Folge 40 55 Min. Archiviert

Ernährung des Menschen

Vegetarismus, Schweineproduktion , Tierwohllabel , Lebensmittelindustrie , Systeme der Legehennenhaltung , Nitratrichtlinie , Ferkelkastration , Johannes Röring , Milchproduktion , Kostenwahrheit

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Episode 'Ernährung des Menschen' in 'Die Anstalt' kritisiert die deutsche Agrarpolitik und die damit verbundenen Probleme in der Lebensmittelproduktion. Sie beleuchtet die Widersprüche zwischen wirtschaftlichen Interessen, Tierschutzaspekten und ökologischen Belastungen in der Massentierhaltung und der Fleischindustrie. Die Satire deckt den Einfluss von Lobbygruppen und die Verzerrung von Kontrollen auf, sowie die problematische Verwendung von Gütesiegeln auf. Schließlich wird die übermäßige Wertschätzung von Luxusprodukten und die Folgen des Fleischkonsums für Umwelt und Gesundheit thematisiert, was zu einer düsteren Vision einer dystopischen Zukunft führt.

Transkript 7.760 Wörter

Herr von Wagner, Sie sind nicht Herr von Wagner, Sie sind Erwin Pelzig. Genau. Es ist ja schon oft von Ihrem Schafsinn berichtet worden, aber jetzt weiß ich auch warum. Und wo ist Herr von Wagner? In Elternzeit. Er nimmt sich Zeit für seine Eltern? Ausgerechnet heute? Nein, Elternzeit bedeutet, dass man freigestellt ist, um sich um seine kleinen Kinder zu kümmern. Ach, das wusste ich natürlich. Und wer vertritt ihn? Das mit dem Schafsinn nehme ich zurück. Komm Uthoff, gehen wir. Was essen Sie denn da Schönes? Das ist ja ganz ohne Fleisch. Sieht aber trotzdem gut aus. Wie richtiges Essen. Was gibt es denn da zu sehen? Der Herr isst etwas ohne Fleisch. Was? Beilagen?

Kompliment junger Mann, vegetarisch, das könnte ich nicht. Ich esse ja auch gar kein Fleisch mehr im Grunde, überhaupt nicht mehr. Vielleicht mal eine Bratwurst oder Pute, aber das ist ja kein Fleisch in dem Sinn. Man muss ja auch nicht immer Tiere essen. Ich esse jetzt auch viel auf der Fisch. Ja, ich hatte letztes Jahr auch mal meinen Veggie-Day. Als Vegetarier, da stehen Sie ja in einer Reihe mit Gandhi, Leonardo da Vinci, Frank Elstner. Aber auch Adolf Hitler. Der Hitler war ja Vegetarier, weil er das Fleisch nicht vertragen hat, er wollte ja nicht als Kröfatz in Russland einmarschieren, als größter Furzer aller Zeiten.

Aber weil wir schon bei der Historie sind, ein Sonntagsbraten ist ja schon Tradition. Obwohl es war auch lange Tradition zu glauben, dass sich die Sonne um die Erde tritt. Ja, Fleisch fressen, das ist schon natürlich. Dieses Fressen und gefressen werden, das ist das Gesetz des Schummels. Sie, ich wohne vor jetzt in Grünwald. Aber ohne Fleisch geht das nicht. Sehen Sie mal, die Veganer, die müssen Vitamin B12 extra zuführen. Ach so, und im Fleisch ist das drin? Ja, natürlich, weil die Tiere ja praktisch gar nicht mehr auf der Weide stehen und dann wird denen das zugefüttert. Wir bei den Veganern!

Ja, also ich finde, man kann schon Fleisch essen, aber man sollte schon darauf achten, dass die Tiere vorher human behandelt werden. Das ist natürlich richtig. Obwohl, das würde ja bedeuten, dass die Sklavenhaltung auch in Ordnung gewesen wäre, wenn man die Sklavenhummern gehalten hätte? Nein, das können Sie jetzt nicht vergleichen, weil die hat man ja nicht als Pommes-Schranke auf dem Teller gelegt, die Sklaven. Wobei ich schon sagen muss, ich liebe halt einfach einen gescheiten Schweinsbron. Und Ihre Liebe kennt da auch keine Grenzen? Liebe ist immer grenzenlos, das ist ja gerade das Romantische. Dann ist Schweine ausbluten lassen, also auch romantisch? Schwierig, es schmeckt halt.

Ja, es ist wirklich schwierig, ein Dilemma. Unser Bedürfnis, so ein paar Sekunden Gaumenfreuden zu haben und dann das Bedürfnis vom Viech, nicht die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen. Wobei ich ja schon sagen muss, also Vegetarier sein, da braucht man schon Zeit. Die muss man erst einmal haben! Ja, weil es gibt ja auch Leute, die wo arbeiten, sogar täglich arbeiten, hart arbeiten, und die haben halt auch keine Zeit, ihr Gemüse fünf Stunden lang zu baden. Und ich mag es halt auch nicht, wenn man es so vor sich her tragt. Ja, ganz richtig, ab und zu mal auf Fleisch verzichten, okay, nicht wahr? Aber bei ihm hat das auch so was Ideologisches.

Weil er die anderen immer so bekehren will, so penetrant. Ja, wenn man so demonstrativ kein Fleisch isst, das finde ich so verbohrt. Übrigens, konsequent ist er auch nicht, er trägt lederscholl. Und der Biofrost kostet ja auch, nicht? Er ist da und macht sich über die lustig, die es nicht so dick haben wie er. Also da kriege ich so einen Hals. Ganz genau. Es ist ja auch natürlich diese Intoleranz gegenüber Fleischessen, nicht wahr? Bin ich etwa ein Unmensch, nur weil ich Menschen dafür bezahle, Tieren ins Gesicht schießen und sie dann aufschlitzen zu lassen? Wissen Sie, das ist Fanatismus, übelster Fanatismus.

Aber eins sage ich dir bestimmt, von dir Arschgeige, lasse ich mir meinen Schweinebraten nicht kaputtquatschen. So, und als Hauptgang dann die Kalbsachse Florida. Wohlbekommens. Dankeschön. Hallo, ich bin ja gar kein Vegetarier. Ich bin Türke. Es liegt ja in der Natur des Menschen zu töten. Ich weiß, das hat jetzt einen faden Beigeschmack, wenn das ein Moslem sagt. Aber wissen Sie, die Sache ist die. Weil es gibt ja auch im orientalischen Raum Leute, die kein Fleisch essen. Die nennt man halt nicht Vegetarier. Die nennt man Salatisten. Und das Ding ist, nein, also ich bin ja auch für Tierschutz. Den Tierschutz in Deutschland, den verstehe ich noch nicht so ganz.

Ich meine, scharfe Schächten ist verboten. Okay, so ist das Gesetz. Aber irgendwie Küken schreddern, das ist erlaubt. Nämlich zu Herzen, das ist das Gesetz, das muss man einhalten. Ich bin integriert, ich mache das. Seit zwei Jahren schreddern wir jetzt die Schafe zu Hause. Schmeckt jetzt ein bisschen nach Wolle, aber es ist trotzdem gut. Und ich verstehe auch die Vegetarier, wenn die sagen, ja, wie könnt ihr bloß Tierleichen essen? Wie könnt ihr bloß tote Tiere essen? Ich verstehe das. Aber irgendwie denke ich mir so, lieber tot als lebendig. Weil das ist ja schon ein bisschen pervers, wenn da in deinem Chick-Mack-Nugget das Huhn noch dran ist. Halt mal still, du Drecksau, du Elende.

