass das so emotional ist. Wirklich, das muss man ihm nachsehen. In seinem Wahlkreis liegt Heckler und Koch. Das interessante an Heckler und Koch jetzt nur als Beispiel. Hätte Heckler und Koch versucht die 16.000 Sturmgewehre in den Irak zu exportieren, hätten sie erst den Bundes-Sicherheitsrat fragen müssen, unter Vorsitz von Angela Merkel. Der hätte das vermutlich abgelehnt mit Hinweis auf das Waffenembargo im Irak. So, die Bundesregierung aber, unter Vorsitz von Angela Merkel, kann den Kurden so viel Waffen schicken, wie die tragen möchten. Das ist ganz spannend. Hier sieht man, wie Regierung funktioniert, also die Exekutive. Sie exekutiert. Gesetze natürlich. Bundeskanzlerin hat eine ganz klare Linie, was Militär betrifft. Sie sagt immer, wir schicken keine Soldaten. Wir schicken Waffen. Nein, das ist ganz vernünftig. Hilfe zur Selbsthilfe. Lachen Sie nicht. Wenn Sie einem hungernden Fische einen Fisch geben, dann macht ihn das einen Tag lang satt. Aber wenn Sie einen hungernden Fischer bewaffnen, dann haben Sie einen bewaffneten Fischer mit Unterzucker. Okay, es gibt natürlich berechtigte Zweifel, was passiert mit den Waffen, wenn die da unten sind. Für alle Zweifel hatte Angela Merkel in ihrer Rede einen wunderbaren Satz parat. Sie hat gesagt, das was ist, wiegt schwerer als das was sein könnte. Was geht mich, manche schwätzt von morgen an. Verstehen Sie, entscheidend ist nicht, was mit den Waffen passiert, wenn die mal da unten sind. Entscheidend ist, dass diese da Waffen da unten hinkommen diese Woche. Aber ich gebe zu, die Bundesregierung hat natürlich Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Das Auswärtige Amt möchte sich von den kurdischen Kämpfern eine Endverbleibserklärung unterschreiben lassen. Man hat auch gesagt, wir wollen mal gucken, dass ein paar Bundeswehr-Offiziere nachgucken, dass die Waffen auch in den richtigen Händen bleiben. Wunderbar, getreu unserer Militärdruck drehen. Wir schicken keine Soldaten, wir schicken Waffen und Soldaten, die dann den Waffen hinterher laufen. Das ist toll, das muss man mal durchdenken. Wenn wir wirklich der Bundeswehr befehlen, allen deutschen Waffen im Ausland, den kleinen Feuerwaffen zum Beispiel, hinterher zu laufen, dann wären bei uns die Kasernen leer. Und da hat man richtig viel Platz für all die Flüchtlinge, die deutsche Waffen in dieser Welt ausgelöst haben. Stellen Sie sich mal diese Image-Kampagne für Deutschland vor. Ursula von der Leyen steht vor einem Flüchtlingsboot und sagt, Gleichgültigkeit ist keine Option. Gleichgültigkeit ist keine Option. Wir müssen uns mal wieder aufregen, mal wieder richtig, mal wieder so nachhaltig. Aber unser Zahn ist der Rückzug vorbei. Wir haben so einen Hals, aber nur noch so kurz. Das ist maximal ein Wut-Quickie. Wenn ist das nicht? Da hat man maximal noch irgendwie so 140 Zeichen ins Internet. Hashtag Mennow. Und Rückzug für den nächsten Sau durchs Dorf, der nächste Höhnis durchs Finanzamt oder der nächste Teebaz durch den Bischofssitz gejagt. So große Themen, da bleiben wir gar nicht mehr dran. So Sachen wie NSU zum Beispiel. Viele Leute fragen schon, NSU, NSA, sind das zwei verschiedene Gruppen? Ich weiß nicht, einer von beiden hat mal Motorräder gebaut. So ist das mittlerweile, ja. Hier haben sie natürlich wirklich dieses Kabarett-Publikum. Sie wissen doch Bescheid, NSU. Aber erinnert sich auch an den Anfang von dem NSU-Prozess? Was