Das ist Unik, so faszinierend. So habe ich das erwartet. Genau so habe ich mir das vorgestellt. Das deutsche Wartezimmer. Hören Sie sofort auf. Diese Begeisterung ist fehl am Platz. So habe ich mir das vorgestellt. Wie soll ich ein Wirtschaftswunder in diesem Land kreieren, wenn Sie über 10 Nagel zum Facharzt rennen? Das kann ja nicht sein. Sie alle sehen für mich arbeitsfähig aus. Ich halte Sie für gesund. Schuppen sind keine Krankheit. Gehen Sie alle ins Büro und arbeiten Sie für dieses Land. Außer Sie da hinten machen es nicht mehr lange. Arbeitsallergie ist kein Grund zum Schwänzen. Kann ich Ihnen helfen? Das können Sie in der Tat. Ich fordere Sie auf, die Leute krankzuschreiben. Sie ruinieren die deutsche Wirtschaft. Als Ärztin bin ich verpflichtet zu helfen. Das ist ein Happy Hippo-Eid. Da draußen warten meine Patientinnen. Die habe ich alle gesund geschrieben. Das können Sie beurteilen? Das kann ich. Wir sind viel zu krank in Deutschland. Jeder Arbeitnehmer hat 14,8 Tage im Jahr. Wie habe ich das vor Kurzem in Bad Rappenau gesagt? Ist das wirklich richtig? Ist das wirklich notwendig? Das fragen sich viele nach Ihrer Krebsdiagnose. Ist das richtig? Ist das wirklich notwendig? Das ist das richtige Mindset. Man wird nicht einfach so krank. Sie haben sicher eine Idee, wer daran schuld sein könnte. Ich habe einen Verdacht. Alle, die arbeitsunfähig werden, hatten vorher Kontakt mit einem ... ... Arzt. Man kann sich telefonisch krankschreiben lassen. Das ist auch so eine Sache. Sie attestieren Menschen, die Sie noch nie gesehen haben. Sie seien unfähig zu arbeiten. Manche Leute muss man gar nicht sehen, um zu wissen, dass sie absolut unfähig sind. Schauen Sie, das sind alle Krankmeldungen der letzten Jahre. Schauen Sie sich an, wie die Kurve nach oben geht. Das ist der Moment, an dem telefonische Krankschreibungen möglich wurden. Da wurde eine arbeitsunfähige Beschleunigung eingeführt. Damit wurden erstmals alle Krankheitstage erfasst. Wir wirken nur so faul, weil wir so fleißig beim Erfassen sind. Das kann nicht sein, dass diese Telefonischen Krankmeldungen keine Auswirkung auf den Krankenstand haben. Warum? Sonst hätte ich es in meiner Rede nicht erwähnt. Machen wir einen Wahrnehmungstest. Ich richte die Brille ab. Wenn das sein muss. Kommen Sie mal her. Genau. Sehen Sie was? Ah! Entschuldigen Sie. Oh Gott. Was sehen Sie? Ich sehe da einen kleinen Kreis. Das sind alle Krankschreibungen in Deutschland. Der Kreis ist entschieden zu groß. Was hat sich verändert? Nichts. Sehen Sie? Ich sehe nichts. Was mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen ist, sind die Telefonischen Krankschreibungen. Die machen nur 1 % bei allen Krankmeldungen aus. Das ist kurzsichtig. Wir sind europaweit Spitzenreiter bei den Fehlzeiten. Das müssen Sie den Leuten zeigen. Sie meinen die Statistik? Ja. Diese Statistik ist irreführend, wenn die Krankheitstage erfasst und gezählt werden. Rechnen wir das raus, liegt Deutschland im Mittelfeld. Sie sagen, dass Griechenland die fleißigsten Arbeitnehmer hat. Schauen wir mal. Griechenland ist Schlusslicht bei den Krankmeldungen. Ich versuche, gegen die Lasche Arbeitsmoral anzukämpfen. Vor allem der jungen Menschen, die in den Cafés der Großstädte sitzen und Macho Latto trinken. Und was tun Sie? Dass Berlin das Bundesland mit den geringsten Fehlzeiten ist. Und dass die 20- bis 24-Jährigen so viel arbeiten wie seit Jahrzehnten. Bringen Sie Befunde, die meine Stimmung stützen. Bei der Arbeitsleistung pro Kopf sind wir in Europa. Seit wann haben Sie das Gefühl, nicht mehr mitzukommen? Wer sagt, ich hätte Gefühle? Das sind Tatsachen. Tatsache ist, es gibt in Deutschland 46 Mio. Erwerbstätige. Das sind so viele wie noch nie. Die arbeiten so viel wie noch nie. Aber nicht pro Kopf. Ja, das ist alles in Ihrem Kopf. Schauen wir mal rein. Bitte den Mund aufmachen. Hör Sie, ich habe dazu alles Wesentliche in einer Rede in Miesbach zusammengefasst. Mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche werden wir nicht den Wohlstand erarbeiten, den wir brauchen, um unsere Zukunft zu gestalten. Die Arbeitstage pro Kopf sind nur deshalb so niedrig. Die meisten arbeiten in Teilzeit. Davon sind die meisten auch noch Frauen. Da liegt ein riesiges Potential, dass ich gerne noch mehr ausbeuten würde. Mein Wirtschaftsflügel möchte deshalb das Recht auf Teilzeit einschränken. Das ist eine ganz neue Töne von der Union. Sie wollen also entscheiden, wie die Leute zu leben und zu