Herr von Wagner, haben Sie sich schon überlegt, was wir auf dem Sendeplatz von Böhmermann machen? Ja, klar. Anfang der Sendung, hier komme ich raus. Großer Showauftritt. Shiny Floor. Frau Kühl kümmert sich ums Tanzorchester. Dann mache ich ungefähr in die Richtung. Megapointe. Riesenbrüller. Fans rasten fünf Minuten aus. Wir blenden den Hashtag ein. So, äh, Late Night Got Klaus. Fans rasten weiter aus. Dann machen wir irgendein super wichtiges, relevantes Thema. Ah, was die Frau Kühl recherchiert hat. Bam, Grimmelpreis. Langen Sie, ist Ihnen der Typ schon aufgefallen, der da hinten, hinter unserer Bühne rumschleicht? Fast live aus München kommt jetzt nicht das ZDF Magazin Royal, sondern die Anstalt Spezial. Klaus von Wagner, Maike Kühl und Max Uthoff haben wie Joko und Klaas Sendezeit gewonnen. Nicht auf ProSieben, sondern auf Ihrem Lieblingssender, dem ZDF. Er wirkt recht niedergeschlagen. Kommen Sie, was machen wir denn jetzt für... Regeln Sie das wie ein Mann. Stellen Sie sich einfach vor, als wäre Ihr ein Spahn. Ihr ein Spahn. Okay, ja. Oh, läuft bei ihm. Ja, es geht schon. Waren Sie, Frau Kühl, Frau Kühl, gut, dass Sie da sind, da ist so ein Typ hinter unserer Bühne. Könnten Sie vielleicht mal... Ach, das ist wahrscheinlich wieder ein Fan von mir. Ja, wirkt recht niedergeschlagen. Dann ist es ein Fan von Herrn Uthoff. Ja, das dachten wir auch, aber das ist kein Fan. Herr von Wagner? Regeln Sie das wie ein Mann. Das würde ich, aber jetzt ist es so, ich, das ist wegen meiner Brille. Sie tragen keine Brille? Ja. Okay, dann regle ich das. Hallo? Hallo? Entschuldigung? Hallo? Was wird das jetzt hier? Ich prüfe die Anstalt. Okay. Licht. Funktioniert schon mal. Applaus. Auch? Lacher? Keine. Passt, ist ja auch die Anstalt. Wer sind Sie denn überhaupt? Dazu habe ich eine PPPPPP vorbereitet. Eine Powerpoint-Präsentation persönlicher Projekte. Mein Name ist Nico Semsrott und das sind meine Karriereschritte. Das war ja bestimmt eine sehr traurige Zeit. Naja, aber so oft war ich ja nicht in der Heuteshow. Jetzt bin ich bei der Kampagne Prüf. Wir rufen dazu auf, alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, durch das Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen. Das ist richtig gut, aber warum machen das ausrechnet Sie? Die haben gesagt, das soll jemand machen, der die Leute mitreißen kann. Schon, aber wenn ich mich richtig erinnere, waren Sie doch immer Demotivationstrainer, ne? Ja, Demotivationstrainer. Und jetzt bin ich eben Demotivationstrainer. Ist ein Imagewechsel gewesen. Wir organisieren Demos, die dazu aufrufen, ein Parteiverbot von rechtsextremen Verdachtsfällen zu prüfen. Was machen Sie dann in der Anstalt? Ich prüfe die Anstalt auf ihre Wirksamkeit. Dafür habe ich mir das gesamte Archiv und alle Sendungen angeguckt. Und jetzt gucken wir einfach mal, was Sie getan haben gegen rechtsextreme Verdachtsfälle. Okay, Sie meinen die AfD? Nein, ich meine alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall und vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdacht. Seitdem ich das A-Wort nicht mehr verwende, hat sich meine Laune drastisch verbessert. Wieso? Hörke ist doch ein ausgewiesener Faschist. Sagen Sie, muss man diese Leute nicht inhaltlich stellen? Das haben Sie doch in der Anstalt schon versucht. Haben wir? Ja, z.B. in Folge 49 am 11. Februar 2020. Nein, 9. Februar 2020, da hatten wir gar keine Sendung. Da war ich auf Weinreise in Bordeaux. Das hatte mir Herr von Wagner kurz zuvor zu Weihnachten geschenkt. Es war super. Da gab es gar keine