für eine Aufregung. Dieser Gerichtssaal in München ist viel zu klein. Das ist ein großer Prozess. Da müssen alle Medien rein. Wissen Sie, was heute los ist in dem Gerichtssaal? Da wehen die Büsche durch. Die Putzfrau fragt schon, für wen mache ich überhaupt Zauber? Und im Folge heißt es schon wieder, warte mal, Uwe Mundlos, ich komm gleich auf. Uwe Mundlos, ich hab's gleich. Uwe Mundlos, das war der war mal Trainer bei Aminia Bielefeld. Und da ist doch wohl jetzt gerade die Untersuchungsergebnisse von dem NSU-Untersuchungsausschuss in Thüringen bekannt geworden sind. Da stehen krasse Sachen drin. Da steht z.B. drin, dass dem LKA Beweise und Fakten teilweise scheißegal waren. Die Ausschussvorsitzende hat ein schönes Wort dafür gefunden. Sie sagte, das sei freiwillige Erkenntnisisolation. Das ist nicht schlecht, oder? Das muss man sich mal vorstellen. Beim LKA gab es freiwillige Erkenntnisisolation. Das heißt, diese Menschen haben mit großer Sicherheit ihren Job verfehlt. Und noch schlimmer als LKA war ja der Verfassungsschutz. Verfassungsschutz ist ihn auch noch begriffen. Die FIFA unter den Staatsorganen. Manche Verfassungsschützer waren ja so verwirrt, die wussten gar nicht mehr, welche Verfassung sie schützen, die vor 45 oder die danach. Aber wo ist denn unsere Aufregung da drüber geblieben? Das ist doch nicht weg, nur weil es nicht mehr in der Zeitung steht. Aber nicht, dass sie glauben, ich mache jetzt hier den moralischen oder so. Ich bin doch genauso. Mir geht es nur auch so. Ich blätte die Zeitung durch und dann lese ich was. Illegale Waffenlieferung der Firma SIG Sauer Handfeuerwaffen. Illegal. Da denke ich, das kann ja wohl nicht sein, diese Schweine. Oh, es gibt ein neues iPhone. So geht es. So sind wir. Und es ist ja auch alles irre komplex. Das muss man auch sagen. Wir drehen ja durch, weil alles so komplex ist. Es gibt dadurch diese ganze Kompliziertheit. Überall gibt es ja schon Menschen, die versehentlich Steuern hinterziehen. Es gibt Geheimdienste, die aus versehen Freunde ausspähen. Ups. Elite Soldaten, die aus versehen in fremde Länder einmarschieren. Mit dem Fallschirm. Oh, Ukraine Shit. Tomtom kaputt. Wenn möglich bitte wenden. Aber es ist doch so. Es ist ja auch wirklich die Festparte. Unsere Festparte ist ja voll. Wir müssen ja auch an so viel Skandalen dran bleiben. Da hast du ja keinen Überblick mehr. Wir bräuchten wieder Vorlagemappe für Skandale. Vielleicht so eine App auf dem Smartphone. Eine Aufregungs-App, wo du morgens einen Hinweis bekommst. Sie haben noch sechs ungeklärte Skandale. Wollen sie sich alleine aufregen oder Freunde einladen? Das müsste ein Trend werden. Social Echophiering. Dass wir den Freunden, wenn irgendwo der Zorn ausgeht, dass wir uns gegenseitig hochputschen, dass wir dran bleiben. Dass es nicht in drei Monaten heißt, easy. Waren die nicht mal bei Coldplay? Oh, es gibt eine neue Uhr von Apple. Dass es besser ist als in Thüringen, als es in Thüringen gewesen ist. In diesem Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses. Da steht drin, es hätte in Thüringen organisierte Nichtverantwortung gegeben. Und das ist typisch Deutsch, oder? Organisierte Nichtverantwortung. Wenn wir Scheiße bauen, ist sie perfekt organisiert. Hören Sie jetzt mal auf. Okay. Was ist jetzt? Eingreifen oder nicht? Keine Ahnung. Können wir nicht mal erst mal Ursachenforschung betreiben? Man kann das böse nicht