arbeiten haben? Nicht wie, sondern nur wie lange. Es gibt kein Recht auf Teilzeit-Lifestyle. Das findet sich ja überall. Bei Ihnen in der Praxis, was ist das für ein Wellnessstuhl? Da setzen sich die Leute hin und entspannen. Die entspannen den lieben langen Tag. Das ist doch nicht zu fassen. Ich habe mich geirrt. Das ist offensichtlich Aerobik. Das ist ein Gynäkologenstuhl. Und mit Teilzeit-Lifestyle meinen Sie so etwas wie Kindererziehung und Elternpflege? Ich hatte für so etwas überhaupt keine Zeit. Zum Glück für Ihre Kinder. Die Frauen dürfen das gerne weitermachen. Aber nicht die ganzen anderen, die sich nur einen Teilzeit-Lens machen wollen. Das ist wie überlastetes Krankenhauspersonal. Die haben so viel zu tun, die können nicht mehr vollfassen. Wie bitte? Vollzeit. Aber das mit der Teilzeit, das muss man sich schon leisten können. Die müssen sich das leisten. Schenken Sie erst mal das Geld in Kitas und in die Pflege. Machen Sie Ihren Job, dann kann auch mehr gearbeitet werden. Das habe ich geahnt. Ich soll erst mal wieder Wohltaten verteilen, wenn ich in der Arbeit arbeite. In anderen Ländern wird auch mehr gearbeitet. In Spanien, Portugal, Dänemark, Island wird z.B. mit kürzeren Wochenarbeitszeiten experimentiert. Ich meinte in anderen Ländern. Herr Merz, in Ländern, die kürzere Wochenarbeitszeiten haben, die haben die höchste Produktivität. Die Forschung sagt sogar, wer mehr als 8 Stunden pro Tag arbeitet, macht mehr Fehler, wird unproduktiver und häufiger krank. Ich möchte aber nur, wenn Sie ihn krankschreiten. Genau das werde ich jetzt tun. Sie sind ja völlig unzurechnungsfähig. Ich bitte Sie, unterstehen Sie sich. Ein Friedrich Merz darf nicht krank sein. Wenn der Kanzler Schnupfen hat, hat Deutschland Grippe. Europa-Tubakulose, Afrika eine weiche Leiste, China-Hemorriden und Grönland ein Grützbeutel. Sie meinen Trump. Bitte? Herr Merz, Ihre Werte sind verheerend. Genau so wie es nicht an der Wirtschaft liegt, dass die Wirtschaft nicht läuft. Wir von der Union haben uns darauf geeinigt, dass an einer schwächelnden Wirtschaft ausnahmslos Kranke und Faule schuld sind. Aber Sie konnten dieses untrügliche Gefühl mit keiner Eruntersuchung erhärten. Ich würde mich nur ungern mit Ihren Gefühlen befassen. Insbesondere, wenn Sie sich erhärten. Ich bin für Ihre Wahrnehmungsstörungen. Na gut, warum nicht? Als Privatpatient kann ich mir schließlich problemlos eine zweite Meinung leisten. Manche Dinge kann man sich leisten, manche nicht. Wann hatten Sie zuletzt das Gefühl, dass Sie über Ihre Verhältnisse leben? Ich habe mir die geile Bluse gekauft. Die war im Angebot. Ich hätte die fast auch noch in schwarz geholt und in blau. Aber zum Glück gibt es Menschen, die dafür sorgen, dass ich nicht übertreibe. Menschen wie Christina Schröder, die ehemalige Familienministerin, die mir erklärt, was wir uns nicht mehr leisten können. Um zu sparen, schreckt Frau Schröder nicht vor Tabus zurück. Sie knackt ein bisschen am Grundgesetz, sägt an der UN-Behindertenrechtskonvention und stellt das Bundesteilhabegesetz infrage. Konkret den Anspruch behinderter Menschen auf persönliche Assistenz. Die kleine aber feine Leistung des Sozialstaates, die es behinderten Menschen ermöglicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Muss das wirklich sein? Ist Assistenz vielleicht ein Luxusgut? Schauen wir mal an. Worauf können wir verzichten? Komme ich morgens ohne Hilfe aus dem Bett? Kann ich alleine duschen, Zähne putzen, den Löffel zum Mund führen? Kann ich selber entscheiden, wenn ich ins Bett gehe oder aufs Klo muss? Könnten Sie die meisten Fragen mit Ja beantworten? Super. Dann gehören Sie dazu, zu dem Wir. Diesem inflationär benutzten Pronomen suggeriert, dass wir alle davon profitieren, dass die Menschen auf politische Sparmaßnahmen mit der Streichung des Studienganges Disability Studies reagiert. Die erste und einmalige Universitätsprofessur für zeitgemäße Behindertenforschung in Deutschland. Was wollen Menschen wie Christina Schröder uns damit sagen, wenn sie so rechtschaffen, fragen, was wir uns künftig noch leisten können? Für uns behinderte Menschen, und ja, Frau Schröder, mit ADHS, Autismus, Trauma und anderen psychischen und psychosozialen Behinderungen. Für uns geht es nämlich nicht ums Können. Es geht um unsere Existenz. Es geht um unsere Grundbedürfnisse, Selbstbestimmung, Teilhabe. Frau Schröder arbeitet übrigens als stellvertretende Vorsitzende der Lobbyorganisation Republik 21 auch daran, die