Neoliberalismus
Jamaika-Koalition bzw. die Jamaika-Sondierungsgespräche 2017 zur Bildung einer neuen Bundesregierung nach der Bundestagswahl 2017 , Steuervermeidung von Großkonzernen/Familienunternehmen ( Stiftung Familienunternehmen ), Lobbyismus und Steuern (Vermögensteuer, Erbschaftsteuer ), Neoliberalisierung bzw. Erringung einer neoliberalen Hegemonie in der Politik durch Mitglieder der Mont Pèlerin Society (bzw. Vertretern der Österreichischen Schule der Nationalökonomie /Wirtschaftspolitik), Die Kohle der Löwen ( Carsten Maschmeyer )
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Episode 'Neoliberalismus' in 'Die Anstalt' analysiert die Mechanismen, durch die neoliberale Denkrichtungen und politische Strategien in Deutschland etabliert und gefördert wurden. Sie thematisiert die Rolle von Stiftungen, Lobbyarbeit und die Instrumentalisierung von Bildungssystemen zur Verbreitung dieser Ideologien. Ein zentrales Thema ist die Kritik an der wachsenden Vermögensungleichheit, insbesondere durch Erbschaftssteuer und Steuerfluchtmechanismen. Die Satire beleuchtet die Versuche, politische Entscheidungen durch Einflussnahme und die Manipulation von Narrativen zu gestalten, und stellt die Frage nach der Verantwortung von Politikern und Institutionen für die Folgen dieser Strategien.
Transkript 5.965 Wörter
Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Ein Aufruf an alle Parteien zum Social Security-Check nach Jamaika. Hören Sie, muss das wirklich sein? Dies war ja klar, dass die Grünen mal wieder gegen Grenzkontrollen sind. Das ist reine Routine. Wir wollen einfach nur wissen, was sie für die Koalitionsgespräche im Gepäck haben. Doch Sie glauben doch nicht, dass sie bei mir sozialen Sprengstoff finden. Er hat das werden wir sehen. Wir haben hier diesen Superscanner. Das ist der Antisozial 3000. Der checkt den Kofferinhalt auf irgendwelche Spurenelemente von Unverteilung. Und wenn das der Fall sein sollte, schlägt der Alarm. Wir machen eine kleine Stichprobe mit Karlchen hier. Achtung.
Nur zu, bei mir werden Sie nichts finden. Gut, dann schauen wir doch mal nach. Was ist das denn? Das ist ja Grün. Was ist das? Das ist der Zehn-Punkte-Plan für grünes Regieren. Ah, okay. Halt dich mal rein. Keine Umverteilungsgefahr. Okay, gut. Sag ich doch. Kann ich reinzuholen? Wunderbar. Danke schön. Moment, Moment, Moment. Hatten die Grünen in ihrem Wahlprogramm nicht eine Forderung nach Vermögensteuer und Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen? Ja. Um mit Ihnen nach Jamaika zu kommen, haben wir eben schweren Herzens auf Dinge verzichtet, die anderen Menschen wichtig sind. Waren die Grünen nicht mal eine soziale Partei? Hauptsache, der Tomatensalat an Bord ist bio. Ein Shot zu Cheryl.
Können wir das ein bisschen beschleunigen? Ja, Sie können mich auch gerne abtasten. Ich habe nichts zu verbergen. Ich muss ja längst darauf hinweisen. Ich habe ein Tattoo der schwarzen Null auf... Langsam, junger Mann. Langsam. Ganz langsam. Sagen Sie mal, wer sind Sie eigentlich? Oh, natürlich. Verzeihung. Ah! Herr Lindner, tut mir leid, im Farbe habe ich Sie gar nicht erkannt. Das geht vielen so. Ich gebe mal meine Tasche da rein. Ah! Ah! Ah! Was haben wir denn da? Das kann nicht sein. Was ist das denn? Die Freiburger Thesen? Sie können das nicht lesen. Nicht lesen? Dann lese ich es. Ach, das ist ja... Was steht denn da?
Sie sind gegen die Konzentration des Eigentums an den Produktionsmitteln in wenigen Händen. Und Sie fordern eine Erbschaftssteuer von bis zu 70%. Alarm! Das ist ein Anschlag auf die neoliberale Grundverordnung der Bundesrepublik! Ich kann das erklären. Ja, diese Thesen hatte die FDP mal im Programm. Das war 1971. Damals wollten wir noch einen humanen Kapitalismus. Ich schäme mich auch sehr. Aber haben Sie in Ihrer Jugend nicht auch etwas gemacht, was Sie dann bereut haben? Was war nicht einen unerlaubten Flug nach Paris? Oder, meinetwegen, sich einen zu teuren Corp Porsche gekauft? Ich bin in der DDR aufgewachsen. Dann lassen Sie den Mann doch bitte durch.
Die war wir von der CDU birgen für ihn. Ach so? Hier. So eine Art Unbedenklichkeitsbescheidigung. Die Lambsdorff-Papier. Das Lambsdorff-Papier geschrieben 1982 vom damaligen FDP-Wirtschaftsminister Lambsdorff. Damals hat die FDP letztlich das Drehbuch für den Sozialabbau in Deutschland geliefert. Wir stehen seitdem fest für Privatisierungen, Steuersenkungen und Sozialstaatsabbau. Ich weiß nicht so richtig. Sie können ihm ruhig vertrauen. Heute rät seine Partei Alleinerziehenden, sich doch zur Altersvorsorge einfach eine Wohnung zu kaufen. Verdammt! Aber liegt Jamaika nicht verdächtig nahe an Kuba? Ja, das könnte sein. Ich habe Ihnen gesagt, wir sollten es schwarze Ampel nennen.
Das wäre dann Schwampel. Ich gehöre zu ihm, ich bin seine Schwester. Der Koffer gehört da rein. Bitte, kein Problem. Das können wir schon machen. Was haben wir denn da? Eine Bayerische Verfassung in Rot? Ja, gut. Das ist deutsch. Schauen wir mal rein. Das ist ja süß. Artikel 123. Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen Einzelner zu verhindern. Das ist ja Marxismus. Das hab ich noch nie gehört. Das steht aber da drin. Wie kommt denn das da rein? Das will ich von Ihnen wissen. Ich warte es nicht. Artikel 123. Wissen Sie, so weit hinten liest es bei uns keinen Schwein. Das bleibt aber hier. Und jetzt darf ich da drunter?
