Haben Sie eine Sekunde? Wow, Herr von Wagner. Hat die Bank Ihren Kreditrahmen erhöht? Ich weiß. Sie haben die Maklerprüfung doch noch bestanden. Nein, ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass ich bei der kommenden Sendung leider nicht dabei sein kann. Was? Wieso haben Sie was Besseres vor? Sozusagen. Ich werde Mitglied der CDU. Haben Sie zu lange im Käferzelt gelegen? Nein. Wir steuern auf 3 Grad Erderwärmung zu. Ah, und Sie wollen der Union helfen, das Ziel schneller zu erreichen? Nein, im Gegenteil. Nur mit der Union sind zeitnah Klimaschutzmaßnahmen überhaupt noch möglich. Ob uns das nun gefällt oder nicht? Es gefällt uns nicht. Denen geht es doch gar nicht ums Klima. Die reden nur noch über Wirtschaft. Da werde ich ansetzen. Ich werde versuchen, Ihnen zu erklären, wie Sie mit der Wirtschaft das Klima wehren. Moment, Moment. Sie wollen der Union Wirtschaft erklären? Jawohl. Was haben Sie noch mal studiert? Kommunikationsw... Sie wissen ganz genau, was ich studiert habe. Hoffentlich macht er in der CDU keine Karriere. Sonst landet er noch in einer Heute-Show. Oh! Sie sind nicht nur mit der Zeit in der Politik mitgebracht, sondern auch mit den Straßen Geoffrey. Es ist eine Art Prank! Herr Merz? Was gibt es? Ich arbeite. Wieso? Egal. Jetzt wäre auf jeden Fall die Begrüßung der neuen Mitglieder in der CDU. Ah, neue Mitglieder in der CDU. Dann hat meine Ruckrede also schon Früchte getragen. Ich habe es gewusst. Kaum streicht man das Bürgergeld, macht den Leuten bei Pflegestufe 1 Angst und verteuert das Deutschlandticket, schon strömen die Massen in die Union. Ach so, ach so. Nee, nee, nee. Das ist alles Kabarettpublikum. Die neuen Mitglieder, die wären dort drüben. CDU! CDU! CDU! Nur einer. Das ist ja peinlich. Hören Sie, ich kann die Begrüßung nicht mein Assistent machen. Sie können doch nicht den Vorsitzenden der SPD die neuen CDU-Mitglieder begrüßen lassen. Warum nicht? Neue SPD-Mitglieder wird er ja kaum begrüßen können. Hören Sie, dieses neue Mitglied, das kommt mir irgendwie bekannt vor. Dieser Bart, der erinnert mich irgendwie an Angela Merkel. Angela Merkel hat doch gar keinen Bart. Eben. Verdächtig. Finden Sie nicht? Ich werde ihn mal auf den Zahn fühlen. Bitte. Ja, herzlich willkommen in der CDU, junger Mann. Da wollen wir zunächst mal die notwendigen Regularien erledigen, damit Sie hier im Konrad-Adenauer-Haus auch erkannt werden und anerkannt. Vielen herzlichen Dank. Darf ich Sie zunächst fragen, warum Sie sich für die Union entschieden haben? Ja, das waren Ihre Werte. Ich meine, Ihre Mitgliederwerbung, die Sie im ganzen Land haben aufhängen lassen, kann es ja nicht gewesen sein. Gucken Sie sich das an. Genug Schabernack bringen wir das Land auf Zack. Peinlicher geht es ja kaum. Der ist von mir. Der fiel mir gleich nach Rambo-Zambo ein. Da hatte ich einen Lauf. Ja, ich erkenne die Poesie. Genauso poetisch wie Ab in den Urlaub, Ab in die CDU. Der ist nicht von mir. Der macht nun wirklich gar keinen Sinn. Ja, richtig. Der macht überhaupt keinen Sinn. Was soll das heißen? Wenn man in die CDU geht, dann wird man braun. Also wirklich, das ist ja nicht so eine Mitgliederwerbung, die ja überhaupt keinen Sinn macht. Na, na, also vor allem Urlaub ist ja auch Realitätsflucht. Und deswegen bin ich auch hier, weil Sie den Menschen so schön ins Gewissen reden, dass wir endlich der Realität ins Auge blicken müssen. Und die Realität ist doch ... Dass sich unsere Wirtschaft ... Ja, keinen Klimaschutz nicht mehr leisten kann. Den Sozialstaat nicht mehr leisten kann. Ach so, ja, ja. Aber was ist mit anderen Themen? Klima. Hören Sie mal, die Kosten für das Bürgergeld laufen aus dem Ruder und belaufen sich inzwischen auf einen Rekordhoch von 47 Milliarden Euro. Ja, allerdings sind Sie ja als Mann mit Wirtschaftskompetenz. Wissen Sie ja, dass man so eine Zahl nicht alleine stehen lässt, sondern immer ins Verhältnis setzt. Natürlich. Sonst könnte ich mit meinen Beliebtheitswerten gar nicht leben. Die setze ich immer ins Verhältnis zu denen von Frau Wagenknecht, die sind so schlecht, dagegen sind meine gerade zu Bomben. Ja, vollkommen richtig, Herr Mertz. Sehen wir doch mal die 47 Milliarden und setzen sie ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Und dann sehen wir, dass der Anteil vom Bürgergeld am Bruttoinlandspunkt, also an der Wirtschaftskraft von Deutschland in den letzten Jahren nicht zugenommen, sondern er abgenommen hat. Das ist doch die Realität, der wir uns stellen müssen, nicht wahr? Wir, die Union und also auch Sie stellen uns lieber folgender Realität, nicht wahr? 86% aller Bürgerinnen und Bürger wünschen sich härtre Sanktionen beim Bürgergeld, weil sie nun mal die Nase voll haben von diesem gigantischen Sozialbetrug. Und da bin ich ganz bei Ihnen, Herr Mertz. Wir müssen endlich diesem gigantischen Sozialbetrug einen Riegel vorschieben, ne? Ja, nun