Die Renten-Anstalt
Ist die Rente seit dem Besuch von Norbert Blüm sicherer geworden? Maike Kühl, Max Uthoff, Claus von Wagner und Abdelkarim widmen sich dieser Frage in einer kritischen Bestandsaufnahme.
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Episode 'Die Renten-Anstalt' kritisiert die aktuelle deutsche Rentensystemlandschaft als unausgewogen und langfristig problematisch. Im Zentrum steht die Frage der Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit angesichts des demografischen Wandels und der politischen Entscheidungen, die die Rentenansprüche schmälern. Die Sendung deckt Mängel in der Rentenversicherung, die unzureichende Repräsentation von Rentnern in Entscheidungsgremien und die Kritik an Instrumenten wie der Riester-Rente auf. Besonders hervorgehoben wird die Generationenungerechtigkeit, die durch sinkende Rentenniveaus und hohe Beiträge für junge Arbeitnehmer verstärkt wird, sowie die Problematik der Beamtenpensionen und der Altersarmut älterer Menschen.
Beschreibung ZDF
Ist die Rente seit dem Besuch von Norbert Blüm sicherer geworden? Maike Kühl, Max Uthoff, Claus von Wagner und Abdelkarim widmen sich dieser Frage in einer satirischen Bestandsaufnahme.
Transkript 4.570 Wörter
Dankeschön, Dankeschön. Schönen guten Abend, meine Damen und Herren und alle dazwischen und außerhalb. Ja, Sie sehen richtig, ich bin nicht Jan Böhmen. Und das hier ist nicht das Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld. Aber dafür gibt es heute uns die Anstalt mit einem Spezialauftrag. Und zwar mit einem Thema, das uns wirklich alle angeht. Wir wollen das nicht spoilern. Rente. Es geht um Rente. Herr Uthoff, Sie wissen schon, was ein Spannungsaufbau ist. Also das Wichtigste an einem Spannungsaufbau ist das Timing. Fast live aus München kommt jetzt nicht das ZDF-Magazin Royal, sondern die Anstalt Spezial. Claus von Wagner, Maike Kühl und Max Uthoff haben wie Joko und Klaas Sendezeit gewonnen.
Nicht auf ProSieben, sondern auf ihrem Lieblingssender, dem ZDF. Bäm. Herzlich willkommen bei der Anstalt auf diesem ungewohnten Sendeplatz. Ich bin immer noch nicht Jan Böhmermann. Das ZDF hat einfach zu uns gesagt, macht ihr von der Anstalt doch auch mal bitte was für die jüngere Zielgruppe. Und da haben wir uns gedacht, wir machen das Thema Rente. Und damit ihr wisst, was da auf euch zukommt, haben wir mal wieder einen Betroffenen eingeladen. Das ist der Herr Paschulke vom Seniorenstift zur ewigen Finsternis. Heißt das wirklich so? Ich hoffe, den lohnt sich hier. Ich habe extra für heute Abend den Bingo-Abend abgesagt. Bingo oder wie Friedrich Merz das nennen würde, private Vorsorge.
Den habe ich jetzt nicht verstanden. Na wegen Glücksspiel. Böschchen, sei mal froh, dass du deinen Lebensunterhalt nicht mit Humor verdienen musst. Wann gibt es denn jetzt endlich mehr Rente? Das wollen wir in der Sendung klären. Jetzt, wie man hier sieht, erst mal die Rentenkommission der Bundesregierung. Die soll bis Mitte des Jahres Vorschläge erarbeiten, wie wir die Rente generationengerecht reformieren. Da kommen wir auf, das sind doch alle Flitzpippen hier da. Also zunächst sind das alles mal Professoren, Herr Paschulke, die den verschiedenen Parteien der Regierungskoalition nahe stehen. Ja.
Aber vor allem gehören sie alle einer Partei an, nämlich der, ich bin nicht auf gesetzliche Rente angewiesen, Partei. Das ist interessant. Wir haben jetzt in der Sendung der Bundesregierung angefragt, wie viele Mitglieder der Rentenkommission selbst in die gesetzliche Rente einzahlen. Und die Antwort ist verblüffend. Sie sagt, dazu gäbe es keine Auskunft. Diese Informationen wären persönlich. Ja, das ist ja nicht so schwierig. Lassen Sie uns einfach mal vermuten. Mein geschultes Auge. Sagt mir doch mal hier, Professorin. Die bezieht ja wohl eine Pension. Daneben haben wir noch einen Professor. Guck an, war auch Pension. Na das ist doch eine Professorin.
