Folge 56 50 Min. Archiviert

Mensch, 2020!

DEGES und die Autobahn GmbH des Bundes , Pflegebonus, Systemrelevanz einiger Berufsgruppen, „ Drosten vs. Streek “, Verhandlungen in der Bund-Länder-Konferenz und mangelnder Einfluss der Parlamente bei den Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie , unzureichende Änderung des Infektionsschutzgesetzes , Cancel Culture und Morddrohungen gegen Personen des öffentlichen Lebens

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Satire 'Die Anstalt' analysiert die deutsche Reaktion auf die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Sie kritisiert die ineffiziente Bürokratie, die Fehlkommunikation und die vermeintliche Selbsttäuschung der politischen Eliten, insbesondere im Umgang mit Infrastrukturprojekten und Krisenmanagement. Die Satire entlarvt die Konstruktion von vermeintlichen 'Systemrelevanten' Berufen und die Tendenz, sich auf symbolische Gesten statt auf konkrete Lösungen zu konzentrieren. Letztlich prangert sie die fehlende Rechenschaftspflicht und die Diskrepanz zwischen den Zielen der Politik und der Realität der Bevölkerung an.

Transkript 6.207 Wörter

Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Ins-Quadrat plus der Zunahme der Hartz-IV-Empfänger. Das ganze geteilt durch zwölf Monate Macht. Na, könnt ihr ja selbst ausrechnen. Kommen wir nun zum Menschen-2020. Ich begrüße an dieser Stelle jemanden, der im Angesicht der Pandemie gezeigt hat, was Helden wirklich aus Macht, Stehvermögen und Beherrungskraft, für mich ist er der Überlebende 2020. Herzlich willkommen. Grüß Gott, Herr Gottschalk. Scheiße, der nefft doch. Aber in meiner Einladung ist drin gestanden, dass Thomas Gottschalk mir zum Mann des Jahres gratulieren wollte. Ja, das stand da und Sie haben es geglaubt. Das ist schön, wenn ein Plan funktioniert. Setzen Sie sich.

Herr Scheuer, setzen Sie sich. Doch, ja. Bitte, bitte. Herr Scheuer. Ja, Grüß Gott. Warum zum Henker sind Sie noch hier? Das ist wegen dem Corona. Das ist ein Segen. Nicht für die meisten, sondern für mich. Die Leute reden von nichts anderem mehr. Von was anderem denn? Von politischen Skandalen und so. Von welchen Skandalen denn? So leicht kriegen Sie mich nicht. Ich werde die Aussage verweigern. Ich muss mich nicht selbst belassen. Herr Scheuer, das ist doch kein Gerichtsverfahren, sondern eine Fernsehsendung. Dann muss ich es machen. Sie haben mich schon wieder reingelegt. Aber ich sage Ihnen eins, Herr Nefton. Ich kann alles erklären. Haben Sie vielleicht so ein Erklärding? Wo man ...

Genau. Pass auf, ich erkläre es Ihnen. Legen Sie los. Halt. Nein, warten Sie. So. Woran arbeiten Sie zurzeit? Genau. An einem höheren Ziel. Nämlich in der Verwaltung. Das ist das Problem. Woran arbeiten Sie zurzeit? An einem höheren Ziel. Nämlich endlich den Bau der deutschen Autobahn effektiver und kostengünstiger zu gestalten. Mit der Autobahn GmbH. Klingt erst mal gut. Aber wenn Sie es erklären, wird sich das ganz schnell ändern. Bisher hatten wir bei der Planung und beim Bau von Autobahnen ein riesiges Tofu Habo. Wir hatten 16 Bundesländer, die geplant und gebaut haben. Dann hatten wir Autobahnverwaltungen bei den Ländern.

Dann hatten wir 1.400 IT-Systeme, 15.000 Mitarbeiter und noch eine eigene Landes- eigene Planungsgesellschaft namens DECES. Herr Nefton, wenn Sie sich nicht auskennen, das ist eine Abkürzung für Deutsche Einheit, Fernstraßen, Planung und Bau G M BH SS Das stimmt ja nicht mal das Akronym. Das sage ich auch völlig ineffektiv. Wir vom Bund haben nur Geld reingeschoben und durften nicht mitbestimmen. Ist das in Ihrem Fall nicht ein klarer Vorteil? Danke schön. Das war nicht als Kompli ... egal. Und mit der neuen Autobahn GmbH wird alles effektiver, ja? Das wird quasi die zentrale Steuereinheit der deutschen Autobahn. Ich sage immer, das wird das Großhirn der deutschen Autobahn.

Und Sie sind der Frontallappen? Der alles steuert? Genau. Jetzt kommt ja quasi alles unter ein Dach. Die Verwaltungen kommen unter das Dach. Die IT kommt unter das Dach. Noch mehr IT. A lot of IT, sage ich immer. Die Mitarbeiter kommen unter das Dach. Damit man quasi im Grunde alles unter einem Dach präsent hat. Sie haben da noch Mitarbeiter vergessen? Die sind im Homeoffice. Das Ganze findet statt. Bis Neujahr haben wir das im Kasten. Sagen Sie mal, warnt nicht der Bundesrechnungshof schon lange, dass dieser Zeitplan viel zu ehrgeizig ist? In Österreich hat ein ähnliches Unterfangen fast zehn Jahre gedauert. Aber die Österreicher sind ja viel zu ... Langsam? Wer? Die Österreicher.