verstehen. Man kann es nur bekämpfen, indem man rechtzeitig eingreift. Verstehe, wie die Amerikaner damals im Mittleren Osten? Ja. Gut, super. Spielen wir das Ganze doch noch mal nach. Guck mal, wir stellen uns vor, Sie sind Amerika. Okay. Viel Spaß. So, wir gehen zurück in der Geschichte. Und zwar in die Geschichte des amerikanischen Eingreifens. So, können Sie das erkennen? Kommen Sie, reißen Sie ein bisschen zusammen. Für mich ist es auch die 6. Stunde hier. So. Also, wir begeben uns ein bisschen zurück ins Jahr, sagen wir mal, 1953. Im Iran regiert das Böse, Mohamed Mossadegh. Was? Der Mann war Rechtsanwalt. Sag ich doch, das Böse. Unsinn. Der Mann war demokratisch gewählt. Der trat ein für eine Trennung von Staat und Kirche. Ja, aber er wollte ans Öl. Was? Diese Raffzahne. Gut, also er wollte dem iranischen, hungernden, iranischen Volk sein eigenes Öl zurückgeben, das sich die Briten geschnappt hatten. Aber das sind Details. Das brauchen Sie nicht. Sie sind Amerika. Genau. Der Mann muss weg. Genau. Ein Problem. Ein Problem. Der Mann ist demokratisch gewählt. Schicke ich die CIA. Gut. Die CIA besticht jetzt die Presse, Abgeordnete und kauft sich ein paar Gangsterbanden. Die versetzen dieses Land Iran ins Chaos, bis die Armee putzt und Sie Ihren Mann den Shah einsetzen können. Klingt aber schon ein bisschen nach Verschwörungstheorie, oder? Ja, das war es auch. Bis letztes Jahr, da hat die CIA die Akten geöffnet. Dann ist das jetzt Geschichte. Kann man so sagen. Und das schöne daran ist, Ihr Shah hat im Iran quasi eine stabile Diktatur installiert, die Ihnen und den Briten die Ölquellen sichert. Wir haben also die westlichen Werte erfolgreich verteidigt. Ja. Bis das Böse wieder sein Haupt erhebt. Was? Noch mehr Anbete? Nein, schlimmer. Der Shah hat seinen Volk so unterdrückt, dass radikale Islamisten unter Ayatollah Khomeini den Shah beiseiteschaffen und selbst ein religiöses Terrorregime eröffnen. Was? Du musst dich eingreifen. Nein, Ruhig Brauner, das lassen wir jetzt mal jemand anders ran. Hussein, den bombe ich weg. Nein, Hussein marschiert in den Iran ein. Er kämpft gegen das Böse. Dann schicke ich ihm Waffen. Na, nur ein kleines Problem. Was muss das denn? Ein Waffenembargo. Scheiß Pazifisten. Ich weiß was. Was? Ich schicke nur Einzelteile. Nicht schlecht. Der eine schickt Senf, der andere Gas. Was können Sie dafür, dass Hussein Senfgas draus macht? So, Hussein führt acht Jahre lang Krieg, 750.000 Tote. Die Giftgasangriffe erfolgen übrigens mit ihrem Wissen. Also das ist jetzt aber Verschwörungstheorie. Ja, das war es auch bis letztes Jahr. Da hat die CIA die Akten geöffnet. Sagen wir, haben die Idioten keinen Schredder? Ja. So, Vorsicht hinter Ihnen. Was? Nein. Hier, die Russen marschieren in Afghanistan ein. Da muss ich eingreifen. Naja, das tun sie im Prinzip schon. Sie rüsten radikale Islamisten auf. Radikale Islamisten gegen die Russen? Ja. Toll. Moment. Radikale Islamisten bekämpfe ich die im Iran als das Böse? Ja, aber gegen die sehr bösen Russen sind die weniger böse. Wunderbar. Da werde ich mich gleich mal bedanken bei einem der Anführer, die dafür uns in Afghanistan kämpfen. Wie heißt denn da jemand? Osama bin Laden. Ich ruf später an. Gut. Über eine Million tote Zivilisten später. Das Gute hat gesickt. Ja, bis das Böse wieder sein Haupt erhebt. Was? Die Russen kommen zurück? Nein. Saddam Hussein. Aber der war doch gerade eben der