Hahaha! Oi, geh, ha! Ui, geh, ha! Ui, geh, ha! Oh man! Da Minuten bis zur Sendung. Was macht er denn? Einmal pünktlich, das wird... Ui, geh, ha! Jesus Christ! Oi, geh, ha! Ui, geh, ha! Oi, geh, ha! Uthoff! Oi, geh, ha! Oi, geh, ha! Okay, was wird das hier eine Premieren-Fire-Forter-Sendung, oder? Wir können aufhören. Wir haben gewonnen, Herr von Wagner. Wir haben gewonnen! Erinnern Sie sich, 2017 haben wir eine Sendung gemacht über Leiharbeiter in Deutschland. Kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie. Sie in Blaumann, ich mit Han. Ah, ich glaube, wir haben mal da Leiharbeiter aufgefordert zu klagen gegen Dumpinglöhne. Und dann... Vor dem Oi, geh, ha! Oi, geh, ha! Klage durch! Oi, ja! Fünf Jahre danach hat der EuGH entschieden. Ausbeutung der Leiharbeiter in Deutschland ist illegal. Deswegen können jetzt Leiharbeiter in Deutschland gegen die zu niedrigen Löhne klagen. Moment, die Zukunft der deutschen Arbeiterschaft liegt in den Händen von Juristen? Wo sonst? Bei SPD und Gewerkschaften. Wir haben den Mist doch jahrelang mitgetragen. Deswegen hört man von denen auch nichts zum Urteil. Dann müssen wir das wieder machen. Dann müssen wir eine Sendung schreiben, dann müssen wir Nummern schreiben, dann müssen wir... Wir müssen unsere Website aktualisieren. Wir haben gar keine Website. Wir programmieren eine. Wir machen Alarm auf Twitter, Instagram. Wir müssen die Leute informieren, dass sie es richtig haben. Wir müssen sagen, okay, Dumpinglöhne, das ist jetzt vorbei. Wir müssen dann auch noch... Wir müssen so viele Leute kontaktieren. Willkommen zu Behinderte Weihnachten. Der großen Spendenshow im Advent. Am Spendentelefon unter anderem Cum-Ex-Legende Hanno Berger. EU-Spendenkönigin Eva Kaili. Mit dabei auch zwei Behinderte. Und hier ist ihr Gastgeber, Carsten Dunst. Ja, Servus! Hallo! Ich grüße Sie! Na Mensch, das ist ja... Hallo! Hey, wow! Danke! Vielen Dank! Vielen Dank! Einen wunderschönen guten Abend! Schön, dass Sie alle da sind. Schön, dass wir endlich wieder zusammen feiern können. Hier im schönen ZDF. Bei der großen Spendengala der Aktion Behinderte Weihnachten. Meine Damen und Herren. Behinderte Menschen sind schön. Auf ihre Art. Carsten, ich fand es sehr schön. Was meint der Behindertebeauftragte? Da war auf jeden Fall viel Schönes dabei. Eben, eben, eben. Das fand ich auch. Es ist auch wirklich toll mit Ihnen. Sie erinnern mich immer wieder daran, wie schön doch mein Leben ist. Ja. Vielen Dank dafür. Aber sind Sie sich sicher, dass es mir dafür schon schlecht genug geht? Absolut. Es gibt ja auch immer wieder Hoffnung. Dieser Moment, in dem ich aus dem Rollstuhl aufstehe. Den finde ich richtig stark. Ja, ja. Wird auch ein Skandal geben. Wegen Cripping Up. Nein, das glaube ich nicht. Also nicht wegen Cripping Up. Was ist das? Es ist schwierig, wenn nicht Behinderte Behinderte spielen, solange es kaum Rollen für Behinderte gibt. Das verstehe ich total. Andererseits wäre es total unfair, wenn wir Inklusion auf meine Kosten machen. Ich mache das hier nicht für mich. Ich mache das hier alles, um die ganze Aufmerksamkeit nur auf euch zu lenken. Ich stehe hier heute Abend nicht im Mittelpunkt. Trotzdem sind ja alle Kameras auf Sie gerichtet. Das wird auch mein Grimme-Preis für meine Moderation. Auf jeden Fall den Behinderten widmen. Sehen Sie, Herr Fromme, wir hier beim Fernsehen sehen nur Menschen, keine Behinderung. Aber was ich hier sehe, das ist eine Treppe. Ach so, Entschuldigung. Das können wir gerne beim ersten Mal zusammen machen. Da helfe ich gerne. Kommen Sie mal drüber, dass wir ganz langsam und gleich dran denken. 1, 2, 3. Super, das kann man nicht besser machen. Danke dafür. Ich hätte jetzt wirklich nicht gewusst, wie ich mit einem Arm die Treppe hochgehen soll. Das ist doch wirklich selbstverständlich. Aber nochmal dieser Moment. Wenn ich hier aus dem Rollstuhl aufstehe, Gänsehaut, Dieter, super Idee. Wie kommst du auf sowas? Gänsehaut, Gänsehaut, super. Dieter, du wolltest noch die Bilder sehen von dem behinderten Kind, das mit dem Roller um DJ Ötzi rumfährt. Zeig mal, Barbara. Ja, ja, ja. Da muss ich gleich weinen. Ja, das Kind ist wundervoll. Nee, nee, ich meine der Gesang. Das hat bei der ORF Spendengala Licht ins Dunkel. Sehr, sehr gut funktioniert. Vergessen Sie Ihnen das Motto von Spendengalas. When we go low, they go high. Ja, aber trotz dieser Spenden hat DJ Ötzi überhaupt nicht aufgehört zu singen. Mit diesem Motto, wenn wir niedrig gehen, dann gehen wir hoch. Ja, aber trotz dieser Spenden mit diesem Geld werden Operationen für Behinderte finanziert. Ja, ja, aber warum muss dafür dieses Kind mit einem Roller herumrollen vor einem Millionen Publikum? Also gut, wir müssen auch nicht alles nachmachen. Ja, ja, Sie sind doch Brechtregisseur. Und Sie sollten doch lieber den Fokus auf die gesellschaftlichen Umstände lenken, die diese Menschen behindern. Da