Wahlprogramme 2017
Die Wahlprogramme der Parteien unter literarischen Gesichtspunkten, pauschale Wahlmöglichkeit bietet wenig politische Beteiligung , Wählertypen (Stammwähler, Nichtwähler, Spontanwähler, rationale Zweckwähler), Wahlprogramme/-versprechen oder retrospektive Bewertung geleisteter politischer Arbeit als Entscheidungsgrundlage, Parlamentszusammensetzung repräsentiert nicht den Bevölkerungsdurchschnitt, Bürgerbeteiligung , politische Lethargie
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Anstalt kritisiert die mangelnde politische Beteiligung und die Qualität der politischen Entscheidungsfindung in Deutschland. Die Satire beleuchtet die Komplexität von Wahlprogrammen, die oft unrealistisch und wenig inspirierend sind, sowie die Dynamik von Koalitionsregierungen, die oft zu Kompromissen führen, die die ursprünglichen Ziele vernachlässigen. Ein zentrales Thema ist die fehlende Verbindung zwischen Politik und den Bedürfnissen der Bürger, was durch die Darstellung von Stereotypen und die Verunglimpfung politischer Institutionen verdeutlicht wird. Die Episode thematisiert die Herausforderungen der Bürgerbeteiligung und die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit politischen Prozessen.
Transkript 6.155 Wörter
Sie sehen jetzt einen Wahlwerbespot der Anstalt. Für den Zustand der Demokratie sind allein die Parteien verantwortlich. Ja, herzlich willkommen, meine Damen und Herren. Vielen Dank. Das ist zu freundlich. Dankeschön. Herzlich willkommen. Dankeschön. Meine Damen und Herren, ja. Vielen Dank. Herzlich willkommen zum programmatischen Quintett so kurz vor der Bundestagswahl. Die Wahlprogramme der größten Parteien zusammen sind länger als das Neue Testament. Aber sind sie auch eine Offenbarung? Diese Frage möchte ich stellen unseren Literaturexperten. Als Gast haben wir heute einen außergewöhnlichen Leser. Was bin ich? Dr. Bosetti, Sie haben uns ein Programm mitgebracht. Welches?
Zeit für mehr Gerechtigkeit erschienen im Martin-Schultz-Verlag. Wenn ich da gleich einhaken darf. Diese Gerechtigkeit klingt nach Umverteilungs-Fantasy. Nein, das ist das Spannende an diesem Werk. Genau das ist es eben nicht. Es geht um Ungleichheit, um Altersarmut, um Kinderarmut. Aber wie man es schafft, über diese drängenden Themen, in einem solch spröden Nominalstil zu schreiben, in einer fast schon bürokratisch angehauchten Verstopftheit. Das ist wahre Literatur. Wie muss man sich das Lesereignis vorstellen? Kann man das vergleichen? Ich habe mich an einen Klassiker erinnert. An die Betriebsanleitung für den Philips Kassettenrekorder. Mit Rauschunterdrückung und automatischer Umdrehung.
Richtig. Das Werk, das ich mitgebracht habe, klingt wie ein Frühwerk der SPD. Ähnliche Themen, allerdings in einem ganz anderen sprachlichen Furore verfasst. Allein der Titel Sozial, Punkt, gerecht, Punkt, Frieden, Punkt, für alle, Punkt. Das ist ja ein Titel, den möchten Sie nicht lesen. Den möchten Sie Gerhard Schröder ins Gesicht schreiben. Das sind also die Linken. Aber wer soll denn heutzutage noch mit so einer Marksschreierei erreicht werden? Das Werk richtet sich ganz klar an junge, unverdorbene Leser, die noch an das Gute glauben. Also wie Harry Potter.
Ja, denken Sie sich Sarah Wagenknecht als Harry Potter zusammen mit Dietmar Bausch als Professor Dumbledore im Kampf gegen neoliberale Dementoren, die den Menschen die Seele aussaugen. Das klingt doch eher sehr gruselig. Nicht für Kinder, mehr Horrorliteratur. Wenn man sich hier anschaut, allein der Buchstabe H, Hedgefonds, Hunger und lauter solche. Das ist natürlich nur ein Buchstabe. Nehmen wir aber K, Kettenduldung, Kolonialismus, Küchenschreddern. Na ja, gut, das ist eben realistisch. Bei Harry Potter? Ist das Programm nicht zu sehr problemzentriert? Muss man heutzutage nicht neu denken? Was hat Christian Lindner mitgebracht? Autor ist Christian Lindner.
Herausgegeben von Christian Lindner im Christian Lindner-Verlag. Auf Seite 2 sehen wir den versammelten FDP-Vorstand. Nämlich Christian Lindner. Sagen Sie, täuscht der Eindruck? Oder ist das Programm eher aus der Ich-Perspektive geschrieben? Ja und nein. Wenn Sie um den Kampf des Einzelnen gegen den Untergang im Wir. Es ist ganz geiler Scheiß. Sie müssen sich das vorstellen. Axolotl Roadkill trifft Stuckrad-Parre mit Strohhalm in der Nase. Dann wird einmal geblinkt und dann macht es bähm, bähm. Blaues Wachstum, one in, two out. Wenn Sie verstehen, was ich meine. Nein, das verstehe ich nicht. Ich lese Ihnen vielleicht einen Satz aus dem Programm vor.
Sie werden sofort merken, wofür die FDP steht. Und auch, dass sie einen neuen eigenen sprachlichen Sound hat. Als entscheidende Punkte im steuerrechtlichen Bereich in diesem Wanschek-Capital-Gesetz sehen wir den Abbau der Substanzbesteuerung wie etwa bei den Hinzurechnungsvorschriften in der Gewerbesteuer. Eine transparente Besteuerung für Wanschek-Capital-Gesellschaften. Eine faire Besteuerung von Investoren, die sich von ihrer Beteiligung trennen. Ein Ende der Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital. Die Bilanzierbarkeit von Investitionen in eigene intellectual property. Und die Liberalisierung bei den Kapital-Sandstörungen. Spüren Sie diesen Flow? Nein.
