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Weihnachtsfeier und Jahresrückblick

Jahresrückblick für 2014 , Wirtschaftsweise , PEGIDA , Tank & Rast/Sanifair , Ukraine-Krise , Politik in Thüringen , Demokratie-AID , Abrechnung mit Politikern , Moby-Dick bezogen auf die heutige Zeit, Kapitalismus

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Der Abschnitt von 'Die Anstalt' ist eine zynische Satire auf die politische Apathie und den Verlust moralischer Werte in der modernen Gesellschaft. Die zentrale Metapher des 'Schiffs von Captain Ahab' illustriert eine ziellose Jagd nach Macht und Erfolg, während die 'Goldduplone' die allgegenwärtige Korruption symbolisiert. Die Figuren verkörpern eine Entfremdung von Idealen und eine passive Konsumierung von Medieninhalten. Die Szene endet mit der Forderung nach Solidarität und dem Versuch, die Kontrolle zurückzugewinnen, während die wiederholten Aussagen die Frustration und Gleichgültigkeit gegenüber gesellschaftlichen Problemen verdeutlichen.

Transkript 7.217 Wörter

Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Oh, okay, wir haben alles. Gut, dann haben wir ... Sehr schön, das sieht gut aus. Dekoration, Festtafel, Band, wunderbar. Haben Sie die Weihnachtsmützen bekommen? Ja, das ist ... Okay. Die haben Sie offensichtlich bekommen. Sehr schön, okay. Herr Egersdörfer, könnten Sie vielleicht eine von Ihnen aufsetzen? Ich kann es selber aufsetzen, du Maulauf. Sehen Sie, der Herr Uthoff hat auch das ganz genau erklärt. Er hat eine ganz spezielle Vorstellung, wie diese Weihnachtssendung abzulaufen hat. Er wünscht sich an Weihnachten nichts, was mit Politik zu tun hat, Satire oder Revolution. Ja, und was machen wir jetzt da?

Wir machen Politik, Satire und Revolution, halt mit Weihnachtsmützen. Verstehen Sie, wir müssen diese Proteststimmung langsam unterjubeln, behutsam. Und da haben Sie ausgerechnet zu dem Anlass das Kraftclub eingeladen, oder was? Ja, aus Barmherzigkeit, die sind aus Chemnitz. Karl-Marx-Stadt. Eine richtige Einstellung für diese Sendung. Wie ist das? Wir machen das. Wir machen das, Sie besprochen. Sie spielen also das Intro von unserer Sendung. Ist ja von Ihnen. Und dann gehen Sie über in den gesellschaftskritischen Text teil. So kriegen wir den Uthoff langsam aus seiner es ist doch alles in Ordnung fest Tag Stimmung. Ja, wunderbar. Mein Gott, Herr von Wagner. Das ist ja bezaubernd.

Ach, wie romantisch. Schön. Toller Hut übrigens. Mein Gott, und all das ohne irgendwelche Transparente. Ich bin begeistert. Setzen Sie sich doch. Danke schön, vielen Dank. Heute bleiben die Probleme mal draußen. Oh ja. Auszeit von der Analyse, Pause für Polemik, Schluss mit Schimpfen. Ja, alles außer albernen Alliterationen. Mal nicht gegen den Strom schwimmen. Mal machen, was alle machen. Ein Weihnachten wie die SPD. Und ich sehe... Und ich sehe... Und ich sehe, Sie haben sogar an die zünftige Weihnachtsmusik gedacht. Bitte, meine Herren. Leute halten mich für ignorant und traben damit recht. Sehe ich die Ungerechtigkeit, auf dieser Welt geht es mir gut.

Keine Trauer, keine Angst und noch keine Wut. Was, mal guck ich meinem Wasser einfach so beim Laufen zu. Es ist mir egal. Und bogey bogey. Es ist mir egal. Und bogey bogey. Und bogey bogey. Und bogey bogey. Und bogey bogey. Es ist mir egal. Und bogey bogey. Und bogey bogey. Ich supporte Cola, ich muss keine Pionade trinken und keine Klamotten tragen, die nach Pionaden stecken. Ich trage Adi, dass er mir die Haken stellt. Und Kim, der Hände steht für Qualität. Es ist mir egal. Und bogey bogey. Es ist mir egal. Und bogey bogey. Und bogey bogey. Und bogey bogey. Und bogey bogey. Ich trage Adi das, weil mir die Marke steht und Kinderhände stehen für Qualität.

Das kann ich mich gar nicht erinnern, Herr von Wagner. Raus! Ich kann mir das auch nicht erklären, wie das plötzlich so da ... Aber wo wir beim Thema sind. Während wir hier das Fest der Liebe feiern, da arbeiten Näherinnen in Bangladesch 16 Stunden Schichten zu einem Hungerlohn. Und ich habe seit 10 Minuten nichts gegissen. Sagen Sie, wo ist denn eigentlich die Ganz? Die kommt gleich. Wollen Sie nicht erstmal unsere Dekorationen genießen? Schauen Sie, ich hab extra so eine kleine Tafel installiert. Zu schön geworden. Ja, alles in allem finde ich das doch sehr, sehr hübsch. Sagen Sie mal, haben Sie meine Weihnachtspostkarte schon gesehen? Ja, gucken Sie mal da.

Wissen Sie, was ich drunter schreibe? Wo ist der Baum? Wissen Sie, was das Gute an dem Baum ist? Der kommt am 6. Januar weg. Auch gut, auch gut. So, da kommt jetzt Futter. Wie das duftet. Ja, Herr Ober. Was essen wir denn da Feiles? Das kann ich Ihnen schon sagen. Es ist ein bäunischer Weihnachtsgans. Dem Viech wird er mit Metallrohr in den Rachen eingeschoben. Ungefähr 50 cm lang. Da kommt das Futter direkt in den Magen rein. Es wäre gerade so, als wenn man Ihnen 20 Kilo Nudeln jeden Tag von oben reinstopfen würde. Ah, und was gibt es dazu? Da gibt es schmerzhafte Gelenkverletzungen. Die ganzen Viecher haben irgendwelche zusammengewurstelten Füße. Die treten sich gegenseitig zur Tote.

Und dann gibt es die Schmerzen. Und dann gibt es die Schmerzen. Und dann gibt es die Schmerzen. Und dann gibt es die Schmerzen. Die treten sich gegenseitig zur Tote. Guten Appetit, hätte ich gesagt. Danke schön. Was machen Sie denn da? Der Vogel ist doch tot, da kann man ja nur noch essen. Jetzt hören Sie doch mal ab. Ah, was haben wir denn da? Ich bin Reinhard Gräber, und das ist ein Baum. Gegen einen Baum wird ja wohl nichts einzufinden sein. Uthoff, wissen Sie, dass jedes Jahr in Deutschland 29 Millionen Bäume ihr Leben lassen müssen für Ihr Fest? Wir holen uns ein Stück Wald in unser Trautesheim. Wald? Die kommen von Plantagen aus dem Sauerland.