sehen Sie sich das an. 100 Milliarden Euro, das ist ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden, der da entsteht durch Steuerhinterziehung. Bitte? Ja, um die 100 Milliarden gehen unserem Land jährlich durch Steuerhinterziehung oder auch aggressive Steuergestaltung von multinationalen Konzernen. Nun werden Sie als Mann mit Wirtschaftskompetenz diese Zahl ja ins Verhältnis setzen, nicht wahr? Zu dem Schaden, der diesem Land entsteht durch den gigantischen Sozialbetrug. Ich bin sehr beeindruckt, Herr Mertz, lassen Sie uns das tun. So sieht das dann aus. Der Balken ist kaputt. Nein, nein, den sieht man nun nicht. Der ist ja einfach so klein. Der Schaden, der entsteht durch Bürgergeldbetrug, beträgt nur um die 100 Millionen Euro. Leider. Achtung, Achtung. Alle Mitarbeiter im Konrad-Adenauer-Haus begeben sich unverzüglich ins Foyer. Oh Gott, ist das eine Wehrübung? Nein, es ist Zeit für unsere Disko-Pause. Prost. Seien Sie locker. Haben Sie nicht die Doku über die Union gesehen? Das machen wir im Konrad-Adenauer-Haus. Heldemäßig. Disko-Pause, nicht wahr? Zu den Teens, bitte. So, back to business. Wir von der Union schätzen es nun mal. Wenn Sie solche Themen gesondert zu betrachten, dann machen wir das mal. Und schon sehen Sie sich das an. Jetzt wollen Sie mir sagen, dass das kein Riesenproblem ist. Sehr gern, das sage ich Ihnen, Herr Merz. So habe ich das nicht gemeint. Sie werden doch nicht bestreiten, dass es in dem Land einen Haufen von Sozialbetrügern gibt, die nichts anderes machen, als sich in der sozialen Hängematte auszupendeln. Es kommt drauf an, was man unter einem Haufen versteht. In den letzten Jahren hat man festgestellt, wie viele Menschen die Leistung gestrichen wurden. Die sind total verweigert. Man ist auf eine Zahl gekommen. Das sind maximal 50. Tausend, Millionen, Milliarden. Sprechen Sie weiter. Ich bin fertig. 50 Stück Menschen am Stück. Also Stück Menschen. Was suchen Sie gerade? Eine Disko-Pause. Wo waren wir? Wir waren gerade dabei, vor der Realität zu flüchten. Eine Realität, in der laut paritätischen Wohlfahrtsverband Millionen Bürgergeldbezieher immer ärmer werden. In der über die Hälfte der Bürgergeldempfänger sich nicht mehr leisten kann, kaputte Möbel zu ersetzen. In der 30 % der Bürgergeldempfänger es sich nicht mehr leisten können, jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu sich zu nehmen. Aber eben auch eine Realität, in der 100 % dieser Menschen einen Anspruch darauf haben. Es ist einmal in der Woche von einem CDU-Leistungsträger zu sehen, dass die Verweigerer verweigert werden. Wenn Sie damit ein Problem haben, dann sehe ich für Sie in dieser Partei keine Zukunft. Ich habe kein Problem damit. Als CDU-Mitglied weiß ich, wie wichtig es ist, der Union des Leistungsverweigerer herabzuwürdigen. Geradezu identitätsstiftend. So ist es. Herr Merz, die Vorstände der Automobil-Kanzerne wären dann fertig fürs Gipfeltreffen. Wunderbar. Wir haben in diesem Land die wirtschaftlichen Schaden hervorrufen. Ich gehe mal vorbereiten. Was macht der? Nein. Die nächste Dissuchpause ist erst in 28 Minuten. Das ist es nicht. Ich muss mal. Wo war noch mal die Ludwig Erhardt-Rinne? Sie haben es vielleicht nicht mitbekommen, aber unsere CDU ist in Gefahr. Mit ihr die CSU und damit die komplette bayerische Leitkultur. Es haben sich ein Abgeordneter der CSU und ein Abgeordneter der CDU als Paar geoutet. Die haben sich als Schwul geoutet. Und niemand hat ein Problem damit. Hä? Ganz im Gegenteil, die Fraktion hat Herzen kommentiert auf Instagram. Generalsekretär Huber hat gesagt, Homosexualität in der CSU ist komplett normal und selbstverständlich. Exakt. Normal und selbstverständlich. Wann ist das denn passiert? Bitte. Hashtag NotMyUnion, Hashtag NotMyBayern. Früher gab es nur Kultur in der Union. Früher gab es noch eine Brandmauer zwischen CSU und CDU. Früher hat Strauss gesagt, ihm ist ein kalter Krieger lieber als ein warmer Bruder. Früher hat Dobrindt gesagt, es ist eine schillernde Minderheit, die keinen Platz hat in einer Volkspartei. Früher hat Stoiber die Ehe für alle mit Teufelsanbetung gleichgesetzt. Das ist meine Partei. Da fühle ich mich daheim. Da bin ich Mensch, da darf ich sein. Die guten alten Zeiten, wo wir zumindest in der eigenen Partei nur offen homofeindlich sein dürfen. Ausvertrauen. Die Union geht jetzt mit bei Pride-Paraden. Markus Söder hat während der Pandemie eine Regenbogenmaske getragen. Als hätte er dabei nicht unglaublich Angst, aus Versehen schwul zu werden. Wie er sie auch hat, wenn er aus Versehen was isst, was vegan ist. Zu Recht. Was kommt als nächstes? Die Union. Müssen sie jetzt auch noch ihre Vorurteile gegenüber Frauen aus dem Weg räumen? Und zugeben, dass wir vielleicht doch ganze Menschen sind, die über ihre Körper selber entscheiden können, auch wenn es den Uterus betrifft? Oh nein. Oder