Fake News und Donald Trump
Medienhysterie um Donald Trump, Fake News, Wahlbeeinflussungen durch die USA und Russland , Notwendigkeit von Feminismus , Aufklärung in der heutigen Zeit, Bundestagswahl 2017 und Martin Schulz , „ Melting pot Bayern “
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die 'Anstalt'-Folge analysiert die komplexen Zusammenhänge um Donald Trump und die damit verbundenen Kontroversen. Sie thematisiert die Verbreitung von Fake News, die Manipulation von Fakten und die politische Polarisierung durch Strategien wie Stratcom. Die Episode kritisiert die zunehmende Bedeutung von persönlichen Meinungen und Schlagzeilen gegenüber Fakten und die Rolle von Einmischungen, insbesondere durch Russland, in politischen Prozessen. Darüber hinaus wird die Kritik an der US-amerikanischen Presse und die Frage nach der Verantwortung der Unterstützer für den Aufstieg Trumps untersucht. Schließlich wird die Notwendigkeit von Transparenz und kritischem Denken in der politischen Debatte betont.
Transkript 7.163 Wörter
Herzlich willkommen, liebe Zuschauer. Gestatten Sie mir eine kurze Anmerkung, bevor es losgeht. Wir werden uns heute, im Gegensatz zu allen anderen, nicht mit Donald Trump beschäftigen. Ich weiß, das erscheint ein bisschen seltsam, aber wir halten es einfach für eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Wir haben deshalb einstimmig beschlossen, den Donald-Trump-Hype nicht weiter zu befeuern. Das ist nicht Ihr Ernst, Herr Uthoff, oder? Das ist nicht Ihr Ernst. Wann genau haben wir das einstimmig beschlossen? Eben gerade. Mit meiner Stimme. Wir werden uns stattdessen mit den Themen beschäftigen, die für uns im Bundestagswahl 2017 von entscheidender Bedeutung sein werden. Als da eben sind.
Soziale Ungleichheit, Rente. Mir war das so nicht abgesprochen. Es wird Ihnen doch bitte noch etwas anderes einfallen als Donald Trump. Sagt man, könnte es sein, dass irgendjemand meine Krawatte genommen hat? Das ist einste Irrenhaus hier. Sie haben doch nicht ernsthaft das... Wunder. Endlich ein Vernünftiger, Herr Puffbuff. Großartig. Lassen Sie mich raten. Um wen geht es bei Ihnen? Katrin Göring-Eckardt. Melania Trump. Das ist nicht die große Donald-Trump-Show! Oh ja, es ist die Donald-Trump-Show. Und es wird riesig! Good evening. I love you. I hate Merkel. I don't know her. She's great. Das ist meine Show. Die Trump-Stars! Ich wurde für eine Kabarett-Szene gebucht.
Nein, das ist auch nicht die Trumps, das ist die Anstalt. Entschuldigung, Mr. President, das hier ist Platz für politische Satire und nicht für Politclowns. What? But I'm funnier than you. Mr. President, Sie sind nicht lustig, Sie sind lächerlich. Das ist ein Unterschied. Wahrscheinlich ist er immer noch nicht darüber hinweggekommen, dass weniger Menschen bei der Amtseinführung waren als bei Obama. Das ist Fake News! Meine Amtseinführung war die bislang größte. Nein, das stimmt nicht. Bei der ich je war. Es gibt Fotos von Ihrer Amtseinführung und von der von Obama. Da waren weiße Platten verlegt, darauf sieht man schwarze viel besser. Entschuldigung, Mr.
President, die Fakten sprechen eine andere Sprache. Deshalb versteht er Sie wahrscheinlich nicht. Lucy Riot hatte ja auch nicht richtig verstanden. Listen, I'm a president zum Anfassen. Ich habe mich entschuldigt. Aber I promise, ich werde es nie wieder tun. Oh, haben das alle gehört? Donald Trump wird nie wieder Frauen zwischen die Beine fassen. No, honey, ich werde mich nie wieder dafür entschuldigen. Was jetzt? Dann verstehe ich auch, was Sie mir gerade schreiben. Sie schreiben wirklich, dass Sie mir Ihren Trump Tower zeigen wollen? Ich habe nicht getwittert. Meine Hände waren die ganze Zeit über den Tisch. Okay, das ist... Stop it! Stop it! Stop it! Please! Stop it! Das ist Ihre Show.
Übernehmen Sie bitte dieses ekelhafte Zeug. Ich weiß nicht, was ihr da vorhat. Mr. Trump, wenn Sie... Hallo? Ja, what? Sie sind dran. Sie sollten mal etwas Positives berichten. Seit ich Präsident bin, gibt es keinen Klimawandel mehr. Ja, aber nur auf der Homepage vom Weißen Haus. Und America first. Umweltschutz weiter hinten. Aber um Ihren eigenen Golfplatz in Schottland haben Sie trotzdem eine Mauer gebaut, weil Sie Angst vor dem steigenden Meeresspiegel hatten. Gibt es ein Problem auf dieser Welt, wo Sie nicht sagen, das lösen Sie mit Mauern bauen? Funny. Was habt Ihr Deutschen gegen den Bau einer Mauer? Da sind wir sehr dagegen.
Da haben wir schon unsere entsprechenden Erfahrungen mitgemacht. Ja, eben. Und was ist mit der Mauer um die Festung Europa? Das ist in dem Sinne keine Mauer. Das ist mehr ein natürlicher Wassergraben. Ja. Was ist mit der Mauer in Griechenland und in Ungarn? Was steht da rum? Mr. President, das ist ein Zaun. Ein Zaun, keine Mauer. Und das ist natürlich auch viel menschlicher, weil man durch den Zaun hindurchsehen kann, wo man nicht hinkommt. Außerdem sind an Ihrem Grenzstand zur Mexiko bereits 6.000 Menschen verhungert und verdurstet, Mr. President. What?! Mein Zaun? Wer hat ihn gebaut? Bill Clinton hat ihn zuerst gebaut. Und wer hat ihn hochgerüstet? Bush Bush. Und? Obama.
Und wer hat nicht dagegen protestiert? Wir. I can't hear you! Aber wir protestieren dagegen, dass Sie den Vorhaben haben, Millionen von Mexikaner abzuschieben. Genau, Obama hätte das nie gemacht. Niemals. Niemals. Listen, Obama hat über zweieinhalb Millionen abgeschoben, mehr als jeder andere Präsident. Und wer hat nicht dagegen protestiert? Wir. Ja, aber Moment mal, trotzdem ist es, was Sie da vorhaben, Menschen in Not einfach abzuschieben. Das ist unchristlich. Interesting. Woher kommen Sie? Aus Bayern? Wieso? Ach so? Ja, ja, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na, na. Das können Sie jetzt hier nicht vergleichen.
