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Klimaschutz

Klimagipfel : Das „United in Science“-Video zum Klimawandel , „Wir sind alle fürs Klima – jeder, wie er mag“, Die GRÜNEN werden’s schon richten, Das EEG – der Wanderpfad der Vernunft, Das EEG – Wer davon profitiert, In Memoriam Energiewende ? u. a.

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Satire 'Die Anstalt' kritisiert die Umsetzung der Energiewende in Deutschland, insbesondere durch die Einführung der EEG-Umlage, die zu Fehlallokationen und steigenden Strompreisen führt. Die Darstellung zeigt die Widersprüche zwischen dem Ziel der Klimaneutralität und den praktischen Auswirkungen von Förderprogrammen und energieintensiven Industriebereichen. Die Zugspitzbahn als Beispiel illustriert, wie energieintensive Betriebe von der EEG-Umlage profitieren, während der Konsum von Plastikmüll und die Debatte um Windenergie die eigentlichen Herausforderungen der Klimakrise verschleiern. Der Satire liegt ein zynischer Blick auf den Einfluss von Interessensverbänden und Lobbyismus auf die politische Entscheidungsfindung zugrunde.

Transkript 6.541 Wörter

It is like a game of chess. Once you beat the game, you win. All of the game was a battle by either anyone or all of you. Once you win, it's a battle by either anyone or all of you. So the first one to win is the person who lost the game. And the second one to win is the person who lost the game. Ladies and Gentlemen, welcome on the train-top, also auf der Zugspitze. Kleiner Spaß vor die Weg zur Auflagerung. Welcome zum Klimagipfel, mein Name ist Altinger, ich vertrete heute den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der heute nicht hier sein kann, wegen des Windparks im 30 km entfernten Paiting.

Laut der bayerischen Abstandsregel müssen zwischen Windrad und Ministerpräsident mindestens 50 Kilometer liegen. Aber dafür, meine Damen und Herren, dafür haben wir heute bei uns die deutsche Umweltministerin, Frau Svenja Schulze, sie ist heute ganz im Gelb. Ja, wir von der SPD möchten warnen vor der gelben Gefahr, weil wissen Sie, wenn die Klimapolitik keine Rücksicht auf die Pendler nimmt, dann könnten sich auch in Deutschland die Menschen gelbe Westen anziehen und auf die Straße gehen. Grundgültiger, da ist ja dem Unfug schon wieder Tor und Tür geöffnet. Sagen Sie mal.

Sagen Sie mal, es sind nicht erst vor kurzem in diesem Land über eine Million Menschen auf die Straße gegangen für mehr Klimaschutz. Das müssen Sie jetzt schon uns von der SPD überlassen, welche Demonstranten wir ernst nehmen. Ich habe unter anderem das Gefühl, dass man in diesem Land nur ernst genommen wird, wenn man in einem Auto sitzt. Ja, aber das ist doch logisch. Wieso? Wieso sind denn Pendler wichtiger als hunderttausende Demonstranten? Ja, weil der Pendler jeden Tag auf die Straße geht und nicht bloß einmal in der Woche. Wer sind Sie überhaupt? Wissenschaftler, Sir Isaac Newton. Der Nefton, Scheiße. Vor dem hab mich der Scheuer Andi schon gewarnt.

Sie sind also von Scientist for Future? Nein, ich bin Scientist from the past. Passt schon. Ja, gut, begrüßen wir hier auch den Vertreter der Industrie von der Stiftung Verbandschmutz, Herrn Dr. Wopp. Herr Dr. Wopp, an Sie gleich einmal die wichtigste Frage des Abends. Herr Dr. Wopp, bedroht die geplante CO2-Reduktion unserer Wirtschaftswachstum? Nein, keine Sorge. Das ist überhaupt kein Widerspruch. Es muss nicht heißen Wachstum oder Klimaschutz. Es muss heißen Wachstum und Klimaschutz. Bravo, Stößchen. Großartig. Das wäre natürlich die Lösung, aber ich bitte Sie, sagen Sie mir doch mal, wie wollen Sie diese beiden Ziele denn miteinander vereinbaren? In dem wir statt oder und sagen.

Stößchen. Hören Sie mal, unendliches Wachstum ist in einer stopflich begrenzten Welt wissenschaftlich schlicht nicht möglich. Herr Nefton, das können Sie jetzt natürlich nicht wissen, weil das war nach Ihrer aktiven Zeit. Das Universum dehnt sich immer weiter aus. Es steht immer mehr Raum als heißt Raum für unendliches Wirtschaftswachstum. Hören Sie mal, Ihre Kanzlerin hat doch gesagt, unite behind the science und Sie ignorieren die science. Also das kann ich jetzt nicht so stehen lassen an der Stelle. Ich habe mich ganz klar ausgedrückt, ich habe gesagt behind the science und wir sind ja wohl deutlich hinter der Wissenschaft zurückgeblieben.

Frau Merkel, herzlichen Grüß Gott, Frau Doktor Merkel, wir hatten Sie eigentlich hier oben erwartet. Ja, ich werde mich wohl leider etwas verspäten. Na ja, macht nichts, ist ja nicht so, als ob wir bei dem Thema irgendwie Zeitdruck hätten. Ich habe versucht, CO2 neutral zum Gipfel zu gelangen, aber dann sind wir beim Aufstieg ein Stück weit abgestürzt. Wo ist eigentlich der Joachim? Obacht! Was machen Sie denn da? Das ist die neue Seehofer Linie. Seit kurzem rettet die CSU Menschen aus Notsituationen. Jetzt sind Sie gerettet! Das ist doch völlig sinnlos. Also sehen Sie, Politik ist eben das, was möglich ist. Sollte Politik nicht eigentlich mal was ermöglichen?

Also Sie müssten natürlich auch bei einer Rettung einen Kompromiss zwischen den verschiedenen Interessen suchen. Aber wer hätte dann ein Interesse daran, Sie nicht zu retten? Na ja, sagen wir mal so, die Rettung von Angela Merkel ist jetzt nicht so ein Kernanliegen der SPD. Wieso? Ihr macht doch seit 2005 nichts anderes. Hören Sie doch zu, wenn die Zivilisation am Seiden in den Faden hängt. Dann müssen wir doch unbedingt dringend sofort handeln. Das ist das Stichwort, deswegen sind wir heute hier. Schauen Sie bitte schön, Klimaschutz jetzt handeln. Wunderbar, Sie wollen also endlich handeln? Nein, nein, wir wollen handeln. Was habe ich gesagt? Guter Mann, wir wollen Handel treiben.

