. . . . . . . . . . . . . . Herzlich willkommen zur ersten Anstaltplatte. Wir haben keine Zeit für diese überkommenen Rituale. Lassen Sie uns gleich den nächsten Skandal los treten. Wieso den nächsten? Wieso? Haben Sie meine letzte Sendung nicht gesehen? Sie haben eine Sendung ohne mich gemacht. Ohne Sie habe ich Christian Lindner gestürzt. Cool, Christian Lindner ist zurückgetreten. Er musste sich in seinen Flitterwochen mit der Anstalt beschäftigen. Und das ist noch nicht alles. Porsche-Chef Oliver Blume musste sich nach meinen Enthüllungen beruflich verändern. Wow, ist der jetzt nicht auch VW-Chef? Sie haben ohne mich eigentlich nichts erreicht. Oh doch, einen Hashtag. Porsche-Gate. Schauen Sie, das war großartig. Ich war lauter Artikel. Ich war hier, Lindner und Porsche-Chef Blume sollen sich abgesprochen haben. Weil der Blume hat ja erzählt, dass er stündlich mit dem Lindner telefoniert hat, um GE-Fuels in Brüssel durchzusetzen. Und der Lindner hat gesagt, er hat gar kein Telefon. Wow. Wow. Sie haben quasi herausgearbeitet, dass Lindner und Porsche so sind. Wie lange haben Sie denn für die Recherche gebraucht? Welche Recherche? Aber der Blume hat ja noch mehr gesagt. Ja, natürlich. Ich habe mir den Knaller doch aufgehoben, bis Porsche an der Börse ist. Und jetzt? Ja, Lindner Blume anschnallen. Passen Sie auf, er hat das hier nicht nur das gesagt, sondern er hat auch noch gesagt, wir sind sehr froh darüber, dass das am Ende funktioniert hat. Wir müssen da jetzt noch mal ein bisschen nachschärfen, bis es auch tatsächlich so ist. Und dann hat er gesagt... Was ist denn? Für mich trägt das eindeutig die Handschrift von Christian Lindner. Das ist... Herr Uthoff, nee, nee, nee. Ich habe es immer gewusst. Das kommt irgendwann eindeutig im Blackout. Herr Uthoff, das muss so sein. Das europäische Stromnetz ist gerade unkontrolliert zusammengebrochen. Das wird Wochen dauern. Ich weiß wirklich nicht, warum die bei BildTV sie nicht genommen haben. Das ist doch reine Panikmache. Dieses Narrativ vom Blackout wird doch von den Rechten und von den Konservativen seit Jahren durchs Land getragen, um die Energiewende madig zu machen. Dabei ist unser Netz, seitdem wir die Erneuerbaren eingespeist haben, noch deutlich stabiler geworden. Im letzten Jahr, im gesamten Jahr, gerade mal 11 Minuten Deutschland ohne Strom, das ist Rekord. Ja. Aber jetzt ist es halt gerade dunkel. Ja, hallo, guten Abend, meine Damen und Herren. Willkommen. Ich bin Abdelkarim, der Blackout. Viele reden darüber, das ist Abdelkarim. Die einen sagen, er kommt wirklich. Die anderen sagen, nein, es ist ein rechtes Narrativ. Ich muss ehrlich sagen, Blackout wäre schlimm. Aber man muss auch sagen, wenn es dunkel ist, habe ich wenigstens keine Probleme mehr wegen meinem Aussehen. Und das sind doch Nachrichten. Abdelkarim, das Ganze... Was, bitte, was soll denn das jetzt? Ihr habt doch gesagt, wenn das Black kommt, ist mein Auftritt. Nein, das ist kein Black, ja? Das ist auch kein Blackout. Das liegt wahrscheinlich nur am Sicherungskasten, Himmel. Gott sei Dank gehöre ich ja noch einer Generation an, die sich selbst zu helfen weiß, ja? Der Sicherungskasten! Herr Ottoff! Der Sicherungskasten ist in die andere Richtung. Ich weiß. Tut sich was? Keine Ahnung, ich sehe nichts. Ach, Jesus. Dann weiß ich auch nicht weiter. Gut, dass sich wenigstens irgendwer vorbereitet hat. Kommen Sie mit. Was ist jetzt? Das muss man selber machen. Was ist das denn? Was ist das denn? Grundgütiger, Herr von Wagner. Was ist das? Das ist das Stromausfallpaket Komfort. Geil. Was ist das hier? Das ist eine Stirnlampe. Stirn hab ich. Unsere Vorräte sind begrenzt. Das heißt, wenn wir länger aushalten wollen, dann müssen wir jetzt entscheiden, wer von uns am wenigsten überlebensfähig aussieht. Hier im Raum. Schauen Sie mal, der macht es nicht mehr lange. Können wir nicht einfach den... Herr von Wagner, bitte. Das ist doch nicht ernst hier, oder? Tütensuppen? Wasserentkeimer? Ein Kurbelradio mit Solarzelle? Sie waren diesen Sommer sehr lange alleine. Machen Sie nur Ihre Witze. Das ist nämlich das Problem mit dieser Wohlstandsgesellschaft, dass es nicht mehr kulturell verankert ist, und es nicht mehr so viel zu essen hat. Bei uns heißt das Ramadan. Und wenn das Ramadan ist... Wenn das Ramadan ist, warum essen Sie dann meine Kekse? Ramadan, wenn es dunkel ist, darf man essen. Okay. Ich akzeptiere das. Essen Sie ruhig. Seien Sie ein bisschen sparsam. Das sind die teuren, ja? Okay. Schauen wir mal nach, was wir als erstes... Ah, das ist am wichtigsten. Das ist die Broschüre von Bundesamt für Wirkungs-, Schutz- und Katastrophenhilfe. Die sagt ganz klar pro Person für 10 Tage 20 Liter. Kein Thema, kein Thema. Ich habe ja schon sechs Kisten Chateau Margot in meiner Garderobe. Problem, der müsste noch zwei Jahre liegen. Sie sollten das ernster nehmen. In einem Blackout, da hat man nichts. Da hat ein flächendecker Blackout... Das heißt, man hat kein Trinkwasser, keine Energie, keinen Strom, keine Wärme, keine Heizung, keine Kommunikation. Nichts! Sie klingen echt ein bisschen anders. Wie diese komischen Paranoiden. Die einfach sinnlose Sachen zu Hause hamstern. Deutsche. Machen Sie Ihre Witze. Das hier ist der Bericht des Büros für technisch folgende Abschätzung des Preises zum Bundestages. 