Wir in Bayern kämen doch nie auf die Idee, einen fremdenfeindlichen Populisten als Landesvater zu sein. Jetzt sagt's halt auch einmal was! Okay, Mr. President, Sie sagen immer, make America great again, aber wenn Sie Leute abschieben, machen Sie dann nicht America small again, so small wie Ihre Hände und keine Leute mehr reinlassen wollen. Ich sag nur Muslim ban. It's not a Muslim ban. Oh, natürlich nicht. Sie haben ja nur einen Reisestops verhängen wollen gegen sieben Länder mit einer hauptsächlich muslimischen Bevölkerung. Und Obama hätte das nie gemacht. Ah ja, das ist noch... Right, der hat Sie gleich bombardiert. Yemen, Libyen, Syrien, Irak. It's a terrible, terrible mess.
Werd ich alles anders machen. Warum? Sie werden aufhören zu bombardieren, Mr. President? Nein, ich pass auf, dass die Leute vor den Bomben nicht mehr weglaufen können. Muslim ban, den hätte man schon früher machen sollen, dann wäre Barack Hussein Obama niemals Präsident geworden. Obama in Ruhe. Ja, eben. Obama ist Friedensnobelpreisträger. Listen, sweetie, Obamas Regierung hat allein 2016 über 26.171 Bomben geschmissen. Drei Bomben pro Stunde. By the way, ab wieviel Bomben pro Stunde gibt's den Friedensnobelpreist? Ich... Ah? Argumente? Argumente irgendwie? Sieh, that was... You see, that was funny, you so called comedians. Ich bin viel lustiger als ihr. Was machen wir jetzt?
Ich weiß nicht, das war lustig. Das war lustig. Nein, nein, nein, nein, nein, mit dem stimmt was nicht. Der ist lustig, der kennt die Zahlen, der kennt die Fakten. Da ist doch irgendetwas nicht... So was unter uns, ist das wirklich Donald Trump? Ich hab das Gefühl, da ist nicht er selbst, da steckt irgendwer dahinter. Hinter mir steckt niemand. Ich bin der Präsident. Ich bin the real Trump. I'm the real Trump. Kommen Sie zurück in the office. Niemand, verstehen Sie, niemand steckt hinter mir. I'm no puppet. You, you, you, you are the caricat... Herr Uthoff. Prost. Prost ist es doch. Es ist nicht das, wonach es auch... Was soll's? Sie haben es verdient, gegen Trump argumentativ zu verlieren.
Ihre Argumentationskette war ja geradezu kindisch. Meine Argumentationskette war nicht kindisch. Doch, kommen Sie, wenn Sie schon die Mauer zu Mexiko kritisieren, dann müssen Sie auch freie Fluchtwege, offene Fluchtwege nach Europa fordern. Wenn Sie zu Recht den Muslim-Band kritisieren, dann möchte ich aber auch ein paar kritische Worte über Angela Merkels schmutzigen Türkei-Deal hören. Und was war eigentlich mit dem Argument, dass inzwischen in Amerika schon mehr Menschen durch weiße Rassisten gestorben sind als durch radikale Islamisten? Was? Was wollen Sie? Dass wir jetzt aufhören, Trump zu kritisieren? Nein, aber Sie sollen noch viel radikaler werden in Ihrer Kritik.
Wir stehen gegen alles, wofür Trump steht, wie radikal sollst du noch werden? Ach, danke. Wofür steht das? Trump ist gegen Muslime, also sind wir für Muslime. Und Trump ist gegen Frauen, also sind wir für Frauen. Und Trump ist gegen TTIP, also sind wir für TTIP. Wir sind für TTIP? Wir sind ja gegen Trump. Trump ist ja auch für Entspannung mit Russland. Und wir sind gegen eine Entspannung mit Russland. Wir sind gegen Entspannung? Sie wollen ja nicht für Trump sein, oder? Nein, nein, nein. Trump ist ja auch gegen das Establishment. Ja, deswegen sind wir für das Establishment. Wir sind für als Kabarettisten. Sie kochen aber auch nicht auf allen Platten.
So war das mit mir nicht abgesprochen, da mache ich nicht mit. Nein, nein, hier! Herr Funkbach! Das ist doch nicht... Herr Funkbach! Entschuldigung, alles... Sie... Trump-Versteher! Unglaublich! Gegen den amerikanischen Präsidenten zu sein, ist jetzt oberste Bürgerpflicht. Hä? Gegen den amerikanischen Präsidenten sein? Das war früher purer Anti-Amerikanismus. Ja, ja, das war früher. Wenn Sie den amerikanischen Präsidenten angreifen, verteidigen Sie den Freien Westen. Jetzt verstehe ich... Wo war die Tür? Nein, Sie bleiben schön da, Herr Springer. Ja, ja, ich bleibe. Halt! Das haben Sie angerichtet mit Ihrem Radikalismus. Der Widerstand gegen Trump bröckelt.
Ihr steht Ihnen ganz recht, weil Sie sich niemals wirklich mit den Verhältnissen auseinandersetzen. Wir haben uns mit Trumps Verhältnissen auseinandersetzt. Mit Cindy, mit Samantha, wie auch immer. Springer! Die Verhältnisse! Das ist das Hinreißende an Trump, dass die Verhältnisse mit ihm endlich die hässliche Visage bekommen, die sie verdienen. Sagen Sie mal, Herr Uthoff, ich frage mich, wenn Sie gerade Trump waren, haben Sie mich dann hier auf Twitter öffentlich angemacht? Eigentlich? Ja, das war ja, weil ich war ja in der Figur. Ich war es wegen den Verhältnissen. Ich bin praktisch Opfer. Insofern kann man eigentlich sagen, ich muss weg.
Eigentlich weiß ich ja gar nicht, was die Leute alle gegen Donald Trump haben. Ich verstehe Donald Trump, gerade in seiner Sicht auch Frauen. Frauen sind ja auch anstrengend, oder? Feminismus ist anstrengend. Feminismus geht mir so sehr auf die Nerven, dass ich wünschte, ich hätte einen Sack, auf den er mir gehen könnte. Die politische Korrektheit, die Humorlosigkeit, die Sätze, die immer länger und länger werden, weil man überall einen Innen dran hängen muss. Er ist so unpoetisch, so unsexy, so anstrengend. Und er hat einen doofen Namen. Gendern ist hässlich und umständlich und verwandelt die Schönheit eines jeden Satzes in Scheiße. Nicht mal Mann darf man noch sagen.