Und zwar ab jetzt mit CO2-Zertifikaten. Hiermit ist die offizielle CO2-Börse eröffnet. Jawoll. Was soll denn das? Wir handeln einfach so lange mit CO2, bis nichts mehr übrig ist. Welches Wirtschaftsgut wäre denn jemals durch Handel an der Börse zum Verschwinden gebracht worden? Da, Geld. Also während der Finanzkrise sind Billionen von Dollar einfach verschwunden. Was die Kanzlerin mit Puff sagen will. Der CO2-Ausstoß bekommt jetzt einen Preis. Wenn die Industrie in Zukunft CO2 ausstoßen will, muss sie Zertifikate kaufen. Insofern kann sie CO2 einsparen, wenn sie kein CO2 ausstößt. Und Puff. Aber warum überlassen Sie das dem Markt?

Sie zum Beispiel hatten doch ganz vorbildliche Ziele zur CO2-Reduktion. Was ist aus denen geworden? Puff. Hören Sie, Sie hatten doch damals auch ein großes Problem. Umwelttechnisch Blei im Benzin haben Sie dem vielleicht auch einen Preis gegeben und dann so lange Bleipartikel an einer Börse gehandelt, bis das Blei verschwunden war? Ist diese Puff? Damals war nix mit Puff. Damals haben wir so Sachen einfach verboten. Der Markt kann doch nun auch wirklich viel besser regeln, wo und wie am effektivsten CO2 reduziert werden kann. Ist denn dieses System jemals getestet worden? Ja selbstverständlich der deutsche Emissionshandel.

Also der basiert ja quasi auf den Erfahrungen der Umsetzung des europäischen Emissionsrechts Handels für Energie und Industrie. Und wissen Sie was lustig ist? Ich kann meine Zähne nicht mehr spüren. Wie waren denn die Erfahrungen der Umsetzungen des Emissionshandels für Industrie und Energie? Gut. Gut? Ja gut, gut. Also im Sinne von schlecht. Es war bisher relativ wirkungslos, weil wir immer noch die Hälfte aller Zertifikate verschenken. Da war es doch jetzt übertrieben, Senja. Wir bewegen uns seit einem Jahr auf den Beginn einer möglichen Lenkungswirkung des Emissionshandels zu. Seit wann gibt es den diesen Handel schon? 14 Jahre.

Sie bringen also etwas, dass 14 Jahre auf internationaler Ebene nicht funktioniert, hat jetzt also auf nationaler Ebene. Ach, gucken Sie mal eine Gämse. Ach, ist das nicht süß, wie Sie da nicht nicht am Seil knabbern. Böse Gämse. Moment, also wir machen das jetzt mit dem Emissionshandel auch wirklich ganz ganz anders. Also erstens keine Gratis-Zertifikate mehr, versprochen. Wunderbar, das könnte natürlich einen ganz neuen Aspekt. Das könnte keine Gratis-Zertifikate mehr nicht sein. Und dann würde sich ja die CO2-Reduktion spürbar für die Unternehmen auszahnen, weil die Preise immer mehr steigen und es keine Ausnahmen mehr gibt. Nein, keine Ausnahmen mehr. Nein, keine Ausnahmen.

Keine Ausnahmen, Schluss aus... Außer es wird zu teuer. Dann gibt es eine Obergrenze. Wie bitte? Ja, das ist richtig. Also wenn die Zertifikate pro Tonne CO2 60 Euro kosten, ist Schluss. Ja, sorry, das steht im Klimapaket der Bundesregierung. Also müssen Sie mich nicht so angucken. Das ist hier... Denken Sie doch an die Menschen, die pendeln. Genau, an die, die pendeln. Also, das meine ich doch. Das meine ich doch, wenn es... Wenn die Gefahr, wenn die Gefahr so nah ist, verstehen Sie, dann müssen wir das sofort handeln, etwas tun, nicht wahr? Und Sie, Sie machen ja schon wieder nichts. Doch wir von der Politik geben den Rahmen vor. Oh, richtig, richtig.

Frau Merkel, wir müssen jetzt nur noch auf ein Signal vom Markt warten. Dass der uns sendet, wann es am günstigsten ist, Sie zu retten. Also für mich wäre es jetzt ganz günstig. Moment, Moment, Moment. Ich höre da Signal. Das Schweinsbraten-Kabaccio wird serviert. Oh super, das ist ja klar. Halt, halt, halt. Stopp, halt. Halt. Hallo. Hallo. Hallo, Sie können mich hier nicht hängen lassen. Hören Sie. Hören Sie, bei mir ist ein Notfall. Es ist wirklich dringend. Ich müsste mich langsam mal, Lulu. Na gut. Na gut. Also, da verstehe ich die Kanzlerin schon. In ihrer Notsituation. Ich meine, ich nenne sie jetzt nicht Lulu, aber... Ich brauche da schon, die braucht eine Ex-Adoption.

Die muss da irgendwie rauskommen. Das kann ich wirklich gut nachvollziehen. Weil ich brauche auch eine Ex-Adoption. Vor allem raus aus meinem Wirtschaftsjob. Ich meine, ich bin ja quasi auch fast schon im freien Fall. Was habe ich in den letzten Jahren für einen Absturz hingelegt? Das ist ja Wahnsinn. Mit Hitifa kann man eigentlich gar nicht mehr fallen. Guck mal mich an. Ich bin männlich, weiß, heterosexuell. Ich habe BWL studiert. Ich komme aus der Hausbesitzer-Szene. Ich war 5 Jahre in Unternehmensberatung. Also ganz ehrlich, da wo ich war, war immer vorne. Ich bin hier der Christian Lindner des Cabarets. Gesellschaftliche Anerkennung wie ein Dieselmotor. So ein Unter-Inlands-Flug.

Wenn ich heute Abend nicht klimaneutral arbeite, habe ich auch noch Greta an der Backe. Deswegen rede ich auch so schnell. Damit ich so möglichst wenig atme zwischendurch. Dass ihr am Ende sagen könnt, richtig lustig war er nicht. Aber wenig CO2-Ausstoß. Da kann man eben nichts vorwerfen. Ökobilanz top. Bei mir sowieso. Ich kaufe meine Produkte nur regional, aber eben weltweit. Das ist mir wichtig. Nein, da achte ich total drauf. Hallo, natürlich. Da bringe ich mich doch ein. Da bringe ich mich. Da bringe ich auch Opfer. Ich esse nur Sachen, die biologisch abbaubar sind. Bei meinen Frühstückseiern fange ich mittlerweile dreimal nach. Ob das Ei auch wirklich gewollt war. Es ist schwierig.

