Weihnachtsfeier und Terrorismus
Weihnachtsansprache , Integration von radikalen Moslems und Neonazis , Terrorgefahr , Xenophobie , Konsum , Wachstum , Weihnachtliche Bräuche, Glaube , Geschenketipps für ein nationales Weihnachtsfest in der „Unkulturzeit“ auf „National-TV“, PR-Kampagne für Saudi-Arabien , Militärisches Eingreifen in Syrien , Bundespressekonferenz zu Weihnachten
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Der Abschnitt 'Weihnachtsfeier und Terrorismus' entwirft eine zynische Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Reaktionen auf aktuelle Krisen. Er kritisiert die Überreaktion auf Terrorismus, die unzusammenhängende Flüchtlingspolitik und die Instrumentalisierung von Krisen zur Rechtfertigung militärischer Interventionen. Die Satire beleuchtet die Oberflächlichkeit von PR-Kampagnen und die Verharmlosung von Gewalt sowie die Problematik des übermäßigen Konsums. Letztlich stellt der Abschnitt die Sinnlosigkeit einer unkritischen Auseinandersetzung mit komplexen Problemen und die Gefahr einer ideologischen Verzerrung in Frage.
Transkript 7.387 Wörter
Sie sehen nun die Weihnachtsansprache von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Flut, die dieses Jahr über unser Land hereingebrochen ist, war für uns alle eine schwere Prüfung. Hilflos mussten wir mit ansehen, wie ein großer Teil unserer Heimat überspült wurde. Und nur die Bundeswehr konnte Schlimmeres... Entschuldigung, das ist nicht die Rede für dieses Jahr, das war die Elbeflut. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Schönste an 2015 war, dass ich miterleben durfte, dass doch einige von Ihnen meinen guten Ratschlag in die Tat umgesetzt haben, mal wieder an die frische Luft zu gehen. Allerdings, jeden Montag, das war doch ein bisschen übertrieben.
In der Flüchtlingspolitik gilt es nun, die Neuankömmlinge nicht nur zu begrüßen, sondern eben auch zu integrieren. Das gilt es nicht. Ich wünsche mir für diese Menschen einen Neuanfang. Doch, in ihrer Heimat. Denn diese Menschen sind auch eine Chance. Ja, um den Mindestlohn wieder aufzuheben. Ich gebe zu, es wird nicht leicht werden, vor allem da einige Menschen aus dem Süden auf dem ersten Blick offensichtlich nicht zu uns zu passen scheinen. Aber das Fest der Liebe steht vor der Tür. Wir haben den Duft von Lebkuchen in der Luft, weihnachtliche Musik und mein Lieblingsweihnachtsmusikstück ist ja... Driving Home for Christmas. Ihr Kinderlein kommet.
Vorsicht, wir hatten uns darauf geeinigt, kein Familiennachzug. Das ist meine Weihnachtsansprache, wir haben das Asylrecht schon längst verschärft. Das reicht aber nicht. Für viele Menschen bedeutet dieses Land ein Stück weit eine neue Hoffnung. Genau das ist das Problem. Deswegen rufe ich den Flüchtlingen an dieser Stelle zu, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Hier wollen Sie gar nicht her. Hier gibt es Dinge wie Schlaglöcher, Schnupfen, Markus Söder, das halten Sie nicht aus. Beim FC Bayern zum Beispiel, da sind alle Spieler gekauft. Die Bundesliga ist die langweiligste Liga aller Zeiten. Helene Fischer gilt bei uns als Musik. Und Neuschwanstein ist ein riesiger...
Neuschwanstein ist ein riesiger, kitschiger Scheißhaufen. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, damit wünsche ich Ihnen ein frohes Fest. Lassen Sie uns nun gemeinsam zum Ende des Jahres den Weihnachtsbaum anzünden. Vielen Dank. Außenteam, Außenteam, hier Spitzbube, ich rufe Christstollen und Zimtschnecke. Hier Christstollen. Hier Zimtschnecke. Wie ist denn bei euch drüben auf der anderen Seite des Weihnachtsmarkt die Lage? Gibt es irgendwelche Hinweise auf islamistische Attentäter? Höchste Terrorwarnstufe, da ruft jemand ganz laut Last Christmas. Was? Und? Ja, das letzte Weihnachten, das ist eine Prophezeion. Das ist Wham! Das ist auch eine Form von Terror.
Außerdem habe ich Sichtkontakt zu einem möglichen Gefährder. Sagen Sie das doch gleich in Personenbeschreibung. Ja, irgendwie fremdländisch, komischer Bart, ganzkörpervermummung. Er trägt einen Rucksack. Ich gebe die Daten mal in den Computer ein. Er trägt ein dickes Buch, vielleicht der Koran, könnte sich um einen religiösen Fundamentalisten handeln. Ich habe das Gefühl, ich kenne den Mann von früher. Der hat mir mal Angst gemacht. Zugriff vorbereiten! Achtung, er kommt direkt auf Sie zu! Oh! Fertig. Abbrechen! Operation abbrechen! Herr von Wagner, was zur Hölle machen Sie da? Wir machen ein Sketch gegen diese verdammte Terrorhysterie.
Ach so, ja, ist ja alles völlig übertrieben, diese Terrorangst. Aber nur so lange, bis es kracht. Oder würden Sie sich trauen, diesen Sketch auch im französischen Fernsehen zu spielen? Natürlich nicht. Und warum nicht? Ich kann kein Französisch. Das ist typisch. Das ist typisch für Sie, Herr von Wagner. Statt sich dem Terror zu stellen, machen Sie nur irgendwelche Witze über die Angst vor dem Terror. Ich will nicht, dass wir vor lauter Angst über Kippen haben. Dann leg ich auch gesteigerten Wert drauf. Wenn ich schon von Terroristen gelüncht werde, dann doch bitte mit all meinen Freiheitsrechten. Ihnen ist der Schutz von Daten doch wichtiger als der Schutz von Menschen.
Wahrscheinlich sind Sie ja auch immer noch gegen die Vorratsartenspeicherung. Natürlich. Frankreich hat die ganze Zeit Daten auf Vorrat gespeichert und hat die Anschläge verhindert. Ist halt schwierig. Da sucht man ja die Nadel im Heuhaufen. Super. Und die Sicherheitsbehörden rufen mehr Heu! Danke. Gutes Argument. Ist nicht von Ihnen, oder? Nee, ist von Sascha Lobo. Wie sollen wir die Terroristen sonst enttaunen? Meistens mit klassischer Arbeit des Verfassungsschutzes. Zum Beispiel Zeitung lesen. Ja, natürlich. Die Attentäter von Paris werden wahrscheinlich vorher über Anschlagspläne in der Zeitung geredet haben. Wahrscheinlich mit Bild, Klarname und Wohnort. Im Amtsblatt des IS. Ja. Bitte?
Der mutmaßliche Drahtzieher der Pariser Anschläge Abdelhamid Abaut hat im Februar dieses Jahres in diesem offiziellen IS-Magazin das ist zugänglich im Internet. Da können Sie öffentlich hingucken. In diesem Magazin hat er gesprochen über Anschlagspläne. Dann hat er sich gewundert, dass die Behörden ihn nicht fangen können. Dann hat er sich auch noch lustig gemacht über die Geheimdienste. Er hat sich über die Geheimdienste lustig gemacht? Diese Terroristen schrecken von nichts. Da verkündet jemand öffentlich, er will Anschläge begehen und die Geheimdienste kriegen nichts mit. Das sind Geheimdienste, die kümmern sich um geheime Informationen. Das ist jetzt auch egal. Jetzt ist es eh zu spät.
