Applaus Musik Guten Tag! Applaus Ja, meine Herren, vielleicht begrüßen wir mal gemeinsam unseren Finanzminister, Herrn Lindner. Ja, gestern waren wir noch einer mehr. Schön, dass Sie trotzdem die Zeit haben, hier im Haus zum fröhlichen Sonnenuntergang Ihre neue Aktienrente vorzustellen. Vielen Dank, dann guten Tag in die Runde. Bin gern bei Seniorenveranstaltungen. Erinnert mich der Geruch doch immer an meinen Ziehvater Wolfgang Kubicki. Ja, danke. Bitte. Flitzpiepel. Er leidet wohl unter Alters-Tourette. Nee, er kann sie einfach nicht ausstehen. Rentenkiller, dass du den überhaupt eher traust. Weißt du eigentlich, wie niedrig die Renten in Deutschland sind? Ja, das ist mir durchaus bewusst. Sehen Sie, ich bin ja nicht Ricarda Lang. Was ist denn mit deinem Gesicht los? Ach du Jees, soll ich einen Arzt rufen? Nein, das war nur ein, wie ich finde, gelungener, lockener Spruch, der durchaus der Würde meines Amtes entspricht und ein bisschen anspielt auf den Besuch von Ricarda Lang bei Markus Lanz, wo sie die deutsche Durchschnittsrente falsch auf 2000 Euro geschätzt hat. Ja, dabei liegt sie gerade mal bei 1.550 Euro, auch nur, wenn sie 35 Jahre eingezahlt hat, was die meisten ja eh nicht schaffen. Am Ende tatsächlich deutlich weniger ausgezahlt. Vor drei Jahren waren es bei Männer, gerade mal 1.218 Euro. Und bei Frauen nur 809 Euro. Sagen Sie, was ist denn das hier für ein interessantes Kaffeekränzchen? Das ist der Ökonomielese-Zirkel. Wir nennen sie auch die Wirtschaftskreisen. Sie sind aber sehr gut informiert. Ja, hast du viel Zeit zum Lesen, wenn du Kino oder Restaurant nicht mehr leisten kannst? Sehen Sie, da habe ich gute Nachrichten für Sie. Sie müssen gar nicht mehr so viel lesen. Sie können jetzt wieder etwas mehr arbeiten. Sehen Sie streng nach dem Motto Don't Worry, Get Busy. Was? Was soll denn das? Sehen Sie meine Partei, die FDP möchte das Renteneintrittsalter flexibilisieren, weg mit diesem Verbot, wie unser Fraktionschef so schön gesagt hat. Warum sollte ich jemandem verbieten, mit 70 oder 72 zu arbeiten? Das wäre ja verrückt. Ja, aber muss man denn heutzutage mit 65 in Rente gehen? Nein. Man kann also weiter arbeiten, wenn der Chef einen lässt. Ja. Ja. Okay. Und lohnt sich das? Ich meine, hat man dann an der Rente auch wirklich mehr Geld? Ja, auf jeden Fall. Weil man weiter Beiträge zahlt? Ja, nein, das muss man nicht. Man zahlt keine Beiträge, aber der Arbeitgeber schon? Ja, ja. Gut, dann lohnt sich das doch auf jeden Fall. Ja, auf jeden Fall. Es gibt also ja kein Verbot, weiter zu arbeiten. Nein, nein. Ja, warum vor, dass es dann dauert, das Verbot aufzuheben? Nun, darauf habe ich jetzt keine Antwort, weil ich das in einer deutschen Talkshow noch nie gefragt worden bin. Ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet. Ja, eben, warum sollten Sie jetzt kurz vor Schluss damit aufhören? Nicht? Das muss man doch mal sagen. Das sind die rüstigen Rentner, die ich gerne zurückgewinnen möchte für den deutschen Arbeitsmarkt. Der Mann ist Dachdecker. Da ist er im Alter nicht mehr Dachdecken. Da würde ich sagen, das kommt auf das Dach an. Also bei einem Spitzdach bin ich bei Ihnen. Nicht aber ein Flachdach könnte ich mir durchaus vorstellen. Ich muss hier aufhören, weil die Leute sich immer beschwert haben. Die haben immer so Sachen gesagt wie der Dicke Dachdecker deckt das Dach. Nicht mein Dach, nein, das Nachbar Dach. Davon wurde ich heute früh schon um 8 Uhr wach. Ich hätte nie gedacht, wie viel Krach das macht. Ich frage mich, was er mit diesem Krachbezettel, der Dicke Dachdecker, der das Dachdecker deckt. Und warum er das Dach nicht etwas dasteckt und ob sich das noch heute noch über den ganzen Dach dasteckt. Gut, danke für diesen Impuls. Ja, ich weiß nicht, kommen wir vielleicht zum Kern meines Vortrages. Welcher Vortrag? Er hat doch gar nichts gesagt. Herr Paschulke, bitte. Sehen Sie, ähm, die Aktienrente. Ja, wie, was kommt da noch, was oder? Ja, aber das ist doch schön, das ist doch schön. Da profitieren die deutschen Renter zukünftig von den Gewinnen an der Wall Street. Exactly, streng nach dem Motto Don't Worry, Get Busy. Das habe ich schon beim ersten Mal nicht verstanden. Was soll denn das heißen? Naja, das heißt. Also sehen Sie, auf jeden Fall wollen wir die deutsche Altersvorsorge jetzt neu denken und wir steigen jetzt mit dem Generationenkapital jetzt erstmals ein in das sogenannte Kapitaldeckungsverfahren. Das ist doch nicht neu. Kapitaldeckung bei der Rente hatten wir schon unter Bismarck. Wie alt ist denn der Mann? Schwer zu sagen, das weiß keiner. Sagen Sie, warum ist man denn nicht bei der Kapitaldeckung geblieben? Ja, kann ich sagen, weil man nie geschafft hat, genügend Kapital anzusparen. Die Kapitalreserven sind ja wieder aufgefressen worden von Wirtschaftskrisen und Inflation und Kriegen. Gut, das war früher. Ach, das gibt es heute nicht mehr. Wirtschaftskrise, Inflation, Kriege. Ich sage Ihnen, was der will. Der will uns mit unserem Geld an der Börse spekulieren. Das will er nicht. Der Vorwurf kommt häufig. Da kann ich Sie beruhigen. Keine Sorge. Wir werden die 12 Milliarden Euro von Ihnen jährlich sicher und langfristig am Kapitalmarkt anlegen. Ja, und wann wirftet Rendite ab? Na nun, wir schätzen so 2037. Dann wird die Rendite so hoch sein, dass wir damit die