Der Große Preis – Die Inflationsshow
Inflation, Vorantrieb des Kapitalismus durch die FDP, Übergewinnsteuer , Autolobby & E-Fuels, Oligopol der Mineralölkonzerne, Armut
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Episode 'Der Große Preis – Die Inflationsshow' entlarvt die politische Apathie und die fehlerhafte Analyse der aktuellen Wirtschaftslage. Sie kritisiert die Ignoranz der politischen Eliten gegenüber den Auswirkungen von Inflation, steigenden Preisen und der Konzentration von Macht in den Händen großer Konzerne, insbesondere im Energiesektor. Die Satire thematisiert die Verschuldung als Ursache der Probleme und die Manipulation von Märkten sowie die fehlende Verantwortung der Regierungsverantwortlichen. Die Diskussion beleuchtet die groteske Vermögensungleichheit und die daraus resultierenden sozialen Folgen, während sie gleichzeitig die Ineffizienz von Entlastungspaketen und die Sinnlosigkeit von rein PR-orientierten Debatten aufzeigt.
Transkript 5.173 Wörter
Und hier ist Ihre Gastgeberin Judith Uthoff. Danke. Danke, danke. Nein. Hier sind wir wieder mit der großen Preise Ihrer Inflationsshow im ZDF. Die ganze Welt spricht über Sie. Und heute ist sie hier. Unser Gast. Die aktuelle Preisentwicklung. Und das hier ist unsere wunderbare Jury. Man sieht eher hot aus. Mit ihren Fragen an die Inflation. Frank, du bist der deutsche Sparer. Ja, ich frag mich jede Nacht, was wird jetzt aus meinem Vermögen? Sarah, du bist armutsbetroffen. Ja, ich frag mich jeden Morgen, was ist Vermögen? Und Friedrich, du bist reichtumsbetroffen. Ja, die entscheidende Frage ist doch, wie soll bei diesen Kerosinpreisen die Krankenschwester überhaupt noch zur Arbeit kommen?
Das sind sie. Die Fragen, die ganz Deutschland bewegen. Und wir, wir haben ein paar richtige, nice Preiskarre für Sie vorbereitet. Ich sage nur 3,39 Euro. Das ist ein Plus von sage und schreibe. 46 Prozent. Lieber Herr Gesangs, die reicht auch. Das ist ja ein Hammer. Für was? Butter. Okay, dann kann ich die auch streichen. Die kannst du jetzt nicht mehr streichen. Sarah, was hast du? Du meinst, was ich bald nicht mehr habe? Heizöl. 100 Liter für 152 Euro. Das wird ein kalter Winter. Aber der Preis ist wirklich heiß. Ja, leider. Plus 89 Prozent. Awesome, mehr geht der fast gar nicht. Doch, doch, doch. Ich sage nur 94,6 Prozent. 94,6 Prozent? Für was?
Für den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz beim Parteitag. Ja, aber heute geht es um Inflation. Ja, kann ich. Ich war zu Inflation. Wir haben den Höhepunkt unseres Wohlstands hinter uns. Das habe ich gar nicht mitbekommen. Wir müssen alle Ansprüche zurückschrauben. Deshalb bist du der perfekte Oppositionsführer. Ne, null. Frank, das ist jetzt ein bisschen niedrig. Also 0 Prozent Zinsen auf dem Sparkonto, 7 Prozent Preissteigerung. Die Inflation frisst mein Vermögen auf. Aber ich kann auch was zu fressen. Heute haben wir drei Kandidaten, die alle ein ganz special Talent haben im Kampf gegen die Inflation. Begrüßen Sie mit uns unseren ersten Kandidaten, den Christian.
Christian, schill mal deine Base. Sag mal, was machst du so beruflich? Erst mal guten Abend in die Runde. Ich bin Vizekanzler und Bundesfinanzminister der Finanzen. Und wie schlägst du die Inflation? Ich trete gerne mal auf die Schuldenbremse. Aber privats gibst du schon eher Gas, oder? Ja, ich war vor Kurzem auf seiner Hochzeit auf Süd. Woran da gespart wurde, ist Kirchensteuer. Friedrich, du bist ja auch nicht mit dem neuen Euro-Ticket gekommen. Was? Ich musste ja fliegen. Ist ja eine Insel. Christian, welchen Preis hast du uns heute mitgebracht? 30 Euro. Damn. Und was gibt es dafür? Auf Hartz IV sind da 6 Tage Essen. Auf Süd in der Vogelkohle sind das gerade mal 6 Wildaustern à la carte.
Da musste ich schon ganz schön schwer schlürfen, schlucken. Wir müssen Matjes fressen und der Herr Minister schlürft Austern? Ja, das versteht er unter Austerität. Aber sag mal, Christian, wie gehst du denn mit diesen Preisen um? Du hast ja gesagt, vor uns liegen Jahre der Knappheit. Sind wir auch auf Süd? Ja, nein. Schauen Sie, Frau Richter, das ist nicht einfach. Ich habe z.B. in meiner Hochzeitsnacht fast durchgängig wachgelegen und mir die Frage gestellt, werde ich mir jemals wieder eine Hochzeit leisten können? Oder war es das jetzt? Auch ein Finanzminister kann nur das heiraten, was er sich vorher erwirtschaftet hat.