Überhaupt darf ein Mann überhaupt nichts mehr sagen. Vor allem nichts über Frauen. Egal wie tautologisch es doch sein mag. Wenn ein Mann sagt, Frauen sind wie Frauen sind, kommt bestimmt hinter irgendeinem Busch eine Feministin hervorgesprungen und ruft, was für eine unverschämte, verallgemeinernde und sexistische Äußerung das doch sei. Verstehen Sie mich nicht falsch? Ich bin diese Feministin. Aus voller Überzeugung. Es fühlt sich nur seltsam an einem Ismus anzugehören, von dem man wünscht, es gäbe ihn nicht. Ich glaube nicht, dass zum Beispiel Buddhisten auch wünschten, es gäbe keinen Buddhismus. Oder Kapitalisten, es gäbe keinen Kapitalismus. Aber ich wünschte, es gäbe keinen Feminismus.
Er ist ein Kampf. Und Kämpfe sind immer Kacke. Aber leider sind nicht alle Kämpfe grundlos. Niemand muss Feminismus toll finden. Er ist ja kein Hobby. Feminismus kauft dir ein schnelles Auto. Also wenn du ein Mann bist, wenn du eine Frau bist, lernst du Stricken. Feminismus ist wie das Kondom, das man erst noch kaufen gehen muss, obwohl man schon nackt zusammen im Bett liegt. Ohne wäre es einfacher, aber langfristig eben nur für den Mann. Er ist ein notwendiges Übel. Aber das ist eben der Punkt. Er ist notwendig. Wenn ihr also genervt seid vom Feminismus und dafür habt ihr mein vollstes Verständnis, dann entzieht ihm doch seine Notwendigkeit.
Der Feminismus hat nämlich neben all den anderen unsympathischen Eigenschaften noch eine weitere. Er hat Recht. Er ist der kleine, nervige Streber in der ersten Reihe, den niemand ausstehen kann. Der im Deutschunterricht anfängt, die Grammatik der anderen zu berichtigen, bis ihn sogar der Lehrer hasst. Aber niemand hat Lust, ihm zuzuhören. Natürlich könnt ihr ihn dafür in die Mülltonne stecken, um einen Tag lang Ruhe zu haben. Aber glaubt ihr wirklich, dass er davon weggeht oder cooler wird? Ladet ihn lieber mal zu einer Party ein. Sozialkompetenz lernt man nicht in Mülltonnen. Natürlich nervt Feminismus. Jede Instanz, die uns sagen will, was wir tun sollen, nervt.
Unsere Eltern, Lehrer, die Polizei, morgendliche Radiomoderatoren, die verlangen, dass wir den Tag genießen. Kalendersprüche, die verlangen, aber Recht hat der Feminismus trotzdem. Und eigentlich wissen wir das doch alle. Dass wir nur Menschen anfassen sollten, die von uns angefasst werden wollen. Dass wir Leute nicht auf ihre Körper reduzieren sollten, egal wie viel davon sie zeigen. Dass man Frauen nicht Fotzen und Kampflesben und Emanzen und Bitches nennen und nicht in separate Zugabteile sperren sollte. Bezahlt Frauen gleich gut wie Männer, haltet euch von ihrer Würde fern und erniedrigt sie nicht. Außer, dass es nun mal ihr Fetisch, dann immer los. Ja, das kann man auch.
Haltet Sie nicht für unfähig, Unternehmen zu leiten oder Autos zusammenzuschrauben. Denn beides tut man, meines Wissens, nicht mit dem Penis. Und wenn ihr doch mit dem Penis Autos zusammen schrauben könnt, geht nach Hause, dreht YouTube-Videos und werdet reich. Aber sei trotzdem keine Arschlöcher. Feminismus wird man nicht los, indem man ihn bekämpft. Feminismus wird man los, indem man Sexismus bekämpft. Und wenn der Kampf ausgefochten ist, kommt nur noch ein Satz, jetzt müsste er zweimal, wenn der Kampf ausgefochten ist, dann können die Feministen Stricken lernen und die Feministinnen schnelle Autos kaufen, und dann können wir uns endlich alle wieder mit anderen Dingen beschäftigen.
Und dann können wir uns endlich alle wieder mit anderen Dingen beschäftigen. Warum, warum, warum? Weil Sie Schuld sind an Donald Trump. Weil Sie Schuld sind an Donald Trump. Natürlich, der Russische ist schuld. Er hat keinen Parkplatz gefunden, der Russe ist schuld. Nur eine Socke im Trockner, der Russe ist schuld. Hören Sie mal, Herr Botschafter, ich habe seit dem 20. Januar meine Frau nicht mehr gesehen. Sie haben Ihre Frau vernachlässigt, der Russe ist schuld. Sie wissen ganz genau, wie ich das meine. Donald Trump war Ihr Werk. Diesen Quatsch verzapfen Sie die ganze Zeit. Ich bin kurz davor, es selbst zu glauben. Haben Sie irgendwelche Beweise dafür?
Unsere sämtlichen Geheimdienste sind sich alle einig. Putin hat die Wahl manipuliert, damit Trump ins Amt kommt. Ach, und wie hat er das gemacht? Was weiß ich, das wissen Sie doch besser als ich. Ja, die irgendwelche russischen Hacker haben die demokratischen Server gehackt und haben dann E-Mails veröffentlicht, der ungünstig war zu einem Zeitpunkt, der ungünstig war für Hillary Clinton. Ganz einfach. Hat das nicht das FBI gemacht? Nein, das war so. Da ging es um E-Mails und Server und Ermittlungen, die veröffentlicht wurden, sind zu einem Zeitpunkt, der ungünstig war für Hillary... Das war etwas völlig anderes.
Hören Sie, die E-Mails der Demokraten sind doch von Wikileaks veröffentlicht worden. Ja, aber wie hat Wikileaks diese E-Mails bekommen? Der Russe ist schuldig. Darf ich Sie zitieren? Ach, es gibt keinerlei Beweise dafür. Selbstverständlich. Unsere Geheimdienste haben die Beweise. Ja, haben Sie sie gesehen? Nein, die Geheimdienste haben gesagt, sie können uns die Beweise nicht zeigen, weil wir sonst alle herausfinden würden, wo sie diese Beweise herhaben. Wissen Sie, wie man das nennt, wenn man etwas glaubt, was man nicht gesehen hat? Ich gebe Ihnen einen Tipp, Journalismus ist es nicht.
Herr Botschafter, Ihrland hat versucht, mit Lügen einen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten zu beschädigen, indem er Behauptungen verbreitet, dass Bernie Sanders von der eigenen Partei hinterüchs abgesägt worden wäre. Das stimmt also nicht. Doch, das stimmt, aber das ist Propaganda. Ach, dann waren die E-Mails gefälscht? Nein, die E-Mails waren natürlich echt. Ach, dann wurde Ihnen in den E-Mails gelogen? Nein, da würde nicht gelogen. Wir haben also echte E-Mails mit wahrem Inhalt. Wo ist da die Propaganda? Es ist doch vollkommen egal, ob diese Informationen wahr waren oder nicht. Wichtig ist, dass wir wissen, was Sie mit diesen Informationen wollten.
