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Angst wegen Zuwanderung

Horst Seehofer , BAMF -Skandal, Schengen-Grenzen

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die 'Anstalt' thematisiert die Instrumentalisierung von Ängsten und Vorurteilen im Zusammenhang mit Migration und der daraus resultierenden politischen Polarisierung. Die Episode beleuchtet die Rolle von Institutionen wie dem BAMF und dem Verfassungsschutz bei der Verbreitung von Stereotypen und der Verstärkung von gesellschaftlichen Spaltungen. Es wird die Frage nach der Identitätsfindung und der Konstruktion von 'Wir'- und 'Die'-Gruppierungen kritisch hinterfragt. Die Satire zeigt die Tendenz zur Politisierung von Alltagsproblemen und die Gefahr einer überbordenden Skepsis gegenüber politischen Prozessen. Letztlich wird die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Vorurteilen und einer offenen Debatte über die Zukunft der Gesellschaft thematisiert.

Transkript 6.277 Wörter

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Schauen Sie, Politik heute, das ist vor allem Dienstleistung am Volk. Und deswegen habe ich jetzt entschlossen, per Twitter mit dem Bürger in einen Monolog zu treten. Herr Minister, Sie wissen schon, dass die Menschen auf Twitter Ihnen Direktnachrichten schicken können? Ja, und wenn ich nicht will, dass die kommen? Na gut, dann können Sie sie blockieren. Ja, dann blockieren Sie die ganzen Albaner, Kosovaren, Afghanen, das Ganze geschwärlt haben. Sie wollten noch erklären, wie Sie das mit Ihrem Kürzel... Ach so, ja. Sie erkennen meine Twits an dem Kürzel-HJ. Ach so, na, das war ja das von Hermann Joachim, gell?

Schauen Sie, dieses Weed, das ich Ihnen hier präsentiere... Also das Tweet wäre Marihuana. Das geht mir als Dienstleistung doch entschieden zu weit. Obwohl ich natürlich froh bin über jeden, der Drogen verkauft, vor allem wenn es ein Ausländer ist, der dadurch straffällig wird. Wollten Sie vielleicht den Bürgern noch kurz erklären, was Sie als Innenminister letzten Wochen so geleistet haben? Ja gut, Hermann, ich habe mir so viel geleistet, wie soll ich das zusammenfassen? Sie könnten sagen, Sie haben die halbe Republik gegen sich aufgebracht, die Kanzlerin gedemütigt, die SPD verhöhnt und dafür auch noch Applaus bekommen von den Rechten. Ja, war das falsch? Nee, für Twitter ist das perfekt.

So, also... Einen wunderschönen Abend, ich begrüße Sie hier. Ich begrüße Sie alle beiden. Ich finde, dass Sie so zahlreich erfinden sind, hier zu unserer Angsttherapie. So, jetzt Ruhe hier. So, kommen wir nicht zu dem, mit unserer Angsttherapie, zu der ich Sie herzlich begrüße. Ihr Bundesamt für Migrationsphobien, kurz BAMF. Ich habe ein paar wunderschöne Ängste für Sie vorbereitet. Hier zum Beispiel die Angst vor steigender Kriminalität wegen Zuwanderung. Dann eine Angst vor Überlastung des Sozialstaats wegen Zuwanderung. Das ist was für Sie. Dann hier die Angst vor dem staatlichen Kontrollverlust. Durch Zuwanderung? Ganz genau, hier bitte. Aber die ist doch noch ganz schlaff.

Diese Angst müssen Sie erst noch aufblasen. Machen Sie mal, los, machen Sie mal. Bam, Scandal. Bam, Scandal. Stopp, stopp, stopp. Angsttherapie bedeutet das nicht, dass wir hier sind, um unsere Ängste zu überwinden. Wenn Sie Angst haben, kann ich doch für Sicherheit sorgen. Ich habe ja auch Angst. Ich habe Angst davor, dass diese Republik nach rechts rückt. Keine Sorge, ich bin die Mitte der Gesellschaft. Und ich bin nicht verrückt. Also von hier drüben sehen Sie schon ziemlich weit rechts aus. Dann bewege ich mich einfach in die Richtung, schon ist er wieder in der Mitte, ist doch klar. Und Sie sind übrigens, wenn ich das sagen darf, ein extrem links junger Mann.

Ich bin auch Kabarettist des Berufskrankheits. Dann wollen wir also loslegen mit unserer Angsttherapie. Angst habe ich auch. Entschuldigung, für Ihre Ängste ist hier kein Platz. Ah, Platz, gut, danke schön. Also habe ich große Angst davor. Das haben Sie falsch verstanden. Sie haben keine Angst vor uns, sondern wir haben Angst vor Ihnen. Vor allem nach Chemnitz. Entschuldigung, nach Chemnitz hat eher Sie einen Grund, Angst zu haben vor uns. Ja, diese ja schon über 70 Geflüchtete von Rechten verletzt und angegriffen. Also wenn sie Angst hat, dann muss sie diese Angst halt so äußern, dass sie in Deutschland auch verstanden wird. Das wird schwierig.

Ängstliche Leute erkennen wir in diesem Land offensichtlich nur noch am Hitlergruß. Wenn Sie Ihre Angst schön deutsch nach außen nehmen. Was machen Sie denn da? Wir zeigen das verfassungsfeindliche Dingsbumst da. Kaum hier, schon illegal. Jetzt lassen Sie die Frau doch mal in Ruhe. Die hat einfach nur Angst. Wie die Leute in Chemnitz. So kommen wir doch nicht weiter. Wir müssen noch mal drüber reden, wie wir unsere Ängste in Griff bekommen. Das ist gut. Was könnte Sie denn machen, damit Sie keine Angst mehr haben vor ihr? Gehen halt. Schauen Sie, es ist doch einfach, wenn Sie nicht hier wären, müssten Sie doch auch keine Angst haben vor Nazis. Oh ja, Entschuldigung.