Jetzt müssen wir vernünftig sein und Krieg führen. Haben Sie nicht Angst, wenn wir einen Krieg eingreifen, dass die Terrorgefahr streikt? Ist das Ihre Vorstellung von Bündnissolidarität? Ihr Weihnachtsmarkt wird auch am Hindukusch verteidigt. Das ist ja nicht so, dass ich nicht auch gegen den IS kämpfe. Das ist kein Glühweinstand, das ist ein Glühweinstatement. Das ist das, was die Terroristen wollen, dass wir Angst haben, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Ich stehe hier und trinke für meine Werte. Hauptsache, Sie fahren mit den Werten nicht Auto. Ich habe noch eine Frage. Die meisten Attentäter aus Paris stammen aus Frankreich oder Belgien. Warum bombardieren wir Syrien und nicht ...
Wenn wir jedes Mal da bomben werfen, wo die Attentäter mutmaßlich herkommen, dann hätten wir nach dem 11. September Hamburg-Platt machen müssen. Eigentlich müssten die irakischen und syrischen Luftschreitkräfte Europa bombardieren. Warum kommen Tausende von IS-Kämpfern aus der EU? Rund 700 aus Deutschland. Zick-Deutsche haben sich in Syrien und Irak in die Luft gesprengt. Vor zivilisten Kindern. Warum tut man da nichts dagegen? Die sind keine Gefahr für den Deutschen Weihnachtsmarkt. Sie scheinen jetzt Terror-Experte geworden zu sein. Was sollen wir gegen den IS tun? Wir müssen alle Kräfte mobilisieren, die entsprechenden Streitkräfte verdoppeln und dann müssen wir entschlossen eingreifen.
Endlich sehe ich einen Funken von Realismus bei Ihnen. Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, dass das militärisch lösbar ist. Wir haben in Afghanistan angefangen und jetzt kämpfen wir in zehn Ländern. Wir müssen den Kampf um die Köpfe gewinnen. Den Kampf um die Köpfe gegen den IS? Wir müssen Armeen von Konfliktforschern ausrüsten. Wir müssen Heerscharen von Sozialarbeitern in die europäischen Vorstädte schicken. Dann machen wir etwas ganz Unvorstellbares. Dann machen wir Politik und Bildungsarbeit. Politik? Danke. Politik? Das können wir uns gar nicht leisten. Wir brauchen jeden Cent für den Kampf gegen den Terror.
4 Billionen Dollar hat die Amerikaner bisher gekostet, dieser Krieg gegen den Terror. Und, wisst ihr, was wir mit dem Geld alles hätten machen können? 100 Jahre lang alle Menschen auf diesem Planeten ernähren. Oder ein Jahr lang 100 Millionen Sozialarbeiter einstellen. Da sieht man mal wieder, dass die Diener und die Sozialarbeiter in den USA nicht mehr in die Arbeit gehen. Ein Jahr lang 100 Millionen Sozialarbeiter einstellen. Da sieht man mal wieder, dass sie die Dinge nicht zu Ende denken. 100 Millionen Sozialarbeiter. So viel Tabak für Selbstgeräte können sie ja gar nicht anbauen. Danke. Das ist doch Klischee. Wissen Sie, warum sich junge Menschen diesem Terror anschließen?
Schauen Sie, Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie, das klingt vielleicht ein bisschen naiv, aber es ist doch vermutlich so, dass junge Menschen, naja, die fühlen sich in der Gesellschaft ausgeschlossen, wollen sich ein Stück weit an ihr rächen. Die wollen aber gleichzeitig auch Halt. Die suchen Halt bloß in einer perversen Ideologie. Und da müssen wir angreifen, verstehen Sie? Perspektiven liefern statt Waffen. Sie Terrorversteher. Sie machen aus Tätern Opfer. Nein, nein, nein. ISIS-Attentäter sind Täter. Das sind Mörder. Aber ich möchte eben verhindern, dass es mehr Täter werden. Aber wie?
Na ja, indem wir dieselbe Energie, die wir in Kriegseinsätze stecken, in den Personal, da bin ich aber gespannt. Hallo? Hallo, Spitzbube? Hier, Chris Stollen, bitte melden. Wir haben Sichtkontakt zu einem möglichen Gefährder. Sollen wir beobachten? Nein, nein, nein. Gewinnen Sie den Kampf um seinen Kopf. Gehen Sie auf ihn zu, nehmen Sie ihn wahr. Nehmen wir ihn wahr. Hallo, was machen Sie da? Ich nehme es Sie wahr. Schön. Kann ich trotzdem vorbei? Was sollen wir machen? Der reagiert ausweichend. Was soll ich... Nehmen Sie ihn mal nicht als Muslim wahr, sondern als normalen Menschen. Ich meine, sagen Sie Hallo. Sag Hallo. Hallo? Hallo? Der hat auch Hallo gesagt. Was sollen wir jetzt machen?
Machen Sie was damit, dass er sich aufgehoben fühlt. Nehmen Sie ihn fest. Umarmen. Was machen Sie da? Lassen Sie mich los, Polizei. Der lässt sich nicht integrieren. Der ruft schon die Polizei, nur weil man ihn einfach mal nicht in den Arm nimmt. Vielleicht müssen Sie eingreifen. Gehen Sie mal hin, sprechen Sie mit ihm, sprechen Sie ihn auf seine Gefühle an. Fühlen Sie sich in unserer Gesellschaft wohl? Also, bis gerade eben ging es noch. Dranbleiben, dranbleiben. Ernst nehmen, wahrnehmen, teilnehmen. Fühlen Sie sich als Muslim in Deutschland gut integriert. Na ja, wenn man sich mal damit abgefunden hat, dass es schwer ist, in diesem Land mit Migrationsentkunden Karriere zu machen.
Das stimmt doch gar nicht. Denken Sie nur an Gündogan-Özil. Das ist ein ziemlich eng begrenztes Betätigungsfeld, oder nicht? Sie könnten ja auch Rapper werden. Warum soll ich denn Rapper werden? Ich habe Biologie und Chemie auf Lern studiert. Dann könnten Sie einen Lehrer spielen, wie dieser am Barek. Da müssten Sie nur ein bisschen was über den Oberkörper und die Muckis tun. Ich glaube, das ist nichts für mich. Ja wissen Sie, wenn Sie jetzt jedes Angebot ablehnen, das in die Gesellschaft macht, dann ist Ihnen ja gar nicht zu helfen. Wissen Sie, wo man als junger, außergrenzter, orientierungsloser Muslim prima Karriere machen kann? Bei den Salafisten, oder?
Da hat man festes Weltbild, was man ausüben, statt ohnächtig zu sein. Das müssen Sie doch gar nicht. Schauen Sie, die Welt steht Ihnen offen. Dann zeigen Sie mir doch mal den DAX-Vorstand, den Richter, den Chefredakteur mit muslimischem Hintergrund. Bis ganz nach oben schafft man es nicht. Außer mal Smethörer. Wie mein Onkel. Oh Gott, Alarm! Jihadist im Familienumfeld. Nein, der war SPD-Ortsvorstand in Niederbayern. Entschuldigung, aber wenn man immer nur Kontakt zu anderen Minderheiten sucht, dann wird das auch nichts mit der Integration. Aber Sie, Sie haben doch eine Ausbildung. Genau. Sie haben eine Perspektive. Sie haben keinen Grund, sich zu radikalisieren.
