Die Energieanstalt
Damit greift Die Anstalt eine Debatte auf, die seit Monaten die Bundespolitik beschäftigt. Reiche steht als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie für einen stärker wirtschaftsorientierten Blick auf die Energiewende. Die Energiepolitik ist eines der dauerhaft konfliktträchtigsten Themen der deutschen Innenpolitik. Es geht um Strompreise, Netzausbau, Windkraft, Solarenergie, Gaskraftwerke, Klimaschutz und Industriepolitik. Katherina Reiche hat mehrfach einen Kurs betont, der stärker auf Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Systemkosten blickt.
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Anstalt analysiert die komplexen und oft widersprüchlichen Herausforderungen der deutschen Energiewende. Die Satire kritisiert die Umsetzung von politischen Zielen, insbesondere die Einführung von Grüngas und der Bio-Treppe, sowie die damit verbundenen Vorschriften und die daraus resultierenden Probleme. Ein zentrales Thema ist der Einfluss von Lobbygruppen und die Frage nach der Realisierbarkeit von erneuerbaren Energien in der aktuellen politischen Landschaft. Die Episode zeigt die Schwierigkeit, eine kohärente und praktikable Energiepolitik zu gestalten, und die Gefahr von ideologischen Fehlentscheidungen.
Beschreibung ZDF
Zeitenwende oder Rolle rückwärts? Maike Kühl, Claus von Wagner, Katie Freudenschuss, Berni Wagner und Matthias Egersdörfer schauen sich Katherina Reiches Pläne zur Energiepolitik genauer an.
Transkript 6.018 Wörter
Die Anstalt, ZDF, Max Uthoff, Claus von Wagner. Applaus Gut, dann kann ich sagen ... Habt ihr noch was? Ansonsten ... Jetzt von Herrn Büchang Herzlich willkommen, Herr ... Wagner, Janik Wagner. Wagner, wunderschöner Name. Schön, dass Sie sich für die Stelle von Bundeswirtschaftsministerium entschieden haben ... Ich freue mich auch, Herr ... Von Wagner. Sehen Sie, seitdem die Ministerin Reiche hier einen Amtsantritt gefeuert hat, da ist das Personalkarussell, das dreht sich so schnell, es hat schon die halbe Leitungsebene aus der Kurve getragen. Warum haben Sie eigentlich mich geholt? Bei mir dreht sich alles um nachhaltige Energieformen und Frau Reiche ist ja doch eher ein Foschil.
Sehen Sie, die Ministerin möchte ein bisschen Abwechslung reinbringen in die Art der Leute, die sie feuert. Darf ich Ihnen sonst noch Fragen beantworten? Ja, äh, wer sind die da? Das sind Ihre Nachfolger. Sehen Sie, die Ministerin hat jetzt für 12 Millionen Euro bereits externe Berater engagiert. So teuer sehen die gar nicht aus. Wofür sind die gut? Wir sollen das Bild der Ministerin in der Öffentlichkeit verbessern. Die haben wir noch nicht angefangen, oder? Nein, aber sagen Sie, hier arbeiten noch schon 2500 Top-Leute. Oh ja, sagen Sie das mal der Frau Ministerin. Die hat jetzt 9000 zusätzliche Personalstunden ausgeschrieben, für die strategische Beratung der Hausleitung.
Aber steht nicht im Koalitionsvertrag, dass die Kosten für externe Berater reduziert werden sollen? Ja, aber da steht ja auch drin, dass wir bis 2045 klimaneutral werden wollen. Bruns, verreck, so ein Scheißdreck! Apropos Klima, ist es möglich, dass das Betriebsklima hier so ein bisschen angespannt ist? Ach, Ivo! Ey, Wagner! Ach, das ist unsere Stimmungskanone im Beraterstab. Frau Freudenschuss, Frau Freudenschuss, Herr Wagner. Komm, Junge, trink erst mal ein. Haben wir nicht gleich eine Besprechung mit der Ministerin? Ja. Oh Gott, das hab ich völlig vergessen. Ich bin noch gar nicht betrunken genug. Das darf ja wohl nicht wahr sein.
Habt ihr das mitgekriegt, was die Tollnwütter im letzten Interview verzapft hat? Der Herr Eggersdorfer. Spreche ich fränkische Mundart oder was? Das darf doch wirklich nicht wahr sein. Der Frau brauch ich doch überhaupt nix mehr sagen. Das ist doch gescheiter, wenn ich meiner Mikrowellen die Netzstabilität erklär. Die macht wenigstens blinken, wenn's mich verstanden hat. Ihnen auch einen guten Morgen. Gut ist hier schon lang nix mehr. Und du bist der Neue, oder? Möchte ich dir einen Hinweis geben aus reiner Freundlichkeit. Lauf so schnell du kannst und kehre nie wieder zurück. Das ist jetzt genau das, was ich machen werde. Hab ich die Erde, die Herrschaften?
Gibt's irgendwas, das ich wissen sollte? Nein! Nur, dass wir bei dem Treffen mit der Ministerin offensichtlich nur zu dritt sind. Und ich wünsche uns allen, dass wir es danach auch noch sind. Nur ein Tipp. Versuchen Sie, bei einer Ministerin nicht am Finger zu ziehen. Was? Guten Morgen, Frau Ministerin. Haben Sie gut geschlafen? Sie wissen doch, ich schlafe nicht. Wenn ich müde werde, schließe ich mich einfach kurz an eine Gas-Turbine an und schon bin ich wieder topfit. Sehr gut. Sehr wohl, Frau Ministerin. Sehr gut. Frau Ministerin, an Ihren Blinzeln kennen Sie übrigens Ihren Ladestand. So, dann würde ich sagen, sind wir alle vollzählig. Wir beginnen mit der Sitzung der Gast-Task-Force.