müssen sie aufhören, rassistisch zu sein? Und ihren Zahnarzttermin vielleicht ein Ticken früher ausmachen? Oder noch schlimmer, müssen sie gendern? Wird unsere Volkspartei mit dem glotten Schlag verprügelt, bis ihnen das Innen wie Zähne aus dem Mund fällt? Wobei, das Gendern in der CSU, das wird kommen. Mark my words. Weil irgendwann wird ihnen auffallen, dass sie das Gendern erfunden haben. Na hallo, wer waren denn deutschlandweit die aller aller Ersten, die irgendwo, irgendwann rumgeheult haben, als da CDU gestanden ist? Und nicht CDU-CSU mit Sonderzeichen dazwischen? Damit alle mit gemeint sind. Mir tut das jetzt natürlich Leid für die ganzen Mitglieder der CSU, weil die jetzt ihre Lesbenwitze nicht mehr ungestraft machen können und beim Stamm zuständig Angst haben müssen, dass ein Mann im Raum lässt, der über seine Gefühle reden will. Mir tut es aber vor allem Leid für mich. Weil ich habe mein ganzes Leben lang alles getan, um mich von der Union abzugrenzen. Und die laufen mir ständig hinterher. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Ich trinke alkoholfreies Radler. Ich sage Sachen wie Männerfußball. Und ich bin in einer Beziehung mit einer Frau. Und die würden mich immer noch in ihrer Partei aufnehmen. Was muss ich noch tun, um endlich das perfekte Feindbild für die CSU zu sein? Was soll ich machen, wenn Gender nicht mehr reicht? Soll ich ein Windrad auf dem Bundestag bauen? Soll ich bei einem palästinensischen Taxifahrer einsteigen, ohne Angst zu haben? Oder soll ich Friedrich Merz ausrechnen, dass er nicht aus der fucking Mittelschicht ist? Ich fluche gerade nicht, weil ich weiß, dass meine Eltern zuschauen. Hallo. Queere Menschen, die sich outen innerhalb der Union, kriegen mehr Hass aus der Queeren-Community als von ihrer Partei. Weil es Leuten nicht in den Schädel geht, wie jemand z.B. homosexuell sein kann, und in der CDU. Dabei ergibt es total Sinn, wenn man es gesellschaftlich betrachtet. Weil das ist eine Gruppe von Menschen, die wurden jahrhundertelang gesellschaftlich geächtet, ausgegrenzt und gehasst. Und jetzt wieder immer mehr. Da ergibt es auch Sinn, dass man sich ein bisschen selber hasst. Und bleibt ein Eintritt in die CSU. Danke schön. Ja, hallo. Hier spricht die deutsche Automobilindustrie. Ja, das ist das Büro von Friedrich Merz. Nee, der ist nicht da. Warum wollen Sie denn seine Position zum Verbrenner aushören? Warum fragen Sie nicht einfach mich? Hallo? Hallo? Ja, jetzt ist genug telefoniert. Vielen Dank, meine Herren. Herzlich willkommen im Konrad-Adenauer-Haus. Bitte setzen Sie sich doch. Sie kennen ja alle das neue Motto von Friedrich Merz. Wir müssen alle mehr und effizienter arbeiten. Bitte nehmen Sie Platz. Ich bin Ihr neuer Sachbearbeiter. Kommen Sie doch zu uns. Und vielleicht legen wir mal das Handy weg. Wir wollten eigentlich mit dem Chef sprechen. Der wollte auch. Der kann gerade nicht. Der muss gerade. Derweil kümmere ich mich um Ihre Fälle. Setzen Sie sich doch hier her. Wir reden Sie eigentlich mit uns. Wir sind Leistungsträger. Laut meinen Akten sind Sie eher Leistungsträge. Oh, wie schön. Kommen Sie doch. Wie schön, dass Sie es einrichten konnten. Das nächste Mal, wenn Sie 5 Minuten zu spät kommen, dann kürzen wir Ihnen die Bezüge. Wer ist er denn? Er sagt zumindest, er ist der Sachbearbeiter. Das habe ich noch nie gesehen. Setzen Sie sich da hin. Laut meinen Unterlagen wollten Sie einen Antrag stellen auf Stütze. Stütze? Wir wollten lediglich, dass der Staat uns Mittel zur Verfügung stellt. Aus dem Sondervermögen Infrastruktur. Damit wir z.B. Autobahnen ausbauen können. Also Stütze. Gut, das haben wir gern. Wir legen die Stütze auf die faule Haut. Den Anschluss verpassen. Und dann die Hand aufhalten. Weiß der eigentlich, wer wir sind? Ja, ich weiß, wer Sie sind. Die CEOs von BMW, Mercedes und Volkswagen. Volkswagen und Porsche. Herzlichen Glückwunsch. Herr Blume. Das sind Sie. Zipse. Und Herr Kilenius. Ach so, ja, Sie. Wir waren hier im Haus eigentlich immer alle per Du. Ich bin der Olli. Ich bin auch der Olli. Ich bin der Ola. Das ist Schwedisch für Olli. Sie heißen also Olli. Ja. Olli. Und Olli. Ein Oligopol. Na gut. Ich würde sagen, kommen wir zu Ihren Arbeitszeugnissen. Oder wie ich Sie nennen würde, Armutszeugnissen. Schauen Sie sich das mal an, Olli. Meinen Sie mich? Nein. Nein. Wen denn sonst? Gucken Sie sich das mal an. Das ist der Aktienkurs von Porsche die letzten drei Jahre. Das geht nach unten. Sie sind sogar aus dem Dachs gepurzelt. Ich bin ja nicht nur CEO von Porsche, sondern auch von Volkswagen. Noch mal, herzlichen Glückwunsch. Schauen wir uns mal die Aktie an von Volkswagen. So. Was haben Sie denn da den ganzen Tag gemacht? Ich arbeite jeden Tag 12 Stunden. Das ist ja gut, dass Sie nicht 14 arbeiten. Hören Sie, ich habe es. Ich habe es doch bereits auf der IAA gesagt. Der relevante Markt