Grundgütiger. Und diese Reorganisation hat Ihnen dann in der Realität genauso gut geklappt? Jaja, ja, weil ich. Was ist schiefgelaufen? Ach, woher wissen Sie das? Ich rechne grundsätzlich mit einer Scheuerkonstante. Wie sieht denn die Kostenentwicklung aus? Super, die sieht super aus. Super. Das heißt also, es wird teurer? Ja, so kann man es auch drehen, wenn man es böswillig meint. Hat man nicht ursprünglich mit 700 Millionen gerechnet? Ja, aber nicht mit mir. Weil wir rechnen jetzt etwa mit zwei Milliarden. Aber Sie wollten doch erreichen, dass das durch die Autobahn GmbH kostengünstiger wird als früher. Das ist ja auch kein Problem. Das schaffe ich ja auf jeden Fall.

Weil schauen Sie, wir haben ja zur Sicherheit gar nicht erhoben, wie die Kosten früher gewesen sind. Wie haben Sie es geschafft, dass eine Kostensenkung so teuer wird? Mit guten Mitarbeitern. Wir mussten die Mitarbeiter von den Ländern quasi anreizen, damit sie hier rüber zu unserer Verwaltung kommen. Sie wollten also sparen, indem Sie ihnen höhere Gehälter zahlen? Nein, überhöhte Gehälter. Die hohen Kosten ergeben sich also nur wegen der Gehälter? Nein, wir haben noch weit über 80 Millionen ausgegeben für Beratungsfirmen wie Roland Berger etwa. Wozu brauchen Sie denn eigentlich immer so viel Beratung? Ich ziehe die Frage zurück. Roland Berger schmeißt also Ihre Behörde? Nein, nein.

Die machen ja nur Rechtsorganisation. Personal. Informationstechnik. Kommunikationstechnik. Verwaltung. Sachmittel. Betriebswirtschaft. Also alles außer Baggerfahren? Die waren so wichtig für uns. Wir mussten ja die Arbeitsfähigkeit der GmbH von Tag 1 an sicherstellen. Und? Hat es geklappt? Nein. Wir haben heute ein paar Probleme mit dem Teamwork. Welche denn? Es gibt keins. Das sagen die Mitarbeiter. Aber das ist wegen der Berater. Dafür, Herr Nefton, haben wir in der GmbH eine riesige Fluktuation. Sie wissen schon, was Fluktuation ist. Ja. Da ... Da fluktuiert es. Das bedeutet, Ihre Mitarbeiter ergreifen reihenweise die Flucht. Verstehen Sie? Sie meinen eine Fluktuation? Das ist nicht gut.

Aber ich habe so höhere Ziele. Wir haben versucht, die IT-Systeme in 1 zu gießen. Und? Hat das geklappt? Das kommt jetzt darauf an, was Sie unter geklappt verstehen. Na, das ist funktioniert. Dann nein. Und wer macht die IT jetzt? Das machen jetzt wieder die Länder. Das ist im Grunde ja quasi ... Das haben die vorher schon auch gemacht. Und das hat sich ja dann doch, kann man sagen, im Grunde bewährt. Aber wollten Sie nicht diese große Reform hier? Weil sich das bisher nicht bewährt hat. Aber schon, was kann ich denn dafür, wenn man ständig Knüppel zwischen die Beine wirft? Welche Knüppel denn? Paragrafen. Sie meinen, den gelten das Recht? Das sind jetzt Details, die gehören hier nicht her.

Welche Details denn? Das Grundgesetz. Das hatten Sie doch schon mit der Maut beschädigt. Und dann haben Sie sich wohl einfach gedacht, na ja, jetzt ist es ja eh schon kaputt. Abstand, Abstand. Schauen Sie, das Grundgesetz ist ja noch intakt. Sie können sich beruhigen. Also leider. Das ist jetzt für mich ein Problem. Weil schauen Sie, die Autobahn GmbH gehört dem Bund. Die DEGES gehört den Ländern. Und das Grundgesetz ist offensichtlich sehr streng, was die Arbeitsteilung zwischen Land und Bund betrifft. Ich verstehe es ja auch nicht.

Und wenn jetzt jemand so narrisch gewesen wäre, meinen Plan umzusetzen und quasi die DEGES mit der Autobahn GmbH zu verschmelzen, dann hätte quasi die Autobahn GmbH die DEGES-Projekte stoppen und neu ausschreiben müssen. Das mussten Sie doch alles schon vorher. Aber die haben doch gesagt, das ist alles verfassungsrechtlich in Ordnung. Wer? Die Verfassungsrichter? Nein, die KPMG. Das sind Wirtschaftsprüfer. Ja, eben. Wie wirtschaftlich ist denn so ein Baustopp? Ja, gar nicht. Deswegen haben wir uns auch gegen den Beratung, der Berater ... Aber was machen Sie denn? Die war doch teuer.

Wir haben uns gegen deren Rat entschieden, die DEGES doch nicht mit der Autobahn GmbH zu verschmelzen, sondern sie quasi aus dem Verschmelzungsprozess herauszulösen und quasi zu einem langfristigen Partner der Autobahn GmbH umzuwandeln. Aber das ist doch dann das selbe Tofu Wabohu wie vorher. Nein, nein, die sind jetzt zwei Tofu Wabohus. Es ist außerdem viel teuer. Und wir haben zahlreiche Wabohus. Und wir haben zahlreiche Wabohus. Und wir haben zahlreiche Wabohus. Genau, es ist außerdem viel teuer. Und wir haben zusätzlich ja noch die Autobahn GmbH. Wie wollten Sie das denn eigentlich alles finanzieren? Ganz einfach, Steuermittel, dann die Lkw-Maut und die ... Ich habe Sie nicht verstanden.

Das ist, weil ich eine Maske trage. Sie tragen keine Maske? Ach so. Ja, mit der Pkw-Maut. Sie haben sich für weit über 80 Mio. Euro beraten lassen, um eine Verwaltungsdoppelstruktur zu errichten für eine Form der Mobilität, die wir eigentlich mehr brauchen sollten. Und dafür ist dann alles ungefähr so geblieben wie früher. Ja? Und das kostet dann 2 Milliarden Euro finanziert durch eine Maut, die es nicht gibt? Sehr geehrtes ZDF, mein Name tut nichts zur Sache. Aber als Bundesverkehrsminister möchte ich darauf hinweisen, dass es in diesem Jahr wichtigere Themen gibt als milliardenschwere Infrastrukturprojekte.