Und ich glaube, diese ganzen Vorurteile wird es gar nicht mehr geben, wenn wir Menschen einfach das Gleiche essen würden. Was Einfaches, was es überall gibt. Zum Beispiel Gras. Ich stelle mir vor, wir würden alle auf einer Wiese Gras essen. Es würde gar keine Kriege mehr geben. Ja, natürlich, weil wir alle mit dem Wiederkeuen beschäftigt wären. Und das ist so ein schönes Bild. Stellt euch das mal vor, es ist so ein sonniger Tag. Grüne Wiese, die Vöglein zwitschern. Und alle sind da. Donald Trump, Putin, Macron, Merkel. Und alle essen friedlich Gras. Außer Alice Weidel. Die erhöht die Spannung am Elektrozaun, sodass die Menschen aus der Nachbarschaft nicht unser Gras wegessen. Ich meine...

Ich bin ehrlich zu euch, Leute. Wir haben es ja gut. Wir sind ja in der Nahrungskette, wir Menschen, ganz oben. Aber ich habe schon ein bisschen Angst, was ist, wenn wir irgendwann mal abrutschen? Stellt euch mal vor, wir rutschen ab. Und die Tiere sind irgendwann oben. Die Tiere werden intelligenter, weil wir Menschen dümmer werden. Einige schmunzeln. Aber ich war gestern in Augsburg spazieren. Und ich war da. Einige schmunzeln. Aber ich war gestern in Augsburg spazieren. Und das ist gar nicht so weit hergeholt, gell? Ja, natürlich. Stell dir mal vor, irgendwann laufen die Tauben durch die Innenstadt und füttern uns Menschen. Und wir laufen so durch die Gegend. Oder noch viel schlimmer.

Stellt euch mal vor, irgendwann fressen uns die Tiere. Weißt du, wie ich meine? Wir sind die gejagt. Wir müssen Angst haben, überall, wo wir sind. Dann kann ich nicht mal mehr einen Waldspaziergang machen. Irgendwo wartet ein Hirsch auf dich. Der erlegt dich dann. Oder betäubt dich zumindest mit einem Spuckrohr. Und an seinen Nacken. Scheiße, du. Und dann wachst du auf in so einer Supermarkttheke. Weißt du? Und dann kommt so eine Hyänenfamilie rein. Ja, grüß Gott. Sind das auch Biomenschen? Ja, die sind am Leben. Die haben heute erst frisch gefangen. Lecker, lecker. Waren das auch glückliche Menschen? Was für glücklich, Alter. Ich bin Türke in Deutschland. Ich war nie glücklich, glaub mir.

Ist das auch Bodenhaltung? Ja, ganz unten vom Bodenschwester. Ghetto, Alter. Und das Ding ist... Ich glaube... Weißt du, mich würde ja keiner kaufen. Nur meine deutschen Freunde. Und ich bin der Einzige, der noch hängt. Weil keiner von denen ist beharrt. Der ist schwerer zum Zubereiten, weißt du? Und dann hänge ich da bis kurz nach Feierabend. Und dann denke ich mir, oh, shit, ey. Hoffentlich kommt keiner mehr. Dann kann ich wenigstens noch eine lacht überleben. Und dann kommt noch so eine Schweinefamilie rein. Und ich so, ach du Scheiße. Und dann sagt der Verkäufer, schau uns mal, wir haben hier noch einen Türken im Angebot.

Und dann sagt die Schweinefamilie so, nee danke, wir Schweine essen keine Moslems. Jetzt zum Testende. 1,5 kg Hackfleisch für 99 Cent. So Herr Corser, jetzt mal Schluss mit dem Gequatschi. Jetzt füllen wir die Regale auf mit den neuen Produkten. Okay, äh Chef. Was ist denn an denen neu? Früher enthielt das Produkt 60% und 40% Zucker. Und heute hat es 40% Fett und 60% Zucker. Und woran erkennt es jetzt der Kunde? Steht da drauf. Jetzt, mit Fett und 60% Zucker. Und was ist denn da neu? Das ist jetzt der Kunde. Das ist jetzt der Kunde. Steht da drauf. Jetzt, mit verbesserte Rezeptur. Ah, der Herr Filialeiter. Ah, Herr Hönnis. Das ist Herr Hönnis. Von der Fleischfabrikation.

Der größte Fleischverarbeiter des Landes. Super, freut mich. Aber Chef, dann wird ja der Kunde über die Produktinformationen beschissen. Nein. Wir verkaufen nur ehrliche Produkte. Wir gewinnen den Kunden nur mit Ehrlichkeit und Transparenz. Machen Sie weiter. Ah, grüß Sie, Gott. Das schaut alles so appetitlich aus. Können Sie mir da was empfehlen? Ja, vielleicht Gemüse? Äh, ja. Am Heiligen Abend soll es schon braten sein. Das ist ja bei uns Tradition. Welche Tradition meinen Sie? Die Christliche. Sie, Frau, ich habe schon einige Krittenspiele gesehen. Aber noch nie eins mit Ochs am Spieß. Naja, auf jeden Fall ist das bei uns Tradition.

Und gerade am Heiligen Abend, das ist halt besonders wichtig, dass das Tier vorher ein schönes Leben gehabt hat oder glücklich ist. Ja, was wollen Sie denn hier? Dann gehen Sie auf die Straße. Vielleicht finden Sie ein überfahrenes Eichhörnchen. Also, gute Frau, wenn ich mich da kurz einmischen darf, dann kenne ich mich aus. Ich kann Ihnen versichern, dass Sie das hier alles problemlos genießen können. Das sind alles Spritzen, Spitzenprodukte der deutschen Fleischverarbeitung. Chef, irgendwie, ich blicke gar nicht mehr durch. Auf jedem Produkt ist irgendwie ein anderes Gütesiegel. Ja, wir haben 1066 Gütesiegel, die kein Mensch kennt. Da ist für jeden Kunden das Richtige dabei.

Aber haben Sie nicht was von Transparenz gesagt? Ja, und Transparenz bedeutet Durchsichtigkeit. Und was wäre durchsichtiger, den Kunden mit der Strategie zu verführen, durch verwirrende Labels, die Kaufentscheidung zu erleichtern? Also, und dieses DLG, für was steht das? Das bedeutet deutsche Landwirtschaftsgesellschaft. Das steht praktisch auf jedem Produkt drauf, was nicht direkt tödlich ist. Gibt es den Gold, Silber und Bronze? Ich habe eine Frage. Ist das denn alles aus der Region? Ja, alles aus der Region. Und das Filet da, wo ist das her, das Filet? Aus der Region um Bornes Eides. Chef, ganz kurz, dieses MSC, das steht hier für nachhaltige Fischerei, oder?

Ja, eher für hinterhältigen Kundenfang. Also, weil das bekommen auch Fischer, die mit zerstörerischen Geräten in überfischten Meeren unterwegs sind. So, und das Label Tierwohl, meint ihr dann, da ist Wohltier drin? Das lese ich gerade, Tierwohl-Label. Ist das gut? Das ist sogar sehr gut, nicht wahr? Das haben wir von der Fleischindustrie und mit der Politik zusammen erarbeitet. Bezüglich des Tierwohls setzt die Politik bei uns ja auf eine verbindliche Freiwilligkeit. Verbindliche Freiwilligkeit? Das klingt ja so wie Demitiger Markus Söder oder SPD-Hoffnungsträger. Chef, wo kann ich das denn hinstellen? Was ist das denn? Das ist Beifang. Also als Deko.

