Sexismus und Fremdenfeindlichkeit
Stimmung vor und nach den Vorfällen der Silvesternacht in Köln , Diskussion über Frauenrechte im „christlichen Abendland“ auf dem „Ilmtaler Feministenstammtisch“, Frieden durch deutsche Bürokratie , Ängste , Stimmung gegen Flüchtlinge im Osten , Selbstüberschätzung durch zu viel Lob , Das Leben als Wettbewerb, Sieger, Waffenlieferungen an Saudi-Arabien , Nazi-Postings, Auslegung des Pressekodex , Deutsches Sexualstrafrecht , Der Zufall des Lebensstandards , Vorfall in Clausnitz , Die Rolle der Türkei in der EU , Syrien-Krieg , „ Heilung “ von Empathie für die Flüchtlinge zum Wohl des Landes durch CSU und AfD
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Episode 'Die Anstalt' analysiert die komplexen und oft widersprüchlichen Reaktionen auf die Flüchtlingskrise und die damit verbundenen gesellschaftlichen Ängste. Sie kritisiert die Simplifizierung von Problemen, die Instrumentalisierung von Vorurteilen und die selektive Berichterstattung in den Medien. Die Satire zeigt die Inkompetenz politischer Antworten und die Tendenz, Schuldzuweisungen zu verbreiten, anstatt konstruktive Lösungen zu finden. Die Episode wirft Fragen nach der Rolle von Empathie, Verantwortung und der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Migration auf. Letztlich stellt 'Die Anstalt' die Frage nach der Legitimität von politischen Argumenten und der Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Vorurteilen.
Transkript 6.183 Wörter
Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Herr Uthoff, ich markiere eine Zeitenwende. Na, dann geht's ja. Sie machen was? Sie hätten doch einen schönen Vorsatz fürs neue Jahr, oder? Ja, weniger begriffsstutzig zu sein. Und? Das hier symbolisiert die Silvesternacht in Köln. Schauen Sie, das hier ist vor Köln und das ist nach Köln. Das ist vor Köln? Siegburg-Bonn, kenn ich. Nicht geografisch, Sie Wildsau, zeitlich. Sagen Sie mal was zur Flüchtlingspolitik vor Köln. Irgendwas. Welcome Refugees. Jetzt sagen Sie mal was zur Flüchtlingspolitik nach Köln. Welcome Refugees. Das ist ja ein Ding, das probiere ich noch mal. Wir schaffen das.
So vielleicht. Das ist ja lustig. Daraus rekrutiert die AfD ihr Wählerpotenzial. Wundert Sie das nach dieser Silvesternacht in Köln? Unser Justizminister hat sogar von einem Zivilisationsbruch gesprochen. Über 1000 Anzeigen wegen Vergewaltigung. Um genau zu sein, es waren 600 Eigentumsdelikte wie Handy-Diebstahl und über 400 Sechszehntelikte. Wollen Sie schon wieder mit Fakten die Stimmung relativieren? Oder noch schlimmer, das Leid der Frauen. Moment. Das Leid der Frauen ernst zu nehmen, heißt den Tatergang zu klären. Das braucht Zeit. Solange kann die Stimmung nicht warten. Es darf doch nichts passieren, bevor wir wissen, was passiert ist.
Ach, Herr von Wagner, wir wissen doch alle ganz genau, was da passiert ist. Etwa 60 Personen aus Marokko, Algerien und Tunesien werden verdächtig an Silvester Straftaten begangen zu haben. Ich habe das mal ausgerechnet. Das sind 0,0015% aller Männer in diesen Ländern. Deswegen haben wir ganz Marokko, Tunesien und Algerien zu sicheren Herkunftsländern werden lassen. Ja, logisch. Moment. Nordafrikanische Straftäter machen Köln unsicher. Und diese Länder werden dadurch sicherer? Ja, weil die Straftäter ja nicht zu Hause sind. Das empfinden Sie als logisch. Ja, zumindest ist es praktisch. Die Bundeswehr bereitet jetzt einen Einsatz in Libyen vor.
Der wird mit Sicherheit in Nordafrika zu vielen weiteren Flüchtlingen führen. Damit wir mit denen keine Probleme haben, erklären wir jetzt schon für sicher. Das ist die ehrliche Antwort. Wie ist die offizielle Begründung? Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreistens sexuellen Attacken zu erniedrigen, hat der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger am 4. Januar gesagt. Am 4. Januar zu einem Zeitpunkt, wo man noch nicht genau wissen konnte, was passiert ist. Es gab bis zu dem Zeitpunkt 15 sexuelle Anzeigen wegen Übergriffen. Das ist der Innenminister, der verfügt über exklusive Top-Geheimquellen. Sie meinen das Internet?
Ja, aber er musste ja danach schauen, weil es zu wenig Polizeiberechte gab, die seine Vorurteile bestätigt haben. Es gab einen Zeitpunkt, wo am meisten Polizisten vor Ort waren, weil sie den Platz geräumt haben. Wollen Sie damit andeuten, dass dieser ganze schöne Stimmungsumschwung zumindest auf bisher ungesicherten Fakten basiert? Die Diskussion ist doch viel weiter als die Fakten. Das befürchte ich auch. Sehen Sie, als hätten wir geradezu einen Grund gesucht, um den Flüchtlingen nicht mehr helfen zu müssen. Der deutschen Frau. So, einmal das Übliche. Ein Sex on the beach für den Herrn Pfarrer. Und einmal eine Maas im Kölschglas. Herrlich. Danke. Du bringst mir nur einen Neger.
Das heißt jetzt Cola-Weizen. Oder Weizen mit Migrationshintergrund. Nein, Arnie. Nach Köln eben nicht mehr. Nach Köln ist nichts mehr, wie es vorher war. Auch in Ilmtal nicht mehr. Das christliche Abendland steht unter Beschuss. Oder mit anderen Worten, die Kölner Frau, die sich in Ilmtal verteidigt. Deswegen freut es mich sehr, dass ihr alle so zahlreich erschienen seid, heute zur Gründung des ersten männlichen Ilmtaler Feministenstammtisches. Auch kurz Milfs genannt. Also, Tommy, Herr Pfarrer, es ist mir eine Freude, dass ihr da seid. Obwohl ich gleich bemerken muss, dass sich von der Lückenpresse keiner hierhin geht. Guten Tag. Imtaler Tagblatt. Willst du was trinken?
