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Dieselgate

Einfluss der Automobilindustrie auf die Verkehrspolitik, Framing zugunsten des Dieselmotors , Deutsche Umwelthilfe , Tempolimit auf Autobahnen , Dieselfahrverbot , Fridays for Future , Klimaschutz , Verbindungen führender Dieselbefürworter und Grenzwertkritiker zur Automobilindustrie, fehlende wissenschaftliche Grundlage für die Anzweifelung der Stickoxidgrenzwerte und unkritische Übernahme dieser Argumente in der Berichterstattung, zweifelhafte Vorteile des Dieselmotors gegenüber dem Benzinmotor

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Episode 'Dieselgate' thematisiert die komplexen und umstrittenen Debatten rund um die Zukunft des Dieselmotors und die damit verbundenen Umweltprobleme. Im Zentrum steht die Manipulation von Abgaswerten durch Autohersteller, insbesondere durch den Einsatz des 'Konformitätsfaktors', sowie die Frage nach der wissenschaftlichen Grundlage für Grenzwertsetzung und die Rolle von Lobbygruppen. Die Satire kritisiert die Desinformation, die politische Instrumentalisierung von Umweltfragen und die Verwirrung der Öffentlichkeit durch falsche Expertenmeinungen. Die Episode beleuchtet die Widersprüche zwischen technologischem Fortschritt, politischen Entscheidungen und den tatsächlichen Auswirkungen auf die Umwelt.

Transkript 6.723 Wörter

Die folgende Sendung basiert auf einer wahren Geschichte, ihre Szenen sind frei erfunden, werden aber realistisch nachgestellt. Nun, Herr Scheuer, Sie wissen, warum wir hier sind? Ja, also Herr Zwetschke, logisch. Vielleicht einen kleinen Tipp. Real Drive Emissions, klingelt da was bei Ihnen? Einen Moment. Nein, da ist ganz still. Die neuen, strengeren Abgasrichtwerte für die Dieselfahrzeuge, die Sie jetzt auch auf den Straßen einhalten. Ah ja, da haben wir uns ja schon engagiert und quasi nachträglich eine Art Abschalteinrichtung in die neue EU-Abgasverordnung eingebaut. Quasi diese sogenannte Konfirmationsfaktor. Konformitätsfaktor. Ja, genau den.

Und der erlaubt Ihnen als Autoindustrie Ihre Diesels bei Tests auf der Straße, dass die quasi doppelt so viel Abgase ausstoßen dürfen, wie eigentlich gesetzlich geregelt ist. Eine geniale Idee. Hätte von mir sein können. Ja, das war sie doch auch, oder? Und warum haben Sie diese geniale Form der Abgasreinigung nun abgeschafft? Ja, ich? Das waren ja diese Ökoterroristen vom Gericht der Europäischen Union. Die haben das doch für illegal erklärt. Wissen Sie, was das bedeutet? Ja, nein. Was ist Ihnen lieber, was ich weiß? Hören Sie, es gab schon Tausende von Schadensersatzklagen. So wie der BGH denkt, wird es weitere Tausende erfolgreiche Schadensersatzklagen geben.

Darüber hinaus droht ein Fahrverbot sogar für den neuen Euro 6 diese. Was werden wir also tun, Herr Scheuer? Ja, also, Herr Zwetschke, da beißt die Maus keinen Faden. Wo man jetzt mal hergeht, dass nach all den Jahren der Zusammenarbeit sehr erfolgreich ist, dass ich Sie vielleicht doch einmal bitten müsste, die Abgase zu ... ... zu ... ... zu reduzieren. Ja, das ist eine Möglichkeit. Oder wir erhöhen die Grenzwerte. Herr Zwetschke, Sie wissen immer gerne. Aber im Moment als Bundesverkehrsminister, da stehe ich doch sehr im Fadenkreuz der Öffentlichkeit. Sehen Sie, es gibt Menschen, und da gehöre ich ausdrücklich nicht dazu.