Weil für 500 Gramm Garnelen gibt es 10 Kilogramm Beifang. Das sind dann einfach Tiere, die tot oder halbtot und die können wir dann einfach als Dekoser daneben. Und dann tun wir noch eine Liste an die Fischtheke mit den über 100 Fischarten, die aufgrund des Tonfischfangs auch sterben. Sind sie noch bei Trost? Aber Chef, Sie haben doch gesagt, wir stehen für Transparenz und für Ehrlichkeit. Wie sollen die Kunden eine freie Kaufentscheidung treffen, wenn die nicht mal den Hintergrund haben? Der Kunde soll hier nicht seine Freiheit ausleben, sondern kaufen. Mir ist halt wichtig, dass das Tier, das ich esse, vorher ein schönes Leben gehabt hat.

Ja, liebe Frau, ich kann Ihnen jetzt wirklich nicht sagen, wie schön das Leben der Tiere gewesen ist, die hier liegen. Ich kann nur Ihnen sagen, dass alle schön tot sind. Wer von uns weiß denn schon, was ein Schwein wirklich glücklich macht? Aber wo ist denn das da her? Aus Italien. Italien? Da war ich immer so glücklich. Auch hier. Fair wäre das, wenn ein ehrlicher Zweikampf stattgefunden hätte zwischen Viech und Mensch. Aber haben Sie mal unseren Filialeiter gesehen? Nein, nein. Ich sage Ihnen... Hören Sie. Der Kampf, der hier stattgefunden hat, das war wohl eher so eine modell-arabische Botschaft. Chef, ich habe hier jetzt noch auf diese Produkte so ein paar Informationen draufgeschrieben.

So, dass unsere Kunden wissen, in welchem Zustand sich die Tiere befunden haben, bevor sie als Zutat für unser Produkt herhalten mussten. Wie zum Beispiel, wissen Sie, die ganzen Kühe und Schafe? 90% von denen sind ja krank auf mit Eute-Inzündungen und kaputten Gelenken. Und es ist schon wichtig, dass die das... Es ist Weihnachten, da sollen die Kunden kaufen und nicht vor den Regalen stehen und rollen. Sagen Sie mal, ist das Bio? Nein, das ist Wurst. Ja, also das sehe ich selber, dass das Wurst ist. Ich wollte ja wissen, ob das Bio ist. Nein, ich wollte sagen, das ist Wurst, ob es Bio ist. Weil auch wenn es Bio ist, wissen wir beide nicht, wie es die hier wirklich gelebt hat.

Was machen Sie da jetzt? Das ist meine neue Transparenzinitiative. Also, das, wissen Sie, diese Wurst, die war früher ein liebes, knuffliges, kleines Schweinchen, was schon nach drei Wochen auf seinen eigenen Namen gehört hat, bevor es dann abgestochen wurde und ausbluten musste. Ja, so genau wird das jetzt aber nicht. Herr Cosa, was machen Sie denn da jetzt schon wieder? Nichts, ich erzähle der Kundin nur die Geschichte vom Schnitzel-Lams-Babe. Hören Sie nicht auf ihn. Ihm ist nicht gut, ja, Vitamin-B-Mangel. Jetzt erzählt der Moslem uns hier schon was vom Tieretöten. Schauen wir mal über das Schächten.

Da wird das unbetäubte Tier am Hals mit einem Messer von der Kehle an aufgeschnitten und dann blutet das minutenlang unter grauenhaften Schmerzen aus. Hören Sie das auch? Das Gemüse ruft. Ich muss mal stapeln gehen. Sehen Sie? Die Schweinezucht ist der beste Weg gegen die Islamisierung Deutschlands. Ja, aber mir vergeht jetzt langsam der Appetit. Jetzt sagen Sie mal endlich, welches Fleisch ich essen kann, wo das Tier ja vorher ein glückliches Leben gehabt hat, wo es regional aufgewachsen ist, mit Liebe und Zuneigung großgezogen worden ist und einen Freilauf gehabt hat. Ja, das ist das, das ist das, dass das Tier aufgewachsen ist und einen Freilauf gehabt hat. Ja. Haben Sie einen Hund? Ja.

Gute Frau. Bleiben Sie doch. Wir sprechen uns noch. Gute Frau. Also, Fleisch ist doch ein Stück Lebenskraft. Das ist klasse. Das liebe ich. Wenn kurz vor Weihnachten gehe ich auf den Bauernhof. Und das im Penny Aldi Lidl Paradies. Die meisten Produkte, die wir hier haben, dagegen ist Katzenfutter eine Delikatesse. Ja, aber deswegen muss ich nicht den ganzen Tag hungern. Wissen Sie, ich habe den ganzen Tag überhaupt noch nichts gegessen. Und deswegen habe ich mir eben hier an der Grillstation ein halbes Hähnchen geholt. Ich wollte das nach der Sendung essen, aber ich esse das jetzt. Ich bin so unter Zuckert, ich kann auch währenddessen sprechen.

Was glaubt ihr, dass hier eine Sendeminute kostet? Was gucken Sie so? Ich meine, ganzen Tag Cabaret machen gegen Ferkel, hier Kastrierung, ja, und keiner denkt an uns hier, du willst hier Cabaret machen. Die armen Freunde. Was gucken Sie so? Haben wir noch nie jemanden beim Essen zugedrückt? Oder sind Sie ein militanter Tierschützer? Das ist kein Fleisch, das sind Hormone, Stabilisatoren und Antibiotika. Der Rest ist Gummi. Wenn ich das gegessen habe, brauche ich nicht zur Grippeschutzimpfung. Wer hatte das, diesen Massentierhaltungsfrag? Man weiß ja gar nicht, was da drin ist. Wenn wir mit unseren eigenen Händen nicht kontrollieren können, haben sie überhaupt keine Kontrolle.

Eine anständige, vernünftige Landwirtschaft, das wäre es doch. Wir machen uns da alles kaputt. Nitrat im Trinkwasser, Bienen sterben, die ganze Jauche. Und Sie machen mit, weil Sie kaufen doch das kaltgepresste Olivenöl im Supermarkt. Im Supermarkt. Nur für 4,99 Euro. Motorell geben Sie das dreifach aus. Eine anständige, global gerechte Landwirtschaft, das wäre es doch. Ich meine, die im Jemen wären ja froh, wenn die so einen Flattermann mal sehen würden, statt immer nur drohen. Ich mache das überhaupt nicht. Ich bin eigentlich Veganer. Im Grunde genommen Vegetarier. Aber das ist nicht mal Bio. Das kriegen Sie ja nicht im Studio, ein Tofu-Huhn.

Oder ein Bio-Huhn, was liebevoll totgestreichelt wurde. Bei uns in Berlin, da kriegen Sie das alles. Wir haben im Szenebezirk Kreuzberg eine vegetarische Fleischerei. Da gibt es Fleischpflanzer. 600 Millionen Hähnchen werden jedes Jahr platt gemacht. Für diesen Fras. Wer frisst das? Und das Frittenöl wird nachher noch als Schweröl auf Kreuzfahrschiffen verheizt. Das macht mehr das Klima kaputt, als Millionen von Dieselautos. Schwimmende Seniorenheime als Klimakiller. MS-Mumienschlepper. Der ganze Industriefas, das ist doch überall das gleiche. Die Tomatensauce. Inhaltsstoffe. Wasser, Zucker, natürliche und natürliche Aromastoffe, Stabilisatoren, Emulgatoren, Alligatoren und ironische Tenside.

Und hier in der Wurst, was haben wir da? Wasser, Zucker, natürliche und natürliche Aromastoffe, Stabilisatoren, Alligatoren, Emulgatoren und ironische Tenside. Und beim Waschmittel? Auch! Wasser, Zucker, natürliche und natürliche Aromastoffe, Stabilisatoren und ironische Tenside. Da kann ich doch gleich die Verpackung mitessen. Wasser, Zucker, natürliche und natürliche Aromastoffe, Stabilisatoren, Alligatoren und ironische Tenside. Neulich ist in Indonesien ein Wal angespült worden. Der hatte 150 Plastikbecher im Bauch, obwohl der nie bei McDonalds war. Was sollen wir da im Müll trennen? In vier verschiedene Tonnen? Das kommt doch alles landet das bei uns.