in China für beispielsweise Porsche ist um 85% zurückgegangen. Jetzt sind Ihre Verkäufe zurückgegangen. Weil der Markt ist ja schon noch da. Der Markt ist weg, klingt aber besser als die Chinesen wollen unsere Produkte nicht mehr kaufen. Jetzt überlegen wir doch alle mal zusammen, woran könnte es liegen, dass die Chinesen ihre Produkte nicht mehr kaufen wollen? Ich weiß es nicht. Die bauen so geile Verbrenner. Wir auch. Und wir erst. Ach. Merken Sie selbst, ne? Während die chinesischen Hersteller sich Preisschlachten liefern um das günstigste E-Auto, liefern Sie, Olli, bisher kein einziges leistbares Modell. Wer, ich? Ja. Und ich? Ja, Sie auch. Ich? Ja, Sie auch. Wir haben sehr wohl günstige E-Autos im Portfolio. Schauen wir mal nach. Mercedes günstigstes E-Auto, 50.000 Euro. Für unsere Kunden ist das günstig? Mhm. Der Hersteller BYD verkauft sein günstiges E-Auto für 20.000 Euro. Mein Gott, das sind Chinesen. Ja, okay. Was ist mit Dacia? Ja, gut, das sind Rumän. Okay, was ist mit Citroën? Ja, gut, das sind... Ja, lass mich raten, das sind Franzosen. Nein, das sind keine Autos. In der Verhältlichkeit sind Sie immer noch weltweit aktiver, ne? Okay. Hören Sie mal, statt endlich konkurrenzfähige Elektroautos zu produzieren, da kommen Sie jetzt zur Politik und wollen das Verbrenner ausverschieben. Deswegen sind wir hier. Wann in etwa können wir denn damit rechnen? Sie sind wirklich Deutschlands frechster Autobauer. Danke. Laut meinen Unterlagen hatten wir eine Zielvereinbarung. Und zwar, dass Sie ab 2035 keine Verbrenner mehr bauen. Sie hatten auch 20 Jahre Zeit für Ihre Fortbildung Was haben Sie denn die ganze Zeit gemacht? Geile Verbrenner verkauft. Wieso? Wieso, frag ich Sie. Ja, wieso, weil wir mit den ach so bösen Verbrennern in China fette Gewinne gemacht haben. Hätten wir damit aufhören sollen, oder was? Ja, zum Beispiel. Unsere Stärke ist nun mal Verbrenner bauen. Also lassen Sie uns Verbrenner bauen. Verbrenner bauen! Die wollen die Chinesen aber nicht mehr. Und China ist und war Ihr größter Absatzmarkt. Ich kann kaum glauben, dass ich Ihnen das erzählen muss. Schauen Sie mal. Sie sind doch die Unternehmer. Sie müssen als Unternehmer Produkte herstellen, die die Kunden auch kaufen. Moment mal. Muss nicht eher die Politik Kunden herstellen, die unsere Produkte kaufen? Ja. Was mein Kollege sagen möchte, es ist ja nicht unsere Schuld. Die Politik ist schuld. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen. Befreien Sie uns von der Steuer für E-Autos. Ich verstehe es. Die EU greift Ihnen doch die ganze Zeit unter die Arme. Schauen Sie mal. Seit November verhängt die EU auf Zölle auf chinesische E-Autos von bis zu 35%. Und das ist zusätzlich zum normalen Pkw-Zoll von 10%. Sie müssen mehr tun. Ja. Mehr tun, was? 100%-Zoll. Nein, wir wollen einen fairen Wettbewerb. Ja, zum Beispiel, indem sich die Chinesen beim Autobauen einen Arm auf den Rücken binden. Dann ist es fair. Bam. Wissen Sie was? Wir wollten Ihnen von der Politik her Zeit geben mit diesen Zöllen, dass Sie günstige Elektroautos entwickeln. Und was machen Sie? Verbrennen! Das machen die Chinesen inzwischen auch und zwar inzwischen billiger als Sie. Das überzeugt mich. Die brauchen ein Verbrennerverbot. Nur für die Chinesen. Geht das? Hören Sie mal zu. Sie werden nur Erfolg haben, um endlich erschwingliche E-Autos für einen Massenmarkt zu produzieren. Nehmen Sie sich alle mal ein Beispiel. Der hat wunderbar gesagt, ich kenne keine bessere Technik als das Elektroauto. Aber wenn Sie uns jetzt zwingen, zu 100% auf E-Autos umzusteigen, dann zwingen Sie uns zu 100% in die Abhängigkeit von den Chinesen, weil nun mal jede Batterie für E-Autos aus China kommt. Warum haben Sie sich denn nicht selbst um die Batterieentwicklung gekümmert? Haben wir. Wir haben uns auf unsere Zulieferer verlassen. Aber ich dachte, es gäbe hierzulande keine Batterieproduktion. Unsere Zulieferer kamen aus China. Sie haben sich von China abhängig gemacht und beschweren sich jetzt, dass die Politik Sie von China abhängig machen würde. Verdammt, er ist der erste aus der CDU, der das checkt. Man muss dazu sagen, die haben in China staatlich geplante und finanzierte E-Mobilitätsstrategien. Sie wünschen sich also eine kommunistische Wirtschaftsdiktatur, die Ihnen das unternehmerische Risiko abnimmt. Solange das mein Einkommen nicht berührt? Ja. Lassen Sie uns doch zumindest nach 2035 noch Hybride bauen. Hybride, E-Auto, Unverbrenner. Toller Kompromiss, oder? Ich darf mal zitieren. Ein gewisser Olli hat gesagt, er wolle seine Hybridkarren schon 2035 vom Markt nehmen. Meinen Sie mich? Nein. Ich meine Ihnen. Zitat von Ihnen. Wenn man einmal losgeschwommen ist und ist in der Mitte des Flusses, will man auch ans andere Ufer. Das ist von mir? Wenn man aber am anderen Ufer ankommt und sieht, wie der Chinese da bereits steht, dann will man wieder