Aber sagen Sie mal, sind Sie nicht von der christlich-sozialen Union? Ja, warum? Ach so! Entschuldigen Sie mal. Die DDR ist ja auch Demokratische Republik. Weil ... ... Jamaika. Ja? Jamaika, Jamaika. Ja. Ja. Ja. Jamaika, Jamaika. Wenn jetzt der Seehofer aus Jamaika zurückkommt, dann hat ihm der Söder schon einen Weiterflug gebucht ins Takatukaland. Und da fragen Sie mich jetzt, wo ist Takatukaland? Da sag ich Ihnen, das ist einem Söder wurscht. Freunde, wir können doch die Zukunft Bayerns nicht irgendwelchen Jungunionern in Erlangen überlassen. Wir müssen zurück zu unseren Wurzeln. Wir müssen doch nichts machen, dass es den Menschen gut geht. Wir müssen ihnen sagen, dass es ihnen gut geht.
Damit sind wir über Jahrzehnte gut gefahren. Und das hat sich immer bewährt. Da müssen wir wieder hin, Freunde. Schauen Sie, wir instrunzen jetzt. Wir gehören jetzt seit Kurzem zum Einzugsgebiet München. Also, das heißt, geografisch liegen wir natürlich viel näher an Prag. Aber unsere Miet- und Grundstückspreise bewegen sich in einem Segment, wo der Münchner Angestellte sagt, die 500 Kilometer täglich rechnen sich in jedem Fall. Freunde, 7 Stunden im Auto, womöglich aus bayerischer Fertigung, ich sag immer, der tägliche BMW im Stau, das ist die Kennzelle für ein neues bayerisches Heimatgefühl. Also, schwierig jetzt, wenn Sie einen Japaner fanden. Natürlich, da muss man nachjustieren.
Da packt man sich einen Gammespart aufs Dach drauf und dann ist das alles. Kommen wir zu den Fakten. Der Familiennachzug ist das größte Problem in Strunzen-Öd. Weil schauen Sie, der Münchner, in München, da herrscht der Sozialdemokrat. Und wenn jetzt der Münchner seine Frau zu uns nachholt, dann ändern die ja nicht automatisch ihr Wahlverhalten. Hier muss man ernsthaft nachdenken über einen Entzug des Wahlrechts. Man sitzt ja auch bei den Türken. Da lässt du dich bei uns wählen und dann kommt hinten der Erdogan raus. Und weil wir schon beim Thema sind, wir brauchen keinen muslimischen Feiertag in Bayern. Im grünen Donnerstag steckt ein Ü, das muss reichen.
Die viel größere Gruppe sind ja nicht die Muslime. Die sind ja bei uns die Preissen. Zugezogene Preissen. Die sollen einen Feiertag haben. Von mir aus mit drei Brückentagen. Und dann sollen sie aber wegfahren, dass wir zumindest mal für ein paar Stunden... Gut, das ist jetzt hier vielleicht das falsche Publikum. Aber nein, dass wir auch für ein paar Stunden ein bisschen Ruhe haben. Gut, wenn daraus der bayerischen Wirtschaft Einbußen entstehen, das kann man ja dann über die Kfz-Steuer... Also zumindest, bis das mit der Maut irgendwann mal dann... Kommen wir zu den Fakten. Den Familien in Bayern geht es gut, aber nicht alle wissen das. In Strunzen ist es schon, da weiß man das.
Ich denke eher viel mehr an die Fränkische Randgebiete an der Grenze zum strukturschwachen innerdeutschen Ausland. Hier muss ein schnelleres Internet her, meine Damen und Herren, um auch da den Menschen mitzuteilen, dass es ihnen gut geht. Es muss auch nicht gleich ein Glasfaser kabelt. Das oberpfälzische Internet, das können ja auch Rauchzeichen, Trommelschläge, von mir aus schnelle Rauchzeichen Heißbietrommeln. Damit vertreibt man ja auch die Wölfe aus den Wäldern. Wir müssen den Fortschritt so verkaufen, dass der Oberpfälzer seine Tageszeitung als Internet wahrnimmt. Es geht uns gut.
Schauen Sie an, was wir in der Bildungspolitik, das neunjährige Gymnasium, das haben wir tapfer erstritten gegen... Ist ja wurscht. Manchen lernschwachen Schüler ermöglichen wir sogar durch das Sitzenbleiben das 10- bzw. 11-jährige Gymnasium. Und für die Reichen gibt es Internate, wo auch jeder bis zum Abitur mit durchgeschleift wird, solange der Papa zahlt. Und hier sehen wir einmal mehr. Bayerische Schulen brauchen keine Behinderten, um die Inklusion zu leben. Meine Damen und Herren... Meine Damen und Herren, es geht uns gut. Aber der Wähler muss erkennen, wir von der CSU, wir wollten die Demokratie niemals abschaffen. Wir wollten sie immer nur verhindern.
Was die Leute alles wegschmeißen, das ist ja nicht so fast. Erbschaftssteuer, das ist doch noch gut. Das kann man doch noch benutzen. Ist doch fast wie neu. Herr Uthoff, wenn Sie Flaschen sammeln, die sind gerade da drunter. Das ist doch nicht so fast. Das ist doch nicht so fast. Das ist doch nicht so fast. Das ist doch nicht so fast. Das ist doch nicht so fast. Das ist doch nicht so fast. Das ist doch nicht so fast. Herr Uthoff, wenn Sie Flaschen sammeln, die sind gerade da durchmarschiert. Politiker sind Flaschen. War's das? Ist das Ihre Analyse? Ich möchte lieber mal wissen, wie man der Ungerechtigkeit in diesem Land begegnen kann. Oh, bin ich grad.