Und zwar wollten Sie, dass die Leute das Vertrauen des politischen Systemes verlieren. Ach, also es stärkt das Vertrauen in das politische System, wenn nicht öffentlich wird, dass politische Systeme manipuliert werden. Das habe ich so nicht gese- Hören Sie mal, Sie wären doch froh, wenn in Ihrem Land demokratische Prozesse wären, die Sie manipulieren könnten. Was wäre denn eigentlich passiert, wenn Sie von der Washington Post die E-Mails veröffentlicht hätten? Hätten wir einen Pulitzerpreis bekommen, warum? Ach so, wenn es der Russe veröffentlicht, gefährdet es die Demokratie. Wenn es die Presse veröffentlicht, Dann zeigt das, dass das System funktioniert.
Schauen Sie, ich möchte über die Fehler in unserem System nicht von den Russen aufgeklärt werden. Soweit kommt es noch. Wie wäre es andersrum? Wie wäre es, wenn Ihre freie Presse mal Dokumente über Ihre eigenen Wahlfälschungen zu Hause veröffentlichten würde, anstatt dass Sie sich ständig in fremden Ländern einmischen? Ich habe eine interessante Artikel gelesen über Wahlfälschungen, über eine Studie in der freien Presse. Wo war es gleich? Ach, hier, in der Washington Post. Sie beschreibt eine Studie über die Einmischungen der Großmächte in demokratische Wahlen seit 1945. Und wissen Sie was? Die USA liegt ganz klar vorne, mit 81 Einmischungen.
Und da sind die Putschen noch gar nicht mitgerechnet. Ja gut, was soll ich sagen? Sie kennen ja den alten Witz. Da gab es in den USA noch keinen Putsch, weil es da keine US-Botschaft gibt. Aber, schauen Sie mal. Was ich sagen will. Dieser Artikel ist sehr in Ordnung. Er zeigt nämlich, dass Sie auch kein Kind von Traurigkeit waren. Russland hat 35 Wahlen beeinflusst. 36, wenn ich Trump mitzähle. Selbst wählen. Schauen Sie, Donald Trump, wäre nur eine klitzekleine Rache für Boris Yeltsin. Sie erinnern sich doch. Boris Yeltsin, das war ein dicker Hund. Sie meinen, eine fette Tansperle. Yeltsin, man denkt ja gar nicht mehr dran. Aber 96 war das. Wiederwahl stand an.
Und er war so unbelieb, ich glaube, er war unbeliebter als Stalin. Das muss man erst mal schaffen. Er hatte einen Approval Rate von 8%. Warum war er eigentlich so unbeliebt? Vielleicht lag es an seiner Politik, bei der sie ihn mitberaten haben. Boris Yeltsin hat sich die Armut verzehnfacht, die Wirtschaftskraft halbiert. Die Lebenserwartung ist in Russland um Jahre gesunken. Er hatte doch diesen Widersacher, den die viel lieber wollten in Russland. Den wollten wir nicht, der war ein Kommunist. Der hätte euer Land runtergewirtschaftet. Da haben wir die Wahlkampfhelfer von Clinton rübergeschickt zu Yeltsin. Die haben einen Angstwahlkampf vom Stafel gelassen.
Die haben gesagt, wenn Zhuganov kommt, dann kommt der Gulag zurück. Das hat funktioniert. Wir haben die Message ständig. Das geht bei euch ja gut, man kann ja über das Regierungsfernsehen rein. Ständig. Das war unglaublich praktisch. Amüsant. Zhuganov hatte ja kaum eine Sendezeit. Wenn es reicht, dann hat die USA dafür gesorgt, dass Russland den IWF-Kredit bekommt. Der ist indirekt in Yeltsins Wahlkampf geflossen. Wenn Zhuganov nach einem harten unfaire Wahlkampf abends ins Hotelzimmer sich legen wollte, dann hatte irgendwer, ich weiß auch nicht, warum, sein Hotelzimmer abgestellt. Das war sehr erwachsen von der ältesten Demokratie. Wir haben den Coup nicht verwendet.
Wir haben es leider nicht verwendet. Die haben es leider nicht veröffentlicht von der Washington Post. Ja, Time Magazine, Klassiker. Die hatten so einen Scoop, die haben dann hier so eine Überschrift gehabt. Yanks to the rescue. Die geheime Geschichte, wie amerikanische Berater Jelzin beim Gewinnen geholfen haben. Man könnte also sagen, Sie haben einen Präsidentschaftswahlkampf beeinflusst, um meinen Kandidaten zu installieren, der Ihnen lieber war. Wissen Sie, was ich daran am amüsantesten finde? Boris Jelzin hat irgendwann einen Regierungschef eingesetzt, der später dann auch Präsident wurde. Wie hieß er doch gleich? Wladimir Putin.
Und wenn Sie glauben, dass Putin Trump eingesetzt hat, dann haben Sie also Ihre Frau seit dem 20. Januar nicht mehr gesehen, weil ich lasse Sie mit diesem Gedanken einfach ein bisschen allein. Trösten Sie sich, dass Wahlen beeinflusst werden? Zeigt er, dass sie noch wichtig sind. Ihm gehen Wahlen immer sehr nahe. Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen?
Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Wie ist das bei Ihnen? Aufmerksamkeitsspannung nicht mehr für. Da kriegst du ja schon ein Burnout beim Aufsagen. Also da bist du durch. Also ich sass ihn jetzt einfach. Ich haus raus. Ich will Martin Schulz. Ich will Martin Schulz. Wer macht mit? Okay, ja. Ja, oh. Das sind die zusätzlichen 5 Prozent, die da gerade abgehen, wie Sau. Ja, weil Martin Schulz, der ist es jetzt. Der ist super. Das ist so eine Art netter Seehofer. Das ist auch ein Populist, aber ein netter. Ein netter ganz netter. So ein Meerschwannchen. Ja, ne. Also und die Süddeutsche Zeitung hat ja auch gesagt, wir dürfen Politiker nicht über einen Kamm scheren.
Bitte seien Sie da. Also man darf Politiker. Das ist nicht wie bei Ausländern. Da kann man ja sagen, alle Ausländer sind Vergewaltiger oder Terroristen oder beides. Das kann man da sagen. Aber bei Politiker muss man Ausnahmen machen. Da gibt es ja rechte Populisten und demokratische Populisten. Das ist ein großer Unterschied. Ja. Und Martin Schulz. Martin Schulz ist ein demokratischer Populist. Das heißt auch kein Inhalt, aber freundlich. Das ist so. Ja. Hauptaugenmerk. Hören Sie auf. Hauptaugenmerk. Das ist nett gemeint, aber so brauchen wir es auch nicht. Hauptaugenmerk. Hauptaugenmerk seiner politischen Agenda ist ja, er ist für soziale Gerechtigkeit. Für soziale. Das ist eindeutig.