Es dankt mir ja keiner. Ich gebe alles, keiner dankt es mir. Aber pass mal auf. Ich werde ganz langsam mir die gesellschaftliche Anerkennung wieder zurückholen. Ja, ja. Ich habe mir meine absolute Exit-Option gefunden. Es gibt nämlich so einen Konsensmenschen. Den finden immer alle toll. Gerade bei uns im Prenzlauer Berg gibt es so einen Typen Mann. Über den wird nie schlecht gesprochen. Der wird auch in 30 Jahren noch unangreifbar sein. Und es ist... Der Bio-Bauer aus der Region. Oder? Gerade jetzt beim Klimawandel. Diese ganze neue Generation an jungen Hipster-Bio-Bauern.

Wenn einer mit so voll Bart und Kuscheltier esken Lämpchen auf dem Arm, was am Ende natürlich nicht schlachtet, sondern so lange durchkitzelt, bis es sich totlacht, diese ganzen jungen Craft Beer braunen Hipster-Bio-Bauern. Oder in den Zeitschriften. In einer mit so Schiebermütze auf, Tunnel gestochen, Unterarm tätowiert, Läderschürze um, Boden ständig rustikal, aber auch leicht melancholisch in die Kamera guckt. Wenn das Foto auf irgendeiner Verpackung drauf ist. Das kaufen die Leute bei uns im Prenzlauer Berg. Scheißegal, was da drin ist. Deswegen mache ich das jetzt auch. Das ist meine Exit-Option. Ich mache Landflucht. Ich ziehe mit meinen Kindern raus aus Berlin. Rein nach Brandenburg.

Also wirklich ab in die tiefste Uckermark. Und dann werde ich Bauer. Bio-Bauer. Pass mal auf. Ich werde der erste Kokainbauer Brandenburgs. Auf Bio-Bar. Ich werde der Esko-Bar der Uckermark, Leute. Da gibt es einen Markt für einen. Ich sehe dauernd diese ganzen angeübten Werber bei uns in der Hausgemeinschaft, die alle nur wegen ihren Frauen zwangsveganer geworden sind. Aber die ich dauernd an der Bude dabei erwische, wie ich heimlich eine Currywurst reinziehe. Ich frage nur, was ist schon eine Tofu-Wurst? Und die so... Kann man ehrlicher lügen als... Wenn die wieder politisch korrekt in den Agenturen koksen können. Das wäre ein Traum für die. Wenn die in der Teeküche irgendwie so... Was?

Nein, das ist okay. Nein, guck mal hier. Das ist Fairtrade und Bio. Und aus der Region. Der Typ nennt sich die Prenzelnase. Auf den habe ich nichts kommen können. Aber... So ein Foto von mir bei der Ernte und dann irgendwie so... Nein, der dünkt nur mit 100% Eigenkot. Das ist alles ein Kreislauf. Der packt das alles selber ein. Fühl mal das Papier. Das ist das erste Delfin-freundliche, glutenfreie, vegane Low-Cup-Kokain. Leute, das geht schneller weg als eine Nasenscheidewand. Die gibt es mittlerweile auch aus Naturkautsch. Mit so einer dichtgekucksten Nase kann man so einen Weltuntergang ja auch viel besser ertragen. Deswegen... Für mich ist der Klimawandel ein bisschen wie Alkoholismus.

Das Ende wird desaströs. Aber der Weg dahin kann auch ganz geil sein. Das ist schon... Also ausgerechnet mit Ihnen zum Klimagipfel hochzufahren, das ist schon was Besonderes für mich, Herr Kretschmann. Das ist richtig. Also ich bin ja auch... Also ich meine, Ihre Partei, es ist ja so, wir sind ja bestimmt alle der Meinung, wir müssen möglichst schnell auf 100% erneuerbare Energien kommen. Das ist auch richtig. Das ist auch richtig. Das ist auch richtig. Jetzt ist es so, wie kann es denn dann sein, dass die Grünen in Schleswig-Holstein ein Moratorium verfasst haben, die nicht zu nahe treten, dass quasi der Ausbau der Windkraft in einem der windreichsten Bundesländer Deutschlands quasi stoppt.

Sie sind zu jung, um das zu verstehen. Da gab es Gegenwind. Verstehe. Das ist... Ist das nicht die Grundlage für Windkraft? Nicht, wenn er von der Bevölkerung kommt, Herr von Future. Nein, von Wagner von Fridays for Future. Das ist richtig. Schauen Sie, wir Grünen wollen immer, aber wir können nicht immer so, wie wir wollen. Ja, nee, wirklich. Aber das war nur als Beispiel, wenn Ihnen das jetzt nicht zu viel wird. Ich meine, Robert Habeck als Umweltminister hat schon hier in Schleswig-Holstein dieses giftigen Schlamm aus dem Hamburger Hafenbecken, das hat er schon vor Helgoland ins Meer kippen lassen. Das ist... Das ist richtig.

Aber Habeck hat auch dafür gesorgt, dass er vor Baggerladung schlick 35.000 Euro von Hamburg nach Schleswig-Holstein wandern. Ah, gut, klar. Klassisch grüne Tradition. Krötenwanderung. Habeck. Robert Habeck schafft immer wieder den Ausgleich zwischen den Interessen der Ökonomie und der... Ökologie? Wirtschaften. Schauen Sie, das Geld für den Dreck im Wattenmeer fließt ja auch direkt in eine Stiftung. Wissen Sie, was lustig wäre, wenn das eine Stiftung zum Schutz des Wattenmeers wäre? Das wäre witzig, wenn es nicht wahr wäre. Ich verstehe Sie. Wir sind dort nur ein kleiner Junior-Partner. Die Grünen haben in Schleswig-Holstein gerade 13% bekommen. Ich verstehe Sie. Das ist natürlich...

