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Fluchtursachen

Asylpolitik der Europäischen Union , Europäische Solidarität , Bundesregierungs -„ Neusprech “ auf der Bundespressekonferenz , Bürgerkrieg in Syrien , Integration , Kosovokrieg , Luxemburg-Leaks / Steuerflucht , Migration ( Emigration / Immigration ), Soziale Ungleichheit , Welthandel , Willkommenskultur , Wirtschaftspartnerschaftsabkommen / Freihandel

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Episode 'Fluchtursachen' von 'Die Anstalt' kritisiert die unzusammenhängende und oft widersprüchliche Politik der Bundesregierung in Bezug auf Asyl, Migration und Sicherheit. Die Satire zeigt die fehlende strategische Weitsicht bei der Bekämpfung des Terrorismus und die Instrumentalisierung von Krisen zu politischen Zwecken. Die Diskussion beleuchtet die Problematik der Überwachung, des Datenschutzes und der fehlenden gesellschaftlichen Debatte über grundlegende Werte. Letztlich stellt 'Die Anstalt' eine groteske Darstellung der politischen Realität dar, die die Sinnlosigkeit von kurzsichtigen Entscheidungen und die Gefahr von Ideologien und Manipulationen verdeutlicht.

Transkript 7.239 Wörter

Sie sehen nun die Weihnachtsansprache von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Flut, die dieses Jahr über unser Land hereingebrochen ist, war für uns alle eine schwere Prüfung. Hilflos mussten wir mit ansehen, wie ein großer Teil unserer Heimat überspült wurde und nur die Bundeswehr konnte Schlimmeres. Entschuldigung, das ist nicht die Rede für dieses Jahr, das war die Elbe Flut, sorry. So, jetzt aber. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Schönste an 2015 war, dass ich miterleben durfte, dass doch einige von Ihnen meinen guten Ratschlag in die Tat umgesetzt haben, mal wieder an die frische Luft zu gehen.

Allerdings jeden Montag, das war doch ein bisschen übertrieben. In der Flüchtlingspolitik gilt es nun, die Neuankömmlinge nicht nur zu begrüßen, sondern eben auch zu integrieren. Das gilt es nicht. Ich wünsche mir für diese Menschen einen Neuanfang. In ihrer Heimat. Denn diese Menschen sind auch eine Chance. Um den Mindestlohn wieder aufzuheben. Ich gebe zu, es wird nicht leicht werden. Vor allem da einige Menschen aus dem Süden auf dem ersten Blick offensichtlich nicht zu uns zu passen scheinen. Obacht Angela, gell? Aber das Fest der Liebe steht vor der Tür. Wir haben den Duft von Lebkuchen in der Luft, weihnachtliche Musik. Und mein Lieblingsweihnachtsmusikstück ist ja ...

Driving home for Christmas. Ihr Kinderlein kommet. Vorsicht, wir hatten uns darauf geeinigt, kein Familiennachzug. Was? Das ist meine Weihnachtsansprache. Wir haben das Asylrecht schon längst verschärft. Das reicht aber nicht. Für viele Menschen bedeutet dieses Land ein Stück weit eine neue Hoffnung. Genau das ist das Problem. Deswegen rufe ich den Flüchtlingen an dieser Stelle zu. Gehen Sie weiter. Hier gibt es nichts zu sehen. Hier wollen Sie gar nicht her. Hier gibt es Dinge wie Schlaglöcher, Schnupfen, Markus Söder. Das halten Sie nicht aus. Beim FC Bayern sind alle Spieler gekauft. Horst, halt die Klappe. Die Bundesliga ist die langweiligste Liga aller Zeiten.

Helene Fischer gilt bei uns als Musik. Und Neuschwanstein ist ein riesiger ... Neuschwanstein ist ein riesiger, kitschiger Scheißhaufen. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, damit wünsche ich Ihnen ein frohes Fest. Lassen Sie uns nun gemeinsam zum Ende des Jahres den Weihnachtsbaum anzünden. Außenteam, Außenteam, hier Spitzbube. Ich rufe Christstollen und Zimtschnecke. Hier Christstollen. Hier Zimtschnecke. Wie ist denn bei euch drüben auf der anderen Seite des Weihnachtsmarkt die Lage? Gibt es irgendwelche Hinweise auf islamistische Attentäter? Höchste Terrorwarnstufe. Da ruft eben der Mann. Da ruft eben der Mann. Da ruft eben der Mann. Höchste Terrorwarnstufe.

Da ruft jemand ganz laut Last Christmas. Und? Das letzte Weihnachten ist eine Prophezeiung. Das ist WAM. Das ist auch eine Form von Terror. Außerdem habe ich Sichtkontakt zu einem möglichen Gefährder. Sagen Sie das gleich in einer Personenbeschreibung? Ja, irgendwie fremdländisch. Komischer Bart, ganzkörpervermummung. Er trägt einen Rucksack. Der Koran könnte sich um einen religiösen Fundamentalisten handeln. Ich habe das Gefühl, ich kenne den Mann von früher. Der hat mir immer Angst gemacht. Zugriff vorbereiten. Achtung, er kommt direkt auf Sie zu. Abbrechen! Operation abbrechen! Herr von Wagner, was zur Hölle machen Sie da? Wir machen ein Sketch gegen diese verdammte Terrorhysterie.

Ach so, ja, ist ja alles völlig übertrieben, diese Terrorangst. Aber nur so lange bis es kracht. Oder würden Sie sich trauen, diesen Sketch auch im französischen Fernsehen zu spielen? Natürlich nicht. Und warum nicht? Ich kann kein Französisch. Das ist typisch. Das ist typisch für Sie, Herr von Wagner. Terror zu stellen, machen Sie nur irgendwelche Witze über die Angst vor dem Terror. Ich will eben nicht, dass wir vor lauter Angst unsere Bürgerrechte woranüber kippen. Ja, da lege ich auch gesteigert einen Wert drauf. Wenn ich schon von Terroristen gelüncht werde, dann doch bitte mit all meinen Freiheitsrechten. Ihnen ist der Schutz von Daten doch wichtiger als der Schutz von Menschen.

Wahrscheinlich sind Sie ja auch immer noch gegen die Vorratsdatenspeicherung. Natürlich. Schauen Sie, Frankreich hat die ganze Zeit Daten auf Vorrat gespeichert und hat die Anschläge verhindert. Na ja, ist halt schwierig. Da sucht man ja die Nadel im Heuhaufen. Wenn die Verwaltungsbehörden rufen, mehr Heu! Gutes Argument. Ist nicht von Ihnen, oder? Nee, ist von Sascha Lobo. Wie sollen wir die Terroristen sonst enttaunen? Meist natürlich mit klassischer Arbeit des Verfassungsschutzes. Zum Beispiel Zeitung lesen. Ja, natürlich. Die Attentäter von Paris werden wahrscheinlich vorher über Anschlagspläne in der Zeitung geredet haben, oder? Bild, Klarname und Wohnort. Im Amtsblatt des IS. Ja. Bitte?