Ja, vielleicht nicht wegen meines Schicksals, aber wenn ich mir da die Bilder angucke, von Drohnenangriffe auf Zivilisten, Abogreib, der Krieg im Irak, also ich kann es schon, aber wenn ich mir die Bilder angucke, von Drohnenangriffe auf Zivilisten, Abogreib, der Krieg im Irak, also ich kann es schon verstehen, wenn man als Moslem einen Hass bekommt. Schauen Sie, die Bilder sind sicherlich suboptimal. Ja, aber das gibt doch niemandem das Recht, einfach ein Täter zu werden. Ja, das Recht nicht, aber ein Grund. Verstehen Sie? Man muss den Nachschub dieser Bilder stoppen, statt immer neue Bilder zu produzieren, indem man Bomben von ferner da draufschmeißt. Verstehen Sie?
Mayday, Mayday, uns gehen die Argumente aus. Ich habe eine Idee. Ich weiß nicht. Ich habe eine Idee. Improvisieren Sie. Willkommen. Willkommen. Mein Gott, Herr von Wagner, das ist ja der reinste Sozialporno hier. Ganz im Gegenteil. Schauen Sie, nur eine Aufnahme dieser Begegnung der Kulturen. Das ist viel wichtiger gegen den Kampf gegen den IS. Verstehen Sie? Das ist viel mehr wert als so einen Bombenabwurf. Wir müssen dieses Bild in die Welt schicken. Per Twitter, vielleicht mit einem Hashtag Kopf hoch statt Kopf ab. Ja, ja. Und dann ... Und dann nehmen wir dem IS auch seine Abkürzung weg. IS steht ab sofort nur noch für internationale Solidarität.
Ist es eigentlich ein Problem, dass ich kein Moslem bin? Was? Katholik, ich bin auf dem Weg zu dem Krippenspiel. Ich bin ein Weiser aus dem Morgenland. Wir haben so eine schöne Nähe aufgebaut. Gratuliere, Herr von Wagner. Sie haben meinen Unschuldigen integriert. Das ist das Gute an sozialen Maßnahmen. Da kann man auch mal daneben zielen. Das ist wie den Falschen. Plätzchenpazifismus ist das hier. Das ist höchstens ein kollaterales Nutzen. Ganz im Gegensatz zu diesen Drohnenangriffen. Sie laufen immer davon, wenn ich die besseren Argumente habe. Ich hab zu Hause auch so eine kleine Krippe. Am Weihnachtsmarkt habe ich mir so eine Krippenfigur gekauft. Aber aus China.
Man glaubt ja selber nicht dran. Aber es ist ja auch logisch. Wenn du den ganzen Tag in der Fabrik je so Kindlein herstellen musst, kannst du nicht am Abend auch noch dran glauben. Aber da ist alles dran. Es hätte auch einen gegeben, der so winkt. 4 Euro. Ich hätte mir auch eine Bratwurst kaufen können. Aber ich wollte was Spirituelles. 4 Euro ist wahrscheinlich Kinderarbeit. Maria war ja auch noch sehr jung, als sie den Jesus auf die Welt gebracht hat. Ich bin da wie der Josef. Ich will das gar nicht so genau wissen. Es gibt so viel Schlimmes auf der Welt. Gerade an Weihnachten muss man immer wieder dankbar sein, wenn man das nicht alles sieht. Ich bin auch nicht so für Cybermachen.
Ich habe mir auch den Adventskranz. Den habe ich mir vom eBay. Aber da ist auch alles dran. 4 Wochen Rückgaberecht. Da bin ich gespannt. Nein, wie gesagt, ich bin nicht so für Cybermachen. Der Boltinger, mein Nachbar, der schnitzt sich die Krippenfiguren selber. Aber wenn du dann den Ochsen nicht vom Josef unterscheiden kannst. Nein, ich bin nicht für Cybermachen. Ich habe auch jahrelang an Weihnachten von meiner Tante einen selbst gestrickten Schafhullpullover bekommen. Der hat immer gekratzt, gejuckt. Ich musste ihn immer zum Weihnachtsgottesdienst anziehen. Der saß ich in der Kirchenbank. Ich musste still sitzen. Das hat überall gekratzt.
Ich habe nur das Kindlein im Stroh liegen sehen und habe mir gedacht, ich weiß, wie du dich fühlst. Ich bin nicht so fürs Cybermachen. Das ist auch bei den Überzeugungen. Ich habe schon Überzeugungen, aber ich wüsste jetzt nicht mehr, woher. Weil es Menschen gibt, die sagen, man soll nicht alles glauben. Man soll lieber selber denken. Das wäre doch besser. Wie selber kochen. Das ist auch besser, als wenn man irgendeinen Fertigfraß kauft. Wenn ich koche, nicht. Ich habe mir so einen passiven Glauben, dass ich sage, wenn ich merke, dass ich was ohnehin schon glaube, dann bleibe ich da dabei.
Nicht so wie diese Leute, die irgendetwas aus so einem dicken Buch glauben, das vor hunderten Jahren irgendwo geschrieben wurde. Das überzeugt mich nicht. Das habe ich nicht einmal gelesen. Weil wenn man es gelesen hätte, dann wäre man ja gezwungen, es zu glauben. Weil dann sagt man sich, noch ein zweites so dickes Buch lesen. Noch eine Gegenmeinung einholen. Da sagt man sich doch, ich glaube, ich informiere mich nicht weiter. Aber ich bin tolerant. Wenn jetzt jemand sagen würde, Beispiel, heute beim Weihnachtsmarkt gibt es bei irgendeinem Stand den Glühwein kostenlos, dann würde ich sagen, das glaube ich nicht. Aber ich würde trotzdem hingehen.
Nein, weil wie gesagt, bei uns ist der Glaube ja nicht so ein Problem. Wir haben die Trennung von Kirche und Staat. Also wenn bei uns jemand irgendetwas total Verrücktes glaubt, dann berechtigt ihn das nicht automatisch zu einem politischen Amt. Das ist unser Vorteil. Aber es hält ihn auch nicht davon ab. Das ist das Problem. Was stehen Sie hier noch rum? Sie Punschkrapfen. Los, los. Moment. Ich weise die Forderung auf einen militärischen Eingreifen der Bundeswehr hier entschieden zurück. Was reden Sie so geschwollen? Und wie kommen Sie dazu, in einer solchen Stunde die Bundesregierung zu kritisieren? Ich zitiere die Bundesregierung halt nur von September. So ändern sich die Zeiten. Los, los.
Gute Freunde, lässt man nicht warten. Moment, Moment. Die Bundesregierung hat uns immer gewarnt vor einem Syrien-Eingriff. Es geht hier nicht um Syrien. Es geht um Frankreich. Zumindest für einen Kriegsantritt ein UN-Mandat. Na ja, bis Paris. Aber hier darf ich mal Frank-Walter Steinmeier zitieren. Wir sind doch hier nicht in einem Seminar. Das wäre wenigstens gut. Da würden wir wenigstens was lernen. Völkerrecht war uns doch bisher sehr wichtig. Aber nicht, wenn man es eilig hat. Frankreich kämpft gegen eine Terrorbande. Und wir sind da zur Hilfe verpflichtet. So steht es übrigens auch in der Solidaritätsklausel zum EU-Vertrag. Ist ein Vertrag, kann man nichts machen.