Gute. Ja, aber jetzt marschiert er gerade in Kuwait ein. Da muss ich eingreifen. Oder helfen? Naja, schwierig zu sagen. Kuwait, sagen wir mal so. Absolutistische Monarchie ohne Frauenwahlrecht dafür mit Sklavenhandel. Er kämpft also für die westlichen Werte. Ja. Er will ans Öl. Was? Mein Öl? Meine Werte? Ich meine, da muss jemand eingreifen. Warum tut denn niemand was? Die Vereinten Nationen sind nicht so in Kriegslaune. Scheiß Pazifisten. Wissen die denn nicht, dass irakische Soldaten Säuglinge aus Brutkästen herausgerissen haben? Wo haben Sie das denn her? Hat eine Hebamme ausgesagt. Öffentlich. Sie wird sich später als Tochter des kuwaitischen Botschafters herausstellen. Die ganze Geschichte ist frei erfunden? Von einer amerikanischen PR-Agentur. Manchmal braucht das Böse auch ein bisschen Publisit. Sie, Schlingel. Gut. Die Weltöffentlichkeit ist empört. Sie haben ihren Kriegwirtschaftsembargo über eine Million Tote. Das Gute hat wieder gesickt. Bis das Böse wieder sein Haupt erhebt. Denn seitdem sind in Kuwait amerikanische Soldaten stationiert und Al-Kaida und Osama Bin Laden empfinden das als Entweihung der heiligen Erde. So, den Rest kennen Sie. Afghanistan, 9-11, Osama Bin Laden, World Trade Center, 3000 Tote. Woher kommt denn all der Hass auf den Westen? Ich weiß es nicht. Sagen Sie mal, die Al-Kaida, wo kriegt ihr eigentlich ihr Geld her? Oh, bis jetzt von Ihnen. Hoppala. Ja, und von Saudi-Arabien, Katar und Kuwait. Eingreifen, wegbomben! Nein, das geht nicht. Das sind die Guten. Die haben zu viele von Ihnen Werten. Dann irgendwas in der Nähe. Ja, Irak wäre grad frei. Da war ich schon lange nicht. Ja, gut. Außerdem hat Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen, sagt die Hebamme. Was? Sehr, sehr gut. Sie marschieren zum zweiten Mal in Irak ein Hunderttausend Tote und Saddam Hussein wandert von seinem Erdloch in ein anderes Erdloch. Mission accomplished. Ja, bis das Böse wieder sein Haupt erhebt. Was? Die ISIS nutzt das von Ihnen hinterlassene Chaos und auch die von Ihnen hinterlassenen Waffen, um einen perversen Gottesstaat zu errichten. Verdammt, muss ich jetzt gegen die ganz Bösen kämpfen? Dann nehme ich vielleicht den halb Bösen, den Iran, oder vielleicht den Assad, der ist dreiviertel böse. Was? Ich weiß es doch auch nicht. Sagen Sie mal, gibt es bei diesen ganzen religiösen Fanatang nämlich wenigstens einen Demokraten, der für die Trennung von Staat und Kirche eintritt? Ja, da hat es jemand gegeben. Mossadegh. Aber den wollten Sie als erstes loswerden. Gut, dass ich eingeriffen habe. Great, great. Immer diese deutsche Kabarett-Tradition. Immer auf die Amis hauen. Es ist wahnsinnig. Überall, wo wir hingehen, die Deutschen waren schon da. Im Nahen Ost, in der Ukraine. Moment, Moment, wie meinen Sie das? Ja, ich meine 1942 haben die Deutschen einen Jihad finanziert, damit die Araber die Engländer bekämpfen können. Wie sage ich immer, man sollte nicht zu tief in der Geschichte wühlen. Aber man muss wissen, wo der Terror herkommt, aus Deutschland. Ich meine, Leute, ich sage euch, ich war vor drei Wochen in den USA. Und dieser Anti-Terror-Kampf in den USA, es ist wahnsinnig. Ich war am Flughafen in Frankfurt. Und diese Anti-Terror-Frage, die Frau fragte mich am Anfang, Sir, sind Sie Mitglied in einer terroristischen Vereinigung? Ich habe gesagt, ich bin verheiratet. Was ist das für eine Frage, um Leute zu erwischen? Hamid, bist