Und es ist ja beileibe nicht so, dass der Staat nicht genauestens prüft, wenn er Geld ausgibt. Ariane, Sie kommen. Okay. So, lieber Julia, lieber Frank von der Klinikleitung. Und der Personalvertretung. Erstmal ein großes Dankeschön. Wir wüssten, dass Sie in Spanien Anerkennung eurer Belastung in der Corona-Krise, also für Krankenpfleger, die stolze Summe von 100 Mio. Euro ausgelobt. Julia, wir kriegen 100 Mio.! Ja, aber nicht ganz. Es gibt pro Krankenpfleger bis zu 1000 Euro mehr. Lassen Sie mich raten. Wir reden hier von einer Einmalzahlung. Wir reden hier von einer einmaligen Leistung der Bundesregierung, finanziert aus den Liquiditätsreserven des Gesundheitsfonds. Also, ja.

Finanziert aus was? Aus den Mitteln der Beitragszahler. Also von jedem von uns, oder was? Sorry, falsche Taste. Toll. Wo können wir uns unsere tolle Prämie abholen? Die Klinikleitungen. Die Personalvertretungen. Haben vom Gesundheitsminister die verdienstvolle Aufgabe der Zuteilung übertragen bekommen. Wir machen hier die Drecksarbeit für Jens Spahn. Ja, und deswegen kommen wir jetzt hier zur Klärung Ihrer Anspruchsvoraussetzungen. Klärung von was? Na, ob wir es bekommen. Wir sind doch Krankenpfleger, oder? Ja, aber zu viele. Ja, es gibt in Deutschland rund eine Million Pfleger. Das reicht nicht für alle. Dann muss Jens Spahn mal ein bisschen mehr ausgeben. Das wäre eine Möglichkeit.

Und die andere Möglichkeit? Man verteilt das ganze Geld an ganz wenige Pfleger. Ja, eben an nur die Pfleger, die tatsächlich Corona-Patienten behandelt haben. Haben wir doch, oder? Ja, aber zu spät. Hätten wir das früher beantragen müssen? Nein, Sie hätten die Patienten früher behandeln müssen. Das ist ja nur für Krankenpfleger, die Corona-Patienten der ersten Welle behandelt haben. Ja, und wir haben früher schon Corona-Patienten gehabt. Ja, aber zu wenig. Diese Klinik hätte mindestens 50 Corona-Patienten aufnehmen müssen. Wir hatten sogar mehr Corona-Patienten. Ja, aber zu lange. Sie hätten die Patienten vor dem 31. Mal einfach wieder entlassen müssen. Die waren halt sehr lange krank.

Sie wissen, ist das hier eine Schwerpunktklinik? Das heißt, wir behandeln die wirklich schweren Fälle. Ja, aber nicht genug. Das heißt, wir kriegen nicht mal die 1000 Euro. Ich hab mir hier einen Ars draufgerissen. Ich hatte sogar Corona. Wie, Frank? Dann waren Sie gar nicht arbeiten? Ging noch gar nicht. Ich musste doch nach Hause. Na ja, also dann werden wir das uns aber aussparen können. Ja, aber für zu Hause bleiben gibt es keine Prämie. Ja, wenn Sie fürs Nichtstum bezahlt werden möchten, dann sollten Sie zur Autobahn GmbH wechseln. Machen Sie mal den. Nicht lustig. Das heißt, wir kriegen mal wieder gar nichts. Doch, doch, doch.

Krankenpfleger erhalten ab nächsten April dann schrittweise bis zu 10% mehr Lohn. Super, 10% mehr Lohn. Ja, aber nicht ihr. Wieso? Wir sind doch Krankenpfleger, oder? Ja. Aber am falschen Ort. Ja. Das ist doch ein Krankenhaus hier, oder? Ihr wisst doch, das ist ein freier Träger. Und den Tariflohn, den gibt es zunächst erstmal bei den öffentlichen Kliniken. Das heißt, für uns wird erstmal gar nichts erhöht, oder? Doch, doch, die Höchstarbeitszeit. Also in Niedersachsen dürfen Pfleger jetzt dann auch 12 Stunden täglich arbeiten. Eine Sache gilt ja sofort. Für alle Krankenpfleger, ihr dürft jetzt mit Corona arbeiten.

Sie wissen aber schon, dass man in Wuhan rausgefunden hat, dass 14-Stunden-Schichten zu mehr Infizierten führen und damit zu mehr Corona-Toten? Ja, nix aber. Das? Das weiß das Gesundheitsministerium. Weißt du was, Ariane? Manchmal beneide ich die Pflegekräfte. Was? Echt? Du hast doch gerade gesehen, wie die verarscht werden. Ja, aber weißt du was? Die haben dieses Jahr wenigstens einmal Applaus gekriegt. Ja, Julia, die sind aber auch systemrelevant. Meine Mutter ist Ärztin, die ist systemrelevant. Meine ist eine Lehrerin, systemrelevant. Meine beste Freundin ist Erzieherin, die ist systemrelevant. Meine Nachbarin, Krankenschwester, supersystemrelevant.

Hacketbote und Müllmann, die Frau hinter der Kasse, Lokführer, Polizistin. Selbst Politiker finden alle plötzlich klasse. Toll, der Söder. Denn die sind alle systemrelevant. Die sind alle systemrelevant. Die halten es am Laufen dieses Land. Die sind alle systemrelevant. Systemrelevant. Die sind alle systemrelevant. Ich sag geiler Job, Leute, vielen Dank dafür. Aber was ist mit mir? Ich hab noch nie gehört, lasst mich durch, ich bin Clown. Nie sagte jemand, das ist ein Notfall, ist ne Pianistin im Raum. Nie rief jemand an und fragte, wer tanzt uns ein Plié? Alarm, Alarm, wer singt ein hohes G. Wer spielt uns erst Major 7, mit ner Sus 4 oder ner 9?