Vielleicht einen Neger oder Cola-Weizen? Vielen Dank. Ich soll einen Bericht über Ihre Entdeckung des Feminismus schreiben. Ja, genau. Wir von der katholischen Kirche wissen im Gegensatz zum Islam ja schon seit immer, wie man verantwortungsvoll Sex umgeht. Wie man die Verantwortung für Sex umgeht. Und Sie? Ich bin ja nur Gastfeminist hier, praktisch. Aber natürlich frauenfreundlich. Aber ich bin Kulture. Ich bin quasi ein Betroffener. Genau. Jetzt sagst du es. Ich bin Kulture. Ich bin Kulture. Jetzt sagst du mal dem Mann, wie furchtbar das war in Köln. Das war schlimm. Ich habe extra ein Zettelchen mitgebracht. Das war furchtbar. 93 Festnahmen. 1.298 Platzverweise. 610 Strafanzeigen davon.
51 nur wegen Stippe. Aber war dieses Silvester noch? Nicht Silvester, Karneval. Normalerweise. Würden Sie nach Ihrer Meinung jetzt alle Jecken ausweisen? Ja, wohin denn? Düsseldorf ist ja kein sicheres Herkunftsland. Was sind denn die Ziele Ihres Feministen-Stammtisches? Wir können natürlich nicht beliebig viele Menschen in dieses Land aufnehmen, deren Frauenbild mit unserer modernen Auffassung der Stellung der Frau nicht vereinbar ist. der Frauenbild mit unserer modernen Auffassung der Stellung der Frau nicht vereinbar ist. der Frauenbild mit unserer modernen Auffassung der Stellung der Frau nicht vereinbar ist. Der hat doch völlig recht. Die Würde des Menschen ist unantanzbar.
Die Würde des Menschen ist unantanzbar. Die Würde des Menschen ist unantanzbar. Schauen Sie, da kommen ja so viele Menschen aus diesem Islam zu uns ins christliche Abendland. Viele von denen, die sind ja so frauenfeindlich, würden sich nicht mal von Frauen bedienen lassen. Anni, bringst du mir den Neger jetzt an? Sagen Sie, Emanzipation und Schutz vom Missbrauch Sagen Sie, Emanzipation und Schutz vom Missbrauch ist für Sie also Teil des christlichen Abendlandes? Ja. Nachfrage gehört die katholische Kirche auch zum christlichen Abendland? Ja. Alleine in Regensburg wurden ja bis 92 über 200 Jungs bei den Domspatzen misshandelt und missbraucht. Ja, aber von Menschen aus dem selben Kulturkreis.
Hab ich Sie richtig verstanden? Sie meinen, Missbrauch muss deutsch bleiben? Ja, oder eben Kölsch. Da hören Sie, Missbrauch auf dem Domplatz. Nein. Missbrauch auf dem Dom-Spatz. Nein. Seit wann gibt es das christliche Abendland? Seit 1992. Mit dem Ende der Missbrauch der Domspatzen. Begann das christliche Abendland. Aber die Vergewaltigung in der Il, die ist doch erst seit 1997 eingeführt. Als Straftat eingeführt. Dann würde ich sagen, schreiben Sie, christliche Abendland existiert für uns seit 1997. Aber es gibt auch bis heute in diesem Land Zwangsprostitution. Auch unter Abendland. Ja, abends schon. Abschließende Fragen. Wie ist die Haltung des feministischen Stammtes zum Thema Abtreibung?
Ich bin voll der Feminist. Mein Bauch gehört mir. Wie stehen Sie als Feministin zur feministischen These vom Mythos des vaginalen Orgasmus? Wir glauben, dass das für die Jungfrauengeburt nicht unbedingt nötig ist. Abschließende Frage. Gibt es auch weibliche Mitglieder bei Ihrem Feministenstammtisch? Sehr verständlich. Anne, geh mal her. Das kannst du nachher machen. Anne ist die Vorsitzende von unserem Stammtisch. Uns ist wichtig, dass die moderne Frau nicht nur emanzipiert ist, sondern nebenbei auch noch arbeiten kann. Anne, sagst du mal diesem Mann nicht wahr, wie sehr du dich vor dem Missbrauch durch Fremde fürchtest? Da ist mir vollkommen egal, wo einer herkommt.
Hauptsache ist, dass er nicht reinkommt. Also da rein. Dann packen wir sie jetzt auch zu unserer geplanten Benefits-Veranstaltung Kegeln gegen den Koran. Ja, die Kollegen, es tut sich was in Deutschland. Da wird der Koran weggekegelt und bei der Metzgerinnung heißt es Schwein statt Islam. Ich finde, das wird alles überschätzt. Der Islam interessiert doch keine Sau. Na gut, die Sau schon. Die ist auch betroffen. Wenn ich jetzt ein Schwein wäre, ich würde sofort zum Islam konvertieren. Aus Todesangst. Ja, sterben ist ein scheiß Tod. Da müssen wir nicht drüber diskutieren. Aber so oft kommt es ja nicht vor. Einmal damit kann man leben. Wenn nur das Alter nicht wäre und seine Altersängste.
Ich frage mich immer häufiger, habe ich eine Viagra-Allergie? Wenn ja, kann ich mir die sanfte chinesische Medizin überhaupt leisten. Tigerhoden, Nasenpulver, Potwahl-Pimmel, das ist ja sauteuer. Panda-Popel, bringt es das überhaupt? Werden die Chinesen hätten, ich sei seit Jahrtausenden verarscht. Ich habe die Befürchtung. Im Osten, was mir noch viel mehr Angst macht, das ist der Nahosten. Ganz nahe. Also, dort gibt es ja Ortschaften. Da ist die Minderheit in der Mehrheit. Ein Kumpel von mir ist beim BKA. Der ist auch immer furchtbar, Thomas. Strafverfolgung von Nazis in Ostdeutschland. Das ist wie eine Verfolgungsjagd im Kettenkarussell. Ich bin doch kein Nazi. Kein Nazi.