Haben Sie wahrscheinlich nicht gelesen, was? Hab ich sehr wohl gelesen. Und zwar genau. Da steht drin, wenn ein Land, ein EU-Staat einen Terrorangriff erleidet, dann können die anderen im Inneren beistehen. Verstehen Sie? Nicht Tornados nach Syrien schicken, sondern Polizisten und ein paar Soldaten in die Pariser Vorstätte. Ist nur ein Vertrag, muss man nicht so eng sehen. Moment! Militärisches Eingreifen wäre uns nur möglich laut Artikel 42 des EU-Vertrages. Dann nehmen wir halt den. Hauptsache, wir können losschlagen. Ja, Moment. Laut UN-Karte wäre das nur möglich, wenn der Angriff von außen und von einem anderen Staat gewesen wäre.
Also wenn wir jetzt in Syrien eingreifen, dann erkennen wir im Prinzip den Angriff von außen. Was denn? Krieg, Terror, Staat, Bande, Vielfalt. Das ist doch Wortglauberei. Wenn wir jetzt nicht losschlagen, dann werden wir die IS nie zerstören. Bis wir in Syrien wirklich was erreicht haben, da haben die ihr Hauptquartier längst nach Libyen verlegt. Das Einzige, was wir dann zerstört haben, war das Völkerrecht. Und jetzt nach jedem Terrorangriff können wir uns einen Kriegsgrund basteln, oder was? Aus dem wussten doch... Fast niemand wusste doch, dass wir irgendwelche militärischen Beistandsklauseln im EU-Vertrag haben, oder?
Wenn bei Apple die neuen Geschäftsbedingungen kommen, dann klicken Sie doch auch immer einfach nur auf akzeptieren. Ja, sofort, ohne zu legen. Ach so. Warten Sie. Ist das wirklich wahr? Dann sind wir jetzt im Krieg? Ja, Krieg, Krieg, Kopf hoch, junger Mann. Krieg, wir haben Krieg. Und das zu Weihnachten. Ich krieg Krieg. Und welchen? Was? Wie? Details. Krieg halt. Wie? Ein Luftkrieg, oder? Ja, ja, Luftkrieg. Aber der hat doch bisher nichts gebracht. Stimmt, der hat nichts gebracht. Was machen denn die anderen so? Ein Luftkrieg? Da machen wir mit. Nein, der IS soll doch nur durch Bodentruppen irgendwie schlagbar sein. Deutsche Bodentruppen, auf gar keinen Fall. Also mit fremden Bodentruppen.
Wenn es nicht anders geht, bin ich durchaus bereit, andere zu opfern. Ja, aber auch mit dem bösen Zusammenarbeiten du würdest. Was soll denn das? Unterwegs deine Truppen sind junger Paderbahnschüler. Nein, nein. Nein, nein. Nein, nein. Nein, nein. Nein, nein. Nein, nein. Nein, nein. Nein, nein. Nein, nein. Nicht mit dem Assa. Der ist doch selbst das Böse. Endlich ruft er mich. Nur gemeinsam können wir diesen Terror beenden. Ich habe die Bodentruppen, die ihr braucht. Was? Sie werfen Bomben auf ihr eigenes Volk. Ja, aber ich habe noch nie Paris angegriffen. Ich kann doch nicht mit jedem zusammenarbeiten, der nicht Paris angegriffen hat. Nicht auch noch mit dem Erdogan. Warum?
Ich habe auch noch nie Paris angegriffen. Aber Sie haben Journalisten eingesperrt, Menschenrechte verletzt. Verstehen Sie? Und Sie bomben die Kurden. Die einzigen, die am Boden gegen den IS kämpfen. Ich habe 2,5 Millionen Flüchtlinge. Ich sag's nur. Also gut. Herzlich willkommen in der Koalition. Auf keinen Fall. Auf keinen Fall mit Putin. Was ist das? Dachte ich. Wenigstens in der Anstalt bin ich willkommen. Bin ich doch der Einzige, der das Böse effektiv aus der Luft bekämpft? Hören Sie auf, effektiv. Sie töten doch hauptsächlich Zivilisten und andere Rebellen. Ich bin Darth Vader. Was erwarten Sie? Das ist doch... Was, was, was soll das denn? Was soll das denn? Was soll das denn?
Was soll das denn jetzt? Der hat meinen Flieger kaputt gemacht! Der hat meinen Flieger kaputt gemacht! Das ist doch nicht so fast... Scheiß-Alla-Witt! Scheiß-Alla-Witt! Ruhe hier! Hör auf! Du bist nicht unser Vater! Ihr seid eine Schande für das Böse! Und mit der Gurkentruppe soll ich losziehen, oder wie? Ein großer Krieger, du sein wolltest. Also gut. Erdogan, jetzt mal schön zuhören. Du machst als erstes mal die Grenze dicht, verstehst du? Keine Kämpfer mehr nach Syrien lassen, keine Waffen und vor allem kein Öl mehr kaufen. Ist das denn so schwer? Was sagst du so blöd, Kuhl? Was sagst du so blöd, Assad? Du musst gerade reden.
Du hast doch jahrelang den IS großgezogen, weil du dir gedacht hast, wenn es das Böse schlecht hingibt, dass du nicht ganz so scheiße auskommst. Klappe Putin! Deine Luftschläge sind auch nicht besser als die der anderen. Immer schön dem Assad nachquatschen. Jeder, der gegen mich ist, ist ein Terrorist. In Syrien hat er das gepasst, aber in der Ostukraine, da hast du die Sache mit deinen eigenen Rebellen schon ein bisschen differenzierter gesehen, oder? Und sowas soll ich der Heimatfront verkaufen. So spät es jetzt ist. Los schlagen, du musst, junger Padawan. Die Leute müssen auch wenigstens das Gefühl haben, dass wir hier für das Gute kämpfen.
Oder wie sie sagen würden, für das Gute vorzutäuschen kämpfen nicht muss. Wer hat mich gerufen? Das westliche Bündnis. Das hat mir gerade noch gefehlt. Bisher habt ihr finstere Krieger, aber ich kann euch die Werte geben, die ihr für euren Kampf braucht. Ach, paar Werte! Ihre Luftschläge im IS-Gebiet haben schon hunderte Zivilisten getötet. Die können schon mal keine Terroristen mehr werden. Zusammen ihr unschlagbar sein werdet. Au! Was war das? Für die Grimm? Ruhe jetzt! Stopp! Reißt euch mal zusammen! Aufstellen! Formation! Nicht zu fassen! So, herhören! Ab jetzt gilt, alles hört auf mein Kommando! Dem Kampf gegen den IS müssen wir alle unsere Kräfte bündeln.
Wir müssen gemeinsam dem Gegner in die Augen sehen. Wir müssen alle an einem Strand ziehen. Mir nach! Ich habe den Dank für mich alleine! Ich frage mich immer, wann diese Männer so geworden sind. Waren die schon immer so? Oder waren die schon als Sperrmann-Arschloch? Oder haben die einfach nur die falschen Weihnachtsgeschenke gekriegt? Es ist ein gefährliches Fest, was da auf uns zukommt. Und ein sehr gewichtiges, das meine ich jetzt durchaus doppeldeutig, jeder zweite Deutsche wird über die Festtage ein bis drei Kilo zunehmen. Also um das hier mal so ein bisschen zu veranschaulichen, Sie werden zunehmen, ich natürlich nicht. Dann wieder Sie, Sie nicht und Sie wahrscheinlich drei.