Dann brauchen wir auf jeden Fall staatliche Unterstützung für Geringverdiener, oder? Frau Richter, das ist eine ganz nette Idee. Aber da stelle ich mir sofort die Frage, woher soll denn das Geld kommen? Ich glaube, hier ist von jedem klar, von mir nicht. Von mir auch nicht. Wir sind ja wogegen Steuererhöhungen. Ja, meine Herren, sonst hätte es mit mir auch weder eine Ehe noch einen Koalitionsvertrag gegeben. Steuererhöhungen würden den Standort Deutschland nur übermäßig belasten. Du hast aber schon mitbekommen, dass die DAX-Unternehmen und die größten Energiekonzerne gerade Rekordgewinne einfahren. Nach allem, was ich bisher gehört habe, sind Sie nicht gerade eine Expertin für Rekordgewinne.
In diesem Ministerium liegen jedenfalls keine Zahlen amtlicherseits vor, die auf Übergewinne hindeuten. Mir schon, bei den größten Energiefirmen allein im 1. Quartal 93,3 Mrd. Gewinn. Da könnte man noch über eine Übergewinnsteuer ein paar Euros abschöpfen für mich. Also, ich kann hier keine Übergewinne erkennen. Und das ist das Supertalent von Christian. Oh! Das ist wirklich irre, Christian. Das können wir eigentlich nur leihen, und du bist Finanzminister. Kannst du uns das Talent mal vormachen? Ja, gern. Schau mal, komm mal her. Wir haben hier die aktuellen Gewinne der Ölkonzerne im 1. Quartal 2021 und im 1. Quartal 2022. Ja, also, ich sehe da nichts.
Die Energieunternehmen haben ihre Quartalsgewinne im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Also, das sehe sogar ich. Also, ich kann immer noch nichts sehen. Hast du Auslarn auf den Augen oder was? Sensationell beeindruckend. Ich weiß nicht, was daran jetzt so toll sein soll. Ich sehe das auch so nicht. Machen wir es noch ein bisschen einfacher. Jetzt mal als Kurve. In den letzten Jahrzehnten. Und jetzt 2022. Ein ganz normales Auf und Ab. Ist das nicht eher ein Auf und Auf? Wo ... Also, das ist typisch nicht wahr. Wir haben offensichtlich in diesem Land ein Problem mit High Performern und Schiebern. Woanders würde das gar nicht auffallen. Ja, okay. Schauen wir mal.
Hier sind die täglichen Übergewinne der Ölfirmen in verschiedenen europäischen Ländern. Und jetzt der Übergewinn in Deutschland. Pretty obvious, oder? Fällt schon auf. Also, mir nicht. Frau Richter, ich kann es Ihnen gerne noch einmal erklären. Unser Steuerrecht kennt nur Gewinne, keine Übergewinne. Und das andere aufhört. Also, ich würde es machen. Aber das wäre ja blanke Willkür. Wer würde denn dort eine Grenze ziehen? Vielleicht der Finanzminister. Und zwar da, wo er schon die Grenze im April gezogen hat. Da hast doch du, literally, dem einen Unternehmern Kostenzuschüsse gewährt, die wegen der Energie doppelt so viele Ausgaben hatten wie im Vorjahr. Was ja Basis wäre. Aber ...
Aber es widerspricht ja allem, für was die FDP steht. Friede den Profiten. Also, wenn ich das mal an der Stelle ... Diese Übergewinnidee, das ist reine Planwirtschaft. So was wollen überhaupt nur Sozialisten. Sagen Sie, warum kommen Sie denn jetzt mit einem Bild von Margaret Thatcher? Das ist eine Ikone des freien Marktes. Die 1981 britische Banken mit einer Übergewinnsteuer belegt hat. Jede macht mal einen Fehler. 1982 hat sie eine zweite Übergewinnsteuer eingeführt, um Superprofite der Ölfirmen abzuschöpfen. Heute würde kein Konservativer im Mutterland des Kapitalismus auf so eine Idee kommen. Damn! 25% Steuererhöhung für Energiefirmen.
Aber ich bitte Sie, das ist doch kein herkömmlicher Konservativer. Schauen Sie sich doch nur mal hier die Frisur an. Das ging jetzt gegen mich, oder? Es ist doch wohl so, die Mehrheit der Deutschen ist da wohl für eine Übergewinnsteuer, oder? Applaus Und auch die Mehrheit der Unionsanhänger, die die Mehrheit der Unionsanhänger ist dafür. Aber die haben doch alle von Wirtschaft keine Ahnung. So, jetzt reicht es schon, an der nächsten Hochzeit komme ich nicht. Der trage jetzt Segen hoch, der war ja verdeckt. Der Typ hat mein Sparbuch geplündert. Der war mal Chef bei der EZB. Als Ministerpräsident von Italien hat er 25% Steuer auf alle extra Gewinne erhoben.