Oh Sauerland, oh Sauerland, wie grün sind deine Blätter. Was ist denn das? Tannenadelduft? Nein, das ist Glyphosat, ein Biogift von Monsanto. Gegen den Fichtennadelzünsler, Zapfenzünsler, der macht die Bäume kaputt. Stirb, Fichtenzapfenzünsler, stirb! Und du Grünrüssler, stirb! Der macht die Äste krumm. Oh Gott, was ist das denn? Ein Rotrüssler. Stirb, Rotrüssler, stirb! Ich bin der Nikolaus, Sie weiß. Stirb, Nikolaus, stirb! Lassen Sie doch mal den Nikolaus in Ruhe. Was machen Sie denn eigentlich im Aufzug? Ich habe gedacht, das wäre der Kamin. Scheiß Navi, Scheiß Navi, ich habe so einen Hals. Christian Ehring als Nikolaus, das ist eine lustige Idee von Wagner.

Und was hat der für eine versteckte Botschaft? Von draus vom Walde komme ich her, ich muss euch sagen, ich brauche erstmal einen Drink. Was? Kein Schnaps? Nein, kein Schnaps jetzt. Typisch, mir war auch ein Schlitten versprochen worden. Und zwar einer mit Stern vorne drauf und Sitzheizung. Nicht aus Holz. Im Übrigen, bei extra 3 ist sowas Standard. Im ZDF eben nicht, außerdem hatten wir ausgemacht. Wollen Sie nicht dem Herrn Uthoff eine Frage stellen, ob er brav gewesen ist dieses Jahr? Brauche ich nicht, ich habe doch alle Sendungen gesehen. Kreuzbrav ist er gewesen. Kreuzbrav? Entschuldigung. Entschuldigen Sie mal, das reiß ich mal ein bisschen zusammen, nicht wahr?

Wir haben mehrfach das Amt des Bundespräsidenten beschädigt. Jawoll. Mehrfach. Ja und? Wer hat das nicht? Inklusive Gauck selber. Wisst ihr, was wir noch gemacht haben? Wir haben uns mit der FIFA angelegt. Die FIFA ist doch ein Läppisch, mit solchen Gegnern geben wir uns gar nicht ab bei extra 3. Weil Sie zu sehr beschäftigt sind mit linken Bashing. Wären Sie die GDL verherrlichen. Und Sie haben Putin demonisiert. Und Sie haben Putin verniedlicht. Sie Staatskameratist. Bitte? Salon Bolshevik. Extra 3 Drohne. Heute Showhure. Oh. Selber. Sie Konsenskomiker. Sie Kosattenzipfel. Jetzt reicht es mir aber. Ich lasse mich doch nicht von jedem dahergelaufenen ARD Nikolaus beleidigen.

Sie Fichtenzapfenzünsler. Toll haben Sie das gemacht. Es gibt nur einen Grund, warum ich Sie eingeladen habe. Dass Sie den Herrn Utthoff so provozieren, dass er wieder ... Dass er wieder der Alte wird. Gute Arbeit. Oh Herde. Mann, Mann, Mann, Mann. Jetzt geht das wieder los. Ist es wieder so weiter. Die anstrengendste Zeit im Jahr. Bin ich wieder unterwegs in den Schulen. Immer die dummen Fragen. Warum hast du ein Bad? Bist du Salafist? Im Bundeskabinett war ich auch. Im Prinzip ist es auch eine Schulklasse. Das Bundeskabinett ist aufgebaut wie eine Schulklasse. Die Rollen sind klar verteilt. Es gibt eine Streberin. Wer ist das? Natürlich von der Leyen. Ganz klar. Frau Merkel, Frau Merkel.

Ich habe eine Zwischenfrage. Für Sie war es ein hartes Jahr. Dieser Bundeswehrskandal war für Sie wirklich die schlimmste Niederlage seit damals. Der 2 Minus in Religion. Aber sie kriegt kein Geschenk. Dafür hat sie zu viel Blödsinn erzählt. Was Sie für Vorschläge gemacht hat. Wir brauchen mehr Auslandseinsätze. Und gleichzeitig eine familienfreundliche Bundeswehr. Als wäre das ein ganz normaler Beruf. Wie sollte das gehen? Am besten würden wir alle radikalen Islamisten zu uns nach Deutschland holen. Damit die Soldaten sich Arbeit mit nach Hause nehmen können. Die kriegt nichts. Die Streberin. Dann gibt es Nerds. Es gibt auch den klassischen Nerds und Spezialisten.

Das gibt es in jeder Klasse. Das ist der Schäuble. Magisch. Das ist der Schäuble. Mathe, Ass, Jugend, Forschpreisträger. Aber in der Pause steht er doch meistens alleine rum. Dem hätte ich gerne schwarze Null geschenkt. Zu Weihnachten. Aber der Dobrindt wollte sich nicht einpacken lassen. Dobrindt, klar. Dobrindt, klar. Ist der verhaltensauffällige. Gibt es auch in jeder Klasse. Alle sind genervt. Alexander, lasst doch mal. Das ist der Schäuble. Eine Koalition mit der CSU. Es ist immer eine Mischung aus Regierung und Inklusion. Der Dobrindt kriegt schon mal gar nichts. Der Dobrindt sollte seine Hausaufgaben machen. Der sollte sich ums Internet kümmern. Internetausbau ist auch seine Aufgabe.

Das Internet ist so langsam in Deutschland. Gerade auf dem Land. Es gibt auf dem Land Menschen, die haben jetzt erst vom 11. September erfahren. Es hat lange gedauert. Bis sich die Seite von Tagesschau.de aufgebaut hat. Jetzt will er das kombinieren. Seine neueste Idee. Maut und Internet. Das soll dann so laufen, wenn jemand hier in München eine Mail schicken will nach Hamburg. Dann soll gewartet werden, bis ein Ausländer mit seinem Pkw vorbeikommt. Wenn er die Mail mitnimmt, wird ihm die Maut erlassen. Total bescheuert. Da gibt es natürlich auch in jeder Klasse die Schüler, die überhaupt nicht auffallen. Das kennen Sie auch von früher.

Sie haben im halben Jahr die Klassenliste durchgehend gesagt. Moment mal, Moment mal, Moment mal. Christian Schmidt, wo ist denn der? Ach, da hinten. Christian, da muss aber viel mehr kommen. Christian Schmidt, Landwirtschaftsminister. Sie kennen den auch nicht. Und es gibt natürlich den typischen Loser. Ist der Gröhe. Kennen Sie auch von früher. Wenn es hieß, der Junge soll aufs Gymnasium und es stellt sich raus. Wäre doch besser gewesen, der hätte den Hof der Eltern übernommen. Ist ja gar nicht abwertend gemein. Der Gröhe. Er hat immer dieses verkrampfte Lächeln. Völlig unpassende Situation. Jetzt letztens große Debatte über Sterbehilfe im Bundestag. Wer grinst, der Gröhe.