du Terrorist? Ja, bin ich. Ja, dann darfst du nicht mitfliegen. Das ist krank. Die Terroristen werden ständig beleidigt. Das ist schlimm. Und diese Frau am Flughafen fragte mich in mehreren Sprachen, Sir, hat jemand Ihnen geholfen, Ihr Gepäck zu packen? Es war wie Sendung mit der Maus. Hat jemand Ihnen geholfen? Hat jemand Ihnen geholfen? Did anyone help you to pack your bags? Ich dachte, es wäre so geil gewesen, zu sagen, nur mein Freund Mohammed. Aber ich habe es nicht gesagt, weil ich wollte nicht, dass sie weiß, wie gut Mohammed packen kann. Mein Geheimnis. Und dann willst du den Koffer abgeben und du siehst ein Schild mit Sachen drauf, die du nicht in das Flugzeug bringen darfst. Und das sind nicht Sachen drauf wie Zahnpaste oder Fingernägel-Schneider, das sind Sachen drauf wie Messer, Pistolen, Dynamitstangen, radioaktive Behälter, die auf sind, Nasen. Und eine Handgranate. Eine Handgranate. Ich frage mich, gibt es Leute, die einchecken und dann sehen sie dieses Schild und sie denken, Scheiße, das haben wir nicht gewusst. Die denken, wir müssen jetzt alles umpacken. Die Handgranaten raus aus dem Handgepäck, rein in den großen Koffer. Angelina, gib mal die Mama deine Handgranaten. Auch die von Nico, gib mal die Mama. Und dann packst du die Handgranaten rein in den Koffer. Du kriegst den Koffer nicht zu. Dann gibst du den Koffer ab und die Frau sagt, sie haben Übergewicht. Und du sagst, ja ich weiß, das sind die Handgranaten. Und du hast Terror im Flugzeug. Du kriegst keinen Platz. Der Typ vor dir macht den Sitz immer runter, weil deine Knie werden gefoltert und ich kriege immer dicke Leute, fette Leute neben mir. Immer fette, fette Russen neben mir im Flugzeug. Einer stand direkt vor mir. Er sagte, Reihe 39, das ist meine Reihe. Ich habe gesagt, ja das stimmt, aber das ist das falsche Flugzeug. Weiter. Und dann kam das Essen. Ich habe mich auf das Essen gefreut. Ich dachte, wow, ähnlich was zu essen. Das ist was, was Amis tun können. Die können gut essen. Und die Frau sagte zu mir, Sir, möchten Sie Hündchen oder möchten Sie Fisch? Und ich habe gesagt, ich möchte Hündchen. Und sie sagte, tut mir leid, wir haben nur Fisch. Und dann habe ich gesagt, ja dann müssen wir zurückfliegen. Warum sagt sie das? Das ist, das ist wie wenn eine sexy Frau zu dir sagt, willst du mit mir schlafen? Willst du mit mir schlafen? Und du sagst, ja gerne. Und sie sagt, kann ich mir vorstellen. Ich habe keinen Bock drauf. Ich habe keinen Bock. Hey! Was? Здравствуй, Onkel Sam. Mutterchen Russland. Nenn mich nicht Mütterchen. Du wolltest mit mir sprechen? Es geht um das Sorgerecht für unsere Tochter, die Ukrainer. Nenn sie nicht unsere Tochter! Sie ist gekrochen aus meiner Chance. Du hast sie nur adoptiert. Ja, weil du ihr nichts bieten konntest. Oh, jetzt, jetzt, jetzt. Sie vergöttert dich doch nur, weil sie dich nicht kennt. Aber ich kenne dich. Du willst nur ihre Gunst kaufen. Ja, mir geht es nur um das gesunde Wohlergehen des Kindes. Oh, bist du plötzlich Doktor? Jede Winter habe ich sie gewärmt mit meinen Gas. Wo warst du? Was willst du? Hast du noch nicht genug Kinder? Ja, du bist wirklich die Richtige dafür. Ich meine, genug Kinder. Du hast seit ein paar Wochen die Krim. Noch nur eine Pagadi. Ach komm, ich meine, die ist besser bei mir aufgehoben. Ich meine, was kannst du die Ukraine überhaupt anbieten? Gas. Und du? Dr. House, Game of Thrones und Netflix. Du