Brandmauer zur AfD einzureißen. In einem Interview hat sie erklärt, Zitat, Brandmauern schließen Menschen aus. Und ich will keine Menschen ausschließen. Ist das nicht wundervoll inklusiv? Rechtsextreme inkludieren, aber Behinderte ausschließen? Vielleicht ist das der Floralismus, für den sich die Republik 21 auf ihrer Webseite stark macht. Vielleicht wären aber die zwei Millionen, die die Republik 21 jetzt vom Staat als Förderung erhält, auch ein hübscher Beitrag zur Finanzierung der Assistenz von Behinderten. Denn es geht darum, ob wir in einer Gesellschaft leben, für die unsere Werte denselben Wert hat wie die nicht-behinderter Menschen. Und wer diese Werte infrage stellt, braucht auch die Bluse in blau nicht mehr, weil das Outfit in schwarz so wunderbar und so ein bisschen schmutzig ist. Gut, Herr Merz, dann schauen wir mal, was die Hausärztin bei Ihnen gemessen hat. Stockendes Wirtschaftswachstum. Ja, das habe ich geerbt. Schlechte Beliebtheitswerte. Das liegt aber nicht an mir. Schmerzen beim Koalieren. Oh, ja. Das klingt nach elektiver Dysfunktion. Nennen Sie es, wie Sie es wollen, aber bitte nicht so. Halten Sie es für ausgeschlossen, dass all diese Symptome mit Ihrer Person oder Ihrer Politik zu tun haben können? Ausgeschlossen. Sie können mich gerne durchchecken. Soll ich mich frei machen? Die Socken behalte ich gerne an. Bitte nicht. Frau Doktor, ich glaube, mir ist klar, was mich an der Ausübung meiner Regierungsgeschäfte hindert. Ich befürchte, ich leide an einer gefährlichen Schattenstruktur. Das ist interessant. Sie glauben, Sie hätten einen Schatten? So würde ich es nicht. Ich habe die Symptome gegoogelt und das ist relativ klar. Ich leide an NGOs. An Nichtregierungsorganisationen? Könnte das sich hierbei um ein persönliches Trauma handeln? Immerhin waren Sie ihr ganzes Leben lang so eine Art Nichtregierungsorganisation. Dieses Trauma habe ich überwunden. Inzwischen lebe ich meinen Traum. Ich möchte der nächste Ludwig Erhard werden. Was ich nur noch brauche, ist ein kleines Wirtschaftswunder. Sie halten sich für Ludwig den Zweiten. Kleiner Tipp, meiden Sie den Starnberger See. Ich kann Sie beruhigen. Was diese NGOs als Schattenstrukturen angeht, das bilden Sie sich ein. Das bilde ich mir ein. Dann bilde ich mir das hier auch ein. Die gefährliche Macht der angeblichen NGOs. Oder hier, der NGO-Komplex ist die Schattenmacht im Staat. Oder diese Schlagzeile, Deutschland in der Hand der NGOs. Aus welcher Zeitung haben Sie das denn? Die Welt. Das sind keine Zeitungen, das sind NPOs. Nicht Presseorgane. Aber die haben alles, was andere Zeitungen auch haben. Schlagzeilen, Artikel, eine Homepage. Herr Merz, wenn ich Ihnen drei Federn in den Hintern stecke, sind Sie dann auch ein Hohen? Warum wollen Sie mir drei Federn in den Hintern stecken? Ich verstehe. Die machen schon auch Journalismus. Ja, Scooter macht auch Musik. Herr Merz, die Welt hat im Dezember 25 eine Rüge des Presserats erhalten wegen ihrer Falschmeldungen über NGOs. Welt.de hat behauptet, die EU-Kommission zahle NGOs verdeckt Geld, damit diese in Parlamenten lobbyieren oder Kohlekraftwerke besetzen. Das hätte man in neuen Geheimverträgen entdeckt. Alles, Herr Merz. Diese Verträge waren weder geheim noch neu. Das Geld fließt auch nicht verdeckt. Die EU schreibt auch nicht vor, wofür die NGOs ihr Geld verwenden. Die EU verschenkt also ungeprüft Geld an diese NGOs? Nein. Herr Merz, die EU fördert gezielt ökologische und soziale Projekte. Dieses Geld fließt dann an Projektpartner wie Unternehmen oder eben NGOs. Die NGOs aus dem Umweltbereich bedrohen mit ihren Klagen unsere Wirtschaft. Warum sollte ich so etwas fördern? Weil die Wirtschaft die Umwelt bedroht. Es braucht eine Art Waffengleichheit. Da kann sich die Umwelt nicht alleine durchsetzen. Die Wirtschaft braucht auch keine Subventionen, um die Umwelt zu bedrohen. Brauchen tut sie die nicht kriegen, tut sie die trotzdem. Zum Beispiel Diesel oder Flugbenzin. Weil das teurer wäre. Jede staatliche Behörde wäre teurer als NGOs. Umweltschutz, Gewaltprävention, Korruptionsbekämpfung. Stellen Sie sich mal vor, Sie müssten das alles selbst machen. Dann hätten Sie keine Zeit mehr, um Bürgergeldempfänger zu schikanieren. Dafür ist immer Zeit. Schauen Sie mal, Herr Merz. Das sind die 100 gesellschaftlichen Akteure mit den größten Lobby-Budgets. Davon sind lediglich sieben NGOs. Zum Beispiel Compact oder Greenpeace oder der Naturschutzbund NABU. 84 davon sind Wirtschaftsverbände