Ich würde hier schreien, hier, ich kann es machen und ich würde mich freuen. Doch das ist leider nicht systemrelevant. Das ist nicht systemrelevant. Meine Stimme und meine rechte Hand sind nicht systemrelevant. Systemrelevant. Wir sind nicht systemrelevant. Die Welt dreht sich auch ohne uns weiter. Auch ohne die Pentatonische und ohne die mixolydische Tonleiter. Tja, Julia, da ist der Moment gekommen, an dem wir uns fragen müssen, ob wir vielleicht gar nicht so wichtig sind, wie wir uns immer selbst nehmen. Das ist schon verzichtbar. Sowas darfst du nie sagen, Ariane. Das macht mich total traurig. Ich brauche eine emotionale Bridge. Wir könnten eine Welt ohne Musik und Comedy geben.

Doch in so einer Welt will ich einfach nicht leben. Eine Welt ohne Bitte über Zupa und den Thermomix oder ohne den guten alten Pimmelwitz. Was für eine Welt. Hinterlassen wir den Kitz. Eine Welt ohne dreckige, schnudelige, alberne, aber hochmusikanische Suchtpotenzial ist. Halt, hört auf! Sowas dürft ihr doch nicht singen. Das ist doch furchtbar. So eine Welt darf es doch nicht geben. Diese Krise muss doch irgendwann mal vorbeigehen. Und dann wird alles wieder gut. Dann machen alle wieder auf. Die Clubs, die Festivals, die Musik, die Theater. Dann wird wieder jongliert, getanzt. Dann wird wieder richtig Party gemacht. Und Julia, wir beide, wir werden dann auch wieder auftreten.

Für richtig vielen Leuten. Showtime! Systemrelevant Bitte nicht, Systemrelevant Die Welt dreht sich auch ohne uns weiter Sehr verehrtes ZDF. Jetzt reicht's. Ich hatte Sie gewarnt vor zu viel Emotion. Denn es geht in diesem Jahr nun mal um Fakten. Das Virus kennt keine Gefühle. Gut, geht gern mal auf Kirchenkonzerte. Aber ich plädiere noch einmal sich auf die Erkenntniskraft der Wissenschaft zu verlassen. Sir Isaac Newton. Einen schönen guten Tag. Freue mich sehr, dass Sie dabei sind. Herzlich willkommen zu unserer Sendung, die eine interessante zu werden verspricht. Begegen sich doch hier zwei Männer. Er war Vorgänger des einen, er Nachfolger des anderen.

Der eine regelmäßiger Gast in unserer Sendung. Der andere hatte Besseres zu tun. Heute treffen Sie zum ersten Mal aufeinander. Hendrik Streeck und Jürgen Reif. Guten Tag. Guten Tag ist eine sehr verkürzte Aussage. Da wäre ich um diese Uhrzeit schon noch vorsichtig. Es kann sich hier nur um einen vorläufigen Befund handeln. Also ich hatte bislang einen richtig guten Tag. Ja, das mag so sein. Aber kann man seinen eigenen guten Tag auf andere übertragen? Da habe ich keine Sorge. Uns trennen ja mindestens zwei Meter. Ja, verfügen Sie nicht. Aber ich bin ein guter Mensch. Ich bin ein guter Mensch. Ich bin ein guter Mensch. Ja, verfügen Sie denn hier über belastbare Daten?

Ja, also natürlich ist dieser Tag auch für mich neu. Ja, also natürlich ist dieser Tag auch für mich neu. Ja, also natürlich ist dieser Tag auch für mich neu. Es kann also keiner sagen, wie gut dieser Tag am Ende des Tages für alle gewesen sein mag. Natürlich bräuchte man eine Langzeitstudie. Das ist ja nur eine Momentanerhebung aus dem laufenden Tag. Mit Rohdaten, also kurz nach dem Rührei. Sie stützen sich also bei Ihrem guten Tag auf über eine unfertige Studie, die noch nicht publiziert wurde in einer Fachzeitschrift. Da bin ich die Veröffentlichung abgewartet hätte, dann wäre der Tag ja lange vorbei, bevor wir uns begrüßt hätten.

Da muss man sagen, bei allem guten Willen gibt eine internationale Studienlage einen guten Tag einfach nicht her. Ja, wie auch. Auf Hawaii hat der Tag ja noch gar nicht begonnen. Schon, aber genau deswegen rate ich ja auch zur Zurückhaltung. Wir können aber doch mit Erfahrungswerten operieren, um irgendwie durch den Tag zu kommen. Und im Vergleich zu gestern ist der Tag ja auch relativ gut. Das zeigen ja auch die Zahlen. Welche Zahlen? Also, jetzt zum Beispiel ist es gerade mal 10. Hier handelt es sich ja eher um ein vorläufiges Modell. Wie meine Uhr? Und wenn ich das hochrechne, wird dieser Tag mit ganz anderen Zahlen zu Ende gehen. Ich denke schon, dass das noch nach oben gehen wird.

Ich rechne also mindestens mit 23, wenn nicht sogar 24 Uhr. Dann lassen wir den Rest des Tages doch einfach auf uns zukommen. Wir haben doch ähnliche Tage, auch schon ganz gut überlebt. Von welchen Tagen sprechen Sie da konkret? Na, der 12. Juli oder der 17. August. Die sind doch sehr gut verlaufen. Wenn ich fragen darf, wo? In Heinsberg. Aber der Tagesverlauf in Heinsberg ist doch nicht repräsentativ für die Bundesrepublik. Also, nach unserer vorveröffentlichten Studie ist der Tag in Heinsberg genauso lang wie der in Berlin. In Schweden sind die Tage jetzt inzwischen deutlich kürzer geworden. Vor allem für Risikopatienten.