haben Sie vollkommen recht. Aber schauen Sie unter das Bild eines fehlenden Aufzugs. Kann man nun ganz schlecht ein Streichquartett legen. Dieter? Ja? Wolltest du die Spendentelefon? Ah, ja, Spendentelefon. Zeig mal. Das sieht doch ganz passabel aus. Da fehlt doch das 3. Schild vom Schubeck. Der Schubeck war letztes Jahr unser bester Mann am Spendentelefon. Aber der hat den Anrufern immer seine eigene Kontonummer durchgegeben? Aber er hat... Er hat... Barbara. Barbara, aber er hat das Gesamtergebnis gesteigert. Schauen wir mal, ob wir den noch kriegen können. Herr Knödel, ganz kurz. Sollen wir den Behinderten nicht etwas mehr geben? Aber die bekommen doch schon die Spenden. Ich dachte an Text. Auf jeden Fall. Da bin ich sofort dafür. Ich dachte an Ihren Text. Da bin ich sofort dagegen. Die Frage ist doch. Braucht eine Gala über Inklusion einen Nicht-Behinderten-Moderator immer? Auf jeden Fall. Da bin ich wieder dafür. Sehen Sie, wir wollen doch hier Inklusion darstellen. Dazu brauchen wir natürlich vor allem einen guten Darsteller. Ja. Ich verstehe also nicht einen, der nur behindert ist. Das ist jetzt wieder diese Wokeness, nicht wahr? Darf ich jetzt jede Rolle nur Betroffenen besetzen? Also gut, bitte. Dann besorgen Sie mir doch bitte eine queere Migrantin im Rollstuhl. Hallo. Ich bin Kübra Seekin. Ach du Scheiße. Sabine, danke. Ich soll hier als Statistin vorsprechen. Ich soll mit dem Rollstuhl um DJ Etsy herumfahren. Das ist, schauen Sie, das ist nicht, was wir hier machen. Wir wollen ja hier eher die gesellschaftlichen Umstände, nicht wahr, beleuchten. Die Menschen, wie sie behindern. Ja, also wie diese Treppe. Brauchen wir die? Eine Show ohne Show-Treppe. Das ist wie eine Show über Inklusion ohne Behinderte. Aber es sind doch Behinderte dabei, nicht wahr? Hier zum Beispiel Frau Seekin wird zum Beispiel eine tragende Rolle spielen. Ja, fragt sie nur wo. In der Szene mit der Behindertenwerkstatt, nicht wahr? Sehen Sie, Frau Seekin, die Bühne gehört Ihnen. Und wo ist die Rampe? Die Rampe? Die Rampe. Barbara! Hat hier schon mal jemand mit Behinderten zu tun gehabt? Viel zu viel. Ich war mal Zivi. Na bitte, dann helfen Sie ihr doch bitte. Dafür bin ich nicht ausgebildet. Ich war Essen auf Rädern. Ich war Essen auf Rädern. Ich war Essen auf Rädern. Ich war Essen auf Rädern. Ich war Essen auf Rädern. Meine Güte, kommen Sie. Wir kriegen Sie das schon irgendwie. Das wird da hinten ganz schnell gehen. Oh, was ist denn? Loslassen. Sehen Sie? Elektrisch. Ich fahre dann mal selbst. Die ist aber auch schwierig. Ganz ehrlich. Gut, ich bin auch nicht der Behindertenbeauftragte. Hätten Sie da nicht... Was denn? Fragen können? Verdammt, hier kommt sie auch nicht hoch. Was ist das hier? Kopfschmerzen? Nee, ich nehme zwischendurch immer mal so eine Kontergarn. Um es aufzufrischen. Ich will ja nicht, dass der Arm wieder anfängt zu wachsen. Dann könnte ich ja auch den Job eines Behindertenbeauftragten gerne mehr authentisch ausüben. Frau Seekind, endlich. Schauen Sie. Für die nächste Szene brauche ich Sie gar nicht. Da werde ich die gesellschaftliche Bedeutung von Behindertenwerkstätten darstellen. Gut, dann bleibe ich besser. Frau Seekind, schön, dass Sie da sind. Barbara, du bringst Frau Seekind mal schon auf Position. Dann schauen wir das Ganze mal an. Und... Das war doch gar nicht so schwierig. Also, am besten bleiben Sie jetzt genau auf dieser Position. Wie besprochen, nicht weglaufen. Entschuldigung. Ich weiß schon, wie Sie das meinen. Barbara! Soll das die Behindertenwerkstatt sein? Ja, wieso? Passt was nicht? Ja, doch, doch, doch. Kriegt man gleich Lust zu spenden. Für neue Requisiten. Wieso? Du hast wortwörtlich gesagt, besorg als Deko irgendwelchen Schrott aus diesen Werkstätten. Da ist es doch. Alles klar. Weiß doch keiner, was das ist. Ja, aber das ist doch kein Schrott. Das ist ein Spülventil. Und das wird in den Behindertenwerkstätten hergestellt. Ja, aber ich dachte an Weihnachtskarten mit Füßen gemalt. Holzwichtel, die hergestellt worden sind von Menschen, die nur einen Arm... Kerzen. Barbara, was ist so verkehrt an Kerzen? Ich hätte hier ein paar Tiere von der Firma Schleich. Die könnte ich verpacken. Ist das nicht weihnachtlich genug? Dieter, ich habe hier den Leiter der Behindertenwerkstätten. Den habe ich jetzt für die Aufzeichnung. Ah, Wohlfahrt, nicht wahr? Dieter Knödel. Der Dieter Knödel. Ich bin Regisseur. Sie wissen, worum es geht. Wir machen einen kleinen Clip für die Spendengala. Sie stellen sich einfach mal da hin. Kann ich mal die zwei haben? Kommt ihr mal mit der zwei, bitte? Danke. Sie sagen kurz, wer Sie sind, was Sie machen und warum die Arbeit in Ihren Werkstätten für behinderte Menschen so wertvoll für unsere Gesellschaft ist. Und bitte. Ich sage Ihnen, die ist so wertvoll. Wir machen ja ziemlich... Alles zusammen 8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Toll. Ganz, ganz