2011 hat dieses Büro ganz klar beschrieben, was ein flächendeckender, lang andauernder Blackout für einen Einfluss auf die deutsche Gesellschaft hätte. Die haben geschrieben, die Verteilung von Lebensmittellieferungen kann trotz größter Anstrengungen nur ungenügend gewährleistet werden. Da reicht die noch nicht. Innerhalb einer Woche kommt es zum weitgehenden Zusammenbrechen der medizinischen Versorgung. Der Blackout wäre, Zitat, eine nationale Katastrophe. Und für wie wahrscheinlich halten die so ein Szenario? Für gering. Aber wie wahrscheinlich war die Finanzkrise? Wenigstens trifft der Blackout auch das Finanzwesen. Selbst bei einem großflächigen und lang andauernden Stromausfall zeigt sich das Finanzdienst- und Leistungssystem als relativ robust. Endlich gute Nachrichten. Aber ich habe auch noch ein Zitat. Robert Habeck, der Leibhaftige, hat gesagt, wir haben wirklich sehr hohes Versorgungssicherheit im Stromsystem. In Deutschland, aber sag denen der Sammelschienenkuppler etwas. Der was? Der Sammelschienenkuppler. Das ist der Dating Service der Caritas. Letztes Jahr stand Europa nur Sekunden vor einem europaweiten Blackout. Was ist denn ein Sammelkippenschummler? Das ist ein Sammelschienenkuppler. Das ist ein Teil. Das ist jetzt nicht entscheidend. Das entscheidende ist, dass das Teil in Kroatien sich abgeschaltet hat. Der Schuppenkippenschummler. Stromleitungen waren überlastet. Dann kam das französische Stromnetz zu einer Frequenzstörung. Und dann? Diese Frequenzstörung wurde nach 15 Sekunden wieder behoben. Sie müssen dringend an ihrer Schlusspointe arbeiten. Ich hörte die ganze Zeit nur der Blackout. Der Blackout wurde verhindert. Natürlich wurde der verhindert, weil man große Industrieverbraucher vom Stromnetz genommen hat in Frankreich und Italien. Sorry, ey Jungs. Das WLAN in der Garderobe funktioniert. Ist Ihnen auf dem Weg nichts anderes aufgefallen? Wir haben einen Blackout. Blackout? Ja. Das ist genau das, was ihr in der Anstalt die ganze Zeit fordert. Kein Gas, keine Kohle, keine Atomenergie. Ihr habt das schön hingekriegt. So, hier. Eine Industriegesellschaft gezählt. Die olle Kamelle hier. Der Stresstest der Netzbetreiber hat doch gezeigt, wir brauchen Atomkraft gar nicht. Herr Uthoff, haben Sie diesen Stresstest eigentlich gelesen? Ich kenne zwei Leute, die das getan haben. Okay. Herr Uthoff, wenn Sie den selber gelesen hätten, dann wüssten Sie nämlich, dass da drin steht, dass wegen der äußerst angespannten Lage der Stromversorgung drei laufende Kraftwerke ein Baustein zur Beherrschung kritischer Situationen wäre. Aha. Welche kritischen Situationen? Der Szenario 3 hat ganz klar gezeigt, dass es bis zu zwölf Stunden Lastunterdeckungen sein könnten. Lastunterdeckungen? Das war ... Das ist der Bestattungsservice, der Caritas. Das heißt, dass wir keinen Strom haben. Was, wer? Über zwölf Stunden keinen Strom. Brutal? Nein, über den gesamten Winter verteilt. Allerdings haben die ... Ein Netzbetreiber hat geschrieben, da würden Sie dann ein paar Industrieverbraucher und private Verbraucher stundenweise vom Netz nehmen und wieder hochfahren. Das klingt nicht nach einem Blackout, Herr von Wagner. Nee, klingt es nicht. Das hatte ich erst gelesen, da hat die ganze Scheiße hier schon bestellt. Mein Gott! Aber eine Sekunde, es ist kein Blackout, aber es ist trotzdem dunkel. Ja, also bei den meisten in Deutschland geht ja das Licht aus, weil die die Stromrechnung nicht bezahlen können. Ja, aber der Uthoff hat doch mit Sicherheit Strom bezahlt. Herr Uthoff? Stromrechnung? Stromrechnung? Ja, doch immer der Herr von ... Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst, oder? Die habe ich ... ... vergessen. Aus Protest habe ich die vergessen. Ja, ich wollte ein klares Zeichen setzen. Und zwar dagegen, wie die Börse den Strompreis in die Höhe jagt. Das ist nämlich skandalös. Das sollten Sie sich anschauen. Hier, ich zeige Ihnen das mal. Da sehen Sie das Strommarktdesign. Nein, das sehe ich nicht. Ein Stromrad. Auf den paranoiden Wagen von Wagner ist doch Verlass. Warten Sie gleich. Warten Sie gleich. Wann denn gleich? Da, da, passen Sie auf. Da sehen Sie es. Hier sehen Sie, das ist der deutsche Strombedarf. Ja, pendeln Sie sich gleich ein. Und diesen Strombedarf zu decken, müssen die Energieversorger jeden Tag an der Börse Strom zukaufen. Dann die nichtsteueren aus Atom, Braunkohle. Dann kommt die schon teure Steinkohle. Und am Schluss das sauteure Gas. Das nennt sich Merit Order. Und jetzt zeige ich Ihnen den Hammer. Passen Sie auf. Das ist ... Nein, so zeige ich Ihnen den Hammer nicht. Ich zeige Ihnen den Hammer so. Schauen Sie. Das ist nämlich ... Jeder Stromerzeuger bekommt denselben Strompreis für seinen Strom. Verstehen Sie? Der Strompreis orientiert sich immer am teuersten. Am Gas. Egal wie teuer das Gas wird. Verstehen Sie? Das ist das Prinzip. Das heißt, der Strommarkt macht aus der Explosion im Gassegment eine Stromkostenkatastrophe für uns alle. Äh, Moment mal. Das heißt, die Kernkraftwerke, die für wenig Cent produzieren, machen sich die Taschen voll? Da muss ich hin. Das ist doch ganz klar. Guck mal, erst mal hier die Ökostromanbieter. Hier mein Nachbar mit der hässlichen Solaranlage. Der verdient eine goldene Nase. Nee, nee, nee. Der kriegt ja nur eine winzige Einspeisevergütung. Ja, Gott sei Dank. Sonst wird der Öko auch noch reich. Aber die Netzbetreiber werden reich. Nein, nein, die Netzbetreiber, die müssen die Milliarden, die sie gewinnen, auf staatliche EEG-Konto einzahlen. Ja, aber irgendeiner muss doch hier reich werden. Ja, eine Menge. Aber bei den Erneuerbaren eigentlich nur die Betreiber der großen Solar- und Windparks. Nicht wahr? Die dürfen die ganzen Milliarden, die sie jetzt einsacken, behalten. Nicht aufs EEG-Konto einzahlen. Obwohl sie jahrelang durch die EEG-Umlage gefördert worden sind. Wie viel liegt denn da jetzt Geld auf diesen EEG-Konten? 