Die sagen, dass die Automobilindustrie in Deutschland quasi illegale Abschalteinrichtungen in die Autos eingebaut hat. Die Grenzwerte nur zum Schein eingehalten hat, was dazu geführt hat, dass sie mehr Schadstoffe ausgestoßen haben. Und das hat dann zu mehr Toten geführt und noch schlimmer letztendlich zu Fahrverboten. Also da können wir doch jetzt nicht hergehen und sagen, okay, wir betrügen weiter. Oder geht das? Das sagen die Leute, weil sie es immer so hören. Aber wenn sie etwas anderes hören ... Dann sagen sie auch etwas anderes. Ganz genau. Schauen Sie die ... Fein, fein, fein, fein. Aber ich wollte das eigentlich wegschmeißen. Und was wollen die Leute jetzt hören?

Das wollen die Leute hören. Entschuldigung, wollen Sie mir vorschreiben, was ich zu sagen habe? Gott sei Dank, ich wusste schon gar nicht mehr, was ich sagen soll. Moment mal, ich soll jetzt weniger reden über Stickstoffdioxid, sondern mehr über Kohlenstoffdioxid. Super, das machen wir sehr gerne. Warum? Schauen Sie, alle Welt redet darüber, wie viel Stickstoffdioxid der Diesel ausstößt und wie schlecht das für die Luft sei. Aber kein Mensch spricht davon, dass der Diesel relativ wenig CO2 ausstößt und wie gut das fürs Klima ist. Das wird unsere erste Message. Die zweite Message. Alle Menschen reden über Abgasmanipulationen. Aber viel zu wenig Menschen reden über Messstationen.

Nach dem Motto, nicht die Autos sind so dreckig, sondern die Messwerte sind nicht ganz sauber. Denn wo werden diese Werte denn erhoben? An den am dichtesten befahrenen Straßen. Was? Wir messen da, wo die Abgase sind? Kein Wunder, dass die Luft so dreckig ist. Und das noch in Auspuffhöhe. Ich frage mich, wer da wohl wohnt. Offensichtlich jemand, dem seine Gesundheit nicht sehr wichtig ist. Ganz genau. Und um diese Pygmen zu schützen, dürfen wir jetzt nicht mehr Auto fahren. Es muss Schluss sein mit diesen Fahrverboten. Wir brauchen ein Messverbot und das werde ich jetzt politisch durchsetzen. Beifuß, Beifuß, Beifuß. Wir müssen ja grundsätzlich messen.

Aber es geht doch darum, dass dieser Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm noch völlig aus der Luft gegriffen ist. Der wird ja, wussten Sie das, im Alltag regelmäßig immer wieder überschritten und kein Mensch regt sich darüber auf. Wenn Sie zum Beispiel am Weihnachten einen Adventskranz anzünden, dann haben Sie da ruckizucki 480 Mikrogramm. Das heißt, ich soll Weihnachten verbieten? Der Söder kreuzigt mich. Und an manchen Arbeitsplätzen im Inneren gelten Grenzwerte. Die sind über 20-mal so hoch wie die Grenzwerte für die Atemlufte draußen. Da dürfen wir ja gar nicht mehr arbeiten. Wissen Sie, was das für ein volkswirtschaftlicher Schaden ist, wenn ich morgens nicht ins Büro darf?

Nein, dafür sind die Messgeräte noch nicht fein genug. Was ich wissen wollte, ist, worauf Sie hinauswollen. Die Grenzwerte müssen erhöht werden. Schauen Sie, an Weihnachten ist ja auch noch keiner gestorben. Da kennen Sie die Vanillekipferl von meinem Onkel nicht. Das muss unsere dritte Message werden. Die Vanillekipferl von meinem Onkel. Bleib ruhig, du brauchst ihn noch. Die dritte Message lautet, an Stickstoffdioxid in der Luft ist noch nie ein Mensch gestorben. Jetzt ist es so. Experten sagen, durch den Ausschuss von Stickstoffdioxid kommen in Deutschland im Jahr 6000 Menschen vorzeitig zu Tode. Ich bitte Sie, kennen Sie jemanden, der sagt, er sei rechtzeitig verstorben?

Nein, immer wenn ich Sie frage, sind Sie ja schon tot. Hören Sie, Fakt ist doch, dass noch nie ein Mediziner als Todesursache Stickstoffdioxid in den Totenschein geschrieben hat. Wenn Stickstoffdioxid wirklich so gefährlich wäre, müssten Raucher nach kürzester Zeit tot umfallen. Welche Reformkost hat nur diese Grenzwerte festgelegt? Die Weltgesundheitsorganisation. Nein, die WHO. Das ist ja schon eine relativ seriöse Organisation. Die Gesundheitsorganisation, da dreht es sich immer nur um ... Gesundheit? Sie sagen. Das ist so durchschaubar. Die Autofahrer werden nie gefragt. Obwohl die ja die Abgase erst mühsam herstellen müssen. Das ist unsere vierte Message.