Aber ich sage, in Deutschland wäre das nicht verfassungsgemäß. Im Dienst des Bundestages sagen, die Verfassung erlaubt beliebig hohe Besteuerungen von extra Gewinnen. Aber der Boy im Finanzministerium sagt, dazu wird es nicht kommen. Und woher willst du da das Geld nehmen für die Unterstützung der Armutsbetroffenen? Die steigenden Preise fressen mich auf. Jetzt siehst du mal, wie es meinem Sparbuch geht. Sie können sich beruhigen, die Hilfspakete der Bundesregierung sind bereits auf dem Weg. Aber das Kleinerziehen rate ich sowieso ab. Heiraten Sie, sagen Sie, mögen Sie wild austern. Ich kenne da ein ganz wunderbares Lokal auf Sylt. Da gehe ich Ihnen jetzt mal einen Tisch reservieren.
Meine Damen und Herren, das war Christian. Und wir sind gleich wieder zurück bei der Große Preis. Was für ein wundervolles Fest. Und die Traurede von Peter Sloterdijk, dem bekanntesten deutschen Philosopendarsteller, großartig. Ein Mann, der Arme so verachtet, wie es das Brautpaar tut, hinreißend. Peter Sloterdijk, BS, herrlich. Patricia Riekel, die ehemalige Filialeiterin der Bunten, hat gesagt, dass Brautpaar, würde sie an die jungen Kennedys erinnern. In dem Fall rate ich ja von Cabrio fahren eher ab. Wenigstens wissen wir jetzt, was die FDP wirklich unter Innovation versteht. Klimaerwärmung bekämpfen, indem man soziale Kälte verbreitet.
Nach zwei Jahren Pandemie und dem Ausbluten des Pflegepersonals schlägt Claudia Raffelhüchen, FDP-Haushaltsexpertin, vor, den Rotstift bei der Pflege anzusetzen. Der charmante liberale Todesengel will, dass alle Menschen, die in Pflege müssen, das erste Jahr komplett selbst bezahlen. Und Christian Lindner kam im schönsten Augenblick seines Lebens nur an eins denken, Langzeitarbeitslosen die Zuschüsse zu kürzen. Das ist für ihn der Gipfel der Romantik. Da reibt sich vielleicht auch die eine oder andere FDP-Erstwählerin, irritiert die Augen und fragt sich um Himmels willen, was habe ich denn da für ein Pack ins Parlament gewählt?
Wie wird man denn so, wie schafft man es, eine komplexe Wirklichkeit so zu reduzieren, bis sie ins eigene, simple Weltbild der Profitmaximierung passt? Die Lösung ist ganz einfach. Wenn man keine eigenen Ideen oder Gedanken hat, ist es ganz entscheidend, wem man zuhört und wem nicht. Es geht um die Menschen, deren Arbeit Grundlage für Innovation ist. Das von FDP-Frau Stark-Watzinger geleitete Bildungsministerium hat jetzt in großem Ausmaß Forschungsprojekte, an denen seit Jahren gearbeitet wurde, einfach die Mittel gestrichen. Unter anderem Biotip, da arbeiten 130 Wissenschaftlerinnen seit 2019 international vernetzt an Fragen planetarer Grenzen und der Stabilität der Ökosysteme.
Das ist an wichtigen Fragen des Überlebens unserer Spezies einfach so gestrichen. Begründung drei Zeilen. Das Ministerium schreibt, man möchte jetzt lieber mehr Forschung, die einen schnellen Impact erzeugt. Man will also schnelle Ergebnisse und deshalb wirkt man schnell Forschungsvorhaben ab, bevor die ihre Ergebnisse präsentieren können. Wem die FDP aber zuhört, ist klar. Porsche-Chef Oliver Blume hat es geschafft vorbeigeht, die künftige Verwendung von E-Fuels offen zu halten, einem Kraftstoff, dessen Innovation darin besteht, unfassbar ineffizient zu sein. Nicht, dass Sie meinen, da würde ein einziger Anruf bei Christian Lindner reichen.
Blume Porsche-Chef vor seinen Porsche-Mitarbeitern intern. Wir haben einen sehr großen Anteil, dass die E-Fuels in den Koalitionsvertrag mit eingeflossen sind. Ich habe den E-Fuels in den Koalitionsvertrag an die Koalitionspartei. Christian Lindner hat mich in den letzten Tagen fast stündlich auf dem Laufenden gehalten. So entsteht Willensbildung bei einem Volksvertreter. Das Festhalten an unsinnigen Kraftstoffen nennt man Technologie offen. Immer wieder, wie ein debiler Papagei, kräht die FDP den Spruch vom freien Markt, wo die E-Fuels in den Koalitionsvertrag in den Koalitionsvertrag verwendet werden. Ich mache beim Energiesparen alles mit, auch, dass du kalt duscht. Zu Fuß zum Tanken.