Wiener Wissenschaftler haben jetzt im menschlichen Stuhl Plastik festgestellt. Plastik im menschlichen Stuhl. Demnächst müssen wir alle in den gelben Sack kacken. Das ist ja einfach, weil Sie völlig unrealistische Vorstellungen von der Landwirtschaft haben. Das ist doch klar. Das sind ja hier nicht in Bullerbü. Sie lullen doch die Leute nur ein mit dieser verlogenen Bauernhofromantik, die es gar nicht mehr gibt. Ah, wunderschön. Fast wie in Bullerbü. Das ist alles nur Fassade. Ach so, Sie glauben also, wir haben was zu verbergen. Gehen wir doch mal in den Stahl. Aber ab in den Hühnerstahl hier zum Beispiel. Schauen Sie sich mal an. Sehen Sie einen Käfig? Ja. Ich nicht.

Das sind Volieren für Kleingruppen. Das ist die offizielle Bezeichnung. Aber entschuldigen Sie mal, das ist doch ein Käfig. Nein, die Käfighaltung wurde vom Bundesverfassungsgericht 1999 verboten. Da teilten sich damals vier Hühner einen winzigen Käfig. Da blieb jedem Huhn nur der Platz von einer Lina 4 Seite. Gut, dass das verboten ist. Gut, dass das verboten ist. Sehr gut. Moment, aber das ist ja genauso wenig Platz. 60 Lina 4 Seiten plus 5 EC-Karten. Da halten wir uns streng dran. Wir lieben doch unsere Tiere. Also, dann hat sich gar nichts geändert praktisch. Haben Sie nicht zugehört? Die Käfige heißen jetzt Volieren.

Ja, aber ich meine, in Volieren kann man fliegen und ehrlich gesagt kann ich jetzt keinen Flugraum erkennen. Das Bundesverfassungsgericht wird das dummerweise auch wieder verboten. Obwohl Sie sehr großzügig sind. Die Käfige? Nein, die Übergangsfristen. Die Volieren dürfen ja noch bis 2025 benutzt werden. Ja, aber wenn Sie mal das Bundesverfassungsgericht verbietet zweimal die Käfighaltung, dann ändert sich nichts und die Viecher hocken immer noch hinter schwedischen Gardinen. Modernes Bullerbü. Regen Sie sich auf, die meisten Tiere heutzutage leben ja sowieso in Bodenhaltung. Das ist Bodenhaltung? Ja, sehen Sie nicht. Die Tiere sind auch völlig am Boden. Jetzt frage ich, wo ist da der Boden?

Ja, wir haben den Boden auf das Wesentliche reduziert, auf die Stange. Fassen aber immer hin. Neun Hühner auf einen Quadratmeter. Aber ich sehe da ja mehrere Stangen, drei, vier Stangen übereinander. Ja, wenn Sie vier Stangen haben, dann können sogar 18,5 Hühner auf einen Quadratmeter. Und wo findet hier das Waterboarding statt? Wenn Sie das an ein Gefängnis erinnern, dann habe ich für Sie ja immer noch die Freilandhaltung. Hier, da. Das Bild hängt. Nein, das ist Freilandhaltung. Das ist doch derselbe Stall. Innen drin, aber draußen ein wahnsinniges Außengehege, da wo Sie jetzt stehen. Vier Quadratmeter pro Huhn, falls sich das Tier raustraut. Soll ich Ihnen das mal in EC-Karten umrechnen?

Nein, vielen Dank. Mir reicht's. Ich weiß schon, warum ich nur Bio-Eier esse. Bio, also für einen Bio-Huhn, das sieht so aus, da gebe ich Ihnen glatt noch eine DIN A4-Seite dazu. Jetzt hören Sie mal, ich habe immer gedacht, Bio, das ist eben nicht Massentierhaltung. Neun von zehn Bio-Hühnern kommen auf Stellen mit mindestens 3000 Tieren. Was gucken Sie denn so? Schauen Sie in Rottach-Egern, da leben auch 3000 Menschen, auf Engst im Raum, im Schatten dunkler Berge. Da beschwert sich auch keiner. Was? Ich weiß nicht. Werde Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt, Christian Morgenstern. Vegetarier fressen keine Tiere, aber sie fressen ihn aus Futter weg. Robert Lemke.

Natürlich, verglichen mit dem Leben einer Legehände, das ist ja nichts. Verglichen mit dem Leben eines Mast-Huhns. Schauen Sie mal hier. Finden Sie es jetzt angemessen, im Zusammenhang von einem Mast-Huhn überhaupt noch von einem Mast-Huhn zu sprechen, wo das Leben doch nur 40 Tage dauert. Was für ein Leben ist das? Das ist ein Leben auf der Überholspur. In dieser Zeit legen die ja von 40 Gramm auf zwei Kilo zu. Das ist doch für das Tier eine ganz intensive Zeit. Vor allem eine sehr kurze Zeit. Die Lebenszeit der Hühner hat sich im Laufe der Zeit um 60 Prozent verringert. Naja, aber ihr Endgewicht hat sich um 60 Prozent erhöht. Verstehen Sie?

Also pro Kilo lebt das Huhn genauso lang wie früher. Das ist doch im Grunde genommen so, wenn Sie einen Säugling innerhalb eines Jahres auf 150 Kilo raufmesten. Die Kollegen von der Zuckerlobby arbeiten schon dran. Nein, schauen Sie mal. Und, ähm, jetzt... ... ... ... ... wie viel Platz hat so ein Mast-Huhn zur Orientierung in DIN A4-Seiten? DIN A4? Übertreiben Sie mal nicht. Sagen wir mal 6 EC-Karten. Aber immer noch mehr Platz als der Hahn. Ja, das überzeugt mich. Natürlich braucht der Hahn keinen Platz weil die Hähne schon als kütend, als männliche Kütend lebendig geschreddert werden. Das ist ja mehr Kommissar Wallander als Bullerbühne. Naja, gut, aber damit ist er bald Schluss.

Gibt es eine neue Technik die die männlichen Embryonen frühzeitig erkennt und aussondert? Ein sehr großer Fortschritt. Meint zumindest Ex-Landwirtschaftsminister Schmid. Der sagt ja verrückt, zum ersten Mal, ganz offen für Abtreibung ist. Ja, sehr gut. Wenn Sie schon mal da sind, wollen wir noch nach den Sauen schauen. Kommen Sie, lassen Sie uns noch nach den Sauen schauen. Hier, gucken Sie mal da. Das ist doch widerlich. Irgendwo müssen die 60 Millionen deutschen Schweine doch hin, nicht wahr? Und die meisten leben nun mal in Stellen mit mindestens 1000 Tieren. Sagen Sie, wie viele EC-Karten hat so eine Sau? Sagen wir es so, mehr als sie.

Also wir rechnen pro Sau mit ungefähr nicht ganz einem Quadratmeter. Aber das weiß doch sogar ich als Städter, der keine Ahnung hat von Landwirtschaft, dass das zu wenig ist. Sau muss sich doch bewegen können. Muss ja jeden Tag ein Kilo zulegen. Aber was frisst die? Platz vor allem. Schauen Sie mal, bei so einem Tier, da steht ja ständig was ab. Die Ohren und der Schwanz und so. Ach so, das Tier ist nicht stallgerecht, ich verstehe. Und deswegen müsst ihr denen dann die Schwänze abschneiden. Damit sich die Tiere die Schwänze nicht gegenseitig abbeißen. Das Kopieren der Schweineschwänze ist nach einer EU-Richtlinie seit 25 Jahren verboten. Aber keine Sau hält sich dran. Der Erzeuger.