Weder Autofahrer noch Autobauer sind verantwortlich für das Diesel-Desaster. Genau, das ist ganz mein ... Und wer dann? Die, die geblitzt werden. Auf wen sind Sie dann sauer? Auf den Hersteller der schnellen Geschwindigkeit? Nein, auf die Arschlöcher, die die Blitzer aufgestellt haben. Ah, die da! Das sind doch die Deutsche Umwelt. Das ist dieser Abmahnverein. Natürlich, dieser angeblich gemeinnützige Verein, der die ganze Zeit auf Diesel-Fahrverbote klagt. Das ist der eigentliche Skandal. Die brauchen diese Krawall-Hippies gar kein Geld. Das muss man doch mal sagen. Nicht die Autolobby ist das Problem, sondern diese übermächtige Umweltlobby. Z.B. die Umwelthilfe mit ihren 113 Mitarbeitern.

Da haben Sie keine Chance, sich dagegen zu wehren. Wie viel sind Sie in der Autobranche? 800.000. Warum? Da kommt ein japanischer Konzern und will hinterrücks den deutschen Diesel ermorden. Kein Wunder, hat er doch selber keinen Diesel im Programm. Doch, haben Sie schon. Aber man muss schon mal überlegen, Toyota ist sicherlich noch nie von der Deutschen Umwelthilfe verklagt worden. Doch, mehrfach. Aber man muss ja auch mal grundsätzlich fragen, was bringt den Menschen dazu, so fanatisch die Einhaltung von Umweltrichtlinien zu überwachen? Sie haben ja einen staatlichen Auftrag dazu. Den haben Sie. Wie stehen Sie eigentlich? Das ist die falsche Frage.

Sie müssen fragen, auf welcher Seite stehen eigentlich diese Journalisten, die den furchtbaren Botschaften dieser Krawall-Hippies den ganzen Tag ... Herr Scheuer, wo ist er denn? Hier drüben. Wo ist er denn? Ja, da ist er. Die den ganzen Tag die Botschaften dieser Krawall-Hippies rauf und drunter beten. Das ist die Petra Pinzler von der Zeit. Sie schreibt, dass Stickoxide Krankheiten verstärken können. Und das ist der Michael Bachmüller? Das ist die Zeitung. Er sagt, dass der Diesel die Gesundheit aller bedroht. Ich sehe hier unabhängige Journalisten. Ich sehe da keinerlei Verbindungen. Ach nein? Jesus, das ist ja ein ganzes Netzwerk. Schauen Sie mal.

Und jede von diesen Linien steht jetzt für ... Eine Auszeichnung durch die Deutsche Umwelthilfe, den Umweltmedienpreis. Und wer ist das? Kenn ich nicht, mag ich nicht. Mark Sutthoff und Klaus von Wagner. Die haben doch eine elgende Sendung im ZDF. Weil diese Fußgänger-Versteher ganz im Sinne der Deutschen Umwelthilfe mehrmals gegen den Diesel polemisiert haben. Fui! Dann machen die eine Sendung für die Umwelt und lassen sich dafür auch noch von der Deutschen Umwelthilfe auszeichnen. Hatten die so viel Anstand, das in ihrer Sendung zu erwähnen? Nein. Natürlich nicht. Natürlich nicht. Unmöglich. Fui. Unmöglich. Fui. Da kann man doch ... Da muss man doch sagen, das sind keine Medien mehr.

Das ist die Lokalausgabe der Deutschen Umwelthilfe. Das haben Sie gesagt, aber Sie haben es schön gesagt. Das muss jetzt die Botschaft sein, die Sie überall erzählen werden, zum Wohle des deutschen Diesel. Und zwar überall, Herr Scheuer. In jede Kamera, die Sie erwischen können. Oh. Ja. Warum sind Sie noch da? Ja, das ist mein Büro. Ich weiß. Also, servus. Herr Scheuer, ich hätte da mal eine Frage. Sie sind doch nicht der Scheuer. Nein, aber vielleicht kann ich Ihnen behilflich sein. Ja, dann erklären Sie mir mal, warum die Motorstärke von zugelassenen Neuwegen heute im Schnitt bei 154 PS liegt. 154 PS. 1995 waren es noch 95 PS. Aber das ist ja absurd. Ja. Das müssen wir sofort erhöhen.