Wir müssen kürzer treten. 14 km, die andere Tankstelle war viel näher. Aber teurer. Guck mal, auf tankschwein.de steht, hier ist es am billigsten. Ich schaue mich um. Benzin ist da drin. Soll es für Sie oder für Ihnen sein? Ich muss es tragen können. Ich bezahle. Was kostet der Liter? 1,88 Euro. Mach Vollmeister. Warten Sie kurz. Könnten Sie uns das zurücklegen? Ja. Benzin Blitz sagt, bei Aral ist es billiger. Willkommen bei Aral. Sie kommen zurecht. Alles super. Für Sie E10. Das ist mein Service. Wir kommen gerade von Shell. Das ist kein Vergleich. Das ist mein Service. In meiner App war das billiger. Die ändern stündlich den Preis. Wir müssen schneller sein. Zurück zu Shell.
Ich lege Sie zurück. Hallo. Willkommen zurück bei Shell. Wir hätten gerne den Liter zu 1,88 Euro. Kein Problem. Das sind die Marktpreise. Wenn man da nichts machen kann, können wir hier tanzen. Die sprechen sich ab. Das ist kein Wettbewerb. Unter 2 kann es einen spannenden Wettbewerb geben. Denken Sie nur an Söder Laschet. Wer hat gewonnen? Wir gehen zu BP. BP ist Aral. Das sind noch 3 km. Hier steht auf clever tanzen. Der kostet 1,86 Euro. Willkommen bei Esso. Sie kommen zurecht. Wir kommen zu spät. Das ist eine tolle Marktwirtschaft. Überall dasselbe Produkt und derselbe Preis. Und derselbe Verkäufer. Nein, nicht derselbe. Von uns gibt es ja 5. Die größten 5 beherrschen 70 % des Marktes.
Aral, Esso, Shell, Jet total. Das ist ein Oligopol. Das Spiritusenregal haben Sie schon gefunden. Moment. Sie sprechen sich also ab. Das ist verboten. Was habe ich früher Benzin verfahren, um die Preise bei den Kollegen zu checken? Heute schaue ich auf tankschwein.de. Diese Vergleichsportale sind für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Damit wir wissen, wo es billiger ist. Wenn das Kartellamt erfährt. Von deren Webseite habe ich es doch. Da steht 50 Vergleichsportale. Das ist Wettbewerb. Wir sind 5 Konzernen und am Ende immer derselbe Preis. Der aber 7-mal am Tag geändert wird. Die zocken uns ab, diese Tankschweine. Entschuldigung, das größte Tankschwein bist immer noch du.
Du tröpfelst immer nach. Hier an der Tanke haben wir keinen Einfluss auf den Preis. Den bestimmen doch die Raffinerien. Die machen das Benzin teuer. Dann kaufen wir uns das billige Rohöl Und wo finde ich die Raffinerien? Zum Beispiel in Leuna. Nein, nicht Sachsen-Anhalt. Wie weit ist das denn? Entschuldigung, mein Mann mosert ja häufig die falschen Leute an. Geht klar, kein Thema. Mach dir mal keinen Kopf. Das ist wahnsinnig kompliziert. Die Verantwortlichen auseinanderzuhalten. Das ist gar nicht so einfach, die immer auseinanderzuhalten. Schauen Sie mal. Haben Sie einen Bruder bei Shell? Willkommen in Leuna. Sie kommen zurecht. Ich würde gerne Rohöl kaufen und raffinieren.
Was brauche ich dazu? Eine Raffinerie. Aber unser Garage ist ja viel zu klein. Da steht ja schon mein Rudergerät. Ich glaube, wir müssen uns nicht zu überteuerten Preisen an die Tankstellen geben. So etwas kommt doch schon sauteuer an, das Rohöl bei uns. Wegen Putin. Der Rohölpreis ist im März 11 Cent gestiegen. Aber der Benzinpreis um 38 Cent. Als der Rohölpreis wieder gefallen ist, ist der Benzinpreis trotzdem oben geblieben. Damit hat Putin ja wohl nichts zu tun. Wir sind keine Kriegsgewinner. Die Raffinerie gehört total. Die Total-Tankstelle muss den Benzinpreis erhöhen, weil die Total-Raffinerie den Benzinpreis erhöht? Das können wir gar nichts machen, außer Gewinne.
Falls Sie jetzt zu einer anderen Raffinerie wollen, ich sage es nur aus Rücksicht auf Ihren Mann. Die Raffinerie in Köln gehört Shell. Die in Geltenkirchen BP. Ebenso wie die in Lingen. Die Raffinerie und die Tankstelle sind ein Verein. Gibt es eine Raffinerie, die nicht einem Mineralölkonzern gehört? Die in Karlsruhe. Die gehört Esso, Shell und Jet zusammen. Mir reicht es. Wir gehen jetzt zum Kartellamt. Boah, das ist in Bonn. Den Weg können Sie sparen. Die waren doch schon vor zehn Jahren bei uns und haben festgestellt, dass sie das nicht verhindern können. Das wird sich aber ändern durch das neue Kartellrecht mit Zähnen und Klauen. Wer macht das denn?