Sendung. Doch, da lief eine Anstalt. Sehen Sie hier. Live aus München, der 17. größten Stadt Europas. Hier ist Wagner's Anstalt. Sie haben eine Sendung ohne mich produziert? Ich kann Sie beruhigen. Das hat die Sendung auch nicht besser gemacht. Heute mit meinem Gast, dem Kifferhäuser Königsmacher der AfD. Hier ist Björn Böcke. Applaus Musik Applaus Musik Applaus Applaus Ich bin immer für einen Spaß zu haben, aber gleich vorweg. Mein Name wird seit Jahren verballhornt. Es heißt Bernd Böcke. Wie immer Sie wollen, guten Abend, Herr Böcke. Stopp! Was denn, Uta, meine strenge Redakteurin, die immer darauf achtet, dass ich richtig mit Rechten rede? Du musst ihn eigentlich ausgrenzen. Ich tue ihn auf eine Ebene mit den anderen Gästen. Jetzt hör mal, wie sich das anhört. Hallo, hier haben wir einen Imker, deinen Faschisten. Okay, guter Punkt. Bernd Böcke, Abend! Stopp, den Anfang haben Sie ja schon mal richtig versemmelt. Ja, aber dafür hat er dann auch stark nachgelassen. Du darfst dich einfach nicht auf seine Themen meinlassen. Das Gespräch besteht ja aus dem Austausch von Meinungen. Ach, jetzt wollen Sie doch meine Meinung austauschen. Weil sie Ihnen nicht passt oder was? Das ist ja wie mit der deutschen Bevölkerung. Die wird ja auch ausgetauscht. Was? Selbstverständlich. Bevölkerungsaustausch? Was denn? Ich habe gar nicht mitbekommen, dass wir ausgetauscht werden. Ist das erst mal interessant? Klaus! Das ist wirklich so ein kapitaler Anfängerfehler. Jeder weiß doch, dass man Faschisten nicht in Talkshows einlädt, weil sie auf Weinreise in Frankreich waren. So sah es ja auch aus. Fremdkulturen überschwemmen unser Land, während wir mit der Reproduktion des Volkes zurückliegen. Wir sprechen hier von nichts Geringerem als dem Volkstod durch Bevölkerungsaustausch. Das ist das Zitat, warum man ihn laut Gericht Faschist nennen darf. Soll ich ihn jetzt Faschist nennen? Ist das gut fürs Gespräch? Nennen Sie mich doch einfach die deutsche Verteidigungslinie der deutschen Kultur. Was ist denn für Sie überhaupt die deutsche Kultur? Danke für die Fragen. Ich würde sagen, die deutsche Kultur ist die Kultur der Deutschen. Das habe ich jetzt selbst mitbekommen, dass das Quatsch ist. Das haben Sie ja noch selbst gemerkt. Wir sollten jetzt nicht zu streng sein mit Herr von Wagner. Vielen Dank. Wenn wir nicht schaffen, Donald Trump zu entlarven, dann ist es jetzt vielleicht auch ein bisschen viel verlangt. Das ist ausgerechnet Herr von Wagner. Damals stand die rechtsextreme Partei übrigens erst bei 14%. Das kommt davon, wenn die immer wieder eingeladen werden. Ja, zum Beispiel in die Anstalt. Frau Weidel, das sind doch alles Märchen. Ich will Ihnen ein Märchen erzählen. Rotkäppchen und das böse Windrad. Gibt es das? Unterbrechen Sie mich nicht. Die CDU holzt im Märchenwald der Gebrüder Grimm die Großmutter ab und bindet Rotkäppchen an eine Windmühle der Schande. Nieder damit! Ich kann Ihnen nicht ganz folgen. Immer mehr folgen der AfD und die anderen holen wir ab. Hänsel und Gretel werden aus dem Wald gedrängt und gezwungen, Tofu zu essen Und was ist mit den Hirschen? Den Dinosauriern, den Rehen. Diese Fachkräfte verlassen den Wald. Die Rehe verlassen den Wald? Ja, und wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration. Aber das war doch gar nicht meine Frage. Jetzt haben Sie auch noch gepupst. Das sind Flatterwinde. Damit kann man eine Industrienation wie Deutschland nicht mit Energie versorgen. Jeder weiß, dass das Wetter nicht vom Klima gemacht wird, sondern von Frau Holle. Das müssen die Menschen