hast gemerkt, was für Schätze in ihr schlummern. Welche Energie sie hatten, ihr Don jetzt gebacken. Und jetzt willst du sie ausbeuten. Ja, aber wenn sie ihr Gas zum Markt tragen will, lass sie das machen. Sie ist alt genug für ihre eigenen Entscheidungen. Aber sie ist immer noch mein Kind. Mann, du lebst in der Vergangenheit. Und du auf Kosten von unserer Zukunft. Mit dieser Frau kann man überhaupt nicht reden. Sie ist so was von aggressiv. Ich bin nicht aggressiv! Und wenn wir hier schon über Aggression reden, da können wir hier wenigstens eine Woche noch über diesen Rasmussen sprechen. Den kennen Sie, nicht? Rasmussen, anders vor Rasmussen. NATO-Generalsekretär. Also eigentlich ist er nur Ihr Sprecher. Aber als die NATO ihm gesagt hat, du bist Generalsekretär, da hat er bei General aufgehört zuzuhören. Der Mann ist ja eine Beleidigung für ganz Dänemark. Wenn der nur sagt, guten Tag, da fühle ich mich schon angegriffen. Anders, fuck Rasmussen. Entschuldigung, ich weiß auch nicht, warum ich den Namen immer so gerne ausspreche. So falsch aussprechen will. Russische Invasion, das kann der ohne Prüfung bestätigen. Eingreiftruppe für Osteuropa, jawoll, immer an die Grenzen gehen. NATO-Mitglischer für die Ukraine, ai ai, wenn es die Lage verschärft. In einer Situation, wo es auf Zwischentöne ankommt, wo jedes Wort abgewogen werden will, weil es vielleicht sonst einen Krieg auslösen könnte, da beschäftigt die NATO als Sprecher eine Vuvuzela. Ich habe mich schon gefragt, warum die den nicht zurückgepfiffen. Warum haben die diesen Mann fünf Jahre beschäftigt? Ich weiß es, ich kann es Ihnen sagen. Sie kennen doch diesen Witz von Woody Allen. Hilfe, Herr Doktor, mein Mann ist irre. Der glaubt, er wäre ein Huhn. Dann können Sie ihn doch einweisen lassen. Ja, würde ich gerne machen, aber ich brauche die Eier. Die NATO hat den Irren machen lassen, weil man die Eier gebraucht hat. Und jetzt hat er uns noch ein Ei gelegt. Beim NATO-Gipfel hat er richtig zum Großangriff geblasen. Und zwar auf unsere Geldbeutel. Er hat gesagt, er fährt die Verteidigungsausgaben nicht weiter runter, investiert mehr in die Verteidigung. Da habe ich noch gesagt, warum eigentlich? Aber das ist ja ganz klar. Das sieht man auch an manchen Titelbildern. Der Russe wächst uns über den Kopf und der Westen schwenkt die weiße Fahne. Und es gibt auch Zahlen. Deutschland, England und Frankreich haben im letzten Jahr 168 Milliarden für Rüstung ausgegeben. Die NATO für Europa 286 Milliarden. Da kommen zum Glück die Amerikaner mit ihren 640 Milliarden oben drauf. Sonst hätten wir keine Chance gegen die Russen mit ihren 88 Milliarden. Na ja, Sie haben richtig gehört. Wir geben zehnmal mehr für Rüstung aus als die Russen. Deswegen hat ja Fakrasmussen auch den Westen aufgefordert, mehr in die Rüstung zu investieren. Wegen den Russen. Und ich dachte immer, Dänen lügen nicht. Und darf man natürlich auch diese Zahlen nicht überbewerten. Man sagt ja immer, Geld schießt keine Tote. Wichtig ist ja auch die Kampfmoral. Nicht gerade bei den Russen. Die haben in jedem Weltkrieg die meisten Opfer. Sind aber einfach nicht totzukriegen. Und wenn Sie jetzt sagen, wo hatten die Überfrau ab? Diese ganzen Zahlen her. Das haben wir ja noch nie gehört. Das sind die ganz normalen Haushaltszahlen vom Friedensforschungsinstitut SIPRI. Die werden Sie bei uns ja aber sehr selten zu lesen bekommen. Weil die Redakteure