zurück. Ey, Fritz! Ja! Hi! Hallo, Ollis. Ja, tut mir leid, ich bin ein bisschen spät. Ich hatte eine wichtige Sitzung. Gut, dann wollen wir mal beginnen mit dem Auto-Zipfel. Herr Merz, bevor Sie anfangen. Ich habe schon einiges geklärt. Also, was wir hier haben, sind kommunistische Totalverweigerer. Und wir haben auch die Stütze, obwohl Sie seit Jahrzehnten staatliche Unterstützung genießen. Ich habe Ihnen das mal rausgeschrieben. Dienstwagenprivileg, Abwaggprämien, E-Auto-Prämien. Sie halten um jeden Preis an einem völlig überholten Antriebssystem fest. Und wegen Ihrer Zukunftsblindheit und Verweigerung der Zukunft gefährden Sie nicht nur die Klimaziele, sondern Hunderttausend Arbeitsplätze. Ich höre Ihnen jetzt mal als CDU-Neumitglied raten. Sanktionen. Streichen Sie alles bis zum Existenzminimum. Das sind bei mir übrigens 8 Millionen. Also, Herr Merz. Was machen Sie? Tja. Was werde ich machen? Ich werde die EU-Kommission auffordern, das Verbrennerverbot aufzuheben. Brumm! Brumm! Und jetzt Disko-Pause. Wow! Wow! Wow! Wow! Wow! Wow! Wow! Wow! Wow! Danke schön, vielen Dank! Wow! Amazing! Wer denkt gerade, ach, Kayana, habe ich ihn erkannt. Nein, ich bin Abdelkarim und das ist nicht so ganz mein Thema, gebe ich zu. Ich habe einen Führerschein, bin aber gelernter Beifahrer. Einer von den guten. Ich gebe während der Fahrt Tipps. Vorsicht, grün! Aber am Wochenende bin ich sehr gefragte Mann. Dann muss ich fahren. Alle wollen mich dabei haben auf Partys, weil ich trinke keinen Alkohol. Mein Nachbar sagte... Danke. Nein, mein Nachbar sieht das anders. Er sagte, mach, wie du meinst. Du musst in Deutschland nicht trinken. Du musst damit leben, dass du negativ auffällst. Und ich wusste sofort, was er meint. Egal aus welchen Gründen man nicht trinkt, man ist damit in Deutschland am Ende der Nahrungskette angekommen. Ganz weit hinten, noch hinter ungeduschten. Es gibt nur eine Gruppe, die für immer hinter uns bleiben wird. Menschen, die im Supermarkt den Fahrradhelm auflassen. Ich glaube, es sind Lehrer. Oder ein Blind Date. Wir treppen uns mit Fahrradhelm am Tomatenstand. Wir wackeln mit dem Kopf, ich werde dich sehen. Als Beifahrer kenne ich viele Autofahrer. Ich kenne einen Taxifahrer. Er liebt Autofahren. Sogar, wenn er frei hat, fährt er gerne rum. Das ist der Wahnsinn. Er hat von seinem Taxifahrer einen Spitznamen bekommen. Superman. Cooler Spitzname. Bis er mir erklärt hat, warum er Superman heißt. Sein Chef hat ihm einen Diesel gegeben. Und den hat er mit Super betankt. Seitdem fährt er E-Auto. Weil er gemerkt hat, dann lebe ich eventuell länger. Es kann so einfach sein. Wenn die Automobilbranche, wer E-Autos verkaufen möchte, muss sie einfach die Alphamänner ansprechen. Werbung und Anreize schaffen, die solche Menschen ansprechen. Zum Beispiel ganz banal, wenn man ein E-Auto kauft, gibt es einen Weber-Grill gratis dazu. Weber-Grill statt Kühler-Grill. Das würde Leute anlocken. Da wollte jemand klatschen gerne. Warum nicht? Es sind die einfachen Wege. Es kann so einfach sein. Oder, die Idee finde ich wunderschön. Das kann so einfach sein. Die Idee finde ich wunderschön. Die Idee finde ich wirklich grandios. Extra nur für E-Autos. Ein Duftbaum, den da Benzin riecht. Warum nicht? Leer Oktan. Das finde ich super. E-Autos für alle mit den richtigen Anreizen. Ich weiß aber, Moslem im E-Auto ist ein schwieriges Thema. Das weiß ich. Mein Nachbar hat mir wirklich gesagt, wenn ein Moslem im Auto ist, würde ich ihn schon gerne hören. Aber das fand ich schön. Kritik geht auch anders. Der Ton macht die Musik. Auch wenn eine unterschiedliche Meinung ist. Da lobe ich die jungen Leute. Die schaffen es wirklich, Sachen auf den Punkt zu bringen. Ich habe mal 2 Jungs gesehen. Die waren maximal 16. Die saßen auf der Parkbank, haben ein Spiel gespielt. Papierkrümel in den Müll-Eimer. Wer öfter trifft, hat gewonnen. Ein Mann auf dem Fahrrad, ein älterer Herr, fand das nicht in Ordnung. Er hat angehalten und sagte, hey ihr beiden, schon mal was von nachhaltig gehört. Und einer der Jungs antwortet, auf den Punkt, das ist eine kurze Version für fahren Sie bitte weiter. Zeitschonende Kritik ist auch Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit hat so viele Gesichter. Man muss beim Thema Nachhaltigkeit, Klimaschutz auch ein bisschen die richtigen Prioritäten setzen. Wir diskutieren jedes Jahr im Dezember über das Silvesterfeuerwerk. Muss das sein? Ist doch schon längst out? Was soll denn das? Gleichzeitig, wenn es irgendwas gibt, das nicht nachhaltig ist, dann Krieg. Ich frage mich, warum so viele Menschen aktuell Krieg wieder geil finden. Meistens Unbeteiligte. Wenn sie sagen, Rambo 3 ist ein Film, ist langweilig, ich will echten Nervenkitzel, ich will echte Kriegsopfer und eine Schale Popcorn. Kann man machen, ist wahrscheinlich ein Fetisch, den ich noch nicht kenne. Mach meiner