In Hessen hatten Sie, glaube ich, 19,8%. Das ist richtig. Na ja, und da hat auch der grüne Wirtschaftsminister, Tarek Al-Wazir, von der Frankfurter Flughafen ganz klar gesagt, mit mir wird es einen dritten Terminal nicht geben. Das ist richtig. Das war dem Tarek Al-Wazir ganz wichtig. Wann wird denn der dritte Terminal fertig? In ca. drei Jahren. Das ist schon irgendwann nur als Frage, aber der hat schon relativ klar gesagt, diesen dritten Terminal gibt es nur ohne mich. Er ist ja auch ohne ihn gekommen. Wie ist er zurückgetreten? Deine erste Grundsteinlegung ferngeblieben. Sagen Sie, warum mussten Sie diesen Frankfurter Flughafen überhaupt ausbauen? Wegen der großen Nachfrage.

Ach so, natürlich. Diese Nachfrage gab es ja nicht wirklich. Man musste ja... Der Flughafenbetreiber musste ja mit dem grünen Minister genehmigten, rabatten Billigflieger wie Ryanair anlocken. Und schon gab es die Nachfrage. Hören Sie! Wir konnten da gar nichts machen. Fraport ist ja ein privates Unternehmen. Ach, klar, dann ist... Es ist ja nur so, Fraport ist ja zu 51% im Besitz des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt. Gucken Sie mal, da ist das eine Gämse. Nee, das ist Angela Merkel. Sagen Sie mal, apropos Bundespolitik, was ich wirklich gut finde, um Ihnen da nicht zu...

Die Grünen haben gesagt, klar, vor der Europawahl haben sie gesagt im Bundestag, so, mit uns gibt es keinen fracking Gas. Das ist richtig. Jetzt haben sie nur nach der Europawahl dann beim Bundesrat zugestimmt im Ausbau von Flüssigasterminals in irgendeinem Hafen, wo man sehr viel fracking Gas anliefern kann. Ja, aber wir wissen noch nicht, ob wir zur Grundsteinlegung gehen. Hören Sie, wir... Wir mussten... Wir mussten da... Wir mussten da im Bundesrat zustimmen. Ja, ja, das verstehe ich nicht, weil Sie mussten nicht zustimmen. Sie hätten sich einfach enthalten können und dann wäre das Projekt geplatzt. Also Sie hatten quasi die Wahl. Das ist Quatsch. Hören Sie, nicht wahr?

Wir mussten zustimmen, um frei zu bleiben von Putins Gas. Verstehe, verstehe, die Grünen. Sie haben starke Überzeugungen, aber es kommt immer wieder was dazwischen. Putin, Windkraftgegner, die Kröten. Und nicht vergessen, in Schleswig-Holstein und Hessen, da sind wir nur kleine Juniorpartner. Eben und in Baden-Württemberg. Da muss ich mal kurz überlegen. Schlucken. Da stellen Sie nämlich den Ministerpräsidenten, den grünen Ministerpräsidenten, Herr Kretschmann, auf den Rundfunk. Das ist richtig. Und trotzdem ist die Klimabilanz eine Katastrophe. In Baden-Württemberg hat im letzten halben Jahr ein Windrad gebaut.

Sie haben einen erneuerbaren Stromanteil von 40,8 Prozent unter Bundesdurchschnitt. Sie haben mehr CO2, mehr Verkehr. Und der grüne Ministerpräsident Kretschmann will sich nicht mal gegen Diesel-Privileg aussprechen. Hören Sie, ich bin einmal kurz vor der Wahl zum Ministerpräsidenten in die Öffentlichkeit und habe gesagt, wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Autos. Okay, okay. Und nach der Wahl? Ist der Daimler zu mir ins Büro. Ich traue mich fast nicht mehr zu fragen. Ich traue mich wirklich nicht zu fragen. Und dann? Dann habe ich es nie wieder gesagt. Wo stehen denn die Grünen in Baden-Württemberg? Bei 38 Prozent. Das ist echt der Gipfel. Das ist die Mittelstadt.

Herr Kretschmann, da sind Sie ja. Wir haben Sie schon überall gesucht. Jetzt haben Sie oben das Schweinsbraten-Carpaccio verpasst. Aber ich glaube, ein bisschen Prosecco haben wir noch. Das ist nicht schlimm. Ich wollte bei Ihnen ja noch persönlich bedanken für Ihre schöne Ansprache neulich in Zufnausen. Super. Das ist doch jetzt nicht nötig. Ja, doch, doch. Eine Eröffnung von so einem neuen Autowerk wäre ja ohne die Worte eines grünen Ministerpräsidenten wirklich nur halb so schön gewesen. Welches Autowerk denn? Gucken Sie mal. Angela Merkel wird gerettet. Dieses Hammer Autowerk.

Die Mitarbeiter haben sogar jahrelang auf Lohnerhöhungen verzichtet, damit da endlich dieses geile neue Elektroauto gebaut werden kann. Klasse, klasse. Was ist denn das für so ein Elektroauto? Ah ja. Verzicht ist ja für Klimaschutz eine grüne Position. Verzicht gut, aber nochmal. Was ist denn das für ein Elektroauto? Ich rück raus, das ist der Porsche Taycan. 625 PS. 625 PS? Ja, aber in der Overboost-Funktion hat er schon 761. Aber das brauchst du auch bei 2,3 Tonnen. Laut EU ist das ein Null-Emissionsfahrzeug. Laut Ihrem Parteibuch sind Sie ein grüner Ministerpräsident. Krass. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert, wenn die Grünen über 50% kriegen. Ich fänd's geil.

Ich bin echt mal gespannt, wie die Grünen im Bundesrat auf das Klimapaket der GroKo reagieren werden. Sie kennen diesen Spruch. Veni, vidi, vici. Ich kam, sah und siegte. Zum Klimapaket der GroKo kann man sagen, veni, vidi, violini. Ich kam, sah, vergeigte. Es wäre doch die Gelegenheit gewesen, zu handeln, oder? Es haben doch immer mehr Leute Angst vom Klimawandel. Wobei, das ist in Deutschland nichts Besonderes. Wir Deutschen haben ja sehr viel Angst. Wir sind ja auch im Ausland bekannt als Angstweltmeister. Wir haben viel Angst. Na ja, was mal gut kam, macht man halt auch gern.