Ich hab grad hinter der Bühne Christian Lindner getroffen. Kleiner. Vielen Dank. Ich möchte wissen, wie wir diesen Inhalt in die Flaschen bekommen. Was meine ich, Deutschland ist ja in Europa eins der Länder mit einer extremen Vermögensungleichheit. Und eine faire Erbschaftssteuer. Faire Erbschaftssteuer wäre der Königsweg, um das zu ändern. Aber die Politiker hören immer nur auf die Reichen, die das verhindern wollen. Weil Ihr Gejammer keiner mehr erträgt. Wenn Sie in diesem Land irgendetwas durchsetzen wollen, dann müssen Sie von den Reichen lernen. Ihre Taktiken, Ihre Strategie kopieren, sein wie Sie, denken wie Sie, handeln wie Sie. Im Körper des Feindes. Das ist gut. Wie mach ich das?
Das ist jetzt unsere Taktik-Tafel. Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie sind reicher Firmenerbe. Ich würde Ihnen mal drei zur Auswahl geben. Wer möchten Sie sein? Ich bin Henkel. Das ist gut. Wir haben 20 Milliarden Euro Vermögen. Wo wollen Sie hin? Ich bin reicher, ich bin raus. Nein, bleib! Kommt sofort zurück. Wo haben Sie denn das ganze Geld her? Das habe ich hart erarbeitet. Er erbt habe ich das. Sie sind Erbe einer Firma. Deswegen möchte der Staat Erbschaftssteuer von Ihnen. Okay, alles klar. Was machen Sie? Ich hinterziehe Steuern. Nein, so macht man das heute nicht mehr. Geben Sie her. Dann bin ich doch jetzt völlig ungeschützt da.
Ich weiß, aber damit der Staat nicht an Ihr Geld kommt, müssen Sie jetzt einige Verteidigungslinien einziehen. Als allererstes lassen Sie mal eine Stiftung gründen. Eine Stiftung? Das ist großartig. Und die hinterzieht dann für mich Steuern? Nein, die zieht jetzt erst mal die Fäden. Dafür braucht Sie allerdings noch eine gute Adresse. Ganz klar. Ich kenne mich aus. Nein, Pariser Platz 6A Berlin. Warum denn da? Weil Sie da nur 300 Meter vom Reichstag entfernt sind. In Spuckweite der Macht. Ja, denn Lobbyismus ist eine Tröpfcheninfektion. Und Sie sind ein Influencer. So, kommt das da hin. Wo haben wir denn noch? Was machen die denn da in der Stiftung?
Na ja, das sind Ihre Kollegen im Kuratorium der Stiftung. Sie können das ja nicht alleine machen. Ihr Reichen müsst schließlich zusammenhalten. Ich habe das Gefühl, die Stiftung braucht einen besseren Namen. Bei den Kollegen im Stiftungsrat würde ich vorschlagen Firmenunternehmen Kontra Kommunismus. Das wäre kurz Fuck. Wir sollten es lieber länger lassen. Ich hätte einen Vorschlag für Sie. Wir nennen das Stiftung Familienunternehmen. Das ist brillant. Da will man doch sofort spenden. Wer was gegen mich hat, der hat was gegen Familien. Obwohl, ich bin Henkel. Ich habe 50.000 Mitarbeiter. Na ja, Sie sind eine Großfamilie. Hören Sie mal, der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf.
Der hat 12.000 Mitarbeiter. Macht 3,1 Milliarden Umsatz. Ja, aber er hat über 70 Tochtergesellschaften. Na ja, grummen Sie. Aber bei Familienunternehmen denkt man doch eher an den Bäcker an der Ecke. Sie haben doch den Müller mit der Ecke. Müller hat 27.000 Mitarbeiter. Verstehe Sie nicht. Müller hat 27.000 Mitarbeiter. Kommen Sie, wenn da nur Großunternehmen in der Stiftung sind. Warum müsste ich dann die Stiftung nicht ehrlicherweise nach dem benennen, was drin ist? Na ja, die Bildzeitung heißt ja auch Zeitung. Sehen Sie? Mit diesem Namen ziehen Sie jetzt in die Schlacht. Sie sind nicht mehr reicher Firmenerbe, sondern eine gute Stiftung für Familienunternehmen. Ja, ab in die Schlacht.
Gegen wen? Gegen das Bundesverfassungsgericht. Das fordert jetzt von den Politikern ein schärferes Erbschaftssteuergesetz, das mal rangeht an die Bevorzugung der reichen Firmenerben. Was? Was heißt denn hier überhaupt Bevorzugung? Na ja, Sie können Ihr Vermögen halt sehr leicht im Betrieb unterbringen und vor der Steuer verstecken. Dem Staat gehen so im Jahr fast 6 Milliarden durch die Lappen. Das heißt also, wir subventionieren im Prinzip das Geld der Reichen. Na ja, das ist eben Kohlesubvention. Schluss mit lustig. Was jetzt? Ich kaufe mir Verfassungsrichter. Sind Sie wahnsinnig? Wir sind in Deutschland, Sie kaufen sich keine Richter. Ach so, Entschuldigung. Sie kaufen sich Professoren.
Was? Was mache ich? Ja. Sehen Sie? Ihre Stiftung stiftet Lehrstühle, Professoren, am Waserich-Wittner-Institut für Familienunternehmen, am Friedrichshafener-Institut für Familienunternehmen, FIFA, und an der Universität Bayreuth. Sagen Sie mal, wozu brauche ich denn Lehrstühle? Damit alle Ihre Bedürfnisse studieren können. Und die Professoren erstellen unabhängige Gutachten für die Politik und Studien. Ja, aber ich will doch an die Richter ran. Ja, aber die schreiben doch das Gesetz nicht, das machen doch die Politiker. Ah, und die lassen sich von meinen Studien beeinflussen. Also zumindest wenn der, sagen wir mal, die öffentliche Meinung in die richtige Richtung weht. Öffentliche Meinung?