Kommen wir zu einem etwas anderen Programm. Es ist ein kurzes Programm von der CDU. Ein Programm für Menschen, die sich nicht so gerne mit Programmen beschäftigen. Vielleicht ein Lesetipp für unsere älteren oder verstorbenen Zuschauer. Beim Lesen, ich weiß nicht, wie es Ihnen ging. Literarisch hat mich das auch geholfen. Ich habe so viele Elemente wiedergefunden, wenn Sie das lesen. Der Wunsch nach dem inneren Frieden, dem kleinen Glück, man ist bedacht auf Ordnung. Der Wirklichkeit wird ein poetisches Realitätsgefühl entgegengesetzt. Was? Der Kernsatz der Novelle ist für mich ganz eindeutig. Original-CDU-Programm. Wir haben enormes erreicht. Flüsse und Seen sind wieder sauber.
Unser Himmel ist wieder blau. Entschuldigung. Die CDU hat in ihr Wahlprogramm geschrieben, dass sie den Himmel wieder blau gemacht hat. Ja. Ah ja. Besonders überrascht hat mich dann wieder Optimismus. Bahnen sich bricht in einigen Teilen. Wunderbarer Satz, wenn Sie das lesen. Damit das Klima Zukunft hat. Aber hat das Klima nicht immer Zukunft? Ja. Ah ja. Was? Deutlich konkreter, da das Werk der Grünen ein sehr ambitioniertes Programm ist. 240 Seiten, quasi ein halber Wald. Da hat sich jemand die Zeit genommen. Die war das drängendste Thema unserer Zeit. Nämlich dem Klimawandel. Die Zeit haben wir nicht im Fernsehen. 20 Sekunden Zeit. Bitte. Bitte was? Cannabis soll legalisiert werden.
Aber der Klimawandel wird verboten. Dann müssen die Hartz-IV-Sanktionen weg. Die Bienen müssen da bleiben. Dann brauchen wir mehr Elektromobilität in der Außenpolitik. Wenn die Bienen mit ihrem Elektromobil ... Die Zeit ist um. Vielen Dank. Kommen wir nun zu Ihnen. Danke schön. Sie sind ein außergewöhnlich engagierter Leser. Bin ich? Ja. Deswegen haben wir Sie gebeten, aus Sicht eines gewöhnlichen Lesers ein Programm mitzubringen. Genau. Ich habe mir diesen S-Riller gekauft. Also so Jerrikotten mit viel Blut und Boden. Im Mittelpunkt steht ... Hauptperson ist das Volk. Das Volk fühlt sich bedroht. Von wem? Von allen Seiten. Deswegen wollen Sie besseren Zugang zu Waffen und Bodenschätzen.
Um was zu tun? Um die Kultur zu retten. Interessant. Welche Kultur? Na ja, das steht hier. Das ist eine leitende Kultur. Und dann richtig zur Sache. Das Ding wurde so spannend. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Sie werden sich wundern, wer am Schluss der Täter ist. Na, ähm ... Ich würde ... Was? Das klingt doch ... Ich würde sagen, der Flüchtling. Jetzt hat er es verraten. Ah, nee. Mist, das ... Das wäre taktisch. Aber die FDP würde auch aus dem Klimaschutzplan aussteigen. Da kann ich ja gleich AfD wählen. Ich brauche noch ein paar Wahlzettel. Hören Sie mal zu, Herr von Wagner. Sie sind jetzt seit neun Stunden. 14 Minuten in der Wahlkabine.
Ich sage Ihnen gleich, das Wahllokal schließt in 40 Minuten. Was? Nein, ich habe die Position zur Entgeltumwandlung von der transhumanen Partei noch nicht mit einberechnet. So kann doch niemand eine anständige Entscheidung treffen. Ein Kreuz in den Kreis. Sie können den Kreis auch ausmalen. Hauptsache, der Wählerwille ist eindeutig gekennzeichnet. Das ist es doch. Ich hätte gern 73 % und nicht der Vorschläge der Grünen zum Klimawandel. Von den Linken hätte ich gern die Rentenpolitik und die Erbschaftssteuer. Von der SPD hätte ich gern die Außenpolitik. Von 1969 bis 74. Und ... Ich kann mich nicht entscheiden. Und von der FDP hätte ich gern ... Ah? Na, vielleicht ein paar Kugelschreiber. Ja.
Warum überlassen Sie nicht die Themen, die Sachverhalte Ihren politischen Vertretern? Warum eigentlich? Sie sind nicht mal in der Lage, einen Kreuz in den Kreis zu machen. Auch zur Kreuzigung. Vorne links und jeder nur ein Kreuz. Ich dachte, ich habe zwei Kreuze. Bitte? Erststimme, Zweitstimme. Richtig, also pro Spalte ein Kreuz. Herr Klugscheißer, Name? Jochensen. Aha, gut. Ihr Wahlzettel. Danke, nein. Ich bin nicht Wähler. Sie wissen schon, dass das hier ein Wahllokal ist? Selbstverständlich. Aber das hätten Sie gern, dass ich zu Hause nicht wähle. Damit mein Protest keiner mitkriegt. Entschuldigung, ich komme nicht als Wähler zu Hause vorbei und werfe meine Stimme in Ihren Briefkasten.
Obwohl, ich hätte die Unterlagen doch gern. Ich dachte, Sie wollen nicht wählen. Will ich auch nicht. Aber erst im letzten Moment. Sie wissen schon, dass Nichtwähler eher politisch rechts tendieren. Also Richtung AfD. Umso besser, wenn Sie nicht wählen. Wie sehen Sie eigentlich aus? Ach so, Norbert Lammert. Sie sehen nicht aus wie Norbert Lammert. Norbert Lammert hat in seiner letzten Bundestagsrede gesagt, dass wir das Königsrecht der Demokratie, die Wahl, so ernst nehmen sollen, wie sie auch ist. Also mit Pappkrone auf den Kopf. Ich bin heute souverän. Sie üben diese Souveränität an einem Ort aus, an dem man richtig viel zu sagen hat, in einer Grundschule. Geht das auch ein bisschen leiser?