Rentenbeiträge deckeln können. Da ist ja bei mir auch schon der Deckel drauf. Hören Sie mal, warum deckeln Sie die Rente über den Kapitalmarkt und stecken das Geld nicht einfach direkt in die Rente? Gute Frage, aber schauen Sie, ich kann da nicht ständig neue Schulden aufnehmen, um die Rente zu finanzieren. Ach, und wie finanzieren Sie die Aktienrente? Ja, mit Schulden. Sie sind also nicht gegen Schuldenmachen? Nee, nur wenn es gegen unsinnige Dinge, bei unsinnigen Da sagt er nein, wie z.B. bei der Kindergrundsicherung. Exactly. Oh, das war ironisch gemeint, nicht? Ist ein Schnellmärker, ne? Was ist denn da die Anlagestrategie für den Kapitalmarkt? Ja nun, das mache ich ja Gott sei Dank nicht ich persönlich. Das übernimmt ja Kenfo. Wer? Nun, das ist der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, kurz Kenfo. Das Akronym passt aber nicht, Janzwi. Ja, stimmt, hier Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, das wäre doch eigentlich Fofiken. Fofiken? Es heißt aber Kenfo, das ist ein deutscher Staatsfonds, der bereits bei der Finanzierung der Atommüllentsorgung Expertise am Aktienmarkt gesammelt hat. Was hat er mit uns vor? Er will dich entsorgen. Nein, nein, nein, Kenfo macht Ihre Rente fit für die Zukunft, indem er das Geld breit gestreuten Unternehmen auf der ganzen Welt investiert. Wie Sie diese Powerpoint-Präsentation auch entnehmen können. Und dieser Fickfonds? Nein, Fickfonds. Bitte. Kenfo. Ja, also der, ne? Der investiert also in Shell, BP, Total, Nestlé. Na ja, das können Sie ja sehen. Sind das nicht eher Unternehmen, die die Zukunft ruinieren? Nun, uns geht es beim Generationenkapital ja zunächst mal um die Rentner und nicht um die Enkel. Guten Abend, Hallöchen. Hey, Abdel. Hoher Besuch. Um geht's? Um Fooficken. Fooficken. Kenfo. Ja, also Kenfo. Ja, auf die Investierer, also auch in Airbnb und Vonovia. Sind das nicht Unternehmen, die ihre Gewinne damit machen, dass sie die Mieten erhöhen? Ja, das sind ja bestimmt auch sympathischere Unternehmen dabei. Genau, genau. Oder wie hier zum Beispiel Coca-Cola. Wenn ich also will, dass die Aktienrente höhere Gewinne einfährt, dann muss ich einfach eine höhere Miete zahlen, oder wie? Ich trinke einfach mehr Cola. Herr Kowalski, Sie haben Diabetes. Das geht nicht mehr. Ach, scheiße. Sehen Sie, Kenfo investiert ja nicht nur am Aktienmarkt, sondern 30% fließen in sogenannte alternative Anlageklassen. Hm, also Ökofonds? Ja gut, so würde ich das jetzt nicht direkt bezeichnen. Alternativ in dem Fall steht eher für, ja, private equity, private debt, Immobilien, sowas. Ich hatte da eher an sympathischere Firmen oder kleinere Unternehmen gedacht. Ich hatte da eher an unsympathische Firmen gedacht, die kleine Unternehmen aufkaufen, neu strukturieren und weiterverkaufen. Heus, Racka! Ja, bitte. Ja, wieso? Der Rack hat doch recht. Unternehmen, die im Sitz von private equity Firmen sind, geben 15% weniger fürs Personal aus, ja, verstehst du? Hier zum Beispiel Oak Tree. Als Sie die Pflegeheimkette pflegen und wohnen übernommen haben, gab es für die Angestellten keine Tariferhöhungen mehr, keine Tarifverträge und keine Gehaltserhöhungen mehr. Und nach einem Jahr haben Sie die Bude weiter verschärbelt an Deutsche Wohnen, oder? Moment mal, diejenigen, die meine Löhne drücken, sind auch die, die meine Miete erhöhen? Gut, sehen Sie es doch mal so. Wenn Sie jetzt weniger verdienen, ja, dann kann die Deutsche Wohnen also mehr Gewinne machen. Und von dieser Rendite profitieren wir alle Ja, wir Rentner sollen uns jetzt also über Lohndumping freuen, weil wir dann die Rendite einfahren. Nein, natürlich nicht. Die Rendite geht ja gar nicht an Sie. Was? Nein, die entlastet ja Ihnen. Entlasten? Ich dachte, ich bekomme weniger Geld. Ja, Sie kriegen ja auch weniger Lohn, aber von dem weniger Lohn müssen Sie dann weniger Beiträge bezahlen. Sehen Sie, dank der Aktienrente steigt Ihr Beitrag bis ins Jahr 2045 nicht um so viel, sondern lediglich um so viel. Da fällt mir echt ein Stein vom Herzen. Ich muss wirklich sagen, da fällt mir echt ein Stein vom Herzen. Das ist eine tolle Nachricht, 0,4%. Da spare ich sieben Euro im Monat. Exactly. Wenn Sie bis dahin nicht durch die Private Equity-Übernahme entlassen wurden. Na ja. Pass auf, mein Junge, sonst kommst du noch aufs Abdelgleis. Ja, super. Super Performance, der Christian. Keine Haare auf dem Kopf, aber ein Kamm in der Tasche. Eine Frage hätte ich jetzt noch. Eine Frage hätte ich jetzt noch. Warum machen wir unser Rentensystem eigentlich abhängig von höheren Renditen am Kapitalmarkt? Sehen Sie, was wäre die Alternative? Eine Rente, die abhängig ist von höheren Löhnen, so wie das jetzt der Fall ist. Ich sage Ihnen, das kann keiner wollen und mit keiner meine ich mich. Vielen Dank. Also ich glaube ... Wenn ich das vielleicht ... Ich hatte eine Frage. Ich hatte das Gefühl, wirklich gut anzukommen. Ja, auf jeden Fall. Falls irgendjemand zu Hause jetzt zufällig reinsäppt und mich sieht, das ist keine Sonderfolge Aktenzeichen XY. Er verkleidete sich als Krankenpfleger. Auffällig war die nicht passende Jacke zum Rest und die mindestens drei Nummer zu kleinen Schuhe. Nein, und ich bin auch nicht der marokkanische Dr. Stefan Frank. Ich bin Bielefelder, wohne in Duisburg. Duisburg, wer das nicht kennt, Gottham City von