Ich habe nichts gegen den Fitschis. Fitschi muss es auch geben, aber nicht bei uns. Was ist denn ein Fitschi? Was das für eine Sorte ist, weiß ich auch nicht. Fittnamesen, Irakesen, schau schön. Fitschis eben. Kongolen, Islamesen, überall Islamesen. Das ist doch ein Wüstensohn. Das seht ihr das nicht? Da schleppt den Sand ein. Schütteln wir so einen Islamesen, dass der Sand rauskommt. Da versandelt alles, da müssen wir fegen. Das ganze Sand, das ist doch die Verwüstung des Abendlands. Ohne Abend sehe ich kein Land. Was soll ich im Morgenland immer noch früh schaffen? Kein Bier vor vier? Wie soll ich da auf mein Quantum kommen? Mein Quantum-Brost? Bier ist doch wichtig! Das sehe ich auch so.
Aber wieso heißt der dann Pegida und nicht Ke-Bier-da? Das hätte ja meine ganze Sympathie. Wir dürfen die Hopfen nicht aufgeben. In Syrien kann es nicht viel schlimmer kommen. Da tobt der 4. Putinische Krieg. Eine akademische Ponte. Was willst du machen? Kannst diesen IS-Spinnern schlecht mit Reformpädagogik kommen. Ja, das sind Mörder, aber die müssen ihre Grenzen selbst finden. Lasst ihnen Zeit. Die kann es noch wegballern. Was willst du sonst machen mit diesen Mördern? Man könnte sie verbeamten. Stell dir mal vor, der islamische Idiotenstaat hätte eine deutsche Bürokratie. Da müsste der gewaltbereite Moslem erst mal aufs Amt.
So, junger Mann, Sie interessieren sich also für eine Jeiselnahme. Das ist ja löblich, löblich, löblich. Hätte ich mal gerne Ihre Unterlagen. Das ist ein internationaler Entführerschein. Aber Sie wollen doch oben in Massaka, wa? Für eine amtliche Liquidierung brauchen Sie eine Auslöschungsbewilligung. Nein, die Kopfbauschale läuft aus. Gebt mir noch Einzelfallhilfe. Steinhungszulage kann ich gewähren, aber Massen-Grabpflege müssen Sie selber tragen. Was sehe ich denn da? Kein TÜV mehr. Was haben Sie da bei Ihnen? Ab zur Zulassungsstelle. Wenn Sie da eine Allertesse erwischen, müssen Sie mit empfindlichen Prügelschrafen rechnen. Ich würde sagen, so 20 Peitschen über den Daumen.
Aber keine Panik. Ich muss erst mal einen Hauantrag stellen. Und jetzt raus hier, ich habe Feierabend. Er zieht sein Märchen, wartet stundenlang auf den nächsten frei werdenden Vergewaltigungsbeamten. Wenn er nicht dran ist, ist wieder nichts mit Ungläubige flachlegen. Da muss er erst mal einen Antrag stellen. Da sinkt die Motivation. Und nach zwei Wochen ist Frieden. Das gibt es echt nicht. Mensch, meine Herren. Die waren perfekt integriert. Die waren perfekt integriert. Wer war perfekt integriert? Die Grabscher von Köln. Die haben gegen unsere Regeln verstoßen. Nein, die hatten intime Kenntnisse von unseren Regeln. Was? Von unserem Strafrecht.
Die meisten wussten genau, wie weit sie gehen können. Was? Was Ihnen widerfahren ist, ist in Deutschland nicht strafbar. Was liest du da für einen Unsinn? Fallanalyse zur bestehenden Schutzlücke in der Anwendung des deutschen Sexualstrafrechts. Nicht heute Abend, ich habe Migräne. Mann. Was machst du da? Ich greife in deine Schutzlücke. Hey. Ich zeige dich an. Das wird dir nichts nützen. Du hast dich ja nicht gewehrt. Du hast völlig überraschend von der Seite rangekrabbelt. Und du hast dich nicht gewehrt. Ja, aber zu spät. Was heißt denn zu spät? Das kann ich Ihnen vielleicht erklären.
Alle sexuellen Handlungen bis zum Zeitpunkt der ersten Abwehrreaktion sind in Deutschland nach geltendem Recht nicht strafbar. Erst wenn Sie in ihn eingedrungen wären, könnte es vielleicht eine Vergewaltigung sein. Ich will aber nicht vergewaltigt werden. Das musst du mir aber schon eindeutig klarmachen. Ich sage einfach eindeutig nein. Das ist zu wenig. Ein nein reicht nicht. So ein nein ist doch ganz oft ein ja nicht. Ich habe die Istanbul-Konvention von 2011 umgesetzt. Hat es aber nicht. Es ist deswegen nur strafbar, wenn noch eine Nötigung dazukommt. Wann ist es Nötigung? Da sind die Staatsanwälte streng. Ich kann mich als Mann auf dich als Frau draufsetzen.
Sodass du dich nicht befreien kannst. Und dann kann ich meinen Geschlechtsteil in deinen Mund einführen. Was ist das für eine Nötigung? Kein Gewaltakt zur Durchsetzung der Sexuellenhandlung. Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft musste der Beschuldigte diese Position einnehmen, um den Oralverkehr durchführen zu können. Da musst du sechs Jahre Jura studiert haben. Du glaubst, dass das die einzige Position ist, in der man einvernehmlichen Oralsex haben kann. Natürlich müssen Sie als Frau auch beweisen, dass Sie schutzlos waren.
Eine andere Staatsanwaltschaft hat sich die Schutzbedürftigkeit abgelehnt, weil die Frau nicht beweisen konnte, dass die Haustür abgeschlossen und der Schlüssel unerreichbar war. Vor der Vergewaltigung suche ich einen abgeschlossenen Tatort auf. Dann musst du nachweisen, dass du vergeblich um Hilfe gerufen hast. Was ist, wenn ich nicht gerufen habe? Ich wollte die Kinder nicht verängstigen. Sie müssen schon einen Opfer bringen, Oh Mann, ich dachte mal, ein Nein reicht. Nein, das reicht nicht. Du, Schatz? Ja, Schatz? Es geht mich ja nichts an, aber was macht denn der Mann in unserem Bett? Es ist nicht das, wonach es aussieht.