Bin ich etwa wieder zu spät oder was? Nein, genau das Stichwort, Frau Weidel. Rechts von mir ist nur die Wand, gell? Messerstecher! Hat da jemand Messerstecher gesagt? Schauen Sie, die Mitte hat Angst. Ja, natürlich. Das ist doch nicht der Fall. Das ist doch der Fall. Schauen Sie, die Mitte hat Angst. Natürlich, weil Sie Messerstecher gesagt haben. Wo ist ein Messerstecher? Nirgends. Überall. Hören Sie mal auf, diesem Mann Angst zu machen. Das ist doch mein Job. Der hat doch noch gar keine Angst. Das hier ist eine Angst. Messerstecher! Ich finde, gefühlt sind die Gewalttaten auch viel mehr geworden. Von euch. Statistisch gesehen stimmt das natürlich auch. Das ist ja wohl eine Informe.

Sehen Sie, geflüchtete Menschen werden natürlich häufiger angezeigt als Einheimische. Ja, sehen Sie, er sagt doch selber, dass Flüchtlinge krimineller sind. Nein, ich habe nur gesagt, sie werden häufiger angezeigt. Das sind natürlich auch proportional mehr Männer. Und die sperren wir auch noch hier in Lage ein. Dann lassen wir sie nicht arbeiten und lassen sie wissen, dass sie nicht hier bleiben können. Ja, und außerdem sind Geflüchtete meistens auch selber Opfer von dieser Gewalttaten. Ja, also müssten Sie eigentlich auch Angst vor Migranten haben. Niemand muss Angst haben vor geflüchteten Menschen. Wenn wir einfach aufhören, sie passiv rumsitzen zu lassen. Sondern aktiv heim schicken.

Wir brauchen einen Sprachkurs, wir brauchen Arbeit für Sie, wir brauchen einen geregelten Tagesablauf. Ja, und musst du beibringen, wie man umgeht mit Frauen und mit Frustration. Wo ist denn da der Unterschied? Also mehr Integration? Ja, natürlich. Moment mal, Sie haben da Ihre Angst vergessen? Hier, machen Sie doch mal die Augen auf. Überall gibt es mehr Radikalisierung und Straßenproteste. Das sind ganz klare Reaktionen auf eine Flüchtlingskrise. Eine Finanzkrise. Was? Es gibt Studien, 100 Finanzkrisen. Über 140 Jahre hat man untersucht. In 20 Ländern. Es passiert genau das, was wir gerade erleben. Und nach der Finanzkrise, was passiert, der rechte Rand erhebt sich in die rechten Parteien.

Warum wählen Menschen nach der Bankenkrise rechts? Keine Ahnung, weiß nicht. Vielleicht wollen die mal jemanden wählen, der niemanden rettet. Ach so, dann muss ich eigentlich gar keine Angst vor Flüchtlingen haben, sondern vor Banken? Ja, bleiben Sie hier, junger Mann. Das ist doch gar kein Problem. Wenn Sie das wollen, dann machen wir halt statt Ankerzentren Bankerzentren. Und dann gibt es auch keine Ankerzentren mehr. Nur noch Sachleistungen. Das ist schwer. Ja, Moment mal. Jetzt sind wieder die Banken an allem schuld, oder was? Ja, lassen wir diese mal die Banken absaufen. Nein, nein, nein. Entschuldigung. Aber das werden wir nicht machen. Ja, und warum nicht?

Na ja, wenn wir die Flüchtlinge nicht retten, dann saufen nur die ab. Aber wenn wir die Banken nicht retten, dann saufen wir alle ab. Ja. Sagen Sie, wo haben Sie eigentlich als letztes gearbeitet, Frau Weik? Gold, Men und Sex. Warum? Nur so. Ja, ich finde, das war eine schöne erste Runde. Treffen wir uns morgen wieder zur nächsten Angsttherapie. Und jeder bitte nicht vergessen, seine Ängste mitzubringen. So weit ist es schon gekommen. Die deutsche Mitte wird dargestellt von Fatih Cevikoglu. Nicht schlecht. Und jetzt ist es offiziell. Unser Innenminister, the artist formerly known as the Heimathorst, hat es gesagt, die Migration ist die Mutter aller Probleme. Frage. Was ist mit der Migration?

Was ist mit der Migration? Frage. Was hat unserem Land mehr geschadet? Nationalismus oder Migration? Lass mal schauen, auf der einen Seite haben wir 60 Millionen Tote, Europa in Schutt und Asche und Verbrechen, für die wir uns Jahrhunderte noch schämen müssen. Auf der anderen Seite haben wir Düremdöner. Und wenn wir uns jetzt anschauen, wer das gesagt hat, dann wissen wir alle, das ist einer, der ist hier aus Bayern vertrieben worden. Da hat ein Markus herumgesödert und er musste nach Berlin als Migrant, um dort zu arbeiten. Ein Arbeitsmigrant, ein Wirtschaftsflüchtling. Und wir alle wissen, wie sehr Migranten, die ihre Heimat verlassen mussten, an ihrer Herkunftskultur festhalten.

Also versucht er, den zu Hause zu zeigen, wie weiß-blau er noch ist. Und wir alle wissen, wie blau er noch ist. Nicht wahr? Blau ist das noch nicht. Blau ist das noch nicht. Blau ist das noch nicht. Blau ist das noch nicht. Blau ist das noch nicht. Blau ist das neue Braun. Apropos Braun, der Verfassungsschutz ist ihm auch schon zur Seite gesprungen. Der Verfassungsschutz, das kennen Sie, das ist dieses Sprungbrett für Sonderberater im Innenministerium. Die haben jetzt auch gesagt, der Verfassungsschutz hat gesagt, dass sie die AfD jetzt nicht beobachten wollen. Begründung, Interessenkonflikt. Die haben gesagt, wir beraten schon, da können wir auch noch beobachten.

Und wenn wir uns jetzt fragen, ob die CSU schon nach rechts gerückt ist, wollen wir so sagen, der Verfassungsschutz ist bereit, die zu beraten. Der Verfassungsschutz und die Rechten, das ist auch eine, wie soll ich sagen, eine große Erfolgsgeschichte. Die kriegen jetzt auch ein ganz neues Zentrum. Man weiß noch nicht, wo es hingebaut wird. Man munkelt, der Ober-Salzberg. Aber dass die zusammenhängen, die kriegst du gar nicht mehr auseinander. Verfassungsschutz kannst du ohne SS gar nicht schreiben. Und Fakt ist, Migration verändert die Gesellschaft immer zum Guten. Beispiel Bayern.