und Unternehmen. Wie zum Beispiel BASF oder Lufthansa oder der Verband chemischer Industrie. Allein der hat ein Lobbybudget von 9 Mio. Euro. Für mich klingt das nicht. Ist das so viel? Müssen Sie mich überlegen? Ja. Die größten 20 Umweltverbände haben gemeinsam ein Lobbybudget von 8,4 Mio. Euro. Sie meinen, dass Wirtschaftsunternehmen und rechte Kampfblätter eine Kampagne gegen NGOs führen, auf die arglose, unschuldige Bundeskanzler hereinfallen. Sehr gut, Herr Merz. Das war richtig gut. Sie machen große Fortschritte. Diese NGOs sind nicht nur in fragwürdigen Publikationen. Ein dauerndes Thema. Ganz genau, Herr Merz. Gucken Sie mal. Kennen Sie diesen Unionspolitiker? Ja, den habe ich erst heute Morgen in Bad gesehen. Richtig, Herr Merz. Ganz genau, das sind Sie. Das nehmen Sie sofort zurück. Sie sind das, Herr Merz. Sie haben diese Warnvorstellungen über diese NGOs und die Schattenstruktur erst ausgelöst. Habe ich das? Stellen Sie sich endlich der Realität, Herr Merz. Sie haben damals mit der AfD gemeinsam abgestimmt. Daraufhin sind die Menschen auf die Straße gegangen, um dagegen zu protestieren. Aus Rache und gekränkter Eitelkeit haben Sie dann Ihre berüchtigten 551 Fragen gestellt. Und damit die gesamte Presse auf die Zivilgesellschaft gejagt. Ich muss gestehen, dass ich damals emotional aufgewühlt war. Dabei haben mich die 551 Antworten auf die Fragen nicht interessiert. Der Schaden war trotzdem immens, Herr Merz. Seitdem stehen zivilgesellschaftliche Organisationen in enormem Unterdruck. Wenn man vor Februar 25 bei YouTube nach NGO gesucht hat, da war unter den ersten 25 Videos nur eins, das NGOs in ein negatives Licht gerückt hat. Seit dem Februar 25 waren das 19 Videos. Ich kann also doch noch einen Ruck durchs Land gehen lassen. Ja, Herr Merz, einen Rechtsruck. Weil Sie rechtsextreme Narrative in den Mainstream geholt haben. Hören Sie, das war notwendig. Unter diesen NGOs gibt es auch Extremisten. Eine besonders schlimme Gruppe bereiteten mir bis heute Alpträume. Die ... Wie bitte? Die ... Herr Merz, ich kann Sie hier ganz schlecht verstehen. Die Omas gehen ... Ach, die Omas gehen rechts? Hören Sie, ich sehe ... Ich sehe diese vermale Deiten-Omas überall. Das ist interessant. Da möchte ich ein bisschen tiefer reingehen. Sind diese Omas jetzt hier mit uns im Raum? Natürlich, das ist ja eine ZDF-Veranstaltung. Herr Merz, beschreiben Sie mir doch bitte mal Ihren Alptraum. Also gut, wenn Sie glauben, dass das für den Therapie-Erfolg nützlich ist. Schauen Sie, der Traum ist immer gleich. Ich gehe am helllichten Tag nichts ahnend und nichts denkend, wie immer eine Straße entlang. Und dann sehe ich vor mir eine Gruppe von Seniorinnen. Sie schlägt mir ins Gesicht und dann ... Echt? Unglaublich. Ich glaube, das ist nicht ... Gehen wir so auf den Drehdorfen. Ah! Guck da! Gehen Sie weg! Fassen Sie mich nicht an! Herr Merz, alles gut. Herr Merz, alles gut. Was haben Sie denn für ein Problem mit diesen Omas? Ich verstehe das nicht. Als ich jung war, haben Omas nur lecker gekocht. Und waren nicht politisch aktiv. Doch, ich glaube, Ihre Großeltern waren politisch sogar ziemlich aktiv. Ich ziehe die Aussage zurück. Trotzdem, diese Omas bekommen Steuergeld und machen Stimmung gegen mich. Herr Merz, diese Omas haben doch lediglich gegen Ihren AfD-Schulterschluss protestiert. Sie bekommen nur Geld für regionale Projekte. Herr Merz, wir sprechen von 23.000 Euro in vier Jahren. Reicht das für eine Schattenstruktur? Erinnern Sie sich vielleicht, dass ein Kanzler allein in vier Monaten 12.000 Euro Friseurkosten ausgelöst hat? Das kann nicht jeder Barbershop. Da brauchen Sie schon einen Friseur mit Inselbegabung. Ich nenne es zärtlich Mattenstruktur. Ich nenne das Plattenstruktur. Ich bilde mir nichts ein. Es geht auch nicht nur um die Omas gegen rechts. Die Regierung hat ein millionenschweres Förderprogramm. Wir haben 580 Projekte mit 182 Mio. Euro gefördert. Ich zitiere meinen Haushaltssprecher. Wir können nicht erkennen, dass das Geld da zweckmäßig eingesetzt wird. Wir prüfen die Begünstigten und streichen die Mittel. Sie wollen also der Konrad-Adenauer-Stiftung die Gelder streichen? Nein, natürlich nicht. Aber dem Deutschen Olympischen Sportbund? Wie kommen Sie darauf? Der Bildungsstätte Anne Frank. Alles Teilnehmer der Initiative Demokratie Leben. Ich habe das Gefühl, dass Sie mir was sagen wollen. Das Geld geht nicht nur an Omas gegen rechts. Das geht auch an Städte, an Gemeinden, an