Ach na, auch eine Pension, schon wieder eine Pension. Gott sei Dank ist da noch eine Professorin zum Ausgleich. Guck an, noch eine Professorin. Herr Paschulke, wir haben den Ansatz verstanden. Das sind halt alles Professoren mit Pensionsanspruch. Ja, ich bin ja noch nicht fertig. Da gibt es ja auch noch Abgeordnete, auch mit Pensionsanspruch. Hier, noch eine Abgeordnete. Daneben, was haben wir hier am Schluss? Das ist doch die vom OECD, die kenne ich. Das ist auch nichts mit gesetzlicher Rente hier. Sind Sie fertig? Offensichtlich. Vielen Dank, Herr Paschulke. Wir fassen mal zusammen. Die, die über die Rente entscheiden, sind davon nicht betroffen.
Interessant ist übrigens auch, wer nicht in der Kommission sitzt, denn ich sozial- und Wohlfahrtsverbände. Ja, und Rentner. Und deshalb gründe ich jetzt mal hier eine alternative Rentenkommission. Und zwar eine, die ganz breit besetzt ist. Mit richtigen Experten. Da hast du alle Experten in der Brust. Auf einem Foto hier. Okay, Herr Paschulke, haben Sie denn eine Expertise, außer Rentner zu sein? Boah. Ich bin ja schließlich einer von den Wirtschaftskreisen. Wollen wir die Kommission nicht vielleicht noch ein bisschen breiter aufstellen? Zum Beispiel, was weiß ich, mit einem renommierten Wirtschaftskabarettisten und Rentenkritiker? Nee, nee, der doch nicht.
Ihr Medienfutz, ich sag doch alle, eine Extraversorgung. War hier Pensionskasse, Rundfunk. Darf ich Sie darauf hinweisen, Herr Paschulke, wir hier in der Anstalt haben schon eine Rentenkritik gemacht. Da. Nee, da waren Sie auch schon Rentner. Na, ihr Braschkies. Seid ihr heftig am Rente des Kassen. Scherz, Scherz, Scherz. Herr Amthor, ich fürchte, die Heute-Show ist schon vorbei. Nein, ich bin hier schon genau richtig. Einer muss ja die Stimme der Jungen in ihrer Rentenkommission vertreten. Ja, das ist richtig, Herr Amthor. Aber wer sollte das machen? Sehr lustig. Ich dachte, die Heute-Show wäre schon vorbei.
Wir von der jungen Gruppe der CDU und CSU-Fraktion wollen, dass das Rentenniveau weiter sinkt und die junge Generation nicht übermäßig mit Beiträgen belastet wird. Stichwort Generationengerechtigkeit. Ich glaub, ich hab ein Déjà-vu hier. Das haben die ja doch alles schon mal durchgekaut. So, jetzt machen wir folgendes. Das Melupa-Model setzt sich hier auf die rechte Seite. Und du zeigst mal den Clip, wo wir das damals schon mal so hier besprochen haben. Und zwar mit dem Eden Fazke, der ja noch unsympathischer war als der da. Also das kann ich mir nicht vorstellen. Doch, doch, doch. Schauen wir mal rein ins Anstaltsarchiv.
Warum fragen Sie die zwei nicht einfach, ob sie einfach mehr Beiträge zahlen wollen? Ja, das brauch ich gar nicht. Das wollen sie nicht. Wollen wir nicht? Nein, wollen sie nicht. Aber Moment. Es gibt da eine Umfrage. Da sagen 70% aller jungen Arbeitnehmer, dass sie für mehr gesetzliche Rente auch mehr einzahlen würden. Gut, die wissen erst recht nicht, was sie wollen. Wen spielen Sie denn da? Christian Lindner, das erkennt man doch. Also mit so einer schlechten Parodie würde ich mich nicht ins Fernsehen wagen. Wenigstens ist das dir schlecht. Von Christian Lindner hat der Jut getroffen. Lass doch mal kicken. Jetzt machen wir weiter da.
Könntet ihr zwei vielleicht jetzt einfach mal ein bisschen mehr da in den Schlauch reinpumpen? Und was haben wir davon? Dann hab ich mehr Rente. Das motiviert ja ungeheuerlich. Mensch, das ist doch das Umlageverfahren. Du kriegst ja dann auch mehr Rente. Je mehr Rentenbeiträge man zahlt, das erhöht doch am Schluss deine Rentenansprüche. Wenn das so ist, machen wir das. Bitte stoppen Sie das. Ich kann das nicht mit ansehen. Das ist nichts Geringeres als ein, ich zitiere, ein Generationenverbrechen. Dieser arme Junge, der bekommt ja später viel weniger raus aus der Rente als die Alten heute. Herr Amthor, darf ich Sie da ganz kurz fragen? Das ist ein hartes Zitat. Wen zitieren Sie da genau?