Der mutmaßliche Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abahoud, der hat im Februar dieses Jahres in diesem offiziellen IS-Magazin, das ist zugänglich im Internet, da können Sie öffentlich hingucken, in diesem Magazin hat er gesprochen über Anschlagspläne. Dann hat er sich gewundert, dass die Behörden ihn nicht fangen können. Dann hat er sich auch noch lustig gemacht über die Geheimdienste. Er hat sich über die Geheimdienste lustig gemacht? Diese Terroristen schrecken von nichts. Da verkündet jemand öffentlich, er will Anschläge begehen und die Geheimdienste kriegen nicht mit? Das sind Geheimdienste, die kümmern sich halt um geheime Informationen. Das ist jetzt auch...

Jetzt ist es eh zu spät. Nicht wahr? Jetzt müssen wir vernünftig sein und Krieg führen. Haben Sie nicht Angst, wenn wir in Krieg eingreifen, dass die Terrorgefahr streikt? Mon Dieu, Sie armseliges Croissant. Ist das Ihre Vorstellung von Bündnis-Solidarität? Schauen Sie mal zu, Ihr Weihnachtsmarkt, der wird auch am Hindukusch verteidigt oder in Raka. Das ist ja nicht so, dass ich nicht auch gegen den IS kämpfe. Schauen Sie mal, das ist kein Glühwein-Stand, das ist ein Glühwein-Statement. Wie bitte? Das ist das, was die Terroristen wollen, dass wir Angst haben, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Naja, nicht mit mir. Ich stehe hier und trinke für meine Werte.

Hauptsache, Sie fahren mit den Werten nicht Auto. Ich habe noch eine Frage. Die meisten Attentäter aus Paris stammten ja aus Frankreich oder Belgien. Warum bombardieren wir Syrien und nicht... Also, hören Sie mal. Wenn wir jetzt jedes Mal da bomben werfen, wo die Attentäter mutmaßlich herkommen, dann hätten wir ja nach dem 11. September Hamburg platt machen müssen. Ja, und eigentlich müssten die irakischen und syrischen Luftstreitkräfte Europa bombardieren. Sie würden wirklich mal den Punsch ohne Alkohol probieren? Hey! Wieso denn? Tausende von IS-Kämpfern kommen aus der EU. Rund 700 aus Deutschland. Zick-Deutsche haben sich schon in Syrien und Irak in die Luft gesprengt.

Vor zivilisten Kindern. Warum tut man da nichts dagegen? Die sind halt keine Gefahr für den deutschen Weihnachtsmarkt. Sie scheinen ja jetzt Terror-Experte geworden zu sein. Was sollen wir denn Ihrer Meinung nach gegen den IS tun? Wir müssen alle Kräfte mobilisieren, die entsprechenden Streitkräfte verdoppeln und dann müssen wir entschlossen eingreifen. Jetzt sehe ich einen Funken von Realismus bei Ihnen. Vielen Dank. Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, dass das ganze militärisch lösbar ist. Schauen Sie, wir haben in Afghanistan angefangen und jetzt kämpfen wir in zehn Ländern. Wir müssen den Kampf um die Köpfe gewinnen. Den Kampf um die Köpfe gegen den IS?

Hören Sie, wir müssen ausrüsten. Armeen von Konfliktforschern. Wir müssen Heerscharen von Sozialarbeitern in die europäischen Vorstädte schicken. Und dann, Herr Utthoff, machen wir etwas ganz Unvorstellbares. Dann machen wir Politik und Bildungsarbeit. Politik? Politik? Das können wir uns gar nicht leisten. Wir brauchen jeden Cent für den Kampf gegen den Terror. Ha! Vier Billionen Dollar hat er die Amerikaner bisher gekostet, dieser Krieg gegen den Terror. Und, wissen Sie, was wir mit dem Geld alles hätten machen können? 100 Jahre lang alle Menschen auf diesem Planeten ernähren. Ein Jahr lang 100 Millionen Sozialarbeiter einstellen.

Da sieht man mal wieder, dass Sie die Dinge nicht zu Ende denken. 100 Millionen Sozialarbeiter. So viel Tabak für Selbstwidrige, da können Sie ja gar nicht anbauen. Das ist doch Klischee. Wissen Sie, warum sich junge Menschen diesem Terror anschließen? Schauen Sie, Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie... Das klingt vielleicht ein bisschen naiv, aber es ist doch vermutlich so. Dass junge Menschen, die fühlen sich von der Gesellschaft ausgeschlossen wollen sich ein Stück weit an ihr rechnen. Die wollen aber gleichzeitig auch Halt suchen. Sie suchen Halt, bloß in einer perversen Ideologie. Und da müssen wir angreifen, verstehen Sie? Perspektiven liefern statt Waffen. Sie Terrorversteher.

Sie machen aus Tätern Opfer. Nein, nein, nein. ISIS-Attentäter sind Täter. Das sind Mörder. Aber ich möchte eben verhindern, dass es mehr Täter werden. Aber wie? Na ja, indem wir dieselbe Energie, die wir in Kriegseinsätze stecken, in Prävention investieren. Mit dem vorhandenen Personal? Da bin ich aber gespannt. Hallo? Hallo, Spitzbube? Hier, Chris Stollen, bitte melden. Wir haben Sichtkontakt zu einem möglichen Gefährder. Sollen wir beobachten? Nein, nein, nein. Gewinnen Sie den Kampf um seinen Kopf. Gehen Sie auf ihn zu, nehmen Sie ihn wahr. Nehmen wir ihn wahr. Hallo, was machen Sie da? Ich nehme es Sie wahr. Schön. Kann ich trotzdem vorbei? Was sollen wir machen?

Der reagiert ausweichend. Was soll ich... Nehmen Sie ihn mal nicht als Muslim wahr, sondern als normalen Menschen. Ich meine, sagen Sie hallo. Sag hallo. Hallo? Hallo? Der hat auch hallo gesagt. Was sollen wir jetzt machen? Machen Sie was, damit er sich aufgehoben fühlt. Was soll ich... Nehmen Sie ihn fest. In den Arm. Umarmen. Was machen Sie da? Lassen Sie mich los, Polizei. Der lässt sich nicht integrieren. Der ruft schon die Polizei, nur weil man ihn nicht in den Arm nimmt. Vielleicht müssen Sie eingreifen. Gehen Sie mal hin, sprechen Sie mit ihm. Sprechen Sie ihn auf seine Gefühle an. Fühlen Sie sich in unserer Gesellschaft wohl? Bis gerade eben ging es noch. Dranbleiben!

Ernst nehmen, wahrnehmen, teilnehmen. Fühlen Sie sich als Muslim in Deutschland gut integriert? Na ja, wenn man sich mal damit abgefunden hat, dass es schwer ist, in diesem Land mit Migrationsergründen Karriere zu machen. Das stimmt doch gar nicht. Denken Sie nur an Gündogan, Özil. Das ist ein ziemlich eng begrenztes Betätigungsfeld. Sie könnten ja auch Rapper werden. Warum soll ich denn Rapper werden? Oder Schauspieler. Ich habe Biologie und Chemie auf Lern studiert. Wenn Sie einen Lehrer spielen, dann müssen Sie nur etwas für den Oberkörper und die Muckis tun. Ich glaube, das ist nichts für mich.