Da wissen wir sofort, worum es geht. Da hören wir oft zu wixen und sagen, komm, jetzt gehen wir in die SPD. Wer kennt es nicht von zu Hause? Das ist wichtig. Anderes, anderes großes Thema seinerseits. Er ist für die Entradikalisierung des Satzes. Man wird ja wohl noch mal sagen dürfen. Die Stammtische atmen auf. Und er ist für die Vollendung seines Zehn-Punkte-Plans zur Verschlankung der EU. Frei nach dem Motto Großbritannien raus. 27 kriegen wir auch noch hin. Glauben Sie mir nicht nicht. Sie gucken mich jetzt so an. Das sei gelogen. Dann beweisen Sie mir einfach das Gegenteil. Dann beweisen Sie mir das Gegenteil. Aber wissen Sie, was das Schöne ist?
Selbst wenn Sie es mir beweisen, ich glaub's Ihnen dann einfach nicht. Weil Sie sind mir egal. Postfaktisch gesehen, was sind Sie denn schon? Na, jetzt gucken Sie sich mal um. Was sind Sie? Sie sind hier so so intellektuelle Pseudo-Revoluzzer mit dem Hang zum Klatsch-Affentum. Ich mach ne Pause und Sie denken, ja, das ist, das ist Ihr Ablass-Hand. Ich glaube Ihnen nix. Ich glaube Ihnen, da glaube ich lieber alternativen Fakten. Oder den durch mich bewiesenen Lügen, also mein Bauchgefühl. Oder Martin Schulz. Dem glaube ich, dem glaube ich auch. Gucken Sie sich das da draußen an. Die Arbeitslosenzahlen sind niedriger denn je. Falsch. Falsch. Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg.
Das muss man auch mal sagen. Deutschland ist angeblich auf Platz 3 der Länder mit der höchsten Lebenszufriedenheit. Falsch, Mensch. Hier zwischen warmer Mahlzeit und Dach überm Kopf geht es uns doch schlechter denn je. Gucken Sie sich das da draußen mal an. Da würde selbst ein Afghane sagen, was in diesem Trümmerfeld lebt. Und Martin Schulz wird die SPD raus aus dem Keller hin ins Kanzleramt führen. Wobei, das ist richtig. Das ist richtig, weil ich es will und weil er es will. Weil wir es alle wollen. Er ist jetzt so nahe Thailand und er hat es begriffen, es geht hier nicht um Inhalte. Es geht um Personen. Man muss auffallen. Was meinen Sie denn, warum der Spiegel dieses Titelbild hat?
Weil der Inhalt so stark ist oder um Umsatz zu machen. Es geht nur noch um Personen. Und wie Sie wissen, ich hatte einen krassen Traum. Und zwar, ich habe geträumt, ich habe Nachrichten geguckt und dann kam in den Nachrichten, kam keine Person vor. Kein einziger Politiker wurde gezeigt. Keine einzige Hackfresse war da zu sehen. Es gab immer nur eine politische Aussage und dann das Logo der Partei. Stell sich das mal vor. Nachrichten, wo nur stünde, nur als Beispiel, nur als Beispiel, wo dann stünde G9 bundesweit. SPD. Der Wähler wüsste sofort, worum es geht. Wir wüssten sofort, worum es in diesem Diskurs ginge. Wir wissen, wir wüssten, wen wir wählen sollen. Das wäre super einfach.
Ich bin in Angst, Schweiß, gebadet, bin ich aufgewacht. Ich habe sofort die Nachrichten angemacht. Waren sie wieder die Hackfresse. Da habe ich aufgearbeitet. Ja, ich möchte das. Ich mag keine Inhalte. Ich will Personen. Wir alle ja. Also, in diesem Sinne. Wen wählen Sie? Oder wollen wir uns endlich mal fragen, was wollen wir? Und wenn da draußen jetzt wieder ein anderer deutscher Trump um die Ecke kommt, wissen Sie, was wir dann einfach mal sagen sollten? Fakt. You. Dankeschön. Gut, vielen Dank für diese. Danke. Gut. Ich begrüße Sie zur allerersten Sitzung hier im Wahrheitsministerium, eigens von Thomas de Maizière eingereicht. Wir sind uns alle einig.
Fake News, die gefährden die Demokratie und die Bundestagswahl. Deswegen sind Sie als Experten geladen, um das zu verhindern. Ich darf Ihnen vorstellen, rechts neben mir sitzt die Frau Doktor Bosutti. Moment. Das ist korrekt. Gut, ja. Sie ist nämlich Faktencheckerin, wie Sie vielleicht gemerkt haben, dass ich es auch richtig mache. Nicht von der Anti-Fake-News-Task-Force East Stratcom. East Osten, damit man direkt mal weiß, wo die Propaganda herkommt. Sehr, sehr unabhängig. Ja. Vor wem? Das ist eine Anti-Falsch-Meldungseinheit der EU. Ach, Dorscher Herr. Gut, ja. Denjenigen, der hier sitzt, haben Sie ja schon kennengelernt. Das ist Herr Puff-Puff. Moment. Ja, der heißt wirklich so. Ja.
Und er vertritt hier die alternativen Medien, wenn ich das richtig verstehe. Er betreibt den Medienkritischen Blog Elvis lebt. Moment. Das ist nicht korrekt. Elvis ist tot. Ja, das ist ja auch ironisch gemeint. Bitzig. Ja. Also ich und meine Firma, also ich, wir betreiben diesen Blog, um die Fake-News der Mainstream-Presse zu entlarven. Wunderbar. Schon in einem Satz selbst Fake-News produzieren. Ja, diesen Herrn brauche ich Ihnen natürlich nicht vorstellen. Das ist der berühmte Publizist Dr. Dr. Detlef Dünnhaut. Er galt lange Zeit als die versierteste Edelfeder der Republik. Galt. Soll ich das checken? Nein, nein. Lassen Sie mich. Okay, ja.
Last but not least unser Durchschnittsmediennutzer Herr Springer. Herr Springer, was sagt ein absolut durchschnittlicher Leser wie Sie zu Fake-News? Ja, ja. Fake-News, also Fake-News sind vielleicht gar nicht so gut, oder? Ja, ich würde sagen, da hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich finde auch, wir müssen Fake-News schnellstmöglich verbieten. Moment, Sie können ja nicht einfach was verbieten. Da sollte man erst mal wissen, was es ist. Also sollten wir die Frage klären. Was sind Fake-News? Ja. Ja, vielleicht wenn Sie, Herr Doktor. Das ist ja noch nicht so schwierig. Fake-News, das sind immer die anderen. Vielleicht sollten wir das anhand eines konkreten Beispiels machen.