wissen. Da habe ich sehr schön aufgezeigt. Wie die Grenze des Rechtsextremen immer weiter ins Unvorstellbare verschieben. Die Sendung lief am 18. Februar. Dank Ihres Engagements hatte die rechtsextreme Partei bei der Bundestagswahl fünf Tage später Ihr Ergebnis von 10 auf 20% verdoppelt. Shit. Unser Kabarett hat keine Wirkung. Von 10 auf 20%. Vielleicht liegt es daran, dass Sie die Partei verharmlost haben. Gucken Sie mal 2016. Moment mal, 2016 war ich noch gar nicht dabei. Da haben die beiden einige Schnitzer fabriziert. Da bin ich raus. Das müssen Sie jetzt alleine ausbaden. Entschuldigung. Das ist ein Baby. Ist das ein Mädchen oder ein Junge? Ich glaube, es ist ein Nazi. Nein. Na gut, es guckt ein bisschen böse. Aber von dämonischer Schöne, das hört was. Ich probiere mal eine Kontaktaufnahme. Gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu-gu. Ah! Da ist aber jemand am Fremdeln. Vielleicht kein Wunder. Mein Name ist AfD. Bitte kümmern Sie sich um mich. Ach, das hat die Storch gebracht. An dem Storch-Gag lag es damals nicht. Der war damals brandneu. Sie haben eine rechtsextreme Partei als kleines süßes Baby dargestellt. Aber das Baby hat die Puppe geköpft. Das ist doch nicht verharmlosend. Das ist die AfD nicht ernst nehmen. Dabei kann man die nicht ernst nehmen. Das ist eine deutsch-nationalistische Partei, die von einer in der Schweiz ansässigen lesbischen Politikerin geführt wird. Neben ihr Companion Tino Krupalla, der bei der Sendung Deutschlands dümmster Promi gar nicht mitmachen durfte. Als Sie im Februar 2014 mit Ihrer Sendung angefangen haben, haben Sie sich mit der Sendung auf den Weg gebracht. Jetzt sind es 25 %. Was wollen Sie damit sagen? Wir sollen aufhören? Nein, aber Sie müssen sich auch mal prüfen. Ich habe das auch gemacht. Dann habe ich mit Kabarett aufgehört. Und jetzt gehe ich auf Demos. Das ist schon gut. Das ist toll. Aber ich mache mich mit keiner Regierung gemein. Jedenfalls nicht ohne Gage. Erst konnte ich es mir auch nicht vorstellen. Aber es geht. Spaß ohne Gage. Bei unseren Demos setzen wir auf Freude. Wir setzen uns nicht gegen etwas ein, sondern für einen sehr konkreten Vorschlag. Die Prüfung einer rechtsextremen Partei. Wir hatten einen sehr konkreten Vorschlag in der Sendung. Das zeigen Sie mal. Man muss sie töten, solange sie noch klein sind. Das hat nur keiner versucht, sie wieder wegzubekommen. Wir fanden es interessanter zu verstehen, wo sie herkommen. Vielleicht ist es ja euer Kind. Als ob wir schuld wären an der Politikverdrossenheit. Da steht doch noch, dass wir schuld wären. Das ist euer Spezialthema. Moment. Wir machen Medienkritik, aber nicht so platt. Wir machen das differenziert mit einer Tafel und Pfeilen drauf. Mich erinnert es eher an den Rating. Die AfD, das ist eine Apo von rechts. Typisch alt 68er. Keine Haare am Kopf, aber immer gegen die Elite poltern. Das ist eine unverschämte Diskriminierung. Nur weil wir damals gegrölt haben, Nazi ist raus, bin ich nicht dafür verantwortlich, dass es wieder rein will. Vielleicht ist auch das Ausland schuld. Was wollen Sie damit antworten? Es ist nicht das erste Mal, dass etwas aus Österreich kommt. Was gleichzeitig erfolgreich und widerlich ist, Hitler, Heider, Red Bull, Moment, Moment, Moment. Schmähkritik bitte einem aus Wien überlassen. Wir machen das psychoanalytisch, wir suchen das Gespräch. Oder auch nicht. Wenn keiner von uns der Vater ist, vielleicht ist ja dann jemand die Mutter. Wer hat es entbunden? Wir Schweizer sicher nicht. Hätten Sie lieber etwas gemacht, dann hätte ich