Deutschland. Und heute bin ich in München. Ja, ich bin Deutscher. Man sieht es nicht sofort. Ich sehe mich aus wie der handelsübliche Jürgen. Das ist eine eigene Schublade, die hat auch ihre Berechtigung. Es gibt keine schöneren Beispiele als Duisburg und München, um zu zeigen, es gibt nicht das Deutschland. München ist eine ganz andere Nummer. Jedes Mal, wenn ich hier bin, an Hauptbahnhof aussteige, Polizeikontrolle. Sofort. Diesmal sogar drei. War mir egal, ich hatte drei Ausländer dabei. Aber was ich krass fand, die waren sehr euphorisch. Die hatten die letzten Tage nichts zu tun. Fand ich nicht schlimm, ich habe guten Willen gezeigt. Von mir geht keine Gefahr aus, der Eindruck täuscht. Ich bin ein Bielefelder, gefangen im Körper eines Terroristen. Ich habe mich von allen Anschlägen distanziert. Ich war gegen Waffenstillstand, um zu zeigen, ich bin einer von den Guten. Das Grundgesetz ist mein Lieblingsbuch. Ich weiß, viele Menschen sagen, das ist Rassismus. Warum werden die Menschen mit Migrationshintergrund kontrolliert? Die Polizei macht ihre Arbeit. Das ist die Stichproben-artige Dunkelhäutigen-Kontrolle. Da wäre es komisch, wenn es mich nicht erwischt. Ich wurde mittlerweile so oft kontrolliert, man kann sagen, ich habe die Polizeigrundausbildung abgeschlossen. Wenn ich einen Laden verlasse, ich durchsuche mich selber. Habe ich was geklaut? Ja, nein. Oft bin ich schockiert, weil ich was finde. Und dann finde ich den Kassenbock glückerhaft. Gerade noch mal die Gene unterdrückt. In der Cabaret-Show über Rassismus reden ist überflüssig. 97% aller Menschen, die in eine Cabaret-Show gehen, sind weltoffen und nicht rassistisch. Das hat eine Studie ergeben, die ich gerade erfinde. Die gibt mir Sicherheit. Bei der Rente braucht man keine Studie. Aber auch da kann man die schönen Sachen finden. Mein Nachbar hat mir gesagt, die Rente ist ihm zu niedrig. Trotzdem ermöglicht sie ihm ein Leben im Würde. Er würde gerne ins Kino. Er würde gerne Eis essen. Er würde gerne ins Stadion. Das finde ich schön. Ich bin kein Rentenexperte. Mein Vorschlag ist, einfach die Rente anzuheben. Realistisch bleiben. Das Rentenalter zumindest, nicht die Rente auf 89. Und dann umbenennen in Kaltmiete. Für die Nebenkosten reicht es nicht. Frank-Walter Steinmeier macht es vor. Bundespräsident und Dönerbeauftragter. Die Aktion ist schon ein paar Wochen her. Ich werde sie mein Leben lang nicht vergessen. Das ist kein KI-Foto. Ich habe es gesehen und dachte, es ist KI. Ich habe es probiert. KI sagt, du übertreibst. Das können wir nicht machen. Ich frage mich, wie kamen wir auf die Idee? Ich fliege in die Türkei und werde meine Wertstattung zeigen. Was kann ich mitnehmen? Der Bundespräsident müsste mit einer Magen-Darm-Grippe dehydriert auf der Klobrille schlafen. Damit sich so eine Idee durchsetzt. Der Bundespräsident am Döner-Spieß. Wenn Spießbürger dann richtig. Ich finde es gut. Er hat guten Willen gezeigt. Ich habe trotzdem Angst vor seiner Marokko-Reise. Was wird er mitnehmen? 2 Kamele und 5 kg Gras. 4 kg kommen an. Ich weiß es nicht. Ich bin überfordert. Ein guter Freund von mir, wenn es um Rente geht. Er kann nicht arbeiten und kommt trotzdem zurecht. Er hat mir gesagt, er ist nicht arbeitslos. Es ist eine bewusste Entscheidung. Er könnte einen Job finden. Er hat eine abgeschlossene Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Schwerpunkt Tacho-Justierung. Er dachte, man muss kreativ sein. Rentner müssen keine Pfandflaschen sammeln. Er ist arbeitslos, aber fleißig. Ich finde die Kombi grandios. Er hat in seinem Kofferraum immer eine Kellner-Schürze. Ihr ist der Schwerpunkt Tacho-Justierung. Ihr kassiert den Coffee. Schauen Sie sich mal. Herr Paschulke. Was machen Sie am Rententopf? Da nehme ich ein bisschen mehr aus dem Rententopf. 40 Prozent, die die Regierung für mich vorgesehen hat. Tut mir leid, das reicht nicht für ein besseres Leben hier. Ja, ja, Herr Paschuk, aber das geht nicht. Das wissen Sie, wenn das jeder macht, dann ist nicht genügend Geld im Topf. Da packen Sie halt mehr Geld rein in den Topf. Das wissen Sie auch, das geht auch nicht. So, das ist aber immer noch das alte Umlageverfahren hier. Ja, schon. Meine Rente kommt direkt von den Arbeitnehmern. Und die Arbeitnehmer, da zieht ihr die da oben. Ihr zwei, ihr seid doch Arbeitnehmer. Ich nehme Deutschen die Arbeit weg. Nein, also so ein Scherz am Rande. Ja, wir sind zwei Arbeitnehmer, die einen Rentner finanzieren. Wobei Arbeitnehmer im Grunde eher die sind, die die Arbeit geben. Und die Arbeitgeber ja eigentlich eher die sind, die die Arbeit nehmen. Nur leider können im Leben eben, die die Arbeit geben, häufig nicht von Arbeit leben. Weil die, die Arbeit nehmen, danach streben, von der Arbeit der Arbeitgebenden zu leben. Das finde ich ehrlich gesagt ein bisschen daneben. Respekt, bei dem Gedicht bin ich ganz bei dir. Aber könntet ihr zwei vielleicht ein bisschen mehr da in den Schlauch reinpumpen? Und was haben wir davon? Dann habe ich mehr Rente. Das motiviert ja ungeheuerlich. Mensch, das ist doch das Umlageverfahren. Wenn man Rentenbeiträge zahlt, das erhöht doch am Schluss deine Rentenansprüche. Wenn das so ist, machen wir das. Ich würde mir da noch mal Gedanken machen, sehen Sie. Schauen Sie, ein System wird ja nicht dadurch besser, dass man immer mehr Geld hinein wird. Was? Aber das ist doch exakt, buchstäblich das, was wir jetzt machen sollten. Sehen Sie, die Arbeitnehmer in Deutschland, die müssen doch schon 9,3% von dem hart verdienten Bruttolohn in die deutsche Rente einzahlen. Ich zahle gar nicht 9,3%, sondern gemessen an dem, was ich verdiene, 4,2%. Erst mal Glückwunsch. Und das liegt natürlich an der Beitragsbemessungsgrenze. Sehen Sie, in Deutschland zahlen Sie maximal 702,15 Euro Rentenbeitrag im Monat, egal wie viel Sie verdienen. 