Im Jahr 2015 sind 890.000 Menschen nach Deutschland geflohen, die die bayerischen Grenzen hatten, hatten damit sehr viel zu tun. Die Menschen in Bayern haben die einmal hochgekrempelt und viele haben den vielen Menschen geholfen. Für die Landesregierung sah das alles ein bisschen anders aus. Für die waren das muslimische Männermassen, Männerhornen, die eingefallen sind. Die waren fremd und gefährlich und eine Gefahr für das ganze Land und die Sicherheit. Und selbstverständlich waren die fundamentalistisch und homophob und frauenverachtend. Im Prinzip CSU-Stammwähler. Dann kommt die hier an. Danke.

Dann kommen die hier an und stellen fest, die CSU findet Schwule scheiße, wir finden Schwule auch scheiße, wir finden CSU super. Und anstatt die CSU dieses Wählerpotenzial erkennt und denen sofort die Staatsbürgerschaft gibt, deren Stimme sich sichert und somit sich die absolute Mehrheit für nächsten Jahr 100 sichert, zementiert, gehen die Weißwürstel von der CSU hin und sagen, stopp, nein, wir finden euch auch scheiße. Und übrigens, Schwule finden wir super. Mit dem Zuzug der muslimischen Männerhorden nach Bayern hat sich die CSU-Landesregierung für die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen. Migration verändert Gesellschaft zum Guten. Immer. Ja. Seit wann haben wir denn die Beschwerden?

Ich glaube so, das habe ich mir 2015 eingefangen. Was? Haben Sie jetzt auch Flüchtlinge? Ich dachte, Sie als Linker werden dagegen immun? Ich habe so komische Bauchschmerzen seitdem und vielleicht ist es mit meinen Prinzipien stimmt da was nicht. Ah, okay, ja, kann ich den mal sehen? Ja. Aha. Parteibuch von den Linken. Ja. Prinzipien auf Papier müssten Ihnen eigentlich nicht so viele Beschwerden machen? Ja, das habe ich auch gedacht. Ach, Sie haben hier offene Grenzen. Au, au, da tut es weh, das ist die Stelle. Ja, das ist eine Infektion. Ihre Prinzipien sind auf die Wirklichkeit getroffen. Ja, genau, diese Vorstellung.

Offene Grenzen zu wollen, an sich vorzustellen, was das heißt, es tut so weh. Wann ist es denn am schlimmsten? Kurz nach dem Aufstehen. Aha, Wagenknecht-Syndrom. Gut. Dann machen wir jetzt mal eine Konfrontationstherapie. Ja. Ja, Fatih? Ja, wie kann ich helfen? Das ist Fatih, mein migrantisch-technischer Assistent. Ah, ja. Der wird jetzt mal so tun, als wäre er ein Flüchtling. Ja, wer soll es denn sonst machen? Genau. Und jetzt schildern Sie ihm mal Ihr Problem. Ich habe ein Riesenproblem mit Ihnen. Also jetzt nicht mit Ihnen persönlich, sondern mit Ihnen in der Mehrzahl. Natürlich sind wir verpflichtet, Sie aufzunehmen.

Aber sehen Sie, wenn wir Sie aufnehmen, ist das ein Problem für die hiesige Arbeitnehmerschaft, der ich mir ja auch solidarisch verpflichtet fühle. Verstehen Sie? Sie sind einfach ein Mensch, aber Sie sind auch ein Konkurrenz um Lohn und Wohnungen. Ich suche ein Zwei-Zimmer-Appartement. Nee, nee, jetzt geht es erst mal um mich. Schauen Sie mal, meine internationale Solidarität Ihnen gegenüber geht zulasten der hiesigen Bevölkerung. Und das ist schon eine Dilemma für mich als Linker. Ja, und rechts zu werden, ist da keine Option, oder? Nee. Ich weiß nicht, in welche verzweifelte Lage Sie mich bringen. Oh, das tut mir so leid.

Wenn ich gewusst hätte, welche Schwierigkeiten Ihnen meine Flucht bei Ihnen auslöst, dann wäre ich zu Hause geblieben. Im Bürgerkrieg. Das würden Sie tun? Damit würden Sie der internationalen Solidarität einen großen Dienst erweisen. Das läuft eh besser, wenn die Ausländer im Ausland bleiben. Das tut mir jetzt mehr weh, als Ihnen das zu sagen. Was hat sie gesagt? Sie hat gesagt, sie hat eine Zwei-Zimmer-Wohnung für mich und meine Familie aus Syrien. Jetzt kommen Sie doch einfach, ohne mich zu fragen. Was ist denn mit meinem Dilemma hier? Naja, wir Migranten müssen realistisch bleiben. Wir können doch nicht das ganze Leben auf die deutsche Linke warten. Jetzt kommt er, jetzt kommt er einfach.

Jetzt atmen Sie doch mal ganz tief durch. Die Untersuchung von großen Migrantenströmen, wie z.B. von Kubanern nach Florida oder Aussiedlern nach Deutschland, hat ergeben, die Einwanderung hat quasi überhaupt keine Auswirkungen auf die Löhne von Einheimischen. Bitte, was? Meine Güte, als Linke haben Sie aber wirklich sehr wenig Ahnung von Arbeiterlöhnen. Die wichtigsten Untersuchungen zeigen alle, dass selbst eine große Zuwanderung die Löhne maximal um 0,1% senkt. Kurzfristig. Ja, kurzfristig sehen Sie hier, aber langfristig? Ja, langfristig 0,0%. Ich würde das, sollte Ihnen die internationale Solidarität schon wert sein.