nicht so viel Arbeit. Was hätten wir machen sollen? Ich kann auch kein Baby töten. Dafür brauchen Sie ein abgeklärtes, gefühlskaltes Monster. Sie haben nach mir gerufen? Die Weidel. Sie sind mir in letzter Zeit entschieden zu oft in unserem Studio. Ich kann hier ohne Anhörung der Angeklagten durchziehen. Ein schnelles Standgericht. Das ist typisch linker Terror. Wir setzen hier auf den Rechtsstaat. Das habe ich gerade gesehen. Rechtsstaatlicher Kindsmord. Sie haben klar, dass Sie das nicht durchziehen. Dafür sind Sie viel zu schwach. Ich wirke nur so schwach wegen meiner Brille. Das sind Fake News. Sie sind zu lasch. Sie und Ihre linken Ideen werden sich nicht durchsetzen. Im Gegensatz zu uns. Seien Sie mal mit Ihren Kanzleramtsplänen nicht zu voreilig. Wir haben Ihren schlimmsten Albtraum hier. Der wird Sie stoppen. Wer soll das sein? Hallo. Diese Antifa für Arme soll mich aufhalten. Wie? Er veranstaltet Demos. Sie werden immer lustiger. Linke Systemkritiker, die sich auf Polizei und Verfassungsschutz verlassen. Die haben Sie früher immer verspotten. Haben wir nicht. Hier, ich zeige es Ihnen. Ich mache da das Selbstanzeige machen. Wissen Sie den Platz? Also gut. Name bitte. Hitler. Mit zwei T. H wie Herrenmensch. E wie Internierung. T wie Totenkopf. L wie Lager. Ich habe mich der einen oder anderen Straftat mit Rechtsextremen im Hintergrund schuldig gemacht. Bevor wir hier etwas als Rechtsextreme Straftat werten, müssen Sie schon einige Kriterien erfüllt haben. Hören Sie mal. Ich habe das quasi erfunden. Man könnte sagen, ich habe die Rechte daran. Selbst die Hitler-Imitation kriegen wir von der AfD besser hin. Zeigen Sie mal. Das ist und bleibt unsere nationale Pflicht, die deutsche Kultur vor Fremdeinflüssen zu schützen. Glauben Sie wirklich, dass Ihr süßes Verfassungsgericht genug Beweise für ein AfD-Verbot findet? Immerhin, so ein Verbotsverfahren hat die Anfalt schon mal durchgespielt. Euer Ehren, verehrtes Volk. Peinlicher, peiniger. Ich habe nach langem Zureden, mich dazu entschlossen, einen Antrag auf Verbot der AfD dann zu stellen, wenn ich absolut 100% sicher bin, dass ich gewinne. Vielen Dank. Wow, das nenne ich mal wehrhafte Demokratie. Mir schlottern die Knie. Lassen Sie mich ausreden. War das jetzt ein Antrag oder nicht? Ich muss sicher sein. Wenn die AfD am Ende dieses Verfahrens dann gilt sie als gesichert demokratisch. Start gegeben. Dann sind wir fertig. Die AfD gesichert demokratisch. Gar nicht schlecht Ihre Sendung. Sie machen ja richtig Werbung für uns. Das gibt leider einen Minuspunkt. Bisher sieht schlecht aus mit Ihrer Prüfung. Diese Sendung, die gehen noch weiter. Sie stellen den Verbotsantrag. Diese Nazi-Sache zieht nicht mehr. Leute haben sich längst an uns gewöhnt. Ich bin das neue Normal. Normal? Die Positionen der AfD sind selbst für die Rechtsradikalen im Europaparlament so radikal. Unsere Radikalität ist unsere Attraktivität. Das Volk liebt uns. Wir haben schon über 70.000 Mitglieder. 50.000 davon Rechtsextremisten. Ich weiß das nicht gut, aber die anderen ... Lassen Sie mich ausrechnen. 