Das ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Ich nenne die Interessengruppe neoliberaler Spackos der Metallbranche. Das sind ja nur die Lautsprecher der Arbeitgeber. Diese Vereinigung mag industrienah sein, das macht aber die Aussage nicht falsch. Doch, Herr Amthor. Wenn wir das Rentenniveau nicht weiter absenken, sondern bei 48% stabilisieren wie jetzt, bekommen alle eine ordentliche Rendite von 3,5%. Das macht die Rentenversicherung auch für jüngere Attraktivitäten nicht falsch. Das macht die Rentenversicherung auch für jüngere Attraktivitäten nicht falsch. Das macht die Rentenversicherung auch für jüngere Attraktivitäten nicht falsch.
Das sagt das IMK, das Institut für Makroökonomie und Konjunktur. Das sind doch wieder diese gierigen Gewerkschafter. Das sind doch wieder diese gierigen Gewerkschafter. Die wollen doch IMK. Immer mehr Knete. Scherz. Scherz. Für die Jungen legt die Rendite sogar noch höher als für die Babyboomer. Jetzt, das System ist nicht so schlecht, wie es gemacht wird. Ganz genau. Und es könnte noch besser sein, wenn man einfach mehr Geld reinsteckt. Ein System wird ja nicht besser, wenn man mehr Geld hineinwirft. Das sagen alle Wirtschaftsexperten, auch die gescheiterten. Schauen wir doch mal rein. Ein System wird ja nicht dadurch besser, dass man immer mehr Geld hineinwirft. Was?
Aber das ist doch exakt, buchstäblich, das, was wir jetzt machen sollten. Sehen Sie, die Arbeiten immer in Deutschland, die müssen doch schon 9,3% von dem hart verdienten Bruttolohn in die deutsche Rente einzahlen. Nicht 4,3%, sondern gemessen an dem, was ich verdiene, 4,2%. Erstmal Glückwunsch. Und das liegt natürlich an der Beitragsbemessungsgrenze. Sehen Sie, in Deutschland zahlen Sie maximal 702,15 Euro Rentenbeitrag im Monat. Egal wie viel Sie verdienen, 10.000, 20.000, 100.000 Euro im Monat. Sehen Sie streng nach dem Motto in Deutschland, starke Schultern müssen geschont werden, damit sie stark bleiben. Es gibt also quasi einen Rentenbeitragsrabatt für die Reichen.
So kann man das nicht sagen. Das ist tatsächlich mal richtig, Herr Amthor, das wäre nämlich unvollständig. Die Reichen zahlen nämlich nicht nur prozentual weniger Beitrag, sondern kriegen auch noch länger Rente im Schnitt 22 Jahre. Wieso denn auch noch länger? Weil die Reichen sich entschieden haben, länger zu leben. Und unser einer stirbt schon nach 14 Jahren Rente, der härteren Malocho und den schlechteren Lebensbedingungen. Mir wird auch schon die Jans Blümer ran. Sehen Sie es doch einmal positiv, wer früher stirbt, ist kürzer arm. Was? Sag mal, Freundchen, da entgehen mir doch mehrere tausend Euro. Ja, aber das Schöne ist, die Märken ist dann ja gar nicht mehr.
Aber ich denke, die Rente ist die Belohnung für die Lebensleistung. Je mehr Leistung Sie bringen, umso mehr Leben gibt es am Schluss. Freundchen, Freundchen, hier subventionieren doch die Armen die Reichen. So! Die Paschulke-Kommission fordert jetzt erstmal weg mit der Beitragsbemessungsgrenze. Ja, höhere Rentenbeiträge schreibst du auf und schreibst du noch dazu eine kürzere Lebenserwartung für Reiche. Die Menschen wollen aber nicht noch mehr in die Rente einzahlen. Sind Sie sich da so sicher, Herr Amthor?
Sie hier die Rentenbeiträge erhöhen, dann erhöhen sich auch automatisch die Rentenbeiträge der Arbeitgeber, die ja die andere Hälfte zahlen, dann erhöhen sich die Sozialabgaben, die Arbeitgeber müssen Leute entlassen und wir haben weniger Arbeitnehmer, die überhaupt in die Rente einzahlen können. Mensch, das ist doch kein Naturgesetz. In Österreich zahlen die Arbeitnehmer einen höheren Beitrag. Zeigte mal! Herr Paschulke, Sie denken wie immer nur an die Arbeitnehmer. Was ist denn mit den Arbeitgebern? Ein höherer Beitrag. Zeig es ruhig mal! Also, ja, gut. Rechnet man jetzt die Beiträge zusammen, sind das 22,8%. Die Österreicher geben also insgesamt deutlich mehr aus als Deutschland mit 18,6%.