Bundesländer. Verstehen Sie denn endlich, wen Sie da bekämpfen? Die Zivilgesellschaft. Dann bin ich in Ihren Augen also der eingebildete Kranke. Also krank vielleicht nicht, aber bestimmt ganz schön krank. Sie sagen also, NGOs haben nichts mit meinem fehlenden Wirtschaftswunder zu tun? Dann suche ich mir jetzt einen anderen Arzt. Vorher zeigen Sie mir noch, was Sie sich da dauernd notiert haben. Aha. Hafermilch, Kartoffeln, Obst. Das eine kann ich nicht entziffern. Chicory. Herr Merz, wollen Sie wirklich zu einer anderen Ärztin? Sie sind doch dagegen, dass wir ständig Leute krankschreiben. Ich werde schon jemanden finden, der mir bestätigt, dass die wirtschaftliche Schwäche Deutschlands nicht meine Schuld ist. Herr Merz, ich glaube, ich bin hier als Psychologin am Ende. Vielleicht brauchen Sie doch eher einen Psychopathen. Vielleicht haben Sie recht. Da gibt es doch diesen argentinischen Wunderheiler, von dem die Leute so viel sprechen. Das wäre aber wirklich eine ganz schöne Radikalkur für Ihre Wirtschaft. Gut, ich überweise Sie an Dr. Millay. Sehr schön. Argentinien, Zeit, meine Diamond DA62 mal wieder auszufliegen. Der Nächste, bitte. Hallo. Danke sehr. Ich war auch lange in Therapie, mittlerweile nicht mehr. Meine Therapeutin hat gesagt, dass ich sie zu sehr runterziehe. Dass sie auch mal ein bisschen Zeit für sich braucht. Sich beruflich eventuell ganz neu aufstellen möchte. Sie ist jetzt meine Metzgerin. Ja, war mir eh egal. Ich gehe viel lieber zu echten Ärzten. Vor vier Jahren z.B. war ich zum ersten Mal beim Urologen. Weil ich angeblich Hypochonder bin. Ich hab wirklich schon viel gehabt. Einmal ein paar Tage das Unangenehme, Passivraucherbein, Grauenstar, Grünenstar, Violettenstar, Superstar. Psychosomatischen Autounfall. Und vor kurzem Scheinschwangerschaft. Und gleichzeitig Röteln. Wo ich sehr viel Angst um meine ungeborene Tochter gehabt hab. Beim Urologen im Wartezimmer sind doch nur alte Männer gesessen. Und ich. Ich war der Einzige mit einer Lebenserwartung. Also richtig alte Männer, die schon so zum Bröseln angefangen haben. Ganz alte Männer fangen irgendwann an zum Bröseln. Weil sie sich nicht einkrimmen wollen. Und ich hab dann dort beim Urologen im Wartezimmer einen Gugelhupf gegessen. Und erst ab der Hälfte gemerkt, dass es ein Patient war. Hab dann schnell aufgegessen, bevor's aufgefallen ist. Und bin auf diesem Wege eine Viertelstunde früher zum Arzt ankommen. Weil ich den auf der Liste vor mir weggegessen gehabt hab. So Sachen kannst du dir nicht ausdenken. Als ich dann das Behandlungszimmer betreten hab, hab mich der Urologe, wie's damals üblich war, mit einem Fissbamp begrüßt. Und gemeint, dass ich mich auf den Behandlungstisch hinlegen soll. Herr Fritz, da steht, Sie sind Kabarettist. Waren Sie schon mal im Fernsehen? Und ich hab gesagt, ja. Ah, ich glaub, ich hab Sie sogar schon mal wo gesehen. Das wünscht man sich ja, oder, dass Ihnen die Leute wiederkennen. Vielleicht nicht grad dein Urologe, haha. So da, Herr Fritz, Nierenblase, alles biebifein. Aber ich würd zum Schluss noch gern Ihre Broster da abtasten. Wo ich mir gedacht hab, was ist das für ein Freak? Ich hab gesagt, ähm, nix. Wie bitte? Das ist vielleicht eine blöde Frage, aber wär's für Sie denkbar, dass Sie für die Untersuchung meinen Finger verwenden? Und ich beschreib dann möglichst im Detail, was ich spür? Und so können wir uns im Sachfeld gemeinsam annähern. Ich hab gesagt, tut mir leid, Herr Fritz, ich fürchte, das geht nur bei Privatpatienten. Und dann hat er mir den Finger in den Hintern gesteckt. Und ich war sehr froh darüber, dass er das nicht wieder coronakonform gelöst hat. Aber ich denk mir, wenn man Mitte 40 ist und noch nie einen Finger im Hintern gehabt hat, könnte man sich schon noch fragen, ob man wirklich alles richtig gemacht hat im Leben. Das war wirklich nicht schlimm. Gegenteil. In dem Moment hab ich diese unerwartete, emotionale Verbindung gespürt zwischen uns. So, als würde mich der Rologe erst den Menschen erkennen, der ich wirklich bin, im tiefsten Inneren meiner Selbst. Man sagte, die Augen sind das Tor zur Seele. Die Brostera ist der Schlüssel. Danke sehr. Ah, Frederico, mi paciente Alemann. Wieso Alemann? Ich bin doch alleine da. Sie sind also dieser berüchtigte Dr. Miele, der mit der neoliberalen Kettensäge an den Haushalt geht? Si, Frederico, ich habe gehört, ich kann nur noch ein Wunder retten. Eine Frage. Bevor Sie mit Ihrem Wunder loslegen, ich hätte da eine nicht ganz