50.000 bringen wir auch noch zu Vernunft. Das ist Ihr Problem mit uns, nur weil wir ein ethnisch homogenes Volk wollen. Genau das ist das Problem. Die wollen ein Volk wie Hamilch. Länger haltbar. Weiß und homogenisiert. Das ist schon rassistisch und grundgesetzwidrig. Naja. Nicht rassistischer als die Einbürgerung in Deutschland. Die offiziellen Richtlinien verlangten damals ein Bekenntnis zum deutschen Volk. Die zuständigen Beamten sollten die Substanz des deutschen Volkskörpers schützen und prüfen, ob sich eine fremdstämmige Minderheit ... Wir können die AfD nur erfolgreich bekämpfen, das ist doch in den 90ern normal. Wenn Kohl nicht Rechtsextrem war, warum sollte es Höcke sein? Weil Höcke nun mal ein völkischer Faschist ist. Höcke hat lediglich geschrieben, Deutschland war nicht schuld am Zweiten Weltkrieg. War nur so eine kleine Jugendsünde. Mit 38. Macht man schon mal Unsinn. Ich bin 44. Donnerwetter. Wissen Sie, alles vor 45 zieht mich magisch an. Alles über 45 stößt mich magisch ab. Okay, dafür akzeptiere ich Minuspunkte. Dafür, dass ich den Graf vielleicht ein bisschen zu sexy gespielt habe. Nein. Da haben Sie ihn eigentlich ganz gut getroffen. Dann machen wir das doch so. Unser Menschenbild sagt, wenn Sie nicht zur deutschen Ethnie dazugehören, dann sind Sie kein wahrer Deutscher. Das widerspricht ganz klar Artikel 1 Grundgesetz. Wenn Sie noch wollen, haben wir noch ein paar Zitate für Sie. Z.B. Bernd Höcke sagt, wir werden leider Volksteile verlieren, die zu schwach sind, sich der Orientalisierung zu widersetzen. Und den wollten Sie nicht aus der Partei werfen. Ihre Frau stammt aus Sri Lanka. Ich bitte Sie. Wer noch nie darüber nachgedacht hat, seine Frau abschieben zu lassen, der werfe den ersten Stein. Aua! Geht's noch? Sie wollten das so. Sie dürfen nicht alles so wörtlich nehmen, was wir sagen. Dann war das von Ihren Parteifreunden auch ironisch gemeint? Ich zitiere Dr. Maximilian Krah. Der hat in Freital so wunderschön gesagt, wenn ich hier in den Raum blicke, dann ist es nicht bunt und vielfältig. Und das ist das Schöne, Sie sind alle deutsch, sächsisch, weiß. Bravo! Mir reicht das alles für eine Prüfung. Wo wollen Sie jetzt hin? Zur nächsten Prüf-Demo. Wir fordern Remigration. Hört uns keiner zu, das ist ein Kotwort. Für die Millionenfache Vertreibung und Deportation von gesamten Bevölkerungsgruppen ohne rechtsstaatliche Kontrolle. Verstehen Sie? Wir wollen, dass die Startbahnen glühen. Verstehen Sie nicht? Ich möchte Sie ja verbieten. Da werde ich noch attraktiver. Dann nehme ich das mal so mit. Wir wollen diese Prüfung mehr als wir. Solange Sie unsicher sind, ob wir radikal genug für eine Prüfung sind, können wir auch noch radikaler werden. Ich wüsste auch nicht, wer hier den Mumm hätte, mir einen Antrag zu machen. Also, ich würde einen Antrag machen, aber ich kann das nicht. Das können nur Bundesrat, Bundestag ... Oder die Bundesregierung. Der Chef einer untergehenden Volkspartei. Herr Merz, wenn Sie als Bundeskanzler einen Auftrag für einen Prüfverfahren geben ... Wenn das Ihre Hoffnung ist, mache ich mir keine Sorgen. Die Union stellt niemals einen Verbotsantrag gegen uns. Fritz, Fritz, Fritz. Wir sind doch zwei Schnitzel vom selben Schwein. Mag sein, dass Sie vom Schwein sind. Ich bin aus dem Sauerland. Wir wollen nicht die Regierung zur Prüfung auffordern, sondern den Bundesrat. Da reicht uns eine einfache Mehrheit der Stimmen der Bundesländer. Wir haben jetzt schon Beschlüsse aus Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin und auch Hamburg. Aber es ginge sehr viel schneller, wenn z.B. der Bundeskanzler mal ein Prüfverfahren beauftragen würde. Sie sind ja so herrlich naiv. Denkt denn irgendjemand ernsthaft? Wer sollte sich mit den wirklich Mächtigen anlegen? Ich bin der Kanzler dieses Landes. Wer sollte mächtiger sein als ich? Der Deutsche Arbeitgeberverband. Die Springerpresse. Die Charlotte. Ich spreche von den wirklich Mächtigen. Elon Musk unterstützt uns öffentlich. Donald Trump sieht die AfD als Partner