Herzlich willkommen, Frau Ministerin. Wir brauchen natürlich als allererstes mal ein Statement von Ihnen zur Aussage von Fattig Birol. Der hat nämlich gesagt, wir müssten unbedingt elektrifizieren. Die Welt stünde nämlich vor der größten Energiekrise der Geschichte. Woher will er das wissen? Nun, er ist Chef der Internationalen Energiebehörde. Ja gut, aber vielleicht haben wir schon morgen eine noch viel größere Krise. Er spricht von der größten Energiekrise der Geschichte. Ich nicht. Vielleicht könnten wir es einfach die größte Krise des Jahres nennen. Ja. Ich bitte Sie, wir haben erst Juni. Also gut, dann vermelden wir, die Ministerin sieht derzeit keinen Grund zur Sorge.
Auch nicht beim Kerosin? Nein. Mutig, mutig, und das obwohl die Ministerin weiß, dass ein Großteil der Kerosin importe in Europa. Also 30 Prozent etwa durch die Straße von Hormus. Muss. Ich sehe aktuell keinen Kerosinmangel. Okay, also dann vermelden wir, aktuell ist der Urlaub gesichert. Also zumindest der Hinflug. Wie mein? Na ja, wenn Sie zum Beispiel nach Asien fliegen, da ist der Kerosinmangel ja schon deutlich größer. Es kann sein, dass die Lufthansa da gar nicht tanken kann. Alarmismus hilft nicht bei Kerosin. Aber Kerosin hilft beim Heimflug.
Vielleicht ein kleiner Fun-Fact, Frau Ministerin, zum Thema Knappheit, da gab es nach der großen Ölkrise 1973, na ja, ich sag mal, ein Hausmittel, also wenn Stoffe drohten, knapp zu werden, dann hat man einfach davon weniger verbraucht. Also so ein autofreier Sonntag, aber es waren auch die verrückten 70er, ne? Halt, stopp, also das war doch, wie soll ich sagen, schlau, wollen Sie nicht auch was in der Richtung machen? Ja, wir machen fliegen und tanken billiger. Das wäre jetzt aber die andere Richtung. Aber sie wurde ja auch für einen Richtungswechsel gewählt. Gut, dann sagen wir, die Ministerin sieht keinen Grund zur Sorge, dann kommen Sie.
So, und ich frage da, Frau Ministerin, Sie machen sich auch keine Sorge beim Gas? Herr von Wagner, ziehen Sie an meinem Finger. Was die Ministerin sagen will, Ihre Gasspeicher sind voll. Ganz im Gegensatz zu denen des Landes, die so leer sind wie noch nie zu dieser Jahreszeit und das kann ja durchaus dazu führen, nicht Frau Ministerin, das wissen wir alle, dass das Gas sehr sehr sehr teuer wird und wir am Ende dann vielleicht sogar in einen Versorgungsengpass hineinlaufen würden. Hm, sowas sagen nur Menschen, die von der Materie keine Ahnung haben. Ja, ja, oder die Betreiber der Gasspeicher selbst.
Oder diese Grafik hier, also die graue Linie wäre der bisherige Durchschnitt und der aktuelle Füllstand ist bei der orangenen Linie. Sehen Sie die? Nein. Also ich sehe die sogar doppelt. Also die Gasspeicher haben seit dem russischen Lieferstopp an Bedeutung eingebüßt. Wir haben ja LNG Terminals, die uns sicher mit Gas versorgen. Aber was ist ein Flüssiggas aus Übersee sicher? Dass es nicht aus Russland kommt. Also was die Ministerin in der Öffentlichkeit gerne sagt, ist wir beziehen Gas aus Norwegen, den Dienerlanden und Belgien. Belgien hat Gas vorkommen. Natürlich nicht. Deswegen bezieht Belgien ja Gas aus Russland. Wir kaufen doch russisches Gas. Nein, wir kaufen belgisches Gas.
Guck mal, es ist wie bei meiner Flasche hier. Die habe ich in Brüssel gekauft. Das ist also ein lupenreiner belgischer Wodka Gorbatschow. Aha. Und die Abhängigkeit von fossilen Autokraten ist auch in Zukunft gesichert? Ja, dank unserer Ministerin und ihrer Standhaftigkeit. Andere Länder um Deutschland herum. Wir sind ja umgeben von Ländern, die ganz, ganz schnell unabhängig werden wollen von der fossilen Energie. Ich meine, Spanien hat es geschafft in den letzten fünf Jahren fast falsch aus ihrer Stromerzeugung die Gaskraft hinauszudrängen. Aber sie müssen natürlich mit den politischen Folgen leben, Frau Ministerin. Nirgendwo in Europa ist der Strom billiger als in Spanien.
Erneuerbare Energien allein werden eine Industrienation wie Deutschland nicht zuverlässig und zu bezahlbaren Preisen mit Strom versorgen können. Was die Ministerin sagen will, ist genau das. Ja, aber es stimmt nichts. Aber sie möchte es doch trotzdem gerne sagen. Und das, obwohl sie weiß, dass wir jährlich für fossile Energieimport 80 Milliarden Euro ausgeben, 80 Milliarden, die einfach weg sind. Die können nicht investiert werden, sie sind einfach weg. Zusammen mit den 150 Milliarden Euro, die wir ausgeben mussten für die letzte Gaskrise, um eine Gaskrise abzufedern, die wir nur hatten, weil wir unbedingt abhängig sein wollen von Gas. Gas, Gas, Task Force, Forever! Für, ähm...
Für, für Gas, für das, was ich gerade gesagt habe. Möchte mich fristlos kündigen. Das möchte ich auch. Machen Sie es gut, Wagner. Warum mich jetzt? Nein, nein, ich wollte Ihnen noch sagen, dass ich das falsch finde, dass Sie in der Zeit der größten Energiekrise aller Zeiten die Erneuerbaren ausbremsen, statt zu beschleunigen und... Die Ministerin würde Ihnen an dieser Stelle sagen, sie will das gar nicht ausbremsen, sondern nur an die Netzkapazität anpassen. Sie haben doch gerade gekündigt. Ach so, stimmt. Was die durchgeknallte Trulla nicht sagt.