Das ist dieses panische Lächeln. Ich habe keine Ahnung. Ich lächle die Lehrerin einfach mal an. Vielleicht hilft es ja. Dann sitzt er im Kabinett. Kommt nicht mit mit dem Stoff. Will abschreiben bei der Fonderlein. Was macht die? Steht dir extra das Mäppchen hoch. Der dümmste Beitrag dieses Jahr kam von Johanna Wanka. Da muss ich sagen, mündliche Mitarbeit 6. Die hat vorgeschlagen, abgebrochene Studenten sollten ins Handwerk wechseln. Was ist das für eine Stabsidee? Das Handwerk braucht handwerklich begabte Menschen. Das Schlimme ist, ich habe das Gefühl, die haben schon damit angefangen. Studienabbrecher ins Handwerk. Ich hatte letztens einen Klempner bei mir.

Ich glaube, der war abgebrochener Sozialpädagoge. Wisst ihr, woran ich es gemerkt habe? Der hat das Klo nicht freigepümpelt. Der hat so lange mit der Scheiße diskutiert, bis die von alleine verschwunden ist. Ja, sorry. Für die Wanka gibt es schon mal gar nichts. Wer es an der Uni nicht bringt, der soll doch einfach wie bislang Karriere machen. Wer keinen Abschluss hinkriegt, keine ordentliche Doktorarbeit, der macht einfach Karriere wie bisher. In der CSU. So, jetzt muss ich weiter. So ein Hals habe ich. Gut, dass er weg ist. Keine Lust auf Streit. Das Fest der Liebe. Das ja so heißt, weil es nur einmal im Jahr stattfindet. Da geht man aufeinander zu. Und Peißer.

Wir sind in Thüringen nicht AfD und CDU aufeinander zugegangen. Sondierungsgespräche. Wie man die Preisabsprachen im horizontalen Gewerbe heutzutage nennt. Apropos horizontal. Was ist eigentlich mit der Springerpresse los? Dass die es mit ihrer Hetze nicht mehr schaffen, einen linken Ministerpräsidenten zu verhindern. Und das ist es. Bodo Ramelow. Dessen Name klingt wie der eines betrunkenen Hasen in einem Kinderbuch. Und auf dessen Wunschzettel Unternehmensgewinne noch nicht ganz oben stehender macht ein bisschen Schwierigkeiten. Ich glaube, gegen Thüringen als abtrünnige Teilrepublik hilft bald nur noch der Einsatz von Streubomben. Und was ist denn jetzt mit dem eigenen Volk?

Fragen Sie Boroschenko. Die Ukraine hat auch eine neue Regierung. Und mein Gott, sie ist so geworden wie wir uns gewünscht haben. Ich war völlig frei von ausländischen Einflüssen. Neue Finanzministerin ist die amerikanische Investmentbankerin Natalie Giresko. Die zuvor im US Außenministerium und in der US-Botschaft gearbeitet hat. Das Gute an ihrem neuen Job. Der Chef bleibt der Alte. Neuer Wirtschaftsminister wird ein litauischer Finanzinvestor. Der jetzt vor der schwierigen Aufgabe steht, das Land quasi an sich selbst zu verscherbeln. Nazis gibt es übrigens keine mehr in der Ukraine. Die sind jetzt alle in Jasenjuks Partei eingehegt worden. Tolle Sache das.

Endlich gibt es auch provestliche Nazis. Und Nazis in die Regierungsverantwortung einzubinden, das hat ja auch in Deutschland schon mal ganz, ganz prima geklappt. Wunderbare Regierung, die dringend unterstützt werden muss bei der weiteren Bombardierung der Zivilbevölkerung im Osten des Landes. Deswegen haben die Amerikaner, der US-Senat vor kurzem eine Resolution 758 beschlossen, die Putin für die Wurzel allen Übels in der Ukraine hält und die Russland zu einer Gefahr für den Weltfrieden macht. Da kann einem ein bisschen Angst und Bange werden. Ähnlich gefühlt haben müssen sich über 60 Intellektuelle, die letzte Woche einen Aufruf in unserem Land veröffentlicht haben.

Und ja, ich sage Intellektuelle, auch wenn Gerhard Schröder dabei war. In diesem Aufruf wurde gefordert mehr Gespräche, mehr Friedensbereitschaft von den Regierungen. Und die Reaktion auf den Aufruf war erwartbar. Die ARD hat es flüchtlich gestreift für den ZDF. Für die ZDF war dieser Aufruf offensichtlich nicht wichtig genug. Die FHZ und die Zeit haben ob des Wunsches nach mehr Frieden und Gespräch nur arrogant mit dem Kopf geschüttelt, soweit man einen Kopf halt schütteln kann, der bis zum Hals im Arsch der Amerikaner steckt. Und hier wird es wirklich bizarr. Die größte kriegstreibende Kraft in unserem Land ist inzwischen die Partei die Grüne.

Omnipur, Ötztemir und die Leute von der Heinrich-Böller-Stiftung. Und Kathrin Göring-Eckardt hat vor kurzem dazu erklärt, na ja, die Grünen seien ja niemals eine pazifistische Partei gewesen. Das ist doch ein Moment, an dem man ein bisschen an der Wiedervereinigung zweifelt, nicht wahr? Wenn inzwischen jede dahergelaufene Ost-Protestantin so nebenbei aufs Grab von Peter Kelly spucken darf. Die Führe zum Heil, folgen uns nach, dann wird alles geil. Sagen Sie mal, ich bin mitten in meinem Solo. Das sind doch immer drei Heilige Könige. Wien stellen Sie denn da? Caspar, Melchior, Balthasar und Justin, oder wie? Jetzt halten Sie doch mal den Rand. Wir sind die Wirtschaftsweisen aus dem Morgenland.

Und vielen Dank. Wir unterfüttern laut Gesetz der Bundeskanzlerin Geschwitz. Ich bin der Heißi Christoph Schmid, ich sing des Marktes hohes Lied. Ich bin der Weise Lars P. Feld, und auch pro Wirtschaft eingestellt. Ich bin Volker Wieland, rateweise zur Lohndiät, als Lieblingsspeise. Wer ist der da? Ich bin der Bofinger, bleibt meistens stumm. Das abweichende Linksvotum. Und was haben Sie mir da mitgebracht? Das Jahresgutachten habt. Fein acht. Was? 400 Seiten, habt ihr einen Sprung? Drum lauschtet unsere Kurzfassung. Unsere Botschaft ist auch heuer, das Soziale wird zu teuer. Das Wichtigste aus unseren 14, Mindestlohn und Rente kürzen.

Ihr müsst nur weiter schön verzichten, den Rest wird dann die Wirtschaft richten. Sind das Ihre Prognosen für die Wirtschaft? Der Aufschwung, er steht vor der Tür. Weiß ihn nicht ab, er will zu dir. Der Zartinpflanze bestetung ist die Lohnzurückhaltung. Das sehen nur die drei hier so. Ich bin der Bofinger, hab keinen Eingriff und muss aufs Klo. Aus der Zukunft kann man nichts Wahres wissen. Drum dürft ihr euch gepflegt verpissen. Oh Mann, echt so. Hör mal zu, Sie Wirtschaftsweiser, wir gehen jetzt mal schön dieses Gutachten durch. Was macht Sie eigentlich zu Spezialisten der Zukunft? Na, wir kommen aus dem Morgenland. Morgenland. Ich schmeiß mich weg.