Ich habe neulich an einer Laterne so ein Geräusch, ich habe neulich an einer Laterne so ein Zettel gesehen, kennen Sie mir, so Telefonnummern zum Abreißen. Da hat einer angeboten Panischunterricht. Panischunterricht. Ich habe eine Minute Gebrauch, bis ich begriffen habe, dass da am Anfang nur das S fehlt. Aber Angst vom Klimawandel ist doch auch angebracht. Also warum, verdammt nochmal, handeln wir nicht? Das hat die Psychologie erforscht. Es gibt tatsächlich drei Fallen, Räumliche, die soziale und die zeitliche Falle. Räumliche Falle läuft so. Jeder Einzelne denkt sich, naja, mag ja sein, dass die Einwohner auf den Malediven langsam nasse Füße bekommen, aber was geht mich das an?

Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, hat Deutschland endlich mal ne Westküste. Aachen an See. Bei der sozialen Falle läuft es so, dass sich jeder Einzelne denkt, ja, warum soll denn ich was tun? Sollen doch erstmal die anderen was machen? Und das ist ja in Deutschland nicht so einfach. Wir halten uns ja für den Umweltweltmeister. Ja, wir trennen schließlich unseren Müll. Seit Klaus Töpfer wird hier der Müll getrennt. Und da verstehen wir auch keinen Spaß. Ist Teil vom Integrationskurs. Wer keinen Müll trennen kann, ist hier nicht angekommen. Die Frage ist nur, ob es was bringt. Also in der EU fallen jährlich im Schnitt pro Bürger 24 Kilogramm Plastikmüll an. Tja, in Deutschland sind es 38.

Vom Müll trennen wird der Müll halt nicht weniger. Nur besser sortiert. Bei der zeitlichen Bei der zeitlichen Falle läuft es so, dass sich jeder Einzelne denkt, ja, das kann schon sein, dass das in Zukunft mal irgendwann negative Konsequenzen haben wird. Aber im Moment ist doch alles super für mich, oder? Ich kann völlig ungehindert mit meinem SUV über die Autobahn brettern und zwar ohne Tempolimit. Jeder dritte Neuwagen ist immer noch ein SUV. Ein super unnützes Vehikel. Was wir verkehrspolitisch Was wir verkehrspolitisch treiben, ist umweltpolitischer Wahnsinn. In den Städten stehen 20% aller Flächen parkenden Autos zur Verfügung. Und ich finde das immer so süß.

Sie hören doch jetzt die Leute immer jammern. Da stehen überall E-Scooter im Weg. Da stehen überall E-Scooter. Ich finde das super. Und allein, dass Straßen aus Steuermitteln finanziert werden, für die viel umweltfreundlichen Öffentlichen, aber einen Fahrschein braucht, ist ja schon ein Witz. Und wenn Sie diesen Fahrschein dann nicht haben, aus was für Gründen auch immer, dann ist das eine Straftat. Schwarzfahr mit den Öffentlichen ist eine Straftat. Das ist jetzt auch kein Kavaliersdelikt. Das wird streng verfolgt. Wir haben 7.000 Menschen im Gefängnis wegen Schwarzfahren. Und zwar bis zu einem Jahr. Wenn Sie sich mal ausrechnen, was das kostet. Einfangen, wegsperren, durchschüttern.

Da wäre schon viel Geld für einen Fahrschein freien ÖPNV übrig. Aber gut, was soll ich meckern? Ich fahre auch Auto, wirklich nicht oft, wirklich selten, aber ab und zu fahre ich Auto. Und neulich habe ich mir in der Verkehrskontrolle einen Spaß gemacht. Klimaschutz schon gut, man muss auch mal Spaß haben. Dann habe ich in der Verkehrskontrolle, man lässt ja so die Scheibe runter, haben die gesagt Papiere, habe ich gesagt Schere, haben die verloren. Vielen Dank. Frau Merkel, Sie hängen ja gar nicht mehr. Wer hat Sie denn gerettet? Der Freie Markt? Nee, der Joachim. Wo ist der eigentlich? Das ist eine gute Frage. Langsam glaube ich auch, ich hätte mir den nur eingebildet.

Sagen Sie mal, Sie kennen sich hier doch aus im Gelände. Ja, kommt drauf an, wo Sie hin möchten. Da, wo im Moment möglichst alle schnell hin sollten. Ich war zu 100% erneuerbaren Energien. Jetzt haben Sie eine uralte Karte. Wir haben noch den Ausbaupfad der Erneuerer längst erneuert. Wir haben überall elektrische Wandertafeln. Gucken Sie mal hier. Das ist der Ausbaupfad. Der sieht aber anstrengend aus, der Weg. Sehen Sie mal, die haben ja schon quasi die Hälfte geschafft. Schauen wir mal hier. Wir sind jetzt hier, haben etwa 38% Ökostrom in Deutschland. Was ist denn das da für ein Sternchen? Das da, wenn Sie halt Verkehr und Heizung mit einrechnen, sind wir bei ... 17%? Ja.

Warum schreiben Sie das da ins Kleingedruckte? Ja, diese Zahl könnte die Bevölkerung verunsichern. Sagen Sie mal, das sieht mir nicht nach einem einfach gangbaren Weg aus. Mehr wie ein Irrweg. Das ist halt für geübte Wanderer. Hier, komisch, in meinem Wanderführer steht noch, der Pfad wäre ganz einfach begebenbar. Hier, hören Sie mal. Im Jahr 2000 schuf Deutschland mit dem EEG, dem Erneuerbare-Energie-Ingesetz, einen der weltweit schönsten Pfade zum Ökostrom. Bis 2010 konnte da jeder mitgehen und seinen Solar- oder Windstrom einspeisen und bekam dafür eine feste Vergütung garantiert. Ja, deswegen haben wir es auch sofort geändert. Das ist ja furchtbar. Was soll denn das sein?

Ein Holzweg, feste Vergütung. Was ist denn das, betreutes Wandern? Wo ist denn da das Risiko? Wo ist denn da der Sril? Der Sril ist hier. Schauen Sie mal. Die Solarzellen wurden auf diese Weise immer billiger und besser und immer moderner. Sie reden doch zur Zeit davon, die Klimakrise mit Innovationen zu lösen. Ja, aber doch nicht mit Innovationen, die schon existieren. Sehen Sie, das wäre überhaupt nicht innovativ. Aber der Weg zum Ökostrom wurde auf diese Weise immer attraktiver. Warum sind Sie diesen Weg nicht weitergegangen? Aus Angst. Sie hatten Angst vor Wind und Sonne? Ja, und Sie sollten auch Angst haben. I want you to panic. Strompreis Horror! Was soll das?