Und ich frage mich schon, ob der Tag, den Sie hier so freudig begrüßen, nicht am Ende doch hätte verhindert werden können. Ja, keiner kann ja sicher sein, wie gut dieser Tag endet. Und das, was ich immer vor übertriebener Panik mache. Aber wenn wir gar nichts tun, dann schreitet er unaufhaltsam vorwärts. Ja, aber wir werden ihn ja auch nicht aufhalten können. Aber wir können uns alle einschließen und warten, bis er vorüber ist. Ja, aber doch nicht alle. Allenfalls die Risikogruppen, deren Tage ja ohnehin gezählt sind. Aber zählt nicht am Ende des Tages jede Sekunde? Aber diese Zahlen muss man doch machen. Ich meine, so toll ist der Tag ja auch nicht.

Ich dachte aber, Sie wären zu Beginn von einem guten Tag ausgegangen. Ja, aber wir müssen uns einfach mit dem Gedanken abfinden, dass der Tag irgendwann auch einfach mal rum ist. Bei Ihnen ja manchmal sogar etwas schneller. In Ihrer letzten Studie sollen Sie ja die ein oder andere Stunde nicht mitgezählt haben. Na ja, aber Sie kennen mich ja inzwischen. Nach wie die Sonnenuhr, ich zähle die heiteren Stunden nur. Ja, da würde ich sagen, könnte man vielleicht am Ende doch feststellen dann gute Nacht. Ja, ich finde, darauf können wir uns einigen. Liebes ZDF, einen schönen guten Abend.

Freut mich sehr, dass Sie das Lesen willkommen zu meiner WhatsApp, die eine interessante zu werden Frage ich mich doch in dieser, warum ich in meiner eigenen Sendung fast nicht mehr vorkomme. Warum übertragen Sie in Zukunft nicht gleich jeden Abend eine Nobelpreisverleihung statt meiner Talkshow? Meine sehr verehrten Damen und Herren, hören Sie nun die Rede des Physiknobelpreisträgers des Jahres 2020. Vielen Dank. Ja, Sie können sich nicht ausmalen, was es mir bedeutet, diesen Preis entgegennehmen zu dürfen, hier in dieser bedeutenden Akademie, die einen Hort des Lichts darstellt in diesen düsteren Zeiten.

Denn die Rezeption der Welt, in der wir leben, wäre nicht so, wie sie ist, ohne die Physik und ihre Tatsache, dass wir in der Welt in der Welt leben, ist ohne die Physik und ihre bewiesenen Gesetze. Und ich möchte hier anlässlich dieses Preises, den entgegenzunehmen ich die unendliche Ehre habe, einmal die Gelegenheit nutzen, die, die die Physik groß gemacht haben, nicht unerwähnt zu lassen, denn dieser Preis gilt nicht mir allein. Und wollen wir den größten dieser Zunft, der Physik, die Ehre erweisen, die sie verdienen, müssen wir natürlich zuallererst Nutten erwähnen. Nutten. Was wäre die Welt ohne Nutten?

Das Wissen um Gravitation als universelle Kraft, die das Sonnensystem zusammenhält, die Theorie der Zusammensetzung des Lichts, die Grundlagen für Akustik und Aerodynamik, das Verständnis für das Wirken und die Ursache von Äppe und Flut, all das, all das verdanken wir Nutten. Wer weiß, wie lange die Welt ohne Nutten auf diese Erkenntnisse noch gewartet hätte. Ja, wer weiß, wo Goethes Faust geendet wäre, hätte er Nutten nicht gekannt. Beim Tod von Isaac Nutten am 31.3. 1727 in Helsinki trauerte nicht nur ganz London, sondern die ganze Welt.

Denn wie bei den anderen größten Genies der Neuzeit, der im Rollstuhl sitzende Stephen King und seinem nicht weniger wichtigen Vorgänger Gailileo Gaililei, kennt bis heute jedes Kind die Bedeutung von... Entschuldigung. Verzeihung, das ist mir jetzt sehr etwas peinlich. Mich... Es muss natürlich heißen... Sir Isaac Nutten. Liebes ZDF, ich bin nach Diktat verreist. Ihr Sir Isaac. Suchen Sie sich doch in Zukunft gefälligst einen anderen Physiker, mit dem Sie Ihren billigen Schaberdack treiben können. Sag mal, ist der Markus noch da? Ah nee, bloß nicht nochmal neu einstellen. Nein, danke. Der Söder. So, gut. Was hast du als nächstes angelernt? Oh, Herr Uthoff, Sie schon wieder.

Was kann ich für Sie tun? Ja, ja, ich kann kein Kabarett mehr machen. Ich hab Ihnen doch schon tausendmal gesagt, die Maßnahmen gelten nur mal für... Nee, nee, nee, die meine ich nicht. Aber wenn ich jetzt zum Beispiel das geänderte Infektionsschutzgesetz satirisch kritisieren will, dann muss ich mich erstmal total humorlos von denen distanzieren, die rumstehen und brüllen, das sei ein Ermächtigungsgesetz. Aber das ist ein Ermächtigungsgesetz. Hm? Na, sehen Sie, das Parlament, die Legislative ermächtigt die Exekutive, also die Regierung, also mich, zu handeln. Das ist vollkommen normal. Sagen Sie mal, was haben Sie studiert? Jura. Wieso? Ja, das erklärt vieles.