Und wissen Sie, was es eigentlich absurd ist? Dass wir in Deutschland das einzige Land sind, wo dieser ökologische Wahnsinn auch noch politisch gefeiert wird. Stichwort Tempolimit. Da geht es schon los. Falsch. Malta und Ferroinseln. Das sind doch Bastionen der Freiheit. Das sind Inseln. Wenn du auf ein Ferroinseln auf 200 beschleunigst, muss dich die Wasserwacht zurück ans Land stellen. Und es geht ja wirklich nicht um die Umwelt. Ich meine, Notärzte wollen es, Polizei will es. Ich weiß, Andreas Scheuer sagt, wieso? Wir machen jetzt schon die sichersten Autobahnen der Welt. Was? Da draußen herrscht Krieg. Ich muss ja berufsbedingt sehr viel Auto fahren.

Als Kapitalist lebe ich ja quasi auf der Straße. Es gibt Autobahnraststätten, da bin ich in der Woche so oft, dass mir Sani Fair erlaubt hat, auf der Toilette Bilder von meiner Frau aufzuhängen. Das ist auch etwas, was, wenn den Alltag so vergellt, wie ein von diesen wildgewordenen Asphalt-Rambos, die noch mit 150 am Arsch kleben und dir Lichthupe geben, als wollen sie dich nicht überholen, sondern eine Rektoskopie durchführen. Und dann sagt immer Markus Söder, wir brauchen doch Technik statt Ideologie. Welche Technik meint er? Klar, es ist toll, wenn der Airbag aufgeht. Blöd, wenn mit 200 Sachen noch der Motorblock hinterherkommt. Mein Nachbar, der hat sogar einen Ausweichassistent.

Und jetzt ein Ausweichassistent. Hat die Karre trotzdem zu Schrott gefahren. Hab ich gesagt, was war denn los? Du hast doch einen Ausweichassistent. Hat er gesagt, ja, er hatte einen Ausweichassistent, aber es wäre besser gewesen, wenn der Baum auch noch Energie gehabt hätte. Und ich weiß, irgendwann kommen sie dann mit dem Ökonomie-Hammer. Ja, Moment mal, da hängen doch Arbeitsplätze dran, die Autoindustrie. Und irgendjemand kein Auto kaufen, nur weil es das Tempolimit gibt. Was? Nur 30? Da kann ich gleich zu Fuß gehen. Jetzt geht es ablaut an. Moment, nach der Logik dürfte kein Amerikaner und kein Chinesen ein deutsches Auto kaufen, weil die haben ja das Tempolimit.

Sie machen es aber trotzdem. Warum? Weil ein deutsches Auto ein Statussymbol ist. Da geht es nicht um Funktionalität. Das geht mit Uhren, oder? Eine Uhr ist eine Uhr, die zeigt sich in jeder Zeitzone dieselbe Zeit. Oder? Trotzdem habe ich euch eine Uhr gesehen, eine Rolex Sea-Dweller, für 10.000 Euro. Und wisst ihr warum diese Uhr Sea-Dweller, Meeresbewohner heißt, und 10.000 Euro kostet? Weil diese Uhr laut Anzeige wasserdicht ist, bis 1200 Meter tief. Wer zur Hölle braucht eine Uhr, die 1200 Meter wasserdicht ist? Ich bin Sporttaucher. Ich verspreche es euch, wenn ihr euch auf 1200 Meter Wassertiefe befindet, habt ihr wirklich andere Probleme. Als haben wir Flursen.

Ich meine, wer soll die Uhr tragen? Und man muss mit der Uhr auch nicht tauchen gehen, weil da ist kein Tiefenmesser dran. Tiefenmesser brauchen wir beim Tauchen sehr dringend. Man kann argumentieren, wenn die Uhr stehen bleibt, weiß man, jetzt bin ich auf Tauchen geworden. Und es hat auch nichts mit Freiheit zu tun. Es geht um Status, nicht Freiheit. Weil das ist ja das beste Argument. Selbst Weltchefredakteur Poschardt hat sich nicht entblödet, zu sagen, mit dem Tempolimit fällt das letzte Freiheitsfeld der Deutschen.