Ich dachte, Sie wollten von Ihrer Stimme keinen Gebrauch machen. Mein Name ist Lüdecke. Ich werde hier wählen. Und zwar die Siegerin. Bitte schön. Ich dachte, ich schaue mal persönlich vorbei. Obwohl die Wahl ja längst entschieden ist. Wer soll die Kanzlerin noch einholen? Das gebietet die sportliche Fairness. Wenn Hertha BSC am vorletzten Spieltag Deutscher Meister ist, wird die Saison trotzdem zu Ende gespielt. Dann machen wir das ernst. Ihr Wahlzettel bitte. Vielen Dank. Ich brauche den obersten Teil. Sagen wir mal ehrlich. Wir haben heute nur eine Wahl. Wer hat uns durch alle Krisen sichergeleitet? Doktor ... Angela ... Merkel. Was hätte sie machen sollen?
Sich unter dem Schreibtisch verstecken? Kein Wahlkampf hier. Er hat doch angefangen. Also ... Gibt es eigentlich etwas Schöneres ... ... als seinen tiefsten Überzeugungen ... ... mit einer einzigen Bewegung ... ... Ausdruck zu verleihen? Was war das? Auch ein Schluck auf die Siegerin? Jetzt hören Sie mal zu. Das ist ja ... Das ist eine Wahlkabine und kein Separee. Sie hören sofort auf, ihren politischen Willen auszudrücken. Hallo. Ist hier jemand? Was denn? Ich habe heute noch etwas anderes zu tun als Demokratie. Das ist der einzige Laden, den ich kenne, der um 18 Uhr schließt. Dafür haben wir sonntags auf. Name? Rosetti. Ihr Wahlzettel. Wir haben noch über eine halbe Stunde. Was?
Keine Sorge, ich bin in einer Minute wieder raus. So schwer ist es ja nicht. Was heißt so schwer ist es ja nicht? Welche Partei hat man gut und gerne mehr Zeit für Gerechtigkeit? SPD und CDU sind zunächst mal verschiedene Parteien. Da muss man aber ganz genau hinschauen. Ich habe ein paar Wahlprogramme hier. Danke, ich weiß, was da drin steht. Sie haben sie gelesen. Nein, wieso? Sie beziehen ihr Wissen also aus dem Vermeiden von Informationen. Diese Programme sind alle total parteiisch. Das sind Parteiprogramme. Ich habe die fünf Fragen von dem Wallomat gemacht. Der sagt auch CDU. Eine gute Wahl. Wenn wir nicht wählen, wäre es besser. Stopp, stopp. Es waren 38 Fragen beim Wallomat.
Er wählt gar nicht, Sie wählen immer dasselbe. Sie haben wahrscheinlich keine Ahnung, was Sie das letzte Mal bei der Bundestagswahl gewählt haben. Wann war die noch mal? Jetzt reicht es. Sie haben diese Demokratie doch alle überhaupt nicht verdient. Ist das der Schlüssel zum Wahllokal? Was machen Sie denn da? So, Sie kommen hier nicht eher raus. Bevor Sie nicht grundlegende Gedanken zu Ihrer Wahlentscheidung gemacht haben. Jetzt wird es geil. So, jetzt aus. Nichts mit mir. Ich leide unter mir und entgeide unter. Ruhig Blut jetzt. Sie geben mir den Schlüssel wieder zurück. Wir wollen den Schlüssel. Geh mal schön her. Ups. Was machen Sie denn da? Ich hole den Schlüssel raus.
Um Himmels willen ist die Wahl ungültig. Sie gefährden die Wiederwahl von Dr. Angela Merkel. Sind Sie vom russischen Geheimdienst? Der wäre der Einzige, der die Wahl spannend machen könnte. Wieso tun Sie nichts? Das Ding wird in einer Stunde abgeholt. Sie haben den Mann gehört. Halbe Stunde Zeit, die Wahlprogramme durchzuarbeiten. Eine halbe Stunde habe ich nicht. Was soll das jetzt? Wir machen jetzt, was der sagt. Haben Sie Angst? Nein, ich habe Yoga vor sechs. So. Wahlprogramme lesen. Furchtbar. Aber nicht wählen ist auch keine Lösung. Mein verstorbener Großvater hat immer gesagt, wer nicht wählen geht, darf auch nicht jammern. Und ehe ich nicht jammern darf, gehe ich lieber wählen.
Jetzt kann er weder jammern noch wählen. Er ist ja verstorben. Ich finde es immer seltsam, wenn man sagt, es klingt, als hätte er was falsch gemacht. Wie verlaufen. Wenn er stirbt, ist es traurig. Aber wenn er sich verstorben hat, ist es ein bisschen lustig. Als hätte er sich im Datum vertan und wollte erst morgen sterben. Oder ein Freund von mir, der hat sich ständig verlobt. Er wollte also loben. Und heraus kamen immer so misslungene Komplimente. Zu mir hat er mal gesagt, du bist voll hübsch eigentlich. Du bist nicht so ... Manchmal frage ich mich, ob das mit dem Verlieben auch so ist. Wenn man liebt, ist es schön. Aber wenn man sich verliebt hat, ist es ein Fehler.
Dann sagt man nach jahrelanger Beziehung, ich meinte den Typen neben dir. Es passiert erstaunlich vielen Leuten, dass sie sich verlieben. Ich saß vor Kurzem im Zug und neben mir war ein älteres Paar. Die Frau redete dem Klischee entsprechend viel. Dann fragte die Frau, sag mal, langweile ich dich eigentlich oder hörst du mir zu? Der Mann sagte, ich bin da multitaskingfähig. Ich kann mich gleichzeitig langweilen und dir zuhören. Es war traurig, die hatten sich eindeutig verliebt. Manchmal glaube ich, mein Freund hat sich auch verliebt. Wenn ich nach Hause komme, läuft es immer gleich ab. Immer. Ich weiß nicht, wann er angefangen hat, mich Heiner zu nennen.