Tut aber nicht, in 95% aller Fälle. Kein Wunder, das ist ja nicht sein Schwanz. Und hier? Ich sehe da jetzt gar keinen Stroh. Auf was stehen die? Das ist ein Spaltenboden. Großartig. Da fällt der Kot und der Urin einfach so nach unten durch. Also wir leben praktisch über einer vollen Kloschüssel. Das nennt man das heute. Aber ein Schwein hat tausendmal mehr Riechzellen als wir beide. Ich würde da durchaus schon von Folter sprechen. Hören Sie mal, die Tiere sollen doch intelligent sein. Sie, was ist das? Das zeigt, wie sehr wir uns um die Tiere kümmern. Das ist für die schönste Zeit im Leben einer Sau. Sie haben ja ungefähr die Figur. Das sehe ich jetzt schon sehr eng.

Verdammt eng zur Bewegungslosigkeit verurteilt. Die Sau soll da ja auch nur stillen. Zwei, drei Monate bleibt die da drin. Und warum? Ganz einfach, damit sie nicht aus Versehen ihre kleine Ferkelchen drücken. Wir lieben doch unsere Tiere. Gerade die Ferkelchen liebt ihr. Sie können das nicht sehen, ohne Betäubung. Ich kann das nicht sehen. Sie sollen auch nicht dahin sehen. Sie konzentrieren sich einfach auf das schmackhafte Endprodukt. Schauen Sie sich das an. Ich möchte sofort einen dafür Verantwortlichen sprechen. Dann sprechen Sie doch einfach mit dem deutschen Einzelhandel. Oder mit einem Landwirten. Oder Sie wenden sich an die deutsche Bundesregierung.

Die hat ja vor kurzem erst die weitere betäubungslose Ferkelkastration zugelassen. Warum eigentlich, Frau Ministerin? Dazu gibt es im Moment leider keine Alternative. Sie reisen hier mitgeschöpft bei lebendigem Leib die Hoden raus. Kann das sein, dass Sie als Mann das ein bisschen subjektiv sehen? Wir haben das gemacht, weil ... Ein sofortiges Verbot der betäubungslosen Kastration von männlichen Ferkeln in Deutschland wäre eine diskriminierende Wettbewerbsverzerrung durch einseitige Tierschutzauflagen. Dies würde zu einer Verlagerung der Ferkelproduktion außerhalb unserer Landesgrenzen führen. Das kann weder im Interesse der Menschen, noch der Bauern, noch der Tiere sein.

Wir brauchen diese Expertise. Für was bin ich gewählt worden? Ich tue das, was der Bauernverband von mir will. Wenn die Politik versagt, übernehmen wir, die Discounter von Aldi, die Verantwortung. Ab sofort nehmen wir nur Schweinefleisch von Bauern, die lieber betäubt kastrieren. Sie dürfen jetzt klatschen. Ich werde hier übergangen. Die Betäubung eines Schweines kostet mich 5 Euro. Wir sind doch nicht beim Schweinegenesungswerk. Es sei denn, der Kunde ist bereit, mehr dafür zu bezahlen. Diese Lidls, Schwarzkopfs und Albrechts können wir jetzt den Tierschutz finanzieren. Ich würde Ihnen gerne mehr zahlen, aber der Kunde ist König. Dann zahlen Sie es doch aus Ihrer Tasche.

Tierschutz ist doch Staatsziel. Seit wann fördern wir Landwirte, die ihre Tiere besonders gut behandeln? Wir fördern Landwirte, die besonders groß sind. Super, ganz toll. Je größer der Betrieb, desto mehr Unterstützung gibt es vom Staat. Sie subventionieren Reichtum, aber keinen Tierschutz. Das wäre ein willkürlicher Eingriff in die Freiheit des Marktes. Aber so ist es ein willkürlicher Eingriff wie das Gemäch des Ferkels. Das muss aufhören. Genau, stellen Sie sich doch nicht so an wegen dieser 5 Euro für die Betäubung. 3 Euro? Dann müssen Sie eben mehr Schweine halten. Oder Sie müssen besser behandeln.

Aber Sie diktieren doch die Preise, die sind inzwischen so niedrig, dass jeder dritte Bauer pleite ist und aufgeben muss. Guter Mann, wir sind immer noch unserem Kunden verpflichtet. Sie wollen günstiges Schweinefleisch, aber es liegt an Ihnen. Wir bieten nur an, was Sie nachfragen. Aber Moment mal, Qualität hat seinen Preis. Das will ein mündiger Bürger sein. Sie wollten doch mit den Verantwortlichen sprechen. Und jetzt schämen Sie sich. Nein, Moment. Also langsam. So kommt Ihr mir nicht davon. Wozu seid Ihr gewählt, bezahlt, subventioniert? Wenn am Ende immer ich, der Verbraucher, das schwächste Glied in der Kette, alles regeln soll.

Ihr stellt die Weichen, aber ich soll hinterher die Richtung ändern. Ihr habt sie doch nicht mehr alle. Das ist alles, wie es ist. An der Ladenkasse entscheide ich alles. Nach dieser kranken Marktlogik könnten wir demokratische Wahlen in Zukunft ganz abschaffen und alles an der Ladenkasse entscheiden lassen. Nein, das will ich nicht. Ich will nicht, dass 90% der in Deutschland produzierten Schweine aus wiederwertiger industrieller Tiermaß stammen. Das will ich nicht. Das will ich nicht. Ich möchte nicht, dass diese bedauernswerten Menschen gezwungen sind, als Lohnsklaven, der Subunternehmen, der Fleischkonzerne, sich gnadenlos ausbeuten zu lassen.

Dafür habe ich mein Einverständnis niemals gegeben. Mit keiner Kaufentscheidung dieser Welt. Ich will nicht, dass das legal ist. Gut, es ist ja auch nicht legal. Vor einem Jahr hat der Bundestag die Gesetze enorm verschärft, um die Situation dieser Lohnsklaven zu verbessern. Das war sehr lobenswert. Danach hat man die Kontrollen der Schlachthöfe halbiert. Das ist genial. Hätte mich Horst Seehofer, als er 2005 unter Schwarz-Gelb Landwirtschaftsminister wurde, gefragt, ob ich massenhafte Subventionen für die Maschentierhaltung wähle und ob ich möchte, dass die Flächenbindung aufgehoben wird, dann hätte ich gesagt, tut mir leid, ich bin ein Stadtmensch.

Dann hätte er mir erklären müssen, dass Flächenbindung bedeutet, dass jeder Bauer nur so viele Tiere halten darf, dass die Flächenbindung, das war eine Obergrenze, dann schafft er sie ab. Man möchte sich vor Vergnügen in die Hose schiffen. Seitdem haben wir das Problem. Seitdem wachsen diese Agrarfabriken. Die kleinen Bauern verrecken, geben auf, die noch Freude haben und ihren Benz-Diesel nur mit Heizöl fahren. Seitdem wird das Land geflutet mit Gülle und verseucht, weil es zu wenig Flächen gibt und zu viele Tiere. Übrigens hätte mich damals jemand gefragt, ob ich nitratverseuchtes Grundwasser will, wenn ich dafür im Gegenzug 100 g Hackfleisch für 29 Cent einkaufen kann.