10.000, 20.000, 100.000 Euro im Monat. Sehen Sie streng nach dem Motto in Deutschland, starke Schultern müssen geschont werden, damit sie stark bleiben. Warum fragen Sie die zwei nicht, ob sie einfach mehr Beiträge zahlen wollen? Das brauche ich gar nicht, das wollen Sie nicht. Wollen wir nicht? Nein, wollen Sie nicht. Aber Moment, es gibt eine Umfrage, da sagen 70% aller jungen Arbeitnehmer, dass sie für mehr gesetzliche Rente auch mehr einzahlen würden. Gut, die wissen erst recht nicht, was sie wollen. Sehen Sie, wenn Sie hier die Rentenbeiträge erhöhen, die Rentenbeiträge der Arbeitgeber, die ja die andere Hälfte zahlen, dann erhöhen sich die Sozialabgaben. Die Arbeitgeber müssen Leute entlassen. Und wir haben weniger Arbeitnehmer, die überhaupt in die Rente einzahlen können. Mensch, das ist doch kein Naturgesetz. In Österreich zahlen die Arbeitnehmer einen höheren Beitrag. Zeigte mal. Ja? Herr Pascho, Sie denken wie immer nur an die Arbeitnehmer. Was ist denn mit den Arbeitgebern? Die zahlen noch höheren Beitrag. Zeig's ruhig mal, zeig's doch mal. Ach, na, also, ja, gut. Aber wo führt das hin? Da kann ich dir sagen. Zu einer deutlich höheren Rente, verstehst du? Aber zu welchem Preis? Ja, einem höheren. Und exakt den können wir uns in Deutschland nicht leisten. Aha, aber die Österreicher können sich nicht leisten. Und ich hab noch nicht davon gehört, dass die österreichische Wirtschaft irgendwie kollabiert wäre. Können Sie einen Abschluss an Österreich, oder? Ja, wenn es eine bessere Rente gibt. Sehen Sie, das hier, das ist der, ich weiß den Applaus nicht einzuordnen, aber gut. Das hier ist der Bundeszuschuss, Herr Paschulke. Ja, gut, dann machst du mal keine Fisi Martenten, pumpst einfach mal ein bisschen mehr da in die Röhre. Ich werfe doch bereits ein Fünfte, 20% meiner gesamten Haushaltsmittel in die Rente hinein. Sie können nicht jedes Problem mit Geld zuschütten. Aber wenn man arm ist, dann ist Geld schon eine Lösung, oder? Sehen Sie, umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wenn jemand Geld hat, dann gebe ich ihm mehr, weil er bewiesen hat, dass er damit umgehen kann. Moment mal, Moment mal. Wenn es nicht geht, dass die Arbeitnehmer mehr reinzahlen, dann ist die Lösung doch ganz klar, dann müssen einfach mehr Arbeitnehmer da sein, die was reinzahlen. Ich verstehe Ihren Gedankengang. Sehen Sie, früher in den 60er-Jahren wäre das möglich gewesen. Dann stünden hier oben sechs Arbeitnehmer einem Rentner gegenüber. Jetzt sind es nur noch diese kümmerlichen zwei. Und in sechs Jahren, da sind es nur noch eineinhalb pro Rentner. Sehen Sie, Herr Paschulke, um es salopp zu formulieren, Ihre Generation hat eben zu wenig Beitragszahler produziert. Und so was nennt sich Babyboomer? Ja. Vorsicht, Freundchen. Aber ihr seid ja keine Babys. Ihr seid Erwerbstätige, versteht ihr? Ihr unterstützt eure Arbeit die, die nicht alleine klarkommen. Salopp formuliert. Die Lösung ist nur ganz einfach. Wir müssen mehr Leute in Arbeit bringen. Weil ihr habt ja genug Leute in dem Land, die arbeiten wollen, aber nicht können. Ja, Frauen zum Beispiel. Weil man sie in Sketche nicht reinschreibt. An der Frauenerwerbsquote könnte man nämlich durchaus was ändern, meine Herren. Also entschuldigen Sie, Sie tun ja gerade so, als könnten Frauen die Probleme des demografischen Wandels lösen. Ja, natürlich. Wenn hier so viele Frauen in Arbeit wären wie in Schweden, dann wäre der demografische Wandel so gut wie kein Problem mehr. Frau Kühl, entschuldigen Sie bitte, ich versuche hier oben ein Problem zu dramatisieren. Da möchte ich bitte nicht mit Lösungen behelligt werden. Das ist doch nicht zu viel verlangt. So, also ich hab's versucht. Kommt, Jungs, Pause. Aber der Sketch ist noch gar nicht fertig. Wenn sich die Frauenquote nicht erhöhen lässt, dann senken wir doch wenigstens die Männerquote. Feminismus durch nichts tun. Sind wir dabei? Nein, Sie können mich doch nicht mit diesen remitenten Rentner alleine lassen. Ich fasse mal kurz zusammen. Arbeitnehmerbeitrag erhöhen geht nicht. Arbeitgeberbeitrag erhöhen geht auch nicht. Bundeszuschuss erhöhen geht auch nicht. Beitragsbemessungsgrenze erhöhen geht auch nicht. Anzahl der Arbeitnehmer erhöhen geht auch nicht. Wie wäre es denn, wenn Sie ... Nein, der Lindner geht auch nicht. Schade. Das, was geht, habe ich Ihnen doch schon gesagt. Das, was geht, ist mehr Geld in den Kapitalmarkt zu leiten. Zum Beispiel für eine Aktienrente. Ja, die Aktienrente geht mir am Arsch vorbei. Also gut, der Kapitalmarkt hat natürlich noch mehr zu bieten. Haben Sie denn keine private Altersvorsorge abgeschlossen? Ein Riester-Vertrag beispielsweise. Richtig. Na, sehen Sie. Natürlich, ich habe ja ein Riester. Gucken wir doch mal, was im Topf ist. Das sieht doch ... 