Frau Doktor Bosetti, was haben Sie denn für uns? Wir von der Anti-Fake-News Task Force East News. Wir haben herausgefunden, es gibt massive Desinformation über die Verstärkung der NATO Ostflanken. Sehr schön, sehr schön. Ja, reden wir mal über das Säbelrasseln der NATO an der russischen Grenze. Rien wir mal drüber. Kommt bitte, los. Merken Sie schon, wie tief die russische Propaganda in ihn einbricht. Jetzt hören Sie auf. Nein. Ich meine, es ist doch so der Begriff Säbelrasseln. Ja. Für sich, das sind doch schon Fake-News. Moment. Korrekt, die NATO verfügen ihre Militärsenal über keinerlei historische Hieb- oder Stichwaffen.
Moment, jetzt will ich mir dieses Wahrheitsministerium verbieten, dass ich die NATO als aggressiv bezeichne. Ja, also. Ja, okay, was ist dann mit den 3600 Panzern an der russischen Grenze? 3600 Panzer, das lässt sich ja verifizieren, Frau Doktor. Wo seid die? Nach unseren Informationen sind es 3600 Fahrzeuge, aber nur 87 Panzer. Da schau her, da hat sich Elvis Jan noch um 3500 Panzer verrechnet. Ja. Vielleicht, wo haben Sie denn Ihre Zahl her, Herr Puff-Puff? Von einer seriösen Website aus der Ostukraine. Hab ich mitgebracht. Haben Sie mitgebracht vielleicht da? Ja. Sieht man das nicht? Alter, da ist der Bildschirm aus.
Vielleicht gibt es einen Haustechniker, der an dieser Stelle den Bildschirm anschauen. Ansonsten kann ich Ihnen ja erzählen. Ja, Sie können es sehen. Da ist er auch da. Wir haben einen anderen Bildschirm. Da drüben sehen wir es. Und ganz offensichtlich russischer Propagandamüll. Nichts weiter. Ja. Ja, ich denke mal, wir müssen Sie als Fake News klassifizieren, Ihre Nachrichten. Ja, warum das denn? Wie, Sie können mir doch jetzt nicht einfach verbieten, eine falsche Zahl zu verbreiten. Das ist Zensur. Dann ist die Korrektur einer Mathearbeit auch Zensur. Ja. Nein, nein, nein. Weil ich habe mit Mathe ja selber Zensuren gekriegt.
Woher hat denn hier jetzt äh woher hat denn hier diese diese diese Tastentussi da Ihre Zahl mit den 87 Panzern? Also Moment. Ja. Von der Website der US-Army. Ja, super. Das ist ja total unabhängig. Ja, also ich würde sagen, vielleicht äh schauen wir uns diese Website mal gemeinsam an. Ich weiß jetzt auf welchen Schirm wir das machen. Vielleicht dort drüben. Ja, da sieht man doch ganz rechts oben. 87 Tanks, also 87 Panzer werden von der NATO eingesetzt. Ja, aber doch noch was. Da steht ja noch äh 144 Pratle Fighting. Das ist ja, das muss ja auch was sein. Was ist denn das? Ja, Frau Doktor. Moment. Aha. Ist genau.
Lassen Sie mich ran, das ist kein Panzer, das ist ein Kombi mit einem Geräume im Kofferraum. Ja, es ist. So was. So was fahren Sie doch auch, Herr Doktor, nicht? Nein, nein. Meine Frau. Ja. Äh wegen der Sicherheit. Der Kinder. Das ist ein Schützenpanzer. Ah, okay. Sie, Frau Leute, da war noch, noch was, was ich nicht mehr gesehen hab. Da war noch was gestanden. Die 18er äh äh die Paladins 18, das muss ja auch was sein. Was ist denn das? Aha. Lassen Sie mich raten, das ist ein Bobbika. Das ist ein Sportfahrzeug mit Schneeketten. Das ist eine selbstfahrende Panzerhobizone. Du wirst dich ja auch scheißen, der Russ. Ja, okay.
Ich denke, die muss ich mal zusammenzählen, alle, das ist ja auch, also wir, dann hätten wir nach US-Angaben etwa so, mal so, 250 Panzer im Einsatz für die NATO. Aha. Ja. Ja, gut, aber aber die 87 Panzer waren auch falsch. Moment. Korrekt, das ist falsch. Okay, also ich fasse mal zusammen, die EU-Faktencheckerin hat eine falsche Zahl von 87, verkündete sie und die Russen eine falsche Zahl, eine völlig falsche Zahl von 3600. Und das ist eben der Unterschied zwischen Fakt und Propaganda. Verstehen Sie? Nein. Ja, das, genau das ist es, weil es auch kein Unterschied gibt. Vor allen Dingen hier dieses Stratcom, durch wem wurde es denn eingesetzt? Äh. Ja, genau, durch die EU.
Und was ist die Aufgabe von Stratcom? Ich zitiere, Stratcom soll positive Erzählungen über die EU verbreiten und den Kontakt zur NATO pflegen. Ja, das nenne ich ja mal unabhängig. Ja, gut, es geht ja bei Fake News nicht nur um die NATO, sondern eben auch um geflüchtete Menschen, nicht? Da gibt es ja auch sehr viele Fake News. Lassen Sie uns vielleicht da lieber drüber gucken. Wir haben ein paar Nachrichten vorbereitet und gucken, ob das Fake News sind. Vielleicht können wir das auf diesen Schirm legen, Frau Dr. Bosetti. Ja, schauen Sie mal, es kann nicht sein, dass 70 Prozent der Männer unter 40 Jahren vor einer Abstimmung für krank und nicht transportfähig erklärt werden. Ja.
Die Zahl ist frei erfunden. Also, klassische Fake News, mit der dieses Land destabilisiert werden soll. Wo stand denn sowas? Wahrscheinlich auf seinem Sudelblock. Die Zahl ist vom Innenminister. Vom Innenminister. Ja, um Gottes Willen, da möchte ja der der Innenminister Deutschland destabilisieren. Nein, nein, ich glaube nicht, dass der Minister das vorhat. Nein. Dann sind es keine Fake News. Na, ich würde sagen, das Grauzone. Äh, der Minister hat ja eine Zahl, verwendet 70 Prozent und die Zahl 70, die gibt's ja. Oder? Ja, die Zahl existiert. Ja, wunderbar, dann schauen wir uns gleich mal die nächste News an. Können Sie das vielleicht auf den Schirm legen?