Außerdem, warum wollen Sie denn jetzt noch das neue Infektionsschutzgesetz kritisieren? Wir haben doch das extra freiwillig nachgebessert. Ah, freiwillig? Freiwillig. Auf Druck der Gerichte. Außerdem müssen wir jetzt sogar, wir müssen, das steht da drin, wir müssen die Maßnahmen sogar begründen. Also ich meine, wenn das eine Diktatur ist, dann ist die Annegret ein Warlord. Sagen Sie mal, dann braucht er jetzt jede bestimmte Maßnahme eine Zustimmung durch das Parlament, ja? Ja, nicht direkt. Also, aber die Exekutive muss ihre Maßnahmen laut diesem Gesetz jetzt auf vier Wochen jeweils befristen. Und dann entscheidet das Parlament, ob die Maßnahme weitergeht. Ja, also nicht direkt.

Das kann auch die Exekutive machen, wenn das Parlament die Pandemie nicht für beendet erklärt. Wann ist denn die Pandemie beendet? Bin ich das Parlament? Aber dann machen Sie bis dahin ja doch, was Sie wollen. Ja, aber mit Zustimmung des Parlaments. Herrgott. Außerdem, von wegen, die macht, was sie will. Am Arsch die Räuberin. Ja, ich muss mir ja noch mit den ganzen Landeschäfen rumschlagen. Hören Sie auf, sie spielen doch alle im selben Team. Im selben Team. Der eine haut dem anderen in die Hacke und der ganze andere versucht mir die Spielführerbinde runterzureißen. Nennen Sie es, wie Sie wollen. Sie sind beide Teile der Exekutive.

Kein Wunder, dass der Eindruck entsteht, Ihre Maßnahmen sind nur das Ergebnis eines Exekutiv- föderalen Q-Handels. Aber was ist ein Exekutiv-föderaler Q-Handel? Ich geb euch Weihnachten, dafür kriegt ihr Silvester. Ja, ist doch schlimm genug. Und das Ganze doch hinter geschlossenen Türen, bei der der Bürger über dessen Leben hier schließlich verhandelt wird, außen vor ist. Da wollen Sie gar nicht dabei sein. Ich sag's Ihnen mal so. Die Nasenflügel von Markus Söder wären nicht schöner, wenn man sie direkt vor sich in HD flattern sieht. Außerdem kriegen Sie doch als Bürger die besten Szenen nacherzählt, dann in der Pressekonferenz danach.

Und außerdem, falls es Ihnen immer noch nicht reicht, gibt's ja mal einen Videopodcast. Kann man da dann kritische Fragen stellen, ja? Nee, wieso? Ich hab doch recht. Eben, die Debatten müssen ins Parlament. Gerade in einer Krise. Eine Demokratie braucht den offenen Schlagabtausch, um die rohen, widerstreitenden Gedanken der Gesellschaft, die sich sonst ungehemmt auf den Straßen artikulieren in einer leidenschaftlichen parlamentarischen Debatte, zum bestmöglichen Gesetze zu veredeln. Ja. Schön. Aber wenn die Feuerwehr ausrückt, dann tagt ja auch nicht vorher der Gemeinderat. Das, ähm, das ist ein gutes, ein schiefes Bild.

Denn wenn ein Haus brennt, ja, setzen Sie ja auch nicht das ganze Viertel unter Wasser. Und bei Feuer ist das Ziel ja auch relativ leicht definiert ausmachen. Ist das auch das Ziel beim Virus? Ist das die Strategie? Was ist denn die Strategie? Und wo sind überhaupt die Debatten über die sozialen Folgen des Pandemie-Managements? Gut, gut. Was ist denn Ihr Ziel? Mein persönliches? Mein Gott, ich würde halt gerne mal wieder live vor Publikum auftreten, wegen der Nebenkosten, der Kunst. Gut. Und mit wie vielen Toten können Sie leben? Wie? Wollen Sie jetzt von mir... eine Zahl? Wie viele dürfen täglich sterben, für ihre Freiheit, mich schlecht auf der Bühne zu parodieren?

Also, erstens, mache das nicht ich schlecht, sondern mein Kollege. Und zweitens, hat sich die Gesellschaft beim Verkehr nicht auch entschieden, einen gewissen Preis für die Mobilität zu zahlen, auch wenn sich die, die den Preis zahlen, jetzt nicht bewusst dafür entschieden haben. Sie meinen, so wie die älteren Menschen jetzt unter einem Beatmungsgerät? Liegt da nicht Ihr Publikum, Herr Uthoff? Herr Kabarettist, könnte man nicht sagen, bei den jetzigen Todesraten stirbt Ihnen jeden Tag ein volles Haus weg. So, aber, so, ich habe das noch gar nicht gesehen. Das ist ja furchtbar. Ich meine, warum tut denn da keiner was? Wo ist denn diese Exekutive, wenn man sie mal braucht?

Da müssen sie doch was machen. Ja, aber was ist denn mit dem Parlament? Pala-pala-pala-pala! Wenn ich das schon höre, das dauert doch viel zu lange! Also, Herr Uthoff, es geht doch. Sehr geehrtes CTF, Als Kanzler in Wartestellung möchte ich mich bedanken. Dass die Kanzlerin von einem Mann gespielt wurde, stimmt mich zuversichtlich.