Knick, knack sagen Sie nichts. Ich kaufe mir Journalisten. Nein, jetzt hören Sie mal auf mit diesem Unsinn. Das macht man doch alles heutzutage nicht mehr. Man macht heutzutage eine Medienpartnerschaft. Was habe ich? Und vor allen Dingen, mit wem habe ich die? Was? Ich soll mich zu Friedrich Springer ins Bett legen? Zu Ihren Schülerinnen und Schülern. Stellen Sie sich das gerade vor? Okay. So, Sie haben eine Medienaffäre mit der Journalistenschule Axel Springer AG. Sie haben eine Kooperation mit der Tageszeit Schrift Die Welt. Sie veranstalten gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung das Hauptstadtgespräch in Berlin. Ah, und dann schreiben die über meine Themen. Ja. Ja, und was bringt das?
Naja, jede Menge hohen Besuch. Gucken Sie mal. Ja. Die waren alle bei mir zu Besuch. Ja, Sie müssen die Situation ausnutzen. Ja, den erziele ich. Das Großkonzerne. Das Familienunternehmen. Ja. Und deren Arbeitsplätze. Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sehr gut, das ist das Narrativ. Das müssen Sie immer wiederholen. Diese Geschichte ist wichtig. Und die Abschaffsteuer, die, die bringt in Gefahr die Familienunternehmen. Tut Sie das? Nein, natürlich nicht. Kein einziges Unternehmen ist bisher in Konkurs gegangen wegen Erbschaftsteuer. Also ich bin überhaupt nicht in Gefahr, ja? Nein. Hören Sie mal, wenn das einer schreibt, dann wollen doch alle wieder eine höhere Erbschaftsteuer.
Wozu haben wir denn die Medienpartnerschaften? Ich habe sie alle in den Sack knallen. Nicht alle. Das Bundesverfassungsgericht ist weiterhin sehr, sehr strikt. Und sagt den Politikern, ihr müsst aber jetzt immer noch diese Bevorzugung von reichen Firmen erben. Irgendwie aus dem Erbschaftsteuerrecht. Das geht nicht so lange so weiter. Sie müssen was tun. Moment mal. Haben die mein Narrativ nicht gelesen? Die umgehen ja einfach bei den Abwehrregeln. Ja, die Beamten im Finanzministerium sitzen schon da drin. Und die versuchen eine stärkere Erbschaftsteuer zu formulieren. Aber was soll ich denn machen?
Ich kann doch nicht zu denen ins Finanzministerium reinmarschieren und den Beamten diktieren, was sie ins Gesetz schreiben sollen. Selbstverständlich nicht. Sie marschieren da rein und diktieren den Chefs der Beamten, was sie ins Gesetz schreiben sollen. Geht das denn? Na ja, sie haben es zumindest mal gemacht. Viermal im Kanzleramt, viermal im Bundesfinanzministerium. Gott, hoffentlich bleibt das geheim. Nein. Nein, leider, die Regierung musste das jetzt aufdecken. Diese Treffen wegen einer Anfrage einer grünen Abgeordneten namens Lisa Paus. Aber diese Frau Paus, die hat doch dicht gehalten, oder? Nein, nein, nein. Sie hat leider gepetzt im Online-Magazin Krautreporter.
Diese Deutsche Zeitung hat, glaube ich, auch Wind davon bekommen. Wozu habe ich denn meine verdammten Medienpartnerschaften? Na ja, sie haben eben eher so eine offene Beziehung. Diese, diese. Gleich kommt's, gleich kommt's. Diese Schnifflinge. Ja, ja, jetzt hören Sie mal auf. Das sind ja alles Einzelstimmen. Die bleiben auch Einzelstimmen, solange sie das Narrativ beherrschen. Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, Arbeitsplätze. Okay, aber einige Politiker sind immer noch dafür, eine strengere Erbschaftssteuer durchzusetzen. Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, Arbeitsplätze. Nein, nein, nein. Sie müssen näher ran. Arbeitsplätze, Arbeitsplätze. Nicht an mich, an die Politik. Arbeitsplätze, Arbeitsplätze.
Ah, ich hab eine Idee. Ich schicke dem Seehofer einen aufgebrachten Familienunternehmer direkt in die Staatskanzlei. Das machen Sie nicht. Nein, das wäre wirklich übertrieben. Sie schicken mehrere. Was mache ich? Sie schicken mehrere. Seehofer übernimmt deren Forderungen eins zu eins. Und man einigt sich auf einen Kompromiss der Erbschaftssteuer der? Aber es fässe sich an. Nein, ihr Vermögen. Sie haben eine Erbschaftssteuer wieder mit vielen Ausnahmen für reiche Firmen erben. Ja, Champagner. Leider wird das Ganze wahrscheinlich wieder vorm Verfassungsgericht landen. Was? Na ja. Geht das ja alles wieder von vorne los. Sagt noch jemand, die Reichen tun nichts für Ihr Geld. Oh Gott.
Und das Ganze, das Ganze. Das Ganze. Das ganze Geld. Das ganze Geld, das ich in die Stiftung stecke. Ich meine, da werde ich doch arm sein. Sie meinen nicht ins Hemd. Die Stiftung ist gemeinnützig. Was ist die? Sie können Ihre Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen. Nee, oder? Doch. Man fördert eine Stiftung, deren einziger Zweck ist, dass der Staat weniger Steuern bekommt mit Steuergeldern. Bei Attac war es so, die wollten ja die Transaktionssteuer, der Finanztransaktionssteuer. Das wäre also mehr Geld für den Staat gewesen. Da hat man die Gemeinnützigkeit aberkannt. Das ist brillant, Herr von Wagner. Jetzt wende ich diese Taktik einfach auf soziale Gerechtigkeit an.
Ich mache eine Stiftung. Die erstellt Studien, die die Forschung, die Medien, die Politiker beeinflussen. Und bald haben wir dann eine vernünftige Erbschaft. Wunderbar. Lassen Sie uns loslegen. Haben Sie 24 Milliarden? Nein. Dann geht es nicht. Entschuldigung. Verzeihung. War das alles? Entschuldigung, was? Das war unterkomplex. Das war abgestanden. Das war auch provinziell. Jürg, nimm zum Pantomimin. Der hätte mehr zu sorgen. Entschuldigung, können wir irgendwas für Sie tun? Nein, ich glaube nicht. Ich denke, wir kommen da nicht zusammen. Was suchen Sie denn? Auch für unser 70-jähriges Bestehen suchen wir eine humoristische Einlage. Sozialkritisches Kabarett von Weltformat.