toll. Jetzt bitte in die Kamera. Und bitte. Mein Name ist Wolfgang Wohlfahrt. Ich leite eine Werkstatt für behinderte Menschen. Halt, stopp, stopp. Ich habe eine Idee. Fürs Bild wäre es deutlich besser, wenn wir das etwas legerer anlegen. Setz dich mal hier hin. Das ist gut. Bitte. Und bitte. Zunächst möchte ich mich einmal beim Start bedanken. Dafür, dass er jedes Jahr 5 Milliarden Euro an unsere Werkstätten überweist. Das sind immerhin 17.593 Euro pro Mensch mit Behinderung. Wow, an der Stelle brauchen wir dann natürlich jemanden, der anklatscht. Das würde ich dann machen. Toll. Lass einfach weiterlaufen. Und Sie machen weiter. Bitte. Ich würde mal sagen, von unserer Arbeit profitieren letztendlich alle, etwa die deutschen Unternehmen, die wir produzieren lassen. Und das vor allem dank unserer unschlagbaren Löhne von durchschnittlich 1,35 Euro die Stunde billiger als bei uns. Halt, halt. Ich glaube, Sie haben sich versprochen, bei 1,35 Euro Stundenlohn, das kann ja nicht sein. Sorry, sorry, mein Fehler. In den 1,35 Euro, da ist der Zuschlag ja schon drin. Ja klar, Fixbetrag ist noch niedriger. Was? Aber das ist ja weit unter Mindestlohn. Das ist ja illegal. Die Bundesregierung, die nennt das ja inzwischen, die spricht von einem historisch gewachsenen Entgeltsystem. Aber in Deutschland hat doch jeder Arbeitnehmer ein Recht auf 12 Euro die Stunde. Ja klar, aber die Menschen hier, die in den Werkstätten arbeiten, das sind ja keine richtigen Arbeitnehmer. Das ist aber doch jetzt behindertenfeindlich. Nee, nee, das ist deutsches Arbeitsrecht. Was? Die Menschen in Werkstätten sind sogenannte Beschäftigte. Die stehen nur in einem Arbeitnehmerähnlichen Verhältnis. Aber die Produkte, die wir hier herstellen, sind ja nicht nur produktähnlich. Ja, die sind top. Aber 1,35 Euro Stundenlohn. Ich meine, was ist das? Ein lohnähnliches Gehalt. Sie haben doch gesagt, Sie bekommen 17.000 Euro vom Staat für jeden Behinderten pro Jahr. 17.593 Euro im Jahr. Aber das Geld fließt natürlich zum Großteil in die Verwaltung. Das Geld geht also gar nicht an die Behinderten? Nein, nein, nicht gar nicht. 3% natürlich gehen an die Behinderten. Die beste Finanziertbetreuer, Sozialpädagogin. Und die Geschäftsführer? Halt, halt. Moin. Was kriegt denn so ein Geschäftsführer? Jedenfalls nicht so viel. Also nicht so viel wie meine Kollegin. Ehe mal, die Kollegin Duisburg. Die hat sich 370.000 Euro rausgelassen als Werkstattleiterin. Wo ist die Kollegin denn jetzt? Beim RBB? Laut Wirtschaftsprüfer werden 180.000 Euro angemessen gewesen. Aber dann verdienen Geschäftsführer wie Sie ca. 15.000 Euro im Monat. Zahlen aber 1,35 Euro Stundenlohn. Gut, Herren, Sie bei uns arbeiten 100 bis zu 1.000 Mitarbeiter. Das ist für Geschäftsführergehalt recht niedrig. Das könnte ich doch erzählen. Da läuft uns das Spenden-Telefon sicher heiß. Sagen Sie, Frau Seekin, warum verlangen Sie nicht mehr Geld für Ihre Arbeit? Wenn Sie das machen, können Sie den Dienstag von den Unternehmen einfach an andere Werkstätten vergeben. Oder an eine Justizvollzugsanstalt. Sehen Sie, die drohen uns sogar mit Gefängnis. Das wäre doch ein schöner Platz für ihn. Sagen Sie, warum streiken Sie denn nicht? Das kann sie gar nicht. Das ist aber doch jetzt behindertenfeindlich, oder? Nein, nein. Streik ist ein Recht für Arbeitnehmer. Sie ist ja nur Arbeitnehmer ähnlich. Deswegen haben die Behinderten in ihren Werkstätten auch nur so etwas wie Betriebsrat. Ihre Mitarbeiterinnen haben also keinen richtigen Betriebsrat, kein Streikrecht und kein Mindestlohn. Soll ich das so in die Kamera? Nein, um Gottes willen. Es ist kurz vor Weihnachten. Es geht um Spenden. Erzählen Sie etwas Positives. Was fürs Herz. Mein Name ist Wolfgang Werkstatt. Ich bin Behinderer in einer Wohlfahrt für Leiter ohne Menschlichkeit. Wieso? Das können wir doch genauso nehmen. Jetzt habe ich etwas Positives. Wir machen etwas mit Kindern. Mein Name ist Wolfgang Wohlfahrt. Ich leite den Werkstatt für behinderte Menschen. Billiger als bei uns können Sie in Deutschland nicht produzieren. Das ist gut und positiv, weil Unternehmen wie Puki, die Kinderfahrräder herstellen, sind nur noch bei uns im Land, weil Behinderte für Sie arbeiten. Stopp. Warten Sie. Erzählen Sie etwas über die tollen Produkte, die Ihre Schützlinge herstellen. Und bitte. Mein Name ist Wohlfahrt. Ich bin Leiter. Mit unseren Produkten begeistern wir Groß und Klein. Unsere Arbeitnehmer ähnlichen Innen stecken zum Beispiel die sehr beliebten Kinderfahrräder der Marke Puki zusammen. Oder sie produzieren Stoßdämpfer, etwa von Audi. Für den Rüstungskonzern Westcom stellen wir mit großer Leidenschaft her alles, was da ist. Stopp. Wieso denn jetzt ein Rüstungskonzern? Behinderte haben auch ein Recht auf Zeitenwende. Hören Sie. Das ist doch jetzt ... Das ist doch nicht weihnachtlich. Machen Sie nicht auch Fußgemalte Karten. Was