Ja, das war eine Informationskampagne vom INSM. Von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Vielleicht kennen Sie die? Hab ich schon mal gehört. Ein Lobbyverband der Industriearbeitgeber? Ja, genau. Und irgendwer muss ja die Kampagnen auch bezahlen. Und die haben halt so ein paar schöne Plakate gemacht. Die hohen Strompreise bringen uns um. Ja, das war ja auch gerne. Hilfe! Die Energiewende wird unbezahlbar! Ja, das Schrei, ne? Moment mal. Die INSM fordert da, das EEG zu stoppen, weil der Strom zu teuer wird. Natürlich ist Strom teuer, aber es geht um das Überleben der Zivilisation. Nein, es geht um das Überleben nach dem Öffnen der Stromrechnung. Was machen Sie da?

Ich suche mal eine Stromrechnung. Sie haben Ihre Stromrechnung beim Wandern dabei? Ja, immer. Das ist was Isotonisches. Sie meinen den Sherry hier? Mhm. Ah, tatsächlich. Hier steht es ja. Unter gesonderte, ausgewiesene Belastungen steht die EEG-Umlage. Mein Gott, da kriegt man ja Höhenangst. Ja, und zurecht sehen Sie mal hier, wie die EEG-Umlage hier quasi, also das, was Sie bezahlen als Stromverbraucher, um die Erneuerbaren zu pulsieren, wie das in schwindelerregende Höhen gestiegen ist. Mein Gott, und da kommen ja noch die Subventionen Was steht denn das hier eigentlich auf meiner Stromrechnung? Ach, das hat nicht mehr auf dem Zettel gepasst. Die Zahlen wären auch doppelt so groß gewesen.

Wie bitte? Schauen Sie mal, wie viel das gestiegen ist hier. Das EEG wegen der Erneuerbaren. Ja, das ist schon... Auf der anderen Seite müssen wir sagen, wir müssen natürlich schon noch einiges leisten. Ich war auf dem Weg zum Zielen. Ich war 100% erneuerbare Energien. Wie sieht es denn da aus mit den jährlichen Ausbauzielen? Schauen wir mal nach. Gucken wir mal. Ja, ist doch toll. Und welchen jährlichen Zubau an Erneuerbaren bräuchten wir, um die Klimaziele zu erreichen? Gucken wir mal. So, ui. Ihnen ist schon klar, dass wir natürlich noch mehr Ökostrom brauen werden, wenn Autos und Heizungen elektrisch werden. Nicht wahr? Wie wollen Sie diesen steigenden Strombedarf entdecken?

Ja, wir basieren unser Ziel auf einer komplexen mathematischen Annahme. Ah. Die wäre? Ja, wir rechnen mit einem geringeren Stromverbrauch mit einem geringeren Stromverbrauch. Jetzt hören Sie mir mal zu. So unter Physiker, nicht wahr? Das große gelbe Ding da oben am Himmel, da strahlt er den ganzen Tag sinnlos vor sich hin. Warum nutzen Sie das nicht? Das nutzen wir doch solar. Machen wir doch. Schauen wir mal hier. Das sind die Ausbauzahlen, wie das da hoch ging. Gucken Sie mal ganz hoch. Gucken Sie mal, da ist Joachim. Schauen Sie mal da. Was ist denn da passiert? Wenn ich war 2012, was ist denn das für ein Einbruch? Das ist der Altmaierknick. Was ist da passiert? Hat sich da...

Was ist da passiert? Hat sich da die Sonne verdungelt, weil der Altmaier sich da... Also ich dachte nicht... Also ich dachte nicht, dass Sie als Universalgelehrter zu solchen Zoten greifen müssen. Es tut mir leid, aber als Entdecker der Schwerkraft hat man eine gewisse Vorliebe... Was ist denn jetzt dieser... Was ist denn jetzt dieser... Was ist denn jetzt dieser Altmaierknick? Peter Altmaier war einfach mein Umweltbundesminister. Und der hat die Förderung von Solar so massiv zurückgenommen, weil wir dieses EEG irgendwie wieder in den Griff bekommen mussten. Und warum? Um die Akzeptanz der Erneuerbaren bei der deutschen Bevölkerung nicht zu gefährden.

Die Akzeptanz ist am größten, wenn es immer weniger Solaranlagen gibt. Und diesen unglaublichen Erfolg den hat er da über Jahre hinweg weiter ausgebaut. Nein, das war die Sigmasenke. Sigmasenke? Ja, Sigmar Gabriel war eben mein Wirtschaftsminister. Warum kümmert sich eigentlich bei Ihnen der Wirtschaftsminister? Seit wann kümmert der sich da eigentlich um die Umwelt? Seit 2013 sieht man hier schön an dem Abfall. Und außerdem, das Umweltministerium, dem fehlt oftmals, ich sag mal so, die notwendige Distanz zur Ökologie. Wie sieht es denn bei der Windenergie aus? Ja, das ist doch ganz... Sagen Sie mal, Windkraft muss ja mächtig beliebt sein in Deutschland.

Weil der Ausbau ja ab 2017 praktisch auf Null runtergefahren ist. Was ist das, die Merkelmulde? Nein, nein, nein. Auch ein Altmaierabbruch. Nicht der schon wieder. Sehr erfolgreiche Politik. Wir haben diese erfolgreiche Politik fortgesetzt. Das ist auch im Klimapaket. Da haben wir jetzt die 1000 Meter Abstandsregel für Windräder eingeführt. Was bedeutet denn eigentlich diese 1000 Meter Abstand? Laut Umweltbundesamt bedeutet das, dass der Zubau von Windkraftkapazität quasi über den Status quo, den wir derzeit haben, hinaus, faktisch unmöglich geworden ist. Die Verhinderung von Windkraft ist also Teil des Klimapraktes. Ja, ist das nicht toll?

Das bedeutet die endgültige Akzeptanz der Windkraft in Deutschland. Sehen Sie, sonst hätten wir Millionen von Windrädern gebaut, ab Ende den Planeten gerettet, aber... Dann hätten Sie doch nicht die ästhetischen Vorstellungen genügt, oder? Nein, wir hätten den Bürger nicht mitgenommen. Wohin? In den Abgrund? Entschuldigung, wir unterhalten uns hier gerade über das EEG, da können wir jetzt keine Bürger gebrauchen. Das haben wir gemerkt. Wir hätten damals bei uns in Strunzen-Öd schon einen Wind gemacht und einen Solar, aber dann ist uns der Altmaier ins Knack gesprungen. Was mein Mann da etwas unverständlich ausdrücken will, die alte EEG war ja gut. Ja, das war ja gut.