Wissen Sie, dass es eine Tabelle gibt, in der gelistet wird, wie Wirtschaftsinstitute die Konjunktur der nächsten Jahre vorhersagen und wie treffsicher und raten Sie mal auf welchen Platz die Wirtschaftsweisen sind. Warten Sie, ich mach eine Prognose. Auf Platz 1. Schauen wir hin, das Türchen. Platz 18. Die 1 war richtig. Ich hab die 1 gespürt. Wir lassen uns also vom Stuttgart erklären, wie man Deutscher Meister wird. Übrigens hier, wenn ihr am Gutachten habt, da schon mal reingeschaut, da steht drin, dass der Mindestlohn negative Auswirkungen bringt, obwohl er noch gar nicht da ist. Und was für welche, wir haben nächstes Jahr nur ein Wirtschaftswachstum von 1%, dank des Mindestlohns.

Ohne den hätte man einen riesen Aufschwung. Ohne diese ganzen Sozialgeschenke, Mütterrente und Mindestlohn, dieses ganze Sozial-Schnick-Schnack. Sind das politische Empfehlungen? Na ja, ja. Hab ich Sie. Gemäß § 2 des Gesetzes über den Sachverständigenrat dürfen Sie keine bestimmten wirtschaftspolitischen Maßnahmen empfehlen. Das tun wir auch nicht. Wir sagen ja nur, was wir nicht wollen. Ach, dann haben Sie sowas wie eine versteckte Agenda. Das können Sie mir nicht beweisen. Oh doch. Die OECD zum Beispiel sagt auch, dass die Ungleichheit in Deutschland stark zunimmt. Sie sagen das nicht.

Nein, wir sagen, was vor allem zunimmt, ist die Anzahl der Leute, die den Eindruck haben, dass die Ungleichheit zunimmt. Ich habe den Eindruck, Sie machen sich über mich lustig. Es sind vieles, aber nicht lustig. Schauen Sie mal. Man hat die Deutschen gefragt, einkommensmäßig, wie sieht euer Volk aus? Welche Form hat das? Also die Zwiebel? Oder vielleicht doch eher die Pyramide? Oder der Weihnachtsbaum? Der Weihnachtsbaum. Ja, vollkommen falsch. So, die Pyramide. Oben sehen Sie eine reiche Elite. Die Einkommensschwachen, das ist die größte Gruppe. Wie ist das wirklich? Oben ist eine Elite, dann die Mittelschicht und unten die Einkommensschwachen, die größte Gruppe.

Das ist doch genau dasselbe. Ja, aber wir wollen nicht, dass das so aussieht. Eine Pyramide, da sieht man die Ungerechtigkeit ja an. Das schreit ja gleich nach Revolution. Nein, wir wollen etwas anderes, schöneres. Eine Zwiebel mit einer breiten Mittelschicht. Verstehen Sie, das riecht nach satem Volk. Wie wollen Sie das machen? Durch Umverteilung. Von Geld? Ja. Sehen Sie mal. Ganz einfach. Also, sagen wir mal, Sie wollen hier aus eine breite Mittelschicht machen, dann müssen Sie natürlich die Unterschicht unterteilen. Ja, sagen wir mal, in Leute, die wenig Geld haben, die sehr wenig Geld haben und die, die sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wenig Geld haben. Und schon haben Sie?

Schon haben Sie eine Zwiebel mit einer ganz breiten Mittelschicht. Nicht schlecht. Sagen Sie mal, wo fängt denn bei Ihnen die Mittelschicht an? Schauen wir mal nach. Wenn man großzügig ist, bei etwa 1000 Euro. Was? Das ist doch knapp über dem Armutsrisiko. Dann ist ja praktisch jeder Mittelschicht. Und so haben wir Waisen die Armut beseitigt. Und das nur mit einer Zwiebel? Mir kommen die Tränen. Aber sagen Sie, es gibt doch Arme. Es gibt doch super Reiche, die immer reicher werden. Natürlich gibt es sie. Aber die verhageln dir ja jede Statistik. Was machen Sie denn da? Ich nehme die Reichen weg. Sie können doch die Reichen nicht einfach ignorieren. Wenn man weiß ist, schon.

Sehen Sie, die Leute denken immer, wir kümmern uns um die Einkommensunterschiede. Aber in erster Linie kümmern wir uns um die Lohnunterschiede. Wo ist der Unterschied? Müssen wir Ihnen alles erklären. Also, Arbeiter normalos, sie kriegen Löhne. Super Reiche, die haben Einkommen. Aber die sind aus Zinsen. Ach so. Und weil es bei den Löhnen keine super Reichen gibt, gibt es dann, wenn man nur die Löhne betrachtet, auch keine große Ungleichheit, die beseitigt werden müsste. Weil sie was? Nein, das ist absolut hinterhältig. Sie machen eine Untersuchung über Arm und Reich und lassen die Reichen einfach weg. Aber warum? Ach, natürlich.

Wenn man keine Reichen hat, dann gibt es ja auch keine Ungleichheit, da gibt es schon Ungleichheit. Da möchte ich uns zitieren, da sind ja in erster Linie mal die Frauen schuld. Verdammte Frau, was? Die verdienen so wenig, aber keine Sorge, das muss man nicht bekämpfen, das ist halt so. Sagen Sie mal, wozu ist Ihr Gutachten eigentlich nütze? Entschuldigung, wir nützen niemand, wir sind vollkommen unnützt, wir sind Ökonomen. Moment, Moment. Moment, Moment. Lass mal sehen, Sie Wirtschaftsweiser. Hab es mir doch gedacht. Sie sind Lobbyist? Nein, ich bin ein Wissenschaftler. Sehr seriöses Foto von mir übrigens, Volker Wieland. Schauen Sie mal.

Und nebenbei sind Sie auch in der Stiftung Marktwirtschaft. Und die steht für? Marktwirtschaft? Für neoliberale Politik. Okay, Sie haben mich erwischt. Das ist nicht die Stiftung Marktwirtschaft. Nein, der ist auch noch Vorsitzender von Walter-Euken-Institut. Oder Leiter, wie man es nennt. Montpelerin-Society, der ist überall. Das eine gilt als marktradikal und das andere ist sowas wie das Nordkorea des Neoliberalismus. Und übrigens Ihr Chef, Christoph Schmidt. Der ist ja nebenbei auch noch in der Arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Das sind alles Lobbyveranstaltungen, die mehr Markt wollen und weniger Staat.