Ebenso Frankreich mit 27,8%. Spanien mit 28,3%. Italien mit 33%. Und den Großteil davon zahlt der Arbeitgeber. Globe, mein Schwein, Pfeif, Flapaloma. Meines Wissens, Herr Amthor, ist die Wirtschaft in diesen Ländern noch nicht kollabiert. Da frage ich mal, welche Wirtschaft? Schatz, Schatz! Sie wollen doch nicht ernsthaft das deutsche Powerhouse mit diesen Urlaubsgebieten vergleichen. Sie haben wie immer vollkommen recht, Herr Amthor. Das kann man nicht vergleichen. In diesen Ländern bekommen Sie ja auch im Schnitt zwischen 70 und 85% Ihres Gehalts als Rente. Sind das gerade mal 53,3%. Freundchen, Freundchen, das ist ja weit unter dem OECD-Durchschnitt. Wahnsinn ist das hier.
Und bei Geringverdienern ganz hinten. Das glaubst du nicht. Die anderen Länder geben sehr viel mehr aus für ihre Auslaufmodelle. Was? Oh, Freundchen. Ich frage mich, wie die das schaffen, so ganz ohne Wirtschaft. Die machen das, weil sie das wollen. Wir haben es, weil wir wollen nicht. Und das müssen wir ändern. Ab sofort müssen wir das wollen. Das wollen wir nicht, weil wir es nicht können. Und warum können wir nicht? Weil sie nicht oft genug wollten. Knick, knack. Sie verstehen? Schatz. Ich verstehe. Herr Amthor, das hat mal jemand ähnlich seriös ausgedrückt.
Und zwar, ich zitiere, in einer Reihe von Jahren sind nicht mehr genug junge Beitragszahlende Menschen da, die in der Lage sind, die Summen aufzubringen, die zur Ernährung einer immer größer werdenden Zahl von Alten nötig werden. Sag ich doch. Ja, und von wem ist die seriösere Variante? Ja, das ist von Harz. Ja, warte. Welcher Harz? Zwei, drei, vier. Gustav Harz, ein deutsch-nationaler Politiker in der Weimarer Republik. Der hat schon 1932 vor der Verkreisung von Deutschland gewarnt. 1932? Willst du damit sagen, dass die Rente schon seit 100 Jahren auf die demografische Katastrophe zusteuert oder wie? Und zwar immer wieder.
1966 warnt eine Bundestagskommission vor dem Rentnerberg, der die Altersversorgung bedrohe. 1985 prophezeit der Spiegel. Rente in Gefahr. Die Last wird zu groß. 2004 sagt die Bundesregierung, die Alterung mache die sozialen Sicherungssysteme künftig unbezahlbar. Moment, Moment, Moment. Das heißt also, alle 20 Jahre wird hier der Rentenuntergang prophezeit. Wann ist es denn endlich soweit? In Kürze, wenn die Babybuben in Rente gehen und wir nicht endlich die Rente grundlegend reformieren. Wie Sie die Nachwuchsgabarettisten haben in der Anstalt. Schon vor etwa zehn Jahren Reformvorschläge gebrachten, die jeder ganz leicht umsetzen könnte. Schauen Sie.
Vor allem, wenn ich vor so einem Zebrastreifen stehe. Weißt du, und dann so ein Rentner, einem 56k Mode im Gleich. uponwrwrurwr seven schlaft die Straße dann sitzt so ein kleiner Farbsch Usually, ein Fokusredakteur auf meiner rechten Schulter und sagt du ist für die Rente! Da weiß ich jetzt gar nicht, was schlimmer war, Ihre Mordfantasien oder das Babyface? Babyface, der war gut. Ich hatte wenigstens schon Bartwuchs. Sagen Sie, es gibt ja schon weniger Kinder und immer mehr Alte. Aber es gibt nie eine Katastrophe. Woran liegt denn das? Das hat das Babyface damals auch schon erklärt. Das Schöne an der Katastrophe ist, die hat schon stattgefunden. Von 1900 bis ins Jahr 2000.