wollen unsere Kunden denn damit? Wer sind denn Ihre Kunden? Dazu haben wir eine Grafik vorbereitet. Danke, Barbara. Zeig doch mal. Ist das so okay? Danke. Das sind doch eine ganze Menge. Dann erzählen wir, wer sich so sozial bei Ihnen engagiert. Das ist wenigstens etwas, bitte. Okay. Unternehmen wie Westcom. Halt. Nicht den Rüstungskonzern. Was Sympathisches. Unternehmen wie VW. Was Sympathisches, Herr Wohlfahrt. Unternehmen wie ... Das ZDF. Setzen auf unsere Arbeit. Denken Sie immer dran. Aufträge an unsere Werkstätten können Sie von der Ausgleichsabgabe abziehen. Halt. Ich dachte, das wäre so ein kleiner Weihnachtstipp für die Unternehmen. Ganz toll. Nur weiß da draußen ja keiner, was eine Ausgleichsabgabe ist. Hier drin ja auch. Das ist so eine Art Ablasshandel. Unternehmen müssen nämlich 5% ihrer Stellen mit Behinderten besetzen. Es sei denn, Sie zahlen so eine Ausgleichsabgabe. Aufträge an uns. Was? Man muss als Firma also keine Behinderten einstellen, wenn man sie in Behindertenwerkstätten ausbeuten lässt? Also glauben Sie, warum zwei Drittel der Unternehmen die Behindertenquote nicht erfüllen und lieber bei uns produzieren in unseren Werkstätten? Weil das am Ende nukrativer ist für alle. Also für alle Nichtbehinderten fragen Sie ihn doch mal, was passiert ist, nachdem die UN 2015 quasi gesagt hat, dass die Werkstätten abgeschafft werden müssen in Deutschland. Sie trotzen also der UN? Ja, kann man sagen. Weil Sie so eine wichtige Mission haben. Na dann eben das. Und bitte. Ah, Mission. Okay, verstanden. Unser gesetzlicher Auftrag ist es, Menschen mit Behinderung für den Arbeitsmarkt fit zu machen und jedes Jahr vermitteln wir dank Unterstützung der Steuerzahler rund 80 Beschäftigte aus der Werkstatt erfolgreich an ein Unternehmen. Wunderbar. Das haben wir wenigstens im Kasten. Sehr schön. Danke, Herr Wohlfahrt. Stimmt doch, da lauf Spenden freudig und weihnachtsfroh, wenn man erfährt, dass da jedes Jahr aus jeder Werkstatt 80 Beschäftigte in diesem furchtbaren System entfliehen. Es sind 80 in ganz Deutschland. Wie viele Mitarbeiter gibt es denn in den Behindertenwerkstätten insgesamt? So um die 300.000? Das ist ja ein Vermittlungserfolg von weit unter 0,1%. Das ist ja noch schlechter als die Quote bei meinem letzten Fernsehspiel. Das wäre ja jetzt auch nicht so schlau wenn er seine besten Leute weiter vermitteln würde, oder? Dafür sind die Werkstätten doch da. Deshalb zahlt ihnen die Gesellschaft doch 5 Milliarden Euro. Wir werden uns jetzt nicht gerade auflösen, jetzt wo immer mehr Menschen zu uns kommen. Wieso immer mehr? Wir haben ja nicht nur geistig und körperlich Behinderte, bei uns arbeiten jetzt auch viele mit psychischen Erkrankungen. Und wenn ich sie mir so anschaue. Knödel. Das sieht mir schon aus wie die ersten Anzeichen eines Burnouts. Ja, ich mache dann jetzt hier mal Platz für Sie, damit Sie schon mal Probe arbeiten können. Was? Ich glaube, ich brauche eine Pause. Wir machen eine Pause. Pause! Pause! Ich dachte wir wo sind denn alle? Ich dachte ich dachte wir machen jetzt Position 8. Wo sind denn alle hin? Gut, schon interessant. Also 300.000 in den Werkstätten. Das ist ja ungefähr so viele Schwerverletzte haben wir in 5 Jahren durch Verkehrsunfälle. Die Menschen mit Behinderung produzieren, also für VW, Audi und Mercedes. VW, Audi und Mercedes produzieren wiederum Behinderte. Autos sind ja oft mal eine Behinderung. Neulich wollte ich auf so einen Frauenparkplatz fahren, und dann fährt vor mir ein Mann drauf. Man muss das gelassen sehen. Habe ich gesagt, ich finde es gut, dass Sie so offen zu Ihrer Transidentität stehen. Ich glaube, er hat sich gefreut. Es gibt ja gekennzeichnete Flächen auf Parkplätzen für Behinderte und für Frauen. Warum? Weil es Sinn macht. Macht aber für viele mehr Sinn, sich draufzustellen, wo man will und überhaupt auch bevor das Tempolimit kommt, geschwindigkeitsmäßig nochmal alles zu holen aus der getunten Karre. Super! Ist Ihnen schon mal aufgefallen, so richtig rasen? Also so extra sich treffen, um zu rasen, das machen nur Männer. Also nicht alle Männer, aber die, die es machen, sind Männer. Da frage ich mich doch, warum rasen die denn? Haben die alle eine Frau mit Wehen im Auto? Wollen die nach der WM-Pleite ihre deutschen Panini-Bildchen loswerden? Nehmen den Flick bitte nein, rumsen die weg? Oder ist der Mann einfach nur auf der Flucht vor sich selbst? Nein. So reflektiert ist kein Mann. Ganz oft sind das ja junge Männer. Gerne mal mit dem Auto von Papa unterwegs hat man so im Kopf das Bild. Es gibt aber auch Raser um die 60. Die mit dem zweiten Frühling. Cimek würde sagen, diese süßen alten Männchen, die es nochmal wissen wollen. Man erkennt die bossierlichen Wesen an ihrem Knie-knacksten Dominanzverhalten und den Haaren aus Nasen und Ohren. So ist es. Da hat denen der Orthopäde gesagt, ne Herr Meier, mit der Hüfte keine Harley