Meinung nach lieber rausgehen. Aktiven Umweltschutz betreiben und wenn irgendetwas nachhaltig ist, dann Frieden. Und auch wenn ich jetzt klingen sollte, wie der Marokkanische Kai Pflaume, ich hätte Bock auf Frieden. Danke schön. Vielen Dank. Katharina, wie läufts? Ihre Wirtschaftsministerin. Wer? Frau Reichel. Ich versuche zumindest gerade ihr zu erklären, wie sie mit der Wirtschaft das Klima wenden kann. Und sie, glaube ich, versucht mir zu erklären, wie man die Wirtschaft vor dem Klima wendet. Und ich fürchte, er hat es immer noch nicht Gas verstanden. Naja, den Verbrenner hat er auch schon nicht kapiert. Vielleicht kannst du ihm deine Energiewende noch mal so einfach erklären, dass ich auch er erst auch verstehe. Na gut. Also noch mal Gas von vorne. So. Bitte schön. Für die Energiewende müssen wir Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz ins Gleichgewicht bringen. Das hier ist mein energiepolitisches Zieldreieck. Haben Sie Gas jetzt verstanden? Haben Sie mich gerade gefragt, ob ich Gas jetzt verstanden habe? Gas habe ich nicht gefragt. Also was ich verstanden habe, ist, dass wir von der Union offensichtlich beim Klimaschutz nicht zu einseitig auf den Klimaschutz schauen dürfen. Ganz genau. Überleben um jeden Preis ist keine Lösung. Schauen Sie, was nützt ein Planet, den ich nachts nicht sehe, weil die Lichter ausgehen. Nach dem Kohleausstieg müssen wir uns vor allem um Versorgungssicherheit kümmern. Deswegen brauchen wir Gaskraftwerke, wenn der Wind mal nicht weht und die Sonne mal nicht scheint. Ich habe verstanden. Wir brauchen Gaskraftwerke, weil man die Gas schnell an- und ausschalten kann. Wie bitte? Also habe ich Sie richtig verstanden. Wir brauchen mehr Gaskraftwerke und mehr Gassicherheit. Sie halten also Wind und Solar für unzuverlässiger als Putin? Ich bitte Sie. Putin hat einmal die Gaszug vorgestoppt, während die Sonne jeden Tag eigenmächtig die Lieferung von Energie einstellt und wieder hochfährt. Genau. Außerdem hat es sich beim russischen Gasschirr jetzt ausgeliefert. Da sind wir nun nicht mehr erpressbar. Ist das wirklich so? Ich habe da noch mal nachgeschaut ganz kurz und habe mir mal so eine Grafik machen lassen dass wir bei Flüssigerdgas importen in die EU. Wenn Sie das lesen, lesen Sie nicht Gerdgas. Sie lesen nie wieder was anderes. Entschuldigung. Das wollte ich jetzt nicht. Auf jeden Fall ist es doch so. Das wollte ich jetzt nicht. Bei Flüssigerdgas importen kommen immer noch 21 % aus Russland. Aber wir haben jetzt als Gasgeber nicht mehr nur Feinde. Ach so. Die Erpressung übernehmen jetzt auch unsere Freunde aus den USA. Das nennt sich Diversifizierung. Also nicht Erpressung. Katharina? Trump hat der EU mit höheren Zöllen gedroht, wenn wir nicht Gas, Öl und Kohle im Wert von 750 Milliarden Dollar aus den USA importieren. Das klingt ein bisschen nach Erpressung. Das ist ein gasnormaler Deal. Das ist ein ganz normaler Deal, wenn der US-Energieminister die EU auffordert, sämtliche Regeln abzuschaffen bei Umwelt und Klima, damit sie den Kauf von Öl und Gas aus den USA nicht gefährden. Zugegeben, für das ungeschulte Ohr klingt das ein bisschen nach Erpressung. Also jetzt mal Gas unter uns. Wir wollen doch den Klimaschutz sowieso nicht mehr. Du hast recht. Es ist ein Deal. Aber wenn wir diesen Deal umsetzen, dann werden bis zu 10 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen. Das ist wesentlich mehr, als es ein Jahr ausstößt. Nicht, dass es mich als CDU-Mitglied überhaupt interessiert. Aber wie wirkt sich das denn auf das Klima aus? Gas und gar nicht. Bitte? Die Effekte sind eigentlich überhaupt nicht messbar. Weil sie so gering sind? Nein, weil Trump die Messungen einstellen lässt. Sie Gasperl. Mit dieser Methode schaffe ich es seit Jahren, mein Gewicht zu halten. Wir haben uns also von Putin unabhängig gemacht, um Abhängiger von Trump zu werden. Naja, vergessen Sie nicht, wir haben ja noch Katar als Lieferant. Das Interessante ist, Katar hat jetzt angekündigt, nächstes Jahr einen Stopp von Flüssigerdgasexporten zu machen in die EU, wenn die EU das Lieferkettengesetz nicht lockert. Ist das so? Ja. Also jetzt meine Frage, ist das ein Deal oder Erpressung? Katarina? Das ist ein Freundschaftsdienst. Wir wollten ja dieses Scheißgesetz sowieso nicht mehr haben. Was interessant ist, Sie haben in dem Satz gar nicht Gas gesagt. Oh, ich vergasse. Wir haben jetzt noch überhaupt nicht über die Kosten gesprochen. Es ist mir wichtig, dass die Energiewende bezahlbar bleibt. Durch die Erneuerbaren sind die Strompreise für den deutschen Verbraucher höher als in Gas Europa. Das ist ganz interessant. Da habe ich mir mal eine Grafik machen lassen. Das sind quasi die Strompreise an der Strombörse über den Tag. Das ist der Tagesverlauf. Da sieht man hier den Strompreis, wie er hoch geht und wieder runter und wieder hoch. Und er ist besonders