Soviel Mut hätte ich den Öffentlich-rechtlichen nicht mehr zugetraut, hier ist es ja so, das Menschen wie mir, die gerne als alter mann geschmäht werden heutzutage in der regel das wort mitten im satz gesellschaftstor 2020 begrüße dazu an dieser stelle den sprecher der arbeitsgemeinschaft alter weißer männer die nicht mehr alte weiße männer genannt werden wollen die a w m d n m a w m w gw gw vielleicht erzählen sie selbst ganz kurz was ihnen dieses jahr passiert ist ich wurde opfer der cancel culture vielleicht könnten sie den begriff für die zuschauer noch einmal kurz erklären ja das ist also ich habe was gesagt und dann wurde ich dafür kritisiert schlimm man wollte sie also quasi mundtot machen ja ja ja genau ja aber ist doch schön dass er das jetzt in einer talk show erzählen darf bitte nun ja sie sitzen ja auch in einer talk show weil sie bedroht werden tritt hier aber heute abend mit klar namen auf edel bei da kabarettistin und autorin da frage ich schon wie bedroht kann man da sein ja seit zweieinhalb jahren bekomme ich aber sie werden ja auch bedroht ja also wenn immer mich meine meinung sagt nur weil ich mal sage dass asiaten einen kleinen haben ja oder oder in da ein roten ja oder oder oder oder juden und was passiert dann dann pieps was ich meine dann versammelt sich der digitale vor der tastatur will mich sozial vernichten was heißt das ganz konkret also diese kritik war im netz das ist ja ein ansturm von menschen die sich äußern ja und dann ist mein tag versaut geht mir auch so nach jeder morddrohung bin ich irgendwie ganz schlecht drauf ich finde vergleich jetzt schwierig natürlich gibt es immer welche die in ihrer kritik übers ziel hinausschießen also in meinem fall wäre es mir ganz recht wenn sie übers ziel hinaus schießen würden aber schauen sie mit ihrem namen frau bei da da ist man diskriminierung ja eigentlich gewöhnt während für jemand in ihrer position diese kritik ja ein schock gewesen sein muss sie mussten sich ja in ihrem ganzen leben bisher noch nie ernsthaft mit kritik auseinandersetzen nein von kritischen meinungen habe ich im grunde erst aus dem internet erfahren also moment nicht dass es falsch verstehen kritik ist vollkommen in ordnung solange sie sachlich bleiben aber sie bleibt nicht sachlich wenn sie mir nachweist dass ich mich irre das lappt ja nun eindeutig ins persönlich mir werden sachliche todesdrohungen ja auch lieber stattdessen klingt das eher so wenn du die rede hält dann knallen wir dich ab heil hitler diese drohung habe ich direkt auf mein handy bekommen und meine daten wurden ja nun auch widerrechtlich von einem hessischen polizeikomputer abgerufen und wenn da die polizei bei mir klingelt da frag ich mich dann schon also da bin ich mir nicht sicher schauen sie das thema todesdrohungen scheint sie ja sehr umzutreiben umso mehr interessiert es mich wie es sein kann dass menschen wie sie mit etiketten beklebt werden wie rassist genau mir geht es doch eigentlich nur darum ja die gefühle von minderheiten einfach weiterhin ignorieren zu dürfen ja vorbei da gibt es nicht einen regelrechten wettbewerb darum wer das größere opfer ist und haben sie da nicht einen vorteil weil sie einer minderheit angehören also ich glaube nicht dass ich im vorteil bin weil ich aus zelle komme gut aber deswegen werden sie ja nicht bedroht und ich kann mir vorstellen bei der achten todesdrohung ist es ja nicht mehr wie beim ersten nein es wird beklemmender besteht da nicht eine große gefahr ja das nennt man todesgefahr ich meine die gefahr die gefahr zu überschätzen ich war es ist ja acht mal nichts passiert die polizei hat die ermittlungen eingestellt vielleicht war es ja doch ganz harmlos naja der absender war nsu 2.0 ss obersturmbannführer ja aber den posten gibt es ja nicht mehr offensichtlich ironie das ist genau diese opfer anspruchsideologie der wir mal entschieden entgegentreten müssen dieses ständige einfordern von rücksicht ich will einfach nicht ständig erzogen werden und ich möchte nicht ständig erschossen werden das haben wir jetzt inzwischen verstanden aber es geht hier heute ja im wesentlichen um seine soziale vernichtung das war der gesellschaftstalk hören sie zu diesem thema nun eine meinung von ulan oder barthor von ulan und barthor wir haben netz wir sind online wir haben wikipedia iphone bitcoin flatrate wir können liken wir können downloaden wir können videos einstellen wir haben navi aber können wir noch karten lesen wir haben whatsapp aber können wir noch briefe schreiben können wir einen kompass benutzen papierflieger basteln holzhacken feuermachen stricken häkeln filzen können wir noch schnitzen auf zwei fingern pfeifen kennen wir den sternen himmel über uns den flug der vögel oder die rezepte der alten wer kann hier noch eine richtige mehl schwitze wir gehen in schisha bars aber können wir noch eine pfeife stopfen kennen wir die pflanzen in unserem garten können wir im wald bäume benennen können wir noch einen flug ziehen melken schröpfen mindegesang donner balken bauen vermögen wir es noch töten eines wirbeltiers von hand es heute zerteilen und ausnehmen können wir noch kinder für uns arbeiten lassen sie strafen züchtigen können wir noch an den pranger stellen aber nicht im internet sondern in der realität vermögen wir noch achtsam zu schenden augenblenden scheiterhaufen errichten brandschatzen vier teilen rädern vermögen wir leute wacht endlich auf sehr geehrtes ztf weil ich vorhin unterbrochen wurde letztlich scheint ihnen nichts mehr anderes einzufallen als in talk shows auf alten weißen männern herumzuhacken ich hoffe dass das jetzt ein ende hat sonst sehe die tannur bespricht bücher die er nicht gelesen hat ja hallo keine sauda außer mir ja ich möchte mir heute ein buch vorstellen von einem gewissen herrmann hesse dass ich vorbeifahren aus meinem auto heraus in der auslage einer buchhandlung gesehen habe und schon der titel unterm rad verrät dass es sich