Wir als Steuerzahler müssen gigantische Strafen an die EU zahlen. Warum? Weil diese Bundesregierung seit Jahren die vorgeschriebenen europäischen Nitratgrenzwerte auf Kosten meiner Gesundheit ignoriert. Jetzt müssen wir Strafe zahlen. Warum zahlen das nicht die Fleischbarone? Ich will das so, dauernd fühlen sich andere die Taschen. Ich bin verantwortlich für alles. Wenn ich Fleisch esse, bin ich verantwortlich für das Schicksal dieses Ferkels. Wenn ich Fisch esse, bin ich verantwortlich für die Überfischung der Meere. Wenn ich ein Hemd kaufe, bin ich verantwortlich für die Baumwollflüge in Afrika. Wenn ich ein Handy kaufe, bin ich schuld an der Kinderarbeit in Afrika.

Wenn ich bei Amazon bestelle, bin ich verantwortlich für die Zerstörung des Flugzeugs. Wenn ich nicht fliege, bin ich verantwortlich für den Klimawandel. Wenn ich nicht fliege, bin ich verantwortlich für die Altersarmut der Lufthansa-Piloten. Nein, das will ich nicht mehr. Das will ich nicht. Bereuen Sie sich doch! Bereuen Sie sich doch! Mein Gott, was regt sich der Mann auf? Der sollte mal was anständiges essen. Es gibt keinen Ärger, den ein gutes Stück Schweinskopf-Sülze nicht beseitigen kann. Wir von der deutschen Fleischwirtschaft haben bei der Umwandlung von Landschaftsdekorationen wie Kühen und Schweinen den Turbo eingeschaltet. Willkommen in der Leistungsgesellschaft!

Sie züchten Lebewesen, die ihr eigenes Gewicht nicht tragen können. Das hat bisher nur McDonalds mit seinen Kunden geschafft. Natürlich kommen Sie bei der Maximierung der Natur nicht mit alten Bauernregeln aus. Das Wetter ist im Frühling warm und wonnig, scheint die Sonne ewig sonnig. Auf meinem Kalenderblatt stand das Wetter scheißegal, mir ist, halte ich mir einen Lobbyist. Denn analog zu Turbokühen haben wir auch die Spezies der Lobbyisten weiterentwickelt. Hier als Gattungsbeispiel. Zum Beispiel der Hybrid-Lobbyist Johannes Röhring. Ein Prachtexemplar moderner Interessenverquickung. Diese Kreuzung aus Profitgier und Eigeninteressen zeigt, wozu moderne Landwirtschaft heutzutage fähig ist.

Wollen wir ihn doch mal zerlegen. Schauen Sie da erst mal der saftige Hinterschinken. Das ist natürlich die Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag. Natürlich in der Schöpfungspartei CDU. Dort vertritt er die Interessen dieses Filetstücks des Deutschen Bauernverbandes in der Art Cosa Nostra der deutschen Landwirtschaft. Und wer sitzt da als Ausschussvorsitzender im Fachausschuss für Schweinefleisch? Johannes Röhring, die geile Sau. Fast die Hälfte aller Unionsabgeordneten im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft stehen mit einem Bein in einem Stall. So werden auf unkomplizierte Weise schärfere Luftreinhaltungsvorgaben, z.B. mit dem Bein in einem Stall.

Dass der Bauch von Röhring immer schön voll Speck ist, dafür sorgen die Mitgliedschaften in diversen Aufsichtsräten. Stehen tut Röhring übrigens auf den Haxen seiner Düngemittelproduktion. Und dass bei diesem besonderen Borstenvieh das Nackenstück immer voll im Saft steht, dafür sorgt seine Beteiligung an einem Röhring. Das ist nach Aussage eines Professors die schlimmste Form von Schweinerhaltung, die man sich vorstellen kann. Gegen diesen Vorwurf wurde Röhring der Rücken gestärkt, und zwar vom Prüfsystem QS Qualität und Sicherheit. Die haben Röhring bestätigt, dass bei ihm alles tipptopp ist. Und wer sitzt im Konsortium von QS, der sympathische Allesfresser Röhring?

Dass bei Röhring alles sauber ist. Sie glauben, mehr Röhring geht nicht? Weit gefehlt. Äußerst schmackhaft sind auch seine Aufsichtsratsposten in Banken, in Versicherungen und die Mitgliedschaft in diversen Landschaftsverbänden. Kurz dieser Mastlobbyist bringt es mit Nebeneinkünften in einer Legislaturperiode auf fast zwei Millionen Euro Schlachtgewicht. Regelmäßig kringelt sich ihm vor Freude sein Schwänzchen, weil er ja auch noch in der Gesellschaft Initiative Tierwohl sitzt. Für die Verbesserung dieses Tierwohls ist er übrigens im Agrarausschuss des Bundestages tätig. Dieser prachtvolle Parlamentseber soll also den Bereich kontrollieren, in dem er als Lobbyist und Unternehmer tätig ist.

Und wissen Sie, wie ich sowas nenne, in der Haltung. Das reicht. Schluss damit. Das ist jetzt Schluss. Schluss. Aus. Das kommt weg. Der ganze Fleisch dreckt. Herr Pelzig. Jetzt sagen Sie mir mal, was gibt Ihnen denn das Recht, diesen sympathischen Fleischfressern den Weihnachtsbraten zu verderben? Ich lasse es nicht zu, dass Sie weiterhin das Grundnahrungsmittel Fleisch in den Dreck ziehen. Das Fleisch muss sich nicht mehr durch den Dreck ziehen, denn das Fleisch, das ihr uns anträgt, ist schon selbst der Dreck. Unsere Tiere genießen eine medizinische Rondombetreuung. Ja, aber total. Wenn ein Viech krank ist, werden alle rings herum verblasen. Schön, nicht? Nein, nicht schön.

Die Erhaltungen wurden im vergangenen Jahr über 700 t Antibiotik verblasen. Das ist genauso viel wie der Humanmedizin. Schlimm, dass Tiere bei uns genauso gut behandelt werden wie Menschen. Vielleicht liegt es daran, dass Tierärzte Antibiotika bei uns ganz gerne eng aufeinander hocken. Da steckt man sich ja leicht an. Ja, vor allem, wenn man sich beim Niesen nicht den Flügel vor den Schnabel hält. Genau, dafür sind wir ja dann da. Fassen Sie mich nicht an, ich will mich nicht anstecken. Das Einzige, was bei mir ansteckend ist, ist meine Intelligenz. Davon merke ich nichts. Ich auch nicht. Vielleicht stehen Sie zu weit weg.

Wenn es um Schweine oder Hühner zu tun hat, trägt mittlerweile multiresistente Errecher in sich. Das ist ein Riesenproblem. Im vergangenen Jahr sind mindestens 15.000 Menschen in Deutschland gestorben. An infektionen, harmlosen Infektionen, aber weil kein Antibiotikum mehr geholfen hat. Keiner weiß, wie viel von den 15.000 Raucher waren. Die werden sowieso bald gestorben. Das ist doppelt gezählt. Das verfälscht natürlich die Statistik. Wir haben ein ganz schlechtes Licht auf die Nutztierhaltung. In Ihrer Nutztierhaltung werden inzwischen die letzten wirksamen Antibiotika verheizt. Reserveantibiotika, die eingesetzt werden, wenn gar nichts mehr geht.

Wenn ihr die auch noch entwertet habt, dann werden wir irgendwann wieder wie im Mittelalter an lächerlichen Infektionen verrecken, an Blasenentzündungen. Alles wegen Ihrem Schnitzelparadies. Ist das denn preiswert? In Deutschland sterben halt Millionen Menschen. Aber vergessen Sie nicht die schönen Seiten des Fleischkonsums. Grillen zum Beispiel. Das ist doch eine wunderbare Kulturtechnik. Worin besteht die kulturelle Leistung, einen Lappen rohen Fleisches über ein Feuer zu hängen? Im Wenden. Sie haben offensichtlich überhaupt keine Ahnung davon. Kommen Sie mal mit. Ich zeige Ihnen mal die Faszination des Grillens. Schauen Sie sich das an. Ist das nicht ein prachtvolles Bild?