Von 1900 bis ins Jahr 2000 hat sich die Zahl der Jugendlichen halbiert und die Zahl der Rentner verdreifacht. Und was haben wir in der Zeit gemacht? Unsere Sozialsysteme ausgebaut und unseren Lebensstandard gesteigert. Sie werden fragen, wie ist das möglich? Die Wirtschaftskraft von Deutschland, ich zeige Ihnen das mal ganz kurz. Das hier ist ungefähr die Wirtschaftskraft von Deutschland im Jahre 1950. So, das waren goldene Zeiten, da mussten wir von diesem Kuchen nur 14% an die Rentner abgeben. Heute müssen wir ca. 20% an die Rentner abgeben. Das wäre ein Problem, wenn wir glauben, dass der Kuchen immer gleich großgeblieben ist. Ist er nicht.
Der Kuchen hat sich dank moderner Technik und meiner netten Assistentin hier. Das ist das Verhältnis, meine Damen und Herren. Ich weiß, das sieht man nicht. Das ist jetzt über zehn Jahre her. Inzwischen ist dieser Kuchen, übrigens das ist der Originalkuchen aus der Sendung, dieser Kuchen ist noch mal um 45% gewachsen. Mein lieber Herr Ehrensangverein, das ist ja mal ein Covens. Warte, da werde ich mir gleich mal ein kleines Stück von jöhnen. Ist doch interessant. Wo ist denn der Seitenscheitel, wenn er was lernen könnte? Tadah! Erwischt. Opa gönnt sich und ich kriege nichts ab vom Kuchen. Ist das fair? Ach, ein Downed. Können Sie bitte aufhören, meine Metaphern aufzuessen? Ja, das ist lecker.
Das ist ein Bild, mit dem wir zeigen, dass nicht nur die Zahl der Rentner, die wir versorgen müssen, weg, sondern eben auch der gesellschaftliche Wohlstand, den wir verteilen können. Kurz gesagt, ist es genug da für alle? Aber wenn der so futtert, sicherlich nicht. Dann wird die Rentenlast unerträglich. Herr Amthor, dann lassen Sie uns doch mal, kommen Sie da mal raus, lassen Sie uns doch mal zusammen die Fakten anschauen. Herr Potschurke, kommen Sie mal rüber. Wir schauen uns mal an, wie sich das Rentenniveau seit den 70er-Jahren entwickelt hat. Ist das Rentenniveau seit den 70er-Jahren gesunken um mehr als 20%? Ja, diese Zahl allein, die sagt ja nichts aus.
Man muss die Rente natürlich ins Verhältnis setzen zur Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaft. Genau, deswegen habe ich ja auch gebacken. Das Stück Kuchen, das die Rentner bekommen, ist in den letzten Jahren sogar kleiner geworden. Und aktuell kriegen Sie in Deutschland 10% der Wirtschaftsleistung. Ja gut, aber Volkswirtschaft ist ja keine Konditorei. Der Kuchen ist ein Bild für die Gesamtwirtschaft. Sie zeichnen aber hier schon ein sehr rosa Bild von unserer Volkswirtschaft. Okay, ich habe es auch in Schwarz. Schauen Sie mal, so hat sich unsere Volkswirtschaft entwickelt. Und das sind die Löhne. Und jetzt kommt unsere Rente. Das ist doch ganz stabil.
Hör mal, gleich gibt es aber was auf dem Kopf, dass die Läuse piepen. Hier sieht man doch alle werden reicher, nur die Rentner werden abgehängt. Ja, also nur faktisch. Rhetorisch tun Experten und Journalistinnen und Journalisten ja immer gern so, als wären Rentner reich und fordern immer eine Senkung des Rentenniveaus. Ja, wenn das Rentenniveau so bliebe wie heute, würde die Belastung für die Wirtschaft jedes Jahr um 0,07% wachsen. 0,07%. Manche Dicke sollte man eben lieber nicht ins Verhältnis setzen. So, die Paschulke-Kommission stellt fest, dass die gesetzliche Rente zu mickrig ist. Im Vergleich zum Ausland, im Vergleich zum BIP und vor allem im Vergleich zu Ihrer Ignoranz.
Also in Ihrem gesegneten Alltag kann man ja schon mal vergessen, dass die gesetzliche Rente ja nur eine Säule der Altersversorgung ist. Ach, jetzt kommt das Thema. Ich würde sagen, wir machen eine zweite Säule auf. Kommen bei der Riester-Rente. Danke schön. Das ist toll. Was ist das? Das ist die zweite Säule. Damit können Sie die Kürzungen aus der ersten Säule wieder ausgleichen. Und zwar mit der Privatvorsorge. Nur 4% von Ihrem Lohn und Sie sind dabei. Das mache ich doch. Ich meine, meine Chefin, die wird sicher noch einen Teil beitragen. Die Säule ist exklusiv für Sie. D.h. bei dieser Säule 2, da muss ich mir also alles ganz alleine erarbeiten. Nein, nicht alleine.