Ihr Netzpaket sorgt dafür, dass in der Hälfte des Landes keine Solar- und Windanlagen mehr gebaut werden, weil aus Angst vor teuren Abschaltungen keiner mehr investiert. Deswegen gerade die 16 Energieminister aus 16 Bundesländern mit 16 zu 0 Stimmen ihre scheiß Politik abgelehnt haben. Ich finde selber raus. Was der ehemalige Berater der Ministerin sagen will, ist alle. Alle haben dagegen gestimmt. Apropos alle. Ich kündige. Gorbatschowski. Endlich, endlich, endlich. Meine Güte, ich dachte schon, die gehen nie. Was machen Sie eigentlich noch hier? Mein Solo. Wusste gar nicht, dass Rudi Völler auch Kabarett macht.
Ich fand immer, fossile Energieträger weiter zu fördern, obwohl die erneuerbaren längst erfunden sind, ist wie darauf zu bestehen, Suppe mit der Gabel zu essen, obwohl der Löffel schon erfunden wurde. Aber das, was Katharina Reiche da macht, könnte ich nur beschreiben als Löffel und Gabel aus dem Fenster schmeißen, um zu testen, ob man die Suppe vielleicht auch mit dem Messer schneiden könnte. Hassen wir uns selbst eigentlich wirklich so sehr? Ich meine, es wäre ja lustig, wenn es um nichts gehen würde. Aber während wir diskutieren über Windräder und Wärmepumpen prognostiziert die Wissenschaft inzwischen plus 3 Grad bis 2050. Weltweit in Deutschland könnten es bis zu 9 Grad sein.
Und wir gießen weiter Öl ins Feuer. Was soll das sein außer Selbsthass? Die Folgen sind ja unübersehbar inzwischen. Also Korallen sterben, Wald sterben, Vogel sterben, Insekten sterben, das sieht man mit bloßem Auge. Wenn du denkst, wie wir als Kinder früher im Sommer im Abendrot mit dem Fahrrad noch eine Runde um den Block gedreht haben, dann musstest du nur den Mund öffnen. Und du hattest zu Abend gegessen gehabt. Heute kannst du doch den Donau-Radweg fahren, rauf und runter mit Kiefersperre, und du hast nicht mal gesnackt. Aber das löst keine Emotionen aus bei den Leuten. Die Leute schauen dir tief in die Augen und sagen, Berni, gestorben wurde immer schon.
Das ist auch faktisch nicht inkorrekt. Das ist nicht das erste große Massensterben, das da gerade in der Natur passiert. Es ist nur das erste, das ausgelöst wird von einer Spezies, die sich selbst als intelligent bezeichnet. Wir sind ja nicht die Dinosaurier, wir sind der Komet. Wenn dieser Komet sich selbst beim Einschlagen versichert hätte, dass ihm das jetzt aber wirklich sehr, sehr leid tut. Aber so ein Kurswechsel bei dieser Trägheit der Masse, das wäre einfach zu unbequem. Und wir sind zu bequem, als dass wir es kurz ein bisschen weniger bequem aushalten können, damit wir es dann langfristig wieder sehr bequem haben können.
Aber so ein Einschlag, der ist auch für den Komet nicht angenehm. Aber bei uns demonstrieren die Kinder gegen das Ende der Menschheit und insgeheim denkt man sich, na ja, was wäre so schlimm dran? Was ist das, Selbsthass oder Bequemlichkeit? Aber so ein Weltuntergang, so richtig wie im Kino, zack und alle hin, das wäre schon auch bequem. Machen wir uns nichts vor, Weltuntergang wäre super bequem. Weltuntergang ist wie die Party ist gerade am geilsten und du gehst heim und musst nicht mehr helfen, aufräumen. Aber so ein rettender Weltuntergang, der ist uns nicht vergönnt. Nicht wie im Kino, kein Komet, zack und alle hin. Wir müssen auch auslöffeln, was wir uns da gerade einbrocken.
Gerade hier im Mitteleuropa, wo wir uns noch aushalten können, wird aber schlecht. Da wird es heiß, da wird es kalt, egal was dein Lieblingsessen ist, es wird teurer. Das löst vielleicht noch Emotionen aus. Die Milch wird teurer, die Butter wird teurer. Und Moskitos. Nicht nur im Sommer, das ganze Jahr über, für den Rest deines Lebens. Warum tun wir uns das an? Hassen wir uns selbst wirklich so sehr. Und wenn es so wäre, was würde dann helfen? Was müsste man einem guten Freund sagen, der mit sich selbst so umgeht, wie es die Menschheit gerade macht? Vielleicht gar nicht alles eine Fehler aufzählen, sondern ihm tief und liebevoll in die Augen schauen und sagen, hey, du verdienst das nicht.
Wenn sonst niemand sagt, dann sag ich das. Wir verdienen das nicht. Lernen wir, uns diese Zerstörung selbst nicht mehr antun zu wollen. Es wird nur immer unbequemer. Ach, Petalle. Sag mal, wolltest du mir da gerade Hitler beherzigen? Das ist falsch auf so vielen Ebenen. Es spricht. Kann mich mal jemand zwicken? Fürs Protokoll, du hast mich wirklich ausdrücklich drum gebeten. Aua, es zwickt. Das gibt es doch nicht. Das ist doch schon seit einem Jahr aus dem Ministerium raus. Das Bild, das muss weg. Den Maler verklag ich. Katharina, so schnell wirst du nämlich nicht los. Weil ich bin bei aller Bescheidenheit der Geist der Vernunft in diesem Haus. Und ob ich dich loswerde?