Wenn Sie jedes Angebot ablehnen, das in die Gesellschaft macht, dann ist Ihnen gar nicht zu helfen. Wissen Sie, womals junger, außengrenzter, orientierungsloser Muslim prima Karriere machen kann? Bei den Salafisten. Da hat man festes Weltbild. Man fühlt sich gebraucht. Man kann endlich mal Macht ausüben, aber das kann man doch gar nicht. Schauen Sie, die Welt steht Ihnen offen. Dann zeigen Sie mir doch mal den DAX-Vorstand, den Richter, den Chefredakteur mit muslimischem Hintergrund. Bis ganz nach oben schafft man es nicht. Außermal Smethöhrer. Wie mein Onkel. Oh Gott. Alarm. Jihadist im Familienumfeld. Nein, der war SPD-Ortsvorstand in Niederbayern.

Entschuldigung, aber wenn man immer nur Kontakt zu anderen Minderheiten sucht, dann wird das auch nichts mit der Integration. Aber Sie, Sie haben doch eine Ausbildung. Sie haben eine Perspektive. Sie haben keinen Grund, sich zu radikalisieren. Ja, vielleicht nicht wegen meines Schicksals, aber wenn ich mir die Bilder angucke, von Drohnenangriffe auf Zivilisten, Abu Ghraib, der Krieg im Irak, der als Muslimen Hass bekommt. Die Bilder sind suboptimal, aber das gibt niemandem das Recht, ein Täter zu werden. Das Recht nicht, aber ein Grund. Man muss den Nachschub dieser Bilder stoppen, statt immer neue Bilder zu produzieren, indem man Bomben von Fernerberg draufschmeißt.

Mayday, Mayday, uns gehen die Argumente aus. Bleiben Sie jetzt. Ich weiß nicht. Ich hab eine Idee. Improvisieren Sie. Willkommen. Mein Gott, Herr von Wagen hat rein so sozial pornoiert. Ganz im Gegenteil. Schauen Sie, nur eine Aufnahme dieser Begegnung der Kulturen. Das ist viel wichtiger gegen den Kampf gegen den IS. Verstehen Sie, das ist viel mehr wert als so einen Bombenabwurf. Wir müssen dieses Bild in die Welt schicken. Per Twitter, vielleicht mit einem Hashtag. Kopf hoch statt Kopf ab. Und dann nehmen wir dem IS auch seine Abkürzung weg. IS steht ab sofort nur noch für internationale Solidarität. Ist es eigentlich ein Problem, dass ich kein Muslim bin?

Katholik, ich bin auf dem Weg zu dem Krippenspiel. Ich bin ein Weiser aus dem Morgenland. Wir hatten so eine schöne Nähe aufgebaut. Gratuliere, Herr von Wagner. Sie haben einen Unschuldigen integriert. Das ist das Gute an sozialen Maßnahmen. Da kann man auch mal daneben zielen. Das ist höchstens ein kollaterales Nutzen. Ganz im Gegensatz zu diesen Drohnenangriffen. Sie laufen immer davon, wenn ich die besseren Argumente habe. Ich habe zu Hause auch so eine kleine Krippe. Am Weihnachtsmarkt habe ich mir eine Krippenfigur gekauft. Aber aus China. Der Chinese glaubt selber nicht dran.

Wenn du den ganzen Tag in der Fabrik Jesu-Kindlein herstellen musst, kannst du nicht am Abend auch noch dran glauben. Aber da ist alles dran. Es hätte auch einen gegeben, der so winkt. 4 Euro. Ich hätte mir auch eine Bratwurst kaufen können. Aber ich wollte was Spirituelles. 4 Euro ist wahrscheinlich Kinderarbeit. Maria war ja auch noch sehr jung, als sie den Jesus auf die Welt brachte. Ich bin da wie der Josef. Ich will das gar nicht so genau wissen. Es gibt so viel Schlimmes auf der Welt. Gerade an Weihnachten muss man immer wieder dankbar sein, wenn man das nicht alles sieht. Ich bin auch nicht so für das Selbermachen. Ich habe mir auch den Adventskranz vom eBay.

Aber da ist auch alles dran. 4 Wochen Rückgaberecht. Da bin ich gespannt. Ich bin nicht so für das Selbermachen. Der Boltinger, mein Nachbar, schnitzt sich die Krippenfiguren selber. Ich bin nicht für das Selbermachen. Ich habe auch jahrelang von meiner Tante einen selbst gestrickten Schafhullpullover bekommen. Der hat immer gekratzt, gejuckt. Ich musste ihn immer zum Weihnachtsgottesdienst anziehen. Der saß in der Kirchenbank, musste ich still sitzen. Ich habe nur das Kindlein im Stroh liegen sehen. Ich bin nicht so für das Selbermachen. Das ist auch bei den Überzeugungen. Ich habe schon Überzeugungen, aber ich wüsste jetzt nicht mehr, woher.

Weil es Menschen gibt, die sagen, man soll nicht alles glauben. Man soll lieber selber denken. Das wäre doch besser als selber kochen. Das ist auch besser als wenn man einen Fertigfraß kauft, wenn ich koche nicht. Das ist ein passiver Glauben. Wenn ich merke, dass ich was ohnehin schon glaube, dann bleibe ich dabei. Nicht so wie diese Leute, die aus einem dicken Buch glauben, das vor hunderten Jahren irgendwo geschrieben wurde. Das überzeugt mich nicht. Das habe ich nicht mal gelesen. Wenn man es gelesen hätte, wäre man ja gezwungen, es zu glauben. Dann sagt man sich, noch ein zweites so dickes Buch lesen, noch eine Gegenmeinung einholen.

Dann sagt man sich, ich glaube, ich informiere mich nicht weiter. Aber ich bin tolerant. Wenn jetzt jemand sagen würde, heute beim Weihnachtsmarkt gibt es bei irgendeinem Stand den Glühwein kostenlos, dann würde ich sagen, das glaube ich nicht. Dann würde ich trotzdem hingehen. Bei uns ist der Glaube ja nicht so ein Problem. Wir haben die Trennung von Kirche und Staat. Wenn bei uns jemand irgendetwas total Verrücktes glaubt, dann berechtigt ihn das nicht automatisch zu einem politischen Amt. Das ist unser Vorteil. Aber es hält ihn auch nicht davon ab. Das ist das Problem. Verstehen Sie hier noch rum, Sie Punschkrapfen?

Ich weise die Forderung auf einen militärischen Eingreifen der Bundeswehr zurück. Was reden Sie so geschwollen? Wie kommen Sie dazu, in einer solchen Stunde die Bundesregierung zu kritisieren? Ich zitiere die Bundesregierung nur von September. So ändern sich die Zeiten. Gute Freunde, lässt man nicht warten. Die Bundesregierung hat uns immer gewarnt vor einem Syrieneingriff. Es geht hier nicht um Syrien, es geht um Frankreich. Wir brauchen doch für einen Kriegsantritt irgendein UN-Mandat. Bis Paris, aber hier darf ich mal Frank-Walter Steinmeier zitieren. Wir sind doch hier nicht in einem Seminar. Das wäre wenigstens gut. Völkerrecht war uns bisher sehr wichtig.