Aber ich habe das Gefühl, dass er es mit der Artikulation in letzter Zeit nicht genau nimmt. Vor Kurzem hat er mich gefragt, ob ich es für eine gute Idee halte, dass Angela Merkel noch mal kandiert. Die Antwort ist natürlich Ja. Wir alle sollten öfter kandieren. Orangen und Erdbeeren und Kirschen zum Beispiel. Aber er wollte ja nicht wissen, ob sie die Wahl gewinnt. Ich glaube, die Antwort darauf ist auch Ja. Weil die Leute auf ihre Gelassenheit stehen. Man muss immer nur eins von beidem können. Mit Kritik umgehen oder Kritik umgehen. Einfach ... Einfach keine Skrupel haben, einen großen Bogen, um Kritik zu machen. Allgemein weniger Skrupel haben. Der Mensch hat ja nicht gerne Skrupel.
Es kann doch kein Zufall sein, dass wir einer so wichtigen moralischen Gefühlsregung wie Skrupel einen so hässlichen Namen gegeben haben. Skrupel. Es klingt wie diese harten Popel, die man besser lassen sollte, wo sie sind, weil man sonst Nasenbluten bekommt. Hör auf zu skrupeln, Kind. Das macht man nicht in feiner Gesellschaft. Der Typ, der sich ständig verlobt hat, war voller Skrupel. Da hat er am Ende solche Angst, das Falsches zu sagen, dass er so politisch total überkorrekt geworden ist. Er hat zum Beispiel eine Frau nie Frau genannt, sondern Mann mit Genderhintergrund. Ich finde das gut. Ich bin für politische Korrektheit. Ich bin auch für das Gendern.
Es gibt nur ein Argument dagegen, dass es hässlich ist. Aber das ist ja gar nicht das Hauptargument derer, die gegen das Gendern sind. Das Hauptargument ist ja immer, wenn jemand guten Morgen sagt, wisst ihr doch, dass ihr mitgemeint seid. Und ich denke dann immer, stellt euch vor, eure Angebetete stöhnt beim Sex Joachim, obwohl ihr Holger heißt, und sagt, du weißt doch, dass du mitgemeint bist. Es funktioniert, ist aber nicht schön. Daran merkt man dann, dass man sich verliebt hat. Deshalb, verliebt euch nicht. Verlobt euch nicht. Und vor allem, verheiratet euch nicht. Und wenn ihr ins Wahllokal geht, passt auf, dass ihr euch nicht verwählt. Also, Blödeke, wie läuft es mit dem Wahlprogramm?
Super, ich habe mir das Programm der Linken genommen. Und wenn das Wort Kapitalismus kommt, genehmige ich mir ein Glas Roten. Das sollten Sie vielleicht nicht tun. Sie brauchen ein kleines Glas Roten. Ich habe mir das Programm der Linken genommen. Und wenn das Wort Kapitalismus kommt, genehmige ich mir ein Glas Roten. Das sollten Sie vielleicht nicht tun. Das sollten Sie vielleicht nicht tun. Sie brauchen einen klaren Kopf für Ihre Wahlentscheidung. Zu spät, ich bin mal zwölf. Lesen Sie hier die SPD. Das ist ernüchternd. Es kommt das Wort Kapitalismus nicht einmal vor. Sehr Rotweinschorle. Also ohne Rotwein. Haben Sie das gehört? Meine Schule der Demokratie trägt erste Früchte.
Wenn man die Programme genau liest, kann man Unterschiede erkennen. Ja, mit Alkohol vielleicht. Wenn man die Programme aufgrund von Wahlprogrammen trägt, ist das ungefähr so, als ob Sie einem Schüler eine 1 geben. Weil der Ihnen verspricht, nächste Woche schreibe ich eine ganz prima Arbeit. Das ist zynischer Unsinn. Ich beweise Ihnen das Gegenteil. Man kann sich auf Programme verlassen. Jochemsen. Was sagt zum Beispiel die SPD in Ihren Wahlprogrammen? Zu Frieden. Seite 8. Aufrüstung und Säbelrasseln lösen keine Konflikte. Die SPD hat ganz klar gesagt, es wäre Wahnsinn für das 2-%-Ziel der NATO aufzurüsten. Die CDU dagegen sagt in ihrem Wahlprogramm das Gegenteil.
Sie haben eine klare Alternative. Ja, auf dem Papier. Aber in der Regierung hat die SPD das NATO-Ziel mit unterstützt. Wer saß denn da eigentlich für die SPD im Kabinett? Ja gut, das war Sigmar Gabriel. Wer hat gesagt, dass die Aufrüstung Wahnsinn wäre? Ja, das war Sigmar Gabriel. Okay, das ist Wahnsinn. Manchmal muss man etwas mittragen, was gegen das eigene Programm ist, wegen des Koalitionspartners. Ich habe das Gefühl, dass die SPD Ihrem Partner treuer ist als Ihrem Programm. Nein, bei der Ehe für alle sind Sie fremdgegangen. Aber nur da. Nicht für weniger Leiharbeit oder für mehr Rente. Ihren Partner betrogen haben Sie nur für mehr Ehe.
Woher weiß ich als Wählerin vorher, welche Partei wann bei welchem Programm fremdgeht, um sich selbst treu zu bleiben? Das ist eine spannende Demokratie. Hören Sie, das war jetzt ... Nein. Nein, nein. So zynisch lassen wir das nicht stehen. Hören Sie. Okay. Ich gebe zu, die SPD, das sind jetzt Spezialdemokraten. Nicht? Aber die sind ... Es gibt doch noch die Opposition. Gute Idee. Herr Jochensen? Was sagen denn die Grünen zum Diesel? Seite 43. Wir fordern einen Ausstieg aus dem fossilen Verbrennungsmotor. Jawoll. Und was machen die Grünen in Baden-Württemberg? Da stellt sich die grüne Landesregierung gegen Fahrverbote für Diesel. Danke, Herr Jochensen.