Und zwar Stück für Stück dein Bild, dein Gesetz, deine dusseligen Metaphern auf den Müllhaufen der Geschichte, bis keiner mehr weiß, wer Robert Habeck eigentlich war. Ich würde sagen, Robert Habeck war eines der begabtesten Kommunikationstalente, die dieses Land jemals hervorgebracht hat. Er war vor allem auch ein ziemlich knuffiger Typ. Ach, bitte, nein. Von wegen. Von wegen. Was? Dass ich mich lache. Also bitte. Von wegen knuffig. Sie gehen als Heizdiktator in die Geschichte ein. Ich aber werde die Menschen von diesem Diktat befreien. Ich bringe wieder Freiheit in die deutschen Heizungskeller.
Ein Fensterloser, weiss ich, feuchter Raum unter der Erde, ohne Tageslicht mit so einem muffigen Geruch zwischen Mäusekot und Tankstelle. Wer das für Freiheit hält, hält auch Wolfgang Kubicki für einen Feministen. Also Ihr Gebäude, nein, nein, nein. Habe ich. Ihr Gebäudeenergiegesetz, das unterjocht ehrlichheizende Menschen. Ich kann Sie mit meinem Gebäudemodernisierungsgesetz davon befreien. Ihre starre 65%-Quote bei Erneuerbaren entfällt. Die Zwangsberatung entfällt. Der erzwungene Heizungsaustausch, der entfällt. Cool, und das starre Klimaziel entfällt auch. Wieso, ich mache doch auch Klimaschutz. Er fällt nur nicht so auf. Ja, das stimmt. Man merkt noch gar nichts. Schau ich mal an.
Gerade mal 20% der Wärme kommen aus erneuerbaren Energien. Da brauchen wir erst mal einen klaren Zwischenschritt. Deswegen habe ich ja auch quasi in meinem Gesetz steht da drin, dass beim Heizungsversen künftig 65% erneuerbare Energie drin sein muss. Wir wollen aber nicht mehr müssen. In Zukunft soll wieder jeder selbst entscheiden können, welche Heizung er einbauen mag. Das kannst du doch unter meinem Gesetz längst machen. Da kannst du machen, was du willst. Biomasse, Wärmepumpe, Solar. Aber Ihr Gesetz, das diskriminiert doch Öl und Gas. Rassistisch. Wir wollen doch auch nicht erneuerbaren Energien beim Klimaschutz eine Chance geben. Also weg von den Fossilen mit Hilfe von fossiler Energie.
Toi, toi, toi. Wie willst du das machen? Spätestens 2045 dürfen wir überhaupt kein Öl und Gas mehr verfeuern. Wie willst du das denn bekommen? Ganz einfach, indem ich das Betriebsverbot für Öl- und Gasheizungen ab 2045 streiche. Cool, also zum Fernsehverbot kriegen die Kinder da noch ein Netflix-Abo. Ach, das kann ich nicht machen? Dann ziehen Sie doch mal an meinem Finger. Oh Gott. Wissen Sie, außerdem müssen ja ohnehin alle Menschen, die ab 2029 eine neue Ölheizung kaufen, mit Grünöl heizen. Grünes Öl? Ja. Das klingt mir wie ein Oxymoron. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Oxymoron ist so ein Gegensatzding wie schwarzer Schimmel.
Nehmen wir mal vielleicht so arme Reiche oder so ein sensibler Merz oder so ein unattraktiver Robert. Wir haben es jetzt alle verstanden. Wir haben es verstanden. Grünöl wird aus Raps und Soja gewonnen, aus deutschen Landen frisch in den Heizungskeller. Es ist deswegen klimaneutral, weil bei der Verbrennung nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie vorher bei der Pflanze gespeichert war. Deine Mutter ist klimaneutral. Ja. Bei der Herstellung von einem Grünöl, da hast du ja Dünger, das ist der Transportanbau, da wird ganz viel CO2 frei. Nicht gesprochen von dem ganzen Methan, dass da frei wird, dass ein 30-mal klimaschädlicheres Gas als CO2 ist.
Aber Grünöl ist doch auch deswegen nachhaltig, weil sie ihre alte Ölheizung behalten dürfen. Sie müssen sich vor allem keine neue, teure Wärmepumpe ... Danke. Ich gebe zu, Wärmepumpe ist teuer. Die schafft ja aus dem Stand bis zu 80 % Wärme aus erneuerbarer Energie. Was hat denn da ein komisches Olivenöl drauf? In der ersten Stufe müssen dem Heizöl 10 % Grünöl beigemischt werden. Diese Quote wird dann Stufe für Stufe erhöht, bis wir 2040 bei 60 % landen. Das ist meine innovative Biotreppe zu Klimaneutralität. Ich habe hier einmal ein Modell nachbauen lassen im Maßstab 0 zu 0. Karina, was soll das sein? Eine Treppe ins Nichts. Schau dich mal an, 2040, da seid ihr bei 60 % erneuerbarer Energie.
Wärmepumpe, jetzt schon besser. Dann wirst du in 5 Jahren auf 100 % erneuerbare Energien kommen. Da ist ganz viel Luft nach unten. Karina, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. So, ich backe sie jetzt einmal, Frau Ministerin. Ja, und Tschüss. Wollen Sie vielleicht die Abkürzung über die Biotreppe nehmen? Du bist ganz verreckt. Na ja, jetzt ist eh schon wurscht. Das geht doch nicht. Ja, doch, doch. Ich glaube, er ist gut angekommen. Ihre Sachen. Karina ist auch keine Treppe. Das ist für die Energiewende höchstens eine Freefall-Tower. Nein, nein, das ist eine ganz flache Treppe. Das ist ein niedrigschwelliges Angebot für Energiewendemuffel.
Aber diese erste Treppenstufe ist so niedrig, da kommst du in der kurzen Zeit gar nicht hoch. Ich finde die eigentlich ganz schön hoch, weil wir bis 2028 gar nicht genug Grünöl haben werden, um auch nur 1 % zu schaffen. Ich weiß, das erscheint auf den ersten Blick recht wenig. Das kann man wohl sagen. Und auf den zweiten? Auch. Aber ich sehe da ein unglaubliches Wachstumspotenzial. Wachstumspotenzial? Wo willst du die Ölpflanzen anbauen? So viel Deutschland haben wir noch gar nicht. Da müsstest du Deutschland nach Osten und Westen expandieren. Und als Deutsch, das klingt auf so vielen Ebenen falsch. Was sagen Sie als Österreicher dazu?