Aber nicht, wenn man es eilig hat. Frankreich kämpft gegen eine Terrorbande. Wir sind da zur Hilfe verpflichtet. So steht es auch in der Solidaritätsklausel zum EU-Vertrag. Haben Sie nicht gelesen? Hab ich sehr wohl gelesen. Wenn ein Land einen Terrorangriff erleidet, können die anderen im Inneren beistehen. Dann schicken wir Polizisten ein paar Soldaten in die Vorstädte. Ist nur ein Vertrag, muss man nicht so eng sehen. Moment! Militärisches Eingreifen wäre uns nur möglich laut Artikel 42 des EU-Vertrages. Hauptsache, wir können losschlagen. Laut UN-Karte wäre das nur möglich, wenn der Angriff von außen und einem anderen Staat gewesen wäre.

Wenn wir jetzt in Syrien eingreifen, werden wir die IS nie zerstören. Bis wir in Syrien was erreicht haben, haben die ihr Hauptquartier nach Lübien verlegt. Das Einzige, was wir zerstört haben, war das Völkerrecht. Da hat das Völkerrecht geschrieben, um Kriege zu verhindern. Da hat das Völkerrecht geschrieben, um Kriege zu verhindern. Da hat das Völkerrecht geschrieben, um Kriege zu verhindern. Da hat das Völkerrecht geschrieben, um Kriege zu verhindern. Nach jedem Terrorangriff können wir uns einen Kriegsgrund basteln. Fast niemand wusste, dass wir Militär-Beistandsklauseln im EU-Vertrag haben. Wenn bei Apple die neuen Geschäftsbedingungen kommen, klicken Sie doch immer nur auf akzeptieren.

Sofort, ohne zu legen. Ach so. Warten Sie! Ist das wirklich wahr? Dann sind wir jetzt im Krieg? Krieg, Krieg! Kopf hoch, junger Mann! Wir haben Krieg! Und das zu Weihnachten! Und welchen? Was? Wie? Details! Krieg halt! Wie? Ein Luftkrieg? Ja, Luftkrieg. Aber der hat nix gebracht. Was machen denn die anderen so? Ein Luftkrieg? Da machen wir mit! Der IS soll nur durch Bodentruppen schlagbar sein. Deutsche Bodentruppen? Keine Verluste. Also mit fremden Bodentruppen? Wenn es nicht anders geht, bin ich durchaus bereit, andere zu opfern. Ja. Aber auch mit dem Bösen zusammenarbeiten, du Würdest? Was soll denn das? Was soll denn das? Wie soll das heißen?

Unterwegs, deine Truppen sind junger Paderbahnschüler. Nein, nein, nicht mit dem Assa. Der ist doch selbst das Böse. Endlich ruft ihr mich. Nur gemeinsam können wir diesen Terror beenden. Und ich will das nicht machen. Und ich will das nicht machen. Und ich will das nicht machen. Und ich will das nicht machen. Ich muss das erst beenden. Ich habe die Bodentruppen, die ihr braucht. Was? Sie werfen Bomben auf ihr eigenes Volk? Ja, aber ich hab noch nie Paris angegriffen. Ich kann doch nicht mit jedem zusammenarbeiten, der nicht in Paris angegriffen hat.

nicht auch noch mit dem Erdogan warum ich habe auch noch nie paris angegriffen aber sie haben journalisten eingesperrt menschenrechte verletzt verstehen sie und sie bomben die kurden die einzigen die am boden gegen den is kämpfen ich habe zweieinhalb millionen flüchtlinge ich also gut herzlich willkommen in der koalition auf keinen fall mit putin was ist das dachte ich wenigstens in der anstalt bin ich willkommen bin ich doch der einzige der das böse effektiv aus der luft bekämpft effektiv sie töten doch hauptsächlich zivilisten und andere rebellen ich bin da schwede was erwarten sie was was was soll das was soll das denn jetzt aufhören Ihr seid eine Schande für das Böse!

Und mit der Gurkentruppe soll ich losziehen, oder wie? Ein großer Krieger, du sein wolltest! Also gut, Erdogan, jetzt mal schön zuhören! Du machst als erstes mal die Grenze dicht, verstehst du? Keine Kämpfer mehr nach Syrien lassen, keine Waffen und vor allem kein Öl mehr kaufen. Ist das denn so schwer? Was sagst du so blöd, Puhl? Was sagst du so blöd, Assad? Du musst gerade reden, du hast doch jahrelang den IS großgezogen, weil du dir gedacht hast, wenn es das Böse schlechthin gibt, dann siehst du nicht ganz so scheiße aus. Klappe Putin, deine Luftschläge sind auch nicht besser als die der anderen, nicht wahr? Immer schön dem Assad nachquatschen. Jeder, der gegen mich ist, ist ein Terrorist.

In Syrien hat er das gepasst, aber in der Ostukraine, da hast du die Sache mit deinen eigenen Rebellen schon ein bisschen differenzierter gesehen, oder? Und sowas soll ich der Heimatfront verkaufen. So spät es jetzt ist. Los schlagen, du musst, junger Padawan. Kommen Sie, aber die Leute müssen auch wenigstens das Gefühl haben, dass wir hier für das Gute kämpfen. Oder wie Sie sagen würden, für das Gute vorzutäuschen kämpfen, ich muss. Wer hat mich gerufen? Das westliche Bündnis, das hat mir gerade noch gefehlt. Bisher habt ihr finstere Krieger, aber ich kann euch die Werte geben, die ihr für euren Kampf braucht.

Ach Paverde, Ihre Luftschläge im IS-Gebiet haben schon hunderte Zivilisten getötet. Die können schon mal keine Terroristen mehr werden. Zusammen ihr unschlagbar sein werdet. Oh, was war das? Für die Grimm? Hört ihr was soll das sein? Ruhe jetzt! Stopp! Reißt euch mal zusammen! Aufstellen! Formation! Nicht zu fassen! So, herhören! Ab jetzt gilt alles! Hört auf mein Kommando! Im Kampf gegen den IS müssen wir alle unsere Kräfte bündeln. Wir müssen gemeinsam dem Gegner in die Augen sehen. Wir müssen alle an einem Strand ziehen. Männer, mir nach! Ich habe sehr Dank für mich alleine! Ich frage mich ja immer, ich frage mich immer wann diese Männer so geworden sind.

Ich meine, waren die schon immer so? Oder waren die schon als Sperrmann-Arschloch? Oder haben die einfach nur die falschen Weihnachtsgeschenke gekriegt? Es ist ein gefährliches Fest, was da auf uns zukommt. Und ein sehr gewichtiges, das meine ich jetzt durchaus doppeldeutig, jeder zweite Deutsche wird über die Festtage ein bis drei Kilo zunehmen. Also um das hier mal so ein bisschen zu veranschaulichen, Sie werden zunehmen, ich natürlich nicht. Dann wieder Sie, Sie nicht und Sie wahrscheinlich drei. Und jetzt rechnen Sie das mal hoch. Das sind 80 Millionen Kilo, die Deutschland in nur einer Woche schwerer wird.