unwichtige Frage. Sie sind schon alt. Besser. Ich bin Ökonom. In meinem früheren Leben war ich römischer Gladiator. Triggerwarnung. Die Anstalt weist darauf hin, dass die folgende Szene verstörend wirken könnte. Zu unserer Entschuldigung sei gesagt, dass alles, was Ihnen übertrieben erscheint, tatsächlich so vom argentinischen Präsidenten ist. Lediglich die Frisur ist ein wenig untertrieben. Aber sehen Sie selbst. Aha, römischer Gladiator. Interessant, aber Sie haben doch sicher ein kompetentes Team um sich herum versammelt. Si, politisch werde ich beraten von meinem Hund Conan. Ich habe ihn viermal klonen lassen und alle Klone nach berühmten Neoliberalen benannt. Das klingt ungemein seriös. Was sind Ihre Behandlungserfolge? Das war die argentinische Wirtschaft vor zwei Jahren. Hyperinflation, Nullwachstum, Rekordverschuldung. Das hier ist mein argentinischer Patient heute. Komm raus hier. Das blühende Leben ist ja nicht schön. Wunderschön. Ich stehe wieder super da. Inflation gesenkt, Wachstum angekurbelt, Haushalt ausgeglichen. Ich muss gestehen, dass ich mich schwer tue, das Wunder zu erkennen. Zwei Damen wird überbewertet, ich bin eh Rechtshänder. Nun kommen wir zu dir. Frederico, kommen wir zu dir. Meine Verachtung für den Staat ist gegründet. Meine Verachtung für den Staat ist grenzenlos. Ich habe die Staatsausgaben überall radikal gekürzt. Und die galoppierende Inflation gesenkt. Von über 200 % auf 30 %, stabile 30 %. Karamba! Das ist beeindruckend. Wie haben Sie das geschafft? Mit einer Rezession. Seine Kürzungen haben die Einkommen schrumpfen lassen. Ich habe Blutung gestoppt, indem er mir ein Kissen aufs Gesicht gedrückt hat. Das können wir bei uns nicht machen. 70 % der Beschäftigten sagen, Ihnen geht Mitte des Monats das Geld aus. Weiß ich wenigstens wann. Das Problem ist, um dieses Ziel zu erreichen, müssten wir in Deutschland die Inflation anheizen. Was ich kann, kann nicht jeder. Viva la libertad, carajo! Ist das Spanisch für Rambo-Zambo? Dann sind wir vielleicht Brüder im Geist. Wer mehr? Federico! Federico! Dank desinkenen Preises haben wir 12 Mio. Menschen aus der Armut geholt. Bei seinem Amtsantritt ist die Armutsquote massiv nach oben geschossen. Auf über 50 %. Um 30 % nach steil nach unten zu fallen. Mit einer 50 %-Arm-Quote. Den Spaß können wir uns in Deutschland gar nicht machen. In Deutschland liegt die Armutsquote nur bei 15-20 %. Um Ihren Erfolg bei uns zu kopieren, müssten wir die Armutsquote verdoppeln. Sie müssen an meine Behandlung glauben, mein Hund irrt sich nie. Wie gesagt, er lässt sich politisch beraten. Der Hund ist tot? Das macht diese Beratung unseriös. Es sind haltlose Gerüchte. Konen ist nicht tot. Reden wir über das Wachstum, das zurückgekommen ist. Ich habe eher das Gefühl, dass ihm etwas fehlt. Die Industrieproduktion ist wegen seiner Steuerpolitik um 9 % eingebrochen. Dafür ist der Aktienindex gestiegen. Ich freue mich wahnsinnig für die Aktien. Deindustrialisierung kriegen wir auch alleine hin. 300.000 Arbeitsplätze mehr Tagesfreizeit. Juhu. Das ist der Preis, den Sie für eine sinkende Inflation zahlen mussten. Dafür ist der Haushalt ausgeglichen. So schlecht kann meine Behandlung nicht gewesen sein. Meine Partei hat auch bei den Zwischenwahlen zum Kongress gerade erst einen Wahlsieg erhoben. Auf Wieder! Auf Wieder! Lassen Sie mich raten, Sie machen das wie ich. Mit Charisma. Nein, indem man sich seriöse Partner sucht. Wie z.B. Donald Trump. Er hat versprochen, dass Argentinien einen 20 Mrd.-Dollar-Kredit gibt, wenn die Bürger bei den Zwischenwahlen Mille's Partei wählen. Das klingt für mich verdächtig nach Erpressung. Frédéric, für mich klingt das nach Tango. Lass dich führen, Frédéric. Das macht bei mir zu Hause immer Stalotte. Ich bitte Sie, einen 20 Mrd.-Kredit. Wollten Sie nicht sparen? Frédéric, das wollte ich dich auch gerade fragen. Ich brauche ständig frische Dollars. Die Auslandsverschulung ist auf einem Rekord hoch. Sind Sie positiv, dann ist wenigstens Geld für Investitionen da. Es geht ja v.a. dazu, die Währung zu stabilisieren. Ist das nicht ziemlich unangenehm für Sie? Ehrlich, ich spüre gar nichts mehr. Aber mir geht es immer noch besser als Conan. Der ist ja ... Conan lebt! Ich spreche ja schließlich jeden Tag mit ihm. Da ist er ja! Ja, komm zu Papa! Ich glaube, ich brauche doch keinen argentinischen Wunderheiler. Das ist ein Video. Gegen den Typen ist Jens Spahn seriös. Das Einzige, was ich von dem Typen lernen kann, für einen