Ihr Geld arbeitet für Sie. Mit Zins und Zinseszins sind bis zu 700 Euro Zusatzrente möglich. Donnerwetter. Das sind ja nur 70 Euro. Tja, Ihr Geld hat schlecht gearbeitet. Da muss man noch dazu sagen, 70 Euro im Schnitt. Ein Drittel der Riester-Sparer bekommen heutzutage sogar weniger als 40 Euro im Monat. Was? Warum? Wo ist denn der Rest? Das kann ich Ihnen sagen. Bis zu einem Drittel von dem, was Sie da einzahlen, greifen Banken und Versicherungen als Gebühren ab. Sagen Sie, warum hat Herr Schröder den Scheiß eigentlich Jahrhundertreform genannt? Weil Sie Jahrhundert werden müssen, damit es sich rentiert. Scherz. Aber es gibt eine gute Nachricht.
Dank der Privatvorsorge sind die Rentenbeiträge seit Jahren stabil. Ich musste jahrelang 9,3% für die Rente zahlen plus 4% für die Riester-Rente. Das macht 13,3%. Ja, aber jahrelang, das ist auch stabil. Ich denke, Sie wollen höhere Beiträge verhindern. Das heißt, wenn ich 1% mehr in die gesetzliche Rente zahlen soll, dann ist das eine Belastung. Wenn ich aber 4% in die Privatversicherung zahlen soll, dann ist das kein Problem, oder wie? Weil Sie das freiwillig tun. Das muss ich tun, um die Rentenkürzungen auszugleichen. Ich verstehe, dass das für Sie kein Problem ist. Weil die Arbeitgeber, also Ihr Klientel, an der Privatvorsorge nicht beteiligt sind.
Aber Herr Paschulke, ist das nicht schön? Sie unterstützen da einen bedürftigen Finanzdienstleister, der für Sie Geld am Aktienmarkt vermehrt und dafür lediglich ein Drittel Ihrer Beiträge in Rechnung schlägt. Ja, Knorkel. Während Sie bei der gesetzlichen Rente Ihre Beiträge ohne jeder Abzüge in einen Betrieb einschmeißen, der Ihr Geld dann hemmungslos im Lebensmittelbereich verpulfert. So, jetzt hier zu euren leichen Satz. Heiße Ohren, du Rotzläffel, ja? Für alle Fälle haben Sie ja immer noch die Betriebsrente, die 3. Säule der Altersvorsorge. Die zahlt aber jetzt nicht der Betrieb allein für mich, oder? Nein, die zahlen Sie ganz allein, nur über den Betrieb in eine Privatvorsorge ein.
Das macht aber nur die Hälfte der Bürger. Wir haben also eine kaputte Säule, eine mickrige und eine, die oft gar nicht vorhanden ist. Das ist ja mal ein imposantes Bauwerk, Freunde. Das haben wir schon mal nachgebaut. Ich bin ein bisschen kulturhistorisch interessiert. Diese berühmte deutsche Rentenruine, das muss man mal gesehen haben. Das ist schon ... Ah, okay. Wären Sie so lieb, hätten Sie von mir ein Foto machen mit der ... Das wär ... Geschlecht! Piste! Da kriegst du bei uns keine Baugenehmigung. Nein, aber Respekt. Das ist so praktisch, das ist euer Agropolis. Das gefällt mir an die Deutschen. Dieses Deutsche, das ist so praktisch. Das ist so praktisch, das ist euer Agropolis.
Das gefällt mir an die Deutschen. Dieses Deutsche, diese Opferbereitschaft, dass die ganze Generation freiwillig verahmen für einen Zweck. Aber dass dann eben am Schluss steht, das! Immer so was! Das gibt's ja nicht! Ja, siehste, die ganze Welt lacht uns aus. Da kann ich Ihnen aus Erfahrung mit der Heuteshow sagen, daran gewöhnt man sich. Eine Frage haben wir heute Abend noch nicht gestellt. Das ist eigentlich bei Rente immer nur über Kosten. Warum fragen wir nicht zuallererst mal, was brauchen unsere Eltern für ein gutes Leben im Alter? Und schauen dann, wie wir das finanzieren als Gesellschaft. Das ist gut. Ja, oder wir schauen erst mal, was wir zahlen wollen.