Sie wissen doch, wer die letzten 20 Jahre den größten Druck auf das Einkommen ausgeübt hat. Die Agenda 2010. Okay, kein Druck auf die Löhne, aber Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit wird steigen. Ja, die steigt. Sehen Sie, ich wusste es. Um 0,024% kurzfristig. Das ist komisch. Ich fühle mich besser. Ja? Ja, super, vielen Dank. Okay. Guten Tag. Ich bin Lisa aus Russland. Ja, was fehlt Ihnen? Arbeit. Ich bin migrantisch-technische Assistentin. Was sind Sie? Keine Angst. Ihre Migration zu uns hat keine negative Auswirkungen. Ja, für Vater schon. Was? Na ja, für Migranten, die schon länger hier sind und im Niedriglohnsektor arbeiten. Für die steigt die Arbeitslosigkeit nicht so weit.

Ich bin hier ein Billiger. Gut, Sie sind eingestellt. Warte mal. Stopp. Die Nummer rollt hier irgendwie. Das geht so nicht. Du brauchst dich nicht aufregen. Laut Studien sind die meisten Migranten trotzdem für Migration, obwohl sie darunter leiden. Das finde ich so toll von Ihnen. Das nennt man Solidarität. Kennst du? Auch. Sehen Sie? Habe ich das richtig verstanden? Wenn man das zusammenfasst, dann nehmen die Ausländer die Arbeitsplätze weg. Ich müsste als Linker dafür sein, Migration einzudämmen, um Migranten zu schützen. Oh Gott, das ist ja schon wieder so ein Dilemma. Aber doch nicht für Sie, für mich. Und für mich, ich komme damit schon, das ist doch heilbar. Natürlich.

Man muss die Migranten nur ausreichend qualifizieren. Dann verschwinden die Symptome und die gesamte Gesellschaft profitiert. Ha. Das ist ja toll. Ich habe keine Bauchschmerzen mehr. Jetzt spüre ich nur meine Kopfschmerzen wegen der Umfragewerte. Karo, bitte. Warte mal. Ich bin so wütend. Ich weiß. Aber leider war in meinem nächsten Programm ein Migrant. Aber ich bin kein Migrant, Karo. Sagt eigentlich, das ist die Leben so. Ja, nicht so, was heißt das? Das ist die Leben so. Hm, naja. Migration ich kenne. Ja, ich bin ja Wirtschaftsflüchtling. Ich bin gekommen. Und bin auch nach Deutschland migriert. Um zu suchen einen neuen Ex-Mann. Also in Russland, wir haben große Frauenüberschüsse.

Es gibt zu viele Frauen, zu wenig Männer, jetzt im Verhältnis. Ohne Verhältnis noch weniger. Und jetzt, ich bin hier und intrigiere mich und suche nach neuen Traumamann. Und das haben Sie mir jetzt alles geglaubt, oder? Dabei ist das natürlich Quatsch. Also nicht alles, ich komme wirklich aus Russland. Aber wenn ich den russischen Akzent direkt weglassen würde, dann würde mir das ja keiner mehr glauben. Dann müsste ich das schon irgendwie anders zeigen. Vielleicht so eine Pelzmütze tragen oder so ein russisches Instrument immer bei mir haben. Ich meine natürlich diese Balalaika, nicht die Kalaschnikow. Und ich möchte das auch gerne gerne zeigen.

Also ich möchte gerne als Migrantin erkannt werden, aber ich möchte das nicht für mich. Ich habe das Gefühl, dass die Deutschen das brauchen. Diese Schubladen, die sind ja schon so ganz im Sinne der deutschen Ordnung. Sie geben einem auch Sicherheit. Da weiß man ja direkt, wo man dran ist. Mir ist es aufgefallen, weil Grenzübertritt wird man zu jemand anderem. Das kennen Sie auch. Der Deutsche steigt in den Flieger, nach Mallorca steigt er aus dem Flieger. Bums, Assi. Ich habe wirklich lange Zeit gedacht, ich bin einfach nur ein Mensch. Nach dem Grenzübertritt war ich plötzlich die Russin. Wurde auch so behandelt. Ach du kommst aus Russland? Möchtest du einen Vodka trinken?

Ich sagte immer einen Vodka? Nee. Ja wie nee? Du bist doch Russin oder nicht? Ich sage ja, bin ich, aber ich bin 15. Was? Was soll ich mit einem Vodka? Bring mir bitte die ganze Flasche, dann können wir weiter reden. Ja, die Schubladen. Genau. Ich bin Moskau geboren. Moskau ist eine sehr große Stadt. Als ich 15 Jahre alt war, hat meine Eltern gesagt, wir ziehen aufs Land, dann sind wir aufs Land gezogen. Also nach Deutschland. Ich wollte mich auch sofort integrieren. Da habe ich Kontakt zu den Einheimischen gesucht und schon bald meinen ersten deutschen Freund kennengelernt. Sein Name war Ahmed. Der Ahmed hat mich sehr gut integriert.

Nach vier Jahren habe ich gesagt, ich glaube jetzt würde ich gerne das Kopftuch wieder ausziehen. Mein zweiter deutscher Freund hieß Rainer. Rainer Deutsche. Der Rainer hat mich mitgenommen zu einer richtigen deutschen kulturellen Veranstaltung. Zum Karneval. Im Karneval habe ich mich richtig integriert. Da muss man ja ständig Alaaf rufen. Ich habe auch ständig Alaaf gerufen. Alaaf hier, Alaaf dort. Ich habe ein richtiges Alaaf-Douret-Syndrom entwickelt. Das passt natürlich nicht immer, nicht überall. Nicht in Düsseldorf. Sie sehen schon. Bist du in einer Stadt integriert, bist du womöglich in einer anderen überhaupt nicht integriert.

Das ist wirklich in der Tat ein bisschen kompliziert, sich integriert zu fühlen. Diese feinselige Einstellung der benachbarten Stadt gegenüber, sowas gibt es in Russland nicht. Überhaupt nicht, gar nicht. Da nimmt man dann direkt so ein Nachbarsland dazu und gut ist. Was soll ich noch sagen? Grundvoraussetzung für jeden Konflikt ist natürlich die Denkweise wir und die. Diese Schubladen, worüber wir schon gesprochen haben. Wir und die anderen kann leider sehr schnell zu wir gegen die anderen werden. Wir gegen Flüchtlinge, wir gegen Migranten. Und am Ende doch Menschen gegen Menschen. Alaaf. Ich werde keine Tafelnummer machen. Ich werde keine Tafelnummer mehr machen.