80 Millionen Kilo, das ist ungefähr so viel, wie alle Flüchtlinge, die bislang zu uns gekommen sind, zusammenwiegen. Nur weil sie sich nicht beherrschen können. Ich meine, das macht doch auch Blähungen. Das drückt doch auf die Landmassen. Im Grunde ist es ja großartig, dass sie so gedankenlos dem Wachstum frönen. Irgendwo muss das ganze Zeug ja hin. Alleine in Deutschland werden jedes Jahr vier Milliarden Kilogramm Süßigkeiten produziert. Das schafft ja selbst Sigma Gabriel nicht. Kein Wunder also, dass uns täglich eingeredet wird, dass wir viel konsumieren müssen. Dass wir uns gerade in der Adventszeit abwechslungsreich ernähren müssen. Nicht immer nur Lebkuchen, auch schon mal printen.

Dominosteine, Marzipankartoffeln, Schokoladenbeinachtsmänner, Stollen, Rumkugeln, Plumpudding. Hauptsache viel. Hauptsache Überfluss. Hauptsache uns ist jeden Tag schlecht. Das Zeug muss ja weg. Denn die übrig gebliebenen printen einfach den zu geben, die Hunger haben. Das ist ja allenfalls weiblicher Betroffenheitsfürde, Fanz. Süß, alle sollen satt sein. Das bringt doch nichts. Das schafft doch keinen Wachstum. Wir brauchen doch nicht satte Menschen, sondern Menschen, die was brauchen. Folglich geben wir also die leckeren Printen nicht einfach denen, die sie gerne hätten.

Sondern wir reden denen, denen die printen schon seit Anfang September aus den Ohren rauskommen ein, dass sie dringend noch viel mehr Printenprodukte brauchen. Einen schönen Printen-Smoothie oder Printen-Smoothie-Maschinen oder Printen-Smoothie-Maschinen, Aufkleber, Magneten, Schlüsselanhänger, Ohrstecker. Langsam verstehe ich es auch. Wenn meine Tochter mit folgender Matheaufgabe aus der Schule kommt, Olga hat zehn Printen, sieben davon verschenkt sie. Da muss ich doch Einhalt gebeten. Da muss ich doch sofort sagen, stopp, falscher Ansatz. Überhaupt nichts verschenkt, Olga ist recht, keine Printen. Die Olga ist doch keine Wachstumsbremse. Und du auch nicht.

Jetzt nimm dein Ritalin und ab auf die stille Treppe. Es ist wirklich unglaublich, wie uns jeden Tag eingeredet wird, dass Wachstum das Allheilmittel gegen alles ist. Ja, gegen Armut, Arbeitslosigkeit, Umwelt, Gniatrose, Flüchtlinge, Terrorismus. Nun, wir machen das mit. Wir machen es mit. Wir ändern nichts. Wir wissen um die Ungleichverteilung in der Welt. Ja, es ist ja inzwischen sichtbar. Es ist spürbar. Es lässt sich nicht mehr verdrängen. Es lässt sich im Übrigen auch so nicht mehr aufrechterhalten. Aber wir beharren auf unserem Lebensstil. Im Mittelalter hat jeder Hausstand ungefähr 400 Gegenstände besessen. Heute sind es im Schnitt 10.000.

Wir wissen, dass wir Deutschen einfach so leben, als stünden uns zwei ein Halbplaneten zur Verfügung und scheißen uns in die Hose bei der Vorstellung, unseren Hausstand von 10.000 auf 9.800 Gegenstände einzudampfen. Nun, egal, wen Sie fragen von diesen Strippenziehern, diesen Wachstumshainis, wann wollen Sie eigentlich mal fertig sein? Wann ist es denn mal genug, wenn die immer nur sagen, niemals. Es muss immer weiter wachsen, damit es so bleibt, wie es ist. Da muss ich mich doch langsam als patente Frau mal fragen, ob den der Job nicht völlig das Gehirn vernebelt hat oder ob nicht möglicherweise ein vernebeltes Gehirn die Voraussetzung ist, um an die Spitze der Macht zu gelangen.

Also ich habe jedenfalls immer öfter Lust, mich mal vor diesen Männern aufzubauen, die immer alles wissen und so alternativlos in den Abgrund reiten und den ganz freundlich zu sagen, wisst ihr was, ihr Schäffchen? Eure narzisstische Störung habe ich auch schon unterhaltsamer erlebt. Wir PR-Agentur Blatt und Schuss-Chef persönlich am Apparat. Hallo Herr Naidoo, bitte. Nein, nein, die Strategie ist richtig. Nein, Sie können uns ruhig vertrauen, Herr Naidoo. Überlegen Sie mal, wir waren die PR-Agentur, die Marine Le Pen geraten hat, ihren debilen Vater loszuwerden. Verstehen Sie? Nein, vertrauen Sie mir, einen Imageverlust wäre es nur, wenn Sie zum Eurovision Grand Prix gefahren wären.

Alles klar, Rechnung kommt dann. Gut, tschau tschau. Ah, endlich, der verlochene Wüstensohn kehrt zurück. Kommen wir gleich zu unserer PR-Kampagne für Saudi-Arabien. Da haben wir ja einen ganz dicken Fisch an, Nagel. Den braten wir uns jetzt mal schön in Öl. Also, wie war es beim Kunden? Schöne Bucke für Ihre Frau gefunden. Ja, Sie kennen ja Saudi-Arabien nicht, da gewinne ich Alkohol, ist Nachtleben, na ja. Also da hatte ich bei Klosterfrauen Belissengeist mehr Spaß. Ernsthaft, Feedback beim Kunden, wie war es, das Poster? Ist ja schon sehr schön geworden, eine starke Aussage. Danke schön. Was steht da eigentlich? Ich glaube, es ist arabisch. Ja, das passt ja dann. Und was sagt der Kunde?

Der Kunde, Saudi-Arabien ist Königshaus, ist sehr glücklich mit unserer PR-Straktik. Wir haben ja am Anfang schon einige Erfolge zeitigen können. Sehen Sie mal, als erstes zeige ich Ihnen mal das hier. So, können Sie das mal auf dem Schirm? So, das ist nämlich die Anstalt, weiß nicht, ob Sie das kennen, das sind außenpolitische Experten. Und die haben in einem Sketch über das böse im Syrien-Konflikt Saudi-Arabien, also unseren Klienten, gar nicht genannt. Gute Arbeit von Wagner. Vielen Dank, das ist, sehen Sie? Sehr gute Arbeit. Ja, jetzt haben wir allerdings noch eine Sache zu klären.

Und zwar, es gibt ein Problem, sehen Sie immer mehr Menschen, na ja, die vergleichen Saudi-Arabien mit dem IS. Wie kann man die denn verwechseln? Das ist doch ganz einfach. Die einen bombardieren wir, den anderen liefern wir die Bomben. Das ist richtig. Aber sehen Sie, die beiden, also ich sage mal so, das Produkt ist für den Endverbraucher schwer zu unterscheiden. Also beide haben im Grunde dieselbe Unternehmensphilosophie. Den Wahhabismus, so eine Art Steinzeitauslegung des Islam. Ganz, ganz harte Nummer. Leute, da müssen wir einfach einen draufsetzen. Wie wäre es z.B. mit Wahhabinüsse extra scharf? Sind die zu stark, bist du zu schwach? Sehr gut, großartig.