132 Euro. Sag mir bitte, dass das pro Tag ist. Warum sollte ich lügen? Sehen Sie, das ist ja guter Durchschnitt. Sehen Sie, ein Drittel der Riester-Sparer, der bekommt unter 40 Euro im Monat. Ja, kein Wunder. Übersteigen ja die Rendite von 100 Euro, die ich da in Riester reingeschossen habe. Da haben sich die Finanzfuzzis 25 Euro gegriffen. Das ist ja Wahnsinn. Da zahle ich ja am Ende drauf. Nicht unbedingt. Das kommt ja schon darauf an, wann Ihr Ende kommt. Sehen Sie, wenn Sie zum Beispiel über 100 Jahre alt würden. Mein Herz. Nein, Herr Paschke, so wird das nichts mit Riester. Hören Sie mal, man hat mich doch damals zu Riestern. Am Ende zahle ich drauf. Das ist ja abartig. Warum hat Gerhard Schröder den Scheiß der Jahrhundertreform genannt? Na ja, weil Sie Jahrhundert werden müssen. Haben Sie, eine gute Nachricht gibt es. Dank der Privatvorsorge sind Ihre Rentenbeiträge stabil geblieben über viele Jahre. Hört ich die ganze Zeit. Was heißt stabil? Ich habe 9,3 % eingezahlt und die Rente bleibt mir weniger. Ja, aber es gibt ja noch eine gute Nachricht. Schlimmer wird es nicht mehr. Dank des neuen Rentenpaketes haben wir jetzt das Rentenniveau in Deutschland auf 48 % gedeckelt. Ja, das also, was gedeckelt, was ohnehin schon zu niedrig ist. Gratulation von meiner Seite. Herr Paschke, lassen wir doch den Populismus einmal beiseite. Sie wissen, dass die Rente in Deutschland eine Grundversorgung darstellt. Eine Lebensstandardsichernde Altersvorsorge auszahlen. Weißt du warum nicht? Weil das Geld vom Staat ja nicht nur da reinfließt. Fließt ja auch in den Kapitalmarkt und dann ja auch noch in die dritte Röhre. Was ist denn das hier eigentlich? Was ist denn das für ein Topf hier? Sehen Sie, hier zahlen wir mit Steuermitteln eine Lebensstandardsichernde Altersvorsorge aus. Was? Meine Fresse! Moment mal, Beamte, wir kommen hier in diesem Land und das ist natürlich ein Problem. Jetzt sagst du mir gleich, dass das bei Rentnern nicht geht. Ja, leider nicht. Bei der Rente haben wir die Einzahlung festgelegt. Bei den Beamtenpensionen die Auszahlung. Und das kommt dabei raus, wenn du als Kind zu nah an der Wand geschaukelt hast. So, meine Damen und Herren, es gibt Themen, die sind unglaublich unsexy. Aber man muss sich rechtzeitig darum kümmern, sonst fliegen sie einem eines Tages um die Ohren. Die Darmspiegelung, die AfD oder eben auch die Altersversorgung von Frauen. Besonders Frauen sind in Deutschland von Altersarmut betroffen. Wir wollen Ihnen das gerne aus wissenschaftlicher Sicht erklären. Der Gender Pension Gap, also die Lücke zwischen den Renten von Frauen und Männern, beträgt 30%. Ohne Witwenrente sind es sogar 40%. Sogar mit Vollzeitstelle kommt jede dritte Frau nach 40 Jahren auf eine Rente von weniger als 1.000 Euro. Alten Frauen bleibt nichts. Denen fehlt wirklich das Geld für alles. Für alles. Was meinen Sie, warum die alte Hexe damals Hänsel und Gretel in den Ofen geschoben hat? Sie ja, die war nicht gemein. Fleisch bei Aldi war einfach zu teuer. Die Wissenschaft hat hier drei Theorien entwickelt. Der Schritt der klassischen Hausfrau in die Altersarmut lässt sich mit der sogenannten Drei-Röhren-Theorie zusammenfassen. Erst schiebt die Frau den Kuchen in die Röhre, dann hat sie einen Braten in der Röhre und im Alter guckt sie in die Röhre. Grund dafür ist vor allem die traditionelle Arbeitsteilung, wie sie besonders in westdeutschen Ehen über Jahrzehnte gelebt wurde. Darauf basiert die sogenannte signifikante Lohnabwesenheit durch Vollzeit-Ehe-Theorie. Abgekürzt, Slave. Die Frau hält den Mann den Rücken frei, kümmert sich um den Haushalt, dann um die Kinder, die Eltern, die Schwiegereltern, um alle Termine kocht, putzt und leistet Hunderte Stunden unbezahlter Kehrarbeit. Das liegt an zwei Fakten. Fakt eins, die Sklaverei wurde 1848 abgeschafft. Fakt zwei, die meisten Hausfrauen haben das vor lauter Arbeit gar nicht mitbekommen. In der klassischen Ehe sah es doch so aus. Die Frau fragt ihr Kind im Leben etwa 7000 Mal, ob es sein Pausenbrot dabei hat. Der Mann nimmt sich zur Abifeier frei und sagt, Herzlichen Glückwunsch, mein Sohn, aber sag mir doch noch mal eben, wie du heißt. Die Arbeit im Haushalt geht für die Frauen ja weiter, wenn der Mann längst in Rente ist. Der Typ geht seinen Hobbys nach und die Frau bleibt im Haus. Oder was meinen Sie, warum man in letzter Zeit so viel von Gerhard Schröder und so wenig von Angela Merkel hört? Eine weitere Ursache für weibliche Altersarmut wird beschrieben in der arbeitsmarktrelevante sozialchronische Haushaltseinkommenskollabierung auf Grundreduktion tariflicher Ergebnisse Theorie. Abgekürzt. Aschkarte. Gerade wenn die Kinder klein sind, arbeiten Frauen häufiger in Teilzeit als Männer, nehmen sich öfter Auszeiten für die Familie und arbeiten oft in schlecht bezahlten Jobs. Geht die Ehe dann in die Brüche, werden sie erst recht in solche Jobs gedrängt. Dementsprechend mies fällt dann im Alter die Rente aus. Frauen wählen natürlich auch öfter soziale Berufe. Sie erweisen der Gesellschaft damit einen Riesendienst. Männer werden Investmentbanker. Frauen arbeiten für wenig Geld in einem Heim für Schwererziehbare. Ja klar, weil sie wissen, irgendjemand muss den Job ja machen, sonst gibt es am Ende noch mehr Investmentbanker. Um die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen, wäre ich für eine