vielleicht sagen, na ja, so ein Forschungsforschungsinstitut, die sind ja nicht objektiv. Das heißt, die sind nur einseitig an Frieden orientiert. Nicht so wie die NATO. Das ist gut, dass der Rasmussen endlich weg ist. Ja, aber es nützt ja nichts. Er ist nicht der einzige, der kalter Krieger spielt. Viele Medien machen doch mit. Gucken Sie sich mal die Schlagzeilen an in letzter Zeit. Sie haben genug gesprochen, Stärke zeigen. Jetzt oder nie, Ende der Feigheit. Das ist doch keine Berichterstattung. Das ist eine Generalmobilmachung. Das müssen wir den Leuten mal zeigen. Die Napalm-Theater-Organisation präsentiert der Krieg um die Deutungsohheit im Ukraine-Konflikt. Ein Stück in schwarz-weiß. Jegliche Ähnlichkeit mit aktueller Berichterstattung ist weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidbar. General von Wagner, wie ist die Lage an der Heimatschraune? Die Reihen sind einigermaßen geschlossen. Wir haben die Meinungsvielfalt auf Schießschadengröße geschrumpft. Meldung aus Odessa. Über 40 Menschen werden in ein Gewerkschaftshaus getrieben und dort verbrannt. Das ist unsere Chance für einen Geländegewinnen. Schreiben Sie, pro russischer Mob verbrennt wehrlose Ukrainer. Herr General, die Opfer sind aus dem anderen Lager. Verdammt, die Opfer sind keine Bürger, sondern nur Separatisten. Muss es jetzt nicht heißen, ukrainischer Mob verbrennt pro russischer Separatisten? Nein, nein, die Platte muss unbedingt gehalten werden. Schauen Sie, schreiben Sie es so an die Tagesschau. Ich sage mal, in Odessa, da kamen bei Zusammenstößen zwischen pro russischen Aktivisten und Regierungsanhängern mindestens 46 Menschen ums Leben. Irgendwie. Was machen Sie, General von Wagner? Meldung! Meldung! Meldung! Ein Passagierflugzeug ist abgeschossen worden! Eine Tragenie! Nein, das ist ein Geschenk des Himmels! Schieben Sie die Aktion dem Feind in die Schuhe. Aber wir wissen doch gar nichts Genaues. Wunderbar, dann können Sie ganz unabhängig von den Fakten operieren. Meinen Sie etwa so? Das, wenn Sie das hinkriegen würden, das wäre wunderbar. Meldung! Der vorläufige Untersuchungsbericht zu Flug MH17 liegt vor... Ja, ja und was steht drin? Das Flugzeug wurde durchsiebt! Ja, gibt es nicht irgendwelche Hinweise auf Schuldige? Nein! Wunderbar, dann Schlussfolgern wir, dass es jetzt nahezu keinerlei Zweifel mehr gibt, dass es die Separatisten waren. Sehr gut, Herr von Wagner. Deckung! Was? Was war das denn? Eine Rüge des deutschen Presserats. Sie sagen, die Operation auf der Titelseite ist für alliierte Ansage instrumentalisiert worden. Ein Blindgänger! Eine Rüge des Presserats, das muss die Zeitung nicht abrücken. Davon wird niemand erfahren, wenn es nicht vor einem Millionenpublikum im Fernsehen gezeigt wird. Und da sei Gott vor! Das wollen wir hoffen, Herr General. Wir haben etwas zum Flugzeugabsturz. Ja, ich hätte noch ein Foto. Ja, sehr schön. Wunderbar, schauen Sie mal, wie er diesen Teddy wirkt. Das ist doch großartig. Das geben wir an die Boulevardpresse, würde ich sagen. Schreiben Sie. Was sind das bloß für Menschen? Putins Rebellen treten auf der Würde der Opfer. Alles klar. Ich hätte auch, falls das interessant ist, noch den dazugehörigen Videoclip. Wunder, auf den Schiff! Sehen Sie, schauen Sie, wie er mit Füßen tritt. Ich möchte für alle mal klar machen, was er für ein Mensch ist. Oh mein Gott, das ist ja zu bewegend. Ich würde sagen, in dem Fall