Komm an, da müssen wir doch Unterschiede geben. Wo ist denn die Difference? Der IS hat immer schwarze Kutten an, die Saudis weiße. Wie die Nationalmannschaft. Ich weiß nicht, ob das reicht. Jetzt müssen wir uns vielleicht dann doch nochmal das Rechtssystem von beiden anschauen. Das ist dann doch durchaus, sag ich mal mal, ähnlich. Ich habe mir eine kleine PowerPoint vorbereitet. Warten Sie mal ganz kurz, vielleicht können wir das so sehen. Hier sind die möglichen Bestrafungen im Vergleich. Links IS, rechts Saudi-Arabien. Bei Homosexualität haben wir... Todesstrafe auf Todesstrafe. Bei Blasphemie haben wir... Todesstrafe, Todesstrafe. Bei Abwendung vom Islam, Moment.

Ja, Todesstrafe, Todesstrafe. Bei Ehebruch... Lassen Sie mich raten. Todesstrafe, Todesstrafe. Nein, nein, Steinigung, Steinigung. Kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie. Relativ englisch. Kommen Sie, da muss es doch einen Unterschied geben. Strengen Sie sich an, los, los, geben Sie mir irgendwas. Haben Saudi-Arabien-Köpfe nur freitags? Ja, aber dann haben wir es doch. Dann haben wir es doch. Beim IS ist es Bauberei, bei den Saudis ist es eine gute Tradition. Wie bei uns, freitags nur Fisch. Da kann auch der Christ connecten. Sehr gut, darauf können Sie doch aufbauen. Ja, wir haben allerdings noch ein Image-Problem mit den Todesurteilen, die Saudi-Arabien ständig fällt.

Also ein jüngstes Beispiel haben wir zum Beispiel mal hier. Sehen wir Ali Mohamed Baqi al-Nimri. Er hat mit 17 Jahren das saudische Königshaus dagegen demonstriert und da... Na und? Ja, das Urteil lautet Enthauptung und anschließende Kreuzigung. Verstehe. Wie drehen wir das positiv? Naja, ich bitte Sie, also wenn er gekreuzigt wird, dann ist er bereits enthauptet. Richtig, das ist doch Barmherzigkeit. Ja, ganz genau. Und dann könnten wir noch eine große Plakataktion draufsetzen. Irgendwas mit Ironie. Wo man einfach auch sieht, dass die Scheichs Humor haben. Saudi-Arabien schalte den Schmerz ab. Schnell. Ja, großartig. Oder wie heißt es mit? Saudi-Arabien, sterben Sie.

Wir kümmern uns um die Details. Oder Saudi-Arabien, dahinter steckte immer ein Klugerkopf. Als Idee, vielleicht mit so einer Zeitung, wo man dann... Also, man sieht... Geschmacklos. Naja, vielleicht können wir ja Saudi-Arabien französisch aussprechen. Um das Gute zu betonen, Saudi-Arabien. Das Gute ist auch ein toughes Produkt, Saudi-Arabien, muss man ehrlich zugeben. Ich meine, wir können ja die Saudis jetzt nicht aus Imagegründen einfach so in den UN-Menschenrechtsrat schicken. Das können wir nicht, da sitzen sie ja schon drin. Naja, Saudi-Arabien hat den Vorsitz in einem UN-Beratungsgremium, das im Prinzip die Experten aussucht, die dann über Menschenrechtsverletzungen berichten.

Ja, aber das können wir doch positiv darstellen. Endlich mal Experten, die was von Menschenrechtsverletzungen verstehen. That's it. Ich sehe den Claim schon vor mir. Menschenrechtsverletzungen, wir tun was. Ja, hallo? Ah, nein, du. Ja, bitte. Ja, in der Richtung weitermachen. Was haben Sie gesagt? Die Moslems tragen den neuen Judenstern? Oh, heilige Scheiße. Gut. Ja, wir machen es. Aber es wird teuer, sage ich Ihnen gleich. Ja, okay. Sushi? Gerne, aber wir müssen noch eine Sache ... Was machen wir mit dem Jemen? Was ist denn mit dem Jemen? Da ist Krieg. Ich meine, seit März dieses Jahres bombt Saudi-Arabien den Jemen zurück in die Steinzeit. Also wir haben da über 5.000 Tote inzwischen.

Hauptsächlich Zivilisten. Ich meine, 500.000 Kinder stehen kurz vorm Hungersot, wenn wir nichts tun, das ist eine Katastrophe. Ja, vor allem für unsere Image-Kampagne. Aber da ziehen wir einfach unseren Joker. Den Joker? Die weltweite Gleichgültigkeit. Richtig. Dieser Sketch wurde präsentiert von der Islamischen Republik Iran. Zimt, Schnecke und Spitzbube. Zimt, Schnecke und Spitzbube. Meldung. Keine Terrorgefahr auf dem Weihnachtsmarkt. Was? Ach, der? Nein, das ist kein Gefährder. Der ist von hier. Was soll ich machen? Mit dem? Das Gleiche wie mit dem Islamisten? Na ja, ja gut. Aber das ist nicht das Problem. Das ist das Problem. Das ist das Problem. Hallo! Hallo! Was machen Sie denn da.

Was machen Sie denn da? Wer sind Sie? Josephツ Kallinäher. Einfühling für die Schweate über Fremde. Ich werde überfremdet. Nein, ich komme doch aus Österreich. Wie alle Flüchtlinge. Bei uns im Osten ist kein Platz für euch. Wieso eigentlich? Ihr habt doch 540.000 leer stehende Wohnungen. Das wäre doch Lebensraum im Osten. Ja, aber das ist deutscher Leerstand. Und deutscher Leerstand muss verteidigt werden. Das ist typisch. Egal ob ihr Raum habt oder braucht, ausbauen muss es immer der Ausländer. Die Fremde passen noch nicht in die deutsche Kultur. Ja, aber viele Deutsche sind doch auch keine Goethe-Experten. Ich hab beide Teile gesehen. Fuck you Goethe, eins und zwei. Beide? Auch vom Pfarrst?

Trost zu mir. Ihr Ausländer seid doch alle gleich. 70% alleinstehende, aggressive Männer. Nur dass von diesen 70% die Hälfte minderjährig sind oder älter. Meinen Sie nicht, dass die von Ihnen doch mehr Angst haben als die von denen? Scheiß-Ausländer, nehmen alles weg, sogar die Argumente. Jetzt bin ich auch nicht mehr in Stimmung. Kennen Sie das, wenn es Ihnen da genauso geht und Weihnachten steht vor der Tür, Ihr Herz wird weich, Sie kriegen eventuell Mitleid mit den Flüchtlingen und Sie kommen nicht so recht in fremdenfeindliche Stimmung? Da haben wir was für Sie. Hier, bei der Unkulturzeit auf national.tv.

Guten Abend, meine Damen und Herren, wir haben für immer, wie immer für Sie, ein paar Weihnachtsgeschenke zusammengestellt, die unter dem Weihnachtsbaum für die richtige nationale Stimmung sorgen. Zum Beispiel diesen wunderschönen Gastroführer. Der Führer zeigt Ihnen alle Gasthäuser in Deutschland, natürlich ohne Fremdenzimmer. Da weiß man gleich, hier kocht die Volksseele. Danach vielleicht ein brauner Lebkuchen, natürlich aus Nürnberg. Oder mein ganz persönlicher Tipp fürs Weihnachtsfest, um auch den Nachwuchs in die rechte Stimmung zu setzen, ein Chemie-Baukasten. Züchten Sie Ihre eigenen völkischen Ressentiments mit der Frauke-Petri-Schale.