Wirtschaftswunder und einen Wahlerfolg, braucht man Donald Trump. Ich muss sofort meine Wirtschaftsministerin sprechen. Katerina Reiche, Wirtschaftsministerium. Friedrich, Entschuldige, bitte. Katerina, das musst du dir langsam draufschaffen. Ich weiß. Wie war es in Argentinien? Ich esse nie wieder kalten Hund. Wie bitte? Vergiss es. Hör zu, Katerina. Ich habe eine Idee. Ich brauche sofort von dir einen Wirtschaftswunder. Einen Wirtschaftswunder. Einen Wirtschaftswunder. Ich brauche sofort von dir einen Wirtschaftswunder. Toll, Friedrich. Und das war die Idee? Ja, brillant, nicht wahr? Wir müssen es schaffen, die US-Zölle wegzukriegen. Wir brauchen Donald Trump als Freund und Partner. Dann machen wir es so, wie alle anderen auch, um ihn auf ihre Seite zu bekommen. Wir verleihen ihm einen Preis. Sehr gute Idee. Was hast du gedacht, den Friedenspreis des deutschen Buchhandels? Vielleicht den Venus Award in der Kategorie Pilf? Ach, du meinst, President, I'd like to ... Schon. Was sollen wir ihm dann geben? Das Seepferdchen? Ich möchte den US-Präsidenten ungern in Badehose sehen. Friedrich, da bleibt eigentlich nur ein Preis. Der Ludwig Erhard-Preis. Das ist brillant. Gute Idee von mir, Katerina. Schließlich ist Ludwig Erhard der Vater des Wirtschaftswunders. Und der Held meiner Jugend. Tschüss, Kat. Tschüss, Friedrich. Na, Ludwig, bist ein toller Held. Ludwig Erhard. Ein deutscher Held, wow. Wir Menschen sind ja süchtig nach Heldengeschichten. In fast allen Mythen, Romanen und Filmen von Odysseus bis Rambo erzählen wir immer wieder die Geschichte von einem Helden, der ein Ziel hat, auf dem Weg Hindernisse überwindet und am Ende sein Ziel erreicht und dabei etwas gelernt hat. Klar, dass man sich gerne so sehen will. Schon der Steinzeitmann kam vermutlich in die Höhle und hat gesagt, Schatz, ich bin ein Held. Er hatte ein Ziel, Feuer machen. Ich habe gegen tausend Widerstände gekämpft. Ich habe Feuersteine aneinander gerieben. Ich habe Stöckchen aneinander gerieben. Ich habe an allem gerieben. Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute, ich habe Feuer gemacht. Und die schlechte? Mein Pimmel brennt. Was sind die neuen Heldengeschichten, die wir uns von einer Zukunft dieses Landes erzählen können? Die Zukunft, erzählt Friedrich Merz. Ich will ihm nicht so nahe treten, aber ich glaube, es hat Gründe, weshalb keine Folge von Indiana Jones im Sauerland spielt. Aber vielleicht haben es Heldengeschichten in Deutschland einfach auch schwer heute. Weil Helden ja immer etwas machen wollen und immer etwas ändern wollen. Wir haben vermutlich deshalb auch keinen Kolumbus hervorgebracht, der gesagt hat, ich breche auf zu einer Reise und dann bin ich da, wo ich ankomme. Wir wären erst losgefahren, wenn man das Ziel bei Tripadvisor googeln kann. Aus Angst, irgendwie überrascht zu werden. Meine Nachbarn, Ulf und Gudrun, wollten ein Wochenende nach Köln und haben ungelogen vorsorglich die Bewertungen vom Kölner Dom gegoogelt. Aus Angst, dass irgendwas Überraschendes passieren könnte. Wussten Sie übrigens, dass es für den Kölner Dom auf Tripadvisor ohne Quatsch 30-mal die Note ungenügend gibt? Nicht bei der Kölner Dom darf ein Held sein. Hier, da schreibt irgendwie so ein Hans-77, habe heute den Dom angeschaut, ich hatte mehr erwartet. What? Da hat man den Ding 600 Jahre gebaut. Da drin sind die Knochen der Heiligen Drei Könige. Ein Altar von Lochner, die immerhin zweitgrößte, freischwingende Glocke der Welt. De dicke Pitta. Und Hans-77 hatte mehr erwartet. Was? Vielleicht, dass der ganze Dom abhebt und mit Hans-77 ins Alp liegt. Oder, dass da drin Einhörner grasen. Oder, dass Kardinal Woelki da drin einen Sexshop aufmacht. Wobei ich das jetzt nicht ausschließen würde. Na ja, das wäre ja mal eine seltsame Heldengeschichte, oder, Frau Ministerin? Sehr geehrte Damen und Herren, danke schön. Es ist mir eine Freude und Ehre, nun den Ludwig Erhard Stumpen in Gold zu verleihen. Bitte begrüßen Sie nun den diesjährigen Preisträger, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Stump ... Trump, Trump. Hi, Angela. Nice to see you again. Hallo, Angela. Schön, dich wiederzusehen. Nein, nein, nein. Angela ist nicht mehr an der Macht. Angela is not in power anymore. Unser neuer Kanzler ist Friedrich Merz. Our new Chancellor is Friedrich Merz. Friedrich what? Friedrich wer? Na, der Fritz. You met him. The one, the one, the one, the one, the one, the one. Na, der Fritz. You met him. The one with the little