Und er muss dann damit ein gutes Leben führen. Ich geb dir gleich ein gutes Leben, du Knalltüte. Ja, Paschulke, wenn es Sie tröst. Es gibt eine große Bevölkerungsgruppe, der es noch schlechter geht, den Frauen. Und weil die ja auch länger leben, geht es ihnen ja noch länger schlecht. Na, sehe ich da ein kleines Lächeln, Herr Paschulke? Dazu gibt es seriöse wissenschaftliche Theorien. Gut, das stimmt. Der Schritt der klassischen Hausfrau in die Altersarmut wird mit der sogenannten Drei-Röhren-Theorie zusammenfassen. Erst schiebt die Frau den Kuchen in die Röhre, dann hat sie einen Braten in der Röhre. Und im Alter guckt sie in die Röhre. Ganz schön keck, die Dame.
An wen erinnert mich diese Frau? Eine weitere Ursache für weibliche Altersarmut wird beschrieben in der relevanten sozialchronischen Haushaltseinkommens-Kollabierung aufgrund reduktion tariflicher Ergebnisse-Theorie. Abgekürzt. Aschkarte. Gerade wenn die Kinder klein sind, arbeiten Frauen häufiger in Teilzeit als Männer, nehmen sich öfter Auszeiten für die Familie und arbeiten oft in schlecht bezahlten Jobs. Geht die Ehe dann in die Brüche, werden sie erst recht in solche Jobs gedrängt. Dementsprechend mies fällt dann im Alter die Rente aus. Wie lächelt die denn nie, die Frau Kühl? Damit tut sie sich und ihre Altersvorsorge keinen Gefallen.
Ich weiß, wie wir dem weiblichen Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Der Wert der Kehrarbeit beträgt nach aktuellen Untersuchungen 1,2 Billionen pro Jahr. Die Paschulke-Kommission beschließt hiermit, dass diese Knete ab sofort vom Staat den Lohn an die Frauen ausgezahlt wird. Na, sehe ich da ein Lächeln, Herr Amthor? Von Wackler tun Sie doch was. Der Mann redet wirres Zeug. Herr Amthor, ich halte diese Forderung für nicht so abwegig. Es gibt ja bereits eine Berufsgruppe, die ebenfalls für das Gemeinwohl arbeitet, dafür im Alter schon ziemlich üppig entlohnt wird. Ich finde das ja äußerst erquickend, dass die Menschen in der Anstalt endlich mal auf die Präsentiere ...
Jüte, er meint doch nicht dich, du Backpfeife. Er meint die Beamten. Wo bleibt denn eigentlich die Debatte über die Beamtenpensionen? Die haben wir schon geführt. Die durchschnittliche Rente in Deutschland beträgt 1.550 Euro. Was ist denn die durchschnittliche Pension? Was denn? 3.250 Euro, das ist ja das Doppelte. Was soll das denn? Warum denn? Beamtenbashing. Wieso denn? Die Zahl ist doch von Ihnen. Wissen Sie, wie weh das tut, wenn man als Pensionier pauschal deformiert wird als Besserverdiener? Wieso? Ihr werdet ja auch pauschal privilegiert. Das stimmt so überhaupt nicht. Es gibt ja auch ganz kleine Beamten mit ganz kleinen Pensionen, zum Beispiel so einen ganz kleinen Polizisten.
2.400 Euro, das ist ja Maximalrente. Es gibt ja wahrscheinlich sicher gute Gründe für die Privilegien. Welche denn? Die müsst ihr doch kennen. Ja, ja, ja. Der Hauptgrund ist, dass wir da, dass wir Beamte sind. Und wir sind hoch qualifiziert und hoch bezahlt. Und somit ist die Pension auch hoch. Gucken Sie sich mal an. Um hier wirklich ganz objektiv vorzugehen, muss man beim Vergleich von Rente und Pension sagen wir mal, Rente und Pension vergleichen von 2 Personen mit demselben Einkommen. Z.B. ein angestellter Lehrer und ein verbeamteter Lehrer. Ja, kicken wir doch mal. Nehmen wir mal an, der Lehrer würde ungefähr dasselbe verdienen wie der verbeamtete Lehrer.
Was ja nicht stimmt, weil die Beamten häufig mal ein bisschen mehr knete. Dann bleibt dem angestellten Lehrer am Ende eine Rente von 1.731 Euro. Das kostet bei 3.214 Euro. Das ist auch fast das Doppelte. Bei völliger Vergleichbarkeit. Ich hab's geahnt, Beamtenbeschinken. Gibt es den einen einzigen Nachteil, der all diese Privilegien rechtfertigen würde? Ja. Ja, den gibt es. Wir dürfen nicht streiken. Genau. Das ist alles. Sie dürfen nicht streiken. Warum sollten Sie auch? Sie haben ja alles. Aber nicht mehr lange. Die Paschulke-Kommission beschließt jetzt eine Rente für alle, auch für Beamtinnen, Politikerinnen, Anwältinnen, die seit Jahren die gesetzliche Rente schlechtreden.