Ich werde keine Tafelnummer mehr machen. Ich werde keine Tafelnummer mehr machen. Ich werde keine Tafelnummer mehr machen. Warum darf das? Ich habe jetzt hier gleich Therapiesitzung. Warum? Wegen meines übersteigerten Dranges aufzuklären, was wollen Sie? Die Angst vor staatlichem Kontrollverlust. BAMF-Skandal. Ja, genau. Davor habe ich jetzt keine Angst mehr. Was? Warum nicht? Klären Sie mich auf? Nein, das werde ich nicht tun. Warum? Ist gerade keine Tafel in der Nähe? Nein. Das werde ich nicht tun. Ich werde es nicht tun, weil es kein Skandal war. Wenn es kein Skandal war, warum habe ich denn dann meine Ankerzentren bekommen? Es war nur ein Skandal, weil er als solcher berichtet worden ist.

Die Bild-Zeitung hat im April dieses Jahres berichtet, so lief der unfassbare Asylbetrug von Bremen. Die frühere Chefin der BAMF-Außenstelle Bremen soll bis zu 2.000 Asylanträge eigenmächtig ohne ausreichende Rechtsgründe bewilligt haben. Das steht soll. Das soll hat doch keiner gelesen. Schauen Sie, die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen diese Ulrike B. Wegen Bestechung und bandenmäßigen Asylmissbrauchs. Richtig, sie ermittelt noch. Aber ihr Staatssekretär Stefan Meyer hat sich schon in eine Talkshow gesetzt und Ulrike B. in aller Öffentlichkeit vorverurteilt. Aufgrund von Fakten, die keine waren. Er hat lediglich gesagt, dass in Bremen hochkriminell und bandenmäßig vorgegangen wurde.

Eine Behauptung, die er laut Gerichten nicht mehr treffen darf. Damals stimmte es aber. Es stimmte nicht. Das stand in der Zeitung. Jetzt passen Sie mal auf. Schauen Sie mal, was für Vorwürfe gegen diese Frau im Raum stehen. Ich sage Ihnen, Ulrike B. ist eine kriminelle Schleuserin. Ist sie nicht. Und warum hat man sie 2016 vom Dienst entbunden? Sie soll in 149 Fällen Abschiebungen unerlaubt verhindert haben. Da sehen Sie, ein Riesenskandal. In einem Disziplinarverfahren hat man festgestellt, dass sie nur in drei Fällen gegen eine Dienstvorschrift verstoßen hat. Weil sie bestechlich war. Nein, ich zitiere aus dem Disziplinarverfahren aus humanitären Gründen. Jetzt hören Sie mal zu.

Ich sage Ihnen das mal, was die humanitären Gründe waren. Sie hat nämlich Abschiebungen nach Bulgarien verhindert. Zu einer Zeit, wo nicht mehr gewährleistet war, dass Menschen dort menschenwürdig behandelt würden. In diesem Verfahren steht eindeutig drin, dass diese Frau durch ihr Verhalten den Amt einen erheblichen Ansehensverlust beigebracht hat. Zunächst mal hat man festgestellt, dass diese drei Sachen in der Sache sie richtig entschieden hat. Und dann geht es darum, hier beim Ansehensverlust geht es darum, dass eine Beamtin nicht richtig entschieden hat. In der Sache. Und das, das gefährdet das Ansehen? Bei mir sowieso. Hören Sie mal zu.

Unter dieser Frau gab es in Bremerbampf eine Anerkennungsquote. Höher als in jedem anderen Bundesland. Es ging zunächst mal um Jesiden. Wer ist das? Eine religiöse Minderheit aus dem Irak. Die hatten damals Schutzquoten in Deutschland von nahezu 100%. Wegen Ulrike B. Nein, weil sie verfolgt worden sind. Deswegen muss doch kein Grund, sich einfach so kopflos reinzulassen. Wovor sind Sie denn geflohen? Der IS hat Ihnen die Köpfe abgeschnitten. Frau Ulrike B. Wir haben Ihnen vorgeworfen, in der Sache richtig aus humanitären Gründen Menschen ins Land gelassen zu haben, die eh hineingedurft hätten. Hören Sie mal zu. Gegen diese Frau wird ermittelt, weil ein jesidischer Anwalt sie bestochen hat.

Und womit? Mit einem Leben in Saus und vermutlich auch in Braus. Es gibt Berichte über exklusive Hotelübernachtungen. Wo denn? Im Ritz in St. Moritz? Ganz genau. Ein 4-Sterne-Hotel in Hildesheim. Doch. Selbstverständlich gab es das. Und in dem hat sie auch herumübernachtet. Sie meinen das da? Genau. Das ist der Luxustempel. Alles vorhanden. Steckdosen, Licht, Teppich, Wände, Luft. Um in diesem Zimmer zu übernachten, da hätte ich mich auch bestechen lassen. Sie hat schon selber gezahlt. Was? Was ist denn das für eine Bestechung? Na ja, sie hat selber gezahlt. Aber einer der Anwälte hat es ihr vorher ausgelegt. Das ist doch keine Bestechung. Das ist Auslegungssache.

Hören Sie, das ist doch alles nichts. Das ist noch nicht alles. Im internen Revisionsbericht, das BAMF vom Mai 2018, steht eindeutig drin, dass gegen Gesetze und Regeln verstoßen worden ist. Na ja, eine Behauptung, die sie laut Gerichten so auch nicht mehr aufstellen dürfte. Hat sie fix. Wir sagen in diesem Land nicht mal die Unwahrheit. Es steht aber eindeutig fest, dass im Umkreis der ÖGB Busse gemietet worden sind, um Tausende von Asylbewerbern zum BAMF nach Bremen zu fahren, damit sie da vereinfacht Asyl bekommen. War das nicht eher so, dass die Landkreise wie Cuxhaven diese Busse gemietet haben und auch bezahlt haben, um ihre eigenen Ämter zu entlasten? Ja, logisch. Warum?