Versuchen Sie immer noch, die Ministerin mit vernünftigen Argumenten zu überzeugen. Aber nur der Vollständigkeit halber. Energiepflanzen anbauen, das bedeutet Monokultur. Das ist wiederum klimaschädlich. Ich sehe da keinen gangbaren Weg. Ich sehe da aber 60.000 neue Arbeitsplätze in der Landwirtschaft. Wo? Da! Rudi Völler war auch schon mal dribbelstärker. Hat er auch gekündigt? Katharina, dein Haus verliert einen nach dem anderen. Das ist alles Mumpitz. 5 Mio. Haushalte haben in Deutschland Ölheizung. Wenn du die alle versorgen willst mit grünem Öl, dann müsstest du, wenn man das mal ausreden will, die Ölpflanzen anbauen.
Wenn du die alle versorgen willst mit grünem Öl, dann müsstest du, wenn man das mal ausreden will, ein Siebtel von Deutschland zum Rapsfeld machen. Welches Siebtel? Das ist jetzt blöd gelaufen. Sie haben meine Heimat umgepflückt. Ich dachte, blühende Landschaften. Wir müssen nicht alles aus Raps machen. Wir können statt mit Bioöl auch mit Biogas heizen. Was? So viel kriegst du ja gar nicht geschissen. Nee, also, teure Leute. Das ist ja extrem knapp. Das ist seltene Erde. Um alle existierenden Gasheizungen mit einem heimischen Anbau Grüngas zu versorgen, dann müsstest du unglaublich viel Mais anbauen. Gut, Bayern wenigstens Grün. Wenn du das mal weiterdenkst ...
Wenn du das mal weiterdenkst und es mit Grüngas bewerben willst, dann denk mal, wie sieht das dann aus? Kein Mensch will alle fossilen Heizungen durch Grünöl und Grüngas ersetzen. Deswegen endet die Bio-Treppe bei 60 %. Wie willst du das machen? Das überlassen wir den Bürger. Deswegen haben wir den Heizungskeller befreit. Sie können da verheizen, was Sie wollen. Also alte Speiseöle oder tierische Fettabfälle. Wie soll ich denn an so viele Speiseabfälle kommen? In der Bayerischen Staatskanzlei? Ja, gut. Eines möchte ich Sie fragen. Wir wollen jedem Bürger eine Wärmepumpe vor die Haustür stellen. Dann müssen Sie aber bitte auch sagen, was das bedeutet.
Wie viel Fläche brauchen denn die ganzen Solarpanele, die die Wärmepumpe mit Strom versorgen? Dann sagen Sie es mal. Da bräuchten Sie die Fläche vom Halden Saarland. Das ist unfair, Herr Habeck. Das ist unfair. Der Vergleich ist wirklich unfair. Das Saarland würde ja keiner vermissen. Sie müssen ja nicht das Saarland aufgeben. Sie könnten ja unter den Solarpaneen weiterhin so Nahrung anbauen. Sie könnten auch weiterhin Saarländer sein. Sie sind das Leben unter Tage natürlich gewöhnt. Außerdem habe ich immer gesagt, beim Neubau ist die erste Wahl immer die Wärmepumpe. Warum bietest du den Leuten unter so einem irren Aufwand eine Haltsalternative an, die gar nicht verfügbar ist?
Das lassen Sie mal Sorge des Marktes sein. Die Energieunternehmen werden ab 2028 gezwungen, 1 % grünes Gas ins Netz zu speisen. Das ist die sogenannte Grüngas-Quote. Moment, Moment. Du sagtest doch, die Heizungseigentümer müssen ja quasi 10 % grüne Beimischung nachweisen. Ja, das ist die Bio-Treppe. Wenn ich 1 % Grüngas geliefert bekomme, wie soll ich dann sicherstellen, dass ich mit 10 % Grüngas heize? Details klären wir dann im weiteren Gesetzgebungsprozess. Moment, Moment. Warten Sie mal. Was für ein Gesetz wird das? Schreibst du ein neues Naturgesetz? Dann fehlen ja immer noch 9 %, die dann im Heizungskeller dazu pupsen. Sie können sich auf meine Unterstützung verlassen. Ja, genau.
Warten Sie vielleicht noch mal, Frau Franchos. Sie erscheinen mir wie ein Mensch. Man kann sich vorstellen, wenn man einem 1 % Grüngas-Quote 10 % Beimischung nachweisen kann, um zu 100 % Klimaneutralität zu kommen. Kennen Sie Homöopathie? Vielleicht können Sie dem Herrn Habeck beim Rausgehen auf der Bio-Treppe demonstrieren, dass er den Erfüllungsnachweis über die Beimischung erbringen kann. Ja, Befüllungsnachweis, sehr gerne. Habeck. Aber die Frau war wirklich total betrunken. Jetzt soll ich ... Hören Sie mal auf. Auf diese Bio-Bau-Ruine schön zu quatschen.
Die hat zu wenig Treppenstufen und haben zu wenig grünen Öl oder Gas für Treppenstufen, die es gar nicht gibt, sollen die Leute nachweisen, dass sie hier Erklommen haben. Der ganze Bums machen sie für einen neuen Heizstoff, der genauso klimaschädlich ist wie der alte. Vielen Dank für diesen Vortrag. Der war wie immer sehr aufschlussarm. Ich finde selber raus. Und? Hast du Katharina eine Wärmepumpe verkauft? Nee. Ach Mensch, Robert, du machst das immer so kompliziert. Wenn du was erklärst, du bist immer so technisch. Du musstest mal ein bisschen mehr emotionalisieren. Weißt du, so eine Wärmepumpe, einfach mal auf das reduzieren, was sie will, also ein begehrenswertes Objekt. So wie du.