Ich habe lange überlegt, wie ich von einer Nummer über gierigen Egoismus und widerliche Männer zu David Cameron komme. Aber mir ist nichts Elegantes eingefallen. David Cameron. Er kam, sah und kriegte beim EU-Gipfel, was er wollte. Tolles Europa, das was. Tausende wollen zu uns, wir lassen sie nicht rein. Aber die, die keine Lust haben, küssen wir ihren Hintern. Ich glaube, wir müssen die Zäune nicht auf der falschen Seite aufstellen. Wer darf rein in den exklusiven Club Europa? Bis jetzt war klar, die Türkei nicht. Ganz fiese Prügelknaben. Jetzt haben wir die Türkei zum Türsteher gemacht. Mit der Begründung, hey, cooler Prügelknabe. Die Türkei wird in den Antalog des Wilden Westens einfügt.
Das haben sie vor Kurzem bewiesen, als sie ein paar LKWs mit Waffen bestückt, als Hilfskonvoi getarnt nach Syrien geschickt haben, um dort den Bürgerkrieg anzuheizen. Respekt, rufen da alle anderen. Und ich meine wirklich fast alle anderen. Denn offensichtlich sind die Einzigen, die nicht irgendwie als Kriegspartei in Syrien beteiligt sind, die Frage, welcher der Akteure, die in Syrien beteiligt sind, bringt einen am ehesten zum Kotzen. Ist es vielleicht doch Assad, die sympathische Diktatorenbohnenstange, die mit krimineller Energie die Pfründe sichert, die sich schon sein Vater auf verbrecherische Weise angeeignet hat?
Oder ist es doch Amerika, die Ordnungsohnmacht, die Milizen mit Milliarden hochgepäppelt hat, um jetzt die diplomatische Unschuld vom Land zu spielen? Vielleicht sind es auch die schwachsinnigen Islamisten von der Nusra-Front oder dem IS oder Saudi-Arabien. Männer, die sich an ihren Glauben klammern, wie ein Heroin-Junkie an seinen Löffel. Oder es ist Deutschland, Frankreich, England, die einfach zu viel Geld verdienen, um mal für 15 Minuten nicht ihr glänzendes Mordwerkzeug zu holen. Oder es ist Deutschland, Frankreich, England, die einfach zu viel Geld verdienen, um mal für 15 Minuten nicht ihr glänzendes Mordwerkzeug an die Kriegstreiber aus Saudi-Arabien zu verkaufen.
Ich persönlich entscheide mich für den knuffigen Tajib Erdogan, der seinen Schnausbad auch nur noch trägt, um sich daran zu erinnern, wo das Essen reinkommt. Und der als Gegenleistung für die Aufbewahrung von Flüchtlingen im Osten seines Landes die Kurden massakrieren darf. In dem Moment, in dem Tausende die Menschenrechte Europas suchen, gibt Europa diese auf. Thomas de Maizière hat es auf den Punkt gebracht. Er hat gesagt, Deutschland hat Interessen, die Türkei hat Interessen. Die Frage ist nur, wer zahlt den Preis, wenn man mit Leuten wie Erdogan Geschäfte macht.
Mit Sicherheit nicht Thomas de Maizière, sondern Menschen wie Can Dündar, ein türkischer Journalist, der die Waffenlieferungen nach Syrien aufgeklärt hat, der dafür ins Gefängnis gewandert ist und den der Staatsanwalt jetzt mit einer lebenslangen Haftstrafe unter erschwerten Bedingungen bedroht. Wir haben Dündar mal gefragt, wie er das neue deutsche Verständnis für die Türkei sieht. Er hat uns einen Brief aus dem Gefängnis geschickt. Darin schreibt er, wenn Deutschland jetzt, damit die Türkei die illegale Migration unterbindet, wenn Deutschland eine Gegenleistung erbringt, dann bin ich eine dieser Gegenleistungen.
In Verletzungen der Pressefreiheit sitze ich allein aufgrund einer Nachricht, die ich als Journalist gebracht habe, im Gefängnis. Wenn das, wofür Deutschland da Verständnis aufbringt, Menschenrechtsverletzungen, Despotismus, Korruption und religiöse Politik sind, fürchte ich, wird den Preis dafür nicht nur die Türkei, aber mit Sicherheit eben nicht. Thomas de Maizière. Ja, ja. Angst, Angst, Angst. Alle haben Angst. Oh, die Türkei kommt in die EU. Wir haben so Angst, die Türkei kommt in die EU. Österreich ist in der EU. Was sprechen wir überhaupt? Nein, ich weiß, alle haben Angst. Ich werde gefragt, wie kann es so für eine Bühne gehen, in diesen Zeiten, die Menschen zum Lachen bringen?
Soll ich aufhören? Das ist mein Job. Kann ich meinen Job aufhören? Geh mal zu deinem Chef hin und sag, Chef, kann ich mal arbeiten? Wieso? Terror. Ich hab einen Bombeaut, bin fix und fertig. Der wird dir was husten. Und überleg mal, wenn wir alle aufhören, dann haben wir verloren. Dann ist es vorbei. Dann ist es aus. Ich weiß, zögerlicher Applaus. Ich werde immer gefragt, wenn man in so eine Veranstaltung geht wie heute, wenn da was passiert wie in Paris, da kommen die und schießen. Komm, wir sind beim ZDF. Dann erledigen wir die Rentner, dann gehört uns Deutschland. Das wird nicht passieren. Wenn der Isis gewinnt, die meisten von euch haben es easy. Ihr könnt weiterarbeiten.
Ich bin der Depp. Comedian bei Mies. Was machst du denn da? Super. Du gehst auf die Bühne, schöne Köpfe. Als bayerischer Comedian bei Mies. Arschkarte, gehst du auf die Bühne, grüß Gott. Ich bin schon tot. Ich weiß, die anderen sind alle die Bösen. Die Terroristen, der Assad und die Russen. Aber wir verkaufen die Waffen. Panzer. Wir sind der weltgrößte Panzerhersteller. Die Welt liebt es, unsere Panzer zu kaufen. Meine Theorie ist ja, wir können sich sicherer, wenn wir sie nicht behalten. Nein. Natürlich verkaufen wir Panzer in arabischen Staaten. Logisch. Die Scheiß kaufen die für die Ehefrauen. Ja. Der Leopard 2 ist der SUV des Nahen Ostens. Das ist wie eine Art Stahlburger.