Vielleicht ein kleiner Tippfehler im Programm. Die Grünen wollten nicht weg vom Diesel, sondern einen Weg für Diesel. Dann kann ich das Programm auch wegwerfen. Um Himmels willen. Das kann man noch recyceln. Wir haben doch noch die Linken. Was schreiben die Linken in ihrem Wahlprogramm zu ... Keine Ahnung. Autobahnprivatisierung. Seite 11. Privatisierung. Etwa beim Bau von Autobahnen lehnen wir ab. Und was machen die Linken in der Realität? Auf diese Frage habe ich gewartet. Im Bundestag haben Sie einstimmig Autobahnprivatisierungen abgelehnt. Programm Realität. Was 24 Stunden später im Bundesrat passiert? Hm? Da hat der linke Ministerpräsident Ramelow der Autobahnprivatisierung zugestimmt.
Das musste er im Paket ... Das war der Länderfinanzausgleich. Wenn er Geld für Schulen wollte, musste er die Autobahnprivatisierung mittragen. So ist das in der Demokratie. Jeder nur ein Kreuz. Vielen Dank. Was denn? Bleibt denn jetzt nur noch die AfD? Um Himmels willen. Nein, nein, nein. Warum? Warum nicht? Ich orientiere mich am Wahlprogramm. Hier steht es. Sie fordern eine korruptionsvermeidende Spendenregelung. Das klingt doch gut. Sie dürfen sich doch nicht am Wahlprogramm orientieren. Ganz ehrlich. Sie haben ihn in Millionenhöhe finanziert. Die haben mit dem Filz schon angefangen, bevor sie ins Parlament kommen. Sollen wir uns nicht an den Wahlprogrammen orientieren?
Dann können wir so gehen. Nein. Stopp, stopp. Keiner verlässt die Demokratie. Am rechtesten wird es Zeit, sich grundlegender mit der Demokratie auseinanderzusetzen. Machen Sie ruhig. Sie haben ja noch 21 Minuten. Dann müssen wir uns zusammenlegen. Also Sie lesen. Hops. Sie lesen vielleicht Platon. Die Hälfte reicht. Und Sie lesen Rousseau. Ich will nicht zurück zur Natur. Ich will zum Yoga. Das ist der Geiselname wie ein Mogadischu. Sie hatten damals wenigstens einen Tränkewagen. Und der nennt sich hier Warlokal. Warlokal. Es ist und bleibt ein bescheuertes Klassenzimmer. Aber da werden wohl die Sorgen und Ängste der Bevölkerung konkret.
Ich war vor einem Dreivierteljahr schon mal in so einem Panikraum wie diesem hier. Auf einem Elternabend. Ein Elternabend extra einberufen vor dem Hintergrund der Flüchtlingsthematik. Ich glaube, Elternabende brauche ich nicht erklären. Die sind ohne jeden Hintergrund furchtbar. Es sind lauter Erzeuger von Hochbegabten auf einem Haufen. Unerträglich. Wenn die dich so leistungsheischend ankumpeln von der Seite. Meine Emilia-Clara, sie spielt Geige, Klavier und Fagott. Was spielt ihr, Kind? Fußball. Und Computer, du Arschloch. Nun ging es um die Flüchtlingsproblematik. Eingedenkt dieser.
Schrumpften die sagenumwobenen Ängste der Bevölkerung auf eine einzige Hauptangst der versammelten Elternschaft zusammen. Das nämlich durch die syrischen und afghanischen Kinder in den Klassen das Leistungsniveau absinken könnte. Soll ich es noch mal sagen? Der Gedankengang ist klar. Flüchtlingskind kommt, Leistung sinkt, Abi schlecht. Drogenprostitution, Gosse. Geht ja gar nicht. Halleluja. Drei Monate später stellt sich raus, die Flüchtlingskinder sind allesamt besser in Mathe. Drei Monate später stellt sich raus, die Flüchtlingskinder sind allesamt besser in Mathe. Können die doch glatt besser rechnen? Und sofort nächste Angst. Die nehmen mein Kind den Studienplatz weg.
Können wir uns bitte darauf einigen, die Kinder in Ruhe zu lassen? Kinder kriegen das hin. Kinder checken das aus. Wir sind auch schlau. Wenn Ethik in der 10. Stunde stattfindet und der Religionsunterricht am Vormittag. So schnell kannst du nicht gucken, dass die Kinder in den Rallye wechseln. Haben sie nachmittags frei. Kinder sind doch nicht blöd. Der einzige, der blöd rummacht, ist der Rallyelehrer. Das geht doch nicht, dass alle bei mir sind im Unterricht. Das ist ein Pflichtfach. Dein Fach ist ein Pflichtfach. Deswegen gibt es ja auch Noten bei uns in Glauben. Mein Sohn hatte neulich eine 5 im Rallyetest. Ich war ein bisschen stolz. Vollwürdig. Die 10 Gebote wurden geprüft.
Das ist unsere Werte-Base. Die Gebote muss man können. Alle 10. Er hat diese schlechte Zensur bekommen, obwohl er nur einen Fehler gemacht hat. Jetzt kommt eine Hammer-Poarte. Er hat im Rallye-Test versehentlich das 4. mit dem 5. Gebot zusammengelegt. Und ich finde ... Okay. Wär der jetzt ein bibl-kundiges Publikum? Dass er seine Werte kennt, wäre es eine Hammer-Poarte gewesen. Schade um die Geschichte. Nein, nein. Ah! Mein Sohn hat geschrieben, du sollst Vater und Mutter nicht töten. Und ... Immerhin. Es war falsch. Ich persönlich finde es richtig. Ich finde, für so was sollten Kinder Zusatzpunkte kriegen. Das ist doch kreativ. Das ist eine Form von Gebotsökonomisierung.