Ich zeig's dir einfach, okay? Weiß ich, ob das eine gute ist. Kannst du das halten? Na klar. Cool, cool.
Ich hab vor dir so viele gekannt War auf der Suche nach Wärme Hab mich dabei so oft verbrannt Mein Öl-Prinz, mein Öl-Prinz Ich hab mich dabei so oft verbrannt Mein Öl-Prinz, mein Öl-Prinz Ich hab mich dabei so oft verbrannt Ich hab mich dabei so oft verbrannt Mein Öl-Prinz nahm ganz ungeniert Direkt nen eigenen Raum Aber er kam, wie wenn er sollte Das war nicht gut für das Vertrauen Er war der Grund für viele Krisen Und schlecht gealtert obendrein Nach zehn Jahren warf ich ihn raus Aber ich leb nicht gern allein Der nächste kam per Pipeline Direkt in mein Haus Woher wusste ich nie so genau Aber er stieß viel Stickstoff aus Er war mir viel zu weltpolitisch Und zog mich ungewollt mit rein Das hat mich abhängig gemacht Das reicht, das kann keine Liebe sein Wärme ist nicht das Wo es am lautesten brennt Liebe ist Vertrauen Weil man die Wärmequelle kennt Ich brauche einen, der beständig ist Der mir mehr gibt, als er mir nimmt Der auch die Umwelt um ihn sieht Wo einfach alles stimmt Und dann kamst du, zogst im Vorgarten ein Die Nachbarn schauten skeptisch Du bist nicht schön und nicht grad klein Sie sagen, du bist kompliziert Sie wollen dich nicht verstehen Dabei haben sie nur Angst Einen neuen Weg zu gehen Wärme ist nicht das Wo es am lautesten brennt Liebe ist Vertrauen Weil man die Wärmequelle kennt Jetzt hab ich einen, der beständig ist Der mir mehr gibt, als er mir nimmt Der auch die Umwelt um ihn sieht Wo einfach alles stimmt Du stehst für mich im kalten Wind Kein Frost trübt deinen Mut Wenn ich dein leises Summen hör Weiß ich, alles ist gut Denn du verdammst mein Zöger Du verdichtest mein Vertrauen Verflüssigst meine Zweifel Auf deinen Spannen kann ich bauen Aus einer Einheit Strom Gibst du mir viermal mehr zurück Meine thermische Energie Ist mein allergrößtes Glück Du stehst an meiner Seite Von April bis in den März Du nimmst die Kälte aus dem Winter Pumst damit Wärme in mein Herz Seit 15 Wochen auf Nummer 1 Mit ihrem Winterhit Wärmepumpe Ein echter Dauerbrenner Ich hab neulich eine Zucchini-Cremesuppe gekocht Hab eine Zucchini gewaschen Die Schnäpfel vorne und hinten abgeschnitten Und die Zucchini in dünne Schalen geschnitten Währenddessen ist Radio gelaufen, Tagesgespräch Eine hochintelligente Moderatorin Der kann Leute anrufen Von Gott weiß woher Es ist um Geflüchtete gegangen Woher die kommen, was bei uns essen sollen Wo man sie unterbringt Was hochinteressant gewesen ist Die Leute haben brüllt wie am Spieß Ich hab mir gedacht, was schreit ihr denn so?
Ich koch grad eine Zucchini-Cremesuppe Ich war ein Bürgermeister und Sozialpädagogen Es waren irgendwelche Rumunkeln, die da angerufen haben Dann hab ich eine Zwiebel gehäutet In dünne Schalen geschnitten Und in Butter glasig braten In der Pfanne Dann hör ich ins Radio Und hab mir gedacht, jetzt bin ich ein Sendersuchlauf hingekutzt War komplett ein anderes Thema Dann hab ich eine Moderatorin, der gleiche Fachmann Und hab mir gedacht, die können sie überall aushalten Es ist um Wärmepumpen gegangen Um Gasheizungen und Ölheizungen Was interessant war, die Leute haben genauso weiterbrüllt Wie vorher, die haben nicht aufgehört Es waren keine Heizungsfachmänner Es waren keine Installateure, es waren keine Elektriker Es waren irgendwelche Erbsen und Karotten Dann hab ich Milch im Messbecher abgemessen Und hab die Milch erhitzt Das kommt dann zu der Zwiebel und der Zucchini Dann lässt man sie ein wenig schmuggeln Dann muss man bloß schauen, dass die Milch nicht überkocht hat Dann hör ich ins Radio und war ganz erleichtert In einer Seelenruhe hat der Albert Einstein zitiert Und hat gesagt, der Albert Einstein hätte mal gesagt Wenn man immer wieder das Gleiche macht Wenn ich jedes Mal neue hoff, beim nächsten Mal ein neues Ergebnis zu erzählen Dann wär mir blöd Also der Albert Einstein hat's noch viel eleganter ausgedrückt Aber ich hab mir gedacht, es ist eine Sternstunde, dass ich das höre Weil meine Frau macht im Jahr über 120 Mal Sachen Da kann man gut und gern 93 Mal Albert Einstein zitieren Weil ich sag, für genau sowas soll ich rundum gebühren Dann hab ich aber gehört, dass der Mann noch nicht zu Ende gesprochen hat Der hat nur geschnauft Dann hat er gesagt, er hätte jahrelang die Schwarzen gewählt Ein paar Mal die SPD und das letzte Mal die Grünen Und es sei jedes Mal die gleiche Scheiße dabei rausgekommen Dann hab ich mir gedacht, was sagt die Zwiebelmoderatorin?