Robert, zusammen unterstützt von Christian Lindner. Wie? Und mit der Pointe muss ich jetzt in mein Solo? Bitte, bitte. Bitte, bitte. Man muss ja erst mal sagen, wir sind ja von der Entwicklung alle total überrascht worden. Da konnte ja keiner mit rechnen. Das war hier alles Tutti. Jetzt steigen die Preise hoch. Seit Putin in die Ukraine einmarschiert ist, sind die Mieten zum Beispiel in den letzten fünf, sechs Jahren geradezu explodiert. Manche mussten aus Kostengründen an den Stadtrand ziehen. Nur wegen Putin. Dieser ehemalige Heimdienstchef war mir schon immer suspekt, homophob und demokratiefeindlich. Eine Tour mit nackten Oberkörpern und erlegten Wilden.
Es hat seinen guten Grund, warum Olaf Scholz nicht oben ohne durch den Berliner Tiergarten reitet. Aber trotzdem, nicht alles wird halt teurer. Warum sind denn Scholz, Macron, Draghi und der rumänische Präsident Johannes so spät zu Silenski gereist nach Kiew? Wochen, nachdem alle anderen schon da gewesen sind. Weil sie wollten unbedingt mit dem Zug hin und haben auf das 9-Euro-Ticket gewartet. Anders kannst du dir doch Bahnfahren ja nicht mehr leisten. Es wird wirklich alles teurer. Auch diese sogenannten Ankerprodukte. Das sind Produkte, auf die man nicht verzichten kann. Das sind diese vier berühmten Bs. Butter, Benzin, Brot und Theater-Tickets. Waren sie kürzlich mal an einer Theaterkasse?
Ellenlange Schlangen. Die decken sich jetzt schon ein mit Hamsterkäufen, weil sie genau wissen, bald kommt der Winter. Dann gibt es keine Karten mehr. Nein, die Leute haben richtig Angst. Die Marktforscher haben das auch festgestellt. Jetzt wird auch das Einkaufsverhalten hinterfragt. Brauche ich das wirklich? Muss ich das wirklich haben? Viele Verkäuferinnen und Studierende überlegen sich jetzt dreimal, ob sie sich in diesen Tagen noch einen Tesla zulegen sollen. Die Verkaufskosten schießen so in die Höhe. Die Verbraucherschützer raten, eine Vierköpfchenfamilie soll 2000 Euro für Nachzahlungen zurücklegen. 2000 Euro haben sie vielleicht gelesen.
Was die Verbraucherschützer nicht sagen, es gibt überhaupt keine Vierköpfchenfamilien mehr. Nein, die deutsche Durchschnittsfamilie besteht seit Jahren nur noch aus zwei Mitgliedern. Single mit Hund. Aber es geht ja weiter. Wenn der Putin uns hier demnächst noch das Gas weiter abdreht, dann haben wir nicht genug Gas für den Winter. Dann reicht es nicht für alle. Dann müssen wir priorisieren wie in der Pandemie damals. Wer kriegt was, wer kriegt nichts. Dann kannst du dir an fünf Fingern abzählen, wer nichts abbekommt. Das ist doch klar. Es gibt in unserer Gesellschaft keinen großen Nutzen darstellen. Banken, Versicherungen und Immobilienmarkler.
Dann werden wir im Frankfurter Bankenviertel Wärmestuben errichten müssen. Die Lieferketten sind beschädigt. Die Handwerker haben kein Material mehr. Noch schlimmer, für das bisschen Material, was jetzt noch da ist, gibt es keine Handwerker mehr. Ich hatte ganz großes Glück. Wir hatten einen Rohrbruch. Er ist ein Bekannter meines Nachbarn. Also dessen Schwager. Der ist Klempner. Der kommt jetzt zum Glück Ende Februar. Komm, hör mir auf. Hier sind wir wieder bei der Große Preis. Die Inflationsshow. Begrüßen Sie mit uns unseren zweiten Kandidaten. Den Friedrich. Der saß doch eben noch in der Jury. Was der Sylter Blindfisch da gerade gemacht hat, das kann ich alle mal.
Ich bin Wirtschaftsexperte. Friedrich, dann demonstriere uns das doch mal. Wie schlägst du denn die Inflation? Ganz einfach. Ich mache das gerade vor. Indem ich dir die Inflation vorgegeben habe, dann schläge ich die Inflation vor. Dann schläge ich die Inflation vor. Ich mache das gerade vor, indem ich dir rate, Zinsschritte zu machen. Notfalls auch viele Trippelschritte. Du uple dir jetzt also für höhere Zinsen. So ist das. Der Fritze, das ist mein Mann. Die Kesselsohle rettet mein Sparburg. Wir müssen an die Ursachen ran. Je niedriger die Zinsen, desto höher die Verschuldung. Und desto höher die Inflation. Das merkt man sofort. Der Typ hat total Ahnung.
Sie meinen, Sie sagen, das wäre wie ich? Ja. Was sagen Sie jetzt genau? Wieso für niedrige Zinsen zur Inflation? Das Problem ist die steigende Geldmenge. Damit hätte ich ja jetzt gar kein Problem. Die EZB flutet Europa seit 20 Jahren mit Geld. Bei mir ist davon jetzt nichts angekommen. Das merkst du doch am Anfang auch gar nicht. Nach und nach wird es durch die Inflation immer schlimmer. Ich bin ein Millionär. Das ist furchtbar. Es reicht vollkommen, wenn ich Millionär bin. Ja, aber ich meine, wenn selbst du Millionär bist, dann ist ja das ganze Geld überhaupt nicht mehr wert. Aber es gibt doch gar keinen konkreten Zusammenhang zwischen einer wachsenden Geldmenge und der Inflation.