Das wäre was fürs Wahlprogramm der FDP. Wer braucht denn 10, wenn 5 auch reichen? Zusammenlegung jetzt. Du sollst keine Lügen stehlen. Zack, wieder eins gespart. Meine liebste Gebot-Susammenlegung würde ja lauten ... Du sollst keine Nachbarn neben dir haben. Also ... Das ist also ... Das ist das Modell unserer repräsentativen Demokratie. Ja, ein ganz wertvolles Modell. Aber was kann ich als Souverän damit anfangen? Das steht vorne nicht. Nicht heute. Heute ist der Tag der offenen Kuppel. Heute können Sie den Bundestag mit Abgeordneten bestücken. Darf ich? Einfach reinkippen. Noch ein paar Überhangmagerate. So, das war eine sehr gute Wahl. Und jetzt, Vorsicht, Achtung, bitte zur Seite.
Achtung, bitte zur Seite! Ah! Perfekt! Und jetzt? Der Bundestag ist besetzt, Sie können wieder nach Hause gehen. Wie das war's? Sie können in vier Jahren wieder eine Schippe drauflegen. Was mache ich in der Zwischenzeit? Können Sie ums Modell rumlaufen und jedem beteuern, wie hübsch es ist? Das reicht nicht. Viele Menschen fühlen sich von diesem Modell nicht mehr vertreten. Sie gehen gar nicht mehr wählen. Das macht ja nichts. Die Wahlbeteiligung spielt keine Rolle für das System. Selbst wenn nur wir zwei wählen, würde das Parlament trotzdem voll werden. Wie sollen die Ärmeren repressiert werden, wenn so ein Bundestag inzwischen zu 20 % aus Juristen besteht?
Es sind auch drei Hausfrauen und ein Arbeitsloser drin. Wenn das repräsentativ wäre, hätten wir Millionen Anwälte. So oft können die Hausfrauen sich gar nicht scheiden lassen. Warum sind da überhaupt so viele Juristen drin? Da werden Gesetze beschlossen. Da müssen Fachleute ran mit Kompetenz. Die Fachleute mit ihrer Kompetenz schreiben die wichtigen Gesetze, wie bei der Bankenrettung, von externen Anwaltskanzleien wie Freshfields. Die haben ja noch mehr Kompetenz. Außerdem, Sie haben die doch da reingewählt. Ich hatte nur das, was die Parteien mir auf der Liste präsentiert hatten. Dann sorgen Sie für eine neue Zusammensetzung des Parlaments. Frischer Wind. Wie wäre es mit den Liberalen?
Was ist das jetzt? Das sind Kandidaten der FDP. Schon wieder ein Drittel Juristen. Ja, noch mehr Kompetenzen. Hören Sie mal auf. Ich habe keine Lust mehr auf Juristen im Parlament. Ich möchte jetzt Bürger im Parlament. Halten Sie mal. Jetzt machen wir hier mal ... Nicht da, du hast den Finger weg. Ich baue ein neues Teil ein. Was? Ein Lostropf? Ja, eine Art Bürgervertretung. Die werden reingelost. Sie zyniken, nein. Nicht mücken, nein. Das werden ganz normale Bürger, die in kleinen Gruppen, begrenzte Zeit über Gesetzesvorhaben diskutieren, abstimmen, vielleicht sogar Dinge auf die Tagesordnung bringen. Hören Sie mal auf. Das ist ein Original, verstehen Sie? Das kann man nicht besser machen.
Pssst, sagte der Mann mit der Pferdekutsche und fuhr über die Autobahn. Wenn Sie unbedingt was verbessern wollen, dann lassen Sie sich doch mal aufstellen. Sie würden einen wunderbaren Bundestagskandidaten abgeben. Ja, natürlich. Und ich meine ... Na gut. Laut Artikel 38 Grundgesetz darf sich auch jeder Bürger zur Wahl stellen. Jawohl. Wie war das? Na ja, es ist so, dass jetzt die großen Parteien erwarten, dass ihre Kandidaten ihren Wahlkampf selbst finanzieren. Plakate, Flyer. Das summiert sich bei jeder Wahl auf 20.000 bis 70.000 Euro. Entschuldigung, wie soll sich das eine einfache Alleinerziehende zum Beispiel leisten?
Na so werden schon mal diejenigen draußen gehalten, die nichts von Wirtschaft verstehen. Und warum sitzt Alexander Dobrindt dann da drin? Ja. Gut. Was ich ... Was ich aber eigentlich ... Wie will denn ein Dobrindt z.B. die Interessen einer einfachen Alleinerziehenden in Bottrop vertreten? Will er doch gar nicht. Laut Grundgesetz ist der Abgeordnete nicht an Aufträge und Weisungen gebunden. Der ist nur seinem Gewissen unterworfen. Ja, ja, ja. Warum ist es eigentlich besser nur seinem Gewissen als dem Bürger unterworfen zu sein? Ja, aber das Gewissen, das ist ja viel flexibler. Das sind doch meine Volksvertreter, die müssen auch meinen Willen vertreten.
Was ist, wenn die meinen Willen nicht vertreten? Ich gebe dem Abgeordneten Geld für neue Radwege, der zieht da los mit seinen Kumpels und kauft einen Flugzeugträger. Dann kommt er zurück und sagt, ich glaube, wir haben Ärger mit Nordkorea. Was mache ich denn dann? Sie können ja in vier Jahren einen anderen Juristen wählen. Also über den Abberufen. Sie wollen eine Räterepublik. Wenn das so heißt. Sagen Sie das gleich. Wird halt gerne mal nach wenigen Wochen blutig niedergeschlagen. Na? Vielen Dank. Nehmen wir das im Modell. Wie kann ich denn in der Zwischenzeit in den vier Jahren Einfluss auf den Abgeordneten? Sagen Sie ihm doch einfach mal Ihre Meinung.