Ungefähr 30 Prozent der Menschen, die jetzt kommen, behaupten, sie wären Syrer, sind aber keine. So, das ist. Auch für diese Behauptung gibt es keine Belege. Also, klassische Fake News von? Thomas de Maizière. Ja, aber wenn er es in einer Talkshow gesagt hat, dann ist es keine Fake News. Fake News gibt's ja nur im Internet. Aufmerksame Leser, das ist es, was sich eine Zeitung wünscht. Zum Allergesagen 30 Prozent sind keine Syrer, also sind 70 Prozent Syrer und dann stimmt's wieder, weil die Zahl 70 gibt's ja. Gut, vielleicht die nächste News noch, wenn wir die. Ah, gut.
Es gibt es schon viele Flüchtlinge, die bestellen sich ein Taxi, haben erstaunlicherweise das Geld, um hunderte von Kilometer durch Deutschland zu fahren. Das ist ja offensichtlich auch von Thomas de Maizière und auch die Zahl vermutlich völlig erfunden. Ja, aber vor allem, wenn die 70 Kilometer gefahren sind, dann stimmt's wieder. Ja, okay, das ist gut. Das stellen wir gleich hier rein. Mich würde ja vielmehr mal interessieren, wie der Innenminister eigentlich ins Büro kommt. Warten Sie, lassen Sie mich raten, er reitet auf einer Kanonenkugel. Entschuldigung, das ist unfair, den Minister als Lügner darzustellen, nur weil er mehrmals die Unwahrheit gesagt hat.
Das sind natürlich keine Fake News, nicht wahr? Weil Sie das Land eben nicht destabilisieren, sondern stabilisieren. Indem wir aus der Luft gegriffene Behauptungen für bare Münze nehmen, signalisieren wir dem Volk, dass wir uns um die Ressentiments des Pöbels kümmern. Dadurch halten wir die rechten Kräfte im Wahlspektrum und stabilisieren auf diese Art die Bundesrepublik Deutschland. Ja, aber wenn das alles überhaupt gar nicht, wenn das überhaupt nicht Fake News, wenn das gar nicht Fake News sind, wie viel Fake News gibt's dann überhaupt im Internet? 36. Ah ja, da schau her, das ist genau die Hälfte von 70. Na ja, also.
Also 36 in Deutschland in zwei Jahren Fakt ist, man weiß nicht genau, wie viele Fake News der Durchschnittsläser konsumiert und man weiß auch nicht, was es mit ihm macht, wenn er sie konsumiert. Aha. Also Fräulein, dann sind die Berichte über die Gefahren von Fake News. Fake News. Ja, ich danke Ihnen für diese Arbeit. Ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wieder treffen, dann unter dem Motto, wo finden wir endlich diese Fake News, die wir dann verbieten können. Dankeschön. Übrigens. Übrigens. Übrigens. Fake News. Das ist überhaupt nichts Neues. Also für uns Bayern sowieso nicht. Wir haben CSU. Schauen Sie, diese Doktorarbeit vom Generalsekretär Andi Scheuer. Fake News.
Das hat bei uns eine sehr, sehr lange Tradition. Damals bei Tschernobyl. Ja, Sie erinnern sich, da war der CSU- Bundesinnenminister. Der hat damals gesagt, Radioaktivität. Ich rieche nichts. Und dann haben die Journalisten ihn gefragt, aber Herr Innenminister, das Bier in Ihrem Maskerl, das leuchtet ja schon ganz grün. Dann hat er gesagt, ja, das ist keine Radioaktivität, da hat grad der Franz Josef Strauß reingespimmt. Nun, schauen Sie, ganz Bayern ist Fake News. Ja, wie man immer sagt, der Stamm der Bayern, uns gibt es gar nicht. Als Menschen schon, aber wir sind kein Stamm. Wir sind ein Gemisch. Ein Gemisch aus Kelten, Langoparden, Ostgoten, römischen Besatzungstruppen.
Unter denen übrigens, das wissen die wenigsten, syrische Bogenschützen waren. Ja, und die haben uns 300 Jahre lang besetzt und die mussten nicht wie Mönche leben. Die haben sich vielleicht verliebt, verlobt und mehr. Ja, und so hat vielleicht mancher bayerische Gebirgsschütze heute noch mehr syrisches Blut seiner Vorfahren aus Arabien in sich als im Lieb und Bewusstes. Und deswegen sag ich immer, wenn die Fremden kommen, seid's doch nicht zu ihnen, Verwandtschaft kommt. Nun, deswegen, aus diesem Grunde machen wir in Bayern auch so gerne Abschiebungen. Schauen Sie, da sind 26 Afghanen abgeschoben worden, aber 18 davon waren aus Bayern. Warum?
Weil wir in Bayern natürlich ganz genau wissen, wie sicher es in Afghanistan wirklich ist. Natürlich waren unter diesen Afghanen, die abgeschoben worden sind, da waren Kranke dabei, Menschen, die eine feste Arbeitsstelle hatten, werdende Väter, damit man eben zeigt, dass Afghanistan für alle sicher ist. Schauen Sie, Afghanistan ist inzwischen sogar für den Taliban sicher, weil der inzwischen in den deutschen Kasernen drin ist. Nun, haben Sie es damals gemerkt, im Januar, Deutschland, nachdem die abgeschoben waren, ist sofort so sicher geworden, wie es noch niemals jemals zuvor war.
Deswegen hat auch die Bundesregierung am nächsten Tag sofort eine Amnestie erlassen für illegalen Waffenbesitz und Munitionsbesitz. Und das ist natürlich gut, weil wenn illegale Waffen plötzlich legal sind, dann gibt's in Deutschland überhaupt keine illegalen Waffen mehr. Also, totale Sicherheit. Das Blöde ist jetzt, wir haben einfach auch fremde Menschen bei uns, die nicht aus sicheren Herkunftsländern kommen. Ja, Iraker, Libier, Syrer. Und die wollen wir ja auch loshaben. Wie machst du das? Aber da haben auch wir, Bayern, ja, Ohren auf, eine sehr, sehr gute Idee. Wir erklären einfach diese Menschen auch zu Afghanen. Jetzt meckern die natürlich ein bisschen rum.
Aber das muss uns scheißegal sein, weil schließlich die Herkunft eines Menschen, das entscheidet ja nicht die Geografie, sondern die Sichtweise. Schauen Sie, für uns Bayern die Preußen, ja, die Preußen. Wo geht das los? Für jemand, der vom Tegernsee kommt, beginnt Preußen zwischen Immolstadt und Nürnberg. Das ist immer ... Oder damals dieser Entwicklungshilfe, Minister Nibel, der seinen Teppich aus Afghanistan zu uns geschmuggelt hat mit der Bundeswehr. Dem war doch das scheißegal, ob diesen Teppich jetzt Dreijährige aus Damascus oder aus Kabul zusammengeflickt haben. Der hat sich ja gedacht, bei Damascus oder Kabul, Hauptsache Italien. Das Problem sind jetzt natürlich die Papiere.