Doch, doch. Und ich kenne mich da aus. Das behaupte ich nämlich schon mein ganzes Leben lang. Really? Ist das nicht schon dein Leben lang widerlegt? Schau, Friedrich. Hier ist das Wachstum der Geldmenge. Und hier die Inflation. Also, die eine Kurve hat jetzt mit der anderen Kurve nicht so wahnsinnig viel gemeinsam. Ja, für mich leider auch nicht. Entscheidend ist ja auch nicht die Menge des Geldes. Weder die Geldmenge M1, die Barenlagen, noch M2, Termingeschäfte und Festverzinsepapiere, noch M3, also zum Beispiel Repo-Geschäfte. Entscheidend ist, ob das Geld auch als Nachfrage wirksam wird. Also die Umlaufgeschwindigkeit. Bei mir ist das Geld immer sehr schnell.
Also gut, dann sage ich das mit der Geldmenge eben nicht mehr. Dann sage ich eben nur noch, hohe Verschuldung bedeutet hohe Inflation. Really? Aber zwischen Staatsverschuldung und Inflationsrate sehe ich jetzt keinen Zusammenhang. Doch, doch, doch. Auch da können Sie mir blind vertrauen, dass das Geld nicht mehr als das Leben lang. Schau mal, Deutschland hat eine Staatsverschuldung von 70,9% und 7,6% Inflation. Ja, kein Wunder bei dieser Verschuldung. Aber guck mal, Frankreich hat viel höhere Schulden und eine geringere Inflation. Und Japan hat eine Verschuldung von 262,5%, aber nur 2,5% Inflation. Ja, spart denn hier überhaupt keiner mehr, oder wie?
Doch, die Türkei, die hat nur eine Staatsverschuldung von 43,7%. Ja, das ist es. Dann nehmen wir uns jetzt die Türkei alle zum Vorbild. Und 73,5% Inflation. Scheiße. Dranbleiben! Ulrich! Du musst... Du musst... Ulrich, du musst dranbleiben, denn gibt es eben keine statistischen Zusammenhangen, sondern mehr Gefühle. Gefühle? Nicht umsonst nennt mich die Süddeutsche ja auch einen gefühlten Wirtschaftsexperte.
Ähm, meinem Gefühl nach, meinst du wahrscheinlich, dass nicht die bestehenden Staatsschulden The Problem sind, weil sie als Bestandsgröße ja keine zusätzliche Nachfrage erzeugen, während die Neuverschuldung eines Staates eine Flussgröße ist, die eine hohe Nachfrage zusätzlich anheizen und damit die Inflation treiben kann. Also sagen Sie mir nicht gleich, was ich meine statt hier mit meinen Gefühlen zu spielen. Aber die Neuverschuldung spielt ja im Moment gar keine Rolle, weil wir ja gar keine hohe Nachfrage haben. Die Konsumausgaben sind ja obviously rückläufig, wie man hier sieht. Moment, Moment. Wir haben jetzt also einen Finanzminister, der offensichtliche Übergewinne nicht erkennt.
Jetzt haben wir einen Finanzexperten, der Zusammenhänge sieht, wo keine sind. Also gut, wenn alles, was ich fühle, nicht zu Ihren Fakten passt, warum haben wir dann bitte überhaupt eine Inflation? Haben wir ja eigentlich streng genommen gar nicht. Du verwendest den Begriff nur ein bisschen umgangssprachlich. Auch das noch, toll. Friedrich, bei der Inflation steigen die Preise wegen der hohen Nachfrage. Im Moment steigen sie, weil das Angebot wegen Krieg und gestörter Lieferketten in manchen Sektoren ein bisschen knapp ist. Eine starke Leitzinserhöhung würde da nicht helfen, sondern könnte die gesamte Wirtschaft in die Rezession stürzen.
Also wenn das so ist, dann nehme ich die Zinsschritte jetzt zurück. Freut mich, dass ich Ihnen helfen konnte. Hit it! Ich verstehe das nicht. Seit 20 Jahren, seit 20 Jahren, sage ich, die Inflation kommt durch die EZB und jetzt kommt es ja durch Janssen. Die Inflation kommt durch die EZB und jetzt kommt sie durch ganz was anderes. Also nicht mit mir, nicht? Und deswegen hat er ja auch alles in Bitcoin investiert. Und wie lief das so? Och Frank, och Frank. Und weißt du, wenn du was suchst, das garantiert steigt. Ich hab da einen ganz heißen Tipp für dich. Ja, was denn? Meine Nebenkostenabrechnung. Hi, ich bin die Armut. Kein Grund, so mitleidig zu gucken. Ich bin reicher als ihr alle zusammen.