Und jetzt rechnen Sie das mal hoch. Das sind 80 Millionen Kilo, die Deutschland in nur einer Woche schwerer wird. 80 Millionen Kilo! Das ist ungefähr so viel, wie alle Flüchtlinge, die bislang zu uns gekommen sind, zusammenwiegen. Nur weil Sie sich nicht beherrschen können. Das macht doch auch Blähungen. Das drückt doch auf die Landmassen. Im Grunde ist es ja großartig, dass Sie so gedankenlos dem Wachstum frönen. Irgendwo muss das ganze Zeug ja hin. Alleine in Deutschland werden jedes Jahr vier Milliarden Kilogramm Süßigkeiten produziert. Das schafft ja selbst Sigma Gabriel nicht. Kein Wunder, dass uns täglich eingeredet wird, dass wir viel konsumieren müssen.
Dass wir uns gerade in der Adventszeit abwechslungsreich ernähren müssen. Nicht immer nur Lebkuchen, auch schon mal Printen. Dominosteine, Marzipankartoffeln, Schokoladenbeinachtsmänner, Stollen, Rumkugeln, Plumpudding. Hauptsache viel. Hauptsache Überfluss. Hauptsache uns ist jeden Tag schlecht. Das Zeug muss ja weg. Denn die übrig gebliebenen Printen einfach denen zu geben, die Hunger haben. Das ist ja allenfalls weiblicher Betroffenheitsfürlefanz. Süß, alle sollen satt sein. Das bringt doch nix. Das schafft doch keinen Wachstum. Wir brauchen doch nicht satte Menschen, sondern Menschen, die was brauchen. Wir geben also die leckeren Printen nicht einfach denen, die sie gerne hätten.
Sondern wir reden denen, denen die Printen schon seit Anfang September aus den Ohren rauskommen ein. Dass sie dringend noch viel mehr Printenprodukte brauchen. Einen schönen Printen-Smoothie. Oder Printen-Smoothie-Maschinen. Aufkleber, Magneten, Schlüsselanhänger, Ohrstecker. Langsam verstehe ich es auch. Wenn meine Tochter mit folgender Matheaufgabe aus der Schule kommt, Olga hat 10 Printen. 7 davon verschenkt sie. Da muss ich doch Einhalt gebeten. Da muss ich doch sofort sagen, stopp, falscher Ansatz. Überhaupt nix verschenkt Olga. Ist recht, keine Printen. Die Olga ist doch keine Wachstumsbremse. Und du auch nicht.
Applaus Es ist wirklich unglaublich, wie uns jeden Tag eingeredet wird, dass Wachstum das Allheilmittel gegen alles ist. Gegen Armut, Arbeitslosigkeit, Umwelt, Kniatrose, Flüchtlinge, Terrorismus. Und wir machen das mit. Wir machen es mit. Wir ändern nichts. Wir wissen um die Ungleichverteilung in der Welt. Es ist ja inzwischen sichtbar. Es ist spürbar. Es lässt sich nicht mehr verdrängen. Es lässt sich im Übrigen auch so nicht mehr aufrechterhalten. Aber wir beharren auf unserem Lebensstil. Im Mittelalter hat jeder Hausstand ungefähr 400 Gegenstände besessen. Heute sind es im Schnitt 10.000. Wir wissen, dass wir Deutschen einfach so leben, als stünden uns 2,5 Planeten zur Verfügung.
Und scheißen uns in die Hose um unseren Hausstand von 10.000 auf 9.800 Gegenstände einzudampfen. Nun, egal, wenn Sie fragen von diesen Strippenziehern, diesen Wachstumshainis, wann wollen Sie eigentlich mal fertig sein? Wann ist es denn mal genug, wenn die immer nur sagen, niemals. Es muss immer weiter wachsen, damit es so bleibt, wie es ist. Da muss ich mich doch langsam als patente Frau mal fragen, ob mich das Gehirn vernebelt hat oder ob mich möglicherweise ein vernebeltes Gehirn die Voraussetzung ist, um an die Spitze der Macht zu gelangen.
Ich habe jedenfalls immer öfter Lust, mich mal vor diesen Männern aufzubauen, die immer alles wissen und uns alternativlos in den Abgrund reiten und den ganz freundlich zu sagen, wisst ihr was, Chefchen? Eure narzisstische Störung habe ich auch schon unterhaltsamer erlebt. Hallo, ja? Ja, hier. Ja, ja. Wir PR-Agentur, PR-Agentur Blatt und Schuss-Chef persönlich am Apparat. Hallo, Herr Naidoo, bitte? Nein, nein, die Strategie ist richtig. Nein, Sie können uns ruhig vertrauen, Herr Naidoo. Überlegen Sie mal, wir waren die PR-Agentur, die Marine Le Pen geraten hat, ihren debilen Vater loszuwerden. Verstehen Sie?
Nein, vertrauen Sie mir, einen Imageverlust wäre es nur, alles klar, Rechnung kommt dann. Gut, tschau tschau. Ah, endlich, der verlochene Wüstensohn kehrt zurück, ja? Kommen wir gleich zu unserer PR-Kampagne für Saudi-Arabien. Da haben wir ja einen ganz dicken Fisch an der Hand. Den braten wir uns jetzt mal schön in Öl. Also, wie war es beim Kunden? Schöne Burka für Ihre Frau gefunden. Sie kennen ja Saudi-Arabien nicht, da gewinne ich Alkohol, ist Nachtleben, na ja. Also da hatte ich bei Klosterfrau Melissengeist mehr Spaß. Ernsthaft, Feedback beim Kunden, wie war es, das Booster? Ist ja schon sehr schön geworden, starke Aussage. Danke schön. Was steht da eigentlich?
Ich glaube, es ist arabisch. Ja, das passt ja dann. Und was sagt der Kunde? Saudi-Arabien ist Königshaus, ist sehr glücklich mit unserer PR-Straktik. Wir haben ja am Anfang schon einige Erfolge zeitigen können, sehen Sie mal. Als erstes zeige ich Ihnen mal das hier. So, das ist nämlich die Anstalt. Weiß nicht, ob Sie das kennen. Das sind außenpolitische Experten und die haben in einem Sketch über das böse im Syrien-Konflikt Saudi-Arabien, also unseren Klienten, gar nicht genannt. Gute Arbeit von Wagner. Vielen Dank. Jetzt haben wir allerdings noch eine Sache zu klären. Und zwar, es gibt ein Problem, sehen Sie immer mehr Menschen näher vergleichen Saudi-Arabien mit dem IS.
Wie kann man die denn verwechseln? Das ist doch ganz einfach. Die einen bombardieren wir, den anderen liefern wir die Bomben. Das ist richtig, aber sehen Sie, das Produkt ist für den Engverbraucher schwer zu unterscheiden. Also beide haben im Grunde dieselbe Unternehmensphilosophie. Den Wahhabismus, so eine Art Steinzeitauslegung des Islam. Ganz, ganz harte Nummer. Leute, da müssen wir einfach einen draufsetzen. Wie wäre es zum Beispiel mit Wahhabi-Nüsse extra scharf? Sehr gut. Großartig. Da muss es doch Unterschiede geben. Der IS hat immer schwarze Kutten an, die Saudis weiße. Wie die Nationalmannschaft. Ich weiß nicht, ob das reicht.
