Guten Abend, meine Damen und Herren, schön, dass Sie da sind. Mein Name ist Judith Richter und das ist heute eine ganz besondere Ausgabe von Die Anstalt. Das ZDF hat Joko und Klaas, hm? Ach so, Max und Klaas, oh. Egal, eine Wette angeboten. Wenn Sie es schaffen, alle Affären der CDU in nur 45 Minuten an einer Tafel darzustellen, dann gewinnen die beiden eine Sendung zur Primetime im ZDF noch am Tag vor der Bundestagswahl. Wenn nicht, kommt Ihre Sendung am Tag nach der Wahl von Armin Laschet. Also nie. Max, wie schätzt du denn deine Chancen ein? Chancen? ZDF ist eine ganz linke Nummer. Die wissen genau, dass wir alle Affären der Union unmöglich auf unsere Tafel kriegen. Auf unsere Alten nicht. Ach, deswegen waren Sie für die Öffnung der Baumärkte. Ich weiß jetzt nicht, ob das regelkonform ist. Was? Wieso ist das eine Tafel? Aber lassen wir doch einfach unseren Experten entscheiden, Armin Laschet. Bleiben Sie dran. Ich begrüße an meiner Seite Armin Laschet. Herzlich willkommen. Ich bin der Armin Laschet. Aber das sieht man doch. Das hat auch niemand infrage gestellt. Und jetzt wollen Sie bestimmt als nächstes fragen, warum ich so blöd rede. Okay, wenn Sie wollen. Warum reden Sie so seltsam? Das ist fränkisch. Das ist ungewöhnlich für jemanden, der in Aachen geboren ist. Das wissen Sie ja. Ich will nicht spalten, sondern verbinden. Also meine Kandidatur und die Umfrage werde ich vom Söder. Okay, aber ist die Tafelgröße jetzt regelkonform? Puh. Also da muss ich jetzt erst mal über Pfingsten drüber nachdenken. Okay, dann würde ich sagen, wir wünschen Max und Klaas viel Glück. 45 Minuten Unionsskandale. Auf die Tafel, fertig, los! So, Herr von Wagner, ab in die Vollen. Ich würde sagen, wir fangen gleich mit etwas aktuellem an. Nein, nein, nein, Herr Uthoff, ich weiß genau, was jetzt da gleich wieder kommt. Da kommt der Herr Klaus von Wagner als ich mit seiner Tafel hereingeschwebt und klärt auf über angebliche CSU-Korruptions-Affären. Eines sage ich Ihnen, nicht mit mir! Hallo, was soll denn der Scheuer jetzt hier? Tja, das ZDF hat ja heute Abend natürlich ein paar kleine Hindernisse für die beiden eingebaut. Was bin ich ein Hindernis für jede Aufklärung? Ich bitte Sie, ich habe die Transparenz quasi erfunden. Und so eine Tafelnummer, die mache ich Ihnen im Stehen. Ich kann da gar niemanden erkennen. Das ist ja auch eine Maskenaffäre, gell? Da kann man die nicht runternehmen. Ja, sehr gerne. Schauen Sie, weil die Union hat sich ja konsequent von allen Abgeordneten getrennt, die sich in einer Pandemie mit Masken bereichert haben. Pfui, Teipel! Und deswegen ist die Union jetzt wieder so sauber wie diese Tafel. Und fertig. Und, wie war ich? Falsche Frage. Die Frage muss doch lauten, wer waren die? Einige unwichtige, Einzelfallartige Endivien. Was haben die Leute jetzt gelernt? Na ja, idealerweise bleibt doch bei jeder Tafelnummer was hängen. Ja, aber da ist doch nichts hängen geblieben. Eben drum. Na ja, genau das war doch die Botschaft. Ach so, dass es bei der Union kein strukturelles Problem gibt, sondern das sind alles nur einzelne Mitglieder. Wie zum Beispiel das Mitglied des Deutschen Bundestages, der Nüßlein. Wie haben Sie das mit der Maske gemacht? Ich meine, der hat ja mit uns nichts zu tun. Der Nüßlein, der ist ja gar nicht in der Partei. Weil er auch ausgetreten ist. Ja, eben drum. Er war doch energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender der CSU-Fraktion. Wann haben Sie denn das alles? Ich meine, man muss schon richtig. Er war nicht Fraktionsvorsitzender. Der war stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Das heißt also, er stand stellvertretend für alle Abgeordneten? Nein, nein, nein. Er ist ja gar nicht Teil der Fraktion. Seit wann? Seit März. Genau, weil daraus kam, dass er einen Masken-Deal eingeführt hat. Millionen Masken im Ministerium vertickt, alle unionsgeführt. Dafür soll er 1,2 Millionen Euro bekommen haben und das völlig unbemerkt vom Deutschen Bundestag. Ich bitte Sie, unbemerkte Millionen. Da gibt es in meinem Ministerium für eine eigene Fachabteilung. Schauen Sie, was sollen wir denn dagegen machen, wenn immer wieder verbrecherische Individuen immer wieder an unseren strengen Transparenzregeln vorbeischiffen? Was ist denn hier streng? Nüsslein musste diese Summe gar nicht als Nebeneinkünfte angeben, weil das Geschäft ja über seine Firma Detectum Holding gelaufen ist. Und das ist nach den Transparenzregeln des Deutschen Bundestages auch erlaubt. Ach so? Wo ist denn dann das Problem? Bei den Transparenzregeln? Ja, das sage ich ja auch. Aber schauen Sie, Herr Uthoff, Sie müssen schon richtig recherchieren. Der Nüsslein hat ja gar nicht 1,2 Millionen Euro bekommen, sondern nur 660.000 Euro. Weil nämlich eine Bank in Lichtenstein die zweite Überweisung gestoppt hat, weil sie stutzig geworden sind. Soll? Wegen der ersten Überweisung. Das heißt, dass Lichtenstein schärfer kontrolliert als der Deutsche Bundestag? Ich bin genauso schockiert wie Sie. Manchmal fragt man sich schon, wem soll man als Steuerhinterzieher heutzutage überhaupt noch vertrauen? Ja, na, ich habe nicht. Also, dem Sauter würde ich als allerletztes vertrauen. Ach so, ja. Der hat 1,2 Millionen für Masken-Dienst kassiert. Ja, jetzt kommen Sie wieder mit so einem einzelartigen Hinterbinkler. Albrecht Sauter ist seit 30 Jahren ein berüchtigter Drahtzieher in der CSU. Der ist mindestens zur Hälfte ein netter Kerl. Und fein noch dazu. Weil schauen Sie mal, von den 1,2 Millionen Euro hat der 490.000 Euro überwiesen an eine Bürgerstiftung Günzburg. Wann denn? Ja, zwei Wochen nachdem der Nüsslein mit seinen Masken-Dienst da aufgeflogen ist. Ja, ja, weil vorher hätte es ja überhaupt keinen Sinn gemacht. Und so jemand ist CSU-Abgeordneter, ja? In einem unbedeutenden Regionalparlament. Der Mann ist Justizminister gewesen. Eines mit Deutschland, nur lose assoziierten Freistaats. Lose war seine Verbindung zum Parlament allerdings. Der Mann ist Anwalt, hat in den letzten zwei Jahren 69 neue Mandate angenommen. Das ist schon viel Arbeit, wenn man den ganzen Tag in der Kanzlei sitzt. Der Sauter ist damit ganz transparent umgegangen. Der hat immer gesagt, meine Nebentätigkeit ist abgeordnet. Aber das Bundesverfassungsgericht hat doch gesagt, dass das Mandat im Mittelpunkt der Tätigkeit stehen soll. Das ist kein Widerspruch, sehen Sie. Viele meiner Parteifreunde sagen immer wieder, mir ist die Familie am wichtigsten und sind trotzdem nie zu Hause. Schade, dass man die Familienmitglieder nicht einfach mit ins Büro nehmen darf. Natürlich ist das schade, aber wegen der Verwandten-Affäre ... Welche Verwandten-Affäre denn? Ja, das war halt damals, wo ein paar CSU-Abgeordnete und durchaus auch einige Minister verbotswirtet. Die haben ihre Familienmitglieder auf Staatskosten bei sich angestellt. Aber das ist ja ... Meinen Sie zufällig die 56 hier? Ah ja, das ist gut, wenn man es so groß ausdrückt. Dann schaut es natürlich so groß aus, wie es damals war. Aber jetzt noch mal ehrlich, so ein großes Plakat, da haben Sie keinen Platz mehr für die SPD. Schauen Sie mal, wir haben ja daraus gelernt. Ach, deswegen hat Herr Sauter seine Töchter auch nicht auf Staatskosten beschäftigt, sondern privat. Und hat die Provisionen für den Mastendeal einfach bei der Firma der Töchter versteckt. Und sagen Sie jetzt nicht, deswegen heißt es auch Tuchterfirmen. Na, nicht. Aber seit damals, wissen Sie schon, hat die CSU einen eigenen Ethikkodex. Was steht denn da drin? Dass man das nicht macht. Da sind Sie von ganz alleine draufgekommen. Nein, diesen Codex haben schon echte Ethikexperten geschrieben. Inspiriert sogar von einem Kardinal, dem Kardinal Höfner. Seien Sie, war der Kardinal Höfner nicht vor allem Experte in der Duldung von sexuellem Missbrauch? Ja, es ist die Duldung von Missbrauch und die CSU. CSU? Sehen Sie hier wieder zwei Dinge miteinander vermischt. Nachdem nichts miteinander zu tun haben. CSU und Ethik. Ja, genau. Da ist in dem Ethikkodex auch steht da ganz deutlich klipp und klar drin, dass die Abgeordneten, die müssen den Parlamenten auflegen, in welchen Größenordnungen sich ihre Nebentätigkeiten abspielen. Vielleicht haben Herr Sauter und Herr Nüßlein nicht gewusst, dass sie eine Ethik haben. Ja, aber wegen der Korruption. Für die Partei oder fürs Image? Sie, das ist eine ganz bösartige Untertreibung. Ich frage nur, weil seit Einrichtungen dieses Ausschusses vor sieben Jahren dieser nicht ein einziges Mal getagt hat. So? Ja, wahrscheinlich, weil wir in der Zwischenzeit überhaupt keine Korruptionsprobleme gehabt haben. Also bis auf die zwei Hanseln. Ich weiß, was Sie hier machen. Sie wollen die gesamte Union zu beschmutzen, aber das würde Ihnen nicht gelingen. Also von der CDU habe ich auch einen. Hier, MDB-Nikolas Löbel. Ach so. Ja, sehen Sie, es ist ja nicht nur ein CSU-Problem. Der hat 250.000 Euro für Masken-Dienst kassiert. Ja, schauen Sie, wir von der Union haben ja blitzschnell reagiert. Und wir haben alle Abgeordneten im Bundestag aufgefordert bis zum 12. März. Wenn ihr euch nicht bereichert habt. Also auch der Mark Hauptmann, MDB aus Thüringen, ja? Der Mark Hauptmann? Schauen wir mal nach. Ja, der hat auch unterschrieben. Am 10. März, genau. Und da sehen Sie, es ist ein sehr effektives Instrument, diese Ehrenerklärung. Weil, wer würde denn seine eigene Fraktion anlügen? Also, außer der Mark Hauptmann. Einen Tag nach seiner Unterschrift unter der Ehrenerklärung kam raus, dass er auch Masken vertickt hat. Seine Partei hat dafür eine Spende von 7.000 Euro bekommen. Sehen Sie, Sie sind sich also gar nicht selbst bereichert. Er selbst soll 55.000 Euro bekommen haben. Ja gut, das müssen sich schon die kleinen Fische zusammenkratzen, um Ihre Tafel hier vollzukriegen. Wo beginnt Bereicherung? Wo hört sie auf? Im Vergleich zum Sau, da ist es doch ... Sieh Sie, der Mark Hauptmann, der hat doch eingesehen, es war ein Fehler. Und hat Platz gemacht, hat sein Mandat hergegeben. Und dann hat er Platz gemacht, quasi für den nächsten sauberen, anständigen CDU-Bundestagsabgeordneten-Kandidaten. Hans-Georg Masen? Sauber. Wir sollten eine zweite Ehrenerklärung verlangen, in der drinsteht, dass die Angaben der ersten Ehrenerklärung wahr sind. Oder eine dritte Ehrenerklärung, wo man bestätigt, dass das, was in der zweiten Ehrenerklärung drinsteht, auch stimmt. Was ja eigentlich nur ist, dass man das, was man in der ersten Ehrenerklärung gesagt hat, auch tatsächlich bestätigt. Aber Herr Laschet, war denn das aus Ihrer Sicht als Unionsexperte so ganz korrekt dargestellt? Ja, wie höhnverbrannt sich die CSU anstellt. Wie blöd muss man denn sein, dass man wegen der Verwandtschaft in eine Affäre hineinkommt. Wenn ich mich recht entsinne, dann haben ja Sie, Herr Laschet, für die Polizei in Nordrhein-Westfalen 1,25 Millionen überteuerte Masken bei der Mönchengladbacher Modefirma FunLag bestellt. Der ist ja ein Modi-Blocker. Der hat ja Geld gekriegt von FunLag. Das ist jetzt aber nicht der Stoff, aus dem man eine Affäre macht. Aber die 1,2 Millionen Masken, die Sie bestellt haben, die sind doch aus Stoff. Na und? Inzwischen ist aber FFP2 Standard für Innenräume. Na und? Jetzt sitzt FunLag also auf Millionen Stoffmasken. Ja, so ist es eigentlich nicht gedacht. Aber ich will ja die Polizei gar nichts. Und auch die Opposition kritisiert ja, dass die Polizeiarbeit durch die Stoffmasken behindert würde, weil die Verbrecherjagd in Innenräumen wäre ja dann illegal. Aber der Maskenauftrag ist ja schon beendet und das ist ja jetzt neu ausgeschrieben. Also dann jetzt für FFP2-Masken? Nein, für Stoffmasken. Weil Sie Schadenssatzforderungen von FunLag fürchten? Das kann ich nicht tragen, da ist ein Polizeilogo drauf. Die Polizei? Ich bin Achim Laschet. Von mir kriegen die Leute immer das, was sie nicht wollen. Sie heißen Armin. Na Jungs, wie läuft's? Zupi, Zupi, wir schaffen das. Ich habe das mit dem Azerbaijan-Connection immer noch nicht verstanden. Es ist doch ganz einfach. Wir haben einmal den Masken-Löbel. Der hat sich den Parteitag der Jungen Union aus Azerbaijan sponsoren lassen. Er hat in einer dringlichen Wahlkreiszeitung teure Anzeigen für Azerbaijan drucken lassen. Aber wer will denn aus dem Thüringischen Sul zum Shopping-Festival in die Aserbaidschanische Hauptstadt Baku? Sie können natürlich auch zum nächsten Intersport nach Schmalkalten. Aber wie lief das jetzt noch mal mit dem Geld aus Aserbaidschan? Das lief sehr gut. Es gab erst mal eine illegale Parteispende für die CDU in Frankfurt. In Höhe von 28.000 Euro. Die haben die in der Bundesvorstandsfraktion neben seinem Buddy Olaf Gutting. Ja, aber die waren jetzt alle auffällig oft in Aserbaidschan. Der Ginger oder Jitner oder Bareis. Die Reisen sind oft finanziert worden von der gesellschaftsverförderung der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen. Die gegründet worden ist von dem Lindner Ex-MDB der CSU, der auch 61.000 Euro aus Aserbaidschan bekommen hat. Das ist eine alles entscheidende Frage. Warum? Sie haben Otto Hoeser vergessen. Der ist praktisch der Gottfaser der Aserbaidschan-Konvention. Der ist der ehemalige Pressesprecher von Helmut Kohl. Der wurde von Aserbaidschan zum Honorarkonsul angenommen. Wo habt ihr denn den jetzt her? Mein Home ist in Baden-Württemberg. Mein Name ist Öttinger Consulting, Politik und Wirtschaftsberatung GmbH. Ich habe sie mir extra ausgedruckt und mitgenommen, damit ich sie nicht vergesse. Da ist ganz schön was los. Asset Management, CG Elemento, DGAP, Landesmuseum Baden-Württemberg, das ist ehrenamtlich, Stuttgart 21, Keegs Kommunikationsagentur, Donner & Reuschel und natürlich auch London Spiegerbüro. London Spiegerbüro. Wirklich. Really? We're all sitting in one boat. Das sind Unternehmungen, die ich berate. Hab ich Ihnen schon mal die Karte gegeben? Ja, zwei sogar. Aber Sie haben meine Dienste leider noch nicht in Anspruch genommen. Gerade in Ihrem Fall können die Beratungen durch Öttinger Consulting wichtige Hinweise geben. Stellen Sie sich einfach nur die Frage, was haben fast alle diese Menschen gemeinsam? Schmiergelder aus Aserbaidschan? Sie kommen fast alle aus Baden-Württemberg. Der Aserbaidschan hat ja ein riesiges Potential, aber auch ein kleines Imageproblem. Darf ich eine Frage? Warum versucht man das Image in einem Land, das hier so unbekannt ist, dass es nicht mal ein schlechtes Image hat, dadurch zu verbessern, dass man noch unbekanteren Abgeordneten fünfstellige Beträge gibt? Ihnen fehlt offensichtlich der Hintergrund. Da hilft nur eine Beratung Haben Sie das bis hier alles verstanden, Herr Laschet? Na, der spricht total seltsam, der Typ. Ich hab kein Wort verstanden. Is there any problem? Just call the Dinger-Kunzelt. SWISS TXT AG, 2020 Waren Sie nicht grade noch eben ... Sie wollten wissen, wo Aserbaidschein liegt? Ich kann das von Parteikollegen Odohauser zitieren. Der hat gesagt, oben Russland, unten Iran, in der Mitte Aserbaidschanens Filetstück. Was verbindet uns denn mit diesem fernen Land? Rohre. Seit 2005 zum Beispiel die Baku-Tiflis-Zayar-Pipeline für Öl und ganz frisch seit 2021 die Trans-Ariatische Pipeline für Gas. Das ist so was wie die Nordstream-Pipeline? Nur im Süden und fertig. Das heißt, es fließt nicht nur Geld, sondern auch Öl und Gas von Aserbaidschanen nach Europa? Sagen Sie bitte nicht noch einmal Günther Oettinger-Kunzelt. Nein. Eines hartnäckigen, langjährigen EU-Energiekommissars. Von wem? Den Geschäftsführer der Oettinger-Kunzelt. Ich hab mir gedacht, Europa braucht eine Alternative zu Öl und Gas aus Autokratien wie Russland. Und die Alternative ist Öl und Gas aus einer autokrativen Aserbaidschan? Nein. Aliyev ist nicht Putin. Okay, und der Aliyev, der ist auch in der CDU, ne? Aliyev ist derzeitige aserbaidschanische Odo-Krrr-Präsident. Ah, okay, und den kennen Sie gut, oder? Ach, was heißt gut? Man trifft sich halt. Schon mein Vorgänger, Erwin Teufel, hat den Vorgänger