Bürgerbüro, ich weiß aber, den interessiert doch meine Meinung nicht wirklich. Wie kommt denn meine Meinung in die FAZ? Wenn Sie die Richtige haben, steht die da schon drin. Nein. Nein. So nicht. Wissen Sie was? Ich möchte. Ich möchte, dass die in der FAZ meine Meinung haben. Sie wollen also nicht nur die Abgeordneten beschränken, sondern auch noch die Presse gängeln, was? Ginge das? Nein. Schade. Greifen Sie sich nicht zu Brüster. Anrugen Sie sich, junge Mann. Demonstrieren. Das können Sie machen. Aber natürlich nicht innerhalb der Bannmeile. Gehen Sie mal aus der Bannmeile raus. Weiter weg. So weit, dass man es transparent nicht mehr lesen kann. Weiter, weiter. Stopp, halt jetzt.
Was fordern Sie denn? Das kann doch kein Schwein lesen. Ich fordere mehr Volksentscheide auf Bundesebene. Hören Sie mal zu. Die Väter des Grundgesetzes haben sich gegen Volksentscheide entschieden. Das war ja eine Lehre aus der Weimarer Republik. Hitler ist doch nicht durch Volksentscheide an die Macht gekommen. Nee, durch Juristen und das Parlament. Halten Sie mal kurz, aber bitte hoch. Moment, das wäre doch eher ein Argument für mich. Hören Sie mal. Wenn Sie Volksabstimmungen wollen, dann müssen Sie eben das Grundgesetz ändern. Das muss ich doch eben nicht. Das steht drin, dass alle Staatsgewalt ausgeübt wird über Wahlen und Abstimmungen. So, und Volksentscheide sind Abstimmungen.
Ja, aber nach herrschender Lehre gilt das nicht auf Bundesebene. Wer bestimmt denn diese herrschende Lehre? Die Juristen im Verfassungsgericht. Und wer bestimmt die Juristen im Verfassungsgericht? Die Juristen im Parlament. Na, noch Lust auf die FDP? Nee. Nee. Nee. Nee, ich hab keine Lust auf die FDP, aber auch Lust auf mehr Bürgerbeteiligung. Schauen Sie, die Leute sind so unzufrieden. Wählen extrem. Ich möchte, dass der Bürger wieder mehr Macht bekommt. Die Frage ist doch, will der Bürger das auch? Ja, natürlich. Ach, wirklich? Schauen wir doch mal nach. Sie meinen den Bürger? Den Bürger?
Den Bürger, den Sie ausschließlich mit diktatorischen Mitteln dazu zwingen konnten, sich mal ein paar Minuten ernsthafter zu beschäftigen mit der Demokratie! Ah! Natürlich muss man sich mit Demokratie beschäftigen. Klar, mit Demokratie muss man sich beschäftigen. Das ist doch überhaupt keine Frage. Es fehlen ja teilweise völlig die Grundlagen. Man hat die Grundlagen. Man hat die Grundlagen. Man hat die Grundlagen. Man hat die Grundlagen. Man hat die Grundlagen. Man hat in Berlin eine Umfrage gemacht unter Jungwählern. Man hat in Berlin eine Umfrage gemacht unter Jungwählern. Die wussten gerade mal, wann die Mauer gebaut wurde. Die wussten gerade mal, wann die Mauer gebaut wurde. 1968.
Von den Alliierten. Manche meinten, die Straße des 17. Juni sei nach dem Datum der Love Parade benannt. Manche meinten, die Straße des 17. Juni sei nach dem Datum der Love Parade benannt. Und wiederum andere kannten gerade mal noch zwei DDR-Politiker mit Namen. Gerade mal noch zwei. Konrad Adenauer und Helmut Schmidt. Manche wollen jetzt mit ihrer Zweitstimme den Bundespräsidenten wählen. Man muss mal so sagen. Es war ja früher so. Da war ja das Problem. Da hat man gesagt, es geht zu wenig zur Wahl. Das ist nicht gut. Eine Zeit lang sah es ja so aus, bei Landtagssalen zum Beispiel, als würde die Wahlbeteiligung selbst an der 5-%-Hürde hängen bleiben. Dann hat man gesagt, es ist nicht gut.
Es müssen mehr zur Wahl gehen. Das ist besser, wo ich jetzt sagen würde. Na ja. Schauen Sie, die SED damals, die hatte teilweise 103%. War auch problematisch. Und die Kanzlerin hat ja Probleme wegen ihrer Flüchtlingspolitik. Aber auch die Kritiker der Flüchtlingspolitik müssen mal zugestehen, dass diese Politik große Erfolge gehabt hat. So ist zum Beispiel Erika Steinbach aus der CDU ausgetrieben. Und dann hat sie natürlich immer noch Probleme mit ihrem Seehofer. Olle Ultimatumhorst. Er hat ja gesagt, wenn Angela Merkel ihre Flüchtlingspolitik nicht ändert, dann wird er Alexander Dobrindt als Verkehrsminister aus Berlin abziehen. Oh, das war ein Schock! Das war ein Schock! Das war ein Schock!
Das war ein Schock! Das war ein Schock! Das war ein Schock! Das war ein Schock! Das war ein Schock! Ein Schock in Berlin! Berlin ohne Alexander Dobrindt! Das wäre ja wie Leipzig ohne Semper-Oper. Das wäre ja wie Leipzig ohne Semper-Oper. Das wäre ja wie Leipzig ohne Semper-Oper. Das wäre ja wie Leipzig ohne Semper-Oper. Es wird noch diskutiert. Es wird noch diskutiert. Was ich an Angela Merkel sehr gut finde, sie sagt, wie es ist. Sie sagt, ich als Physikerin weiß, wir müssen die Laufzeiten von Kernkraftwerken verlängern. Dann sagt sie, ich als Physikerin weiß aber auch, wir müssen aus der Atomenergie aussteigen. Dann sagt sie, Multikulti ist gescheitert.