Dann haben Sie einfach die Regeln geändert und plötzlich müssen so kleine, lokale Ökostromanbieter, die müssen jetzt in so Ausschreibe-Wettbewerben mit diesen großen Energiekonzernen um die günstigsten Angebote streiten. Was glauben Sie, wer da gewonnen hat? Ich komm nicht drauf, helf mir! Wir wollten einfach einen fairen marktwirtschaftlichen Wettbewerb schaffen. Was ist denn daran fair? Gucken Sie mal, mit dem alten EEG war es so. Da waren wir quasi so eine Art Fußballmannschaft. Da konnte jeder mitspielen. So Spieler wie ich. Da war auf jeden Fall für jeden Platz. Beim Fußball ging das. Und dann sind Sie gekommen und haben gesagt, wir spielen jetzt Basketball.

Aber ich hab dir doch immer gesagt, du musst einfach höher hüpfen. Das ist ja nicht der springende Punkt. Sagen Sie mal, wäre es nicht für die Akzeptanz von Ökostrom bei den Bürgern ganz gut, wenn man es zuließe, dass die Bürger Ökostrom selbst herstellen? Ja, das ist sogar wissenschaftlich erwiesen, aber sehen Sie große Windparks, die mit gigantischen Stromtrassen den Strom von Nord nach Süd transportieren müssen? Die genießen einfach eine wesentlich höhere Akzeptanz bei den großen Energieversorgern. Das verstehe ich jetzt. Was ich noch nicht verstehe, ist, warum ist denn die EEG-Umlage so stark in die Höhe gegangen? Joachim! Mensch, Joachim! Ja, ich komme, ich komme, ich komme!

Warte, ich hab dich verloren. Herr Newton, wollen Sie das mit der EEG-Umlage wirklich verstehen? Ja, natürlich, ich brenne darauf. Dann kommen Sie mit mir auf die Zugspitzbahn. Sind Sie verrückt, das ist ein 3-Stunden-Fuß-Marsch. Ich hab ein bisschen Enzian dabei. Ist der stärker als Sherry? Ja, aber sowas von. Gute Frau, wohl an. Sagen Sie mal, kommt Ihr Mann nicht mit? Der kommt nie mit. Vielen Dank. Meine Damen und Herren, wir sind verärgert. Wir vom CSU-Ortsverband Strunzen-Öd, wir sind hochgradiger Post. Unser Ministerpräsident erfindet gerade das Grüne Bayern. Aber Grün waren wir in Strunzen-Öd schon immer, weil sich keine Sau um uns gekümmert hat. Ja, wenn du einen Joghurt ...

Ja, bist du von uns daheim? Keine Sau hat sich um uns gekümmert. Ich sag, wenn du einen Joghurt lang genug alleine lässt, dann wird auch irgendwann mal ein Waldbiotobau erschieben. Und die Artenvielfalt will er sich kümmern. Da kann ich nur sagen, bei uns im Ortsteil Strunzen-Öd und der Schwarzbraten, da find ich du Arten. Die wurden von der UN schon vor 40 Jahren für ausgestorben erklärt. Inzwischen sind sogar ausgestorbene Arten wieder frisch nachgewachsen. Wir haben nachweislich 5 lebende Brontosaurusen. Die haben einen eigenen Stammtisch beim Schlapperwirt. Das glaubt wieder keiner. An der Abstandsregelung für Windräder will er festhalten, das ist doch unswurscht.

Von mir aus stellt er uns das letzte genehmigte Windrad direkt vor das Rathaus als Maibaum. Dann rührt sich wenigstens mal ein bisschen was bei uns. Unser Hauptenergieversorger ist nach wie vor das Mühlrad am Schwarz-Mossbach. Und er will eh Autos machen. Das ist das, was wir machen. Und er will eh Autos fördern und eh Scooter. Wenn da einer bei uns sein eh Auto am Bach auflädt, haben alle anderen kein Licht mehr. Da muss die Oma auf den Ergometer, damit die anderen Netflix schauen können. Ja, jetzt freu ich mich. Und dann geht's ja weiter. Billigflüge teurer machen. Der letzte Billigflüger, der bei uns gelandet ist, das war 1974. Das war ein Stafleiter. Und die Landung war nicht freiwillig.

Das kann ich Ihnen sagen. Glyphosat abschaffen. Seit Jahren träumen unsere Bauern von Glyphosat. Glyphosat ist an uns vorübergezogen aus Magenland-Zufahrtsstraßen. Aber zum Ausgleich haben unsere Kinder chemisch gedüngt mit Capri-Sonne. Das haben wir gemacht. Er will, dass alles regional ist, dass alles bio ist und artgerecht. Wir haben noch nie was anderes gehabt. Da schreibt ein Advokado. Oder Torfu-Schnitzel. Wenn wir was Exotisches fressen wollen, legen uns die Gardersee-Postkarte vom Onkel Schorsch aus Butterbrot. Das sind Zustände, meine Damen und Herren. Und ich habe diese Zustände dem Söder beschrieben. Was hat er gemacht? Gestern hat er im Strunzen vorbeigeschaut.

Er ist mit einem brennenden Dornbusch hinter dem Ohr auf einem Esel eingeritten. Und hat verkündet, Halleluja, das ist mein grünes Werk. Und zum Lob des Schöpfers sollte in Zukunft Söder Öd heißen. Der Verbrecher, der Klapper. Danke. Frau Merkel. Haben Sie Joachim gefunden? Nee, es war doch nur eine Gänse. Was kann ich für Sie tun, Herr Newton? Mein Name ist Neftorn. Wie oft muss ich ... Ich war gerade auf der Zugspitzbahn. Ich war bei der Zugspitzbahn und habe erfahren, dass die Zugspitzbahn von der EEG-Umlage ausgenommen ist. Weil sie ein energieintensiver Betrieb ist. Ja, ich weiß. Was soll das heißen?

Die EEG-Umlage sollte dafür sorgen, dass die Energiewende die Stromkosten von allen Stromabnehmern zugewiesen werden. So ist es bis auf ganz wenige Ausnahmen. Nur 5 % der großen deutschen Betriebe. Ja, aber die verbrauchen fast die Hälfte des deutschen Industriestroms. Warum sagen Sie das dann nicht so? Weil das klänge nach so viel. Wir müssen diese Betriebe unterstützen. Die stehen im internationalen Wettbewerb. Die Zugspitzbahn steht im internationalen Wettbewerb? Schauen Sie doch mal an. Japaner, Amerikaner, Portugiesen. Wenn das teuer wird, dann wandert diese Bahn ab zum Matterhorn. Hören Sie mal, die Kosten der EEG sollten auf alle Stromabnehmer umgelegt werden.