17 Milliarden. Und das nur von den kleinen Ökos. Und der Lindner weiß ja noch gar nicht, was er mit der Knete machen soll. Ja, weil eben der Blume das noch nicht gesagt hat. Köstlich. Köstlich. Ich fand das am interessantesten. Sie wollten ja eigentlich gerade zur Kritik anheben von der großen bösen Strombörse, sind abgebogen, an einer bösen Ökostromanbieter. Das hab ich nicht kommen sehen. Ich dachte, Sie machen bei der Anstalt immer das, was Sie machen, wenn Sie im Dunkeln tappen. Marktschälte. Sagen Sie mal, wer sind Sie denn? Oh, ich bin derjenige, der dafür sorgt, dass das Licht anbleibt, wenn man seine Stromrechnung bezahlt. Ich bin der Markt. Dann sind Sie verantwortlich für dieses idiotische Merit-Order. Und da ist sie wieder, die Marktschälte. Sehen Sie, Merit-Order, das ist keine böse Erfindung. Der böse Strombörse, das ist einfach eine Beschreibung der Realität. Aber so bilden sich einfach Preise auf transparenten Märkten mit austauschbaren Gütern wie Weizen, Öl und, lasst mich überlegen, Strom. Ja, aber den Preis kann ja keiner mehr zahlen. Und es ist doch unsinnig, jemanden, der billig Strom herstellt, dasselbe Geld zu zahlen wie jemand, der dabei hohe Ausgaben hat. Gegenfrage. Warum sollte man jemanden, der es schafft, billiger Strom zu produzieren, für denselben Strom weniger bezahlen als jemanden, der hohe Kosten hat? Das ist... Na gut. Aber schauen Sie, wenn jetzt jeder nach seinen Kosten bezahlt werden würde, dann würde das den Strompreis im Durchschnitt ja stark senken. Das können Sie doch hier sehen. Wo? Ich sehe gar nichts. Ich zeige es Ihnen. So würde der Durchschnittspreis nämlich aussehen, wenn wir jeden nach seinen Kosten zahlen würden. Da. Theoretisch. Aber welcher Erzeuger sollte denn so einen geringen Preis nehmen, wenn er weiß, dass er diese wunderbaren Börsenpreise abrufen kann? Westfalenwind. Zum Beispiel. Ja, ein kleiner Ökostromanbieter, die auch jetzt noch ihren Ökostrom billig an die Kunden weitergeben. Verstehen Sie? Windkraft aus der Region. Die haben ihr Konzept sogar dem Verbund der erneuerbaren Energien vorgeschlagen. Oh, interessant. Und wie war deren Antwort? Welche Antwort? Seht Sie. Weil die verstanden haben, dass es gut ist, Gewinne zu machen. Wenn Investoren sehen, wie viel Profit gemacht werden kann mit Ökostrom, dann fließt das Kapital automatisch in erneuerbare Energien. Das ist doch Unsinn. Mit Ihrem Strombörse ist noch kein einziges Kraftwerk errichtet worden. Das geht ja auch überhaupt nicht. Schauen Sie mal an. Wie sich der Börsenstrompreis im letzten Jahr entwickelt hat. Gucken Sie mal da. Schauen Sie hier. Mit der Kurve kriegen Sie doch bei keiner Bank jemals einen Kredit. Diese Börse passt nicht zu den Erneuerbaren, weil sie sich an Brennstoffkosten orientiert und Wind und Sonne ist aber doch umsonst. Wie sollen wir den Leuten dann erklären, dass Solar teurer wird, nur weil Putin am Gashahn dreht? Sagen Sie ihnen einfach, dass die Sonne aus dem Osten kommt. Ja, was denn? Hören Sie. Kleiner Schatz. Kleiner Schatz. Diese hohen Stromkosten sind doch nichts anderes als Preissignale an die Verbraucher. Der Preis hat sich verzehnfacht. Für wen ist das ein Signal? Für Schwerhörige. Hätten Sie sich denn letztes Jahr auf Ihren Hometrainer gesetzt, um Strom zu sparen? Und da gab es doch diese Klimakrise auch schon und Ihren kleinen süßen Bauchansatz. Der Verbrauch nimmt aber weiter zu. Verstehen Sie? Ihr Preis, trotz Ihres Preissignals, gehen doch irgendwann die mittelständischen Betriebe pleite und in den Wohnungen erfrieren die armen Leute. Zugegeben, das ist ein Übergangsphänomen. Aber nicht für die Leute. Wir müssen diesen Strommarkt umdesignen. Geben Sie den Leuten ruhig Almosen, aber lassen Sie den Strommarkt in Ruhe. Er ist perfekt so wie er ist. Glauben Sie mir als perfektes Abbild der Preisbildung für homogene Güter wie Weizen und wie... Strom ist aber kein homogenes Gut, denn es gibt den einen Strom, der dreckig ist und die Lebensgrundlagen ruiniert und dann den anderen, der das nicht tut. Gut und das interessiert die Glühbirne, weil? Das interessiert meine Kinder und vermutlich meine Enkel. Und deswegen müssen wir diesen Strommarkt von Grund auf verändern. Jeder muss seinen Strom einfach selbst herstellen. Verstehen Sie? Nein, hören Sie auf, sich zu bewegen. Waren Sie? Ich komme kurz runter. Nein, nein, nein. Oh Gottes Willen. Ich lasse mir doch meinen Strommarkt nicht umdesignen von jemandem, der sich schon auf dem Bild zu seinem eigenen Stromkasten verläuft. Ich weiß, Sie machen mit Kritik Ihr Bild. Aber Sie sollten wenigstens denekritisieren, die Sie verstehen. Lernen Sie verstehen. Lernen Sie den Markt kennen. Kommen