Verstehen Sie, wenn in Nordkorea jemand sagt, ich darf nicht wählen, ich darf mich nicht versammeln, der Vater sitzt im Knast, der Opa hat es erschossen, und wenn Sie mir jetzt auch noch mit dem Tempolimit kommen, dann ziehe ich auf die Farbeinseln. Bitte, ich mache einen Vorschlag. Warum muss es diese Freiheit sein? Wir können doch einfach Freiheiten tauschen. Wir führen das Tempolimit ein. Dafür dürfen Porsche-Fahrer in Zukunft nackt danken. Also Leute, die gute Nachricht lautet, Andreas Scheuer gibt uns Rückendeckung. Okay, und was ist die Schlechte? Andreas Scheuer gibt uns Rückendeckung. Also wir müssen uns darum kümmern und die Grenzwerte beseitigen, ja?

Freunde, wir machen das wie immer. Wir rühren ein Schüsselchen Beton an und dann zack runter in den See. Das sind Grenzwerte. Außerdem sollen sie rauf und nicht runter. Okay, wer von euch Spinnern erklärt ihm unseren Plan? Also Leute, ich höre. Wie lautet denn nun der Plan? Wie werden wir die Grenzwerte los? Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, müssen wir eben im Frühtau zu Berge. Ja, geil. Ja, ja, natürlich. Das ist ganz, das ist was, was soll das bedeuten? Ja, wenn es was sie sagen will, ist, wir müssen hier rein, versteht ihr, ins Fernsehen. Ja, und dann schnappen wir uns die Ansichten von 80 Millionen Deutschen. Ich habe schon mal den Grundriss des deutschen Fernsehens besorgt.

Super, gut. Du hast nur zwei gekauft? Nein, auch TV-Movie, TV-Spielfilm, den Gong. Oh, du blöd Mann. Bitte was? Er wollte sagen, du Limpfig. Wieso denn? Weil er ja Limpfig ist. Das ist also euer Experte für Chinesisch, ja? Nee, der Mann hat nur einen Sprachfehler. Willst du Minderheiten verarschen, Karrenbauer? Schon gut, schon gut. Ihr wollt also, ihr wollt also ins Fernsehen, ja? Ja. Was bitte hat das mit den Grenzwerten zu tun? Wer kennen will, muss vorher in richtiger Weise gezweifelt haben. Ja, genau. Ja, natürlich, das ist doch völlig, was zum Henker soll das bedeuten? Ja Mensch, wir müssen Zweifel sehen an den Grenzwerten, in den Medien.

Problem, über die offiziellen Grenzwälde wachen Tausende von Follschill. Follschill? Follschill, wissenschaftlich. Die müssen wir zum Schweigen blingen. Ist ja gut, ist ja gut. Wo willst denn du hin? Ja, ich würde dann jetzt mal den abgeschnittenen Pferdekopf holen. Nee, setzt dich, was er sagen will. Wir müssen die Grundfesten dieser Grundwerte oder der Grenzwerte der Forscher erschüttern. Ja, aber ist euch klar, dass das Tausende von Forschern sind. Ich meine, mit wie vielen Leuten operiert ihr? Viel. Das ist gut, aber wie viel? Viel. Himmel geht es vielleicht ein bisschen genauer. Mehl als Blei. Ach so, auf vier. Ja, das ist ja nun nicht so wahnsinnig viel. Was?

Selbst die Gesellschaft der Pneumologen hat schon über 4.000 Mitglieder, die übrigens vor kurzem auf ihrer Tagung sogar gefordert haben, dass die Grenzwerte weiter gesenkt werden sollten. Ja, aber die 4.000, wie viel Berichterstattung hatten die? Nahe an die Jente. Deswegen hat es keinen Schwanz interessiert, weil sie nicht in der Glotze waren. Und wie wollt ihr Spaßvögel da reinkommen? Das Fernsehen wird doch bewacht. Ich war von Programmchefs, Redakteuren, Wissenschaftsredaktionen. Wir spazieren direkt unter ihren Nasen rein. Zeigt's ihm. Was denn zeigen? Na, unsere Lüstung. Unsere Lüstung, Mann. Unsere tallen Anzug. Der was? Den Spezialanzug. Warum sagt er das denn nicht?