Zusammenkürzen, aber selbst nix in die Rentenkasse einzahlen. Komm mal schön zu mir in die gesetzliche Rente. Auch du, du Nivea-Sicht. Wir müssen wirklich den Profis überlassen. Dann kommt wieder was zum Thema Migration. Das bin dann wohl wieder mal ich. Die Mutter aller Probleme. Nein, das ist die Mutter aller Lösungen. Vielen Dank. Abdelkarim reicht vollkommen. Nein, das reicht eben nicht. Sie sind der Retteter der Vergeisten. Sie sind der Rächer, der Rentner, der Held, der Hörgerettet. Sie haben die deutsche Altersvorsorge saniert. Wie soll ich das denn angestellt haben? Aus Duisburg. Nein, also jetzt nicht Sie. 4 Mio. von Ihnen sind hierher gekommen. Um Gottes Willen. Nein, Gott sei Dank.
Schauen Sie doch mal, das war die Bevölkerungsprognose aus dem Jahre 2008. Deutschland schrumpft, dann kamen Sie und Ihre Freundin haben diese Kurve mit Ihrer Superkraft nach oben gebogen. Yes. Wir haben schon jetzt 3,5 Mio. Einwohner mehr als gedacht. 80 Mio. anwachsen. Wir schrumpfen nicht, wir sind mehr als je zuvor. Ja, das war wohl wieder nichts mit Ihrer demografischen Katastrophe. Sehr richtig, denn er hat die schwindende Manneskraft der deutschen Babyboomer mehr als ausgeglichen mit seiner Virialität. Hab ich das? Mein Gott, hab ich gar nicht gemerkt. Ja, schön, dass wir jetzt noch mehr Menschen haben, die uns auf der Tasche liegen. Sie meinen Menschen, die Ihre Taschen füllen.
Verstehen Sie das doch, Herr Amthor? Die Rente ist nicht gesunken, sondern im Gegensatz zur Prognose. Schauen Sie doch mal. Die Rente ist deshalb in den letzten Jahren stärker gestiegen als prognostiziert. Ja, so sind Sie die, Senjohan, fabelos, gierig, unersättlich. Und wer denkt an uns, Junge? Na, er. Ich, ich versuche so selten wie möglich an den zu denken. Ich decke an nichts anderes als an euch. Das sollten Sie auch im positivsten Sinne Menschen wie er. Mit der Rente, weil wir insgesamt mehr sind. Ja, aber müssen wir dann ausgerechnet mehr ihr sein? Ja, kann die Lösung nicht einfach so aussehen wie ich? Ja, gut, kommen Sie, Herr Amthor. Dann probieren wir das doch mal mit Ihnen.
Versuchen Sie mal alleine die Beiträge zu senken. Hilfe, das sieht aber nicht gut aus. Aber ich wollte meinen Porritsch vergessen. Vielleicht können Sie ihn ... Du, helfen Sie mir doch. Yes. Ja, danke. Verstehen Sie es jetzt endlich, Herr Amthor? Nur durch Menschen wie ihn und Ihren Fleiß ist es gelungen, die Rentenbeiträge auch für die Jungen zu drücken, statt zu explodieren, sind Sie gesunken. Ja, guter Mann. Sie stehen hier so rum. Willkommen in der Paschulke-Kommission. Nimm so einen Platz. Würde ich gerne, aber ist alles voll. Doch, hier ist gleich Platz. Lassen Sie mich Platz schaffen. Ich werde ja abgeschoben. Mama, ich bin bestet integriert.
Ja, wir wollen ja aber Leistungsträger, nicht wahr? Der zahlt wenigstens in die ersetzliche Rente ein, im Gegensatz zu dir, du Pfeife. Wo soll ich denn jetzt hin? Dahin, wo du hergekommen bist. In die Heute-Show? Sie setzen sich jetzt hin, aber rufen Sie alle Verwandten von sich an. Die sollen alle hierher kommen. Ja, Freunde, es ist ein Notfall. Es geht hier um meine Rente. Die Rentenvorschläge der Paschulke-Kommission finden Sie auf unserer Homepage. Ich würde mal sagen, kommen Sie gut in die Rente. Alles selber machst du hier. Schubst du die alte an? Toll. Jetzt schubst du die alte an. Das glaube ich ja nicht. Das ist doch kein Milchartier. Das ist ja nicht zu fassen. Ist das irgendwie so?
Das ist so ungefallen.
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