Jetzt müssen wir uns vielleicht doch nochmal das Rechtssystem von beiden anschauen. Das ist dann doch durchaus ähnlich. Ich habe mir eine kleine PowerPoint vorbereitet. Warten Sie mal ganz kurz, vielleicht können wir das so sehen. Hier sind die möglichen Bestrafungen im Vergleich links IS rechts Saudi-Arabien. Bei Blasphemie haben wir Todesstrafe, Todesstrafe. Bei Blasphemie haben wir Todesstrafe, Todesstrafe. Bei Abwendung vom Islam, Moment. Ja, Todesstrafe, Todesstrafe. Bei Ehebruch. Lassen Sie mich raten, Todesstrafe, Todesstrafe. Nein, Steinigung, Steinigung. Kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie. Kommen Sie. Da muss es doch einen Unterschied geben. Strengen Sie sich an.
Haben wir am Saudi-Arabien-Köpf nur Freitags? Ja, aber dann haben wir es doch. Dann haben wir es doch. Beim IS ist es Bauberei. Bei den Saudis ist es eine gute Tradition. Wie bei uns. Freitags nur Fisch. Da kann auch der Christ connecten. Sehr gut, darauf können Sie doch aufbauen. Ja, wir haben allerdings noch ein Imageproblem mit den Todesurteilen, die Saudi-Arabien ständig fällt. Also ein jüngstes Beispiel haben wir zum Beispiel mal hier. Sehen wir Ali Mohamed Baqir al-Nimr. Er hat mit 17 Jahren das saudische Königshaus, also dagegen demonstriert. Und? Ja, das Urteil lautet Enthauptung und anschließende Kreuzigung. Verstehe. Wie drehen wir das positiv?
Na ja, ich bitte Sie, also wenn er gekreuzigt wird, dann ist er bereits enthauptet. Richtig. Das ist doch Barmherzigkeit. Ja, ganz genau. Und dann könnten wir noch eine große Plakataktion draufsetzen. Irgendwas mit Ironie. Wo man einfach auch sieht, dass die Scheichs Humor haben. Saudi-Arabien schaltet den Schmerz ab. Schnell. Ja, großartig. Oder wie wäre es mit Saudi-Arabien? Sterben Sie, wir kümmern uns um die Details. Oder Saudi-Arabien? Dahinter steckte immer ein kluger Kopf. Geschmacklos. Na ja, vielleicht können wir ja Saudi-Arabien französisch aussprechen. Saudi-Arabien? Süß. Also gut, das ist auch ein toughes Produkt, Saudi-Arabien, muss man ehrlich zugeben.
Ich meine, wir können ja die Saudis jetzt nicht aus Imagegründen einfach so in den UN-Menschenrechtsrat schicken. Das können wir nicht. Da sitzen sie ja schon drin. Was? Bitte? Was meinen Sie? Saudi-Arabien hat den Vorsitz in einem UN-Beratungsgremium, die Experten aussucht, die dann über Menschenrechtsverletzungen berichten. Ja, aber das können wir doch positiv darstellen. Endlich mal Experten, die was von Menschenrechtsverletzungen verstehen. That's it, ich sehe den Claim schon vor mir. Menschenrechtsverletzungen, wir tun was. Ja, hallo? Ah, nein, du, ja bitte. Ja, in der Richtung weitermachen. Was haben Sie gesagt? Die Moslems tragen den neuen Judenstern? Oh, heilige Scheiße.
Gut, ja, wir machen es, aber es wird teuer. Ja, okay. Sushi? Gerne, aber wir müssen noch eine Sache. Was machen wir mit dem Jemen? Was ist denn mit dem Jemen? Da ist Krieg. Seit März dieses Jahres, da bombt Saudi-Arabien den Jemen zurück in die Steinzeit. Wir haben da über 5000 Tote inzwischen, hauptsächlich Zivilisten. Ich meine, 500.000 Kinder stehen kurz vor dem Hungerzot. Wenn wir nichts tun, das ist eine Katastrophe. Ja, vor allem für unsere Image-Kampagne. Aber da ziehen wir einfach unseren Joker. Den Joker? Die weltweite Gleichgültigkeit. Richtig. Dieser Sketch wurde präsentiert von der Islamischen Republik Iran. Zimt, Schnecke und Spitzbube. Zimt, Schnecke und Spitzbube. Meldung.
Keine Terrorgefahr auf dem Weihnachtsmarkt. Was? Ach, der? Nein, das ist kein Gefährder. Der ist von hier. Was soll ich machen? Mit dem? Das Gleiche wie mit dem Islamisten? Na ja, ja, gut. Ja, gut. Hallo. Sagen Sie mal, was machen Sie denn da? Wer sind denn Sie? Josef Askalilea. Einführung, Hilfe, ich werde überfremdet. Nein, ich komme doch aus Österreich. Wie alle Flüchtlinge. Bei uns im Osten ist kein Platz für euch. Wieso eigentlich? Ihr habt doch 540.000 leerstehende Wohnungen. Das wäre doch Lebensraum im Osten. Ja, aber das ist deutscher Leerstand. Und deutscher Leerstand muss verteidigt werden. Das ist typisch. Egal ob Sie Raum habt oder braucht, ausbergen muss es immer der Ausländer.
Die Fremde passen noch nicht in die deutsche Kultur. Aber viele Deutsche sind doch auch nicht keine Goethe-Experten. Ich habe beide Teile gesehen. Fuck you Goethe 1 und 2. Beide? Auch vom Faust? Trost zu mir? Ihr Ausländer seid doch alle gleich. 70% Alleinstehende, aggressive Memo. Nur dass von diesen 70% die Hälfte minderjährig sind oder älter. Meinen Sie nicht, dass die vor Ihnen doch mehr Angst haben, als Sie vor denen? Scheiß Ausländer. Nehmen Sie alles weg. Sogar die Argumente. Jetzt bin ich auch nicht mehr in Stimmung. Meine Damen und Herren, kennen Sie das? Wenn es Ihnen da genauso geht und Weihnachten steht vor der Tür, Ihr Herz wird weich, Sie kriegen evtl.
Mitleid mit den Flüchtlingen und kommen nicht so recht in fremdenfeindliche Stimmung? Da haben wir was für Sie. Hier, bei der Unkulturzeit auf NationalTV. Guten Abend, meine Damen und Herren. Wir haben wie immer für Sie ein paar Weihnachtsgeschenke zusammengestellt, die unter dem Weihnachtsbaum für die richtige nationale Stimmung sorgen. Zum Beispiel diesen wunderschönen Gastroführer. Der Führer zeigt Ihnen alle Gasthäuser in Deutschland natürlich ohne Fremdenzimmer. Da weiß man gleich, hier kocht die Volksseele. Lecker. Und danach vielleicht ein brauner Lebkuchen. Natürlich. Natürlich aus Nürnberg.
Oder mein ganz persönlicher Tipp fürs Weihnachtsfest, um auch den Nachwuchs in die rechte Stimmung zu setzen. Ein Chemie-Baukasten. Züchten Sie Ihre eigenen völkischen Ressentiments mit der Frauke-Petri-Schale. Vielen Dank. Oder wie wäre es vielleicht mit einem Gutschein zum Fest? Vielleicht wäre ein Wochenendausflug in das bezaubernden Meißen. Meißen? Ist das nicht diese Stadt, in der in zwei Tagen jemand eine Lichterkette machen möchte gegen Fremdenfeindlichkeit? Und das ausgerechnet im Wahlkreis von Thomas de Maizière. Eine Bedrohung für das kalte Deutschland. Sie machen sich mal ein, wieder hinter die Binde. Und dann Mut zur Fahne.