Viele von denen sind es gewohnt, die Welt nur durch einen Schlitz zu sehen. Das ist politisch korrekt für die moderne Frauenbewegung. In vielen muslimischen Ländern darf die Frau z.B. nicht alleine Auto fahren. Da käme die Scharia-Polizei. Halt, weib, aussteigen, holt die Steine. Aber in einem Panzer, wer würde die aufwalten? Wir sind Panzer-Exportweltmeister. Wir waren jahrelang Wirtschaftsexportweltmeister. Jetzt sind wir Importweltmeister für Flüchtlinge. Wir haben 1 Mio. Flüchtlinge aufgenommen. Für 1 Mio. Flüchtlinge. Was ist passiert? Stehlen wir auf? Wir haben 1 Mio. Flüchtlinge aufgenommen. Wir haben 1 Mio. Flüchtlinge aufgenommen. Wir haben 1 Mio. Flüchtlinge aufgenommen.
Was ist passiert? Steck 1 Mio. Deutsche in Zelte und Container. Dann wartest du auf Mallorca. Nach 2 Tagen bauen die schon am Strand Sandburgen mit Schützengräben. Vielleicht sollten wir eine Bullshit-Grenze einführen. Eine Bullshit-Grenze für Leute. Ich bin noch kein Rassist. Ich kriege Zuschriften. Originalzuschrift. Ich bin kein Rassist gegen Flüchtlinge. Wir haben genügend Flüchtlingslager. Wir haben Buchenwald, Dachau. Da bist du sprachlos. Was schreibe ich dem zurück? Entschuldigung, manchmal schreibe ich. Wir als Deutsche haben eine Verantwortung in unserer Geschichte. Dann kam zurück, die Nazis sind immer die Bösen. Dann habe ich zurückgeschrieben, ja.
Holocaust, Fragezeichen, Ausrufezeichen. Dann kam zurück, der Holocaust hat es nicht gegeben. Das war eine große Lüge von den Amerikanern. Was schreibst du dem? Dann habe ich geschrieben, aha. Du leugnest also den Holocaust. Dann kam zurück, jawohl, zwei Ausrufezeichen. Dann habe ich geschrieben, dann bist du aber kein aufrechter Nazi. Und? Wie war es beim Feministenstammtisch? Man kann es mir kurz helfen. Ich sollte Artikel schreiben. Soll ich jetzt die Herkunft der Täter nennen oder nicht? Laut Pressekodex soll die Nationalität, die Minderheit nur genannt werden bei Straftaten, wenn ein begründeter Sachzusammenhang besteht. Okay, dann schreibe ich Männer ohne Nationalität.
Das ist jetzt, weil in den meisten Industrienationen sind die Männer ja streng genommen in der Minderheit und die dürfen nicht diskriminiert werden. Oh, das ist eine große Minderheit. Okay, dann schreibe ich Menschen. Wobei, dann stelle ich alle Menschen unter Pauschalverdacht. Nein, nein, nein, auf keinen Fall, weil die Menschen sind ja in der Menschheit, in der Regel nicht in der Minderheit. Was ist denn jetzt eigentlich los? Jetzt macht euch mal nicht ins Hemd da, vor lauter Korrektheit. Das kann ich so schwer sagen. Redaktionsschluss, ich brauche die Texte. Kommt aus dem Quark. Ihr müsst doch der Öffentlichkeit nur die Wahrheit sagen. Ja, was ist denn schon die Wahrheit?
Ja, und ich meine, sollen wir in der jetzigen Situation vielleicht auch noch Panikmache betreiben? Ja, natürlich. Panik. Darauf haben die Leute jetzt ein Recht. Nach Köln. Jetzt müssen wir die Fakten auf den Tisch. Jetzt schreiben wir Klartext. Was denn? Religion, Rasse, Hautfarbe. Schuhgröße? Ja, Abschuhgröße 39, da steigt die Kriminalitätsgefahr. Herr von Wagner, was hat denn jetzt die Schuhgröße mit der Tat zu tun? Was hat denn die Hautfarbe mit der Tat zu tun? Das kann ich Ihnen sagen. Wir kommen alle nicht aus unserer Haut, aber ich hoffe, Sie kommen jetzt endlich mal aus dem Puschen, ja? Verstehen Sie? Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Soll ich Ihnen denn diktieren, Frau Land von Wagner? Schreiben Sie? Männer arabischen Aussehens beklapschen blonde deutsche Frauen. Moment mal, wegen dieses arabischen Aussehens. Arabisch ist doch eine Sprache. Kann man aussehen, wie man spricht? Ganz klar, ja. Schau dir den Söder an. Wenn der nicht fränkisch aussieht, weiß ich nicht. Wenn jetzt ein Marokkaner Französisch spricht, schreibe ich dann Französisch aussehend. Jetzt schreibe in Gottes Namen Moslem! Entschuldigung, da in Köln, das waren ja jetzt Moslems, aber nicht nur, es waren ja vor allem Männer. Ja, es waren Männer, es waren fremde, dunkle Männer. Dunkelmänner, stark geprägt, konditioniert von einer frauenfeindlichen Kultur.
Die meisten sexuellen Straftaten in diesem Land werden immer noch von Einheimischen begangen, nicht wahr? Und die sind ja glaube ich von einer frauenfreundlichen Kultur geprägt, oder? Die Einheimischen werden freiwillig kriminell. Was, und der Moslem zwangsläufig? Natürlich. Ja, aber wir bestehen doch nicht alle nur aus Glauben. Ja, zum Beispiel bestehen wir noch zu 65 Prozent aus Wasser. Und Alkohol zum Teil. Die Kölner Täter, die waren auch besoffen. Was wirkt denn mehr, Alkohol oder Ala? Ja, von Wagner, wir wissen alle, Religion ist der Alkoholismus unter den Weltern schau. Die sind auch arkebreit, bevor sie was trinken. Also die wären einfach nur religiöser, wenn sie noch mehr saufen.