Oder wie wäre es vielleicht mit einem Gutschein zum Fest, vielleicht für einen Wochenendausflug in das bezaubernde Meißen? Meißen? Ist das nicht diese Stadt, in der in zwei Tagen jemand eine Lichterkette machen möchte gegen Fremdenfeindlichkeit? Und das ausgerechnet im Wahlkreis von Thomas de Maizière. Eine Bedrohung für das kalte Deutschland. Zeigen Sie Flagge, kippen Sie sich mal ein wieder hinter die Binde und dann Mut zur Fahne. Am besten Sie besuchen eine Veranstaltung der Initiative Heimatschutz Meißen und machen sich nach dieser völkisch-ideologischen Stärkung auf den Weg zur nur einen Steinwurf entfernten Asylunterkunft.

Erleben Sie das Funkeln in den Augen der Kinder, wenn dieses Flüchtlingsheim weihnachtlich illuminiert wird. Übrigens das einzige Feuer, das Sie während der Weihnachtsfeiertage unbeaufsichtigt lassen können. Diese Weihnachtsfeuer gibt es natürlich nicht nur in Meißen, sondern in über hundert anderen deutschen Städten. Bestimmt bald auch in einer Unterkunft in ihrer Nähe. Und damit kommen wir zu den Buchtipps. Frisch herausgekommen, Heideggers schwarze Hefte. 1700 Seiten Hass und Verachtung. Das Highlight unter jedem Weihnachtsbaum. Hab Martin Heidegger lange Zeit als klarer Denker verkannt, entpuppt sich hier als der antisemitische Rassist, der er in Wirklichkeit war.

Die überraschende Pointe seines Werkes. Der Sieg der Alliierten war schlimmer als die Vernichtung der Juden, weil es die Deutschen daran gehindert hat, ihre geschichtliche Mission zu erfüllen. Fesselnd, packend, vier von fünf Haken kreuzen. Wer es kompakter will, greift vielleicht zu der Aphorismus-Sammlung von Nancy Kenzog, einer Autorin des Heimatschutzes Meißen, die sie veröffentlicht im Facebook-Verlag. Ihre Gedanken zur Asylunterkunft, Kammerjägereien und das Ungeziefer raus. Aber so desinfiziert, dass sie nie wieder auftauchen.

Für Freunde der herablassenden Hochliteratur empfiehlt sich ein Essay von Boto Strauß, einem dichten Denker, der uns Einsichten schenkt wie, ich möchte lieber in einem aussterbenden Volk leben, als in einem, das mit fremden Völkern aufgemischt, verjüngt wird. Frisch ausgezeichnet mit dem Lutz-Bachmann-Preis. Wenn Ihnen bei diesen Texten auch ein bisschen trocken im Mund geworden ist, denn die sind durchaus trocken, probieren Sie es doch mal mit einem Schluck von Höckes Edeldeutsch. Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1923. Das heißt, die Zutaten sind natürlich nur Wasserschwein und Schmalz. Gebraut nach einer tausendjährigen Brautradition.

Probieren wir doch gleich mal einen Schluck. Wir, das deutsche Volk, haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, unseren Kindern in der Mitte von Europa eine deutsche Zukunft zu gestalten. Man sieht gleich, es wirkt. Und so wünschen wir beide Ihnen natürlich weiße Weihnacht. Traurig, ein ganz klarer Fall von Xenophobie, die Angst vor Fremden. Das war schon immer so. Die Perser hatten Angst vor den Griechen, die Griechen vor den Römern, die Römer vor den Germanen. Als der Mensch der Homo sapiens aus Afrika nach Europa kam, wer hat auf ihn gewartet? Der Neandertaler. Wilde, grobe Gesellen mit einem knüppelnden Hand. Großes Maul, kleines Hirn. Wir kennen die Leute aus Dresden.

Ich sag Ihnen was, da steckt noch tiefstes Primatenerbe in uns. Wir Menschen haben ja tierische Vorfahren. Viele Tiere sind extrem xenophob. Warzenschweine, Stingtiere. Wenn da Fremde im Revier auftauchen, da ist aber Polen offen. Polen natürlich zu, schon klar. Aber Tiere können nix dafür. Tiere handeln instinktiv. Entschuldigung, Live-Sendung, blöd. Tiere handeln instinktiv. Natürlich, da geht es um Fressfeinde, Rangordnung und natürlich um Gruppenzusammenhalt. Tiere ohne Selbstbewusstsein, ohne Ich-Reflektion, da entsteht Gruppenzusammenhalt ja immer durch Abgrenzung. Durch, so wie wir sind, sind die nicht. Und ich hab keine Ahnung, wer wir sind.

Aber alles, was ich über uns weiß, wir sind die, die die nicht sind. Man muss fair sein, für eine Rotte Warzenschweine verhält sich die Pegida vollkommen in Ordnung. Noch in der Steinzeit mögen solche angeborenen Ängste Sinn gemacht haben. Schlangenphobie, Spinnphobie. Manche Fehler macht man nur einmal. Wenn man die Cobra mit dem Gattenschlau verwechselt, da ist Schicht im Schacht. Zertömen ist. Ja, aber anderes kann vollkommen überflüssig sein, wie das Steißbein. Das Steißbein, da überbleibt es aus der Evolution, als der Mensch noch einen Schwanz hatte. Wenn das Ding uns wenigstens helfen würde, beim Skifahren das Gleichgewicht zu halten, wo ist der Koch?

Ja, und genau so ist es mit der Xenophobie. Und noch schlimmer, hier wird nämlich aus dem Vorteil ein Nachteil. Natürlich, wir Menschen, wir leben nicht mehr in Horden, in Rudeln. Wir rennen nicht mehr durch die Pampa und schlagen uns mit unseren Artgenossen um halb verfaultes Aas. Ja, wir leben in großen, komplexen, sozialen Gemeinschaften. Dazu kommt die Globalisierung, wo ständig alles durcheinandergewürfelt wird. Und da ist natürlich xenophobe Fremdenfeindlichkeit ein totales Handicap. Weil die einzige Möglichkeit vom Fremden zu profitieren ist natürlich die Kooperation. Natürlich auch die Durchmischung, genetisch betrachtet, verstehen Sie?

Wer sind die Klugen und im Tierreich, die Mischlinge, die Straßenköter, die alles besteichen, was vier Pfoten hat? Dagegen, die Rheinrassiken sehen alle ein bisschen dappig aus. Prinz Charles. August von Hannover. Deswegen Kinder, ran an den Speck. Aber dazu müssen sich unsere Manieren gegenüber Fremden fundamental verbessern. Wie lernt die Evolutionsbiologie, der Energieaufwand beim Balsverhalten verhält sich direkt proportional zur faktischen Reproduktionsrate. Oder übersetzt, wer ficken will, muss freundlich sein. Oder für die rechte Dorfjugend, wenn du die Alte knallen willst, darfst du dir nicht vor, die Matranz anzünden. Ist ja klar.