Am besten Sie besuchen eine Veranstaltung der Initiative Heimatschutz Meißen. Und machen sich nach dieser völkisch ideologischen Stärkung auf den Weg zur nur einen Steinwurf entfernten Asylunterkunft. Erleben Sie das Funkeln in den Augen der Kinder, wenn dieses Flüchtlingsheim weihnachtlich illuminiert wird? Übrigens das einzige Feuer, das Sie während der Weihnachtsfeiertage unbeaufsichtigt lassen können. Diese Weihnachtsfeuer gibt es natürlich nicht nur in Meißen, sondern in über 100 anderen deutschen Städten. Bestimmt bald auch in einer Unterkunft in ihrer Nähe. Und damit kommen wir zu den Buchtipps. Frisch herausgekommen, Heideggers schwarze Hefte. 1700 Seiten Hass und Verachtung.
Das Highlight unter jedem Weihnachtsbaum. Haben Martin Heidegger lange Zeit als klarer Denker verkannt, als der antisemitische Rassist der er in Wirklichkeit war? Die überraschende Pointe seines Werkes. Der Sieg der Alliierten war schlimmer als die Vernichtung der Juden, weil es die Deutschen daran gehindert hat, ihre geschichtliche Mission zu erfüllen. Fesselnd, packend. Vier von fünf Haken kreuzen. Wer es kompakter will, ist in der Aphorismus-Sammlung von Nancy Kentsock, einer Autorin des Heimatschutzes Meißen, veröffentlicht im Facebook-Verlag. Ihre Gedanken zur Asylunterkunft, Kammerjägereien und das Ungeziefer raus. Aber so desinfiziert, dass sie nie wieder auftauchen.
Für Freunde der herablassenden Hochliteratur empfiehlt sich ein Essay von Boto Strauß, einem dichten Denker, der uns Einsichten schenkt wie Ich möchte lieber in einem aussterbenden Volk leben, als in einem, das mit fremden Völkern aufgemischt, verjüngt wird. Frisch ausgezeichnet mit dem Lutz-Bachmann-Preis. Wenn Ihnen bei diesen Texten ein bisschen trocken im Mund geworden ist, probieren Sie es doch mal mit einem Schluck von Höckes Edeldeutsch. Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1923. Das heißt, die Zutaten sind natürlich nur Wasserschwein und Schmalz. Gebraut nach einer 1000-jährigen Brautradition. Probieren wir doch gleich mal einen Schluck.
Wir, das deutsche Volk, haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, unseren Kindern in der Mitte von Europa eine deutsche Zukunft zu gestalten. Man sieht gleich, es wirkt. Und so wünschen wir beide Ihnen natürlich Weiße Weihnacht. Traurig. Ein ganz klarer Fall von Xenophobie. Xenophobie. Die Angst vor Fremden. Das war schon immer so. Die Perser hatten Angst vor den Griechen, die Griechen vor den Römern, und als der Mensch der Homo sapiens aus Afrika nach Europa kam, wer hat auf ihn gewartet? Der Neandertaler. Wilde, grobe Gesellen mit einem knüppelnden Hand. Großes Maul, kleines Hirn. Wir kennen die Leute aus Dresden. Ich sag Ihnen was, da steckt noch tiefstes Primatenerbe in uns.
Wir Menschen haben ja tierische Vorfahren. Viele Tiere sind extrem xenophob. Warzenschweine. Stingtiere. Wenn da Fremde im Revier auftauchen, da ist aber Polen offen. Polen natürlich zu. Aber Tiere können nichts dafür. Tiere handeln instinktiv. Entschuldigung, Live-Sendung. Tiere handeln instinktiv. Natürlich geht es um Fressfeinde, Rangordnung und natürlich um Gruppenzusammenhalt. Wenn Tiere ohne Selbstbewusstsein, ohne Ich-Reflektion, da entsteht Gruppenzusammenhalt ja immer durch Abgrenzung. Durch, so wie wir sind, sind die nicht. Und ich hab keine Ahnung, wer wir sind. Aber alles, was ich über uns weiß, wir sind die, die die nicht sind. Also man muss fair sein.
Für eine Rotte Warzenschweine verhält sich die Pegida vollkommen in Ordnung. Noch in der Steinzeit mögen solche angeborenen Ängste Sinn gemacht haben. Schlangenphobie, Spinnphobie. Manche Fehler macht man nur einmal. Wenn man die Cobra mit dem Gattenschlau verwechselt, da ist Schicht im Schacht. Aber anderes kann vollkommen überflüssig sein. Wie das Steißbein. Das Steißbein, ein Überbleibsel aus der Evolution, als der Mensch noch einen Schwanz hatte. Wenn das Ding uns wenigstens helfen würde, beim Skifahren das Gleichgewicht zu halten, rauszukommen. Genau so ist es mit der Xenophobie. Natürlich, wir Menschen, wir leben nicht mehr in Horden, in Rudeln.
Wir rennen nicht mehr durch die Pampa und schlagen uns mit unseren Artgenossen um halb verfaultes Aas. Wir leben in großen, komplexen, sozialen Gemeinschaften. Dazu kommt die Globalisierung, wo ständig alles durcheinander gewürfelt wird. Und da ist natürlich Xenophobe Fremdenfeindlichkeit ein totales Handicap. Weil die einzige Möglichkeit vom Fremden zu profitieren, ist natürlich die Kooperation. Natürlich auch die Durchmischung, aber wer sind die klugen Hunde im Tierreich, die Mischlinge, die Straßenköter, die alles besteichen, was für Pfoten hat? Dagegen die Rheinrassiken sehen alle ein bisschen tappig aus. Prinz Charles. August von Hannover. That's the way it is.
Deswegen, Kinder, ran an den Speck. Deswegen, Kinder, ran an den Speck. Aber dazu müssen sich unsere Manieren gegenüber Fremden fundamental verbessern. Weil wie lernt die Evolutionsbiologie? Der Energieaufwand beim Balsverhalten verhält sich direkt proportional zur faktischen Reproduktionsrate. Oder übersetzt, wer ficken will, muss freundlich sein. Oder für die rechte Dorfjugend, wenn du die alte knallen willst, darfst du dir nicht vor die Matranz anzünden. Ist ja klar. Wobei das eigentlich Schlimme an der Xenophobie ist, viele Leute sind ja xenophobe, ohne es selbst zu wissen. Das sind diese Aberleute.
Kennen Sie diese Aberleute, die immer sagen, ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber, aber, aber, aber die Terrorgefahr? Entschuldigen Sie, glauben Sie, in der Zeit, in der Zeit, in der Zeit, in der Zeit, Entschuldigen Sie, glauben Sie, internationale Terroristen kommen im Schlauchboot nach Europa? Ich glaube, wir sind abgesoffen. Ich habe dir gleich gesagt, fünf Mann mit Kalaschnikow, das hält keine Luftmatratze aus. Weil eigentlich wollen Sie nämlich sagen, ich mag keine Flüchtlinge, ich will keine Flüchtlinge. Wer soll denn noch alles kommen? Syrer, Sudanesen, ich habe mich noch nicht mal an die Sachsen gewöhnt.