Sie, Herr Uthoff, wir machen einen kleinen Ausflug. Lernen Sie ihn kennen. Herzlich Willkommen auf dem Markt. Herr Uthoff, jetzt ist mal gut hier mit Ihrem Protest. Übrigens, drei Minuten warm duschen, zehn Stunden strampeln, das wird doch eh nichts. Wir kaufen jetzt mal schön Strom für die Studiebeleuchtung. Sagen Sie mal, jeder Mensch weiß doch, wie teuer Sachen auf dem Markt sind. Seitdem der Markt liberalisiert wurde, hat sich der Preis für den Strom für die Verbraucher mehr als verdoppelt. Deswegen greifen Sie jetzt zu, billiger wird es nicht mehr. Ja, nur immer teurer. Aber wir müssen ja diese Preise nicht bezahlen. Wir sind ja jetzt Teil eines freien Marktes. Greifen Sie einfach zu einem Stromersatzprodukt. Mit welchem Produkt sollen wir Strom denn ersetzen? Ja. Sehen Sie, wir haben noch mal keine Wahl. Ja, aber Auswahl. Was für eine Auswahl. Schauen Sie, durchschnittlich jeder vor Ort in Deutschland kann sich auswählen zwischen fast 160 verschiedenen Anbietern. 160? Na ja, das ist jetzt nicht mehr so schlimm. Die meisten Anbieter nehmen gar keine Kunden mehr an. Es sind ja doch 32 übrig geblieben wegen der Krise. Aha. Ja, prima. Dann probieren Sie doch jetzt mal, Herr Uthoff. Ja, was soll ich? Ja, ist doch das Tolle an dem Markt, dass man da auch was probieren kann. Also gut. Und? Bitzelt im Abgang. Leichter Anklang von was vor sieben. Wenn Sie das nicht mögen, Sie können natürlich auch mit der Wahl eines Ökostroms ökologische Akzente setzen. Oder Sie können von EV-einfach den SV-Smart-Tarif nehmen. Da kriegen Sie doch eine Playstation dazu. Sind Sie devidof? Wie so eine Playstation? Keine Ahnung, aber EV-einfach gilt als Kunden-Champion. Mit dem höchsten Grad an emotionaler Kundenbindung. Ich möchte keine emotionale Bindung zu meinem Strom. Wir müssen jetzt auch nicht EV-einfach nehmen. Hier ist doch ganz viel. Also hier, schön. E-prima, E-primo, N-V-A-M, Suwak, L-E-W, Bayernwerk, Stromgärmering, Lidl-Strom. Sieht für mich alles gleich aus. Ja, das liegt daran, dass Sie nicht richtig hingucken. Das liegt daran, dass ich richtig hingucke. Schauen Sie mal. EV-einfach gehört zu Ion. E-primo gehört zu Ion. N-V-A, schauen wir mal. Ion. Suwak, Ion, L-E-W, Bayernwerk, Stromgärmering, Lidl bekommt den Strom auch von Ion. Alles Ion. Das waren doch jetzt gerade mal erst acht Marken. Damit deckt jetzt Ion gerade mal 30 Prozent des deutschen Marktes ab. 30 Prozent? Ja, aber deutschlandweit. Es geht ja jetzt eigentlich um die Auswahl vor Ort. Ja, genau. Vor Ort sind ja am Mai 70 Prozent der Kunden von Ion. 70 Prozent? Ja, ist doch viel besser als früher. Da gab es pro Region nur einen Anbieter. Ja, und jetzt gibt es mehrere Vergleichsportale. Wie heißt sie? Verivox, Check24, Verivox hat hauptsächlich Ion-Tarife anbieten. Ja, aber ich habe gelesen, dass da jeder Anbieter nur zwei Strom-Tarife hinstellen kann. Also es ist total fair. Ja, und da trifft es sich gut, dass Ion bundesweit etwa 160 Marken besitzt, mit rund 800 Tarifen. 800 Tarife? Aber es gibt doch nur einen Strompreis. Ja, ja, an der Börse. Aber sehen Sie, die Stromversorger veredeln den Strom, bevor er zu Ihnen nach Hause kommt. Womit? Mit einer Playstation. Oder einer Xbox. Die müssen sich ja unterschreiben. Also wir brauchen keine Spielekonsole, wir brauchen jetzt Strom für die Sendung. Ja, plus extra Sport, Uthoff. Gerne, das macht derzeit so 42 Cent pro Kilowattstunde. Das ist ja saftig. Ja, aber es muss ja unbedingt Strom vom Markt sein. Ja, weil auf so einem Markt, da können wir uns selber aussuchen, von welcher Marke der Strompreis explodiert. Herr Uthoff, so, jetzt probieren Sie doch halt hier mal einen von Ihren Öko-Strom-Dingern. Oh, ist gut. Und? Strom! Aus der Dose! Wie, Konserve? Frisch aus dem Netz. Schon bio? Ja, ja, ja, ja, auch bio. Wie auch? Sehen Sie, der im bundesweiten Strommix ist natürlich auch Ökostrom enthalten, um die 50 Prozent Wind, Solar, Pipapropen. Wieso 50 Prozent? Moment, Moment, Moment mal, aber hier, bei dem E-Primo, da steht doch 100 Prozent Ökostrom. Ja, ja. Moment. Da ist doch Gas drin. Ja, vielen Dank. Das ist ja auch Physik, ich meine Physik. Sehen Sie? In Deutschland haben wir ganz viele Stromquellen. Schauen Sie sich das an. Wir haben zum Beispiel Atomenergie, wir haben Fossilenergie, wir haben erneuerbare Energien und alle fließen zusammen in den sogenannten Stromsee. Und von dort strömt der Strom, deswegen heißt der Strom, als Verbraucher. Moment mal, das heißt ja, dass in dem Ökostrom, den Sie mir da angeboten haben, genauso viel Kohle und Gas drin ist, wie bei jedem anderen durchschnittlichen Stromanbieter. Das habe ich Ihnen doch gerade erklärt. Also es geht doch auch um Finanzströme. Herr Uthoff, wenn wir jetzt in so einen Ökostrom hier investieren, unser Geld geben, dann nutzen die das ja, um mehr davon zu bauen und das fließt ja dann wiederum in den Stromsee und das verändert den Mix. Richtig? Richtig? Optimistisch ausgedrückt. Ja, ja, ja. Denn von diesen Ökostromanbietern, von diesen 1200 machen das ja so richtig, genau genau, 12. Das ist 1%? Was machen denn die anderen 99% Ökostromanbieter? Gut, die sind verbandelt mit den großen Stromkonzernen, die machen Kohle, die machen Gas, die machen Ökostrom machen die eher so, also die erneuerbare Energien machen die so und dann labeln die