mehr. Ne ne, nehmen Sie einen Dreier-BMW. Nehmen Sie was, wo man sie rausschneiden kann. Aber ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass es nur Frauen gibt, die sich extra verabreden, um zu rasen? Frauen rasen nur, wenn sie einen lebensnotwendigen Grund haben. Zum Beispiel, damit sie den freien Parkplatz vor der Richard-David-Precht-Grundschule kriegen. Das ist wichtig, da können die eigenen Kinder sicher aus dem SUV in den Klassenraum gleiten. Ist ja auch richtig. Liebe auf dem Weg fünf andere Kinder anfahren. Als das eigene Kind alleine vom Klassenzimmer gehen zu lassen. Ja mein Gott, der ist ja erst 17. Der malte so gratis. Kann man nicht machen. Da wären die Kids zum Fußballtraining gefahren. Letztens, da war eine Mutter, die hat ihren Sohn bis zum Mittelkreis gefahren. Und er ist rausgelassen, als Anstoß war. So bekloppt sind die, aber wir Frauen, wir Frauen, wir rasen nie extra. Das beweisen auch Blitzerfotos. Es gibt keine Blitzerfotos von uns Frauen, wo wir aggressiv, ausgeladen gucken. Nein, wir telefonieren, checken Termine, trinken Kokuma-Soja-Latte. Manche Frauen sieht man gar nicht, weil sie den Nucki von Thorben Elias im Fußraum suchen. Die sind da unten. Aber warum rasen Männer extra aus Spaß? Da sterben Menschen bei oder sind ab da körperlich massiv eingeschränkt? Die Polizei hat gesagt, das sind alles Männer mit so einem kleinen Wahrungsstengel. Wenn das so ist, frage ich mich, warum gibt es keine Zipfelnorm? Einfach alle die gleiche Zipfellänge und das chirurgisch einklöppeln. Kann ja auch eine große Zipfellänge sein. Da kannst du sagen, hier hast du deinen großen Pillermann, jetzt kannst du dir beruhigt ein E-Bike kaufen. E-Bike oder wie man auch sagt, Ü40-Drohne. Willkommen. Willkommen zurück zu unserer großen Spendengala Behinderte Weihnachten. Ja, manchmal passieren auch schöne Dinge ganz ohne, dass Sie dafür spenden müssen. Ganz einfach, weil Sie dafür Steuern zahlen. Und es ist doch auch einfach mal schön. Mit Ihrem Geld konnte etwas weltweit Wichtiges geschaffen werden. Und wir sind ganz besonders stolz, dass wir genau das hier heute Abend auf die Bühne bringen können. Unser schönes deutsches Förderschulwesen. Ah, wunderbar. Danke, Carsten. Sehr schön. Sehr schön, Carsten. Das haben wir dann im... Ah, hallo. Wir sind dann her... Wohlfahrt. Wohlfahrt, mein Name. Sie haben nicht zufällig einen Sohn, der eine Behindertenwerkstätte leitet? Sie kennen den Wolfi. Wir sind die Familie Wohlfahrt. Grundgütiger. Also kurz zum Setting. Das ist unser Star-Moderator. Carsten Dunst. Der wird Ihnen jetzt Fragen stellen. Zum Beispiel, warum das deutsche Förderschulwesen so einzigartig ist. Weil wir weltweit die einzigen sind, die so ein System haben. Toll. Ganz toll. Er stellt die Frage. Und Sie antworten dann bitte in die Kamera. Und bitte. Herr Lehrer, Herr Lehrer. Warum fühle ich mich in einer Sonderschule als behinderter Mensch eigentlich so wohl? Ja, ganz einfach, weil... Weil wir Milliarden Euro dafür ausgeben. Himmel, das muss in der Familie liegen. Vielleicht sagen Sie auch noch, wofür Sie das Geld ausgeben. Natürlich für die gute Ausstattung, kleine Klassen, individuelle Förderung, das ganze Zeug. In erster Linie fühle ich mich so wohl, weil ich hier unter meines Gleichen bin. Aber mit dem hier habe ich nichts gemeinsam. Der gehört doch eher auf so eine Förderschule für selbstverliebte Ego-Mann. Er war doch auf einer Schauspielschule. Barbara? Barbara, sag mal, hatten wir für die Rollifahrerinnen der Szene eigentlich eine Sprechrolle vorgesehen? Also bei mir steht Rollen ja, Sprechen nein. Frau Seekin, Sie machen das toll. Ganz, ganz toll. Aber bitte auf damit. Und bitte. Wann kommt denn die Stelle, wo Sie erwähnen, dass Förderschulen eigentlich abgeschafft gehören? Frau Seekin, das ist eine Spendengala. Naturgemäß spenden die Menschen lieber für sympathische Menschen. Ja, aber das ist diskriminierend. Die UN-Behindertenrechtskonvention sagt nämlich, dass Menschen mit Behinderung nicht in ein Sondersystem gedrängt werden dürfen. Und auch nicht geschoben. Ja, und deswegen nennen wir es offiziell ja nicht mehr Sonder-Schule, sondern Förderschule. Oder manchmal auch Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Okay, aber es ist ja nicht nur ein Sondersystem, es sind ja mehrere. Ich hab da einen ganz kleinen Merkspruch mitgebracht, da kann man sich ganz einfach merken, das ist das Haus vom Nico. Mist, jedes Mal, okay. Also wir haben verschiedene Sondersysteme, eins für Gehörlose, zum Beispiel eins für Blinde, dann gibt's eins für körperliche Behinderung, dann auch für geistige Behinderung, naja, und dann auch für Menschen mit Förderbedarf im Bereich Sprache, im Bereich Lernen und natürlich auch in der emotionalen und sozialen Entwicklung. Aber das sind doch Schularten, die es in anderen Staaten überhaupt nicht gibt. Ja, wir in Deutschland sind weltweit