Deswegen, um das mal zusammenzufassen, wenn Sie schon kein Herz haben, diese fremden Menschen zu akzeptieren, benutzen Sie wenigstens Ihren Kopf, Ihren Hirn. Unser Verstand, das ist nämlich, was den Menschen zum Mensch macht. Der Mensch macht den Mensch zu Mensch und unterscheidet uns vom Tier, vom Stingtier, Warzuschwein oder Lutz Bachmann. Vielen Dank. Meine Damen und Herren, willkommen zur Bundespressekonferenz. Wie Sie sehen, ist bald Weihnachten. Es gibt dazu Fragen. Dieses arameische Paar, das unregistriert durchs Land reist, was sagt denn die Bundesregierung dazu? Ja, dazu liegen uns derzeit keine Informationen vor. Die Mutter sagt, das Kind sei Gottes Sohn.
Kann man da religiösen Fanatismus ausschließen? Also, sehen Sie, von einem Säugling geht doch zumindest unmittelbar keine Gefahr aus. Die beiden geben an, Maria und Josef zu heißen. Was ist mit den Nachnamen? Ja, Ausweispapiere liegen uns derzeit natürlich nicht vor. Weiß die Bundesregierung irgendwie noch, wer überhaupt ins Land kommt? Können Sie denn ausschließen, dass es sich bei diesem Pärchen um eine islamistische Terror-Milis handelt? Ja, vielleicht, weil der Islam, der an den Informationen zum Zeitpunkt Jesu Geburt noch nicht erfunden war.
Ich möchte, seit Jahren beantworte ich auf diesem Podium nun jede Ihrer noch so absurden Detailfragen, versuche mich hier von Ihrer vom Mäntelchen der Professionalität nur mühsam bedeckten Harmlosigkeit nicht irritieren zu lassen. Ich würde Ihnen das Kompliment weitergeben, dass er mir als Einziger in diesem Laden einmal wirklich auf die Nüsse geht. Darf ich Sie daran erinnern, dass die Qualität der Regierungsarbeit auch von der Qualität Ihrer kritischen Berichterstattung abhängt? Ich frage mich wirklich, was die Bundesregierung eigentlich noch alles tun muss, um von Ihnen endlich einmal grundsätzlich kritisiert zu werden. Der Kriegseinsatz in Syrien zum Beispiel.
Die Bundesregierung hat keinen nachvollziehbaren Plan, kein völkerrechtlich geregeltes Mandat, keine vernünftige Exit-Strategie, keine wirklichen Rückhalt in der Bevölkerung. Der Einsatz wird Jahredauer noch mehr Terroristen kreieren und trotzdem kann ich beim besten Willen hier keinen ernstzunehmenden Widerspruch erkennen. Wenn die Bundesregierung durch mich ausrichten lässt, wir gehen in den Krieg lauter, die frage ich oft nicht warum, sondern wann genau geht's denn los? Entschuldigung. Entschuldigung. Wann hatten Sie gesagt, geht es los? Beim Euro. Seit Jahren zwingen wir Griechenland zu einer irrsinnigen Kürzungspolitik.
Millionen Menschen werden ins Elend gestürzt, die besten Ökonomen zerreißen uns dafür in der Luft, aber trotzdem erntet diese Bundesregierung hier die Griechenlandseite. Die Griechenlandseite. Die Griechenlandseite. Die Griechenlandseite. Trotzdem erntet diese Bundesregierung hier einen Großteil wirklich ausschließlich Beifall. Wie sollen wir das verstehen? Wir können ja nicht jede Woche eine Olympia-Umfrage machen, nur um zu gucken, ob der lebendige und denkende Teil der Bevölkerung noch am Leben ist.
Ich möchte Sie an dieser Stelle fragen, wie es sein kann, dass die Bundesregierung so selten politisch mitverantwortlich dafür gemacht wird, dass fast jeden Tag in Deutschland ein Flüchtlingsheim angezündet wird. Wo ist die angemessene, fundamentale Kritik an diesem Staatsversagen? An diesem Staatsversagen. An diesem Staatsversagen. An diesem Staatsversagen. An diesem Staatsversagen. An diesem Staatsversagen. An diesem Staatsversagen. So weit von mir.. es gibt dazu Fragen. Es gibt dazu Fragen. Kann man ja nicht mal ein bisschen Musik machen oder so, ich meine, das ist doch Vorweihnachtszeit.
Ähm, Sie, ähm, das ist jetzt, ähm, bitte, äh, Sie, bitte, ich, ich, ich weiß jetzt wirklich nicht, warum Sie hier klatschen, aber Sie sind nicht von der Presse, oder? Ich gehöre zu den Toten Hosen. Eine Regionale, ach nein, äh, Sie, Toten Hosen, ich hab schon, Sie haben doch dieses Lied, äh, an Tagen wie diese, Sie haben ja quasi schon mal für die Bundesregierung gearbeitet. Das waren wir nicht, das waren wir nicht, das waren die Ärzte. Ah, Entschuldigung, ähm, das, mein Fehler, ähm, und, und Sie wollen jetzt hier Musik? Ja, also wir haben so ein Oldie aufgenommen, der ist von vor 20 Jahren und damals war der brandaktuell und, äh, heute auch wieder.
Ähm, darf ich denn zumindest annehmen, dass dieser Song eine gehörige Portion Kritik, Kritik an den herrschenden Verhältnissen enthält? Darauf können Sie sich verlassen. Na, dann hauen Sie rein. Willkommen in Deutschland. Das ist das Land, in dem man nicht versteht, was fremd kein Wort für feindlich ist, in dem Besucher nur geduldet sind, wenn sie versprechen, dass sie bald wieder gehen.
Es ist auch mein Zuhaus, selbst wenn es ein Zufall ist und irgendwann fällt es auch auf mich zurück, wenn ein Mensch aus einem anderen Land ohne Angst hier nicht mehr leben kann, weil täglich immer mehr passiert, weil der Hass auf Fremde eskaliert und keiner weiß, wie und wann man diesen Wahnsinn stoppen wird. Es ist auch mein Land und ich kann nicht so tun, als ob es mich nicht angeht. Es ist auch dein Land und du bist schuldig, wenn du deine Laune davor schlägst. Dies ist das Land, in dem so viele schweigen, wenn Peggy da auf die Straße geht, um der ganzen Welt und sich selbst zu beweisen, dass die Deutschen wieder die Deutschen sind.
Diese Provokation segelt mir und dir, denn auch du und ich, wir kommen von hier, keinen Ausländer, der uns dabei helfen kann. Dieses Problem geht nur uns allein was an. Ich habe keine Lust, noch länger zuzusehen, habe satt nur zu reden und umzustehen. Vor diesem Fall werde ich mich nicht umgehen. Es ist auch mein Land und ich will nicht, dass dein Pferd es leicht lossen. Es ist auch dein Land. Steh auf und hilf, dass dieser Hass es nicht zerstört. Es ist auch mein Land und sein Ruf ist sowieso schon ruiniert. Es ist auch dein Land. Können wir zeigen, es lieben auch andere Menschen her. Das war die Anstalt heute mit unseren Gästen Tina Kolbner, Stefan Falko-Wieher und Philipp Weber.
Das war die Anstalt heute mit unseren Gästen.
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