das als 100% Ökostrom. Ach, und wie geht das? Ach, was mache ich denn das mal vor? Das geht ungefähr so, nehmen wir irgendeinen so und dann machen wir das so da drauf. So, sieht ja schön aus, ne? So. Aber das ist doch Etikettenschwindel. Nein, ich glaube, Sie verstehen das nicht richtig. Diese Ökostromanbieter, die kaufen ja keinen grünen Strom. Die kaufen Herkunftsnachweise für grünen Strom. Zum Beispiel von Wasserkraftwerken in Norwegen, Alten. So, und dann kleben die das auf ihren Kohlestrom und vermarkten das als Ökostrom. Aber das ist doch Etikettenschwindel. Nee, das ist kein Etikettenschwindel, dann wäre es ja nicht erlaubt, ne? Mhm, mhm. Das heißt, in Wahrheit verändere ich mit meiner Kaufentscheidung hier gar nichts. Doch, doch, hier, Norwegen produziert offiziell jetzt weniger grünen Strom. Ja super, Sie Öko, das haben Sie jetzt geschafft, ne? Sie haben Norwegen verschmutzt. Die haben halt jetzt weniger Herkunftsnachweise, weil die alle bei uns sind, nicht? Und wir produzieren dadurch offiziell mehr grünen Strom. Ja, aber doch auch nur auf dem Papier. Am Strommix ändert sich doch gar nichts. Ja, also Moment, wir haben ja jetzt immerhin schon 50 Prozent Erneuerbarkeit. Ja eben. Ja, das heißt doch, dass der Strommarkt das auch bewerkstelligt hat, oder nicht? Aha? Ja, ja, also man kann jetzt nicht sagen, er hat das ganz allein gemacht, der Markt, das war, im Grunde war es eigentlich ganz allein der Staat mit dem EG-Gesetz. Na, sagen Sie, was macht Ihr Markt eigentlich die ganze Zeit? Oh, wir denken uns Namen und Tarife aus. Wollen Sie eine Playstation oder eine Xbox jetzt? Also es scheint ja jetzt eh wurscht zu sein, ja? Ich nehme jetzt den hier. Oh, eine gute Bar. So, zack. Die Rechnung dann an Herrn Uthoff, ne? Weiter geht's. Das ist doch aber gar kein freier Markt. Sie simulieren doch hier nur einen echten Markt, ne? Wie sollte auch richtiger, echter Wettbewerb stattfinden, ne? Das sind all diesen Anbietern, ja? Wenn es, aha, für alle nur eine einzige Leitung gibt, verstehen Sie? Kann doch kein Wettbewerb sein. Da sind Sie aber was ganz heißen auf der Spur, Sherlock. Lassen Sie mich das nochmal erklären. Schauen Sie, natürlich gibt es einen Markt für die Stromversorger und es gibt einen Markt für die Stromerzeuger. So, jetzt gibt es natürlich keinen Markt fürs Stromnetz, weil sonst müssten ja alle ihre eigenen Stromnetze verlegen, parallel, ne? Das ist ein natürliches Monopol Sie könnten natürlich nicht diese Netze besitzen. Nichts sonst könnten Sie Monopolgewinne einfahren und den Wettbewerb verzerren. Das bedeutet also, das deutsche Hochspannungsnetz gehört dem Staat? Ja, dem Niederländischen, zumindest zu diesem Drittel. Was, Moment mal, unser Stromnetz gehört einer ausländischen Regierung? Seien Sie doch froh, dass ein EU-Partner ist und nicht China geworden ist, weil die wollten das auch. Aha, und wem gehört der Rest? Ach so, ja, Russland. Scherz. Sie hätten sein Gesicht sehen sollen. Nein, das teilen drei Konzerne unter sich auf. Na, sagen Sie, es sind nicht so fällig RWE, Wattenfall und Eon? Wo denken Sie denn schon wieder hin? So war das nur bis vor 10 Jahren. Und was ist dann passiert? Oh ja, dann kam die EU und hat gesagt, wer kontrolliert hier eigentlich die Netze? Und dann haben die großen Stromkonzerne gesagt, ja, ja, das würden sagen wir, passen auf uns selber auf, weil groß genug sind wir ja. Nein, und dann hat die EU sich nicht überzeugen lassen. Leider. Und dann musste verkauft werden. Sehen Sie, Eon hat verkauft an Tenet. Das ist dieses niederländische, so eine Staatsholding. Wattenfall musste verkaufen an 50 Hertz, ein belgischer Netzbetreiber. RWE hat verkauft an eine Amprion. Auch Benelux oder? Nein, Deutschland. Das ist ja so eine Holding aus Commerzbank, Versicherungen und Vorsorgewerken. Also deutscher geht es nicht mehr, wenn Sie das beruhen. Ja, ja. Ungemein. Und was ist im Südwesten passiert? Oh, EnBW musste seine Netze abgeben an TransnetBW. Ah. Wem gehört TransnetBW? EnBW. Hören Sie, EnBW ist doch ein Stromversorger. Und Sie haben ja doch gerade erklärt, dass Stromproduktion und Netzbetrieb getrennt werden müssen. Ja, ja, die sind auch ganz streng getrennt, weil wenn man da ganz streng hinschaut, da sind das auch zwei ganz unterschiedliche Firmen. Aber die können doch auch nicht so gut arbeiten, verstehen Sie, um sich Vorteile gegenüber den Wettbewerbern rauszuschlagen, zum Beispiel gegenüber RWE. Machen Sie keine Sorgen um RWE. RWE hat ja 25 Prozent von Amprion. Das arme EON kriegt gar nichts. Es gibt ja nicht nur Übertragungsnetze. Schauen Sie, es gibt ja auch diese Verteilernetze und da hat EON, nicht, schon gut über 50 Prozent. Also nach dem Deal mit RWE. Was für ein Deal? Sie stehen auf der Leitung. Ach, sind wir jetzt schon mal auf der Leitung? Nein, nein, Sie stehen wirklich auf der Leitung. Gehen Sie runter, das ist gefährlich. 