Hier stimmt was nicht. Ach so, jetzt merke ich es auch. Wer sagt es ihr? Also, gute Frau, jetzt hören Sie mal zu. Also in unserer Kultur läuft das folgendermaßen. Also, auf dem Grill da sind Kuh-Pute-Hühnchen. Also Weibchen. Vor dem Grill. Ich habe aber auch etwas dabei. Tofu-Röllchen an Zucchini. Sie will den Grill schenden. Hallo, das ist ein Rost. Das ist der Genesis 2 E410. Mit zwei Aroma-Schienen einer Automatik-Infinity-Zündung. Einem Wenderost und einem Tuck-Away-Warmhalterost. Als Basis für das Elevationszubehör. Und für was braucht man das? Bei Erektionsstörungen. Und was macht der? Was der kann? Heiß! Er ist eher kalt. Wollen wir nicht wieder reingehen? Reingehen?

Das ist Wintergrillen. Hier sind wir, um die Elemente zu spüren. Hitze, Kälte, Soße. Männer, was habt ihr erlegt? Hühnerfilet 600 Gramm. Die Hälfte des Hühnerfleisches an der Supermarktik ist vom Durchfallbakterium Kampf-Bülolacta befallen. Rip-Eye 800 Gramm. 50 Gramm Fleisch ist steigert. Sein Darm kriegt das Risiko um 18%. Sagt die Welt-Gesundheitsorganisation. 50 Gramm? So kleine Fleischstücke gibt es gar nicht. Porterhaus 1000 Gramm. Der Rind ist ein extrem schlechter Futterverwerter. 15 Kilogramm Getreide muss man einsetzen, um 1 Kilogramm Fleisch zu bekommen. Was für ein Fleisch! Und jetzt rauf mit den jungen Hühnern! Geil! Männer, ich muss mal. Habt ihr was zum Lesen? Klar, natürlich.

Sucht ja was aus. Geil! Schau dir das an. Nicht zu dick, nicht zu dünn, zart. Und diese wunderbare Marmorierung. Die menschliche Haut kann ja auch marmorieren, wenn der Mensch eine Sepsis bekommt von einem multiresistenten Tierkeim. Ich hab das mal gesehen, das ist ganz interessant. Es beginnt mit Schüttelfrost, dann weiten sich die Fäse, dann wird die Haut blau. Dann setzt die Blutgerinnung aus und dann schießt mit einem Schlag plötzlich das Blut und dann so ... Diese Textur, diese feinen Fettäderchen, die sich durch das ganze nackte Fleisch ziehen. Kompliment! Macht das mal eine Frau! So, auf geht's, Männer! Stellungswechsel! Schaut sie euch an, nicht wahr?

Wehrlos liegen sie da, nicht wahr? Preisgegeben zur Einverleibung. Ist das Blut, was ich da sehe? Ich hoffe das, weil ich mags blutig. Nicht medium, sondern rare. Blutig muss es sein. Dann schmeckt man die Angst, die das Tier im Fleisch hinterlassen. Die Angst vor uns, wer hat die noch? Herrlich! Spüren Sie sie jetzt, die Faszination. Ich weiß nicht zu recht. Ich glaub, die kulturelle Leistung des Grillens besteht darin, eine Zubereitungstechnik gefunden zu haben, die so primitiv ist, dass sie auch von Männern beherrscht werden kann. Meine Lieben, jetzt hab ich schon was, was auch für die Vegetarier zutrifft.

Unsere bayerische Almenlandschaft mit ihren saftigen Wiesen und den friedlich weidenden Kühen. Das ist doch wirklich das Schönste, was man sich vorstellen kann, oder? Ich sag immer, Oberbayern ist der SUV unter den bayerischen Provinzen. Aber da haben wir natürlich jetzt auch das Problem wie beim SUV. Wenn vier Kühe gleichzeitig auf der Alm rülpsen, dann haben wir aufgrund von dem Metanausstoß eine schlimmere Schadstoffbelastung wie München im Freitagnachmittagsberufsverkehr. So, aber die Landesanstalt für bayerische Landwirtschaft arbeitet jetzt schon mit Hochdruck an der emissionsfreien Kuh.

Also diese Kuh schaut aus wie eine normale Kuh, die frisst wie eine normale Kuh, die mutt wie eine normale Kuh, nur ihr Verdauungsapparat funktioniert elektrisch. Ist das nicht? Also das geht so. Ein Sensor im Pansen der Kuh sendet über WLAN eine WhatsApp ans Handy vom Bauern und der optimiert dann die Futtermenge so, dass der Rülpser gar nicht entsteht, bevor er rauskommt. Ja, das stimmt wirklich, jetzt schaut es mich nicht so an. So, und es geht dabei gar nicht einmal um die Milch. Also schon jetzt produzieren ja eine Million Kühe dieselbe Milchmenge wie noch vor 25 Jahren zwei Millionen Kühe.

Na, da haben wir ja da schon aufgrund der Reduktion der Futtermenge einen Metanausstoß weniger von 25 Prozent. Das musst du dir einmal vorstellen. Der Trend geht ohnehin zur superior Ein-Kuh-Weide. Und die anderen Kühe, man würde auch denn das ausschauen, wenn wir bloß eine Kuh auf der Weide stehen hätten. Die anderen Kühe, die wir halt brauchen zum Erhalt der bayerischen Almenlandschaft für die Optik, ja, die verdauen in Zukunft elektrisch. Ja, also ist das nicht ein Riesenerfolg? Ich sage immer so was, wenn du hörst, die bayerische Landwirtschaft, du eine Kuh, die nicht furzt, nicht rülpst und nicht scheißt. Und wer hat es erfunden? Die Bayern.

Jetzt scheitert es halt nur am Ausbau des Internets in den Alten. Aber der Markus Söder hat versprochen, bis 2030 bringt er das hin, genauso wie mit den Diesel-Autos. Also ich darf mal sagen, dem Klimawandel steht nichts mehr im Wege. Und die Chinesen, die testen das System jetzt schon am Menschen. Also man verspricht sich von der elektronischen Kontrolle der menschlichen Verdauung in absehbarer Zeit, eine komplette Ausrottung von all diesen Massenkrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Übergewicht. Also das ist extra mal so, was der Mensch in der Lage ist, wenn er WLAN hat. Aber ganz ehrlich, ich sage immer, die Basis unseres Fortschritts der Menschheit ist wirklich die Landwirtschaft.

Wo wäre man denn heute ohne Landwirtschaft, meine Lieben? Da würde man heute noch auf den Bäumen wohnen und waren lauter nackerte Wilde. Da ist erst seit der Landwirtschaft wird gerodet, geackert und gewässert, da wird gedüngt gespritzt und geerntet, da wird gezüchtet, gekocht und gegrillt. Dann erst kamen die Pläungen und der Alf und Schubek. Und seit es die Landwirtschaft gibt, gibt es Weidezäune, gibt es Grenzsteine, die Nationalstaaten, das Baguette in Frankreich, die Pasta in Italien und die Vanille-Kipferl an Weihnachten. Erst seit es Landwirtschaft gibt, glaubt der Mensch an nur einen Gott, also verschiedene unterschiedliche Eingötter.