Ihr Wirtschaftsweisen, Ihr seid doch nur die Sternsinger des Kapitals. Jetzt sagen Sie mir nur noch eins. Haben die Arbeitgeber wenigstens den Anstand, ihre Propagandaveranstaltungen selbst zu bezahlen? Nein, das zahlen die Steuerzahler. Kestner hatte recht. Niemals dürft Ihr so tief sinken, als den Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken. Ich würde Ihnen übrigens nicht empfehlen, mit orientalisch anmutenden oder fremdländischen Klamotten derzeit durch Dresden zu spazieren. Es kann sein, da treffen Sie auf einen sehr wütenden Mob von 10.000 Menschen. Sind es inzwischen? Gestern waren es 10.000. Die demonstrieren gegen radikale Muslime. Pegida nennen die sich.

Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. Die sind aber nicht nur gegen Islamisten. Die sind gegen Islamisten. Die sind gegen Islamisten. Die sind aber nicht nur gegen Islamisten. Die hassen auch Wirtschaftsflüchtlinge. Pegida hat das definiert, was Wirtschaftsflüchtlinge sind. Die haben gesagt, ja, Wirtschaftsflüchtlinge, das sind Menschen, die kommen nach Deutschland, nur um hier ein besseres Leben zu suchen. Und ich finde auch, das geht nicht. Ganz ehrlich, wir haben ganz ... Schauen Sie sich diese Beispiele an. Das ist zum Erscheiden. Hier, Helene Fischer. Ja, die ist ja in Sibirien geboren. Die kam 88 nach Rheinland-Pfalz geflüchtet mit ihrer ganzen Familie.

Da hätten wir uns eine Menge erspart, hätten wir die nicht rein ... Moment. Ach so. Entschuldigen Sie. Entschuldigen Sie, ich habe gerade gehört, der Führer möchte ich ihn nicht nennen. Der Leiter von Pegida, Lutz Bachmann, der Gründer, der ist ein großer Fan von Helene Fischer. Also, die ist kein Wirtschaftsflüchtling. Die sieht ja gar nicht aus wie ein Wirtschaftsflüchtling. Pegida meint ja diese anderen, diese richtigen Ausländer, die Moslems, die Schulabbrecher, die nur Bauarbeiter gelernt haben, bevor sie hergekommen sind. Der da zum Beispiel. Der ist ja klärtermaßen nach Deutschland gekommen, um andere auszudricksen. Ich höre gerade, den wollen wir hier haben, besonders in Bayern.

Sehen Sie, Migration ist ein komplexes Thema. Aber Pegida hat ja komplexe Antworten auf komplexe Fragen. Er sagt zum Beispiel, wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie Deutsch zu sprechen. Entschuldigen Sie. Entschuldigen Sie. Das ist mir... Sorry, das hat die CSU gesagt. Da kommt man derzeit ein bisschen durcheinander. Aber im Grunde sagen die oft das Gleiche. Also zum Beispiel, Wirtschaftsflüchtlinge sind der Untergang des Abendlandes. Und Pegida-Gründer Lutz Bachmann kennt sich da sehr aus, mit dem Untergang des Abendlandes.

In Afrika ist ja, ich musste mir das aufschauen, ich konnte mir das nicht merken, Einbrüche, Diebstahl, Trunkenheit im Straßenverkehr, falsche Verdächtigungen, Anstiftung zur Falschaussage. Und jetzt wird es interessant. Vor einer fast 4-jährigen Gefängnisstrafe ist der 98 nach Südafrika, ich möchte es gar nicht sagen, geflüchtet. Vermutlich, um sich da ein besseres Leben zu suchen. Was hier nach seiner eigenen Definition zu einem... Na ja, Pegida ist ja eine sehr widersprüchliche Bewegung. Da läuft der NPDler neben einer Familie mit Kindern. Einig sind die sich nur in einem. Die sind wütend. Auf Hartz IV, auf Altersarmut. Und da möchte man ihn zurufen. Ja, hey, ihr könnt ja da wütend sein.

Auf die Politik, die anstatt die gesetzliche Rente zu stärken, nur dafür gesorgt hat, dass die einzige Altersvorsorge, die wirklich sicher ist, und die Politik, da könnt ihr auch sauer sein, die dafür gesorgt hat, dass Steuerbetrug möglich ist oder Steuerflucht möglich ist beim sozialen Kürzen, da kann man alles sauer sein. Aber warum, in Gottes Namen, marschiert ihr unter einem großen Plakat, wo drauf steht, gegen die Islamisierung des Abendlandes. In Sachsen, da wohnen 2,2% Ausländer. Nur ein kleiner Teil davon Muslime. Das ist, als hätten wir in Deutschland Angst vor der FDP. Was?

Dieser Lutz Bachmann ist ja mal gefragt worden, sagen Sie mal, worin sehen Sie eigentlich die Islamisierung des Abendlandes? Und er hat da wörtlich geantwortet, der Weihnachtsmarkt in Berlin heißt nun Wintermarkt. Es wird nicht lange dauern, dann wird der Weihnachtsmann verschwinden. Herr Bachmann, Sie müssen jetzt ganz stark sein. Aber den Weihnachtsmann, den gibt es nicht. Den gibt es nicht. Und liebe Pegidas, und weil es gerade so aktuell ist, liebe CSU, eure Feindbilder, die sind so real wie der Weihnachtsmann. Und nichts anderes als schlecht versteckter Rassismus.

Und die eigentliche Frage ist doch die, wenn man das Abendland nur verteidigen kann, indem man menschenfeindliches Gedankengut vor sich her trägt, was gibt es dann eigentlich noch zu verteidigen? Hier spricht Ihr Fichtenzapfen-Zünsler. Hier spricht Ihr Fichtenzapfen-Zünsler. Ihr seid echt das beste Publikum, das ich heute hatte. Wirklich. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen euch und einer Weltreise, ich schicke euch eine Postkarte. Das war ein Mätzchen. Kann ich. Können wir, haben wir gelernt. Mätzchen machen. Ich denke manchmal, es könnte auch mal ein bisschen mehr sein vielleicht, mal was Konkretes verändern, aber das kann ich nicht. Ich erlebe auch gar nicht mehr so viel.

200 Auftritte im Jahr, was erlebe ich noch? Aber manchmal denke ich, bei dem wenigen, was ich erlebe, könnte man doch einfach anfangen. Sanifair zum Beispiel. Diese Pinkelverbrecher. Ich erlebe das jeden Tag. Ich fahre nicht dran vorbei. Ich mache mit. Ungern zwar, aber ich mache mit. Ich bin da Kunde. Wenn ich mir das aussuchen könnte, dann würde ich gerne in einer Welt leben, wenn ich das bezahlen muss. Meine Meinung. Schön wärs. Ich weiß ganz genau, wie das angefangen hat. Ich habe mich informiert. Das war 1999. Da waren unsere schönen deutschen Raststätten noch Bundeseigentum. Tank und Rast. Die rote und grüne Raststätten wurden verkloppt an einen Hedgefond. Mit Sitz im Ärmelkanal.