tief, der Strompreis, wenn die Sonne besonders hoch steht, weil diese formalen Maletteite, Solarstrom so günstig ist. Jetzt als Konservativer. Da ist es natürlich schmerzlich, das zu fragen. Aber müssten wir unsere Energiepolitik nicht an der Sonne ausrichten? Wie stellen Sie sich das vor? Soll ich etwa in Deutschland anordnen, dass ab sofort 24 Stunden lang Mittag ist? Das ist wohl schwer vermittelbar für die globalen Handelspartner. Die hätten ja dann für immer Mitternacht. Also ich sage es noch einmal, wir brauchen mehr Gaskraftwerke. Wenn die Sonne mal nicht scheint, der Wind mal nicht weht, die Kuh mal nicht scheißt. Wenn die Natur Pause macht, sehen Sie, dann steigt der Strompreis. Also wenn die Sonne Pause macht, dann ist der Preis so hoch, weil die fossilen Energieträger so teuer sind. Und Gas ist der teuerste fossile Energieträger. Und wenn man doch jetzt die Kosten senken will, dann ist doch die einzig logische Schlussforderung, wir brauchen mehr Gas. Mehr Gas? Jetzt haben Sie es verstanden. Deswegen plant die Bundesregierung, also ich und noch irgendwelche anderen, neue Gaskraftwerke. Jede Menge davon. Also wenn Sie diese ganzen Gaskraftwerke bauen, die Sie jetzt angekündigt haben, das sind Kosten im Wert von 435 Milliarden Euro. Ja, stellt das die Bezahlbarkeit nicht vor eine gewisse Herausforderung? Ja, das ist eine Herausforderung. Teurer werden bei gleichzeitiger Verbesserung der Bezahlbarkeit. Ja, Gaskraftwerke müssen ja so oft laufen, damit sie profitabel sind, verstehen Sie? Das liegt an dem van der Dijten Müslistrom, der mit seinen Kampfpreisen dafür sorgt, dass die Gaskraftwerke nicht dauernd laufen können. Ja, das tut mir auch sehr, sehr leid, um die Gaskraftwerke. Aber ist es nicht einfach Marktwirtschaft, wenn sozusagen das günstigste Angebot sich durchsetzt? Hören Sie, Marktwirtschaft ist, wenn ich das sage. Okay, habe ich das richtig verstanden. Mit den teuersten Kraftwerken wollen Sie also den Strom billiger machen und nennen das Ganze Marktwirtschaft. Ja, wieso? Das ist nur interessant, weil das IFO-Wirtschaftsinstitut, diese Art von Politik, die nennen das mit einem anderen Fachbegriff Nonsens. Oh, da hinten sehe ich was. Wo? Da, da hinten. Wo, da? Nein, weiter oben. Wo, weiter oben? Auch noch weiter links. Ah, da, was ist da? Das ist eine Partei-Karriere. Hören Sie, Nonsens wäre es zu meinen, dass Sonne und Wind am Ende keine Rechnung schicken. Um deren Energie effektiv zu nutzen, dann müssten wir das Netz ausbauen. Das kostet Hunderte Milliarden Euro. Das ist eine Gefahr für die Wirtschaft. Fragen Sie sich auch manchmal, was ist denn die größere Gefahr? Was ist gefährlicher, Milliarden an deutschen Unternehmen und Handwerker, um unsere Infrastruktur fit zu machen, oder Milliarden für Gas und Öl Das kommt darauf an, wer früher kommt, die Handwerker oder Putin. Also wenn Ihnen die Kosten so wichtig sind, warum setzen wir nicht auf Batteriegrosspeicher? Sehen Sie nur mal als Vorteil, diese Batteriegrosspeicher, die würden die Sonne, neben dem Höchstpunkt, wenn ganz viel Solarstrom da ist, würden Sie quasi diese Energie speichern und Sie dann, wenn die Sonne nicht mehr da ist, ausgeben ins Netz, das würde das Netz stabilisieren, den Strompreis senken und dann Ihre Gaskraftwerke überflüssig machen. Oder wir bauen ganz viele neue, teure Gaskraftwerke mit Steuergeld und entwickeln dann mit noch mehr Steuergeld eine noch nicht marktreife Zukunftstechnologie namens CCS weiter. Fangen damit CO2-Emissionen ein, pumpen Sie über einen mit noch viel mehr Steuergeldern zu bauen des Netz von Pipelines über ganz Europa, durch ganz Deutschland, in die Nordsee, wo das CO2 für alle Zeiten unter dem Meeresboden lagert. So Gott will. Hören Sie? Das klingt für mich nach Zukunft. Aber Batteriegrosspeicher, die gibt es doch schon jetzt. Und deswegen ist es ja auch keine Zukunftstechnologie. Das einfach. Aber es gibt in Deutschland bereits jetzt hunderte von Anträgen für Batteriegrosspeicher. Ja, aber die können Sie leider nicht anschließen, ohne die Genehmigung von den dafür zuständigen Stromnetzbetreibern. Schauen Sie zum Beispiel bei Westnetz. Da dauert das im Moment so um die 15 Jahre. 