Fängt sie mal zum Schreien an oder was? Hat sie aber nicht gemacht Dann hat's mir wirklich gelangt Dann hab ich die ganze Pfanne mit dem Zucchini und der Zwiebel einfach in den Abfall reingeschmissen Dann bin ich ins Café Express und hab ein Lacher getrunken aus dem Willibecher Vier hintereinander von der Brauerei Fessler in Bamberg In hoher Geschwindigkeit Dankeschön für die Aufmerksamkeit So, jetzt ja Jawoll, so So Ja, also, glädige Frau Ich hab eine Lieferung für das Bundeswirtschaftsministerium Wo soll ich denn das abstellen?
Also langsam fangen Sie an, mich zu langweilen Erst spielen Sie meinen Berater, dann spielen Sie Robert Habeck Welche Rolle verkörpern Sie denn jetzt, Herr von Wagner? Ja, ich bin gar nicht... also gut Ich spiele mich selbst Natürlich, Ihre schwächste Rolle haben Sie für den Schluss auch gut Was soll das werden? Das, Frau Reiche, wird eine Tafelnummer über Sie Und was soll das bringen?
Das soll Sie zunächst mal entzaubern Und zwar als die fossillobbyierende Gaskartusche die Sie nun mal sind Herr von Wagner Ich bitte Sie Herr von Wagner, das wissen doch schon alle Aufklärung ohne Bedarf ist wie Solarstrom zu produzieren, den niemand nutzen kann Das können wir uns nicht leisten So viel Schlagfertigkeit hätte ich Ihnen...
Moment mal Sagen Sie mal, können Sie noch was anderes außer vorzulesen Ich weiß nicht, ob Sie in irgendwelche PR-Berater aufgeschrieben haben Natürlich, ich kann auch vorlesen, was mir meine Wirtschaftsberater aufgeschrieben haben Mehr Markt, weniger Staat, mehr Innovation Das, meine Damen und Herren, wollte ich Ihnen zeigen Quot erat demonstrandum, das ist sie Frau Katharina Reiche, sie ist nichts anderes als eine Sprechpuppe des Kapitals Sie mit unseren Steuergeldern, externe Berater finanziert um uns Ihre Meinung unterzuhölen, um die wir Sie nie gebeten hatten Ja, da geht es Ernsthaft?
Wunderbar Danke für diese Georg-Schramm-Gedächtnis-Predigt Eine Frage hätte ich allerdings Warum brauchen Sie eigentlich so viele Berater, wenn die eh nur die Meinung besitzen, die Sie schon längst haben? Warum braucht der Bildungsbürger Kabarett, wenn er eh nur die Meinung zu hören bekommt, die er längst hat?
Das ist richtig, aber jetzt egal, weil ich habe es zuerst gefragt Wir brauchen diese Berater dringend, weil links, rechts, links hinter der Reiche stinkt Das ist sehr witzig Wahnsinnig witzig Das war das Gehaltvollste, was Sie heute gesagt haben Jetzt dringen wir mal zu Ihrem Kernvorfragen Jetzt werde ich Ihnen mal sagen, wer Sie wirklich sind Da steht es doch 1998 wurde ich CDU-Bundestagsabgeordnete 2009 2009 parlamentarische Staatssekretärin Und ab 2012 durfte ich unter dem wunderbaren Umweltminister Peter Altmaier dienen Ja, ich weiß. Ich auch.
Aber die wissen es noch nicht Die Leute wissen noch nicht, was Sie damals gemacht haben, dass Sie im Parlament nämlich dafür gesorgt haben, für diese massiven Kürzungen Sie haben in der Solarförderung das mit voranzutreiben Und das immer mit dem Argument, oh, die Energiewende ist unbezahlbar Die Energiewende ist unbezahlbar Und ständig kamen Sie an mit Ihrer Strompreisbremse Das war die Parole für die Öffentlichkeit In Wirklichkeit wollte Frau Reiche nur eins, die erneuerbaren Energien ausbremsen zugunsten der fossilen Energien Wollte Sie nicht? Wir haben doch an den Ausbauzielen festgehalten Was denn?
Indem Sie die Solarenbranche fast vollständig vernichtet haben Wir haben 100.000 Jobs in der Solarbranche, weg! Die Marktsführung gegenüber China, weg! Und dann hier die Ausbauzahlen von Solar, einfach eingebrochen Man spricht heute noch von der sogenannten Altmaier-Senker oder dem Altmaier-Knick. Wissen Sie, was ich sagen würde? Ich würde es nennen, den Katharinengraben Was wird das denn hier? Ich habe schon wieder Applaus Sind das jetzt hier die Wagner-Festspiele oder was? Haben Sie sich vielleicht mal überlegt, was passiert, wenn ich das nicht getan hätte?
Die ganze Zeit, seit 2021 hätten wir schon 100% unseres Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen können Aber wir haben doch jetzt schon viel zu viel produziert Schauen Sie, wenn zu viel Sonne scheint, dann produzieren wir zu viel Solarstrom der die Netze überlastet, deswegen müssen wir Anlagen zeitweise abschalten und diese Anlagebetreiber Die haben wir teuer entschädigt. Begreifen Sie doch, wir bezahlen Strom, den wir gar nicht verbrauchen Damit ist jetzt Schluss. Wir müssten aber das Gegenteil machen Schauen Sie, wir müssten die Netze ausbauen, um den vielen Strom, den wir haben, auch benutzen zu können.
Stattdessen verschieben Sie das finanzielle Risiko einfach auf die Anlagenbetreiber Das ist der größte Bremsklotz, den wir derzeit den erneuerbaren Energien in die Füße werfen Und diese Idee, so wenig nachhaltig sie ist, Sie wurde ausgearbeitet von EDIS, einer Firma, ein Tochterunternehmen eines Konzerns namens E.ON Und im Jahr 2023, als das Positionspapier von EDIS entwickelt wurde, war Katharina Reich Vorstandsvorsitzende von WestEnergie, einer anderen Tochterfirma von E.ON. Das ist mein Text Ich habe hier nur aus Ihrem Teleprompter vorgelesen Sie sollen doch einfach mal aufhören, auf andere Leute Sachen vorzulesen.