führend beim Aussortieren von Schülern. Das können Sie doch so nicht sagen. Das klingt ja, als ob wir Schüler aussortieren. Aber genau das machen wir doch. Aber das ist doch das Gegenteil von Inklusion, oder hat man die Apartheit etwa durch Sonderschulen für Schwarze überwunden? Macht doch das deutsche Förderschulwesen so einzigartig. Sagt Ihnen diese Zahl etwas. Ja? Das ist die 72. Das ist toll, ja. Was macht diese Zahl so besonders? Ja? Dass sie genau zwischen 71 und 73 liegt. Ich weiß nicht, wie lange ich noch mit dem Schulabschluss, aber kann ihm jemand helfen vielleicht? Das ist die Prozentzahl der Förderschülerinnen, die jedes Jahr die Förderschulen ohne Abschluss verlassen. Jawoll, das ist richtig. Ich fühle mich hier sehr gut gefördert und auf mein Arbeitsleben vorbereitet. Warum eigentlich? Weil dein Weg quasi von der Förderschule ohne Schulabschluss dann direkt dahin führt, wo man dich in Deutschland als Behindert wirklich braucht. Wenn ich in einer Behindertenwerkstätte will, z.B. in der von meinem Sohn. Oh, das war jetzt Schleichwerbung, das wollte ich nicht. Also nicht für Schleich. Das können wir ja schneiden. Da kann ich Sie beruhigen, Herr Wohlfahrt. Das, was Sie hier machen, hat mit Werbung nicht das geringste zu tun. Leute, das soll eine Gala für Inklusion werden. Wir könnten mir nicht wenigstens sagen, dass Behinderte an Förderschulen besser abschneiden als an normalen Schulen. Ja, gut, das können wir natürlich sagen. Das wäre halt falsch. Ich meine, an einer inklusiven Schule z.B. in Bremen, da schaffen Schüler mit Lernbehinderung doppelt so häufig ihren Abschluss wie z.B. früher an Förderschulen. Warum sind die dann überhaupt an Förderschulen? Na ja, damit sie nicht täglich mit den Top-Leistungen ihrer nicht-behinderten Mitschüler konfrontiert werden. Ja, gut, also wenn man das jetzt ein bisschen verklausuliert ausdrücken würde, würde man sagen, so eine Förderschule, das ist eben ein Schonraum. Ja, das ist schon ein Raum, aber einer, für den sich die meisten schämen. Ja, viele Behinderte verheimlichen, wo sie zur Schule gehen. Oder steigen sogar zwei Haltestellen vorher aus dem Bus. Das ist ja alles entsetzlich an diesen Förderschulen. Ja, ich habe auch noch alles gar nicht erzählt. Man hat auch noch festgestellt, an den Förderschulen ist ja nicht nur schlecht für das Selbstwertgefühl der Kinder, sondern auch für ihre Intelligenz. Weil die Kinder sich quasi gegenseitig runterziehen in der Pädagogik, sprechen wir dann gerne vom, auf gut Deutsch, Cooling-out-Effekt. Ja, 80 bis 90 Prozent der Förderschülerinnen kommen nämlich aus armen Familien. Ja, und überdurchschnittlich viele von Ihnen haben sogar eine Migrationsgeschichte. Ja, ist das Migrationsgeschichte auch eine Behinderung? Im deutschen Schulsystem, ja. Sehen Sie, ich meine, wo in Deutschland ist sonst Platz für so ein traumatisiertes syrisches Flüchtlingskind? Was macht denn so ein Kind an der Förderschule? Alter, aus dem machen wir ein Kind mit Sprache und Lernbehinderung. Naja, und das das stecken wir dann zusammen mit anderen Benachteiligten. Und am Ende sind alle zusammen benachteiligt. Aber das ist ja absurd. Absurd ist im Grunde an so einem Förderschulsystem festzuhalten, obwohl man im Grunde die Forschung keinerlei Belege dafür liefert. Nicht, dass die Kinder an inklusiven Schulen schlechter lernen. Absurd ist es, dass diese Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die Karin Prieden gesagt hat, dass Rechtschreibung in Deutschland immer schlechter würde, auch wegen der Inklusion. Wo man weiß, dass die Inklusion in Deutschland stagniert und er auch längst nachgewiesen ist. Quasi, dass die Leistungen der nichtbehinderten Schüler bei Inklusion nicht leiden. Mensch, jetzt hab ich mich richtig warmgeprobt. Soll ich das alles sagen in die Kamera? Nein, das werden Sie nicht. Barbara! Warum ist der Typ überhaupt hier? Den haben wir im Doppelpack mit seinem Sohn bekommen. Hoffentlich ist die Familie nicht noch größer. Ich hab so einen Bruder, der ist Kultusminister. Warum? Warum zur Hölle schließt man diese Schulen nicht, wie die UN es fordert? Das war meine allererste Frage. Weil die Gesellschaft nicht will, dass man ihren Kindern Krüppel zwischen die Beine wirft. Das ist genau die Härte, die wir brauchen. Aber die Gala, Dieter! Scheiß auf die Gala, Barbara! Wir machen jetzt aus dieser Gala ein Theaterstück. Was ist dann mit mir? Du spielst natürlich mit. Ich hab doch gesagt, ich spiele mit. Barbara, du bringst Frau Seekins schon mal auf die Position. Ich war ja nicht umsonst dritter Assistent bei Zadek. Du kriegst die Hauptrolle. Kann ich auch mal einen Nichtbehinderten spielen? Natürlich, du spielst einen Bösewicht. Wir zeigen Ihnen in dieser Szene den Waren, wer ein wirkliches Interesse an diesen furchtbaren Zuständen hat. Also nicht in die Kamera. Gut, dann geh ich eben dran vorbei. Also bevor. Also