Eine Briefkastenfirma. Nicht in Liechtenstein, im Ärmelkanal. Wenn man da anruft, dann meldet sich keiner. Das Feind ist unsichtbar. So ist das. Ich kann mir das sehr gut vorstellen, wie das war. Das war 1999. Da war so ein Meeting mit Krawattenarschlöchern. Die Oberkrawatte fragte in die Runde rein, wie können wir unsere maroden Raststätten wieder profitabel machen. Da melde sich erst der Azubi und sagte, das wäre mit Kürbiswochen vielleicht. Dann stand noch einer auf und hat gesagt, vielleicht mit Notdurft. Und so haben sie es dann gemacht. So ist es. Diese Pinkelbongs, die haben am Anfang 50 Cent gekostet. Da dachten alle, man kriegt noch was umsonst. Ich auch, ich kriege was geschenkt.

Ich dachte, jetzt wird losgeriestert hier. Wenn ich alt bin, kaufe ich mir doch eine Datsche oder ein Fanhaus. Das stimmt aber gar nicht. Jetzt kosten die 70 Cent. Und ich schwöre, bald kosten die einen Euro. Das haben die vor 15 Jahren schon festgelegt. Die haben einen ganz langen Atem. 70 Cent denkt jeder, das stimmt aber gar nicht. Das ist viel mehr, 70 Cent. Das ist eine Mark 40, das sind 2,80 Euro. So muss man das sehen. Das ist viel mehr. Das ist beschiss. Das ist die Rebell. Weißt du noch, als wir damals auf Tour waren mit unserem Christe-Börd-Programm. Es war nicht schlecht. Als du das gesehen hast, dass man da zahlen muss, du alter Renitent, was hast du gemacht?

Du hast vor der Raste in die Büsche gepickelt. Wie tausend andere auch. Und was war das Ergebnis? Jetzt sind die Büsche eingezäunt. Protest lohnt sich. Dann bin ich zum Pächter gegangen. Ich habe gesagt, ich hätte gerne einen Schlüssel. Wie in jeder normalen Tankstelle auch. Ich bin hier Kunde, ich möchte frei pinkeln. Der hat gesagt, Moment, ich bin der Falsche. Sie müssen sich an diesen Hedgefonds wenden. Ich werde auch abgepresst. Ich muss erst mal 10.000 Euro latzen für einen sinnlosen Saniferschulungskurs. Dann muss ich latzen, abdrücken, abdrücken, abdrücken. Wennen Sie sich bitte an die. Schon wieder nicht. Helpless, helpless. Habt ihr mir das erzählt?

Nee, eure großen Brüder haben mir das erzählt. In der DDR war Pinkel dein Menschenrecht. Notdorf war frei. In der DDR, da konnte man in jedes öffentliche Gebäude gehen. Egal, in die Post, in die Gaststätte, zur Stasi, es war frei, Notdorf war frei. Von wegen Unrechtstaat. Das war nicht alles schlecht in der DDR. Ich erinnere mich noch sehr genau. Früher gab es öffentliche Toiletten in deutschen Städten. Das wissen die jungen Leute noch gar nicht mehr. Öffentliche Toiletten. Wie geil ist das denn? Die haben gestunken wie so eine Schweidemast. Die wurden manchmal angeguckt und angefasst von irgendwelchen Lederschlitzonkel. Aber das ist mir tausendmal lieber, als bei diesen kleinen Saniferschen.

Und das ist mein Projekt für 2015. Ich habe mich lange vorbereitet. Ich werde Sanifair verklagen. Ich ziehe das durch. Ich habe mir eine Anwaltskanzlei besorgt. Das sind alles Rentner. Die haben nur Zeit und die haben tierisch Bock. Wir ziehen das durch und argumentieren mit Artikel 1 des Grundgesetzes. Die Würde des Notdürftigen ist unantastbar. Denn ich fühle mich in meiner Gurte verletzt und angetanzt. Wir gehen bis zum Europäischen Gerichtshof. Und wenn wir scheitern, dann scheißegal. Hauptsache, man tut irgendwas. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Mein Ehrenwort. Vielen Dank. Eine Rede. Ich hätte lieber was zu trinken. Psst. Herr von Wagner, wir blicken zurück auf ein Jahr Anstalt.

Ein Jahr der leidenschaftlichen Auseinandersetzungen und des albernen Aktionismus ihrerseits. Entschuldigung, ich war der Einzige, der ein bisschen ... Aber die Anstrengungen haben sich auch gelohnt. Weil ich ein bisschen Pfeffer ... Deswegen habe ich mir erlaubt, unsere größten politischen Erfolge als Geschenke zu verpacken. Dann können wir doch einen drauf trinken. Beginnen wir mit dem ersten Geschenk. Es ist aus Brüssel. Für Sie. Von Jean-Claude Juncker. Nein, sagen Sie nichts. Bestimmt werden jetzt die Steuertricks abgeschafft, weil wir so einen Druck gemacht haben. Was ist das denn? Das ist eine Patentbox. Das ist Steuerschlupfloch Next Generation.

Da stellen Firmen ihre Gewinne rein und die Box stellen sie in Länder, in denen Gewinne mit Patenten nicht besteuert werden. Moment, ist das nicht so ähnlich wie das, was Amazon, Starbucks und Apple die ganze Zeit schon gemacht haben? Nein, das ist nicht so ähnlich. Es ist genau dasselbe. Und Schäuble will die Patentbox auch in Deutschland einführen. Was? Dann hat sich überhaupt nichts geändert. Oh doch, es hat sich was geändert. Früher war Steuerbetrug ein Privileg für wenige reiche Länder. Bald ist es ein Recht für alle. Aber das heißt ja, dass man von der ganzen Scheiße wieder der kleine Mann bezahlen muss, oder? Ja. Ich wollte es ja bloß wissen.

Wenn einem so viel Gutes widerfährt, dann wäre das doch mal ein Asbach-Uhr. Kommen wir zum nächsten Geschenk. Eins von der Bundesregierung. Ich gebe Ihnen einen ganz kleinen Tipp. Es hat was mit Überwachung zu tun. Merkels altes Handy? Nein, nein, lassen Sie mich raten. In meinem Solo vorletzter Sendung habe ich so einen Druck gemacht, dass die Bundesregierung sich bereit erklärt hat, gegen die Grundrechtsbrüche von NSA und BND vorzugehen. Ja, die Bundesregierung hat Strafanzeige gestellt. Wunderbar, gegen den BND? Nein, gegen den Whistleblower, der die Grundrechtsverstöße veröffentlicht hat. Moment. Vorhin ging das noch raus. Ja.

Das heißt ja, das Schlimme an der ganzen Geschichte ist, dass es überhaupt rausgekommen ist, oder? Ja. Ich wollte es bloß wissen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie solche Nachrichten hören, aber ich denke manchmal, da würde ich mir gern einen zwitschern. Herr Utthoff, jetzt habe ich auch mal ein Geschenk für Sie. Oh nein, was von der Zeit, ich ahne Feuchtbares. Oh, was ist denn da drin? Oh, was ist das denn? Eine Siegerurkunde. Ja, weil wir doch gewonnen haben vor dem Hamburger Landgericht gegen Josef Jung. Danke. Herr von Wagner. Herr von Wagner, davon weiß ich gar nichts. Naja, das haben ja auch nicht viele berichtet, vor allem nicht die überregionale Qualitätspresse.