Ja, natürlich, das kennen wir doch von der Wiesn. Nach fünf Mars Bier kommt sie ja regelmäßig zu Massen, Gottesdienste. Ach. Wisst ihr was? Ich glaube... Dr. Theorie. Machen wir mal zu. Ich glaube, uns interessiert der religiöse Hintergrund und das einfach nur, wenn es um Fremde geht. Jetzt werden sie unsachlich, ja, von Wagner. Ach, von wegen. Haben wir denn nach dem Schulmassage in Winnenden geschrieben? Schwäbisch aussehender Unternehmerssohn mit... Was für eine Religion war der eigentlich? Keine Ahnung, haben wir ja damals nicht geschrieben. Da waren wir eben noch nicht so weit, aber Köln hat uns doch allen die Augen geöffnet. Jetzt schreiben sie, was Sache ist.
Okay, ich schreibe, was Sache ist. 1000 christliche Urlauber deutscher Herkunft missbrauchen thailändische Frauen. Also, es ist ein verdammt schmutziger Job, Nessi 1000 schön zu sein. Aber irgendjemand muss ihn ja machen. Und da habe ich gedacht, da ist es doch das Beste, wenn ich ihn mache. Und mir ist aufgefallen, dass heutzutage viele ältere Frauen, die nicht mehr in der Gesellschaft sind, die nicht mehr in der Gesellschaft sind, die nicht mehr in der Gesellschaft sind, die nicht mehr in der Gesellschaft sind, die nicht mehr in der Gesellschaft sind, die sagen, dass heutzutage viele Eltern wie Helikopter um ihre Kinder rumschwirren und wollen, dass die es alle mal besser haben.
Und dann frage ich mich, was? Noch besser? Ja, weil die meisten Eltern nämlich wollen, dass die Kinder alle mal Rechtsanwältinnen werden oder Ingenieure. Und dann frage ich mich, ja aber warum lässt man denn die Kinder nicht machen, was sie wollen? Warum reicht es denn nicht aus, wenn ein Kind glücklich ist als Fußpfleger? Oder als Nageldesignerin? Oder als Hebammerich? Warum reicht das nicht? Ich zum Beispiel, ich wollte als Kind immer wahnsinnig gerne Ärztin werden. Aber meine Eltern haben mich gezwungen, Komikerin zu werden. Ja, aber mein Vater war ein veritabler Hans Wurscht und meine Mutter war eine ambitionierte Betriebsnudel.
Ich kann euch sagen, ich lag nachts weinend auf dem Forstkissen vor Verzweiflung. Ich hab geweint. Und jetzt schauen sie mich an, jetzt bin ich Kabarettistin geworden. Eine Lustigkeitshure. Eine Witze prostituierte. Oder heute im Neusprech sagt man, glaube ich, Joke-Account-Facility-Managerin. Und dann auch immer das viele Lob für die Kinder. Die Kinder werden doch gelobt, was das Zeug hält. Weil die Eltern in irgendwelchen Pädagogikratgebern gelesen haben, dass die Kinder das brauchen, damit sie ihren Platz finden in dieser, unserer Welt. Ja, natürlich müssen die gelobt werden, aber doch nicht so viel. Oh, wie kannst du dich aber so schön festhalten an deinem Bobbycar?
Das kannst du ganz toll und du wibst so schön. Du, nein, nein Geneviève, du wibst ganz toll, wibst du. Du bist die beste Wipperin der Welt. Ich sage euch, aus solchen Kindern werden mal Menschen, die sich gnadenlos selbst überschätzen. Schaut euch da solche Figuren an, wie Frau von Storch oder Frauke Pedri. Hätte mal zu denen jemand ganz früh gesagt, du wibst schlecht. Du hast Scheiße gewibbt. Du hast dir eben eine derartige Scheiße zusammengewibbt, dass die Mama fast schon böse ist. Nein, ich sage dir eines, Frauke. Eins kann ich dir sagen, Frauke, wenn du schlecht wibst, bekommen Kinder in Afrika nichts mehr zu essen. Nein, die Mama ist nicht böse. Die Mama ist nur sehr, sehr enttäuscht.
Und das Letzte müssen sie mit brüchiger Stimme sagen. Ja, aber ist ja auch so, die Welt ist doch auch eine riesige Castingshow. Ein einziges Aussieben. Und diese Aussieberei, das geht ja schon so früh los. Schon beim Spermium. Beim Sperma, nur eines schafft es. Nur eines kommt durch. Nur eines ist der Siegersamen. Und im Endeffekt sind auch Sie alle mal aus Siegersamen entstanden. Sie sind alle, wie Sie hier sitzen im Studio. Sie sind Siegersamen. Sie müssen sich das vorstellen. 100 Millionen Spermien. Und Sie sind es geworden. Sie sind es geworden. Das können Sie natürlich auch anwenden, wenn Sie morgens deprimiert vor dem Spiegel stehen. Was bist du hier? Was bist du denn?
Ich bin ein Siegersamen. Ich bin aus einem Siegersamen entstanden. Das können Sie sagen. Loben Sie sich und freuen Sie sich doch. Bei Ihnen als Kabarettpublikum ist es doch spät genug. Nein, bei Ihnen kann man doch nichts mehr falsch machen. Im Gegenteil, Sie können das doch gebrauchen. Loben Sie sich und freuen Sie sich, dass der Siegersamen Sie hier ins Paradies nach Deutschland hineingeboren hat. Jedoch, wenn sich zu Freude stolz gesellt und Samen auf den Boden fällt, die braune Scholle sich empellt, sich über andere Spermien stellt und gegen alles Fremde bellt, man Deutsche ohne Hirn erhält. Und ohne Herz. Vielen Dank. Ja. Glückwunsch, Glückwunsch. Glückwunsch, meine Herren. Glückwunsch.