bevor die jetzt dem System die Maske vom Antlitz reißen, also vielleicht nur schnell meine bescheidenen Gedanken zum Thema Inklusion und warum das eigentlich nicht so richtig funktioniert. Vielleicht liegt sie am Begriff. Wenn man an Inklusion denkt, denkt man sofort an teuer. Da denkt man sofort, oh, das kostet Geld und sowas. Teuer. Ja, also ich wäre ein bisschen verabschiedet, aber ich glaube, ich wäre dafür, dass man diesen Begriff ändert. Inklusion müsste ersetzt werden durch all inclusive. Da ist jeder sofort dabei. Jeder positiv. Warum denn nicht? Also an meinem Aussehen zum Beispiel kann es nicht liegen, dass es mit der Inklusion nicht klappt. Ich habe großen Erfolg bei Frauen. Ist einfach so. Wenn die mich so sehen, dann denken die sofort, ah, guck mal, das ist so ein Typ, der nicht so klammert. Ja. Ja, vielleicht klappt sie auch nicht, weil wir so ein schlechtes Image haben. Guck mal in den Märchen. Wir sind immer die Bösen. Hier Hänsel, Gretel, diese bukkelige Hexe. Warzen im Gesicht, will Kinder fressen. Klar, dass man Schiss kriegt. Ja, logisch. Wir brauchen eigene Märchen. Inklusive Märchen. Humpelstilschen. Dauneröschen und die sieben Kleinwüchsigen. Wie wäre es denn damit? Kinderlieder zum Beispiel könnten komplett angepasst werden. Neuer Text. Händchen klein, hing allein, musste abgeschnitten. Nee, das ist plättermäßig. Meine Oma fährt im Hühnerstall, im Rollstuhl, im Rollstuhl, im Rollstuhl. Meine Oma fährt im Hühnerstall, im Rollstuhl. Meine Oma, die ist keine Umweltsau. Fridays for Future, da müssen wir rein. Ja. Müssen wir, wirklich. Der E-Rolli, der E-Rolli. Fortbewegungsmittel der Zukunft. Weihnachtslieder, guck mal hier. Ist ja jetzt bald. Neuer Text, hier. O Mann mit Daun, O Mann mit Daun, wie schön sind deine Augen. Freue, freue dich Autistenheit. Singt das einfach mal an Heiligabend in der Kirche. Eine ganz andere Stimmung. Ganz andere Stimmung. Warum feiern wir uns nicht für unsere Außergewöhnlichkeit? Alle anderen Randgruppen machen das doch auch. Hier, Frauen. Ja, ihr seid immer noch eine Randgruppe. Schlecht bezahlt, schlechte Jobs. Aber es gibt gute Nachrichten für euch. Ihr werdet die Gleichberechtigung, ja, ihr werdet sie erleben. Ich habe einen Forschungsartikel gelesen, und da stand drin, wenn es in diesem Tempo weitergeht, schafft ihr die Gleichberechtigung. In 130 Jahren. Ja. Also da bin ich nicht an behinderte Frauen denken. Das ist 1300 Jahre bestimmt. Aber ihr feiert euch wenigstens für eure Außergewöhnlichkeit. Hier, Miss Germany. Miss World. Das könnten wir ja auch. Miss Gestalt. Miss Geburt. Miss Bildung. Ich bin immer für Miss Bildung. Das ist noch so ein intellektueller Touch drin. Ja, warum klappt es nicht mit der Inklusion? Ja, vielleicht weil wir uns auch nicht treffen. Nicht auf der Arbeit. Es gibt ja wenig Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Das ist nicht der Arbeitsmarkt. Okay, es gibt ein paar Mini-Jobs. Für Kleinwüchsige. Aber die haben Schwierigkeiten, sich hochzuschlafen. Ganz anderes Thema. Und ich denke, das ist ein ganz anderes Thema. Und ich denke mir dann immer gut, wenn es keine Jobs gibt. Bitte sehr, bitte. Dann lass uns doch irgendwas erfinden. Wir haben doch Fähigkeiten. Blinden. Sagt mir ja zum Beispiel nach, dass die einen besseren Geruchssinn haben. Das wäre ein idealer Ersatz für Drogenhunde am Flughafen. Warum kann ein Schiedsrichter nicht von Anfang an blind sein? Dann könnte man sich diese Beschimpfungen ersparen. Schiri bist du blind oder was? Ja. Hast du keine Augen im Kopf? Doch, aber die funktionieren nicht so richtig. Warum gibt es keine Politesse mit Tourette? Warum nicht? Denkt mal drüber nach. Stimmt. Wir wollten euch ja noch den wahren Bösewicht zeigen. Der also wirklich schuld daran ist, dass es mit dieser Inklusion überhaupt nicht klappt. Und das darf man sich jetzt nicht so vorstellen wie bei James Bond. Dass also, ja, irgendwelche Vertreter einer Geheimorganisation an einem Tisch sitzen und irgendwelche dunklen Pläne schmieden. Das wäre ja albern. Ich begrüße Sie. Ich begrüße Sie zur KMK. Zur Kultusministerkonferenz. Wir beginnen wie immer mit unserem Amts ein. Natürlich. Geh behindert, blind und stumm. Gehört nicht aufs Gymnasium. Die Lage ist ernst. 