Sondersteuer. Für die sogenannte Humans-of-No-Kindness-Steuer. Abgekürzt. Honksteuer. Menschen, die sich in keinster Weise für die Gesellschaft einsetzen, gerne über die Gleichstellung der Frauen reden, aber nichts dafür tun, werden überproportional besteuert. Und ich will hier nicht so viel Optimismus verbreiten, aber wenn die FDP sich da einfach mal ein bisschen im eigenen Umfeld umsieht, glaube ich, die schwarze Null steht. Dankeschön. Schlechtere Altersversorgung ist ja nicht das einzige Problem von Frauen. Das hat eine Umfrage gezeigt, die es in mehreren Ländern gegeben hat. Unter anderem auch in Deutschland. Und in all diesen Ländern hat sie exakt das gleiche Ergebnis zutage gefördert. In Achtung. In einer Umfrage wurden Männer gefragt, was würdet ihr tun, wenn es einen ganzen Tag lang keine Frauen gäbe, 24 Stunden lang. Hier ist, was die Männer geantwortet haben. Ich würde den ganzen Tag lang in der Bude hocken und in Ruhe Games auf dem Computer zocken. Ich würde meine Freunde extrem vermissen, und ohne schlechtes Gewissen, für die Menschen, ich würde mit den Jungs um die Häuser laufen und mich endlich mal wieder voller Freude besaufen. Wozu ich dann gepflegt eine Shisha rauche, ich würde genau das gleiche machen, wie sonst auch. Aha. Daraufhin wurden dann die Frauen gefragt, was würdet ihr tun, wenn es einen ganzen Tag lang keine Frauen gäbe, wenn es einen ganzen Tag lang keine Frauen gäbe, wenn es einen ganzen Tag lang keine Frauen gäbe, wenn es einen ganzen Tag lang keine Männer gäbe, 24 Stunden lang. Hier ist, was die Frauen geantwortet haben. Ich könnte endlich anziehen, was ich will, egal wie körperbetont oder schrill, und werde nicht mehr dumm angequatscht, beim Tanzen begrabscht und angetascht. Ich könnte im Dunkeln am Samstagabend rausgehen, ohne Angst zu haben, dass man mich auf offener Straße umbringt, und dann umbringt. Oha. Offenbar gibt es hier, wie man sieht, einen nicht ganz unerheblichen Unterschied, was man so alles tun und lassen kann, je nachdem, ob man eine Frau ist oder ein Mann. Wenn die Welt einen Tag lang ohne Frauen wäre, würden Männer einfach weiterleben, so wie bisher. Doch wenn sie ohne Männer wäre, würden Frauen keine Angst haben, sie würden sich draußen trauen. Sie würden sich freier und sicherer fühlen. Und so geht es nicht nur manchen, sondern sicher vielen Frauen. Sie wünschen sich für uns, keine Angst haben zu müssen. Ich habe gedacht, wir Männer sollten das wissen. Das mit den Beamtenpensionen geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Warum sind wir als Bürger so viel weniger wert als Staatsdiener? Das sind ja eigentlich unsere Angestellten. Wir reden alle über die Rente. Das sind ja eigentlich unsere Angestellten. Warum reden alle nicht über die Rente? Warum redet niemand über Beamtenpensionen? Warum rechnet niemand mit deutschen Beamten ab? Niemand rechnet mit deutschen Beamten ab. Denn zwei Eigenschaften machen uns unverzichtbar. Neutralität und Unbestechlichkeit. Und Unkündbarkeit. Drei Eigenschaften. Neutralität, Unbestechlichkeit und Unkündbarkeit. Und die automatische Gehaltserhöhung. Vier Eigenschaften. Neutralität, Unbestechlichkeit, Unkündbarkeit und die automatische Gehaltserhöhung. Was wollen Sie eigentlich von mir? Wir von der mobilen Eingreiftruppe des Deutschen Beamtenbundes sind stets dann zur Stelle, wenn es darum geht, die deutsche Verfassung zu verteidigen. Und die Beamtenprivilegien. Die ja in der Verfassung verankert sind. Die ja in der Verfassung verankert sind kann ich nicht mehr. So, also hier. Hoch verdient. Was ist das? Was soll das sein hier? Bußgeldbescheid wegen Beamtenbashing. Ja, wir haben gefragt, wann es endlich eine Debatte gibt über die Beamtenpension. Das gehört. Ja und? Beamtenbashing. Ja, komm hören Sie auf. Was soll ich? Ich soll mich verpflichten dazu, das Beamtentum in künftig nur noch objektiv darzustellen. Oh, wie wäre es denn zum Beispiel an einer Tafel? Schauen Sie mal. Eine Tafel brauche ich ja nicht. Das geht ja viel schneller. Objektiv da? Kein Thema. Schauen Sie mal. Renten 48%, Pensionen 71%. Objektiv genug? Nein, nein, nein. Dieser Vergleich ist ja vollkommen schief. Ja, natürlich ist er schief, weil 71 ja höher ist als 48. Ist ja klar, dass das schief ist. Nein, überhaupt nicht vergleichen. Nein, das können Sie nicht. Sehen Sie, 48% Rentenniveau, das ist ja eine ganz andere Größe. Ich würde sogar sagen, eine ganz andere Kleine. Sehen Sie, die Größen beziehen Sie auf ganz unterschiedliche Dinge. Sehen Sie, ein Rentner bekommt 48% vom sogenannten Durchschnittseinkommen, wenn er 45 Jahre lang eingezahlt hat in die Rente und dem Durchschnitt verdient hat. So ein Pensionär bekommt nach 40 Dienstjahren 71% vom persönlichen Gehalt. Seinem letzten persönlichen Gehalt. Was traditionell das Höchste ist. Und wir lieben Tradition. Besonders die automatische Gehalte. Wenn Sie das also objektiv vergleichen wollten, müssten Sie erst mal wissen, wie viel Prozent quasi von Ihrem Gehalt oder von einem Gehalt einem Rentner bleibt. Ja, das wüsste ich auch gerne. Warum erzählt einem nicht irgendwie keiner? Ja, das könnte vielleicht an der Zahl liegen. Mat, ungefähr 41% von seinem Lohn. Das ist das, was ein heutiger Berufsanfänger später mal als Rente bekommt. Hören Sie mal, das macht ja ganz objektiv betrachtet den Unterschied zwischen Beamte und Pensionen noch höher. Das sind ja nur Zahlen. Zahlen auf Geldscheinen, oder? Die durchschnittliche Rente in Deutschland beträgt 1550 Euro. Was ist denn die durchschnittliche Pension? 