Also, Sie sind hier dabei. Das Siegersamen ... Ich will nicht die Verlierer sehen. Okay. Aber Siegersamen allein hilft natürlich nix. Siegersamen hilft nix, wenn er am falschen Platz ist. Er muss auf den richtigen Platz fallen. Platzwahl. Wir spielen jetzt Kopf oder Zahl. Zahl, für mich immer Zahl. Kopf, Zahl. Für mich immer Zahl. Zahl. Gratulation. Sie sind Deutscher. Dann gehe ich rüber. Und ich? Flüchtling. Ja, da. Also, viel Glück. Hey, was machen Sie da? Ich? Ich sichere meine Außengrenzen. Wo wollen Sie denn hin? Ich will da rüber. Sie bleiben schön da. Was ist, wenn ich entscheide, dass ich da rüber möchte? Wenn Sie wollen, aber ich entscheide, dass Sie da bleiben.
Ich darf bloß nicht da rüber, weil Sie zuerst da waren? Das wäre eine völlig unsinnige Begründung. Meine Eltern waren ja auch schon da. Was ein Zufall war. Meine Großeltern waren auch schon da. Schauen Sie, wenn ich zu Ihnen kommen würde, dann könnten Sie auch entscheiden, ob ich rein darf. Wollen Sie denn zu mir kommen? Nein, was soll ich denn da? Dann verstehen Sie ja, wie es mir geht. Natürlich verstehe ich Sie. Aber was kann ich machen? Mich reinlassen. Aber dann wollen vielleicht alle zu uns. Sie sagen immer, es wollen alle kommen. Was ist, wenn alle gehen? Das ist eine völlig unsinnige Annahme. Da steht meine unsinnige Annahme gegen Ihre. Was wollen Sie jetzt machen? Schießen?
Gottes Willen, ich würde ja niemals selber schießen. Nur aus der Tatsache, dass Sie zuerst da waren, leiten Sie ab, inhuman werden zu können. Sie gehören nicht zu meinem Staatsvolk. Wer beschließt, wer zum Staatsvolk gehört? Der Staatsvolk. Auf welcher Grundlage? Auf der Grundlage von Gesetzen. Wer beschließt diese Gesetze? Der Staatsvolk. Die, die drin sind, bestimmen, wer reinkommt? Ich helfe nicht. Sonst kann ich in Zukunft kaum jemandem helfen. Damit ist ja niemandem geholfen. Aber Sie helfen mir gerade gar nicht. Damit ich weiter helfen kann. Sonst bricht bei uns alles zusammen. Aber bei uns ist schon alles zusammengebrochen. Glück muss man haben.
Was verteidigen Sie da drüben, was so viel mehr wert ist als mein Überleben? Unsere Art zu leben. Oh, shit. Ja. Herr von Wagner, Sie sind nicht wirklich weit gekommen. Es gibt eben Regeln. Aber wir können natürlich ein neues Spiel aufmachen. Gleiche Regeln. Und wir werfen noch mal die Münze. Halt, Moment. Bedeutet das, dass die Gefahr besteht, dass ich dann vielleicht da drüben ... Ja, klar. Ich spiele nicht mehr mit. Du Spielverderber. Wo ist das los? Toll. Super. Je mehr es um Grenzen geht, desto endgrenzter werden wir. Schauen wir nach Bautzen. Klausnitz. Ach, Jesus. Das sind Hunderte von aufrechten Deutschen vor einem Bus mit Flüchtlingen und Polen. Wir sind das Volk!
Als hätten die das da drin noch nicht gewusst. Man muss sich schon fragen, man muss den Ministerpräsidenten von Sachsen fragen. Ist Sachsen noch ein sicheres Ankunftsland? Man ist so sauer. Was soll man rational machen? Klausnitz. Schauen Sie sich das nur mal an. Nur dieses kleine Ortsteil mit der eigenen Geschichte. Gegründet um 1200 etwa von fränkischen Siedlern. Also von ... Ich traue es mich gar nicht zu sagen Einwanderern. Die pure Existenz von Klausnitz fußt darauf, dass Menschen, die von weit her kamen, sich dort eine neue Zukunft aufbauen möchten. Jetzt schauen wir uns vielleicht mal die Bevölkerungsentwicklung an von Klausnitz. Da gibt es widersprüchliche Zahlen.
Aber ungefähr kann man das sagen. Wenn es jetzt mehr, 1500, nicht so in den 60er Jahren, dann jedes Jahr werden es weniger. Und endlich kommen 20 Leute dazu, um sich dort anzusiedeln. Und was sagen die ortsanlässigen Rassisten? Haut ab! Der Bürgermeister, der zuständige, der Funke, der hat gesagt, na gut, er schämt sich schon. Aber im Grunde wäre das ja nicht so sehr um die Menschen ein Bus gegangen. Er hat gesagt, es ging um die große Politik und nicht um die Menschen an sich. Da habe ich mir gedacht, ach so. Das haben wir falsch verstanden? Können wir das Video nochmal haben? Ja? Wenn Sie genau hinhören, dann hören Sie, was diese Demonstranten nämlich wirklich gesagt haben.
Hallo, liebe Neuankömmlinge. Wir wohnen hier in einem strukturschwachen Gebiet und befürchten die Leistungen des Sozialstaats. Mit Ihnen teilen zu müssen, auch weil die Politik sich jahrelang nicht drum gekümmert hat, entsprechende Strukturen für schnelle Integration zu schaffen. Wir haben ja eigentlich auch keine Flüchtlingskrise, sondern eher eine Verwaltungskrise. Wir merken Sie sich an die völlig falschen Ansprechpartner da im Bus. Wir gehen jetzt zum Innenministerium. Stattdessen haben Sie nur gebrüllt, wir sind das Volk. Das kommt davon, liebe Politik, wenn man die ganze Zeit von Obergrenzen faselt.
Anstatt darüber zu reden, worum es wirklich geht in dieser Zeit, in dieser Zeit des Elend und des Krieges. Es geht um eine Untergrenze. Wie viele Menschen sind wir verpflichtet aufzunehmen, um unserer humanitären Verpflichtung genüge zu tun? Das wäre eine Diskussion. Wie viele Menschen müssen wir mindestens aufnehmen? Da bräuchte es natürlich Politiker mit Formatik, die sich hinstellen, Kinder, das wird was kosten, aber das ist es uns wert. Wir werden uns neue Einnahmequellen suchen. Schauen wir mal, der Erbschaft, da werden Milliarden vererbt. Das machen wir.