reicht uns das Standbild. Da sagt jemand, dass die Separatisten an der Absturzstelle vorbildliche Bergungsarbeit geleistet haben. Welcher Idiot war das? Der Leiter der holländischen Untersuchungsgruppe. Wir müssen jetzt alle sehr tapfer bleiben. Ignorieren Sie es. Alarmstufe Geld! Was? Verdammt doch mal, diese Russen! Jetzt haben Sie erst mit irgendwelchen komischen Soldaten die Region destabilisiert. Jetzt schicken Sie das Rote Kreuz hinterher. Das ist brillant. Warum sind wir doch nicht draufgekommen? Was ist Ihre Gegenstrategie? Schreiben Sie! Bei der illegalen Invasion ukrainischer Mägen kam es durch russisches Brot, kam es zu massenhaften Überleben bei gleichzeitiger Verletzung der Souveränität der Ukraine. Das deutsche Fernsehen zeigt ukrainische Nazi-Soldaten mit SS-Runen und Hakenkreuz. Nazis, die für eine gute Sache kämpfen. Wie wollen Sie das formulieren? Wir nennen Sie weiter freiwilligen Bataillones. Ich glaube, ich sehe was. Die Invasion! Sie ist da! Kann ich nicht erkennen. Es sind Fahrzeuge. Scheiben Sie! Russische Army-Konvoi überquert ukrainische Grenze. Die fahren in die andere Richtung. Schreiben Sie! Russische Army-Konvoi vor ukrainischer Armee auf der Flucht. Es bewegt sich doch nichts. Schreiben Sie! Russische Army-Konvoi zerstört. Die Amerikaner haben Satellitenfotos. Wir haben einen Beweis für die Invasion. XCA-Mitarbeiter sagen, man kann darauf nichts erkennen. Suchen Sie jemanden, der irgendwas erkennen kann. Passen Sie sich jemanden von der CSU? Von der CSU? Ja! Die CSU! Die sind alle Experten im Erfassen ausländischer Fahrzeuge. Moment! Was? Wir haben so undeutliche Satellitenfotos. Unglaubwürdige Experten. Da kann ich keine Meldung ausmachen. Selbstverständlich. Wir nehmen die bewährte Doppelstrategie. Die erste Zeile der Journalismus in den letzten Satz. Schreiben Sie! Russische Army-Konvoi zerstört. Absatz nach bisher unbestätigten Meldungen. Die Invasion hat ihr Ziel erreicht! Was? Kiev? Nein! Sanktionen! Na Gott sei Dank! Was ist denn jetzt? Die Journalisten werden von den Lesern unter Feuer geladen! Schließen Sie die Leserbriefe! Das ist alles im Netz! Dann machen Sie die Foren dicht! Oh nein! Was? Die Leute weichen auf Facebook aus! Dann moderieren Sie, blockieren Sie, löschen! Aber wir kämpfen nur für die Meinungsfreiheit! Aber doch in Russland, nicht hier! Alarm! Alarm! Was? Was ist jetzt? Alarm! Der ARD-Programmbeirat kritisiert die eigene Berichterstattung zur Ukraine als tendenziös und einseitig! Das ist der Dolchstoß! Reißen Sie sich zusammen! Oh Gott! Was? Eine Satire-Sendung im zweiten deutschen Fernsehen! Mag sich in diesem Moment lustig über die deutschen Journalisten schreien! Oh Gott! Nein! Nein! Sofort! Sofort! Befehl! Überziehen Sie sich mit Unterlassungserklärungen, bis Sie nichts mehr laufen können! Dafür haben wir doch jetzt keine Zeit! Doch dafür haben Sie doch keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Wir haben keine Zeit! Doch dafür haben wir die Zeit! Verdammt nochmal! Machen Sie's auf! Machen Sie was! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Wir müssen was tun! Nein, ich meine, die Sendung ist vorbei! Was die Sendung ist aus? Es ist aus! Es ist Schluss! Es ist vorbei! Ich habe Ihnen eine Solga! Ich habe eine Simone Solga! Und John Dole! Und Tobias Mann! Und es ist fertig! Verdunkeln! Verdunkeln! Verdunkeln! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein!