Computerlogbuch der Enterprise Captain Kirk. Sternzeit 2215. Nichts. Es passiert nichts. Absolut nichts. Hier ist ja auch niemand. Ach, wer hat sich das ausgedacht, unendliche Weiten zu erforschen? Captain, würde es Sie aufmunteren, wenn ich Ihnen sage, dass sich die unendlichen Weiten ausdehnen? Mit 74 Kilometer pro Sekunde pro Megapassig. Mr. Spock, ernsthaft? Was zur Hölle war das, Fenrigflake? Diesmal war ich nicht. Shetty, was ist da los? Captain, Lage bericht. Es tut mir leid. Ich musste uns aus dem Warp rausholen. Wir haben ein unbekanntes Objekt geschreift und ich hatte vergessen, die Trägheitsdämpfer im Einklang mit der Schubumkehr der Impulstriebwerke zu kalibrieren. Was? Ich hab zu stark gebremst. Fenrigflake, Schadensbericht. Unsere Stoßstange ist im Arsch. Ähm, Entschuldigung. Schaben an der Außenhöhle von Deck 3 bis 14, Captain. Ich hätte wirklich den Job im Millennium Falcon annehmen sollen. Legen Sie das unbekannte Objekt auf den Schirm. Was zur Hölle ist das? Captain, sorry für die Verspätung. Wir sind mit irgendetwas kollidiert. Oh, vielen Dank, Commander Kühl. Das hätten wir gar nicht bemerkt. Ich korrigiere, Captain. Wir haben es bemerkt, Commander. Nein, das war witzig gemeint. Ironisch. Aber niemand hat gelacht. Faszinierend. Meine Fresse und das ist der glückste Mann an Bord. Das ist ein Tesla Roadster. Ein Elektroautos aus dem 21. Jahrhundert. Und das weiß ich aus irgendeinem Grund. Spocky, schauen Sie sich das an. Ihre Begeisterung scheint mir fehlgeleitet, Captain. Es ist für die Raumfahrt denkbar ungeeignet. Spock, es ist ein Cario im Weltall. Die Pilotenkanzel ist nach oben offen. Das ist ja der Spaß. Fahrtwind. Im Vakuum. Jeder Spaß ist bei Ihnen. Dieses sogenannte E-Auto wurde vom Milliardär Elon Musk, der als Pionier der Energiewende galt, 2018 in die Umlaufbahn der Sonne geschossen. Ich weiß sogar warum. Als PR-Gag. Ich weiß nie, ob hier jemand einen Witz macht, oder? Aber warum ist dieses Auto am Ende des Universums bei uns im 23. Jahrhundert? Es muss wohl durch die temporale Anomalie auf Steuerbord in unser Jahrhundert geflogen sein. Ernsthaft, Leute, woher weiß ich sowas? Das macht alles keinen Sinn. Als wir das letzte Mal bei den Menschen auf der Erde in der Vergangenheit waren, 2018, da haben Sie genau aufgeklärt, wie die Lage ist mit dem Klima. Jetzt schießen Sie Elektroautos, offensichtlich mit Hilfe fossiler Energie in den Weltraum. Captain, die Sensoren zeigen auf der Erde in der Vergangenheit stark erhöhte CO2-Werte. Der Planet ist auf dem Weg unbewohnbar. Wie kann das sein? Sie haben doch Elektroautos. Ja, aber Sie benutzen sie falsch. Verdammt. Stetti, ein Viertel Impuls. Fenrich, bringen Sie uns in die temporale Anomalie. Halten Sie sich fest, wir fliegen jetzt zur Erde ins 21. Jahrhundert. Energie! Nein, nein, das ist mein Spruch. Ich bin Captain, okay? Energie, sag ich. Jeder Captain hat seinen Spruch. Picard sagt, make it so. Und dann sagt der Pike sagt, hit it. Hold it. Computerblockbuch der Enterprise, Lieutenant Commander Spock. Ich werde mich auf die Erde bemen, um herauszufinden, warum die Maßnahmen zum Klimaschutz außer Kontrolle geraten sind. geraten sind und das obwohl den Menschen nach meinen Berechnungen nur noch sieben Jahre bleiben um die Erhitzung unter 1,5 Grad zu halten. Spock an Interbys, Captain, der Tensiometer meines Trikors, das zeigt stark erhöhte Trockenheitswerte an. Haben Sie mich vielleicht auf einen Wüstenplaneten Spock, hören Sie zu. Laut unserem Navi sind Sie offensichtlich in Brandenburg, genauer gesagt bei der Gigafactory von Tesla. Also wenn wir Antworten finden, dann finden wir sie da. Jedes von uns produzierte Auto ist ein Schritt in eine gerechte Zukunft. Ja, ja, das sagt Ihr Chef die ganze Zeit. Was er nur leider übersehen hat, war, dass die Gigafactory in einem Wasserschutzgebiet gebaut worden ist. Nein, das hat er leider nicht übersehen, deswegen hatte die Gigafactory hier am Weltwassertag eröffnet. Ach, guten Tag. Hallo, herzlich willkommen bei Tesla. Oder sind Sie vom ZDF, dann haben Sie Hausverbot. ZDF? Wenn der vom ZDF sein soll, dann bin ich auch vom ZDF. Nein, ich bin hier wegen eines Tesla-Rauts. Ach. Entschuldigung, das ist jetzt mein Fehler. Die Autoübergabe findet dort hinten statt. Nein, ich suche den Erfinder. Ich muss dringend mit ihm sprechen. Ah ja, Elon Musk. Ja, dann gucken Sie doch einfach mal im Foyer nach. Der müsste gerade hier da hinten die Einfahrt fertig tackern. Danke. Wo waren wir? Beim Wasser. Ja, wegen Ihrer blöden Fabrik wird unser Wasserverbrauch als Anwohner gedeckelt auf 100 Liter am Tag. Ja, aber weniger Wasserverbrauch ist gelebter Umweltschutz und Ihrem Geruch nach zu urteilen, sind Sie der größte Umweltschützer von allen. Hören Sie mal zu, 100 Liter, das sind nicht mal 10 Minuten Duschen. Mein Gott, wie oft denn noch sehe ich aus, wie jemand, der Twitter kaufen könnte, oder was? Entschuldigung, könnten Sie dem Kollegen immer sagen, dass ich nicht Elon Musk bin? Aber sie hat gesagt, Elon Musk tackert den Eingangsbereich. Ja, aber sie hat auch gesagt, dass mehr Autos gut für die Umwelt sind. Meine Fresse, dein Geruch hat aber auch schon eine Persönlichkeit entwickelt, du meine Hüte. Ja, weil ich aus Protests gegen Ihren Arbeitgeber nicht mehr dusche. Aus meinem Arbeitgeber? Ja, ich arbeite bei einem Subunternehmer für Mindestlohn und ich schaffe es trotzdem, mich zu duschen. Wussten Sie, dass ein Fünftel Ihres täglichen CO2-Bedarfs entsteht, wenn Sie 10 Minuten warm duschen? Ja, das wusste ich. Deswegen, ich schränke mich ja auch nicht nur ein beim Duschen. Nein, nein, ich esse fast kein Fleisch. Ich fliege fast nicht in den Urlaub und ich habe auch eine kleine Wohnung. Das sind ja tolle Einschränkungen. Das ist mein ganz normales Leben. Und wieso fliegen Sie nur fast nie in den Urlaub? Achso, ja, meine Frau wollte nach Norwegen und ich musste mit... Wasser predigen und Wein schlürfen oder wie? Oder besser erst Skandieren dann Skandinavien. Guten Tag. Frau Kühl, herzlich willkommen bei Tesla. Ja, sorry für die Verspätung. Das ist mir jetzt unangenehm, das anzusprechen, aber... Nee, nee, ist nicht schlimm, er stinkt einfach. Aus Protest! Okay, ist denn mal neuer Wagen fertig? Frau Kühl, das tut mir jetzt wahnsinnig leid. Sie wissen ja die Lieferkette. Dürfte ich Ihnen vielleicht einen kleinen Espresso anbieten oder ein Schlückchen Brandenburger Grundwasser? Ich wollte doch heute Abend damit... Ich dachte, das muss jetzt schnell gehen mit dem Klimaschutz. Ich will ja nicht zu nahe treten, wenn Sie was für das Klima tun sollen. Ja, wenn Sie da was tun wollen, dann können Sie einfach nicht Auto fahren. Wie wäre es damit? Ja, treten Sie mir nicht zu nahe. Und wie soll Sie bitte ins Büro kommen? Ja, was weiß ich, wie er auch. Mit meinem alten Diesel? Nein, auch. Bekommen Sie denn von Ihrem Arbeitgeber gar keinen Dienstwagen? Ich bekomme Mindestlohn. Sie müssen auf Tesla umsteigen. Da bekommen Sie eine Prämie vom Staat. Und Sie tun noch was für die Umwelt. Wäre es nicht besser fürs Klima, wenn ich eine Prämie bekommen würde, wenn ich kein neues Auto kaufe? Yes! Bitte Sie! Momentan sind gar keine E-Autos verfügbar und die Deutschen kaufen sie trotzdem. Geld vom Staat fürs Nichtstun, das ist ja absurd. Sagt gerade diejenige, die Sie einen Tesla kauft, der mit 7.500 Euro subversiviert wird vom Staat. Übrigens mitfinanziert von ihm. Wie viele Steuern zahlt man denn mit Mindestlohn? Wie viele Steuern spart man denn als Tesla-Kunden? Fragen Sie sich lieber, wie groß Ihre Wohnung ist. Ich sage mal so, in meinem Gästebad gibt es eine Dusche. Ach ja. Wohnen ist neben Mobilität und Konsum eine der größten Klimakiller. Mein Gott, ich habe doch diese Woche schon auf meinen Wochenendausflug nach Rom verzichtet. Oh, was nicht schwer fällt, wenn der Weg von der Küche zum Gästeklo ja schon ein Kurztrip ist. Da Sie alle offensichtlich sehr darauf bedacht sind, dass andere mehr für den Klimaschutz tun, habe ich mir erlaubt, die Ökobilanzen der jeweils anderen zu ermitteln. Gut, gut. Sie zum Beispiel als Vertreterin des reichsten einen Prozents stoßen im Jahr mehr als doppelt so viel aus wie er. Ha, Klimasau. Ja, aber ich fahre doch jetzt bald einen Tesla. Bitte. Und Sie als Vertreter der Mittelschicht stoßen im Jahr mehr als doppelt so viel aus wie er als Geringverdiener. Das kann nicht sein, wegen Einmal Norwegen. Komm, das muss falsch sein. Oh. Moment, dann ist die Klimakrise gar nicht die Schuld von uns alle? Na ja, wir sind eben alle nicht perfekt. Ach, ich meine, das wäre jetzt kein Grund, mit dem Finger aufeinander zu zeigen, oder? Ich meine. Doch. Wegen euch reichen Arschgeigen werden meine Enkel in der Dachgeschosswohnung an einem Hitzetod sterben. Sie machen keine Sorgen, die können Sie sich gar nicht leisten. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Sie immer noch doppelt so viel CO2 ausstoßen wie die ärmere Hälfte der europäischen Bevölkerung und achtmal so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung. Sie müssen also auch verzichten. Auf was soll ich denn noch verzichten? Sie alle müssen verzichten. Moment, dieser Individualansatz, der führt nirgends wohin. Wir müssen das gesellschaftlich regeln. Was, dass Sie nach Norwegen wollen? Entschuldigung, das wird jetzt zu einem, ich hab das war nicht verboten. Aber Sie können doch nicht einfach alles tun, nur weil es nicht verboten ist. Doch, das ist die Definition von erlaubt. Logik ist nicht so Ihr Ding, was? Sie wollen also, dass Ihr Verhalten verboten wird. Nein, Ihres. Seins. Meins? Was mit seins? Wieso meins? Wie regeln Sie denn auf diesem Planeten Fragen des Überlebens der Zivilisation? Na so, wir planen uns gegenseitig an. Macht auch echt Spaß. Wussten Sie, dass der erste CO2-Fußabdruck-Berechner von der englischen Ölfirma BP erfunden wurde, damit Sie sich gegenseitig anschreien? Moment mal, wie sind Sie eigentlich hierher gekommen? Oh ja. Ich mit dem Fernverkehr. Alter, ist das die Enterprise im Orbit? Wie krass. Captain, eine Person zum Beamen. Jetzt. Was ist das? Moment mal, Beamen allein kostet die Energie von 60.000 Sonnen. Aber uns hier Vorträge halten, ne? Also ich kaufe mir jetzt zwei Tesla. Ja, und ich gehe jetzt 10 Minuten duschen. Machen Sie 20 draus. Ja. Meine Güte, ey. Immer schneller muss es gehen. Immer schneller muss es gehen. Alles nur noch hektisch, keine Geduld mehr. Entschuldigung, können Sie kurz auf den Eimer hier aufpassen? Das wäre nett. Kurz halten. Ich hole ihn gleich wieder. Der ist auch leicht. Ist nur vier Tonnen Kies drin. Es ist so, dass wir in der ganzen Eile, an die wir uns gewöhnt haben, er jetzt auch komplett vergessen hat, wer den größten CO2-Fußabdruck überhaupt hat. Ja, wir haben den Kollegen hier. Elon Musk. Das ist sein Balken. 2.100 Tonnen CO2-Fußabdruck. Und der Balken, den Sie hier sehen, der ist noch größer als der Balken, den er seiner Sture, der es im Privatjet gerne zeigt. Aber ja klar, das ist jetzt natürlich einfach, ne? Man guckt sich hier einfach so ein so ein Balken an, ja? Und denkt sich, oh, Klimawandel ist ja nur Problem von den Reichen. Aber wenn wir mal ehrlich sind, wir alle hängen so ein bisschen mit drin. Wir alle haben uns dran gewöhnt, dass alles immer sofort superschnell verfügbar sein muss. Es gibt jetzt zum Beispiel, das ist nach Corona aufgekommen, gibt's eine neue Form von Lieferservice, ist unfassbar. Gorillas und Flink, die werben damit, dass die innerhalb von zehn Minuten dir deine Supermarkt bestellen. Zehn Minuten. Stellen Sie sich das mal vor. Zehn Minuten, Sie sitzen zu Hause auf dem Sofa, gucken Netflix oder die ZDF Mediathek, sind da, gucken aber keinen Film, sondern sie sind noch im Auswahlbildschirm, weil sie sich nicht für einen Film entscheiden können, weil sie ein schwacher Mensch sind. Aber Sie haben jetzt aber so eine innere Unruhe, die der Kapitalismus Ihnen anerzogen hat und deswegen müssen Sie ständig irgendwas drücken, gucken, machen, bestellen. Deswegen holen Sie jetzt das Handy raus und bestellen irgendwas. So, holen das Handy raus, machen die App auf, bestellen irgendwas. Keine Ahnung, irgendwie einen Gummibären, weil sie eine dumme Sau sind. Und diese Bestellung bekommt dann ein anderer Mensch mit Wünschen, Träumen und Gefühlen. Der sitzt gerade beim Kacken und bekommt Ihre Nachricht, dass er jetzt nur noch acht Minuten Zeit hat, Ihre Bestellung zu bringen. Aber seine Kackwurst hängt noch zu 70 Prozent in seinem Rektum, also reißt er die sich mit der Hand raus, damit er ihnen ihren Scheißdreck bringen kann. Zehn Minuten gibt es wirklich einen Notfall, der so krass ist, dass innerhalb von zehn Minuten eine Duftkerze da sein muss. Vielleicht verstehe ich irgendwas nicht, vielleicht habe ich irgendwas nicht mitbekommen. Vielleicht gibt es ja wirklich Menschen in Deutschland, die hungernd durch ihr Loft kriechen und sich in der Eingangshalle an so einer Marmorstatue anlehnen müssen vor Schmerz und schreien. Schnell. Zehn Minuten Lieferzeit, zehn Minuten. Der Rettungswagen braucht elf. Was ist das für eine Priorisierung? Und jetzt fragen Sie sich natürlich völlig zurecht. Was ist eigentlich mit dem Eimer? Ganz einfach, den können Sie mir liefern. Sie haben noch sieben Minuten ab jetzt. Bleiben Sie sitzen. Faszinierend. Sagen Sie, ist das die Art, wie man die Aufmerksamkeit der Menschen, der Zuschauer auf gesellschaftliche Widersprüche lenkt, in dem man einen Monolog hält, der mit dem Versehen ist, was Menschen als vorhanden bezeichnen? Ich habe keine Ahnung, was du gerade gesagt hast, aber aufgrund deiner aufgezwungenen, verschachtelten Sätze nehme ich an, dass du Kritiken für die FAZ schreibst. Dürfte ich vielleicht auch? Sie wollen auf? Du willst ein Aufmermal? Bitte. Ja klar, komm her. Hey Party People, herzlich willkommen bei Stand Up 3000. Ich habe einen brandneuen Comedy Newcomer für euch. Er ist, wie heißt du nochmal? Spock. Spock, ich kenne ihn seit Jahren. Er ist der heiße Scheiß. Er hat sogar ein eigenes Comedy Special in der ZDF Mediathek. A Spock of Dust. Er ist der Wahnsinn. Ladies and Gentlemen, Spock. Hallo, Leute. Ich werde euch mächtig einheizen, obwohl mir das angesichts eurer Klimakrise eher kontraproduktiv erscheint. Wow, das ist ja eine Stimmung hier wie bei der Veröffentlichung des Weltklimaberechts. Ich meine, Leute, seid ihr gut drauf? Das solltet ihr nicht sein. Hier eine Anekdote. Ich neulich so zu einem Menschen. Euer Problem ist die fossile Energie. Dabei ist der Weg klar. Fossile Subventionen runter und erneuerbare Subventionen rauf. Und was macht ihr? Das Gegenteil. Darauf der Mensch so Dude. Ja, jetzt wird alles anders, denn jetzt kommen die Grünen und ich so Kumpel nicht übertreiben und er so Digga, so läuft das. Wir leben in einem Land, in dem Ion, BASF und Thyssenkrupp den Ton angeben und nicht das Wuppertal-Institut Notiz diese Pointe nicht mehr vor einem Publikum machen, dass das Wuppertal-Institut nicht kennt. Ich muss versuchen, ich muss versuchen, ihre Aufmerksamkeit auf andere Art zu steigern. Leute, Physik und Sex haben dasselbe Problem. Den niedrigen Wirkungsgrad. Faszinierend. Was mir, was mir noch aufgefallen ist. Energie auf der Erde sollte teurer werden, damit weniger verbraucht wird. Und jetzt wird die Energie teurer. Und was macht ihr? Tankrabatte. Damit noch mehr Energie verbraucht wird und zwar von denen, die ohnehin zu viel Energie verbrauchen, weil sie es sich leisten können. Warum gibt ihr das Verkehrsministerium nicht gleich der FDP? Ich gehöre. Ich gehöre zu einer Spezies, die in der Lage ist, ihre Gefühle vollkommen zu beherrschen. Aber wenn ich Volker Wissing sehe, habe ich das starke Verlangen, Will Smith zu ohrfeigen. Und Tempolimit? Kennste? Nee, kennste nicht. In Indien sammeln sich die Menschen unter Brücken, um die heißesten Stunden des Tages zu überleben. Und ihr weigert euch langsamer zu fahren, weil ihr angeblich zu wenig Schilder habt. Nur eine Vermutung. Vielleicht habt ihr nicht zu wenig Schilder, sondern zu viel Liberale. Kirk ans Bock. Captain, ich bin mitten in meinem Solo. Spock, ihr hören sie auf, die Leute zu belästigen. Sie müssen zu den Entscheidern. Der Verantwortliche für die Klimapolitik gibt eine Pressekonferenz. Wir bieben sie da jetzt direkt hin. Danke, Captain. Ich geh zu Fuß. Ja. Okay. Leute. Ja. Okay. Ja. Ja. Vielen Dank für den freundlichen Applaus. Herzlich willkommen zur Bundes- Pressekonferenz. Gleich in medias res. Das ist das Klimapaket der Bundesregierung. Mich kennen sie ja schon. Ich bin der Robert. Und jetzt. Leute, wir haben nicht so viel Zeit. Gut, ja. Und jetzt freue ich mich auf eure Fragen, ob man das meinem Gesicht nicht ansieht. Ja, gut, vielleicht sie hier vorne. Ja, Herr Habeck, mich würde interessieren. Dürfte ich vielleicht? Das wäre wirklich dringend. Nein, Herr Kollege, ich möchte es. Herr Habeck, wie sieht das? Meine. Meine erste Frage betrifft das Restbudget. Sollte die Erderwärmung wirklich auf 1,5 Grad begrenzt werden, bedeutet das, dass maximal rund 300 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen werden dürfen. Das bedeutet für Deutschland ein Restbudget von 3 Milliarden Tonnen. Ja, gut. Haben Sie erst mal vielen Dank für die Frage. Das war keine Frage, sondern eine Tatsache. Gut, ja, bevor Sie Ihre Frage vielleicht stellen, möchte ich Sie vielleicht beantworten. Ja klar. Bekenne ich mich zu den Klimazielen und dem CO2 Restbudget, wie es sich aus unserem Emissionspfad ergibt. Ich habe das mal ausgedruckt auf einer Chart hier, wie ich das gerne mache. Hier sehen wir, wie wir also das CO2 den Ausstoß quasi bis 2045 linear absenken wollen. Ja, aber hier sehen Sie, was passiert, wenn Sie den Ausstoß ab heute tatsächlich linear senken. Das bedeutet nämlich, dass Ihr Restbudget von 3 Milliarden Tonnen bereits 2030 aufgebraucht ist. Ja, gut. Ja, das Klima ist auch kein Ponyhof. Ich gebe Ihnen recht, wir haben das einfach andersherum, sind wir da andere gegangen. Wir haben uns gefragt, wie lange wollen wir uns Zeit lassen mit der Klimaneutralität bis 2045. Und dann haben wir uns das Restbudget gebacken, das wir brauchen. Aber. Aber wenn Sie 2045 klimaneutral sein wollen, bedeutet das, dass Sie bis dahin zwangsläufig 7 Milliarden Tonnen CO2 ausstoßen und nicht 3. Oder um es in ein Bild für Sie zu packen. Sie haben 5 Liter im Tank und das reicht noch 50 Kilometer. Ja, gut. Aber ich will ja 100 Kilometer fahren. Und da muss ich ja 10 Liter tanken, weil sonst komme ich da nicht an, sondern bleibt irgendwo liegen. Und dann ist das auf dem Land und das gehört auch zur Wahrheit dazu. Dann gibt es da wenig öffentlichen Nahverkehr und dann komme ich da nicht weiter und stehe dann meins wegen mitten in der Natur, was ja auch ganz schön sein kann, wenn die Sonne scheint. Spokan Enterprise, scannen Sie meinen Universal Translator. Er ist in der Lage, sämtliche Sprachen der Galaxis zu übersetzen. Aber das macht einfach keinen Sinn. Keiner kommuniziert wie er. Haben Sie denn überhaupt verstanden, was er gesagt hat? Nein, aber wie er das ausdrückt. Um das auch nochmal ganz klar auszudrücken, hier sieht man, wie wir vorhaben, also quasi solar hochlaufen zu lassen. Hochlaufen heißt, dass Sie wollen öfter an die Sonne. Ist das das, was Sie sagen wollen? Ja gut, im Prinzip weiß ich das nicht. Aber das zeigt, glaube ich, sehr schön, dass auch Politiker nur Menschen sind, die nicht auf alle Antworten eine Frage haben. Toll. Toll, wir sind ja alle nur Menschen. Nein. Also, also laut Ihrer Grafik wollen Sie den Ausbau der Photovoltaik vervierfachen. Ist das richtig? Ja, das stimmt, aber das habe ich so nicht gesagt. So bescheiden, dabei will er vervierfachen. Aber scheint das nicht nur deshalb tatkräftig, weil die Vorgängerregierung untätig war? Gut, das kann man so nicht sagen. Die war sehr tätig. Also ich habe zum Beispiel so eine Art Ausschreibpflicht eingeführt und hier zeige ich Ihnen mal ganz schnell, wie sich das auf Solar und Wind auch ausgewirkt hat, diese Pflicht. Also hier sieht man vielleicht also das danach. Also im Grunde ist das ist das ja abgesoffen. Dann werden Sie das Verfahren jetzt abschaffen. Lassen Sie mich das vielleicht so ausfücken. Nö. Aber Ausschreibungen sind sehr komplex und kosten Zeit und sie brauchen doch jetzt eine Beschleunigung. Ja, das ist natürlich völlig richtig. Was ich so an ihm schätze, ist seine Ehrlichkeit. Also ich bin ehrlich zu Ihnen und machtlos. Sehen Sie das mit den Ausschreibungen. Da kann ich nichts für. Schuld ist die EU. Ich versuche Ihnen das zu erklären, dass Sie das auch verstehen. Also die EU hat das nicht so gerne, wenn man zum Beispiel als Staat eine unerlaubte Beihilfe bezahlt. Wie zum Beispiel jetzt die EEG-Umlage. Hä? Aber der EUGH, der Europäische Gerichtshof hat doch 2019 gesagt, dass die EEG-Umlage keine Beihilfe ist. Na gut, aber wir schaffen ja die EEG-Umlage ab und machen sie quasi zur Beihilfe. Und das führt dann zu einer Beschleunigung des Ausbaus. Das führt zunächst mal zu einer Beihilfeprüfung der EU. Aber die Beihilfeprüfung führt doch zu der Verzögerung. Das ist vollkommen korrekt. Aber Sie müssen doch das Tempo erhöhen. Sehen Sie, hier zeige ich Ihnen den Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Moment. Jetzt zeige ich Ihnen den geplanten Ausbau, der von Ihnen kommen wird. Und hier sehen Sie den Ausbau, der nötig wäre, um die Klimaziele einzuhalten. Wie wollen Sie das schaffen, Herr Robert? Ja, gut. Mathematik. Sie müssen den künftigen Strombedarf natürlich schon so berechnen, dass Sie damit hinkommen. Und wir von der Bundesregierung rechnen zum Beispiel den Strombedarf so, dass es ein Drittel ist von dem, was alle anderen sagen, dass wir brauchen. Das heißt, es wird also eine Stromlücke geben, die durch Strom aus dem Ausland gefüllt wird, weil Sie sich weigern, die erneuerbaren Energien im Inland hochlaufen zu lassen. Also ich achte wirklich jeden, der hoch hinaus will, aber ich möchte an dieser Stelle auch warnen, dass wir zu sehr abheben. Sehen Sie, die Sonne mag fast endlos scheinen, aber wir sind dann doch endliche Wesen. Und da mag ich mich selbst auch gar nicht ausnehmen. Und da müssen wir dann gucken, dass wir am Ende nicht enden wie Icarus, der der Sonne ja zu nahe kam oder beim Wind. Wir wissen alle, wie das ausging mit dem Gedicht mit dem fliegenden Robert. Das ist doch keine Politik. Das ist Poesie. Wann hat ein Politiker das letzte Mal Icarus zitiert? Warum sollte er? Hören Sie, Sie hätten die Chance, bis 2030 klimaneutral zu sein, mit alternativen Energien aus dem Inland. Das sagt eine aktuelle Studie der Energy Watch Group. Genau. Wo sind die Solarpanels auf den Dächern? Das ist eine hervorragende Frage. Die stelle ich mir auch die ganze Zeit. Robert, aber Sie wollen doch Solarpanels für jedes Dach zur Pflicht machen. Ach ja, richtig. Auf neuen Dächern. Aber nur ein halbes Prozent aller Wohngebäude ist neu. Stimmt das, Robert? Also Solarpflicht gilt eben nicht für alle neuen Wohngebäude, sondern eben für, also im Prinzip nur für die neuen Gewerbegebäude. Aber das ist noch weniger. Robert, sag, dass das nicht wahr ist. Ja super. Und was ist mit den Ölheizungen? Fliegen die zumindest jetzt raus, wie in Dänemark? Ja, definitiv. Also wenn Sie mit jetzt 2024 meinen und mit rausfliegen meinen, dass die schon installierten Ölheizungen quasi unbegrenzt weiter benutzt werden könnten. Okay, okay. Das heißt, ich kann jetzt schreiben. Das heißt, ab 2024 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr eingebaut werden? Doch, doch. Wenn Sie sie mit Solarenergie kombinieren, also so weit Ihnen das möglich ist. Ja super. Und beim Windkraftausbau geht es auch nicht voran. Ich sag's, da haben Sie vollkommen recht, mir das vorzuwerfen. Vor allem das grün regierte Baden-Württembergs Schlusslicht. Aber das, das muss ich sagen, das gehört auch zur Wahrheit dazu. Winfried Ketschmann hat es damit sehr, sehr mächtigen Ereignen zu tun. Sie meinen die Ölindustrie. Also im Prinzip noch brutaler. Also die Denkmal- und Naturschutzbehörden. Aber ist der Ministerpräsident nicht deren Vorgesetzter? In der Tat, aber das scheint die Beamten nicht zu interessieren. Sehen Sie, bis zu sieben Jahre scheint das inzwischen zu Dauer an so einem Windpark genehmigt zu bekommen. Also man kann im Prinzip sagen, so ein Windrad ist schon Schrott, bevor es genehmigt worden ist. Und mich erregt das ja. Da gibt es einige Beispiele, wo ich sagen kann, was ist denn da los, Kinder? Also hier, das ist zum Beispiel am Saibless-Eckle oder wie Sie das nennen, hier an der Hornisgrinde. Vielleicht kennen Sie das nicht, aber zum Beispiel wurden da Windräder nicht genehmigt. Und jetzt zitiere ich mal die Behörden, weil diese Infraräder in einer unberührten Landschaft ohne optische Vorbelastung einen Fremdkörper darstellen würden. So und jetzt gucken wir uns alle mal gemeinsam diese unbelastete Landschaft an. Gucken Sie sich hier das Steinbruch. Hier ist ein 200 Meter hoher Sendemast daneben. Und der Sendemast, laut Behörde, aber kein Problem, weil so wörtlich der, der sich ja nicht dreht. Und da gibt es ja mehr. Weiß ich nicht, warum Sie da klatschen. Also in Freiburg, da darf kein Windrad gebaut werden, weil es angeblich mit diesem Kulturdenkmal hier am Nachbarhügel konkurriert. Also ich erkenne da gar nichts. Wie sollten Sie auch, weil die Kettenscherben, um die es hier geht, die befinden sich auch hier unter der Erde. Aber die Windkraft hat doch jetzt dank dir, Robert, absoluten Vorrang. So, da sagte der tolle Robert jetzt mal Pustekuchen. So, ja, ich bin völlig zum Teil machtlos hier mit Beispiel Vögel, der Rotmilan. Da gibt es schon wieder zwei neue Untersuchungen, die sagen, Rotmilan, da wird es von den Windkrafträdern überhaupt nicht beeinträchtigt. Und was steht in meinem neuen Gesetzentwurf, steht wieder drin. Der Rotmilan, wenn der nistet, dann gibt es keinen Windrad. Also Sie kennen mich. Ich bin vermutlich der größte Schweinswahl der Bundesregierung. Aber da muss auch ich sagen, scheiß Umweltschutz. Robert, deine Metaphern. So, das scheißt ja Robert jetzt mal auf seine Metaphern. Ich habe nämlich genug. Ja, da wird hier am Schwarzwald ein Windkraftrad nicht genehmigt. Ja, warum? Das können Sie genauso schreiben, die sagen, weil da wurde gefunden so ein Häufchen Auerhahnscheiße. So und ich lasse mich jetzt nicht mehr verkackeiern vom Umweltschutz. Ich gehe jetzt und ich bau jetzt einen Haufen LNG-Terminals auf. Tschüss. Toll. Toll. Ganz, ganz toll. Ganz super toll. Und jetzt geht er und das liegt nur an Ihren aggressiven Fragen. Captain, beamen. Sofort. Sie bleiben jetzt hier. Das war Robert. Robert? Robert! Oh verdammt, jetzt ist er weg. Mist, schon wieder zu spät. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott. Weg. Mist, schon wieder zu spät. Timing ist echt nicht so mein Ding. Also ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber Timing scheint ja wirklich ein grundlegendes Problem des Menschen zu sein, oder? Schlechtes Timing haben wir doch in den letzten Jahren zu Genüge erlebt. Hier allein in der Politik. Armin Laschet's Lache an der Ahr. Anne Spiegels Familienurlaub während der Flutkatastrophe oder Anna-Lena Baerbock's Zitate-Veröffentlichung mitten im Wahlkampf. Fatales Timing. Tiere haben das Problem nicht. Tiere haben ein geniales Timing. Bitte wie organisiert sind die Viecher denn bitte? Hier zum Beispiel die Biene. Die kennt ganz genau die Öffnungszeiten jeder einzelnen Blüte. 8 Uhr Lavendel, 10 Uhr 30 Glockenblume, 11 Uhr 45 Wandelröschen und dann ab damit ins Pollenhöschen. Zack. Oder der Zugvogel, der kennt doch ganz genau seinen Abreisezeitpunkt. Da wird kein Flug mehr verschoben oder umgebucht. Tiere wissen, wann es Zeit ist, zu gehen. Friedrich Merz nicht. Und das ist es auch, was mich an der Natur so ein bisschen nervt. Dass diese Streberin immer so verdammt perfekt sein muss. Hier allein der Winterschlaf. Was das bitte für eine geniale Erfindung, um Energie zu sparen. Winterschlaf. Viele Arten haben dieses Jahr wieder einen langen Winterschlaf gehalten. Igel, Haselmäuse, Olaf Scholz. Mit Winterschlaf hätten wir auch gar nicht mehr diese Abhängigkeit von russischem Gas. Bitte wie geil wäre das denn? Können wir einfach ab September sagen, ja leck mich, Putin. Wir sind dann mal bis früher in der Poffe. Da wird den ganzen Frühling durchgepimpert. Dann fressen wir uns eine schöne Plauze an und ab in die Höhle. Darum geht es in der Natur. Pimpern, dick werden, ab in den Bau. Natur ist wie Boris Becker nur hübscher. Aber klar, in der Natur ist Timing natürlich ein überlebenswichtiger Mechanismus. Da kann man nicht flexibel sein. Wenn der Löwe die Jagd verpasst, weil er beim Pilates die Zeit vergessen hat, sagt die Verwandtschaft nicht, Mensch, Leute, lasst uns doch mit dem Abendessen mal auf Onkel Günther warten. Der kommt heute wat später. Was für den Löwen? Oder wenn die kleine Bachstälze nicht rechtzeitig zu Balz erscheint, weil sie nicht entscheiden konnte, welche Unterwäsche sie beim ersten Date tragen wollte, dann war es das mit dem Nachwuchs. Wenn das Tier keinen Sex mehr hat, stirbt es. Wenn der Mensch keinen Sex mehr hat, kann er immer noch in der Volkshochschule Italienisch lernen. Ja, sicher. Aber manchmal hat die Natur auch ein verdammt schlechtes Timing. Zum Beispiel bei ihren Hiops-Botschaften. Hier neulich wieder. Aktueller Bericht übers Atemsterben platzt mitten in den Ukraine-Krieg. Hallo, Leute. Also so wird das nie was. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, so sehr ich die Natur bewundere, mir fehlt da auch ein bisschen die Bereitschaft, dem Menschen entgegenzukommen. Immer gleich aussterben. Was soll das? Wenn dem Eisbären die Eisscholle wegschmilzt, ja vielleicht mal den Pelz rasieren und Richtung Süden auswandern. Mein Gott, ich sitze doch auch nicht im Hochsommer in Deutschland im Wintermantel und sag dann, oh jetzt ist mir doch ein bisschen heiß. Und wenn der in der Arktis keine kleinen dicken Robben mehr findet, ja dann vielleicht mal auf Montage nach Deutschland und ab ins Freibad. Da gibt's nämlich noch welche. In Badehose. Nur mal, ja. Nur mal so als kleine konstruktive Anmerkung meinerseits. Oh, warte. Jetzt muss ich aber los, sonst komm ich auch noch zu spät zum Volkshochschulkurs. Ja? Ciao! Arrivederci! Ciao, ciao! Captain Slocken, obwohl sich auf der Erde bereits jetzt die ersten Auswirkungen der Klimakatastrophe zeigen, ist die Regierung einer der größten europäischen Wirtschaftsnationen nicht bereit, ihre Politik grundlegend zu ändern. Ich habe deswegen beschlossen, zu handeln. Ich habe beschlossen, zu handeln. Weißt ihr was? Beamen Sie mir den Anführer der größten deutschen Oppositionspartei auf die Enterprise. Bitte was? Ein offener Kontakt mit Menschen aus dieser Zeitlinie? Ah! Sie möchten jetzt, dass ich protestiere, damit Sie als tatkräftiger Mann sagen können, zur Hölle mit den Regeln! Zur Hölle mit den Regeln, Fenrich! Welche Überraschung, Captain? Energie. So. Wo bin ich jetzt? Ich bin offensichtlich von Aliens entführt worden. Gut. Kein Wunder. Wenn ich Alien wäre, ich müsste einen von 7,9 Milliarden Menschen entführen, dann wäre es auch ich. Ja, möge die Macht mit Ihnen sein. Mein Name ist James T. Kirk. Sie befinden sich auf der USS Enterprise. Wir kommen aus der Zukunft um Ihre Zivilisation. Wenn Sie wirklich aus der Zukunft kommen, dann können Sie mir vielleicht eine der drängendsten Verscheidsfragen beantworten. Werde ich Kanzler? Ja, ja. Sie werden Kanzler. Sie kommen tatsächlich aus der Zukunft. Ja. Was kann ich für Sie tun? Ich brauche Ihre Hilfe. Ich muss Olaf Scholz im Klimaschutz unter Druck setzen. Aha. Ja gut. Klimaschutz, kein Problem. Ich brauche einfach ein paar kluge Köpfe und ein paar frische Ideen. Und? Sie wollen es ja genau wissen. Ich möchte genau wissen, wie die Menschheit es schaffen möchte. Ihre Art zu wirtschaften, mit den planetaren Grenzen zu vereinbaren. Also Wirtschaftswachstum und Klimaschutz müssen kein Gegensatz sein. Aber Wirtschaftswachstum und Klimaschutz sind Gegensätze. Nein, nein. Das Einzige, was wir brauchen, ist Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation. Ich will Ihnen mal ein Beispiel für gelungene Innovationen geben. Plastik. Kommt da noch was? Wie? Noch was? Wissen Sie, was das für eine Riesenkraftanstrengung war, das Plastikproblem in Deutschland zu lösen? Sie haben das Plastikproblem in Deutschland gelöst. Oh ja. Stichwort absolute Entkoppelung. Wir haben es geschafft, dass das Bruttoinlandsprodukt weiter gewachsen ist, aber der Plastikverbrauch gesunken ist. Das ist grünes Wachstum. Ist ja interessant. Computer, überprüfe diese Aussage. Das Volumen der Plastikverpackungen hat sich in Deutschland zwischen 1995 und 2019 von 1,56 Millionen Tonnen auf 3,2 Millionen Tonnen halbiert. Nee, halbiert. Verdoppelt. Hören Sie, wie soll man da eine ernsthafte Debatte führen, wenn alles stimmen muss, was man sagt? Sie müssen nicht nur das mit dem Ressourcenabbau klären, Sie müssen auch noch den CO2-Ausstoß auf Null bekommen und das wollen Sie schaffen, während Sie wachsen? Sie haben offensichtlich den aktuellen Bericht des Weltklimarats nicht gelesen. Da steht auch, dass Entkoppelung möglich ist. Und dazu werden 9 Studien zitiert. Ich habe Ihnen ... Computer, fasse die neuen Studien zusammen. Von den neuen Studien finden drei nur Beweise für kurze Entkoppelung auf nationaler Ebene. Zwei sagen, es ist nicht machbar. Wieder zwei befassen sich gar nicht mit Entkoppelung und eine ist uneindeutig. Insgesamt wird die Beweislage für grünes Wachstum bezeichnet als unzureichend, weit hergeholt und irreführend. Ja, und das sind nur die Studien, die für grünes Wachstum sprechen. Das ist ungefähr so, als würde Ihre Partei Sie aufstellen und sagen, Sie sind unwählbar. Für mich war das kein Grund, nicht anzutreten. Und ich habe ... Und ich habe auch genau mitgezählt, das waren acht Studien. Was steht denn in der neunten? Die neunte Studie geht davon aus, dass es plötzlich einen globalen Kohlenstoffpreis gibt. Ach, Sie sehen, grünes Wachstum ist möglich. Nein, wenn es diesen Kohlenstoffpreis gibt und nur unter den besten Bedingungen, dann sieht Ihre absolute Entkoppelung so auf Wirtschaftswachstum, aber CO2-Ausstoss bleibt stabil auf dem Level von 2015. Sehen Sie? Sie müssen auf Null. Isabel Schnabel. Was? Isabel Schnabel ist der Direktorin der Europäischen Zentralbank und die sagt auch, dass Entkoppelung möglich ist. Computer, zeige mir einen Beleg dafür. Interview von Tilo Jung mit Isabel Schnabel am 24. März 2022. Tilo Jung redet mit Frau Schnabel über absolute Entkoppelung. Hier der Ausschnitt. Wir brauchen absolute Entkoppelung. Klar. Und das ist ja ... Das steht in den Stern. Und dann sagst du jetzt hier, ewige Wachstum? Ja. Wurde es gar nicht gehen. Wenn man das nicht ... Doch, es geht schon. Es geht schon. Ich glaube, es geht. Sonst hätten wir ein Problem. Sehen Sie? Sie glaubt auch. Sie glaubt. Das ist das Problem. Wie wird man denn Teil dieser Religion? Kommt irgendwann jemand und legt einem eine Tesla-Aktie auf die Zunge und sagt, ab solvo, ab sofort bist du befreit von den Fesseln der Natur. Amen. Ich kann Ihnen versichern, dass uns die Armen herzlich wurscht. Okay, passen Sie auf. Sie sind Geschäftsmann. Lassen Sie uns ein Geschäft machen. Wir machen das so. Produktion und Ressourcenabbau werden streng geregelt, gesetzlich. Machen wir da für die Industrieländer einen Deckel drauf. Ja? Und dann machen wir das so, dass wir das Jahr für Jahr, dieses Budget für das Ganze, das machen wir immer kleiner, bis die Menschheit endlich wieder innerhalb der planetaren Grenzen wirtschaftet. Deal? Eine Ressourcendiktatur. Haben Sie am Auspuff geschnüffelt. Sie glauben doch auch, dass man wachsen kann, ohne weitere Ressourcen zu verbrauchen. Ja, aber Glauben heißt nicht wissen. Und ich weiß, dass ich nicht an Reduktion glaube. Sie glauben nicht an das Einzige, von dem man weiß, dass es funktioniert. Enkel. Was? Sagen Sie, wie sollen eigentlich unsere Kinder, wovon sollen unsere Kinder und Enkel in Zukunft leben? Mit einer wieder intakten Natur. Jetzt hören Sie mir mal genau zu. Erst wenn der letzte Quadratmeter Gewerbefläche von Wäldern überwuchert ist, werdet ihr merken, dass man Natur nicht ... Hören Sie, was Sie da fordern. Das ist das Ende des Wachstums. Das ist politisch unmöglich. Das, was Sie da wollen, nämlich weitermachen, wie bisher, ist physikalisch unmöglich. Wenn wir kein Wachstum haben, dann brechen unsere Sozialsysteme zusammen. Computer, überprüfe diese Aussage. Sie ist korrekt. Viele Sozialsysteme auf der Erde des 21. Jahrhunderts sind abhängig gemacht worden vom Wirtschaftswachstum. Moment, Computer, ist es möglich, berechnen, ob man das Wohlergehen der Menschen in Industrieländern abkoppeln kann vom Wirtschaftswachstum? Positiv. Maßnahmen, die das Wohlergehen der breiten Bevölkerung verbessern, brauchen kein Wachstum. Notwendig wären dafür allerdings Investitionen in öffentliche Güter, Vermögensumverteilungen. Ich dachte, das ist die USS Enterprise hier und nicht die UDSSR. Jetzt hören Sie mal zu, Herr Skywalker. Was wäre die Welt ohne Wachstum? Mit der richtigen Verteilung wäre sie schöner, leiser, gesünder, stressfreier, gerechter, bunter, frö... Fenrich Flake? Hören Sie, Herr Merz, Sie müssen sich jetzt ganz klar entscheiden zwischen einer gerechteren Gesellschaft und einem ökologischen Kollaps. Da wähle ich ganz klar. Kann ich die beiden Alternativen noch mal hören? Hören Sie, es muss doch einen anderen Weg geben als soziale Gerechtigkeit. Sagen Sie mal, wie treiben Sie denn eigentlich dieses Raumschiff an? Wir haben einen Worbandtrieb mit Lithium-Kristallen, die sich selbst regenerieren. Warum? Ah, also eine erneuerbare, unendliche Energiequelle. Wo ist die denn lokalisiert? Im Hauptmaschinenraum Deck 5. Warum? Aber Moment, Sie haben da keine Autorität, sich das anzuschauen. Das werden wir ja sehen, nicht wahr? Was ist das? Das ist ein Laserpointer und ich weiß ihn zu benutzen. Sie geben mir jetzt sofort Ihren Warbkern. Stethi, bring den Warbkern auf die Bühne. Brücke. Und was machen Sie dann mit dieser ganzen unendlichen Energie? Weiter, dumme Frage. Einfach weiter. Einfach weiter. Einfach weiter wilder Roden. Einfach weiter Meere überfischen. Einfach weiter Minen ausbeuten. Einfach so eine Art nachhaltige Umweltkatastrophe. Ja. Heiß, heiß, heiß, heiß, heiß, heiß, heiß. Captain, wo soll ich es hinstellen? Es ist heiß. Es ist heiß. Wohin? Warum ist Ihr Warbkern eine Labalampe, die offensichtlich Energie braucht? Weil das hier nicht echt ist, Herr Merz. Die Enterprise. Unendliche Energie. Das ist Science Fiction. Ja, das bedeutet ja ... Das bedeutet, dass Sie sich der Realität stellen müssen. Und die heißt Reduktion. Captain, wir werden gerufen. Es ist ... Robert. Habeck. Vielleicht möchte er uns doch noch retten. Auf den Schirm. Ja. Hi. Das ist eine Aufzeichnung. Für den Fall, dass das mit dem Grünwachsum, an das ich auch geglaubt habe, doch nicht funktioniert haben sollte. Ja, ich möchte mich im Prinzip bei den Menschen in der Zukunft für unsere Politik entschuldigen. Ja, ihr werdet eine scheiß Zeit haben. Aber vielleicht tröstet euch das zu wenig. Aber vielleicht tröstet euch das zu wenig. Aber vielleicht tröstet euch das zu wissen, dass es mal jemanden gab, der das Ganze sehr gut kommunizieren konnte. Ja, Robert out. Captain. Captain. Captain. Was ist los? Captain, ist es zu spät? Es ist zu spät. Das war die Anstalt. Heute mit Gieser Flake. Gieser Flake. Und Maxi Schöpferdauer.