Dann heißt es, wir sind doch ein liberales Land. Dann gewährt sie Flüchtlingen Asyl. Dann gewährt sie Flüchtlingen Asyl. Jetzt lässt sie nach Afghanistan abschieben, weil das ein sicheres Land sei. Ich glaube, das ist ihre große Stärke. Es wird auch viel zu wenig gewürdigt, dass ihr der Wille zum Konsens wichtiger ist als das Thema selbst. als das Thema selbst. Hier ist Heather Meisner. Schauen Sie sich da mal Ihre Wahlplakate an. Da steht ja nicht, ich bin der Diesel. Auf Ihren Wahlplakat steht nur Ihr Kopf. Dann steht unten ein word und das bedeutet, wir leben gern. Ich glaube, das ist Ihre eigentliche historische Leistung, der Politik die Inhalte zu nehmen.
zu nehmen und ja und das zu spät und damit und damit und da läuft sie natürlich auch so ein bisschen die erwartungshaltung von menschen die noch wissen wer herbert wiener ist nicht und ja und perfekt ist sie aber nicht sie hat auch fehler sie ist keine gute rednerin nicht ein journalist hat ja mal die sprache angela merkels bezeichnet als rhetorische platten bauten ich ich habe in einer rede von ihr ein zitat gelesen und ich muss jetzt ehrlich sein als ich das zitat gelesen habe das hat mir so eine hoffnung gegeben für die politik seine kraft seine zuversicht ich habe wirklich gedacht ja so könnte es gehen das zitat lautet deshalb ist die zeit gekommen hier wirklich in eine phase einzutreten wo wir sehr konkret sagen was müsste gemacht werden das kann ich ihnen konkret sagen was gemacht werden müsste nämlich mal diese tür auf damit ich wählen kann bitteschön die bundeskanzlerin wir müssen sofort die die urne aufmachen aber dann ist doch die ja aber es hat ja noch gar keiner gewählt ja so bitteschön frau bundeskanzlerin name merkel angela ich habe hier so eine walben nachrichtung wir haben ja ganz schön zeit gelassen da naja ich habe gehofft dass in diesem wahlkampf noch was passiert naja naja gut die wahlen sind ja noch nicht entschieden mal eine kleine umfrage so wer ist dabei mich zu wählen also ich bin ja eigentlich nicht wähler aber wenn ich jemanden nicht wählen würde dann sie sehen sie ja ja es ist vorbei der schulz hat verkackt ja aber er konnte doch gar nichts machen ich meine es geht dem deutschland noch nie so gut wie in diesen jahren ich meine dank ihnen frau merkel ja wirklich über neun millionen menschen leben mit einem verdienst von unter zehn euro die stunde wir haben ja die altersarmut die es verdoppelt hat kinderarmut wollen wir gar nicht anfangen ganze gesellschaftsteile die hier sozial und kulturell verarmen und das finden sie gut aber ihr job von einer frau merkel sie ihn kann man auch jeden scheiß erzählen ich habe doch einfach nur die arbeitslosigkeit besser verteilt ja hören sie mal hier merkel wählerin gucken sie mal also die zahl der erwerbstätigen in den jahren ist gestiegen so die zahl der stunden die sie erwerbstätigen arbeiten können aber ist gleich geblieben was heißt das das heißt die die leute müssen sich die gleiche arbeitsmenge teilen sind aber mehr leute ja die müssen in teilzeit arbeiten mini jobs wo es hin und vorn nicht reicht oder für martin schulz fans vielleicht mal zusammengefasst die können von ihrem lohn nicht in würde leben die können von ihrem lohn höchstens in würselen leben glauben sie dass mich eine von diesen hoch bezahlten mikrofon ständerinnen uns ständern im fernsehen mal darauf festgenagelt hätte nein da musste erst eine fast 60 jährige gebäude reinigen aus bochum kommende linke sie hat mir da mal vorgerechnet wie das ist nach 40 jahren im krankenhaus knochend job gearbeitet dann rennt und dann muss sie aber zum amt und sagen bitte bitte ich bin arm ich brauche hilfe da war ich aber in der britannien wissen sie was ich zu dieser frau gesagt habe wissen sie das es tut mir leid nein ich habe gesagt sie haben eine schwierige biografie verstehen sie die frau 40 jahre in den job gearbeitet da habe ich nicht gesagt das rennsystem das müssen wir besser mal ich habe gesagt sie müssten vielleicht ihre biografie ändern was im nachhinein doch durchaus schwierig sein kann ich kann in diesem land offenbar erzählen was ich will sie wählen mich ja trotzdem ja natürlich sie sind doch unangreifbar weil mich niemand hier richtig angreift verstehen sie sie auch nicht vorhin hatten sie so ein zitat vor gelesen haben sie alle gelacht hier und warum ja weil das verkürzt wiedergegeben worden ist aber das stand in der zeit das habe ich mir gedacht na gut aber warum müssen sie mich mit halberheiten ich habe doch so viel offene flanken greifen sie mich doch da an schauen sie mal den deutschen diesel gegen jede vernunft ja und grund gegen den des klima den beschütze ich ich lasse es zu dass flüchtlinge menschen in lybien in von irgendwelchen brutalen milizen ins gefängnis gebracht werden geworfen werden hintergittern ich erlaube das harzlose technokraten griechenland ins elend sparen wo bleibt denn da der aufstand das habe ich mir gedacht ist was jetzt wähle ich protest sie wählen afd ach was diese rechtsextremen fischerkehren haben sie den kauland gehört jetzt will er wieder stolz sein auf die leistungen der soldaten im zweiten weltkrieg hau auf was will er denn da stolz sein habe ich mich gefragt auf die kapitulation da wenn das der führer wüsste an den bin ich auch ein bisschen schuld so ich will jetzt aber mal man ist ja nur so gut wie sein bester gegner wolfgang schäuble der war nicht schlecht ich will die partei die mich im bundestag so am meisten genervt hat so fertig jetzt hier also kommt stimme abgabe jetzt hier immer ja stimme so wunderbar stimme toll demokratie alles klar so alles muss man in diesem scheiß land selber machen ja ja regierung ja kritik an der regierung kritik an mir selbst am ende mache ich noch diese tiere über mich selber und ja ja oder oder die verabschiedung die kann ich auch gleich noch machen das war die anstalt
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