Darüber hinaus hat sie über 1000 Asylentscheidungen zu Unrecht an sich gezogen. Hat mein BAMF nicht zugeben müssen, dass sie die zu Recht an sich gezogen hat? Selbstverständlich. Warum? Jetzt hören Sie mal zu, alle diese Fakten, die waren ja der internen Revision, ich zitiere mal, zum Zeitpunkt der Prüfung nicht bekannt. Was war denn der Revision zum Zeitpunkt der Prüfung bekannt? Wann es Kohlrouladen gibt in der Kantine? Finden Sie das witzig? Ich weiß nicht, was mein Gesichtsausdruck bedeutet. Ich sehe es ja nur von innen. Was sehen Sie? Von den Vorwürfen gegen Ulrike B. scheinen im Moment nicht mehr ganz so viele übrig gewesen zu sein. Lassen Sie mich Butter bei die Fische.

Wie viele Fälle hat Ulrike B. persönlich aus bandenmäßiger Art und Weise heraus aus Bestechlichkeit heraus falsch beschieden? Bis jetzt gar keinen. Frau Doktor, gut, dass Sie kommen. Mir geht es irgendwie gar nicht gut im Moment. Was fehlt Ihnen denn, Herr Seehofer? Ein BAMF-Skandal. Das war nämlich keiner. Herr von Wagner, haben Sie etwas schon wieder eine Tafelnummer gemacht? Doch, hat er. Das haben alle gesehen. Über den BAMF-Skandal. Aber über den falschen. Gucken Sie mal hier. Rechts die positiven Asylbescheide von BAMF. Links die negativen. Das rote sind alles Fehlentscheidungen. Fällt Ihnen was auf? Ja, dass in 1,6 % der Fällen zu Unrecht Menschen Asyl gewährt worden ist.

Das ist doch kein Skandal. Meine Güte, auf der anderen Seite 37,5 % das sind 48.000 Menschen denen Asyl zu Unrecht verweigert wurde. Wie konnten das BAMF so viele Fehler machen? Soll ich es Ihnen erklären? Oh, wenn Sie könnten. An einer Tafel. Das war möglich, wenn man ihn hier zum Leiter des BAMF gemacht hat. Den kenne ich. Der war vorher Bundesagentur-Chef. Der hat dann den Job gewechselt und ist zum BAMF. Der ist schon bei der Bundesagentur geblieben. Das mit dem BAMF hat er einfach so nebenbei gemacht. Ehrenamtlich. Er hat diese Mammut-Aufgabe in seiner Freizeit erledigt. Ja, aber als er nicht mehr Leiter war, ist er BAMF-Berater geworden. Dafür hat er 83.000 Euro im Jahr bekommen.

Also quasi schon wieder ehrenamtlich. Oh Gott. Ja, nur hat er von der Materie so wenig Ahnung gehabt, dass er selber Berater brauchte. Und die haben 360.000 Euro gekostet. Ja, aber man muss sagen, dass der Weise natürlich ein perfekter Türöffner war. Für Flüchtlinge? Nein, für McKinsey. Denen hat er schon die Tür zur Arbeitsagentur geöffnet. Und McKinsey hat dann für 47 Millionen Euro die Abläufe im BAMF optimiert. Ja, Mitarbeiter sprachen von der Devise, Schnelligkeit über Sorgfalt und Qualität. Und das haben Sie erreicht durch nur mehr Personal? Durch Textbausteine.

Zum Beispiel wurde der Asylantrag einer Frau, die in ihrem Heimatland zur Prostitution gezwungen wurde, mit diesem Textbaustein abgelehnt. Die Umstände, die die Antragstellerin geltend macht, gehen nicht über das Maß dessen hinaus, was alle Bewohner hinzunehmen haben, die in vergleichbarer Situation leben. Sagen Sie mal, haben die Mitarbeiter vom BAMF sich wenigstens geweigert, so einen unmenschlichen Dreck umzusetzen? Nein, denn Weise hat natürlich an den entscheidenden Stellen ehemalige Soldaten eingesetzt. Ja, der Mann ist schließlich oberst der Reserve. Ja, und Soldaten diskutieren nicht. Genau, das ist ja auch logisch. Das ist ja eine Verwaltungsebene der Exekutive.

Da ist es nur konsequent, dass die Angestellten das Asylrecht exekutieren. Okay. Das heißt, die McKinsey bekommt 47 Millionen Euro für Bescheide, die so schlecht sind, dass ein Drittel davon oder mehr davon sogar vor Gericht keinen Bestand haben, was dazu führt, dass 10.000 von Menschen zu Unrecht kein Asyl bekommen. Und wir regen uns darüber auf, dass eine Frau aus humanitären Gründen in Hildesheim übernachtet hat, weil sie zu nett zu Jesiden war. Ja. Wir haben den falschen Skandal aufgeblasen. Nein, nein, Frau Doktor, das stimmt jetzt nicht. Denn spätestens jetzt ist jedem BAMF-Mitarbeiter klar, tausende von falschen Asylbescheiden für Asylanträge sind uns total wurscht.

Aber ein einziger positiver Asylbescheid zu viel kann dich deinen Job kosten. Servus. Ja. Heutzutage können einen schon Kleinigkeiten den Job kosten. Bei Herrn Maaßen war es ein Video. Übrigens, in diesem viel besprochenen Video gibt es ein sehr interessantes Detail zu hören. Achtung. Haase, du bleibst hier. Du bleibst hier. Haase, du bleibst hier. Offensichtlich handelt es sich hierbei um einen weiteren Nazi, der gerne mitjagen würde, dessen Frauchen ihn aber wie einen Hund daran hindert. Haase, du bleibst hier. Die Frau ist sehr bestimmt. Haase ist brav und gehorcht. Also diese Frau hat unter Umständen Schlimmeres verhindert. Das können Frauen ja sehr gut. Deeskalieren.

Das ist sogar bewiesen. Es gibt Studien, die besagen, je mehr Frauen anwesend sind, desto weniger Extremismus und Gewalt gibt es. Das ist immer so. Gut, außer jetzt bei den Kandidaten vom Bachelor. Es gibt tatsächlich im Osten einen extrem Männerüberschuss. Zwei Drittel der Menschen, die nach der Wende in den Westen gegangen sind, waren Frauen. Mittlerweile gibt es ganze Landstriche, da ist überhaupt keine einzige Frau mehr übrig. Da könnte RTL Formate drehen. Brauner sucht Frau zum Beispiel. Denn es gibt tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil in einem Gebiet und der Stärke der AfD.