dabei ganz offensichtlich um die anklage eines radikalen vermutlich veganen radfahrer es handelt nicht der sich überfahren fühlt von der bösen bösen automobil wirtschaft das buch war ja ein riesen renner in berlin kreuzberg und natürlich darf jeder schreiben und sagen was er will es ist ein freies land aber wenn sie mich fragen ist so was ganz maßgeblich mitverantwortlich dafür dass es so was wie gauland überhaupt geben konnte und wenn sich damit jemand auskennt dann die dittler dittler nur ja hallo erstmal auch ich bin es nur und auch ich möchte mir heute ein buch vorstellen dass ich auf einem rettungsschwimmer turm auf dem handtuch eines touristen in mayorkar gesehen habe und dass ich gelesen hätte hätte mich sein reißerischer titel nicht so abgeschreckte war das buch heißt faust von einem gewissen goethe und ist wie der titel schon vermuten lässt eine kampfschrift der black lives matter bewegung ich persönlich glaube nicht dass wir mit den schriften von aggressiven schwarzen linken pseudo intellektuellen das zusammenleben aller fördern das buch waren riesen renner im skigebiet ischgl und maßgeblich dafür verantwortlich dass es so etwas wie donald trump überhaupt geben konnte danke dita ich bin es auch nur unrasiert ich habe ja auch ein buch ist ein umschlag ich auf einem screenshot aus einer doko über die arbeit von astronauten auf einer raumstation gesehen habe von dem ich natürlich keine zeile gelesen habe das heißt hier irgendwie honey und nanny von enny blüten dazu muss man nicht viel sagen wer schon mit dem titel demonstrativ eine hälfte der menschheit ausschließend damit einem vulgieren lesbo feminismus holigt er darf von mir wohl zurecht als quotenfrau des literaturbetriebs bezeichnet werden das buch war natürlich riesen renner auf der erotik messe maßgeblich dafür verantwortlich dass es so etwas wie kim jong-un überhaupt geben konnte danke dita ich bin es nur am ende ja dann herzlich willkommen zur bundespresse konferenz das thema der corona spots der bundesregierung unter dem hashtag besondere helden haben wir ja denke ich nun zu genüge und erschöpfend behandelt es gab ja vor allem kritik an den videos weil sie die realität vieler arbeitender menschen nicht abbilden auch diese perspektive war in dem original spot enthalten die junge dame die wir für wenige sekunden dort im türrahmen sehen trägt ja offensichtlich pizza kartons gehört sie denn überhaupt zur arbeitenden bevölkerung nein sie ist meines erachtens und meinen informationen nach wirtschaftsprüferin allerdings hier zwei meter weiter wie man deutlich sieht und das ist der bundesregierung ganz wichtig steht der pizza boote der die pizza trotz pandemie gebracht hat da ist eine wand da ist ein pizza boote da ist eine wand er steht hinter der wand wenn ihnen das so wichtig war warum ist er da nicht zu sehen gerade dadurch ist es uns ja gelungen zu zeigen wie unsichtbar diese menschen doch sind aber diese kritik gab es nun mal und ich nehme die kritik ernst und ich verstehe jeden der sich unwohl fühlt mit diesen spots deswegen hat die bundesregierung einen weiteren spot produzieren lassen den wir uns jetzt gemeinsam ansehen wollen es war letzte woche als das ganze land auf mich war das schicksal der bevölkerung lag in meinen ich tat einfach das was alle von mir erwartet ausliefern hier pizza für julas wagner gut ist ein knochenjob auf mindestlohn basis erlebst du im grunde nur vom trinkgeld aber ich kann wahrscheinlich noch froh sein dass ich meinen tiefgefrorenen arsch durch den berufsverkehr schlängeln darf habe wenigstens noch mindestlohn job im gegensatz zu den hunderttausenden von mini job in die man der krise einfach ausgeworfen hat war das ja nun mal die idee von dem mini job ist so wünsche guten apetit kurze abstimmung zum schluss wir haben kein trinkgeld geben will hebt die hand dachte mir auch steige ich entschuldige mich an dieser stelle für wir haben es alle gesehen natürlich gab es auch in diesem fall kritik weil corona ja nicht nur eine soziale krise ist sondern in weiten teilen eine krankheit das haben wir ernst genommen und einen weiteren spot produziert in kliniken mit patienten hashtag wir wären ja gerne zu hause geblieben welcher dann wiederum frauen und familienverbände entzürnt hat die darauf hingewiesen haben dass die häusliche gewalt in der krise angestiegen sei was wir in einem weiteren spot thematisiert haben dessen hashtag trotzdem zu hause bleiben von vielen nicht als ideal empfunden worden ist nicht zuletzt von der obdachlosen hilfe deren bedenken wir dann aufgefangen haben mit einem weiteren video in dem ein obdachloser augenzwinkernd erklärt hat dass stoßlüften doch gar kein problem sei was zu einem erstaunlich heftigen protest des deutschen lehrerverbandes geführt hat den wir es ist einfach nun mal nicht möglich die gesamte lebenswirklichkeit der bevölkerung in einer pandemie in einem kleinen spot wiederzugeben und das auch noch augenzwinkernd entschuldigung entschuldigen sie herzweilbart dass ich mache seit fünf minuten nichts anderes entschuldigung sie reden jetzt hier schon eine ganze weile über dinge die ich nicht gesehen habe aber nicht darüber was die meisten menschen interessiert und worüber die meisten menschen sprechen nämlich mein weihnachten was ist jetzt damit dazu liegen wir derzeit keine informationen vor aber die bundesregierung hat doch lied texte versandt die an den feiertagen gesungen werden können und in dem die haltung der bundeskanzlerin doch klar zum ausdruck gebracht wird es bleibt mir erspart dieses jahr ist es endlich so weit fuck christmas und die weihnachtszeit fuck christmas so muss es sein aus hygene gründen lass ich niemanden rein endlich kann ich mich alleine besaufen den glühwein werde ich online kaufen fuck christmas und zwar richtig hart ich hoffe jedes mal es bleibt mir

Dieses Transkript entstand vor der Zeitstempel-Funktion. Eine Neu-Transkription ist in der Verwaltung möglich.