Wobei das eigentlich Schlimme an der Xenophobie ist, viele Leute sind ja xenophob, ohne selbst zu wissen. Das sind diese Aber-Leute. Kennen Sie diese Aber-Leute, die immer sagen, ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber die Terrorgefahr. Entschuldigen Sie, glauben Sie, internationale Terroristen kommen im Schlauchboot nach Europa? Ich glaube, wir sind abgesoffen. Ich habe dir gleich gesagt, fünf Mann mit Kalaschnikow, das hält kein Luftmantrat aus. Eigentlich wollen Sie nämlich sagen, ich mag keine Flüchtlinge, ich will keine Flüchtlinge. Wer soll denn noch alles kommen? Zürer, Sudanesen, ich habe mich noch nicht mal an die Sachsen gewöhnt.

Deswegen, um das mal zusammenzufassen, wenn Sie schon kein Herz haben, diese fremden Menschen zu akzeptieren, benutzen Sie wenigstens Ihren Kopf, Ihren Hirn. Unser Verstand, das ist nämlich, was den Menschen zum Mensch macht. Der Verstand macht den Mensch zu Mensch und unterscheidet uns vom Tier, von Stingtier, Warzenschwein oder Lutz-Bachmann. Meine Damen und Herren, willkommen zur Bundespressekonferenz. Wie Sie sehen, ist bald Weihnachten. Gibt es dazu Fragen? Dieses arameische Paar, das unregistriert durchs Land reist, was sagt denn die Bundesregierung dazu? Ja, dazu liegen uns derzeit keine Informationen vor.

Die Mutter sagt, das Kind sei Gottes Sohn, kann man da religiösen Fanatismus ausschließen. Also, sehen Sie, von einem Säugling geht doch zumindest unmittelbar keine Gefahr aus. Die beiden geben an, Maria und Josef zu heißen. Was ist mit den Nachnamen? Ausweispapiere liegen uns derzeit natürlich nicht vor. Weiß die Bundesregierung irgendwie noch, wer überhaupt ins Land kommt? Können Sie denn ausschließen, dass es sich bei diesem Pärchen um eine islamistische Terror-Melis handelt? Ja, vielleicht, weil der Islam nach meinen Informationen zum Zeitpunkt Jesu Geburt noch nicht erfunden war.

Seit Jahren beantworte ich auf diesem Podium nun jede Ihrer noch so absurden Detailfragen, versuche mich hier von Ihrer vom Mäntelchen der Professionalität nur mühsam bedeckten Harmlosigkeit nicht irritieren zu lassen. Den Herrn Tillow Jung möchte ich an dieser Stelle einmal ausnehmen und ihm das Kompliment weitergeben, dass er mir als Einziger in diesem Laden einmal wirklich auf die Nüsse geht. Darf ich Sie daran erinnern, dass die Qualität der Regierungsarbeit auch von der Qualität Ihrer kritischen Berichterstattung abhängt? Ich frage mich wirklich, was die Bundesregierung noch alles tun muss, um von Ihnen endlich einmal grundsätzlich kritisiert zu werden.

Der Kriegseinsatz in Syrien zum Beispiel. Die Bundesregierung hat keinen nachvollziehbaren Plan, kein völkerrechtlich geregeltes Mandat, keine vernünftige Exitstrategie, keine wirklichen Rückhalt in der Bevölkerung. Der Einsatz wird jahredauer noch mehr Terroristen kreieren und trotzdem kann ich beim besten Willen hier keinen ernstzunehmenden Widerspruch erkennen. Wenn die Bundesregierung durch mich ausrichten lässt, wir gehen in den Krieg lauter, die frage ich oft nicht warum, sondern wann genau geht es denn los? Entschuldigung, wann hatten Sie gesagt, geht es los? Beim Euro. Seit Jahren zwingen wir Griechenland zu einer irrsinnigen Kürzungspolitik.

Millionen Menschen werden ins Elend gestürzt, die besten Ökonomen zerreißen uns dafür in der Luft. Aber trotzdem erntet diese Bundesregierung hier einen Großteil wirklich ausschließlich Beifall. Wie sollen wir das verstehen? Wir können ja nicht jede Woche eine Olympia-Umfrage machen, nur um zu gucken, ob der lebendige und denkende Teil der Bevölkerung noch am Leben ist. Ich möchte Sie an dieser Stelle fragen, wie es sein kann, dass die Bundesregierung so selten politisch mitverantwortlich dafür gemacht wird, dass fast jeden Tag in Deutschland ein Flüchtlingsheim angezündet wird. Wo ist die angemessene, fundamentale Kritik an diesem Staatsversagen? Soweit von mir. Gibt es da zu fragen?

Kann man hier nicht mal ein bisschen Musik machen oder so? Ich meine, das ist doch vor Weihnachtstag. Ich weiß jetzt wirklich nicht, warum Sie hier klatschen, aber Sie sind nicht von der Presse, oder? Ich gehöre zu den Toten Hosen. Ach nein, Toten Hosen. Sie haben doch dieses Lied an Tagen wie diese. Sie haben ja quasi schon mal für die Bundesregierung gearbeitet. Das waren wir nicht. Das waren die Ärzte. Entschuldigung, mein Fehler. Und Sie wollen jetzt hier Musik? Ja, also wir haben so einen Oldie aufgenommen. Der ist von vor 20 Jahren und damals war der brandaktuell und heute auch wieder.

Darf ich denn zumindest annehmen, dass dieser Song eine gehörige Portion Kritik an den herrschenden Verhältnissen enthält? Darauf können Sie sich verlassen. Na dann hauen Sie rein. Willkommen in Deutschland. Sie bald wieder gehen. Es ist auch mein Zuhause, selbst wenn es ein Zufall ist. Und irgendwann fällt es auch auf mich zurück, wenn ein Mensch aus einem anderen Land ohne Angst hier nicht mehr leben kann, weil täglich immer mehr passiert, weil der Hass auf Bände eskaliert und keiner weiß wie und wann man diesen Wahnsinn stopfen wird. Es ist auch mein Land und ich kann nicht so tun, als ob es mich nicht angeht. Es ist auch dein Land. Und du bist schuldig, wenn du deine Augen davor schließt.

Dies ist das Land, in dem so viele schweigen, wenn Piggy da auf die Straße geht, um der ganzen Welt und sich selbst zu beweisen, dass die Deutschen wieder die Deutschen sind. Diese Provokation segelt mir und dir, denn auch du und ich, wir kommen von hier, keinen Ausländer, der uns dabei helfen kann. Dieses Problem geht nur uns allein was an. Ich habe keine Lust noch länger zuzusehen, habe satt nur zu reden und rumzustehen. Vor diesem Fall werde ich mich nicht umgehen. Es ist auch mein Land und ich will nicht, dass sein Viertes leicht lossen. Es ist auch dein Land. Steh auf und hilf, dass dieser Hass es nicht zerstört. Es ist auch mein Land und sein Ruf ist sowieso schon ruiniert.

Es ist auch dein Land. Komm, wir zeigen das Leben auch anderen Menschen her. Vielen Dank. Das war die Anstalt heute mit unseren Gästen Tina Kolter, Stefan Farkuginger und Philipp Böger. Vielen Dank.

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