Die gut gebildeten, jungen Frauen hauen ab und zurück bleibt der frustriert und komplett untervögelte Mann und wählt die AfD. Der kollektive Samenstau in diesem Gebiet eskaliert in dem erigierten rechten Arm den besorgten... Das heißt also, den besorgten Bürgern muss es einfach nur mal wieder richtig besorgt werden. So, jetzt wäre es ja vielleicht eine schöne Maßnahme gegen rechts wenn man versuchen würde im Osten ein frauenfreundlicheres Klima zu schaffen. Oder wie wäre es direkt im ganzen Land? Weil dann würde nämlich vielleicht auch mal der Groschen fallen dass wir alle davon profitieren wenn man die Frauen stärkt.

Aber stattdessen jedes Mal, wenn ein Recht reformiert werden soll, ein Gesetz um die Frauenrechte zu stärken, dann wird ewig rumdiskutiert. Ob die Frauen dann auch umgehen können mit dem neuen Privileg. Oder ob sie damit dann nur Unfug machen. Ein sehr schönes Beispiel ist doch gerade die Diskussion um die Reformierung des Paragrafen 219a. Der verbietet die Werbung für Abtreibung in Deutschland. Und letztes Jahr wurde eine Frauenärztin zu 6000 Euro Strafe verurteilt weil sie auf ihrer Homepage Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen veröffentlicht hat. Keine Werbung. Informationen. Sie hat keine Werbung gemacht. Hier, super Angebot. Jetzt bei uns. Zwei zum Preis vor einem. Alles muss raus.

Nein. Informationen. Aber warum? Warum darf man uns Frauen denn nicht informieren? Was glauben die denn, was passiert? Dass wir da beim Arzt sitzen und dann einfach nur die reine Information lesen und dann sagen Och, so eine Abtreibung. Das hatte ich ja eigentlich nicht vor. Aber jetzt, wo ich das hier sehe Das klingt aber interessant, ne? Das ist ja auch ein Schnäppchen. Das ist doch bescheuert. So wie wenn man zum Chibo geht, eigentlich nur einen Kaffee trinken wollte und dann aber doch einen billigen Nasenhaarschneider mit nach Hause nimmt. Und dann zu Hause merkt diese dämliche Frau erst Ach, um Gottes Willen, das wollte ich ja gar nicht. Ich wollte meine Nasenhaare doch behalten.

Für wie blöd hält man uns eigentlich? Oder letztes Jahr noch, als die Pille danach ohne Rezept zu haben sein sollte hat Jens Spahn, unser Bundesgesundheitsminister, gesagt, nein, das kann man nicht machen. Das sind ja schließlich keine Smarties. Was? Also Jens Spahn ist eh der Beste. Mann, schwul und sagt mir als Frau, wie ich mich mit meiner Sexualität zu verhalten habe. Das ist ja, als würde mir ein blinder Veganer erklären, wie mein Mettbrötchen auszusehen hat. Aber gut. Ich weiß. Ich möchte Ich möchte hier nicht negativ sein, nein, das war einfach nur ein Vorschlag. Ich meine, es geht ja auch bergauf.

Herr Maaßen ist jetzt im Innenministerium und ich kann nur hoffen, dass da genügend deeskalierende Frauen sind. Ich kenne mich da aber jetzt nicht genau aus. Wer könnte sich da auskennen? Komm ich zu spät, oder wie? Nein, genau, auf Stichwort. Sagen Sie mal, wie hoch ist eigentlich der Frauenanteil in der Führungsriege im Innenministerium? Null. Oh. Halt, halt, halt. Wo wollen Sie denn hin? Im Namen aller Menschen dieser Erde verlangen wir Einlass. Nichts da. Ich weiß, ich sehe direkt an dieser Grenze ab. Na gut, wir haben es probiert. Moment. Mit welcher Rechtfertigung eigentlich? Rechtfertigung. Gut. Also, mit welcher Rechtfertigung? Rechtfertigung. Gut, Sie kommen hier nicht rein.

Und zwar im Namen des Rechts. Verstehen Sie? Genau. Das Recht ist nämlich eins der höchsten Güter unserer Demokratie. Aber 2015 kamen hier Menschen rein. Ja, absolut illegal. Ein historischer Rechtsbruch. Die Grenze öffnung war ja die Nichte von der Cousine der Tante aller Probleme. Ich kann es nicht mehr hören. Erstens, Merkel konnte die Grenze damals gar nicht öffnen, weil die schon seit 20 Jahren offen war. Das war ja die Idee von Schengen. Zweitens, diese ganzen Asylanträge von den Menschen, die aus Ungarn hergelaufen sind, zu übernehmen, das war vollkommen laut Europäischem Gerichtshof legal. Es gab also keinen Rechtsbruch. Gut, dann nicht. Ich finde, das Recht wird sowieso überschätzt.

Halt, Sie bleiben trotzdem da. Sie bleiben trotzdem da. Die Grenze bleibt trotzdem geschlossen. Und warum jetzt diesmal? Ganz einfach. Im Namen der Demokratie. Schauen Sie die Demokratie. Das ist ja eines der höchsten Güter unserer Demokratie. Also, dass man die Mehrheit der Bevölkerung nicht abstimmen lässt. Mitte der Gesellschaft. Ja, Mitte. Bitte. Pass auf, bist du auch der Meinung, dass man von einer Entscheidung, die so viele Menschen betrifft, wie eine Grenzöffnung, dass man da die Betroffenen fragt? Ja, natürlich. Dann fragen wir doch mal die Betroffenen, ob sie der Meinung sind, dass wir diese Grenze weiterhin offen halten. Moment, wer sind denn die da?