Das stimmt nicht ganz ein. Ein internationales Medium hat durchaus darüber berichtet. Russia Today. Russia Today, ja. Aber das heißt ja dann, dass Russia Today sowas wie Journalismus macht. Ich wollte es gar nicht wissen. Aber haben Sie mal diesen Vodka Gorbatov probiert? Ein edles Sock, ein edles Sock. Ein Geschenk habe ich noch für Sie. Hier, vom Entwicklungsminister Gerd Müller. Das ist bestimmt das Textilbündnis, was ich mir so gewünscht habe. Von Adidas. Weißt du, die Politik. Adidas, Kik, Aldi, Puma und Co. Alle gegen die Ausbeutung der Näheren. Und, was ist drin? Ein Brief von Aldi, Kik, Puma, Adidas und Co. Was schreiben Sie denn? Dass Sie nicht mitmachen.

Wirtschaft ohne Ausbeutung ist leider nicht realistisch. Mit freundlichen Grüßen. Aber das heißt ja dann in Klartix, dass an unseren Klamotten immer noch das Blut von Frauen dran klebt. Ja. Ich wollte es bloß wissen. Sehr heiß hier, sehr heiß, oder? Finden Sie es auch so heiß? Man hat ein ganz trockenes Mund gefüllt. Wenn man sich die Bilanz unserer Sendung so anschaut, dann muss ich sagen, nichts anderes als schöne Verpackungen. Sie haben es erfasst. Wir sind nur der humoristische Gruß aus der Küche auf der Betriebsweihnachtsfeier des Kapitals. Herr Ehring, wie macht ihr das bei Extra 3 eigentlich mit eurer Nutzlosigkeit? Na ja, wir trinken sehr viel.

Brauchen Sie doch gar nicht so blöd klatschen und lachen, Mensch. Sie sind doch auch nicht besser, Arschlöcher. Und Grewe, hör endlich mal auf mit dem Geblümpere. Es geht mir echt auf den Sack, der Scheißdreckerl. Blöd ist es da. Geh hockey und geh lach. Hören Sie sich an, den Krampf. Und morgen früh geht die ganze Scheiße wieder von vorn los. Machen Sie mir doch nichts weiß. Dann möchte ich die Kasper da hinten auch nicht ausnehmen. Die ganze Scheiße geht weiter halt. Und morgen, wenn Sie 7, 8 Stunden geschlafen haben, dann wird wieder das Schiff von Captain Ahab bestiegen. Das wissen Sie vielleicht gar nicht. Wir alle haben unsere Seele dem kranken Captain Ahab verkauft.

Wissen Sie wahrscheinlich gar nicht. Den Captain Ahab hat Mobby-Dick, es brennt, es brennt, den Captain Ahab hat Mobby-Dick das Bein vom Rumpf runtergerissen. Er hat bloß noch einen Holzstumpf, da wackelt er drauf rum. Und den Mobby-Dick hat er rachig geschworen. Und hat zu seiner Mannschaft gesagt, passt auf, der erste von euch, den Mobby-Dick Sie, der kriegt eine Goldduplone. Und ich lach da nicht, du Deppduplone. Das begreift überhaupt nichts. Und der Gregory Beck im Film, hat als ein Schiffsmast hingengagelt die Goldduplone.

Aber diese Goldduplone, die klebt auch hinten am Kopierer, hinten dran in ihrem Büro, in die Anwaltskanzleien, in die Künstlerateliers, in die Behörden, im Schlachthof, an die weißen Fliesen, wo das Blut hinspritzt. Überall Goldduplone. Auch im Kindergarten, wo die kleinen Mädchen und Bübler ihre Jacken aufhängen. Überall Goldduplone. Die möchte man alle haben. Schon von klein an sind wir scharf auf die Goldduplone. Und es ist scheißegal, wie es da zugeht auf die Weltmeere. Es wird in den See gestochen. Und wenn ein paar von uns in den hohen Wellen des Stellenabbaus von Bord fallen und verrecken, es ist scheißegal. Im Captain Ahab ist es scheißegal.

Und das ist nicht eine Nummer, die einfach mit einem Applaus endet. Und dann war's das. Das ist unser gemeinsames brutales Schicksal im 21. Jahrhundert. Und wie diese Scheiße ausgeht, als wärst du der größte Depp. Im Untergang. Aber ich sag Ihnen ganz ehrlich, ich bin ein Happy Ender. Ich möcht, dass es gut ausgeht. Und mein Vorschlag wär wirklich heute Abend, dass wir sagen, hör mal auf mit dem Krampf, hör mal auf mit den blöden Witzen, tun wir uns zusammen, hauen wir das Klavier vom Grebe, hauen wir auseinander. Dann machen wir uns Betten draus und alles, was wir brauchen. Und dann unterrichten wir uns gegenseitig. Und auf der Bühne lassen wir Schafe und Rinder und Schweine rumlaufen.

Ich lach mir, wenn's sein muss. Und dann beenden wir gemeinsam, heute Abend, die Jagd auf Moby Dick. Hä? Und Grebe, was meinst? Ich fand's richtig gut. Super Nummer, oder? Für Mundartkabarett sehr gut. Du blöde Sau, du blöde. Du bist wirklich noch blöder, als ich immer gedacht hab. Nein, du bist echt ein Depp. Ich mein, dass die Haumtaucher, die da hocken, dass die nicht schnallen, das war eh klar. Aber du Idiot, das war überhaupt nichts. Jetzt hör auf. Das war überhaupt nichts. Das war feuchter Hundeschiss. Das ist ja eine Kapitalismus-Kritik. Das ist ja ein Sodawasser, der seine Eier reinhängt. Du bist ein bisschen ... Das ist überhaupt nichts.

Das ist eine Art Kapitalismus-Kritik, die sich jetzt die Christsozialen schon draufgeschafft haben. Was dieser hundsgeile Papst immer raushaut, wo er geht und steht. Revolution, leck mich doch am Arsch. Das kann ich mir super anhören. Und dann bestellen wir am nächsten Tag beim Manufaktum einen Briefbeschwerer. Der ist erstellt aus schwäbischen Mäusezähnchen, zusammengeklebt mit Sperma von Kartoffelbauern aus der Ucke, Marco. Und dann höre ich mir systemkritische Punk-Bands aus Südkalifornien an. Super geil. Und dann tu ich in meinem Mietshaus die Mieten sauber aufsetzen. Und im zweiten Stock melde ich Eigenbedarf an. Und im zweiten Stock melde ich Eigenbedarf an. Dann kommt der Jacuzzi rein.