Es ist überhaupt kein R drin. Weiß er, ich. Damit öffnen wir alle Tülen. Geil. Das ist ein Arztkittel. Yes, yeah. Genau, mit diesem Kittel kann man in Deutschland Inkompetenz unsichtbar machen. Toll, toll, toll. Aber ihr seid ja keine Ärzte, oder? Na ja, wie man's nimmt. Na ja, klar, wir sind keine richtigen Ärzte, aber wir haben Ärzte. Zeigt's ihm, los. Ja. Plof, Hetzel. Professor Hetzer. Hetzel, nicht Hetzel. Ach so. Dell is light, Dell. Eine Lungenplivatlinik. Und ellens gegen Glänzwilte. Ja, aus wissenschaftlichen Gründen. Man weiß nicht die Hand, die das Gold in die Morgenstunde legt. Na genau, genau, genau. Genauer. Ach Mann.

Die Privatklinik von Professor Hetzel, die verliert zahlkräftige Kunden, weil die liegt in Stuttgart und da ist ständig Feinstaubalarm. Also kommt keiner. Er braucht das Geld also so dringend wie wir. Ich sag's mal so. Wir werden ihm ein Angebot machen, dass er nicht am Ablehnen, am Gönnen, am Sein ist. Ach so gut. Wen habt ihr noch? Na ja, also zum Beispiel hier. Professor Dieter Köhler, Lungenfacharzt. Ja, er wird öffentlich die Grenzwerte für Stickstoffdioxid angreifen. Aha. Und warum sollten die Leute dem zuhören? Na wegen seiner Autorität. Der Mann war Chef von der pneumologischen Gesellschaft. Außerdem ist er einer der wenigsten Experten auf diesem Gebiet. Na, wer sagt das? Er selber.

Na ja, es kann niemand anders was sagen, weil er hat ja so gut wie nicht wissenschaftlich publiziert zu dem Thema. Also wenn er noch nie dazu geforscht und noch nie veröffentlicht hat, dann reicht doch eine Datenbankabfrage und ihr fliegt auf. Lad doch den Kittel. Ach, den Kittel. Und er ist einmal in der Praxis. Ah, er heilt Patienten? Nein, er fährt Diesel. Ach so. Hört mal, hinter den Grenzwerten, da stehen zehntausende Studien. Ist euch das klar? Wie wollt ihr das bitte erschüttern? Ja, mit diesem Schätzchen hier. Das sind zwei lumpige, aneinander getackerte Seiten Papier. Was ist das, ein Leserbrief? Nee, erste schreiben noch keine Leserbriefe. Das ist Köhlers Positionspapier.

Also ein Leserbrief. Ja, aber von einem Arzt. Und wie viele zehntausende Studien stehen dahinter? Wieso zehntausende Studien? Dahinter stehen 100 Lungenärzte. Das macht locker 100 Kittel. So, das muss doch reichen. Außerdem haben wir zur Unterstützung noch Matthias Klingner. So, er wird dafür sorgen, dass die Messstationen abgeräumt werden. Er wird sagen, die Messstationen stehen falsch. Ist das auch ein Mediziner? Wessel, Professor Lamflauenhofer, Institut. Was er sagen will. Hab ich verstanden. Ja, gut. Außerdem haben wir Professor Dr. Thomas Koch. Er ist Leiter vom Institut für ... Äh, äh, Golbenmaschinen. Ja. Hahahaha! Golbenmaschinen! Ja, gut. Also er arbeitet am KIT in Karlsruhe.

Er wird dafür sorgen, jeden abzuräumen, der behauptet, der Diesel sei irgendwie dreckig und umweltschädlich. Also, folgendes. Das Institut von Herrn Klingner bekommt regelmäßig Forschungsaufträge von VW, Opel, BMW, Porsche. Und Herr Professor Thomas Koch hat sogar 10 Jahre lang als Motorenentwickler bei Daimler gearbeitet. Ist doch geil. Die sind alle auf unserer Seite. Das ist also euer Plan. 4 Spezialisten, ohne jede wissenschaftliche Expertise zum Thema Stickstoffdioxid, aber mit Verbindungen zur Autolobby, gehen also zu den Medien und sagen, die Grenzwerte sind doof, aber wir haben keine Belege dafür. Also, schöner hätte ich es nicht ausdrücken können.