Das sind alle Menschen dieser Erde. Entschuldigung, aber so geht das doch nicht. Wir sind das Volk. Ja, aber die sind ja mehr. Die sind ja nicht wir. Ja, Moment, wer bestimmt denn das? Ja, wir. Ganz einfach. Wer ist der Meinung, dass wir wir sind? Hand heben. Wenn Sie das demokratisch lösen wollen, dann müssen Sie doch auch diese Menschen fragen, ob sie zu dem Wir dazugehören möchten. Hand hoch. Das geht doch nicht. Die sind doch nicht mir. Sie haben doch gesagt, alle, die betroffen sind, von Ihren demokratischen Entscheidungen müssen mitentscheiden dürfen. Die werden von Grenzzäunen in Schach gehalten, die werden von Lager gesperrt, mit Handschellen aus dem Land geführt. Hören Sie mal.

Wenn man das weiterdenken würde, dann würde jeder, nur weil er im Jemen von einer deutschen Bombe betroffen ist, darüber mitentscheiden können, ob wir solche Waffen exportieren. Das ist vielleicht kein gutes Beispiel. Das ist meine Meinung. Das ist meine Meinung. Das ist meine Meinung. Das ist meine Meinung. Was ich sagen will, ist, wenn wir jetzt jeden, dem wir die Lebensgrundlage ruinieren, wenn der mitentscheiden darf, ob er bei uns rein darf, also eine Demokratie, wo jeder mitmacht, dann mache ich nicht mehr mit. Dann lassen wir das Demokratie, das wird eh überschätzt. Bleiben Sie da, wo Sie sind. Diese Grenze bleibt weiterhin geschlossen.

Wenn Abstimmung nicht reicht, dann bleibt uns ja immer noch die Abstammung. Die Abstammung, verstehst du? Was soll das jetzt heißen? Nur für Bio-Germanen, für Deutschdeutsche. Was heißt Deutschdeutsche? Und wie kann ich einer werden? Da muss man abstammen. Und wie mache ich das jetzt? Da können Sie gar nichts machen. Da hätten Ihre Eltern was machen müssen. Knickknack, Sie wissen schon. Wir waren ja schon als Erste da. Die Germanen sind zum Beispiel mit der Völkerwanderung eingewandert und haben die Römer vertrieben. Was haben denn die Römer in Germanien gemacht? Vorher dagewesen. Und warum haben Sie es dann Germanien genannt? Ich verstehe Sie nicht.

Wichtig ist doch, dass wir hier gesiegt haben. Und deswegen gehört das hier alles uns. Ihre Rechtfertigung, dass ich nicht teilhaben darf an Ihrer Wohlstattant, ist Raub? Das klingt jetzt nicht so gut. Dann lassen wir das halt mit der Abstammung. Gut. Trotzdem kommt hier niemand rein. Stopp, hier kommt niemand rein. Ich sage Ihnen auch, warum. Nämlich wegen der Liebe. Was? Schauen Sie. Ein Land ist philosophisch betrachtet ein bisschen wie eine Ehe. Das ist eine Übereinkunft auf einer freiwilligen Basis. Na gut. Wenn muss sein, heirate ich Sie freiwillig. Echt? Moment. Das ist ja entscheidend, dass ich Sie nicht gegen meinen Willen heiraten muss. Vergessen Sie niemals.

Meine Ehe ist eines der höchsten Güter unserer Demokratie. Sagen Sie, hatte Ihre Ehe nicht auch mal ziemlich offene Grenzen? Gepasst. gyptbr composers... Wer ist drin, wer ist draußen? Ich mal eine Linie, du darfst nicht vorbei. Da trifft Luft auf Luft, da trifft Land auf Land, da trifft Haut auf Blei Wo es oben, wo es unten. Wer könnte, wer wollte das ändern? Was geschieht in den Ländern? An ihren Rändern? Es gibt Contacts und Pushbacks, Zäune, Waffen, Flüchtlingsabwehrkonferenzen. Das Mittelmeer wird ein Massengrab, es gibt Grenzen. Sie führen zu Nationalismus mit seinen bekloppten Konsequenzen. Man entrichtet Leute, nur weil sie von irgendwo kamen, es gibt Grenzen.

Könnten Sie diese Antwort bitte sinngemäß richtig ergänzen? Was liegt möglicherweise im Kern des Problems? Es gibt Grenzen. Ich melde mich ab, ich will einen Pass, wo Erdenbewohner drin stehen. Einfach nur Erdenbewohner, sagt mir bitte wohin man da geht. Ich melde mich ab, ich melde mich um, es kann doch so schwierig nicht sein. Schreibt einfach nur Erdenbewohner da rein. Wir ziehen eine Grenze im Himmel, ein Gott ist hier und einer ist dort. Da drohen sie sich mit den Fäusten, wie in Ewigkeit und sofort. Da muss es was Besseres geben, Frieden bringt kein Götterboote. Wir haben es ein paar tausend Jahre mit Grenzen versucht, das gab sehr viele Tote.

Nennt mich naiv, es ist mir egal, aber ich finde es reicht. Ich suche das Land, in dem jeder dem anderen den Staatsunangehörigkeit gleicht. Ich melde mich ab, ich will einen Pass, wo Erdenbewohner drin stehen. Einfach nur Erdenbewohner, sagt mir bitte wohin man da geht. Ich melde mich ab, ich melde mich um, es kann doch so schwierig nicht sein. Schreibt einfach nur Erdenbewohner da rein. Ich schließe die Tür und genieße die Stille, ich grenze mich ab, das muss sein. Jeder hat seine Grenze, die ihn umgibt, sie schließt ihn schützend ein. Jeder Übergriff, jeder Schlag, verletzt ein Menschenrecht. Warum schützt man die Grenzen?

Ich schließe die Tür und genieße die Stille, ich grenze mich ab, das muss sein. Jeder hat seine Grenze, die ihn umgibt, sie schließt ihn schützend ein. Warum schützt man die Grenzen der Staaten so gut und die Grenzen der Menschen so schlecht? Sie müssen nicht zwischen den Ländern verlaufen, aber zwischen den Menschen. Nicht das Stacheldraht sollen sie sein, sondern aus Respekt, es gibt Grenzen. Das war die Anstalt, heute mit Sota, Kehr und Ben. Karolin Kebekos. Vatik Kebekolo. Lisa Koos. Danke schön. Vielen Dank.

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