Bitterböse Abrechnung mit internationalem Lobbyismus. Was in der Art. Aber Sie haben sich ja spezialisiert auf deutsche Familiencomedy. Entschuldigung. Wir haben hier ein ganzes Lobby-Netzwerk veröffentlicht. Netzwerk? Meine Herren. Das ist doch kein Netzwerk. Das ist ein Netzwerk. Was zum Henkel ist das denn? Das ist die Mont Pelerin Gesellschaft und ihre Töchter. Auch so eine Art Familienunternehmen. Die Mont Pelerin Society ist die einflussreichste Denkfabrik dieser Republik. Unsere Gedanken beherrschen die Welt. Pellegrino beherrscht die Welt. Ich glaube, sie hat gesagt Moncherie. Pelerin!
Mont Pelerin Gesellschaft gegründet 1947 auf dem Hügel Mont Pelerin in der Schweiz in einem Hotel von liberalen Widerstandskämpfern. Den zum Beispiel Ökonomen Friedrich August von Hayek und Milton Friedman. Widerstand im Kurhotel. Ich glaube, Sie haben überhaupt keine Ahnung, wen Sie vor sich haben. Nein. Wir veröffentlichen auch unsere Mitglieder eigentlich nicht, aber Sie können sicher sein, das ist ein sehr auserlesener Kreis von Mitgliedern und Gästen. Was ist das denn? Das ist die Festschrift 70 Jahre Mont Pelerin Gesellschaft. Gucken Sie mal, Alan Greenspan war da dabei. Der war da auch erst Notenbankchef. Lars P. Feld, Wirtschaftsweiser, von Angela Merkel, Mitglied.
Und hier Charles Koch ist auch Mitglied, der hat Trump finanziert. Das ist der siebtreichste Mensch der Welt. Das würde ja ein Auftritt bei Ihrer Gesellschaft sein. Okay, man wird doch nochmal fragen dürfen. Was ist denn das Ziel Ihrer vornehmen Gesellschaft? Hayek würde sagen, die Durchsetzung des Liberalismus als sagen wir absolutes Prinzip sozialer Organisation. Ich würde sagen, hä? Markt gut, Staat schlecht. Herr Professor, Sie können das viel schöner erklären wie ich. Privatisierung, Steuersenkung und Sozialstaatsabbau. Ja, den kannst du um drei in der Früh aufwecken, egal welches Problem, er hat die Lösung. Privatisierung, Steuersenkung und Sozialstaatsabbau.
Deswegen finanziere ich als Unternehmer den ganzen Loppipums, weil das taugt mir mit dem Neoliberalismus. Moment, Sie wollen uns allen Ernstes erzählen, Sie haben ein Jubiläum, weil Sie vor 70 Jahren den Neoliberalismus erfunden haben. Privatisierung, Steuersenkung, Sozialstaatsabbau. Herr Professor, nicht nur erfunden, wir haben ihn durchgesetzt gegen alle Widerstände. Ich meine, 1947, da dachten alle, der Kapitalismus sei schuld, ein Faschismus und Krieg. Nur weil wir ein bisschen daran verdient haben. Und plötzlich wollten alle nur noch Wohlfahrtsstaat, starke Gewerkschaften, Sozialismus. Ja, pff, David. Das Einzige, was uns am Leben erhielt, war unsere liberale Überzeugung.
Und das Geld der Rockefeller Foundation, der Credit Suisse und der Bank of England. Ha! So g'scheit, unser Professor, ha? Und unser Plan. Innerhalb von 30 Jahren den Zeitgeist so zu drehen, dass die Menschen nicht mehr an den Sozialstaat glauben, sondern an unser Mantra. Und jetzt? Privatisierung, Steuersenkung und Sozialstaatsabbau. Sie wollen uns allen Ernstes erzählen, dass in einem Schweizer Bergdorf ein paar wunderliche Keuze beim Fondue sitzen, die Fäden gezogen haben, die uns heute diesen neoliberalen Käse eingebrockt haben. Entschuldigung, wenn ich sage, das ist mir zu einfach. Einfach? Das war verdammt harte Arbeit, ihn den Sozialstaat zu entreißen.
Ich meine, wir konnten ja nicht einfach hingehen und sagen, die Reichen sollen reicher werden. Was haben Sie den Leuten denn dann gesagt? Wir haben gesagt, die Reichen sollen reicher werden, weil das für alle gut ist. Ist bei der Bevölkerung wohl prima angekommen? Nee, merkwürdigerweise nicht. Wir haben dann erstmal versucht, die Eliten der Gesellschaft von unserem Mantra zu überzeugen. Wir haben dieses riesige Netzwerk aufgebaut. Ich meine, wir haben nur eine Botschaft, aber die haben wir wirklich oft. Wir haben dieses Netzwerk Planetar aufgebaut. 500 Denkfabriken in der ganzen Welt, die alle unser Mantra verkündet haben. Milliardäre haben Lehrstühle gesponsert.
Wir haben ganze Fakultäten übernommen. Milton Friedman hat persönlich unterrichtet in Chicago. Sein Credo, nur ein entfesselter Markt, führt zur absoluter Freiheit. Ja gut, das ist diese graue Theorie, aber haben Sie das jemals ausprobiert mit dieser Freiheit? Na klar, sogar in einer Diktatur. Was? In Chile? Ab 1973. Da hat Friedman selber mit seinen Chicago Boys unser Mantra umgesetzt. Privatisierung, Steuersenkung, unser Zierstaatsabbau. Was ist eigentlich auf Chilenisch? Pinochet. Jetzt hören Sie mal zu, Pinochet hat tausende Regime gegen erfoltern lassen. Weswegen die chilenische Bevölkerung ja auch so einfach zu überzeugen war von unseren Argumenten.