Und dann sagen die Medien, natürlich, aber klar, bringen wir eure Story. Ja, sicher das. Unter dem Titel So dreist, versucht die Autolobby die Öffentlichkeit zu täuschen. Schätzelein, erst mal ein Nüsschen. Weißt du, was gleich mit deinen Nüssen passiert? Pass mal auf, Liebelein. Andererseits. Ja. So, seid ihr fertig? Setz dich. Wir brauchen doch nur einen einzigen, der die Schleusen des Zweifels öffnet, indem er so was sagt wie, was die Lungenärzte leisten, das ist ein wichtiger Debattenbeitrag. Ja, das wäre toll, aber wer bin ich so doof? Ha, der hier, Ulf Poschart, Chefredakteur der Welt. Und das ist also euer Spezialist für was? Für alternative Wahrheiten.

Leck mich in den Tisch, sag doch einfach Fake News, du Trottel. Der Poschart weiß man ja nicht. Der Poschart weiß man ja, ist ja so ein bisschen der J-Vater aller Fake News. Der hat schon welche veröffentlicht, als es noch gar kein Wort dafür gab. Da war er Chefredakteur vom SZ-Magazin, hat ungeprüft Promi-Interviews abgedruckt. Geile Scheiße, sage ich euch. Kleiner Schönheitsfehler, alle erfunden. Er hat also ungeprüft Material veröffentlicht. Und er wird das wieder tun. Das, Leute, ist ein Plan. Wir haben nie gesprochen. Man kann das Thema nicht alleine nur darauf begrenzen. Klimaschutz ist so vielschichtig. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich da anfangen soll.

Ich habe sowieso das Gefühl, wir spielen gerade klimatechnisch Jenga. Kennen Sie das noch, dieses Spiel? So ein bisschen Mikado für Angeber. Dieser Holzturm, wo man die Holzklötzchen rauszieht und hochlegt. Und der Klimaturm, der wackelt schon gewaltig und der droht umzukippen. Viele haben die Haltung, Klimaschutz finde ich extrem wichtig, bis es heißt, Flug nach Malle 1299. Das ist unser Dilemma. Einerseits haben wir das Bewusstsein, dass wir fünf Tage freiwillig mit anderen schwitzenden Menschen in den Bus auf dem Weg zur Fähren am Mallorca, damit der eigene ökologische Fußabdruck besser wird. Gut, eine 16-jährige Klimaaktivistin, die noch in jeder Position im Bus schlafen kann.

Aber wir stoßen jeden Tag an persönliche und moralische Grenzen. Ich weiß auch, dass Fleischessen Klimakiller Nummer eins ist. Aber wenn der Schweinebraten vor mir steht, lecker, mit der Kruste, dann denke ich auch, was für ein Klimawandel. Sehe ich nicht, ich sehe nur die Kruste. Ich rede mich halt damit raus, dass ich Bioprodukte kaufe. Aber anders gefragt, wenn selbst die Biogurke in Plastik eingepackt ist, da kann es doch gar nicht so schlimm sein, oder? Eine Sache müssen wir auf jeden Fall klären, Plastiktütenverbot. Da gehe ich total mit. Aber was ist der Ersatz für Plastiktüten? Papiertüten. Ja, wunderbar, herzlichen Glückwunsch. Das ist vom Regen in die Traufe.

Was war da denn die Überlegung? Haben wir nicht noch was anderes Schönes, was wir kaputt machen können? Ja, der Regenwald wäre noch frei. Ja, dann nehmen wir den. Weiß ich nicht. Es macht keinen Sinn. Es macht keinen Sinn, Plastiktüten durch Papiertüten zu ersetzen. Das ist so, als würdest du Karneval verbieten, aber Fasching feiern. Jetzt kommt eine 16-Jährige, rollt mal ein bisschen den Laden auf und das Geschrei ist groß. Ganz ehrlich, ich finde es super, dass Schüler auf die Straße gehen und streiken. Ganz im Ernst, ich habe früher zum Schwänzen gar keinen Grund gebraucht.