Assyria ist kein Afghane. Der braucht afghanische Papiere. Da müssen natürlich Leute her, die ein bisschen Erfahrung haben mit dem Fälschen, mit dem Trixen, mit dem Drehen. Aber dann ruf ich da halt einmal an bei VW. Wenn alle Strücke reißen, da gibt es immerhin noch eine Möglichkeit. Dann setze ich diese Afghanen und Pseudo-Afghanen in einen Zug und fahre es mit dem Zug rüber. Weil ich garantiere Ihnen eines, wenn die mit der Deutschen Bahn nach Kabul fahren, bis die dort sind, bis dahin ist Afghanistan das sicherste Land der Welt. Ganz sicher. Super sicher. Guten Abend, meine Damen und Herren. Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Im Gespräch mit mir.
Ist Donald Trump das Ende der Aufklärung? Oder ist es Vladimir Putin feststeht, nur es ist wieder in Deutschland, die Fackel zu tragen. Die Fackel der Aufklärung. Deswegen freut es mich, heute als Studiogast den Vater der Aufklärung bei mir zu haben. Ich begrüße den deutschen Philosophen, Immanuel Kant. Guten Abend, Herr Kant. Herr Kant, Ihre Aufklärung in diesen schwierigen ... Herr Kant? Wir sagten doch diese Kanone. Herr Kamera? Ja, Kamera schießt unser Gespräch in Tausende von Mondstuben. Ein bisschen mehr werden es schon sein. Es gibt ja viele Menschen, die sehen uns sogar auf ihren Handys. Ach so, das sind schnurlose Telefone. Hm? Sagen wir es so, wir haben Millionen von Zuschauern.
Ich weiß nicht, zählen ist eure Sache nicht. Wer hat euch in der Mathematik denn unterrichtet? Donald Trump? Sie kennen kein Telefon, aber von Donald Trump haben Sie gehört. Ich bin ja nicht von gestern. Herr Kant, Ihre Aufklärung in Zeiten von Twitter ... Hm? Das sind Nachrichten, die sich die Leute mit Ihrem Handy ... Hm? Also, man geht da ins Internet und ... benutzt auch den Computer. Aber Zeitungen kennen Sie, ja? Ja, ja, ja. Also Twitter, das sind sozusagen eigene Zeitungen, die jeder selbst herstellen kann und jeder lesen kann. Ein jeder kann sie lesen? Ja. Das ist ja wunderbar. Nein, das ist furchtbar, weil auch jeder darf sie kommentieren. Ja?
Dann muss meine Aufklärung ja in alle Welt verbreitet sein. Ja, von wegen. Wissen Sie, was die Leute sich auf YouTube anschauen? Unboxing-Videos. Millionen Menschen schauen anderen dabei zu, wie sie auspacken. Die Wahrheit kommt auf den Tisch? Nein, Kosmetikartikel. Sagen Sie, und das hat das mit meiner Aufklärung zu tun? Nichts. Sie sind in die Hände von Schminkfritzen gekommen. Bibis Beauty Palace hat tausend Prozent mehr Abonnenten als die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dann müsst ihr vielleicht interessantere Inhalte bieten als nur die Kritik der unreinen Haut. Vielleicht die Kritik der reinen Vernunft? Bei Twitter haben Sie 140 Zeichen.
Welche vernünftige Nachricht passt schon in 140 Zeichen? Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich auch eine Grundlage der allgemeinen Gesetzgebung sein könnte. 116 Zeichen. Das ist ja der Kanzler Imperativ. Hier habe ich noch Platz für einen Hashtag. Danke. Woher wissen Sie was ein Hashtag ist? Ich bin die Manuel Kahn. Glauben Sie nicht, dass ich rausfinde, was ein Hashtag ist. Das wird weltweit für Aufsehen sorgen. Und? Schon was da? Nö. Aber die Leser müssen erst ihre Argumente prüfen, wägen. Das dauert. Oh, eine Depesche. Ich bin ein bisschen elektrisiert. Was steht da? Da steht du Königsberger Klops. Das war Rosso, dieser Froschfresser. Nicht antworten.
Das führt nur zu einer Aggressionsspira. Den ganzen Tag über Erziehungsalbada und über die eigenen Kinder ins Waisenhaus abschieben. Das geht zurück zur Natur. Überlegen wir, so was zu schicken. Genau das ist das Problem. Sie dürfen das nicht weiter befeuern. Oh, noch eine Nachricht. Johann Gottfried Herder hat mir geschrieben, ich hätte die Sprache als Erkenntnisquelle vernachlässigt. Der Diskurs verroht. Das mache ich, fertig das Arschloch. Das ist ein Instrument zur Aufklärung. Das könnte es sein. Aber jeder meint was. Das ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Jeder erhebt seine Stimme. Das Ergebnis ist kein Aufklärung, sondern Geschrei.
Sie bedienen sich des Verstandes ohne Bedienungsanleitung. Das ist doch Aufklärung, sich des Verstandes zu bedienen. Man kann den Menschen nicht ohne mich mit Vernunft begegnen. Da muss es Profis geben, die das ordnen. Sie können die Menschen nicht ungeschützt mit der Wirklichkeit konfrontieren. Arbeiten Sie mit denen zusammen? Nein. Die Idee der Transparenz ist interessant. Wenn Regierungen das Gefühl haben müssen, dass alles, was sie tun, veröffentlicht werden könnte, dass sie sich disziplinieren. Wenn WikiLeaks meine Arbeit übernehmen soll und das Ganze ohne Anleitung funktioniert, sagen Sie den Menschen einfach, was sie tun sollen. Ich habe ... Vielen Dank. Dann meinen wegen ... Da?
Bedienen Sie sich nach dem Frühstück des eigenen Verstandes. Seien Sie skeptisch, aber auch skeptisch gegenüber allen Ihren Zweifeln. Konfrontieren Sie sich täglich mit einer Information, die nicht Ihrem Weltbild entspricht. Es sei denn, die Information stammt von Ihnen aus. Entschuldigen Sie, eine Depesche. Oh, Donald Trump hat mich geliked. Yeah, Emanuel, come over here. Come in my office. Ich komme. Come on, Emanuel. Sit down. Listen, Emanuel, ich mag, was Sie schreiben. Sie lesen meine Schriften? Nein, dafür habe ich Leute. Steve Bannon, Kollege von Ihnen, hat mir einen Ihrer Sätze vorgelesen. In der Rasse der Weissen. This is huge. I love Kant.
Das mag ich geschrieben haben, aber Sie haben den Gedanken nicht zu Ende verfolgt. Ich beendete den Gedanken mit der Idee, die niedrigsten Talente zu finden seien bei den amerikanischen Völkerschaften. What? You're fired. No, you are fired. No, no, no, you can't. Yes, I'm Kant. Das war die Anstalt. Heute mit Sarah Positiv. Sebastian Funkbach. Und Christian Springer. Vielen Dank.
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