100.000 Behinderte wedeln mit der UN-Behindertenrechtskonvention. Rütteln an unseren Schultoren und begehren Einsatz. Das ist so schlimm. Was ist denn daran so schlimm? Sie wissen doch, was passiert, wenn einer von Ihnen hier aus der Reihe tanzt. Was? Öffnet sich unter uns eine Klappe und wir fallen alle in ein Säurebad voller Krokodile. Wenn wir in Deutschland alle Sonderschulen schließen, wie die UN das will, dann sitzt in jeder deutschen Klasse mindestens ein Behinderter. Oh Gott, oh Gott. Dann lieber Krokodile. Was ist daran so schlimm? Das ist wieder typisch, dass die Vertreterin aus Bremen das nicht schlimm findet mit ihren 91% Behinderten auf ihren Regelschulen. Schon jetzt sind in Deutschland 44% der Behinderten an Regelschulen. Ich sag ja, 91% in Bremen. Ich möchte aber noch mal vorher einwenden, Sie wissen schon, dass Bremen nach Standards handelt, die woanders in Europa schon längst Realität sind. Hier in Südtirol zum Beispiel werden Kinder und Menschen in den Unterricht integriert, die im Wachkoma sind. Das ist schon auffällig, dass es die Ministerin im Rollstuhl ist, die uns hier den Schnitt versaut. Bremen, warum nehmen Sie sich nicht ein Beispiel an Baden-Württemberg? Wir haben nur 33% Behinderte an den Regelschulen. Oder Sie orientieren sich am besten. An Bayern meine ich, also an uns. Wir haben noch einen Prozentpunkt weniger als der Herr Kollege. Ich weiß nicht, 30% behinderte Schüler auf Regelschulen sind 30% zu viel. Ja, da bin ich ganz bei Ihnen, Chef. Aber diese Zahl ist doch in Wirklichkeit eigentlich viel niedriger. Sehen Sie sich hier raus, Bayern. Die Infusionsquote ist überall gestiegen. Auch bei Ihnen. Ja, es stimmt. Es gibt immer mehr Behinderte an Regelschulen. Aber gleichzeitig haben wir dafür gesorgt, dass immer mehr Schüler insgesamt an Förderschulen geschickt werden. Das ist die Exklusionsquote. Obwohl die UN gesagt hat, wir sollen das mit den Förderschulen lassen, also ich finde, da soll uns erst mal jemand nachmachen. Das haben wir Ihnen schon vorgemacht. In Baden-Württemberg ist die Exklusionsquote noch ein Prozent höher als bei euch. Sie wollen mir weismachen, dass bei Ihnen die Inklusion und die Exklusion gleichzeitig zunehmen? Wo haben Sie beide Ihr Abitur gemacht? In Bremen? Nein. Wir können ja nicht alle mit Sprachbehinderung bei uns aufnehmen. Schauen Sie, wir haben doch einen wunderbaren Trick entwickelt. Die früheren Schüler sind einfach nur schlecht. Die haben wir jetzt erklärt zu Lernbehinderten. Und schon sind auf den Regelschulen viel mehr Schüler inkludiert. Und die echten Behinderten gehen nach wie vor auf die Förderschulen? Das sagt Schiff, noch mehr. Ja, gut. Bleibt aber noch ein Problem. Laut UN dürfen sich die Behinderten für die wohnortnahe Regelschule entscheiden. Aber wir entscheiden doch, wie weit wohnortnah weg ist. Und wir sagen mir im Land von Daimler immer, mit dem Auto ist alles um die Ecke. Aber am Ende sitzen Behinderte und nicht Behinderte doch im selben Unterricht. Moment, die sitzen vielleicht im selben Schulgebäude, aber nicht in den selben Klassen. Schauen Sie, wir haben dafür gesorgt. Im Grunde haben wir Behindertenschüler nicht in die Schule inkludiert. Wir haben die Sonderschulen in die Schulgebäude inkludiert. Für die UN sind die Behinderten quasi da. Und für uns sind sie nicht da. Das ist so eine Art Schrödinger Sonderschule. Sagen Sie mal, Bayern, haben Sie jetzt auch noch eine Leseschwäche? Die UN-Behindertenrechtskonvention sagt doch, dass Kinder ein Recht auf Inklusion haben. Ja, aber wir wollen doch, dass die Eltern selbst entscheiden können. Aber was? Wenn die Eltern Inklusion wollen. Das wird nicht passieren. Solange wir viel Geld in die Förderschulen stecken, ist ja kein Geld dafür gute Inklusion. Und mit schlechter Inklusion kann man wahnsinnig gut Stimmung machen gegen Inklusion an sich. Und damit gewinnen wir im Moment Wahlen. Wie die CDU in Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen läuft jetzt ein Volksbegehren von der FDP zum Erhalt der Förderschule. FDP und Behinderte? Seit wann interessiert sich die FDP denn für Barrierefreiheit? Schon immer. Wegen der 5%-Hürde. Sehr vernünftig. Aber schauen Sie doch hier. Hier sehe ich doch, wie sich die Inklusion ins deutsche Schulsystem gerade zu frischt. Aber hier sieht man doch einfach nur unseren Erfolg. Inklusion gibt es überhaupt nur an Grundschulen, Gesamtschulen, Haupt- und Mittelschulen. Aber doch nicht da, wo es wirklich weh tut. Nirgends, wo auf der Welt wird mit soviel Lust selektiert wie in im Süden Deutschlands. Woher kommt denn das? Es geht hier um Menschenrechte, um Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen. Selbst wenn das für Behinderte bedeutet, mit so sozial herausgeforderten wie Ihnen in den selben Raum sitzen zu müssen. Hören Sie, verstehen Sie denn das nicht? Der Chef will das halt so von uns. Wir sind wie dieser Chef. Habt ihr euch das mal gefragt? Die Stimme da. Da, in dem Gasten. Also im Prinzip kommt sie immer da raus. Es ist auch nicht nur eine Stimme. Es sind ganz, ganz viele Stimmen. Guck mal, da sitzt die Mutter vom Malte Sokrates. Die guckt auch die Anstalt. Guck mal, da ist auch der Alex. Der war schon immer eigentlich für Inklusion. Aber seitdem der sein Kind älter hat, will er das nicht auf der gleichen Schule haben. Sind letztlich alles Eltern und Wähler, die Angst davor haben, dass ihre Kinder mit Behinderten in der Schule sind. Das war die Anstalt heute mit Kybra Selking, Barbara Huschaf, Martin Fromme und Timo Rott. Vielen Dank.