3.250 Euro, das ist ja das Doppelte. Was soll das denn? Warum denn? Wieso denn? Die Zahl ist doch von Ihnen. Wissen Sie, wie weh das tut, wenn man als Pensionier pauschal diffamiert wird als Besserverdiener? Wieso? Ihr werdet ja auch pauschal privilegiert. Ach, das sei der Fall. Ja, das ist der Fall. Das ist der Fall. Das ist der Fall. Das ist der Fall. Das ist ja auch pauschal privilegiert. Das stimmt so überhaupt nicht. Es gibt ja auch ganz kleine Beamten mit ganz kleinen Pensionen, z.B. so einen ganz kleinen Polizisten. 2.400 Euro. Das ist ja Maximalrente. Das schaffen in Deutschland gerade mal 1% der Rentner. Es gibt ja auch welche, wir kriegen ja auch nur die Mindestpension. 1.866 Euro. Objektiv gesehen ist der Unterschied schon gar nicht mal so groß. Aber es sind immer noch 300 Euro mehr, die haben ja 30 Beitragsjahren. Das kann man ja auch nicht vergleichen. Der Beamte bekommt die Mindestpension ja bereits nach 5 Dienstjahren. Ja, ja, ja. Hat er sich wahrscheinlich redlich verdient, oder? Sie verschweigen wie immer, dass die Renten seit dem Jahr 2000 um 41% gestiegen sind. Ui. Um wie viel sind denn die Pensionen gestiegen? Lediglich um 59%. Aber es gab ja den Inflationsausgleich, die Inflationsprämie für Beamte bis zu 3.000 Euro. Da habe ich ja nicht gemerkt. Bei Ihnen fiel das auch etwas übersichtlicher aus. Sag mal, das ist doch Moppelkotze da. Was soll das denn hier jetzt? Das reicht langsam beim Beamten. Ja, ja, ja. Es gibt ja wahrscheinlich gute Gründe für die Privilegien. Welche denn? Die müsst ihr doch kennen. Ja, ja, ja. Der Grund ist, dass wir da, dass wir Beamte sind. Beamte sind. Ja, und wir sind hoch qualifiziert und hoch bezahlt. Und somit ist die Pension auch hoch. Hingegen, ich meine, gucken Sie sich mal an. Also um hier wirklich ganz objektiv vorzugehen, muss man beim Vergleich von Rente und Pension, sagen wir mal, Vergleich von zwei Personen mit demselben Einkommen. Z.B. ein Angestellter-Lehrer und ein verbeamteter Lehrer. Kicken wir noch mal. Nehmen wir mal an, der Lehrer würde ungefähr dasselbe verdienen wie der verbeamtete Lehrer. Was ja nicht stimmt, weil die Beamten häufig mal ein bisschen mehr knete. Dann bleibt dem Angestellten-Lehrer am Ende eine Rente von 1.731 Euro. Und sein verbeamteter Kollege landet bei 3.214 Euro. Das ist auch fast das Doppelte. Bei völliger Vergleichbarkeit. Habs geahnt, Beamtenbeschwingung. Sehen Sie, dass da noch die Kosten für die Krankenversicherung abgehen. 300 Euro, das ist ja recht günstig. Das ist wirklich sehr günstig. Wenn ich mich gesetzlich versichern würde, wäre das doppelt so. Moment, Moment, Meister. Mir wird ganz plümmerant im Kopf, soll das heißen? Ihr werdet für die paar Piepen privat versichert. Wir erfüllen in der Privatversicherung eine ganz wichtige gesellschaftliche Funktion. Ohne Beamte müssten die privaten Versicherer dicht machen. Wenn 30% der Behandlungskosten übernommen wäre, den Rest zahlt der Staat. Ganz objektiv betrachtet, hat der Beamte im Ruhestand immerhin noch 1.200 Euro mehr zur Verfügung als der Rentner. Das bei völliger Vergleichbarkeit. Mir geht das Fett raus. Weil Sie unterschlagen, dass im Gegensatz zur Rente die Pension eine Vollversorgung darstellt. Ich glaube, Sie haben einen Vollversorgung. Natürlich. Wir haben im Alter lediglich unsere Pension. Sie als Rentner haben neben der gesetzlichen Rente die Möglichkeit, durch Riester privat vorzusorgen. Riester lohnt sich doch nicht. Lohnt sich nicht. Und Beamte auch nicht. Moment, ich dachte, Sie haben nur die Pension. Wie nachher? Ja. Läuft gar nicht so schlecht bei uns. Weil wir ja sehr alt werden. Privatversicherte leben nun mal länger. Und Sie haben noch die Option Betriebsrente. Das macht doch nur die Hälfte der Arbeitnehmer. Ein öffentlicher Dienstherr kann das schon lange machen. Das geht dann bis zu 600 Euro hoch. Die meisten Arbeitgeber geben ja kaum was dazu. Da zahlt der Arbeitnehmer ganz alleine fürs Alter ein. Das ist ja interessant. Wir zahlen für unsere Altersvorsorge gar nichts. Ich glaube, ich kriege Tinnitus. Ihr zahlt ja nichts. Wollt ihr mir etwa erzählen, für all die Privilegien nüscht den einzigen Euro selber Einzahl. Naja, diese außerordentliche Leistung ist ja auch weltweit einzigartig. Deswegen kann man das alles überhaupt nicht vergleichen. Sie lassen ja wieder unter den Tisch fallen, dass die Menschen in der freien Wirtschaft häufig mehr verdienen als wir Beamte. Um diese himmelsschreiende Ungerechtigkeit aufzuwiegen, da bekommen wir eben sehr hohe Pensionen. Und eben die Zuschläge. Moment, welche Zuschläge? Familien- und Ortszuschlag zum Beispiel. Das öffentliche Lied ist doch 2006 völlig gestrichen worden. Aber die Zuschläge für Beamte sind auch nicht mehr das, was sie früher mal waren. Die haben sich verdreifacht. Ja, jetzt brennt hier gleich die Luft, Freundchen. Das sind doch nur Zahlen. Ja, das sind doch nur Zahlen. Wie zum Beispiel diese 153 Euro monatlich. So viel kriegt ihr fürs erste Kind, ja? Nein, nur fürs Heirat. Herzlichen Glückwunsch. Fürs erste Kind? Fürs erste Kind, ja, das ist ortsabhängig. Wenn Sie zum Beispiel in Dortmund leben, dann bekommen Sie 176 Euro fürs erste Kind, 573 Euro fürs zweite Kind und 829 Euro fürs dritte Kind monatlich extra. 