Aber seitdem gibt es Religionskriege, den Dreißigjährigen Krieg, den Terror, die Migration, die Islamkonferenz, den Blutwurst-Skandal, den Brexit und diese Geldwesten. Aber mitten da hinein ploppte plötzlich im Advent diese Meldung auf, da dieses Naturvolk im Indischen Ozean, die Sentine Lesen, haben einen Eindringling, so einen amerikanischen Missionär, samt seiner Bibel, mit ihrem Pfeilen durchbohrt. Da hielt dich dann kurz inne, dass sowas heutzutage noch gibt. Das war direkt wohltuend. Vielen Dank. Herr Ober, zahlen bitte. Auf diesen Moment habe ich den ganzen Abend gefreut, Ihnen die Rechnungen präsentieren zu dürfen. Ach, Sie schon wieder.

Wo ist denn der Kollege, der mir das Steak gebracht hat? Der übergibt sich gerade. Der hat in der Küche von der Schweinskopfshülse gekostet. War es denn recht so? Na ja, auf alle Fälle mal herzlichen Glückwunsch. Wieso, habe ich was gewonnen? Nein, aber das war das 750. Tier, das Sie heute verspeist haben. Zunächst mal hatte ich hier ein Steak. War ja auch nur ein Scherz. Jeder Deutsche verspeist im Laufe seines Lebens über 1.000 Tiere. Das ist der halbe Erlebniszoo von Hannover. Gut, dass er auch kein Leben war, so angestarrt hinter Gittern. Na dann lieber ins Nitzelparadies. Eben, ja. Was bin ich Ihnen entschuldigt? 16,90 Euro für Ihr XXXL-Steak und bitte noch 20 Euro Trinkgeld.

Hören Sie gut an, mir ist klar, wie dringend Sie neue Klamotten brauchen. Aber finden Sie nicht, dass Sie da ein bisschen übertreiben? Nein, das ist ja nicht für mich, das ist fürs Wasser. Ich hatte einen Pilz. Ja, aber für die Herstellung von 750 Gramm Rindfleisch werden insgesamt 10.000 Liter Wasser fällig. Und ich meine, Entschuldigung, das muss ja mal einer zahlen. Saufen wie die Löcher, die Viecher, was? Gut, hier, 50 da, stimmt so. Nein, stimmt noch nicht. Weil das Wasser für die Rindfleischproduktion benötigt wird. Jetzt haben wir hier noch einen Posten für Ihr Trinkwasser. Ich hatte einen Pilz. Ja, aber um Ihr Pilz herzustellen, braucht man Wasser.

Und ein Drittel des Grundwassers in Deutschland ist mittlerweile schon schwer belastet wegen der Schweinegülle. Und um dieses Wasser reinzuhalten, muss man das machen. Das ist aufwändig teuer, ich meine, das muss ja einer zahlen. Können wir die Gülle nicht woanders hinbringen? Die versiegelten Flächen in den Innenstädten. Ja. Das wäre auf alle Fälle mal eine Mietpreisbremse, die wirkt. Dann machen wir halt 70, stimmt so. Nein, stimmt nicht. Die Humus-Abgabe. Humus hatte ich nicht zahllinig. Ich konnte dieses arabische Zeug noch nie ausstehen. Die Humus-Schicht der Erde. Und in Europa ist fast die Hälfte der Humus-Schicht verseucht. Deswegen esse ich keine Pflanzen, sondern Tiere.

Die wachsen nicht am Boden. In 60 Jahren ist diese Humus-Schicht voraussichtlich erschöpft. Und was dann? Entschuldigen Sie, das muss ja mal einer zahlen. Also gut, dann 100 hier. Passt so. Ah, Entschuldigung. Die Heizkosten. Die können Sie mir auch noch draufrechnen. Schließen Sie einfach mal die Fenster. Sie heizen ja hier für die Straße. Nein, Sie heizen mit Ihrer Fleischfresserei die Erde. Was denn? Die globale Fleischproduktion trägt inzwischen zur Klimakatastrophe eben gleicherweise bei der gesamten Verkehrssektor. Und jetzt überlegen Sie mal, so eine Kuh, was die rausrülpst. Millionen Kühe rausrülpsen, rausfurzen an Medangas. Das ist ganz schlecht fürs Klima.

Das ist die Viecher gleich aufzufressen. Das ist aktiver Klima. Aber 70% des Regenwalds wird gerodet, um Tierfutter anzubauen. Der Mensch macht sich die Erde urbar. Das ist Zivilisation. Nein, das nennt man Suizid. Gut, wenn Sie meinen, dann eben 150. Moment, fehlt noch der Campesino-Scent. Von dem Gewürz habe ich noch nie mal gehört. Campesino, Sie Ignorant. Das sind südamerikanische Kleinbauern, die ein bisschen Land verlieren, damit riesige Soja-Plantagen angebaut werden können. Das kommt aber daher, weil die ganzen Veganer immer ihren Tofu-Soja fressen. Nein, 98% des weltweiten Soja-Anbaus wird an Tiere verfüttert, nicht an Menschen. Also gut, dann machen wir 170, reicht das jetzt?

Ja, aber nicht für die Kinder. Welche Kinder? Die Kinder der Campesinos. Durch diesen massenhaften Pestizideinsatz auf den Soja-Plantagen gibt es dort inzwischen ganz viele Kinder mit sehr merkwürdigen Missbildungen. Alles, was ich hier wollte, war ein Stück ehrliches Fleisch genießen. Das gibt es hier nicht, hier gibt es nur ehrliche Preise. Und jetzt legen Sie 300 Euro her oder Polizei? Machen Sie Witze, das zahle ich nicht. Aber einer muss das zahlen. Ich kann ja noch sagen, wer das zahlen wird. Meine Kinder. Moment, die zahlen doch schon für die Atomkraft, für die Banken, für meine Pflegeversicherung.

Applaus Die Arten fast alle vernichtet Sie sterben zu tausend Und du hast dir ein paar ganz gut abgerichtet Fick die Henne, fick die Ziege, fick die Kuh Von Maschinen gemästet, gemolken Geschreddert, geschlachtet, zerhackt Über uns hängen düstere Wolken Aber alles ist luftdicht verpackt Reste ficken, Jodlodudu Reste ficken, Jodlodudu Wir wollten immer das Beste Jetzt ficken wir hier die Reste Reste ficken, Jodlodudu Reste ficken, Jodlodudu Selbst auf dem Drehspieß die Sauri Denkt sich noch was für Agau Die Wälder fast alle gerodet Ein bisschen Hambi blieb grad noch mal stehen Bei Ikea gibt's Bilder von Bäumen auf Holz Schatz, lass uns einkaufen gehen Die Flüsse fast alle vergiftet Das Trinkwasser privatisiert Ab und zu wird ein Brunnen gestiftet Damit auch mal was Schönes passiert Jodlodudu Reste ficken, Jodlodudu Reste ficken, Jodlodudu Da sind wir noch einmal so frei Da sind wir doch alle dabei Jodlodudu Antibiotika und Mott Doch nicht im Essen Ich glaube schon Aspartam Die hat 50 und Kalium hat 12 Und Eon hat 80 und Eon hat 8 Und dann öffnet einer ein Fastglutamat Das wird sich doch keiner, das schmeckt viel zu zart Weiß nur, dass die Zeit uns verwendet Was sollen wir denn machen?

Reste ficken Reste ficken Ich hab Hunger, es ist mir egal Erst kommt das Fressen und dann Nachtisch Spürst du die Reste dahinter der Stirn? Komm schon, es bückt sich doch längst Komm schon, es bückt sich doch längst

Dieses Transkript entstand vor der Zeitstempel-Funktion. Eine Neu-Transkription ist in der Verwaltung möglich.