Nach dem Ende der Diktatur lebten fast die Hälfte der Chilenen unterhalb der Armutsgrenze. Das war eine Katastrophe. Die Einkommen der reichsten Chilenen ist um 83% gestiegen. Milton Friedman und Ihre Leute haben also ein Land benutzt, in dem ein grausamer Diktator herrschte für Ihre Experimente, als Labor. Was haben Sie dafür als Strafe bekommen? Den Nobelpreis für Wirtschaft. Was? Für sowas? So einen renommierten Preis? Na ja, so renommiert. Alfred Nobel hat Ökonom für Flachpfeifen gehalten. Ach, das ist gar kein wirklicher, kein richtiger Nobelpreis. So ein Gedächtnis-Nobelpreis, ja.
Also wenn Nobel wüsste, was in seinem Namen ausgezeichnet wird, dann würde er sich eine Stange Dynamit in die Sitzrinne klemmen. Wer hat denn dann diesen fake Nobelpreis gestiftet? Die Rheinische Reichsbank. Die war nämlich genau wie wir der Meinung, dass Neoliberalismus ausgezeichnet ist, aber nicht genug ausgezeichnet wird. Ja. Und dass ein Mitglied der Montpelerin-Gesellschaft zufällig auch im Preiskomitee saß, das hat wahrscheinlich auch genutzt. Moment, Moment. Sie haben sich einen eigenen Nobelpreis geschaffen? Nein. Acht! Wir haben uns acht Nobelpreise verliehen! Verleihen lassen. Bekommen.
Und das hat Ihren Instituten die Seriosität verschafft, die sie brauchten, um die Ideologie weiterzuverbreiten über ihre ganzen Institute. Das Cato-Institut in Amerika, das International Center for Economic Policy Studies, die Heritage Foundation. Von der habe ich schon mal gehört. Woher habe ich das? Das stand glaube ich hier im Feststift. Schauen Sie hier, da steht, sie bereitet den wirtschaftspolitischen Kurswechsel in den USA in den 80er Jahren vor. Die Reaganomics! Privatisierung, Steuersenkung und Sozialstaatsabwehr. Also erzählen Sie, haben Ronald Reagan die Texte geschrieben? Ja, glauben Sie, dass dieser Cowboy-Darsteller da selber drauf gekommen ist?
Es gab Zeiten, da saßen 20 Schüler von Milton Friedman in seinem Beraterstab. Und neben Amerika haben Sie eben auch noch England geholt. Mit dem Institut für Economic Affairs und dem Adam Smith-Institut und dem Center for Policy Studies. Jetzt raten Sie mal, wer das gegründet hat. Margaret Thatcher. Die britische Premierministerin auch? Und hier, 82, der Durchbruch in Deutschland. Mit dem? Lambsdorffapier. Und da drin standen natürlich Steuersenkungen, Privatisierungen und Sozialstaatsabbau. Woher wissen Sie das? Sie haben das Lambsdorffapier geschrieben? Oder? Ja, und zwar schlecht. Genauer gesagt, Otto schlecht. Na ja, der war 38 Jahre lang graue Eminenz im Wirtschaftsministerium.
Übrigens auch ein Mitglied der Montellerin-Netzwerks. Ganz genau. Lambsdorff hat also gar nicht selbst geschrieben. Nein, Lambsdorff hat nur Korrektur gelesen. Ach, und dann hat die FDP natürlich allein in Deutschland den Neoliberalismus ganz im Alleingang durchgesetzt. Mit dem FDP-Kanzler, erwarten Sie, die FDP hatte gar keinen Kanzler. Doch, Gerhard Schröder. Der hat 2004 fortgesetzt, was wir mit Lambsdorff begonnen hatten. Privatisierung, Steuersenkung, Sozialstaatsabbau. Sie sind so knapp vor dem Nobelpreis. Wie haben Sie denn die Sozialdemokraten, auf die diese neoliberale Spur gesetzt? Das war sehr harte Arbeit unseres tapferen Netzwerks. Ja.
Wir haben die Sozialdemokraten auf die Neoliberale Spur gesetzt. Das war sehr harte Arbeit unseres tapferen Netzwerks. Ja, und natürlich mit haufenweisen Instituten. Hier zum Beispiel der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, in Deutschland Stiftung Marktwirtschaft oder Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Das ist ja faszinierend, wie man mit nur drei Begriffen ganze 500 Institute bilden kann. Am Ende waren die Sozi so verzweifelt, dass sie selber neoliberale Politik gemacht haben. Mit der Agenda 2010. Ja, und da fragen wir uns alle, mit der Agenda 2010. Privatisierung, Steuersenkung, Sozialstaatsabbau. Okay, ich wollte das eher so.
Und am Ende hat Gerhard Schröder für das Schleifen des Sozialstaates noch ein ganz dickes Lob bekommen. Ja, von Milton Friedman. Aber sagen wir mal, die Sozialdemokraten, wie haben die denn das verkauft, den Sozialstaatsabbau ihren eigenen Wählern? Das ist eine wirklich gute Frage. Herbert Giersch hat gesagt, wenn man verhindern will, dass der Staat Geld für Soziales ausgibt, muss man darauf achten, dass er zu wenig Geld dafür einnimmt. Durch Privatisierung und Steuersenkungen. Ja, Giersch nannte das das Diktat der leeren Kassen. Wer zum Henker war eigentlich Herbert Giersch? Och, laut FAZ bloß der einflussreichste Ökonom der Bundesrepublik. Der war übrigens auch mit...
Mit der Mobilargesellschaft. Nein. Der war deren Präsident. Wer ist denn der letzte Brillenzombie da? James Buchanan. Ich kenne den Erfinder der Schuldenbremse. Der ist auch... Mitglied der Mobilargesellschaft. Und damit ist er nicht nur fest verankert in ihrem Grundgesetz, sondern er hat dafür auch noch den... Nobelpreis bekommen. Ja, dann haben wir es doch verstanden. Dann würde ich sagen, dann stoßen wir jetzt schon mal an auf die erfolgreichen Koalitionsverhandlungen. Entschuldigung, die sind noch gar nicht beendet. Aber bis jetzt ist schon mal klar, was auf keinen Fall zurückgedreht wird. Privatisierungen. Steuersenkung. Sozialstaatsabbau.