829 Euro für drei Kinder, das ist ja Wahnsinn. Also bleiben Sie mal objektiv, das wird ja noch addiert. Genau. Also für einen verheirateten Beamten mit drei Kindern sind insgesamt 1.730 Euro monatlich zusätzlich. Ja, richtig. Wir kriegen nur das lächerliche Kindergeld. Da haben Sie vollkommen recht, das ist wirklich lächerlich. Das spüren wir schon gar nicht mehr. Was? Das kriegen Sie hoch noch? Ja, sehen Sie, wir haben viel mehr Dinge gemeinsam, als man glaubt. Moment, wenn ich das mal überschlage, dann summieren sich alle Vorteile und Zuschläge. Während einer Laufbahn für einen verheirateten Beamten mit zwei Kindern auf bis zu 400.000 Euro netto. Da, das ist was der Beamte am Beginn seines Ruhestandes mehr hat, als der angestellte Kollege. 400.000 Euro, das ist ja ein Eigenheim. Warte mal, vielleicht in Wattenscheid, nicht in München. Zum Glück haben Sie kein Eigenheim. Zum Glück. Bei einem Pensionär übernimmt der Staat einen Großteil von den Pflegeheimen. Ja, vom Pflegeheimen, das sind ja schnell mal 1000 Euro. Sie wissen ja, Sie müssen es ja selber zahlen. Und wenn Sie das nicht mehr können, dann müssen Sie ja das Haus verkaufen. Wieso besser kein zu haben, als spätestens dann wäre es weg? Ich finde, jetzt ist der Vergleich aber objektiv genug. Ja, für mich auch. Freunde, ich habe schon einige Backpfeifen hier gesehen. Aber ihr drei, ich habe eine Frage, bevor es hier rund geht. Gibt es denn einen einzigen Nachteil, der all diese Privilegien rechtfertigen würde? Ja! Ja, den gibt es. Wir dürfen nicht streiken. Genau. Ihr dürft nicht streiken? Ja, wozu denn? Ihr habt ja alles. So gesehen, ja. Weil wir auch immer automatisch die Lohnerhöhungen von den Tarifabschlüssen des öffentlichen Dienstes übernehmen müssen. Ja, und glauben Sie mir, ich wäre schon wahnsinnig gern mal bei so einem Streik dabei. Ja, aber das können wir nicht tun. Ich weiß nicht. Keiner würde den Unterschied bemerken. Tch. Das war kein Beamten-Beschen, oder was? Nein, das war ein Astreiner Beamtenwitz. Und solange Sie uns und Sie uns für Witzfiguren halten, stellt ja niemand ernsthaft diese Privilegien infrage. Oh! Drei. Zwei. Eins. Mahnzeit! Was machen Sie da? Wir machen das jetzt wie die Österreicher. Schisten fahren, Ski, und dann gehen wir jetzt ein bisschen ins Caféhaus. Nein, wir machen eine Rente für alle. Das heißt, alle kriegen das Gleiche, verstehst du? Und zwar 77,6%, wie in Österreich. Die Österreicher geben 3% mehr vom Bruttoinlandsprodukt in die Rente, weil die sich einfach sagen, was braucht ein alter Mensch, um in Würde zu leben, mal ins Kino, schön essen gehen, so was. Das klingt so schön. Und es klingt auch so, wie war das Wort, teuer? Ich warte noch auf die Studie, die mir sagt, dass es teurer wird, wenn Beamte ihre Privilegien abgeben oder einfach auch selbst mal was für die fürs Alter einzahlen. Ich meine, selbst was einzahlen, das wird für Sie ja eine ganz neue spannende Erfahrung. Wenn ich neue spannende Erfahrungen hätte machen wollen, dann wäre ich ja nicht Beamter geworden. Ich frage mich... Ich frage mich, ob Sie am Ende immer noch grinsen, wenn zwar alle Rentner ein bisschen mehr, aber Sie dafür ein bisschen weniger bekommen. Wissen Sie, wer schon alles versucht hat, sich anzulegen mit dem deutschen Berufsbeamtentum? Damals z.B., weil Sie so schockiert waren über diese deutsche Ständegesellschaft. Wissen Sie, wer das war? Die Alliierten 1945. Und jetzt raten Sie mal, wer da gewonnen hat. Gratuliere, Sie sind also Nazi-Besieger-Besieger. Wenn Sie so wollen. Aber heute noch werden unsere Privilegien verteidigt. Von Gruppen von der FDP bis zum DGB. Und mit denen wollen Sie sich jetzt anlegen? Nicht nur mit denen. Ich lege mich mit allen an. Mit den Apothekern, mit den Steuerberatern, mit den Notaren, mit den Anwälten, den Ärzten, den Architekten, verstehst du? Alle, die eine schöne, satte, private, eigene Altersvorsorge aufgebaut haben. Und sich damit der gesellschaftlichen Solidarität entziehen. Die zahlen alle künftig alle in denselben Topf. Besserverdienende in die gesetzliche Rente bei gleichbleibender Leistung. Das klingt, wie war das Wort, teuer? Jetzt sag ich dir mal, was du wahrscheinlich noch nie gehört hast. Dann kriegen die Besserverdienende in diesem Land vielleicht mal ein bisschen weniger. Dass die Abgeordneten im Deutschen Bundestag, die über die Rente entscheiden, eine eigene Altersvorsorge haben und von den Entscheidungen über die Rente nicht betroffen sind. Das werde ich ändern. Ja, und wie? Das werde ich ändern. Ich mache eine Sendung im Fernsehen. Eine Sendung im Fernsehen. Und dann? Dann erzähle ich, was ich in der letzten Stunde hocherzählt habe. Dann bleibt alles beim Alten, weil wir offensichtlich Privilegien für wenige wollen, anstatt eine gute Rente für alle. Aber das können wir doch ändern. Österreich hat es uns doch vorgemacht. Sie haben das nicht verstanden. Wir machen das ja nicht, weil wir nicht können. Wir machen das, weil wir das nicht wollen. Ja, wie? Und das war es, oder? Ja. Das war die Anstalt. Das war die Anstalt. Halt den Knopf! Die Anstalt des Soldaten! Die Anstalt des Soldaten! Die Anstalt des Soldaten! Copyright WDR 2018