2019 hat RWE seine Netze verkauft an EON und EON seine Kraftwerke an RWE. Aha. Und das Bundeskartellamt hat dem Geschacher einfach zugeschaut. Natürlich nicht. Die haben sofort eine marktbeherrschende Stellung von RWE konstatiert. Nachdem Sie den Deal durchgebunken haben. Sonst hätten Sie ja keine marktbeherrschende Stellung konstatieren können. Da kümmert sich also jeder schön um sein eigenes Geschäftsgebiet. Was hat denn das mit Wettbewerb zu tun? Ach so, ja, EON und RWE haben versprochen. Versprochen, dass sie noch Konkurrenten bleiben werden. Auch wenn RWE 15 Prozent von EON gehören. Sagen Sie mal, dann ist es doch rein theoretisch möglich, nicht wahr? Dass EON mit den sappen Profiten aus dem Netzbetrieb, nicht wahr? Den eigenen Strom einfach ein bisschen subventioniert und sich damit Vorteile auf dem Strommarkt gegenüber den anderen Anbietern verschafft. Sie mit Ihren Theorien. Schauen Sie, der Netzbetrieb ist nicht so viel ab. Was haben die an Rendite gemacht? So über 6,91 Prozent oder so. 6,91 Prozent? Das ist doch eine fette Rendite. Haben die so großartig gewirtschaftet oder? Nein, das ist staatlich festgelegt für eine Bundesnetzagentur. Das ist ein gerechter Lohn für unternehmerisches Risiko. Wie groß ist denn das unternehmerische Risiko bei einem fast monopol Betrieb mit staatlich festgelegter Rendite? Das lässt sich ganz schwer beziffern. Sagen Sie mal, kann diese Bundesnetzagentur nicht ein bisschen weniger großzügig sein gegenüber den Netzbetreibern? Warum sollte sie? Sie muss es ja nicht bezahlen. Entschuldigen Sie. Das gitzelt immer so. So. Ihre Stromrechnung. Ach, das ist die Position Netzentgelte. Ich habe mich immer schon gefragt. Das macht ja inzwischen ein Viertel meiner Stromrechnung aus. Ja, also jetzt der letzte Zeit auch um 25 Prozent gestiegen. Aber dann ist der Verbraucher noch einfach verarscht. Das können Sie so nicht sagen. Ach, und warum nicht? Weil die Berechnungen der Netzbetreiber, die dann zum Netzentgelt führen und die der Bundesnetzagentur vorgelegt werden müssen, zur Prüfung, die sind oft ... ... geschwärzt. Kunde. Oh, Kundschaft, verzeihen Sie. Die Netzbetreiber sind da. Ach, so sehen die Verbrecher aus. Grüß Sie. Mal wieder. Enttäuscht. Was ist das? Enttäuscht. Ja, ein wenig. Sagen Sie, wieso darf der sich denn eigentlich jetzt vordrängeln? Ich muss mich vordrängeln. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Tut mir leid. Sorry. Was für ein Markt ist denn das? Oh, das ist ja ein Extramarkt. Für, wie würden Sie sagen, als Laie Reservestrom. Er ist ja ... Er muss täglich bei mir Strom ersteigern. Reservestrom, um die Spitzen und Strombereitstellung gewährleisten zu können. Moment, Moment, Moment. Ersteigern für den Notfall. Aber das ist ja so, als ob die Feuerwehr ihr Löschwasser ersteigern muss. Nein, nein, die Feuerwehr kann sich ja einfach am Mitranden bedienen. Ekelhaft, diese Gratis-Mentalität. Ja. Da sollten wir mal über eine Marktlösung nachdenken. Sehr gut. Sie sollten eher mal drüber nachdenken, sich ein Kraftwerk anzuschaffen für diese Notfälle. Trennung von Eigenproduktion und Netz haben Sie noch nie gehört? Doch, vor drei Minuten. Drei Minuten her. Also ... Und bekommt der Herr seine Reservestrom? Das geht so ... Das geht so ... Immer wieder eine Freude. Irgendwo muss es sein. Hier, da, da ist ... Oh, 99.000 Euro, 999,99 Cent. 99.999 Euro? Und 99 Cent, ja. Wie, aber das ... Das ist der gesetzliche Höchstpreis. Höher geht's nicht. Was ist das denn für ein abartiger Markt? Das ist ein wunderschöner Markt, ein etwas kleiner Markt. Sind Sie ein anonymer Markt? Naja, die wenig anbieter. Und die können dann schon mal ... Wie sag ich das? Wenn Sie wollen, könnten Sie die Preise optimieren. Ich will die Rechnung. Ah, Entschuldigung. Danke sehr. Sie ... Aber ... Ja. Dann ... Bedanken Sie sich bei Uniper. Die haben mit einer Klage dafür gesorgt, dass diese 99.999,99 Euro nicht abgesenkt worden sind auf 9.999,99 Euro. Weil das war Ihnen zu wenig. Sind das nicht die Penner, die wir gerade mit 30 Milliarden gerettet haben? Sagen Sie, warum schafft es, den Ökostrom für die großen Unternehmen zu garantieren, aber niemals preiswerten Ökostrom zu erzeugen? Wissen Sie, was wir brauchen? Wir brauchen einen eigenen Markt. Extra, nur für erneuerbare Energien, damit der Ökostrom, der billige, dann auch preiswert zum Verbraucher gelangt. Also, Ihr Vorschlag, der ist ja in der Politik auf Interesse gestoßen. Ja? Warum hat man sich immer ... Wollen Sie die lange oder die kurze? Ruhig, ruhig, die lange. Okay, Christian Lindner. Kaum steht der Abdelkarim auf der Bühne, wird es dunkel. Danke, Herr Uthoff, für die Gastfreundschaft. Aber zum Glück ist ja auf dem Blackout-Beauftragten Klaus von Wagner Verlass. Das Ding ... Sehr gut. Macht euch keine Sorgen, das Ding hört man gleich nicht mehr. Ich bin Abdelkarim. Der Blackout, viele reden darüber. Die einen sagen, es gibt ihn nicht. Die anderen sagen, es ist ein rechtes Narrativ. Ich sage ganz klar für mich, Blackout wäre schlimm, hätte aber den großen Vorteil ... Ja, es ist weg. Ich höre es zumindest nicht mehr. Also, Blackout hätte zumindest den großen Vorteil, wenn es dunkel ist, habe ich keine Probleme mehr wegen meinem Aussehen. Danke schön. Das weiß ich zu schätzen. Eine Sozialarbeiterin im Publikum, sehr schön. Ich bin Nafri. Der Rassismus, das darf man sagen, Nafri ist eine Abkürzung. Das bedeutet Araber ohne Erdöl. Mit anderen Worten, Olaf Scholz hat leider kein Foto für uns. Ich finde, Olaf Scholz wird sehr oft kritisiert, sehr oft zurecht. Aber ich finde, man muss auch mal loben, wenn es sein muss. Olaf Scholz ist für mich eh so eine Art Angela Merkel in Miniaturansicht. Das ist keine Beleidigung, er hat das gleiche