Und so eine Rudermaschine wie der Kevin Spacey in House of Cards unten im Keller, das baue ich rein. Und dann lache ich mir auf die Demo, gegen das transatlantische Bündnis, lache ich mir so eine Attac-Tussi an. So eine ganz geile, hennafarbene Trädloks und schöne Apfelbrüste. Die mache ich an. Ich logge in meinen Jacuzzi rein. Und dann saufen wir gemeinsam französischen Champagner. Das ist Doggy-Style! Herr Ehring, wir haben aber auch was erreicht. Das kann man schon sagen. Schauen Sie, wir mit Herrn Anstalt zum Beispiel. Schauen Sie mal dahin, was wir... Wir haben es geschafft, dass sich überall Menschen in Coffee-Shops mit kaltem Kaffee über den Kopf geschildert...

Also so formuliert, klingt es jetzt natürlich komisch. Aber es war eine Form des zivilen Ungehorsams. Das ist es auch gegen die Steuerpraxis von Firmen wie Starbucks. Die Starbucket-Challenge. Die Starbucket-Challenge. Guten Morgen! Sehr gut. Meine Hochachtung, wer hat da so alles mitgemacht? Auch nur die edelsten Menschen aus dem Volk. Und vor kurzem hat auch die EU-Vizepräsidentin des EU-Parlaments folgendes veröffentlicht. Schauen Sie mal dahin. Ich glaube, das Ziel der Anstaltung ist die folgende. Gut. Sie haben es ein bisschen frei interpretiert, muss ich sagen. Aber doch. Hingebungsvoll. Toll, Herr Uthoff. Toll.

Ist es denn nicht so, dass EU-Politiker eigentlich weniger bei so etwas mitmachen sollten, sondern vielmehr dafür sorgen, wie heißt das nochmal? Politik? Ja, aber vielleicht ist die Politik zu schwach. Vielleicht haben wir die Politiker zu lange allein gelassen. Mit ihren Lobbyisten. Wir alle wählen Politiker alle vier Jahre. Dann lassen wir sie vier Jahre allein. Kein Wunder, dass die Demokratie so kümmert. Schauen Sie sich diesen dicken Jungen an. Der ist Politiker. Und wenn wir nicht aufpassen, dann wird er jedem Bombe greifen, dem die Industrie hinlegt. Wussten Sie, dass alle zehn Minuten stirbt in Deutschland ein politisches Ideal? Beim Sigma alle fünf.

Sehen Sie, er schafft das nicht allein heraus. Er braucht Ihre Hilfe. Spenden Sie. Spenden Sie Aufmerksamkeit. Spenden Sie Druck. Lassen Sie Ihre Politiker nicht alleine. Rufen Sie mal an. So etwas wie Dirk Nibel darf sich niemals wiederholen. Alleine haben wir keine Chance. Aber gemeinsam sind wir eine Macht. Wir sind das Volk. Du nur Gewälter. Mach was wir wollen. Sonst war's das jetzt mit den Gehältern. Schau ins Grundgesetz. Wir treffen hier die Wahl. Ruf deinem Lobbyisten zu. Du kannst mich mal. Wir sind das Volk. Du nur Gewälter. Mach was wir wollen. Sonst war's das jetzt mit den Gehältern. Ganz ehrlich, bei diesem Lied kommen selbst ich nicht in Proteststimmung.

Das Lied, das kaufst du doch keiner ab. Natürlich, das kaufen alle. Bei Band Aid ist völlig egal wie das klingt. Das kaufen alle. Was machen wir mit dem Geld? Spenden. An Politiker. Das ist Korruption. Entschuldigung. Wir hängen hier die ganze Zeit so rum. Wenn ihr wollt, wir können auch einspringen. Wenn ihr nicht weiterkommt. Wir hätten auch eine pfiffige Nummer am Start. Und wie heißt die? Schüsse in die Luft. Das klingt nach Kabarett. Gefährlich und trotzdem gewaltfrei. Das ist großartig. Schüsse in die Luft. Schüsse in die Luft, meine Herren. Meine Mutter sagt, Junge, geh mal schlafen. Formalen Urlaub. Ja, ich soll auf die Straße. Sag, fahr in Urlaub. Ja, okay, jetzt steh ich hier doch.

Bin allein vor einer Wand. Da bin nur ich und sonst nichts. Nur dieser Stein in meiner Hand ist es ein einsamer Krieg gegen den Dreck, den mich umgibt. Den verfickten Dreck, den scheinbar keiner außer mir sieht. Aber wie auch, wenn niemand rausschaut, lieber auf der Couch mit Frau und Tausch oder Bauer sucht Frau. Und ja, natürlich nur ironisch und nur so nebenbei. Auf Wand das, das eigene Leben ist schon geil. Einung weiß nicht wie der Welt. Und alles ist gut. Solange wir auf RTL noch bisschen dümmer sind als du. Und ich schieße in die Luft. Ich ziehe in den Krieg, aber keiner zieht mit drei Schüsse in die Luft. Der Einzige hier draußen bin leider lieber ich und ich schieße in die Luft.

Doch keine Reaktionen, sondern lieber gerade mit drei Schüsse in die Luft. Die Revolution oder Berlin Tag und Nacht. Du wirst dich enttäuscht, wenn du nie etwas erwartest. Und bevor du etwas falsch machst, mach mal lieber gar nichts. Irgendjemand sagt schon irgendwann, mach irgendwas. Ansonsten musst du halt zufrieden sein mit dem was du hast. Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst, dann sei doch einfach stolz auf dein Land. Oder gib die Schuld ein paar anderen abenschweigen. Hey, wie wärst du mit den Leuten im Asylbewerberheim? Und nein, ich war nie anti alles. Ich war immer anti ihr. Doch hab schon lange angefangen, mich mit dem zu arrangieren.

Und genau das wollt ich nicht. Ich bin schon viel zu lange hier. Ich muss hier weg, denn ansonsten werde ich irgendwann hier. Ich schieße in die Luft. Ich ziehe in den Krieg, aber keiner zieht mit zwei Schüsse in die Luft. Der Eis geht hier draußen, denn leider wieder ist. Und ich schieße in die Luft. Doch keine Reaktion, auch ich wär nicht überdacht. Drei Schüsse in die Luft. Die Revolution oder Verliesagonat. Allen ist alles egal, außer der Handy-Vertrag. Und ich mahle alles schwarz. Wenn du 290 Euro hast, kommt man nicht weit in den Biomarkt. Und ich mahle alles schwarz. Und ein verkackter Kommentar war natürlich nur ein Spaß, alles klar. Und ich mahle alles schwarz.

Ich mahle alles schwarz, nur wie in einem Pfad, aber wenigstens schwarz. Abstand! Ich schieße in die Luft. Ich ziehe in den Krieg, aber keiner zieht mit zwei Schüsse in die Luft. Der einzige hier draußen, denn leider wieder ist. Und ich schieße in die Luft. Doch keine Reaktion, auch ich wär nicht überdacht. Drei Schüsse in die Luft. Die Revolution oder Verliesagonat. Ich schieße in die Luft. Vielen Dank! Drei Schüsse in die Luft. Drei Schüsse in die Luft. Und ich schieße in die Luft. Drei Schüsse in die Luft. Drei Schüsse in die Luft. Das war die Anzahl! Die Anzahl bleibt auf 2015! CSF!

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