15 Jahre, das ist ja Wahnsinn. Wer war denn bei einem mit den Pipelines CEO? Ja, das würde mich allerdings auch interessieren. Obwohl es natürlich unternehmerische Entscheidungen gibt, die so klug sind, dass wir sie alle gar nicht nachvollziehen können. Aber die Kapazität der beantragten Batteriespeicher würde jetzt schon ausreichen, alle deutschen Haushalte für einen Tag mit Strom zu versorgen. Die Investoren stehen doch da Schlange. Ja, furchtbar. Schlange stehen, das ist Sozialismus. Das ist Kapitalismus, weil die rechnen sich von ganz alleine die Batterien. Weil die ohne Subventionen funktionieren. Ganz im Gegensatz zu ihren Gaskraftwerken. Och, die rechnen sich auch für ION zum Beispiel. Die kriegen bei jedem neuen Gaskraftwerk einen Orgasmus. Falls Sie sie mit 30 Milliarden an Steuergeldern fördern. Sagen Sie nicht immer, dass Sie in der Energiepolitik quasi die Subventionen auf ein Minimum reduzieren wollen. Ja, ja, ja, ja, ich höre Sie. Deswegen streichen wir die Subventionen für Solardächer. Was? Ja, das rechnet sich inzwischen auch ohne Förderung, wenn die Hausbesitzer ihren Strom zu Marktpreisen verkaufen. Ja, aber Sie können Ihren Strom doch nur zu Marktpreisen verkaufen, wenn Sie intelligente digitale Stromzelle haben. Die sogenannten Smartmeter. Ja, aber die gibt es doch schon längst. Ja, in Skandinavien oder in Italien. In Deutschland, drei Prozent der Haushalte haben so einen Smartmeter. Wir führen damit in der EU das Tabellenende an. Hören Sie mal auf, Ihr Land Mardig zu machen. Wenn Sie so einen Smartmeter interessiert, kaufen Sie sie doch ein. Kostet nur 100 Euro. Gut, das geht ja. Ja, das geht ja. Die dürfen Sie aber leider nicht anschließen. Wir möchten, dass das weiterhin nur die zuständigen Stromnetzbetreiber dürfen. Nehmen Sie zum Beispiel Westnetz. Da kostet so ein Smartmeter 973,59 Euro. Schon wieder Westnetz. Jetzt interessiert mich wirklich, wer damals CEO war. Das würde mich langsam aber auch wirklich interessieren, muss ich sagen. Solch kalkulierte, scharfsinnige Preise. Das ist reine Marktwirtschaft. Das ist keine Marktwirtschaft, das sind Monopolpreise. Noch mal, Marktwirtschaft ist, wenn ich das sage. So langsam verstehe ich Ihr energiepolitisches Zieldreieck. Und ich verstehe vor allem auch, warum es auf dem Kopf steht. Sie wollen die Versorgungssicherheit erhöhen. Sie wollen es sicherer machen und machen es unsicher. Sie wollen die Bezahlbarkeit verbessern, die Kosten senken. Und Sie machen es teurer. Und der Klimaschutz, der ist bei Ihnen ganz unten. Falsch. Falsch, im Gegenteil. Wir wollen den Anteil der Erneuerbaren erhöhen. Indem wir davon ausgehen, dass wir in Zukunft weniger Strom brauchen. Aber für die Energiewende brauchen Sie doch mehr Strom, weil wir alles elektrifizieren. Sie haben hier Wärmepumpen und Sie haben Elektroautos. Nein, wir brauchen weniger Strom, weil die Ampel die Industrie Deutschlands zerstört hat. Ja, aber Sie sind doch Wirtschaftsministerin. Sie wollen doch bestimmt nicht, dass es mit der Industrie so bleibt. Sondern Sie wollen ja, dass die Industrie wächst. Ja, aber natürlich. Ja, aber dann funktioniert doch Ihre Energiewende nicht mehr. Jetzt haben Sie die Energiewende verstanden. Wir von der Union machen eine Energiewende, aber eben um 180 Grad. Und jetzt Disko-Pause. Was? Ich mach keine... Danke für Ihre Gastfreundschaft. Wir werden dann auch, wir werden ready für Ihr Instagram-Reel. Ja, aber natürlich. Das ist Ihre Kamera. Wie wir es geprobt haben, mit Gefühl. Natürlich. Und bitte. Hallo, liebe Insta-Gemeinde. Viele von Ihnen kennen mich vielleicht noch nicht. Mein Name ist Katharina Reicher. Ich bin Wirtschaftsministerin. Fast hätte ich gesagt, ich bin Ihre Wirtschaftsministerin. Aber das ist nicht mein Name. Ich bin Wirtschaftsministerin. Ich bin Ihre Wirtschaftsministerin, aber das bin ich nicht. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, für wen ich dieses Amt übernommen habe. Viele Politiker hängen ihr Fähnchen in den Wind. Ich tue das nicht schon, weil ich der Windkraft nicht vertraue. Ich habe schon vor mehr als 10 Jahren als Staatssekretärin unter Umweltminister Altmaier die Energiewende torpediert und mitgeholfen, die deutsche Solarbranche zu ruinieren. Und genau Gas treibt mich auch heute noch an. Ich will, wie ich es beim BDI gesagt habe, den Business Case für Erneuerbare noch mal nach unten bringen, die ihren Ausbau abwürgen und Gas massiv fördern. Lassen Sie sich nicht von dem irritieren, was in den nächsten Tagen vielleicht Aufsehen erregen wird. Laut eines von der Deutschen Umwelthilfe in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens, das mir hier exklusiv vorliegt, verstößt unser Vorhaben, 70 neue Gaskraftwerke zu subventionieren gegen europäisches Recht. Wie Sie wissen, lassen wir uns von der Union von rechtlichen Bedenken nicht aufhalten. Deswegen halte ich auch an meinem 10-Punkte-Plan zur Energiewende fest, dass ich bei diesem Plan Textbausteine verwendet habe, die zuvor in Papieren von E.ON und RWE wortgleich so zu finden waren, dürfte nur die überraschen, die noch nicht wussten, dass mein Lebensgefährte Karl Theodor von und zu Gutenberg ist. Er hat mir bestätigt, dass es keine Schande, sondern Effizienz ist, sich auf die Arbeiten anderer zu stützen. Vollkommen legal natürlich. Wir sind schließlich nicht Bonnie & Clyde. Wir nennen uns Copy & Paste. Das war's von mir. Gute Nacht, eure Gaskati. Kann ich doch wieder mitmachen. Die Sendung ist schon vorbei. Das war die Anstalt. Heute mit Teresa Reichel und Abdelkarim. Abdelkarim.