Vielleicht kann ich Ihr Mantra mal in die Wirklichkeit übersetzen. Privatisierung bedeutet Geschäfte mit bettlägerigen Patienten. Steuersenkung bedeutet kein Geld für Schulen. Und Sozialstaatsabbau bedeutet mehr arme Kinder und Rentner. Und Sie wollen sagen, das alles war kein Zufall, sondern Absicht? Ja. Sagen Sie, warum haben Sie uns das alles hier eigentlich so offen erzählt? Weil Ihnen das sowieso keiner glauben wird. Da oben, der ganz Linke, der Hayek, der hat auch eine eigene Gesellschaft. Eher nicht mehr, aber die nennt sich so. Hayek-Gesellschaft. Hat viele Mitglieder, unter anderem Alice Weidel. Ökonomin von der AfD. Alice Weidel. Die finde ich super. Auf die gehe ich steil.
Wenn die in einer Talkshow sitzt, da bleibe ich dran. Also solange sie bleibt. Dann höre ich auch zu, was sie erzählt. Dann stelle ich mal mein Bier neben dem Fernseher. Da bleibt es länger kalt. Das ist... Ah. Die hat jetzt in einem Interview gesagt, sie ist Fan von Maggie Thatcher, der alten Abrissbirne. Und Alice Weidel hat auch gesagt, dass sie ihre Partei, die AfD, in vier Jahren in der Bundesregierung sitzt. Da sieht sie die. Dann geht es rund. Dann wird endlich durch privatisiert. Das finde ich super. Jeder ist sich selbst der nächste. Das sollte das Credo sein. Diese Solidargemeinschaft gehört endlich mal abgeschafft. Solidargemeinschaft, was ist das denn?
Was ist das, was wir zu Weihnachten besuchen fahren? Wenn wir wieder in den Ort zurückkehren, aus dem wir die Flucht ergriffen haben. Wenn wir die besuchen, vor denen wir geflohen sind. Nach wenigen Minuten weißt du auch wieder, warum. Das ist Solidargemeinschaft. Selbstverleugnung nach innen. Fremdenhass nach außen. Das braucht doch kein Mensch. Solidargemeinschaft, also Familie. Da haben sich jetzt welche Kinder zugelegt. Kinder. Die haben gesagt, wir würden später denken, das ist unsere Pflegeversicherung. Das eine heißt Pflegestufe 1. Das andere ist Pflegestufe 2. Von Kindern kriegt man so viel zurück. Das ist völliger Quatsch.
Die spucken dich mit halb verdautem Essen, kratzen dich und bringen aus ihrer kommunistischen Kita Krankheiten nach Hause, die es früher noch nicht gab. Das ist doch krank. Das ist ein Unfaktor. Das braucht kein Mensch. Ich habe mir eine Eigentumswohnung gekauft. Viel besser. Eigentumswohnung im Erdgeschoss. Superlage. Hat Milchglasfenster. Kann keiner reingucken. Ich kann auch nicht rausgucken. Ich will das Elend da draußen ja auch nicht sehen. Das ist mir doch egal. Sie sind von innen auf verschwunden. Sie sind von innen auf verschwunden. Sie sind von innen auf verschwunden. Das ist mir doch egal. Sie sind von innen auf verspiegelt. Das reicht. Die ganze Wohnung voll mit Selfies.
Bei mir gab es schon Selfies, als das Wort noch nicht im Duden stand. Das ist super. Jeder ist sich selbst der Nächste. Mein Credo. Sollte mal Artikel 1 des Grundgesetzes werden. Jeder ist sich selbst der Nächste. Präsentiert von ihrer Postbank. Unterm Strich zähle ich. Das wäre mein Artikel. Überhaupt. Grundgesetz. Diese Gutmenschenbibel. Die kann auch mal privatisiert werden. Für jeden Artikel ein Werbepartner. Hier zum Beispiel Artikel 9. Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu gründen. Wird ihnen präsentiert vom ADAC. Das ist doch eine super Sache. Da kann man was rausholen. Aber ich freue mich jetzt auf Weihnachten. Weihnachten.
Da erzähle ich meinem Neffen wieder vom Frühjahr. Das wird schön. Ich zeige ihm auf dem Smartphone ein Foto von dem Geschenk, das er gekriegt hätte, wenn er sich angestrengt hätte. Auf dem Smartphone Foto. Nur gucken, nicht anfassen. Da sieht er dann diesen Lego-Bausatz. Den habe ich jetzt. Den einen, der überall ausverkauft ist. Ich war 3 Stunden unterwegs, um den zu kriegen. Überall ausverkauft. Schlaue Leute wie ich kaufen Lego als Altersvorsorge. Geld ist doch nichts mehr wert. Das Konto verdaut sich selbst. Und dann läuft es an so einem Sparkkassenautomaten vorbei. Und der haut dich an. Hast du mal einen Euro. Was ist das denn da? Kaufe ich mir doch Lego. Ja. Kaufe ich mir Lego. So.
Das liegt jetzt im Keller. Also 10 Jahre lagern, dann ist es 100 Mal so viel wert. Kannst du auf eBay verticken, hast du ausgesorgt. Lego liegt direkt im Keller. Ein eingewecktes Obst von früher. Natürlich. 40 Jahre haben wir eingeweckt. Bis uns Gorbatschow aufgeweckt hat. Das war super. Das steht da noch. Das ist jetzt scharf. Das brauchst du nur mal angucken. So ein Pflaumenglas. Dann geht das in die Luft. Das ist schief angeguckt. Dann explodiert. Das ist nicht mehr nur noch Notvorrat. Das ist Zivilverteidigung. Egal was passiert, ich bin vorbereitet. So sieht es aus. Haben Sie mal einen Euro? Wofür? Ich sammle Geld. Stehen Sie für eine Reise in die Schweiz.