Im Ernst, wisst ihr, wie viele Menschen mir gehören? Und was ich die alles tun lassen kann? Die schuften, die leiden, die verzweifeln, die hungern für mich. Wann hat das zuletzt jemand für euch getan? Ihr habt doch dieses Ding, das euch manchmal verrücktes Zeug vor in der Natur lässt. Wie heißt das nochmal? Liebe. Die Liebe ist nichts gegen mich. Allein schon, weil sie so selektiv ist. Bei euch muss es ja immer ein ganz bestimmter Mensch sein, der ja ach, so besonders ist. Mir ist das scheißegal. Ich bin die Armut, ich nehme sie alle. Und dafür sind mir die Leute treu. Die wenigsten verlassen mich.
Okay, vielleicht auch ein bisschen, weil sie den Wohlstand, den arrogannten Sack nicht haben können. Aber mir ist egal, ob ich eure erste Wahl bin. Hauptsache, die Menschen gehen in eine tiefe, unumkehrbare Bindung mit mir ein. Und am Ende kriege ich euch alle. Ich weiß, Wolfgang Kubicki sitzt jetzt zu Hause und sagt, mich nicht, mich kriegst du nicht. Aber weißt du, Wolfgang, es gibt mehr als eine Art von Armut. Materielle Armut, geistige Armut, emotionale Armut, moralische Armut. Du gehörst mir, du weißt es nur nicht. Ich besitze so viele Menschen. Wenn es eine Göttin gibt, dann mich. Über drei Milliarden Menschen gehören mir. Ungefähr 700 Millionen davon sind mir geradezu verfallen.
Sie schenken mir sogar ihre Kinder. Das ist krass. Das ist mir fast schon ein bisschen unangenehm. Für die muss ich gar nichts tun. Die werden einfach direkt in meine Arme hineingeboren. Wär ich ja verrückt, wenn ich die wiederhergebe. Aber ich bin so wütend. Ich bin so wütend. Und dann werden die erwachsen, also zumindest die, die überleben. Und dann schenken die mir auch wieder ihre Kinder. Ich will mich nicht beschweren, aber ihr macht es mir fast schon ein bisschen zu leicht. Vor allem ihr Wohlstandsgroupies, die ihr das ja ändern könntet. Aber ja, lasst es einfach passieren. Es ist so würdelos, wie ihr den Wohlstand umgarnt.
Wie ihr euch an ihn ran schmeißt und den nur für euch selbst wollt. Nicht mal mit Kindern teilt ihr ihn, wenn es nicht eure eigenen sind. nicht eure eigenen sind. Und vielleicht denkt ihr jetzt, ich sei hier die Böse, aber da macht ihr es euch ein bisschen zu einfach. In Sachen Diversity zum Beispiel macht ihr mir alle nichts vor. Ihr mit euren popeligen Frauenquoten. Ich besitze so viele Frauen, dass ich überlege, ob ich meine Männerquote einführen sollte. Aber auch schwarze, chronisch kranke Menschen mit Migrationshintergrund, all die Leute, die ihr marginalisierte Minderheiten nennt, bei mir sind sie die Mehrheit. Deshalb bin ich übrigens hier. Ich möchte mich bei euch bedanken.
Dafür, dass ihr Leute ausgrenzt, dass ihr sie diskriminiert, dass ihr sie ausbeutet, dass ihr darauf achtet, die Bildungschancen immer schön ungleich zu verteilen. Ohne euch wäre mein Reichtum gar nicht möglich. Und in letzter Zeit gebt ihr euch ja besonders viel Mühe für mich. Euer Pandemie-Management, vor allem das globale, ein Traum. Kurz hatte ich ja befürchtet, ihr würdet vielleicht alle zusammenhalten, würdet pandemiebedingte Wirtschaftseinbrüche als internationale Solidargemeinschaft auffangen, würdet Impfstoffe fair verteilen. Aber es war dumm von mir. Ich hätte mehr Vertrauen in euch haben sollen. Aus aktuellem Anlass möchte ich mich ganz besonders bei Wladimir bedanken.
Ganz ehrlich, seid wie Putin. Ist ja schön, dass ihr eure Klamotten bei Primark kauft. Aber so ein Krieg bringt mir persönlich schon ein bisschen mehr. Aber solange ihr den Klimawandel ordentlich vorantreibt, macht ihr eure Sache schon ganz gut. Ist ja auch eine Win-win-Situation. Ihr könnt euer Steak essen, über die Autobahn rasen. Und ich kriege meine Fluten und Hungersnöte und Wirtschaftskrisen und vielleicht ja bald auch mal wieder eine neue Pandemie. Ich wundere mich nur ein bisschen über euch. Ihr könnt das ja alles anders machen. Es gibt ja eigentlich genug Geld für alle und genug zu essen. Ihr müsstet es nur ein ganz kleines bisschen gerechter aufteilen.
Stattdessen gehört der Hälfte der Menschheit nur ein Prozent des Weltvermögens. Einem Prozent von euch gehört fast so viel wie den übrigen 99 Prozent zusammen. Das ist, als würde ich in meinen kleinen Finger so viel Essen pumpen wie in meinen gesamten restlichen Körper. Und euer einziges Argument dagegen, das zu ändern ist, bist du Sozialist oder was? Was streng genommen nicht im klassischen Sinn ein Argument ist. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich will euch nicht auf Ideen bringen, sonst ändert ihr das nachher wirklich noch. Und dann stehlt ihr mir meine Menschen und meinen Reichtum und glaubt mir, das Letzte, was ich sein will, ist armutsgefährdet.