von Aliyev getroffen. Der hieß praktisch auch Aliyev, weil es war der Vater. Und die Frau des jetzigen Präsidenten Aliyev, die heißt ... Auch Aliyev. Neu Aliyeva. Das ist nämlich die korrekte weibliche Form vor Ort. Die hat sich halt für sie bezahlt gemacht. Eine ganz moderne Frau, die arbeitet jetzt mit im Unternehmen als Vizepräsidentin. Die Aliyevs sind praktisch ein schwäbischer Familienbetrieb. Hanoi, das ist ja super. Und wie sieht's aus mit den Menschenrechten bei Ihrem kleinen Schwäbistan da? Gibt es. Gibt es? Schon. Es ist so, dass der Aliyev seine Amtszeit verlängert hat, Oppositionelle ins Gefängnis geworfen hat und die Meinungsfreiheit ist stark beschränkt. Wollen wir Öl und Gas von denen nehmen und nicht von Putin? Dass wir bei der Energielieferung von zwei Autokraten abhängig sind? Ich sage immer, geteiltes Leid ist doppelt Energie. Sie meinen, wenn man hohe Ansprüche an die eigene Raumtemperatur zu Hause hat, sollte man die Ansprüche an die demokratischen Standards der Lieferländer ein bisschen runterregeln? Deswegen habe ich auf meinen Reisen das Land gelobt. Ich habe gesagt, es ist ein Volkandri. Und wenn gelobt wird, fließt Geld? Zum Beispiel. Das waren die 20.000 Euro für die CDU in Frankfurt von der aserbaidschanischen Gasfirma Sokra. Oder 800.000 Euro über eine Pipeline, die bei der Danske Bank in Estland vorbeigeschaut hat. Dann bei schottischen Briefgasenfirmen, die auch von der Familie Aliyev benutzt werden, bis nach Nürnberg. Und da sitzt dann die Firma Line M Trade, die der Lindner gegründet hat und die, die in den Stränden Geld bekommen haben soll. Die sitzt im Europarat. Jetzt fließt Geld aus Aserbaidschan bis hin in den Europarat. Now you see the connection. Now I see the corruption. Schauen Sie mal, die Stränden saßen doch alle im Europarat, der eigentlich dafür gedacht ist, die Einheitung von Menschenrechten zu überwachen. Jetzt hat der Lindner angefangen, Wahlbeobachter zu spielen, nach Aserbaidschan runterzufliegen. Das sind deutsche Standards. Genauso wie die Stränds der Fischer und ihr Hauser, die immer wieder von freien Wahlen gesprochen haben. Obwohl die USZE gesagt hat, für faire Wahlen gäbe es keine Grundlagen. Das heißt, ihr kleines schwäbisches Familienunternehmen, die hat mit dem Ö-Geld aus einem Europarat, der für den Schutz der Menschenrechte gedacht ist, einen Schutz von Autokratien vor Menschenrechten gemacht. Die Aserbaidschan loben nicht nur um die persönliche Bereicherung, sondern auch um den Dienst an der Gesellschaft. Diese Menschen opfern ihre politische Integrität für ihre Energiesicherheit. Wenn man bei Rohstofflieferungen quasi Demokratie zur Bedingung macht, dann können wir alle unsere Autos schrotten. Das ist eine hammerharte Analyse. Aber so etwas traut sich heutzutage kaum jemand zu sagen. Zitate von Ihnen. Öttinger Konzert. Puh, ganz schön viele Verbindungen. Mir schwirrt der Kopf. Deswegen eine Frage an Sie, Herr Laschet. Sehr gerne. Wenn es um Gottes willen nicht wieder Netzwerke zum Ton hat. Sie wurden geboren im katholischen Marienhospital von Aachen. Sie besuchen die Katholische Grundschule und das Pios-Gymnasium. Dann werden Sie Mitglied zweier katholischer Studentenverbindungen, also Burschenschaften, die den Grundstein legen für spätere Karrieren zu den Bundesbrüdern. Dann heiraten Sie die Tochter des katholischen Kirchenchorleiters, der Sie 1991 als Chefredakteur zur katholischen Kirchenzeitung fürs Vistum Aachen holt. Fast zeitgleich werden Sie mit 28 der jüngste Ratze am Aachen, wo Sie 1994 das Direktmandat holen. Sie sind der Kabinett des katholischen Bundesbruders Jürgen Rüttges. Als Sie selbst Ministerpräsident werden, installieren Sie als Brexit-Beauftragten für NRW einen Bundesbruder der katholischen Studentenverbindung Bavaria Bonn. Ein gewissen Friedrich Merz und Chef Ihrer Staatskanzlei wird der Gründer der katholischen Medieninitiative Generation Benedict, namens Nathaniel Leminski. Der geht nicht nur als Ihr zukünftiger Kanzleramtsminister, sondern auch als Palmist. Herr Ut ..... Sie können mir das schild geben mit der Inkompetenzvermutung. Sehe ich aus wie der Utov? Hindernisse? Aber von Sabotage war nicht die Rede. Ich höre gerade, den hatten wir gar nicht eingeladen. Man hat mich darüber informiert, dass sie fortwährend versuchen, das Ansehen des Kanzleramtes zu beschädigen. Seit wann machen Sie sich Sorgen um Frau Merkel? Ich meine das zukünftige Kanzleramt. Seit wann machen Sie sich Sorgen um Frau Baerbock? Herr Sie, die Grünen werden dieses Land nie voranbringen, weil sie ein Thema-Partei sind. Wir jedoch denken und handeln ganzheitlich. Machen Sie sich nicht eigentlich die ganze Zeit Gedanken um Handel? Wie bitte? Gucken Sie sich doch mal den Aufbau der CDU an. Mittelstand und Wirtschaftsunion, Parlamentskreis Mittelstand, Wirtschaftsrat der CDU. Das sieht mir ganz nach einer Ein-Thema-Partei aus. Ich glaube, Sie haben den Überblick über Ihre eigene Nummer verloren. Ihnen täte ein bisschen Beratung ganz gut. Nein, nein, nein, nicht Sie auch noch. Schauen Sie, es ist doch ganz einfach. Der Mittelstand und Wirtschaftsunion kümmert sich um die wirtschaftlichen Interessen in der Partei. Der Parlamentskreis Mittelstand kümmert sich um die wirtschaftlichen Interessen in der Fraktion. Und der Wirtschaftsrat Deutschland kümmert sich um die Interessen der ... ... eben wusste ich es noch. Wirtschaft? Schon sind Sie wieder an Bord, junger Mann. Aber das ist doch immer dasselbe Thema. Welches Thema? Wirtschaft. Sie scheint von dem Thema ganz besessen zu sein. Wo sind denn die Interessen der Arbeitnehmer in der CDU vertreten? Der wer? Dass Sie den in Ihr Wirtschaftskompetensteam genommen haben, hier in Ihr Wahlkampfteam, das lässt tief blicken. Wo ist denn das Problem? Ist er ein Fachmann für die Wirtschaft? Warum existiert die Wirtschaft in der CDU immer nur ohne Arbeitnehmer? Ach so, ja, Arbeitnehmer, da gab es auch was in der CDU. Was war es gleich? Na, eben wusste ich es noch. CDU und A, glaube ich. C-D-A, mein Wackerler. Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft. Danke. Aber im CDU, schauen Sie mal, da sind doch nur 81 Abgeordnete der CDU organisiert. Im Vergleich zum PKM, Parlamentskreis Mittelstand, 161 Abgeordnete. Da wird schon klar, oder, welches Thema hier im Mittelpunkt steht. Welches Thema? Wirtschaft! Sie tun ja gerade so, als ob es sich bei den Forderungen des Wirtschaftsrates der CDU um etwas Schmutziges handelt. Sagen Sie, wofür steht dieser Wirtschaftsrat eigentlich genau? Na, das ist zunächst mal eine extrem seriöse Vereinigung. Und woran erkennt man das? Na, schauen Sie mal, wer der Vizepräsident ist. Das sind Sie? Ja, seriöser wird es ja wohl kaum. Roland Koch sitzt da auch rum. Nicht zu vergessen, ein EU-Energiekommissar in beratender Funktion. Jetzt sagen Sie bitte nicht. Is there any problem? Just call a Dingerkonzelt. Was machen Sie denn da jetzt? Ich suche die Verbindungen nach Baku. Ja, das ist typisch für Sie, dass Sie natürlich wieder nur im Dreck wühlen. Jetzt fällst du mir mal zu. Der Wirtschaftsrat der CDU, das ist eine blitzsaubere Sache. 130 Mitglieder, nicht wahr, die da die Interessen der 12.000 Unternehmer, die da Mitglied sind, nach vorne treiben. Ja, Entschuldigung, da sind nur Unternehmer drin? Ja, natürlich. Warum heißt das dann Wirtschaftsrat der CDU? Und nicht, was weiß ich, Unternehmerlobbyverband? Wir bevorzugen Wirtschaftsrat der CDU. Ja, das glaube ich schon, dass Sie das bevorzugen. Aber ist das jetzt ein Lobbyverband der Industrie oder ist das ein Parteigremium? Wo hört die Partei auf? Wo fängt der Lobbyverband an? Die Partei hört überhaupt nicht auf. Die fängt überhaupt erst richtig an, weil ich ja jetzt wieder mitmische. Hören Sie, was Sie den Leuten natürlich nicht zeigen hier, das ist typisch für Sie, dass es da eine klare Trennung gibt. Die Wirtschaftsrat der CDU ist ja nicht Teil der Partei, der ist draußen. Ja, Moment mal, ich habe gelesen, die Präsidentin vom Wirtschaftsrat, die hat einen Sitz im CDU-Bundesverstand, also drin. Ja, aber nur in beratender Funktion. Die darf da nicht mitentscheiden, deswegen draußen. Aber mit seinem permanenten Gast-Sitz im Parteivorstand, da hat doch der Wirtschaftsrat quasi eine Stellung inne, wie sie sonst nur für parteiinterne Gremien vorgesehen sind. Ja, Himmel, der will sich halt nicht eindeutig von Ihnen hier festlegen lassen. Ich war, das ist eben modern, das ist transgender. Ich dachte, das lehnen Sie ab? Ja, aber immer noch besser transgender als transparent. Herr Merz, was Sie hier verschleiern ist doch, hier gibt es einen Lobbyverband der Industrie, der direkt in die CDU hineinwirken kann, ohne den Transparenzpflichten zu unterliegen, wie sie Parteigremien sonst haben müssen. Weil es eben nun mal kein Parteigremium ist. Damit bleibt doch für die Öffentlichkeit völlig unklar, wer mit welchen Summen auf diesen Lobbyverband einwirkt und damit auf die CDU. Das sei es immer nicht so melodramatisch, aber Sie haben natürlich recht. Nur kann ich hier kein Problem erkennen, außer dass Sie versuchen, eine Affäre herbeizutafeln, wo gar keine ist. Stopp, genau, wir können doch einmal wieder was mit Masken machen. Ich hab übrigens noch einige Stoffmasken auf Lager, also wenn Sie Interesse hätten mit schönem Logo obendrauf. Da hat unser Experte nicht ganz unrecht. Was? Klaas, das ist zwar Kabarett, aber noch lange keine Aufklärung über eine Affäre. Das ist ja offensichtlich alles legal. Ja, aber das ist doch das Problem. Nein, das ist Ihr Problem. Nein, das ist unser aller Problem. Nehmen wir mal das wichtigste Thema unserer Zeit. Wirtschaft. Klima. Pff, es ist doch ein Problem, wenn hier Repräsentanten der Großwirtschaft über ein Vehikel wie den Wirtschaftsrat direkt auf die Politik Einfluss nehmen können, anhand ihrer Interessen, wie Sie zum Beispiel über die Bundesfachkommission kommen, vom Wirtschaftsrat. Ich bitte Sie, der Wirtschaftsrat spiegelt die gesamte Bandbreite der wirtschaftlichen Meinungen wieder, zum Beispiel bei, was weiß ich, Energiepolitik. Ja, bei der Energiepolitik sehr breit aufgestellt. Das von Kohle bis Öl ist alles vorhanden. Schauen Sie mal, der Vorsitzende von der Energiepolitik, das ist der Wildberger im Vorstand von E.O., und vorher war es der Lamberts, RWE, Braunkohle. Und da sitzt auch noch drin bei der Energiepolitik der Eichholz. Das ist der Chef vom sächsischen Braunkohleunternehmen Miebrack. Und weil der sich so gut auskennt mit Umwelt, sitzt der auch noch als Stellvertretender. Der Vorsitzende in der Fachkommission Umweltpolitik, Klimapolitik, deren Chef der Wösten ist, der Chef von der H&R GmbH. Ah, und in was machen die? Windkraft? Nicht ganz, also Spezialchemie, Kunststoffe und Erdölraffinerin. Ich bitte Sie, der Wirtschaftsrat wird hier von Ihnen auf ein Zerrbild reduziert. Die Präsidentin des Wirtschaftsrats, Frau Astrid Hamka, hat auch eine ganz klare Linie zum Klimaschutz abgegeben. Ach, welche? Ja, sie hat die Jugendlichen von Fridays for Future dazu aufgefordert, nach den Demonstrationen gefälligst ihren Müll wieder mitzunehmen. Ja, und zwar zu Recht. Ich bin da mal mit meinem Privatflieger drüber geflogen. Scheißlich, kann ich Ihnen sagen. Außerdem gibt es ja noch jede Menge andere klimapolitische Vorstellungen, nicht wahr? Zum Beispiel beim MIT oder beim PKM. Das sind immer die gleichen klimapolitischen Vorstellungen. Ist ja auch kein Wunder. Schauen Sie sich das mal an. Hier der Linnemann, Vorsitzender MIT, der sitzt auch im PKM. Gern gesehener Referent zum Beispiel im Wirtschaftsrat. Oder der Freiherr von Stetten, Vorsitzender PKM, sitzt auch im Vorstand MIT, auch gern gesehener Referent beim Wirtschaftsrat. Und der Vizepräsident vom Wirtschaftsrat ist ein ständiges Gastmitglied vom MIT. Tja, warum scheuen Sie sich jetzt da in dem Fall Namen zu nennen? Fehlt Ihnen da der Mumm oder wie? Hey, das sind Sie! Ach so. Na, ich fasse Ihre Kritik hier mal folgendermaßen zusammen. Da kennen sich Leute. Da in dem Fall kann ich nur sagen, schuldig. Leute, die ihre Beziehungen benutzen um Klimaschutz auszubremsen. Stichwort Bermuda-Dreieck. Das ist eine furchtbare Sache. Da verschwinden Flugzeuge. Nein, da verschwindet jeder Ansatz von Klimaschutzpolitik. Das ist nämlich das Bermuda-Dreieck der Energiewende der CDU, bestehend aus Pfeiffer, Bares und Linnemann. Und ein Eckpfeiler ist Joachim Pfeiffer. Der war energiepolitischer Sprecher von der CDU, aber auch im Beirat von so einem kanadischen Öl- und Gasunternehmen. Und gleichzeitig wie passend Chef des Wirtschaftsrats Baden-Württemberg. Ich weiß nicht, was Sie wollen. Der Mann ist jetzt zurückgetreten. Und das, obwohl er nun wirklich etwas von Synergieeffekten versteht. Die Telefonnummer seines Wahlkreisbüros war nämlich dieselbe Telefonnummer wie die seiner zwei Beratungsfirmen. Eben! Ach so. Und Pfeiffer, der hat zusammen mit seinem Fraktionskollegen Bares, nicht immer wie hart daran gearbeitet, das EEG, das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das wichtigste Gesetz der Energiewende, abzuschaffen. Bares, den kennen wir schon aus unserer Azerbaijan-Connection, ist Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, dort zuständig für Energiepolitik, sitzt aber auch gleichzeitig noch im Berliner Kreis der Union, die immer mal wieder gerne den Klimawandel anzweifeln. Und Bares geht auch immer durch die Gegend und sagt, so, wir dürfen mit der Klimaschutzpolitik ja nicht die Wirtschaft abwürgen. Was wunderbar im Gleichklang klingt wie der Wirtschaftsrat. Haben Sie zu Herrn Lindemann vielleicht auch noch irgendwas Gruseliges? Oh, ja, sehr wohl. Stefanie von Ahlefeld, die saß lange im Bundestagsbüro von Lindemann. So, und dann hat der Wirtschaftsführer hier wunderbar und hart dran gearbeitet, sich einzubringen, wo sie jetzt ist, Leiterin der Sektion Energiepolitik im Wirtschaftsministerium und das als erklärte Gegnerin der Energiewende. Sie soll sogar das geregelt haben mit den Abständen für die Windräder, und zwar so, dass die verfügbare Fläche für Windräder in Deutschland sich auf einen Schlag halbiert hat. Sie haben es immer noch nicht verstanden, Herr von Wagner, nicht wahr? Natürlich ist es ein Problem, wenn Lobbyisten versuchen, Politiker zu beeinflussen. Wenn die Politiker aber schon grundsätzlich derselben Meinung sind wie die Lobbyisten. Wo ist das Problem dann hin? Eben. Bei der Nummer stank es zwar nicht bis zum Himmel, aber es roch schon ein bisschen. Finden Sie nicht, Herr Laschet? Warum schauen Sie da jetzt ausgerechnet auf mich? Sie sind mein Interviewpartner. Ach so. Ja, und ich dachte jetzt schon wegen den Interessen von den Unternehmen, die an die Politik weitergereicht werden und lalalalala. Ah, jetzt kommt aber nicht die Geschichte mit den Möbelhäusern in NRW, oder? Doch, doch, die kommt jetzt. Ich hab nämlich auch eine kleine Tafel vorbereitet. Sie haben ja geworben, zu Beginn der Pandemie, gegen den Rat vieler Fachleute, die Geschäfte wieder früher aufzumachen. Insbesondere Möbelhäuser. Ja, aber Entschuldigung, wenn die Leute schon nicht raus dürfen, dann brauchst du doch eine Möglichkeit in den eigenen vier Wänden, sich mal auf einen Stuhl hinzusetzen. Ihre Partei hat Spendengelder bekommen, eben aus dieser Branche. Von der Mutterfirma von Dipo. Der Gries-Deko kommt. Eben diese Firma hat auch die PR gesponsert, mit der die Agentur Story Machine die Heinsberg-Studie beworben hat. Eben jener Studie von Hendrik Streeck, die ihre Regierung mitfinanziert hat. Ja, aber da kann man mir doch keinen Vorwurf machen, wenn zufällig er weiß, der Hermann Streeck sich in meinem Corona-Ausschuss befindet und zum richtigen Zeitpunkt Ergebnisse aus einer Studie vorläufig präsentiert, was mir politisch maximal was nützt, wo ich genau das kriege, was ich brauche, Stühle. Und jetzt geht's unten bei der großen Tafel wieder weiter, soviel ich weiß. Und dann mach ich jetzt... wie viel Zeit haben wir denn noch? Da drüben steht's. Verdammt, naja, wenigstens haben wir das schlimmste anzunehmende Hindernis mit Friedrich Merz ja schon hinter uns. Ah, Herr Hothoff, Anstaltsleiter, wie ich sehe. Frau Merkel, bei aller Hassliebe. Aber ich hab jetzt wirklich keine Zeit für Sie. Warum hängen Sie denn den Philipp Amthor da oben hin? Warum? Ganz einfach. Weil die Delegierten seines Wahlkreises ihn mit 90 Prozent Zustimmung zum nächsten Bundestagskandidaten gekürt haben und das trotz... Trotz was? Was werfen Sie Philipp Amthor denn vor? Also, Philipp Amthor ist das, was rauskommt, wenn ein Trachtenjanker mit einer Bügelfalte Junge kriegt. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat das Verfahren doch eingestellt. Entschuldigung, Philipp Amthor hat auf dem Briefpapier des Bundestages Wirtschaftsminister Altmaier die Vorzüge der Firma Augustus Intelligence, bei der er übrigens Direktor war, so ins Hirn massiert, dass die Firma ihm 2017... 201817. ...Aktienoptionen spendiert hat. Ja und? Was heißt denn hier ja und? Die Straßenreinigung in Deutschland darf maximal 5 Euro bar annehmen. Aber bei einem Abgeordneten, ja, da sind Aktienoptionen im Wert von fast 250.000 Euro in Ordnung. Deswegen sind die Straßen bei uns auch so sauber. Und die Politik... Sehen Sie, der Fipsi hat sich doch an alle Regeln gehalten. Ach. Ja, er hat extra beim Bundestag nachgefragt und da wurde ihm bestätigt, dass er die Aktienoptionen nicht auflegen muss. Das war legal? Aber wie ist ein Bonus? Ist doch mit der Unabhängigkeit des Mandats gar nicht vereinbar. In Artikel 38 Grundgesetz steht doch ganz klar, Abgeordnete sind nicht an Aufträge und Weisungen gebunden. Ja, aber von Daueraufträgen und Überweisungen steht da ja nichts. Hören Sie mal, die bekommen 10.000 Euro Gehalt im Monat. Moment, es ist nicht Gehalt. Es ist eine Abgeordneten-Entschädigung. Ach, wofür werden die denn entschädigt? Dafür, dass sie nebenher nicht arbeiten können. Siehen Sie, das Bundesverfassungsgericht ist da ganz klar. In der Entscheidung haben Sie erklärt, nur die Tartare, dass Abgeordnete nebenher nicht arbeiten können, rechtfertigt ihren Anspruch, dass Steuerzahler ihren Lebensunterhalt finanzieren. Aber das bedeutet doch im Umkehrschluss, wenn ich als Abgeordneter Zeit habe, nebenbei noch tätig zu sein, dann fülle ich mein Mandat doch gar nicht richtig aus. Und das bedeutet, ich habe eigentlich gar keinen Anspruch auf Entschädigung. Das Bundesverfassungsgericht wird ja auch oft überschätzt. Warum ich heute Abend hier bin, Herr Uthoff, wir von der CDU haben aus den erschütternden Ereignissen im März... Sie meinen die Unionsskandale? Gelernt. Ja, wir dachten, die Regeln wären ausreichend und wurden bitter enttäuscht. Von den Unionsmitgliedern. Und deshalb sind wir angetreten, den Bundestag nun die strengsten Transparenzregeln aufzuerlegen. Für Unionsabgeordnete. Wir haben ein Abgeordneten-Gesetz gemacht. Ein neues, ein Entwurf. Und daran haben wir eben auch mitgearbeitet. Jetzt sagen Sie nicht mehr Unionsabgeordnete, oder was? Das Gesetz wurde ja vor allem von SPD, Linke und Grünen vorangetrieben. Ja, aber wegen denen haben wir es ja nicht gemacht. Jetzt lesen Sie doch mal erst mal, Herr Uthoff. Sie sind doch Jurist. Die Entgegennahme von Geldspenden durch Abgeordnete wird verboten. Toll, nicht? Fortschritt. CDU wegen morgen. Hashtag und so. Hashtag wegen gestern. Macht ja auch nicht viel Sinn, oder? Soll das übrigens heißen? Es war bisher erlaubt, dem Philipp Amthor einfach einen Koffer mit einer Million Euro in die Hand zu drücken. Er hätte ihn nicht hochheben können, aber... Also, jetzt Spaß beiseite. Ich sage mal ehrlich. Zuwendung finanzieller Art für politische Tätigkeiten waren generell erlaubt. Sehen Sie, wenn daran keine politischen Erwartungen geknüpft waren. Und ich sage es Ihnen auch noch ganz ehrlich. Die Erwartungen an die Politik sind zurzeit so niedrig. Da war es eigentlich nie ein Problem. Wie ist das jetzt mit den Aktienoptionen für den Amthor? Dann wäre sowas also zukünftig rechtswidrig? Nein, lesen wir mal. Meldepflichtig steht da. Aha. Es bleibt also weiterhin legal, ja? Na ja, also... Was steht da noch? Bundestagsabgeordnete dürfen künftig nicht mehr als bezahlte Lobbyisten tätig sein. Sagen Sie mal, wieso kommt das alles eigentlich jetzt? Nun, weil wir jetzt verstanden haben. Wir von der CDU haben begriffen, dass wenn wir jetzt nichts gegen Korruption unternehmen, dann lohnt es sich am Ende vielleicht gar nicht mehr, uns überhaupt noch zu bestechen. Himmel! Was dieses Gesetz vor allem zeigt, ist, was bisher alles erlaubt war. Bisher war es für politische Abgeordnete überhaupt kein Problem, nebenbei bezahlter Lobbyist zu sein. Wie zum Beispiel hier Herr Henke, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, der nebenbei noch Präsident der Ärztekammer ist oder im Vorstand des Marburger Bundes. Peter Ramsauer sitzt im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und ist nebenbei Präsident der arabisch-deutschen Handelskammer. Alles völlig legal. Bisher mussten Abgeordnete ihre Nebentätigkeiten, die Höhe der Verdienste, auch nicht offenlegen. Nicht Centgenau, nicht mal Millionengenau. Sie wie Sebastian Brehm, der hat als Steuerberater übrigens in einer Wahlperiode irgendwas zwischen vier und acht Millionen Euro