Ich möchte mich mit dem Utof in ein Berghotel setzen. Dann gründen wir 500 Institute, die sich gegenseitig den Nobelpreis in sozialer Gerechtigkeit verleihen. Sie haben die Grundlagen für eine anständige Erbschaftssteuer. Sie sind ja richtig besessen von dieser Erbschaftssteuer. Wenn Sie diese Idee als Produkt auf den Markt bringen wollen, brauchen Sie nur noch ein paar Investoren, die Ihnen dabei helfen. Wofür nicht so was? Herzlich willkommen bei Die Kohle der Löwen. Das ist Klaus von Wagner. Ein Überzeugungstäter. Er möchte an das Geld der Löwen. Ob er die Investoren auch von seinem Produkt überzeugen kann? Einen wunderschönen guten Abend, liebe Löwen.
Ich habe mich bis jetzt mit Kritik zurückgehalten, aber ich habe immer noch nicht verstanden, worum es geht. Ich habe ja noch gar nicht angefangen. Wenn ich da gleich mal nachhaken darf, warum haben Sie noch nicht angefangen? Weil er schon angefangen hatte. Ich verstehe das. Ich muss erst mal sagen, ganz toll. Sie sind viel jünger und hübscher, als ich mir sie vorgestellt habe. Ich möchte wissen, warum Sie sich beim Bachelor bei Ihrem Aussehen überhaupt beworben haben. Von mir bekommen Sie keine Rose. Andere Sendung. Andere Sendung. Liebe Löwen. Bitte. Ich sage es. Meine Idee bringt 10 Milliarden Euro im Jahr. Das ist das Emotionalste, was ich jemals in dieser Sendung gehört habe.
Was klingt so schön, um wahr zu sein? Wie lautet denn Ihr Businessplan? Ich habe gedacht, ich besteue einfach die Reichen. Davon habe ich noch nie gehört. Und das ist Ihre Erfindung? Nein, das gibt es schon. Das nennt sich Erbschaftsteuer. Ach, das Produkt gibt es schon. Damit können Sie kein Geld verdienen. Das alte Produkt ist kaputt. Ich hätte gerne ein neues für reiche Firmen erben. In Deutschland werden im Jahr 300 Milliarden vererbt. Was nehmen wir da ein? Durchschnitt 5 Milliarden. Das sind nicht mal 2%. Das ist aber wenig. Haben Sie eine richtige Marktlücke entdeckt? Sie ist schon Judith, dass er an dein Geld möchte. Das wollen Sie doch alle. Aber du bekommst keins zurück. Wow.
Das ist immer eine richtig neue Idee. Hören Sie, die Erbschaftsteuer, das wäre meine Idee, wenn Ihre Erbschaftsteuer Milliarden, dafür biete ich Ihnen eine faire und gerechtere Gesellschaft. Apropos Erbschaft, ich habe hier eine wunderschöne Uhr von meiner Großmutter geehrt. Sie wissen, wie viel Sie dafür bieten. Andere Sendung. Gut. Für mich ist es als Investor extrem wichtig, dass ich mein Geld zurückbekomme. Das sehe ich bei Ihrem Produkt einfach nicht. Es ist eine Steuer. Ihr Produkt löst ja keine Probleme. Das Problem ist die Kluft zwischen Arm und Reich. Ja, trotzdem. Ich weiß nicht, was ihr davon habt. Ich bin ja reich. Was ist denn nun genau diese Kluft? Wie bitte?
Was ist denn da zwischen Arm und Reich? Da ist viel zu viel. Aber eine Kluft, das ist doch eigentlich nichts. Da ist zu viel nichts, wenn Sie so wollen. Ist da jetzt viel oder ist da nichts? Der Mann scheint mir nicht gut vorbereitet. Hören Sie. Dieses Nichts muss natürlich weniger werden. Sie wollen Milliarden für nichts. Nein, ich will das nichts kleiner machen. Sie wollen Milliarden dafür, nichts kleiner zu machen. Das kann ich meinen Shopping-Home-Kunden nicht verkaufen. Ich bin raus. Eine Frage hätte ich noch. Meine Frau sagt mir, ich soll in der Sendung mehr lächeln. Lächle ich noch? Ich glaube schon. Das wollte ich nicht. Judith, wende mal bitte. Das ist besser. Ich bin nämlich raus.
Die Erbschaftsschau ist ein gutes Produkt. Glauben Sie mir. Wenn Sie etwas erkennen können in dieser Sendung, dann ist es doch Leistung. Wohlstand hat in unserem Land immer weniger mit Leistung zu tun. Von den reichsten Deutschen haben zwei Drittel geerbt. Das ist doch keine Leistung. Das ist Sperma-Lotto. Du hast so eine schöne Stimme. Das hat mich voll abgeholt. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn du zu mir in mein Team kommst. Ich habe mich mit Kritik lange zurückgehalten. Aber Sie sind wirklich in der falschen Sendung. Dann bin ich raus. Das ist auch die falsche Sendung. Klaus von Wagner hat es nicht geschafft, die Löwen zu überzeugen.
Vielleicht schafft es der Kabarettist Nils Heinrich. Ich habe auch eine Idee. Ich bringe mit einer als Versicherungsfirma getarnten Drückerkolonne, die Menschen um ihr erspart ist. Dieses Geld investiere ich dann in eine Geschäftsidee, die nennt sich Cum-Ex. Die dient dazu, die Gesellschaft auszurauben. Dann setze ich mich ins Fernsehen und verkaufe Grünschnabel-Gründern meine kriminelle Energie als Business-Erfahrung und lasse mich in Form einer Hammer-Einschalt-Quote von der Gesellschaft feiern, die ich gerade ausgeplündert habe. Wenn man aus Scheiße-Gold machen kann, habe ich Durchfall. Das ist die erste vernünftige Geschäftsidee, die ich heute Abend höre. Wie lautet das Produkt?
Carsten Maschmeyer. Das überzeugt mich. Ich steige ein. Das war die Anstalt. Heute mit Sonja Klink, Nils Heinrich und Michael Altinger. Vielen Dank.
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