Problemlösungsmittel abwarten und schweigen. Aber er haut immer wieder eine Ankündigung raus, und zwar mit Knalleffekt. Bei Corona war es die Bazooka, jetzt ist es der Doppelwumms. Ich lasse mich überraschen, was dann passieren wird. Wenn dieser Doppelwumms ähnlich krass zündet wie die Bazookas, und wir alle morgen im Wald und hacken Brennholz, bin ich ganz sicher, wie wir da alle stehen. Und warum bist du hier? Ja, der Scholz hat wieder eine Ankündigung gemacht. Ich muss sagen, ich bin selber kein gutes Vorbild bei der Bekämpfung dieser Energiekrise. Ich habe abends das Licht zu Hause an, Wasserkocher benutze ich, mein Nachbar hält mich wirklich für einen Kriegstreiber, Putin verknächt, Putin verstehe, ich habe schon alles gehört, er ist das komplette Gegenteil. Abends das Licht aus, Heizung ist aus, Wasserkocher hat er auch nicht mehr, ich war es noch früher, jeden Tag Earl Grey, seit Wochen trinkt er nur noch Eistee. Der meint das wirklich komplett ernst. Und er hat, um alle Nachbarn von seinem Weg zu überzeugen, das ist kein Scherz, im Treppenhaus abgewandelte Zitate von Politikern. Die Kälte ist sicher, er muss sich wieder lohnen, oder frag nicht, was sein Land für dich tun kann, frag, warum die noch nicht kalt ist. Und er wird sogar im Winter die Heizung nicht anmachen. Er hat dafür vorgesorgt, für besonders kalte Tage hat er sich wirklich einen Skianzug geholt. Wir haben ihn komplett verloren, er meint das komplett ernst. Er wird im Winter bei 3 Grad im Wohnzimmer sitzen und im Skianzug die Fußballwehr in Katar gucken. Das ist komplett hängen geblieben. Das ist fragwürdig, das kann man klatschen, aber es ist nicht zu viel. Die WM in Katar, wer sich erinnern kann, dass es die WM, bei der Russland boykottiert wird, hätte ich so auch nicht gedacht, dass man wirklich erst völkerrechtswidrig in ein Land einmarschieren muss, um bei einer fragwürdigen WM nicht mitmachen zu dürfen. Wer verarscht hier eigentlich wen, das ist die entscheidende Frage. Aber ich schweife zu sehr ab, ich bin heute hier als marokkanische Friedenstaube und ich habe für alle, dass wir 3 ultimative Tipps, wie wir die Energiekrise gemeinsam bekämpfen können. Quasi der Trippelwums. Auf Platz 1, bitte macht das, Badewasser mehrmals benutzen. Mein Nachbar hat einen klaren Ablauf, erst mal baden, dann Zähne putzen und der Rest kommt in den Sodastreamer. Auf Platz 2, meine Bitte an alle Fressbuden der Nation, bitte beim Zubereiten der Gerichte auf Niedrigtemperatur setzen. In Duisburg gibt es einen Araber, und auf Platz 3, bitte zum Hähnchspießmedium. Jeder kann was tun. Und auf Platz 3, das finde ich auch toll, wir haben ja bald Weihnachten, bitte bei der Weihnachtsbaumbeleuchtung nur noch echte Kerzen. Macht den Raum schön warm, ist nicht ganz ungefährlich, ich weiß, aber da brauchen wir halt mehr Feuerwehrleute. Am besten muslimische, weil die haben an Weihnachten Zeit. Und die gibt es. Ich habe vor kurzem zwei arabische Flüchtlinge kennengelernt, die sind bei der Freiwilligen Feuerwehr. Das hat mich echt umgehauen, ich bin hier geboren, die beiden, die bei der Freiwilligen Feuerwehr mitzumachen, die beiden schon. Jetzt kann man ausrasten und sagen, wow, perfektes Beispiel für gelungene Integration. Man kann aber auch sagen, ganz ruhig, wenn man in Deutschland als Flüchtling im Flüchtlingsheim wohnt, sollte man wissen, wie man Feuer löscht. Das ist eine ganz naheliegende Berufswahl eigentlich. Und ich muss zugeben, als Migrantenkind, so wie ich, hat man natürlich einfach Reden über so eine Krise, wir haben eh Vorteile gegenüber Urdeutschen, wir brauchen gar keine Heizung, wir brauchen nicht mal Wolldecken, wir haben wirklich von Natur aus genetisch bedingt schon genug flauschiges Material dabei. Mein bester Freund Adi zum Beispiel, beim Duschen braucht er keinen Shampoo, er braucht Teppichreiniger. Deswegen, wenn wir die Bevölkerung komplett austauschen, haben wir die Energiekrise im Griff. Danke schön. Entschuldigen Sie die Verspätung. Herzlich willkommen zu Habecks Bürgersprechstunde. Hier im Bundeswirtschaftsministerium. Ja, mich kennen Sie, ich bin der Robert. Sie sind die Bürger. Gut zu... Gibt's Fragen? Nein. Aber Antworten habe ich mitgebracht. Hören Sie, ich habe die Antwort mitgebracht auf unser Stromproblem zur Zeit. Und zwar Sie hier. Diese wunderbare zukunftsträchtige Energietechnologie. Ja, da. Bitte schön. Fritz! Ich bin gar keine Zukunftstechnologie, ich bin 70 Jahre alt. Du bist eine Brückentechnologie. Gut, von hier drüben sieht das aus wie eine Krückentechnologie. Aber... Setz dich mal hin. Ich bin überrascht, dass ich Sie um diese Uhrzeit noch bei einer Bürgersprechstunde antrete. Ja gut, ich bin ja von früh bis spät im Streckbetrieb. Und was soll's, bin ich schon seit den 90ern. Ja. Und ich jetzt ab Januar oder was? Natürlich, weil der noch amtierende Wirtschaftsminister auf den zukünftigen Kanzler, das bin ich, gehört hat. Nicht wahr? Aber das wird nicht reichen. Nach meiner Schätzung müssen wir dich noch 3, 4, 5 Jahre weiter in Betrieb lassen, um den Strombedarf in Deutschland zu sichern. Ich sag mal nö. Also im Grunde nur bis Ende März. Und ich bis ihr Ende... Wobei... Ja Leute, das war jetzt... Ich meine... Was ich meine ist vielleicht Anfang April oder so. April reicht aber nicht. Da wird die Energiekrise noch nicht gelöst worden sein. Wollen Sie etwa verzichten auf dieses Energiebündel? Das ist preiswert. Nicht wahr? Immer einsatzbereit. Nicht wahr? Genau wie ich, falls Ihnen Ihr Job im Moment zu schwer wird. Also erstens bin ich nicht preiswert. Ja? Und zweitens muss ich zum TÜV. Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob ich überhaupt noch sicher bin. Na sicher bist du sicher. So lange du noch nicht geprüft worden bist. Gut. Also so wie ich jetzt diese Szenen einer Ehe interpretiere, wären Sie also bereit, quasi Abstriche zu machen bei Ihrer Sicherheit? Natürlich müsste dann jemand, die verabredet ist, die Verantwortung dafür übernehmen. Ja gut, das wäre ja im Prinzip ich. Ganz genau. Herr Merz, ich mag Kinderbuchautor sein, aber wir sind hier nicht im Bullerbü. Ja. Leider kann ich nur sagen. Leider, denn die Schweden verzichten nicht auf diese Kraft. Die Schweden haben im Gegensatz zu Ihnen verstanden. Nicht wahr? Dass wir uns nicht auf flatterhafte, schön Wetterenergien verlassen können, wenn wir Stromausfälle vermeiden wollen. Gut, Herr Merz, ich versuche Ihnen das mal so einfach wie möglich zu erklären. Das ist doch so, also eigentlich potenziell Stromausfälle, das ist doch gerade, weil wir uns auf Sie verlassen, bzw. auf Ihre französischen Kollegen, die noch viel mehr abgefuckter daherkommen. Sorry, no offense. Also ich möchte das kurz erklären. In Frankreich, da brennt die Hütte. Also da brennt die Hütte eigentlich nicht mehr. Also im Grunde, aber die abgebrannten Brennstäbe, die müssen ja noch gekühlt werden. Und quasi die abgeschaltenen Atomkraftvergebrauch und deswegen Strom, das sie von uns importieren. Natürlich müssen wir Deutschen diesen Stromverlust aus Kernenergie intelligent ausgleichen. Und zwar durch Kernenergie. Fritz, wie soll denn das gehen? Hör mal, ich habe hier überhaupt kein qualifiziertes Personal mehr. Die sind doch dann schon längst alle im neuen Job. Dann machst du eben ohne qualifiziertes Personal weiter. Wie die CDU. Oh, nichts. Oh, nichts. Was ist denn jetzt schon? Oh, jetzt sind alle Brennstäbe alle. Dann soll er dir halt neue besorgen. Sorry, ich versuche gerade aufzuhören. Hör mal, die kriegst du doch nicht am Automaten, Fritz. Das sind Sonderanfertigungen. Maßgeschneidert. Das dauert über ein Jahr. Das ist zu lange. Herr Marz, ihr sollten zuhören. Ich versuche den gerade was zu sagen. Sie kann nicht mehr. Die erzählt ihm bestimmt keinen Scheiß. Die hat Tinnitus. Die hat einen Burnout. Vielleicht sogar einen Meltdown. Aber es ist doch Wahnsinn, auf diese Energie zu verzichten. Und deswegen weiter teures Gas zu verstromen. Da bin ich ja stückweise bei Ihnen. Aber Sie würde ja nur 1-2 % Gaseinsparung bedeuten. Das heißt, Sie Ideologen wollen also weiter, dass wir lieber von Putin abhängig sind. Fritz, was glaubst du eigentlich, wo jeder zweite meiner Brennstäbe herkam? Sag jetzt nicht Russland. Russland? Manchmal auch Kasachstan. Das geht nicht. Das müssen wir ändern. Ja, wie denn? In der ganzen EU gibt es ja kein einziges aktives Uranbergwerk mehr. Darauf können wir jetzt keine Rücksicht nehmen. Herr Marz, ich habe keine Zeit, hier so ein Traineeprogramm für einen Oppositionsführer aufzulegen. Ich versuche Ihnen, das als Kinderbuchautor vielleicht mal passend zu erklären. Wir haben zum Beispiel, stellen Sie sich vor, wir haben die Bremer Stadtmusikanten. Soweit ich weiß, gibt es da einen Esel, einen Hund, ich glaube, eine Katze ist dabei, einen Gockel. Und die sollen jetzt keine Musik machen. Nicht die sollen ihre Kutze ziehen, Herr Marz. Weil sie halt, ihr Privatflieger ist ja so. Und die sollen jetzt keine Musik machen. Weil sie halt, ihr Privatflieger ist kaputt. Das ist zugegeben ein echtes Stress, das Szenario. Jetzt haben Sie ein Problem, weil der Gockel, der hat nicht genügend Kraft. Und der nützt Ihnen aber auch nichts, weil der kackt alles voll. Jetzt können Sie aber nicht alles wegräumen, was aus dem Tier rauskommt, weil es ist im Grunde giftig. Und jetzt waren Sie auch schon lange nicht mal beim Geflügelcheck. Und da kann Ihnen das Tier jederzeit um die Ohren fliegen. Da sagen Sie doch auch irgendwann, kickere Kieber, schön mit dir. Vielen Dank. Also gut, wenn es also überhaupt keinen guten, vernünftigen Grund für Ihre Laufzeitverlängerung gibt, warum fordere ich das dann ständig? Ja, das war die erste gute Frage. Ich glaube, um mich vor Ihnen herzutreiben. Das ist allerdings ein guter Grund. Also, wenn das der einzige Grund ist, dann bin ich jetzt echt weg. Sorry, aber das ist, das kann ich nicht zulassen. Ich brauche dich nur. Wieso du denn jetzt? Weil er mich sonst vor sich hertreibt. Leute, du brauchst mich, um den zu ärgern. Der braucht mich, um dich zu ärgern. Und es geht überhaupt gar nicht mehr um mich. So, ich mache jetzt Schluss. Was? Auf keinen Fall. Tun Sie das nicht. Ich flehe Sie an. Es geht hier schließlich um die Zukunft der Standortzwirtschaft in Deutschland. Frisch! Halt die Klappe! Ich flehe Sie an. Das ist zu gefährlich. Sie wissen gar nicht, was da ist. Schau. Ich hatte mir das Ende der deutschen Kernkraft deutlich dramatischer vorgestellt. Ja, dann würde ich sagen, dann war das im Grunde die Anstalt. Ja, das ist richtig. Das war die Anstalt. Heute mit Sonja Kling. Und Asel Karim. Vielen Dank.