verdient. Nebenbei, nicht wahr? Und völlig legal. Sie mussten auch ihre Kunden nicht offenlegen. Wie zum Beispiel Energiepfeiffer, der auch ein Unternehmen hat, berät. Und wahrscheinlich auch Firmen aus der fossilen Wirtschaft. Nehme ich mal an, ich kann es nicht wissen. Woher soll ich es auch wissen? Alles völlig legal. Genauso wie natürlich die ganzen Vorträge von Politikern. Alle in der Höhe, unbeschränkt und alles legal. Sie meinen Vorträge von so Unionspolitikern wie Gregor Gysi oder Christian Lindner oder Per Steinbrück. Ich sage, dass all das über Jahre doch nur möglich war, weil die CDU beim Thema Transparenz in den letzten 30 Jahren immer auf der Bremse stand. Sie wissen doch ganz genau, dass im Zentrum ein Mann sitzt und über diese Regeleinhaltung wacht der Bundestagspräsident. Und das ist ein CDU-Mann. Sie meinen 100.000 Euro, Schäuble? Demark. 100.000 Demark. Man kann natürlich auch alles schlechtreden, aber wir von der Union haben jetzt auch mitgeholfen, dass das Lobbyregister verabschiedet worden ist. Und das geht weit darüber hinaus, was es bisher gab. Bisher gab es doch fast nicht. Ich sage ja, es geht weit darüber hinaus. Und verhindert dieses neue Lobbyregister denn jetzt auch, dass Lobbyisten massiv beeinflusst werden? Es gibt eine Registrierungspflicht für Lobbyisten im Bundestag, der Bundesregierung und den Ministerien. Und weiß man dann auch, zu welchem Gesetz sie jeweils rumlobbyiert haben? Nein. Und wann sie wen kontaktiert haben? Nein. Oder worauf die Lobbyarbeit abzielt? Nein, aber es gibt Sanktionen bei Verstößen bis hin zu 50.000 Euro. Wenn es um Milliarden geht. So klingen 50.000 Euro wenig. Was ist eigentlich aus dem exekutiven Fußabdruck geworden? Sie meinen, wenn Ihnen Ihre Kanzlerin mal in den Arsch tritt. Ich meine die Regel, die transparent macht, wer an der Entstehung eines Gesetzes beteiligt ist. Wissen Sie, was Sie machen mit Ihren Unterstellungen, Verbindungen, dem Raunen? Sie gefährden die Demokratie. Ah, ich. Vielleicht mal zu diesem Beruf einen kleinen Artikel zitieren. Von der FAZ passiert hier sehr wenig. Dürfte ich Ihnen diese Kamera? Ja. Die FAZ hat das geschrieben im März 2021. Zu viel Transparenz kann auch schaden. Und zur Demokratie gehört auch der informelle Austausch, der die Korrektur von politischen Positionen ohne Gesichtsverlust ermöglicht. Meinen Sie Gesichts- oder Einkommensverlust? Herr Doff, an Ihrer Tafel klafft noch ein ziemlich großes Loch. Da hat Frau Merkel am Ende Max und Klaas noch mal ordentlich viel Zeit gekostet. Schauen wir mal, was die Zeit sagt. Oh, das wird knapp. Wie wollen die beiden das Freifeld jetzt noch füllen? Fertig! Fertig! Und ich mach's kurz. Die Union hat von der Immobilienbranche allein 1,2 Mio. Euro bekommen. Große Investoren können weiterhin Immobilien kaufen, ohne einen Cent Grunderwerbsteuer zu zahlen. Die CO2-Abgabe lässt die Heizkosten steigen. Der Vermieter darf es weiter auf den Mieter abwälzen. Die Umwandlung vom Miet in Eigentumswohnungen bleibt trotz Wohnungskrise möglich. Wer hat den Berliner Mietendeckel vor das Bundesverfassungsgericht gebracht? Die SPD. Schauen wir mal, Jan Luczak, MdB, hat die Verfassungsklage gegen den Mietendeckel ausgearbeitet und arbeitet an einem Anwaltskanzlei, die Immobiliengeschäfte abwickelt. Michael Henrik, MdB, ist Vorsitzender des Verbandes Haus und Grund in Baden-Württemberg. Thomas Heilmann, MdB, besitzt Hunderte von Wohnungen und beteiligt an der Atlanta Investment und der Berliner Häuserkage. Oliver Wittke, Ex-CDU Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, ging zum Immobilienverband ZIA, dem Wirtschaftsrats der CDU. Kurz gesagt, die CDU ist da, wo das Geld wohnt. Wir haben es geschafft. Wo kommt die Landwirtschaftslobby hin? Was? Schaut auf die Zeit, Jungs. Machen Sie es alleine. Sie sind schneller ohne mich. Ich kann Sie doch nicht. Julia Klöckner, CDU-Landwirtschaftsminister. Wir wissen welche Partei. Lassen Sie sie weg. Julia Klöckner. Wir kennen den Vornamen. Klöckner wurde 2020 gefragt, Sie wahrgenommen hat, Ihr Ministerium hat die Aussage verweigert, weil Zitat, es eine solche Vielzahl von Lobbykontakten gäbe, dass jede Auskunft geeignet wäre, sich dem Vorwurf mangelnder Vollständigkeit auszusetzen. Die Zeit ist fast um. Lassen Sie die Werben weg. Agrarlobby, Bauernverband und so weiter. Einfluss auf Bundestag, über Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, vor Gesetze und Anträge, also Glyphosat, Überdüngung, Nitrat ist klar. Ausschussvorsitzender Gering, Mitglieder Auerhammer, Röhring, Färber und Täubung, gehen meistens in der EU, und Glyphosat weiter, und jeder von denen nebenher noch Bauernvorgabe oder Ertrommel weg. EUI! Stopp! Aus! Herr Laschet, jetzt kommt die alles entscheidende Frage. Haben Max und Klaas die Wette gegen das ZDF gewonnen? Oder haben sie vollständig über die CDU-Affären aufgeklärt? Na, im Leben nicht. Wir haben ja alles vergessen, was die Union historisch zu Schulden kommen haben lassen. 1956 der HS30-Skandal. 1957 die Starfighter-Affäre. 1961 die Viehpark-Affäre. 1972 die Steine-Wiener-Affäre. 1975 die Flick-Affäre. 1978 der Mega-Patrouille-Skandal. 1983 die Amigo-Affäre. 1986 die Spielbanken-Affäre. 1987 die Leuner-Affäre. 1980 die CDU-Spenden-Affäre. 2000 die Verwandten-Affäre. 2001 die Münchner CSU-Affäre.