Moment, als neulich eine Studie aus meinem eigenen Haus herausgefunden hat, dass der dezentrale Ausbau von Wind und Solar den Kommunen Steuergeld und Jobs bringt, da habe ich sofort aufgehört, die Sachen anderer Leute zu lesen. Warum denn Solar und Wind bringen den Kommunen vor Ort? Die steigern die regionale Wertschöpfung. Das ist doch ein Satz, der macht CDU-Mitglieder sonst spontan parungsbereit. Moment Warum sind Sie da?
Also Nein Bei mir passiert da gar nichts Weil Ihr Job immer wieder davon abhängt, dass nichts passiert bei den Erneuerbaren Nachdem Sie zum Beispiel diese Strompreisbremse damals als parlamentarische Staatssekretärin durchgesetzt haben und damit das Erneuerbare-Energien-Gesetz quasi masakriert haben, wurden Sie belohnt mit einem Job in der Lobby als Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen VKU. Nicht das so ein Lobbyverband für über 1500 Stadtwerke, die Ihnen damals geholfen hatten, das EEG zu masakrieren. Verstehen Sie? Sie benutzen diesen Lobby-Drehtüreffekt von Politik zu Lobby und zurück.
Sie benutzen diesen Drehtüreffekt wie eine, ich weiß nicht, das ist jetzt schon genug Erneuerbare-Energien, um morgen klimaneutral zu sein. Endlich, Herr von Wagner, sagen Sie auch mal, dass sich die Erneuerbaren voran treiben. Nein, bitte noch mal. Sie verlangsamen die Energie, gegen den erklärten Rat Ihrer eigenen Experten. Ihre eigenen Experten haben einen Monitoring-Bericht verfasst, wo Sie ihn ganz klar ins Stammbuch geschrieben haben. Die Erneuerbaren müssen die Netze ausbauen. Und was haben Sie gemacht? Sie haben einen Zehn-Punkte-Plan aus der Tasche gezogen.
Überraschend, der nicht auf den Monitoring-Bericht gefußert, sondern auf einem Positionspapier von RWE und EO zumindest diese Positionen fast eins zu eins wiedergegeben hat. Und wenn das nicht reicht, dann holen sich bei ENBW eben Argumente gegen Batteriespeicher und für Gaskraftwerke. Sie sprechen nur mit Vertretern der großen fossilen Energiekonzerne. Sie münzen den Strommarkt so um, dass er für wen profitabel ist, für die großen alten Energiekonzerne, was auch das Bundeskartellamt jetzt schon offen bemängelt. Sie sind das Offensichtlichste, was die fossile Lobby jemals ins Ministeramt geschleust hat. Hätte denn damals nicht die Griechen auf ihr Trojanisches Pferd draufgeschrieben?
Es wäre nicht offensichtlicher gewesen. Oh nein. Nein, nein, nein. Jetzt haben Sie mich erwischt. Oh nein. Oh nein. Sie haben es geschafft. Gnade. Gnade. Jetzt haben Sie mich entzaubert. Jetzt weiß die ganze Welt, dass ich nicht für die deutschen Bürger arbeite, sondern für die deutsche Industrie. Oh, oh, oh. Was liegt denn da? Das Manager-Magazin. Mensch, da bin ja ich auf dem Titel drauf. Und was schreiben die denn hier? RWE-Chef Markus Kreber nennt meine Politik absurd. Hui, der Georg Stammatilopoulos von INBW beschwert sich, dass mein Netzpaket eine vernünftige Planung unmöglich macht.
Oder hier der Chef von Wattenfall, Robert Zuravsky, sagte, meine Politik verhindert Investitionen und ihre Kosten für den Standort Deutschland. Da kriegst du von der Industrie richtig auf die Fresse. Ja, richtig. Herr von Wagner, aber wollten Sie mich nicht als eine Lobbyistin der Industrie entlarven? Ich meine, wie passt das denn zusammen? Ja. Gar nicht. Geben Sie mal her. Ich würde mal sagen, Ihre Tafelnummer ist vollumfänglich gescheitert. Erstens wussten Sie, dass ich keine Lobbyistin bin, und zweitens bin ich gar keine Lobbyistin. Das muss mir erst mal einer nachmachen. Das läuft ja aus.
Entschuldigung, die Kritik kommt ja hier von Konzernen, die offensichtlich schon schwer in erneuerbare Energien investiert haben. Die haben Angst nur um ihre Planungssicherheit. Sie gefährden Milliardeninvestitionen. Sie sind Lobbyistin. Aber halt nicht Lobbyistin der Industrie, sondern die Lobbyistin der Vergangenheit. Sie machen Politik für eine ausstärmende Industrie. Aber warum? Vergangenheit ist ja im Prinzip schon vorbei. Wer hat denn Interesse an etwas, was schon vorbei ist? Ist das nicht der Kern der CDU? Das gibt es ja nicht. Dann machen Sie das alles für die CDU. Aber die Umfragewerte für die CDU-Regierung von Ihnen sind so schlecht.
Es gab keine schlechteren Ergebnisse seit Aufzeichnungsbeginn. Sie sind unbeliebter als Alice Weidel. Ich glaube an etwas Größeres als Erfolg und Sympathie. Gemeinsam mit der Union kämpfe ich gegen Realität, Vernunft und Physik. Gott hat uns Öl gegeben. Warum sollten wir es nicht nutzen? Ist Gott gasförmig? Hat Gott Kohle? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, er ist keine Wärmepumpe. Wissen Sie, was Sie sind? Das, was Sie Robert Habeck immer vorgeworfen haben. Sie sind eine Ideologin. Aber mit der richtigen Ideologie. Was ist denn die richtige Ideologie? Wenn es stinkt und knattert, dann ist die Essenz Ihrer Politik das. Jetzt haben Sie es verstanden. Ha! Ah! Das war die Anstalt.
Heute mit Katie Freundschuss, Matthias Egerstörfer und Bernie Wagner. Wagner!
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