Und dann werden aus den Investitionen, dann werden aus den Investitionen für Flüchtlinge Investitionen für uns alle in Schulen, in Kindergarten, in Kindertagesstätten Lehrer, Lehrer, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten. Die werden dann endlich bezahlt, wie Rockstars. Kinder wollen Deutsch als Fremdsprache lehren. Wäre das nicht schön in einem Land zu leben, in der man bei Deutsch als Fremdsprache nicht mehr unmittelbar an Til Schweiger denken muss. Kinder, wir können das schaffen, wenn wir einfach nur glauben, dass wir Achtung, Achtung! Herr von Wagner, bitte fertig machen zur Schäffers-Visite. Achtung, Achtung! Herr von Wagner, bitte fertig machen zur Schäffers-Visite.
Herr von Wagner, haben wir wieder mal Visionen gehabt? Setzen Sie sich doch. Ja, fein. Ich hatte ein Solo in der Anstalt. Was hatten Sie im Solo? Ja, ja, ja. Wollen Sie mal wieder Schulden machen? Nein, nein, nein. Ich will den Menschen investieren. Das ist was ganz anderes. Dann weiß wieder keiner, wer es zurückzahlen soll. Wir können doch nicht die schwarze Null über Menschenleben stellen. Ganz ruhig. Jetzt haben wir gleich Schäffers-Visite drin. Guck, da kommt schon der Onkel Doktor. So, wen haben wir da? Gutverdienter Gutmensch, klassischer Fall von Gesinnungsetik, moralischer Abszess im Rachenraum, seit Jahren ethischer Sprechdaufall. Das klingt nach Empathie im Endstadium.
Das ist hoch ansteckend. Das müssen wir eindämmen, bevor es viral geht. Das ist ja kaum auszudenken, wenn sich dieses Mitleid im ganzen Land ausbreiten würde. Wie war denn die Medikation? Dreimal täglich Slotterdeig-Ural. Und wie hat er darauf reagiert? Er hat mich in Gefahr vorgenommen, dass Slotterdeig mit seinen Untergangsfantasien nicht rektal verabreicht wird. Schön aus. Slotterdeig, jedes Zäpfchen braucht einen Arschloch. Dann schauen wir uns den Patienten mal etwas genauer an. Herr von Wagner, wie geht es uns denn? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht bei dem Flüchtlingselend, aber mir geht es beschissen. Vielen Dank. Wir müssen uns doch deshalb nicht schlecht fühlen.
Die EU macht die Landsgrenzen dicht. Die Leute sind gezwungen, aufs Meer zu gehen mit ihren Familien. Seit September sind schon 340 Kinder ersoffen. Aber wir wollten die Flüchtlingszahlen doch senken. Indem wir sie versenken? Herr von Wagner, schauen Sie, die Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn Sie Ihre Einstellung zur Flüchtlingskrise langsam verändern. Warum verändern Sie nicht Ihr Verhalten? Mach mit, Junge, sonst kommst Du ja nie wieder raus. Sie müssen sich der Realität stellen. Sie können sich die Welt nicht machen, wie Sie Ihnen gefällt. Aber die Welt, wie sie ist, gefällt mir nicht vor Lesbos, da werden jeden Tag Leichen angeschwemmt. Ach, Lesbos.
Da war ich vor zwei Jahren mal los mit meiner Familie. Sehr hübsch, sehr ruhig da. Ja, sehr ruhig ist es vor allem am Flüchtlingsfriedhof. Das muss eine sehr, sehr schlimme Belastung sein für die Menschen dort. Der Bürgermeister von Lesbos hat gesagt, ja, wir werden eine große Last tragen, aber wir sind bereit, das auf uns zu nehmen. Wir werden die Menschen aus dem Wasser schicken, um die Leute zu retten. So kann aber nur einer reden, der von unserer Realität sehr, sehr weit entfernt ist, nicht wahr? Ja, warum hören Sie denn nicht auf einen Bürgermeister, der den Ernst der Lage erkannt hat? Boris Palmer aus Tübingen.
Spätestens seit den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln kommen selbst grüne Professoren zu mir, die sagen, ich habe zwei blonde Töchter, ich sorge mich, wenn jetzt 60 arabische Männer in 200 Meter Entfernung wohnen. Wie viele Armlängen sind das eigentlich? Das sind knapp 300 Armlängen. Wissen Sie was? Wissen Sie, was wir uns lieber anschauen sollten? Das ist das da. Gucken Sie mal. Das ist ein Foto vom Flüchtlingsfriedhof auf Lesbos. Da steht unbekanntes Baby, ein Jahr alt, Nummer 136, gestorben am 19.11.2015. Was sagen Sie dazu? Herr von Wagner, wir müssen lernen, diese Bilder auszuhalten, damit es uns weiterhin so gut geht, wie es uns geht. Was machen Sie denn da?
Das ist eine leckere Infusion, Herr von Wagner. Infusion? Keine Sorge. Infusion auf CSU-Basis mit drei AfD-Hämmern. Vertrauen Sie uns, Herr von Wagner, es wird Ihnen guttun. Jetzt will ich nicht. Das ist aber voll krass, das Zeug. Das dreht, da spürst du danach nichts mehr. Sind 20 % der Deutschen bereit, auf unbewachtete Flüchtlinge an der Grenze zu schießen? Herr von Wagner, lassen Sie sich doch einfach mal gehen. Wir können nicht die ganze Welt retten, Herr Wagner. Vielleicht mehr, als wir denken. Verdammt! Sein gut Mensch, Plasma scheint die Wirkstoffe nicht andocken zu lassen. Ich sehe keine andere Möglichkeit. Wir müssen ihn verlegen. In die Zeit nach Köln. Richtig. Lassen Sie los.
Ist gar nicht so schlimm. Sie haben doch auch Familie, Herr Wagner. Ja, denken Sie an Ihre blonden Töchter? Viele der Flüchtlinge sind doch nicht nur Opfer, sondern auch Täter. Wir schaffen das. Wir schaffen das. Wir schaffen das. Wir schaffen das. Wir schaffen das. Nicht. Liebe Kollegen, gute Arbeit. Das war die Ausschalt. Heute mit Thomas Reiß, Nethi Taugenschön und Michael Mittermeier. Danke schön. Vielen Dank.
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