Hier sind wir wieder bei der Große Preise, die Inflationsshow. Kommen wir zu unserem letzten Kandidaten, dem Olaf. Olaf, was machst du so beruflich? Nun, ich verstehen Sie bitte, wenn ich dazu noch keine endgültige Aussage treffe, da wird man in der Sache abwägen müssen. Es könnten einige... Mann, du bist Bundeskanzler, jetzt sage doch. Awkward. Das sind ja nicht so viele. Und wie schlägst du die Inflation? Ich darf an dieser Stelle meinen Inflation-Kandidaten auswählen, die in der Große Preise sind. Ich darf an dieser Stelle meinen Tweet zitieren. Meine Erwartung an die Unternehmen ist klar.
Einige Firmen fahren in der derzeitigen Situation mit den steigenden Energiepreisen besonders große Gewinne ein. Das ist nicht okay. Ich sag's nochmal, du bist Bundeskanzler, jetzt mach was. Also wenn der die Inflation tot labern kann, ist das bis jetzt der beste Kandidat. Ach, das ist dein Supertalent? Ich habe die Lage der Menschen genau im Blick und beobachte ständig die Entwicklung der Preise. Ach, von wegen, die einfachen Nöte der einfachen Leute, davon hat er überhaupt keine Ahnung. Der weiß ja nicht mal, was ein Liter Milch kostet. Das weiß ich sehr wohl. Das bewegt sich in einer Range um 1,79. Stimmt's? Ja, woher soll ich das wissen?
Die Einkäufer erledigt meine Frau, ich laufe ja nur hinterher. Ich kann Ihnen versichern, ich habe die Nöte Ihrer Frau genau im Blick. Was hast du? Was bringt mir das? 3,98. Das ist der Preis für eine Schale Erdbeeren. Außerdem haben wir ein 23 Milliarden Entlastungspaket geschnürt. Davon kann man eine Menge Erdbeeren kaufen. Ich kann Ihnen das mal umrechnen, wenn Sie möchten. Vielleicht später, Olaf. Aber kommt nicht über die Hälfte davon überproportional besser Verdiener zugute? Je mehr man verdient oder verbraucht, desto mehr wird man entlastet? Immerhin zwei Milliarden fließen aber gezielt an Bedürftig.
Da von dieser Stelle an die 200 Euro Soforthilfe für Hartz IV-Bedürftige erinnern, nicht wahr? Die Krise dauert ja noch lange. Eben. Und so eine Einmalzahlung bringt ja nur kurz was. Aber ein Einkommensmillionär bekommt unter dem Strich genauso viel wie ein Geringverdiener. Eben. Ich müsste eigentlich viel höher entlastet werden, damit ich überhaupt mal was spüre. Ich meine, ich brauche eine Lohnerhöhung. Dafür ist es leider zu spät. Das hätte der frühere Finanzminister umsetzen müssen. Aha. Und wie heißt er? Daran kann ich mich nicht erinnern, aber... Aber ich kann Ihnen gerne sagen, was für ein Kilo Stachelbeeren kostet. Und wieso ist es zu spät für eine Lohnerhöhung, Olaf?
Weil sonst die Lohnpreisspirale droht. Höhere Löhne würden auch die Preise verteuern. Und das würde die Arbeitnehmer zusätzlich ärmer machen. Really? Haben wir nicht eher eine Preis-Preisspirale? Weil sich die über die Energieverbrauchung und die Lohnpreis-Spirale über die Energieverbrauchung und die Lohnpreis-Spirale über die Energiekosten importierte Inflation und von Unternehmen bestimmte Konsumentenpreise gegenseitig verstärken? Ich meine, die Löhne, die Löhne kommen nicht hinterher. Ja. Und dass sich das nicht ändert. Deswegen wollte ich ja auch die konzertierte Aktion.
Also der Arbeitnehmer soll durch Lohn-Zurückhaltung nachträglich eine Inflation verhindern, die von Unternehmerseite längst befeuert wurde. Ja, Sie können mich gern auch noch kritisch zu Preiselbeeren befragen. Nein, Olaf, können wir mal ganz kurz bei der Lohnpreisspirale bleiben. Also du versuchst die steigenden Preise mit stagnierenden Lohnen zu bekämpfen. Kumpquats 249. Das gibt's aber nicht, mein Wernsitzvermögen ist bald weg und der quatscht mir hier oben in die Ohren. Turocco Orangen 4,98 das Kilo. Kommt da noch was? Ja. Tamarillos 2,98. Tamar wat?
Sag mal, Olaf, Entschuldigung, aber anstatt alle Obstpreise auswendig zu lernen, was wirklich schwierig ist, könntest du nicht einfach die Hartz-IV-Sätze anheben? Könnt ich. Das war's. Das war die Anstalt. Heute Abend mit Sarah Bozecki, Andulja von Romatowski, Judith Richter und Frank Lüdecke. Danke schön. Vielen Dank.
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