Dann gibt es haufenweise Ausnahmen. Das ist doch paradox. Ja, ein Paradox. Das ist eine widersinnige Aussage, die bei genauerer Betrachtung auf eine höhere Wahrheit verweist. Also jetzt mal langsam. Mal unter uns zwei Pastoren-Töchterchen. So einfach ist das mit der EEG-Umlage, nicht? Ich weiß. Deswegen können Sie mir endlich erklären, warum zum Beispiel ab 2010 die EEG-Umlage sich fast verfünffacht hat, während im gleichen Zeitraum die Vergütungen für die Einspeiser von Ökostrom sich nur verdoppelt haben. Respekt, Ihre Fragen werden besser. Sehen Sie, seit 2010 sind die Anbieter von Ökostrom gezwungen, ihren Strom an der Strombörse in Leipzig zu verkaufen, an einen sogenannten Spotmarkt.

Und jetzt raten Sie mal, was Ökostrom-Anbieter für Preise aufrufen können am Sportmarkt. Sportpreise. Den kannten Sie schon. Nein. Gut, zwei auch nahelegend, das ist jetzt auch nicht die größte. Ich denke, die Herstellung von Ökostrom ist sehr teuer. Deswegen hat man ihn doch gefördert, oder nicht? Aber sehen Sie, der Strompreis an der Börse wird doch bestimmt durch die Produktionskosten, die täglichen und da, wie Sie richtig gesagt haben, die Sonne und der Wind keine Rechnung schicken. Dann ist Ökostrom im Verglichen mit Atomstrom schweinebillig. Ich frage mich echt, wie Sie die Schwerkraft haben entdecken können. Mir ist ein Apfel auf den Kopf gefallen. Ja, das erklärt einiges.

Also, dann stellen wir uns mal ganz dumm. Ja, machen wir mal ein Beispiel. Ich bin Windkraftbetreiber. Und es rentiert sich für mich, nur ein Windgrad zu betreiben, wenn ich 8 Cent pro Kilowattstunde bekomme. An der Strombörse bekomme ich allerdings nur 7 Cent pro Kilowattstunde. Und die Differenz ist ... Ich bin Universalgelehrter. Ich habe die Prinzipie Mathematiker geschrieben. Okay, Sie versuchen sich nur zu ... 1 Cent, ja, also. Das ist die EEG-Umlage. So, die EEG-Umlage wird umso größer, umso niedriger der Strompreis an der Börse ist. Verstehen Sie? Und das ist seit 2010 passiert. Und wer bezahlt das? Der Verbraucher. Also ich. Moment, Moment, Moment.

Das heißt, meine Stromrechnung steigt, obwohl der Strompreis an der Börse sinkt? Nein, so knapp davor. Ihre Strompreise steigen und Ihre Stromrechnung steigt, weil der Strom an der Börse der Preis sinkt. Und zwar warum? Aufgrund des billigen Ökostroms. Ah, vom billigen Ökostrom profitiere also nicht ich als Verbraucher, obwohl ich die EEG-Umlage zahle, sondern die energieintensiven Betriebe, obwohl sie keine EEG-Umlage zahlen. Das EEG ist also gar keine Förderung von Ökostrom, sondern ist von energieintensiven Betrieben. Jetzt hat er es! Jetzt haben Sie es begriffen. Das ist das EEG-Parallel-Oxon. Hervorragend. Das war auch nicht so schwer.

Sie haben also aus einem hervorragenden Gesetze eine Unverschämtheit gemacht. Also ich. Sie waren doch all die Jahre Kanzlerin. Ja, das denken viele, aber ich war viel im Ausland. Wer hat da noch mit rumgeschraubt? Ah, der Verband Verschmutzvertreter. Sagen Sie mal, was machen Sie denn da? Gedenktafeln. Auf dem Weg zur Energiewende sind schon einige abgestürzt. Hier, 2014 Solarenergie, 80.000 Arbeitsplätze. 2018 Windkraft, 27.000 Arbeitsplätze. Ganz schlimme Unglücksfälle. Da ist doch geschubst worden. Was können Sie nicht beweisen? Ich brauche das gar nicht beweisen. Die Mörder haben sich ja sogar verewigt. Schauen Sie mal da, die Liste der Sponsoren. Was ist denn das hier zum Beispiel?

Das ist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Aber das ist nur ein Interessensverband großer Energieversorgung. Haben die sich etwa diesen Unsinn mit dem EEG-Parallel-Oxon ausgedacht? Gut, hier da unten. Die Europäische Kommission. Die EU-Kommission hat klipp und klar gesagt, dass das EEG gegen bestehendes EU-Recht verstößt. Weil es auch einfach nicht marktwirtschaftlich genug war. Ach so. Und RWEI, was ist das? Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung. Die haben sich das Ausschreibungsmodell für die erneuerbaren Energie überlegt. Und das da, SCHMIDT. Was ist das für eine Abklauzung? Schmidt. Christoph Schmidt. Das ist der Präsident vom RWEI.

Das ist ein ganz seriöser Forscher, der aber auch gerne mal INSM-Kampagnen sein Gesicht leiht. Ach, die INSM. Das waren die mit den Stromteufelchen. Das gefällt dem Schmidt ganz gut. Und der berät ja auch regelmäßig hier ... Hier. Hm? Wen? Sie. Ach ja, das ist der Christoph. Mensch, guck mal, der in der Mitte. Das ist doch der Leiter von meinen Wirtschaftsweisen. Der hat mich neulich bei der CO2-Bepreisung beraten. Und zwar in Richtung des Emissionshandels. Moment, Moment, Moment. Die selben, die sich die Konzepte ausgedacht haben, mit der die erneuerbaren Energien abgestürzt sind, bringen jetzt den Klimaschutz an die Börse. Ja, genau die. Da kommt aber schon noch ein schöner Spruch drauf.

Was für einer? Wir haben gehandelt. Das war die Anstalt. Heute mit ... Anni Hartmann. Michael Altinger. Und Timo Spock. Danke. Danke.

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