island on his head. Great, we can use any island for our security. Toll, wir können Friedrichs Würzel gut für unsere Sicherheit gebrauchen. So you are his beautiful wife? Ich bin Katharina Reichel. I'm Katherine Rich. And I'm richer. Katie, she's a good woman. Fine woman, because she's rich. I came here because ... Where's the price? Ich liebe Reiche, aber ich bin reicher. Wo ist der Preis? Wir kommen nun zur Verleihung unseres Preises, benannt nach Ludwig Erhard, dem Erfinder der sozialen Marktwirtschaft, dem Schöpfer der D-Mark, dem Vater unseres Wirtschaftswunders. Mr. President, for you, der goldene Erhard Stumpen. Stumpen? The golden Stumpen. What a great Stumpen. Beautiful, very big. Not as big as mine. Mine is the biggest. I have the biggest Stumpen you've ever seen. Er hat den größten. Davon bin ich überzeugt. Mr. President, vielleicht wollen Sie noch ein paar Worte dazu sagen, welche Bedeutung Ludwig Erhard für Sie hat. Mr. President, Ludwig Erhard ... I don't know him, but he was a big fan of me. That makes him a big economic expert. But I'm bigger. Ich glaube, der Präsident meint, Erhard ist ein super Typ, aber nicht so super wie er. Er hat den Größten. Aber Ludwig Erhard war auch ein ganz Großer. Warum sollten wir den Vater der sozialen Marktwirtschaft nennen? Gute Frage. Dieses Konzept war gar nicht von Erhard. Die D-Mark haben die Amerikaner erfunden. Und nicht mal seinen Bestseller-Wohlstand für alle, hat er selbst geschrieben. Für mich ist er der Vater des Wirtschaftswunders. That's why we call him Daddy. You can call me Daddy, too, if you want. Das wundert mich wirklich. Das war nämlich kein Wunder. Das war erwartbares Wachstum. Das passierte in Europa überall. There was no miracle. There's only one who can make a miracle, and that's me. So I'm better than Erhard. What a loser. He lost one war, I finished seven. Listen, Mr. Donald, Ludwig Erhard hat nach dem Krieg das zerstörte Deutschland wieder zu Wohlstand verholfen. You know, Germany was a complete ruin. Ah, America was a bigger ruin when I got president. Nein. Weder Amerika nach Biden noch Deutschland nach 1945 waren komplett zerstört. Viele Städte waren zerbombt, aber die westdeutsche Industrie hatte den Krieg relativ unbeschadet überstanden. Seien Sie jetzt still. Deutschland braucht diesen Mythos. Er hat Deutschland zum Blühen gebracht. Mit Fleiß, Sparsamkeit und Ludwig Erhard. Und mit Millionen Gastarbeitern. He made Germany great again. I made America great again. It's a big country. It's bigger than your country. Our big is bigger than your big. We're the biggest of the big. Don't stop me. We're big. Afters ist Stunde Null. Erhard has built a new Germany. Yeah, I know your country was young. It was so young. It could have been on an Epstein party. Eine Stunde Null hat es nie gegeben. Die Unternehmen standen nach dem Krieg gut da. Dank der Ausbeutung von über 13 Mio. Zwangsarbeitern und den Milliardenreichsmark, die sie den Juden geraubt hatten. Das war nur möglich mit Mitläufern wie Ludwig Erhard. Shut up! Wir haben das alles selbst ausgebaut. Ludwig Erhard warst ein Nazi. Na ja, er arbeitete für das Dritte Reich als Berater und Gutachter. You can call me Nazi if you want. But I'm a better Nazi. I'm the best Nazi of all. That's why I have ICE. They're very good Nazis. The AfD, there are some Nazis too. That's why they want ICE. But our Nazis are better and bigger. So, Mr. President, now you've got the price. What about Zuzelle? Can you take them away and create a new Wirtschaftswunder? Listen, Cathy. Listen, Richie. You always want to rip us off. You never said thank you, did you? The Americans discovered Europe 1945. But we never got anything back, do we? You took our hamburger and named an entire city after them. We took Thomas Gottschalk away from you. You never said thank you, did you? Nobody ever said thank you. Nobody ever said thank you. It's true, they won't tell you, but it's true. You took down the wall in 1989 and millions of Mexicans came into our country from Mexicans for pomanes. But you never said sorry, did you? You are very, very bad people. Darf ich übersetzen, Frau Reichel? He's gonna grab your Wirtschaftswunder by the pussy. Verdammt, es gibt keine Helden mehr. Ich glaube, dass sie mich für diese Legislaturperiode einfach kranschen. Dafür sorgen wir. Das war Jörn Stalte. Auf mit dem Kühl. Heute mit ... Jörn Stalte mit Anna Schäfer, Hildra Seekin und Christoph Prinz. Danke schön, vielen Dank.