in Deutschland. Er hat schon darüber nachgedacht, US-Sanktionen gegen deutsche Staatsbedienstete zu verhängen. Die Sanktionen könnten auch weitere Personen treffen. Z.B. deutsche Kabarettisten, die die Meinungsfreiheit zensieren. Ich kann mich nicht erinnern, dass in Ihrer Sendung mal AfD-Leute aufgetreten sind. Ganz im Gegenteil. Wir sind sogar extra zu einem AfD-Villa hingegangen. Zeigen Sie den mal. Mutter, ich muss Schluss machen. Hallo? Sie haben AfD gewählt. Das hätte ich nicht von Ihnen gedacht. Hören Sie. Ich stelle jemanden da, der AfD gewählt hat. Jetzt mal mit Ernst. Jetzt lassen Sie mich mal ganz ruhig zuhören. Hallo. Wir sind vom Institut für Ostforschung. Und wir haben eine Frage. Haben Sie AfD gewählt? Ja, ich habe sie gewählt. Wie kann man in 70 Jahren nach der Nazi-Diktatur so ein Scheiß zusammenwählen? Wann sollte Ihnen das Wahlrecht entziehen? Zeigen den Amis doch, wie es in Deutschland zugeht. Die haben sich getroffen. Hate-Aids z.B. Die versuchen ja auch, im Internet zu zensieren. Was haben die jetzt davon? Quatsch, diese NGO engagiert sich gegen Mobbing im Internet. Mobbing ist doch auch eine Meinung. Wir müssen alle mal lernen, ein bisschen mehr einzustecken. Es ist doch nicht normal, dass unser Bundeskanzler in den letzten Jahren 5.000 Bürger angezeigt hat. Lassen Sie mich ausreden! Wer sich uns in den Weg stellt, bekommt es mit Donald Trump zu tun. Denken Sie an Maduro und seine Frau. Herr Semsrott, stellen Sie sofort Ihre Prüfdemos ein. Ich glaube, Sie können sogar was von mir lernen. Wie man seine Frisur versteckt. Nein, auch wenn es komisch klingt, Optimismus. Sie müssen aus Ihrem Angstdenken raus. Ich habe keine Angst. Das ist ja schön. Dann prüfen wir jetzt mal die AfD. Aber wir können doch nicht ein Viertel der Wählerschaft ausschließen. Solches Verfahren würde die AfD nur stärker machen. Hm, brav, Friedrich. Das ist genau das, was die Partei schwächen würde. Das sagt die AfD sogar selbst. In einem internen Strategiepapier der AfD-Bundestagsfraktion steht die Umfragewerte. Von Ihnen gehen runter, wenn über ein Parteienverbot auch nur geredet wird. Das heißt, selbst wenn das AfD-Verbot niemals kommen sollte, allein ein Prüfverfahren macht die Partei schon schwächer. Wie gefällt Ihnen das, Frau? Frau Weidel? Frau Weidel? Die ist weg. Und? Haben wir das Prüfverfahren bestanden? Dazu müssten Sie das Prüfverfahren gegen die rechtsextreme Partei erst mal starten. Moment, das haben wir doch gemacht. Das kann man uns stehen lassen. Jesus, tu noch mal was. Okay, Leute, da hilft nur noch ein Wunder. Auf geht's, Papa. Gleich. Aber sie ist ja immer noch da. Halleluja. Halleluja. Halleluja. Was ist das? Ein AfD-Verbotverfahren. Scheiße! Halleluja. Okay. Ich kann das nicht lesen. Ich brauche eine andere Brille. Selbst das hier wurde besser geprüft als die rechtsextreme Partei. Ich bin jetzt auf dem rechten Auge blind. So ein Prüfverfahren fällt nicht einfach vom Himmel. Das müssen wir uns gemeinsam schon auf der Straße mit Demos erstreiten. Wann sind noch mal diese Demos? An jedem zweiten Samstag im Monat. Sie machen das jeden zweiten Samstag? Alle zwei Monate an jedem zweiten Samstag. Also alle zwei Monate am Samstag? Nein. Einmal im Monat. Es gibt vier Samstage im Monat. Aber was ist denn, wenn an dem Samstag Wochenmarkt ist? Dann ist ja gar kein Platz wegen dem Kohlrabi. Es ist nicht so schwer. Es ist auch nicht jeden zweiten Samstag. Vier Samstage gibt es im Monat. Es gibt den ersten, den zweiten, den dritten und den vierten. Am zweiten ist es einmal pro Monat.