Aber ich finde, es muss definitiv was passieren, weil ich habe keine Lust, dass ich in zehn Jahren mehr Plastik in meinem Körper drin habe, als diese ganzen stumpfen Weiber nach ihren Schönheits-OPs. Und nicht nur jeder Einzelne kann und sollte mehr tun. Ich finde, die Politik muss sogar mehr tun. Die Politik agiert für mich gerade in Hinblick auf den Klimawandel ein bisschen so wie Astro TV. Ja, wir sind da gerade in der Leitung und was ist dein Problem? Ja hallo, hier ist Greta. Ich habe total Angst, dass die Welt untergeht und keiner tut was. Haben Sie sich schon mal die wissenschaftlichen Erkenntnisse angesehen? Ich spüre da eine ganz starke Schwingung bei dir, Greta.

Aber du kannst es ja nicht wissen, du lebst ja in Schweden. Hier in Deutschland kümmert sich um Wissenschaft und Forschung eine ganz fromme Hotel-Fragkauf-Frau. Die ist ganz fromm und die legt eher auf christliche Werte wert. Das ist uns ganz wichtig, Greta, aber wie gesagt, das kannst du nicht wissen. Das ist auch der Hammer, oder? Ich bin ja froh, dass die Frau Karliczek keinen Doppelnamen hat. Jetzt mal im Ernst, wie ist die bitte an Ihren Posten gekommen? Ja, Frau Karliczek, super Kaffeekränzeln, die Sie da organisiert haben. Also eine Sache muss ich Ihnen erlassen. Also Ihre Schwarzfelder Kirschtorte, die ist echt ein Gedicht.

Also so backen können, das ist schon eine Wissenschaft für sich. Wissenschaft, das ist es. Haben Sie Bock auf einen Ministerposten? Aber da müssen Sie schon einmal die Woche so ein Pörtchen backen. Der Seehofer bringt auch jede Woche vor allem Blutwurst mit. Zu Konferenzen. Hab ich da jetzt gerade so ein bisschen diskriminiert und pauschalisiert? Ja, aber ich muss mir auch von unserer besagten Wissenschaftsministerin anhören, unterm Strich, dass alle Kinder, die bei homosexuellen Paaren aufwachsen, rückständig seien. Ehrlich, ich hab noch keine Kinder, aber wenn ich welche hätte, dann wären die nicht rückständig, weil ich homosexuell bin.

Die wären rückständig, weil ich massiv eine an der Waffel habe. Fakt ist, wir haben eine Wissenschaftsministerin, die so viel mit Wissenschaft zu tun hat, wie ich mit Verhütung. Und auf der Basis lösen wir das Klimaproblem nicht. Ich sag's gerne noch mal, der Turm, der wackelt gewaltig. Und wer sich aus der Verantwortung nimmt, der ziehe den letzten Stein. Aber Vorsicht, es gibt dann keinen, ich baue noch mal schnell auf für die nächste Runde. Nee, die Gerade war irgendwie scheiße. Nee, dann ist endgültig und final Feierabend. Wir sollten langsam mal lernen, Verantwortung zu übernehmen. Dann können die Kinder auch wieder Freitags in die Schule. Also, Leute, ich bin gespannt.

Unser Plan, hat er funktioniert? Funktioniert, Boss. Wir sind durch die Medien marschiert wie Mexikaner durch Trams Mauer. Okay, was zeigen wir ihm als erstes? ALD! ALD! Du Trottel übernimmst vielleicht die Schuhe. Nein, das ist nicht die Schuhe. Du Trottel übernimmst vielleicht die Schuhe. Nein, das ist nicht die Schuhe. Du Trottel übernimmst vielleicht die Schuhe. Nein, das ist die Schuhe. ALD! Du Trottel übernimmst vielleicht besser das ZDF. Ja, jetzt lass ihn nochmal. Komm, wir fangen mit seinem Vorschlag an. Wir fangen chronologisch an, ALD, 7. Januar. Hier, wir haben eine halbe Stunde exklusiv eine Doku über den sogenannten des Diesel Desaster.

T9 dieser Sendung war, die Grenzwert sind zu niedrig, die Messstationen stehen an der falschen Stelle und Stickstoffdioxid ist, naja, so gut wie harmlos. Welche Experten waren dabei? Oh, alle unsere Freunde. Da haben wir zum Beispiel unseren Matthias Klingner, dann den Dieter Köhler und ach, guck mal, Martin Hetzel. Schön, schön. Und keinerlei Worte über die Verbindungen zu uns? Nee, nee, nee. Und ich musste nicht mal foltern. Oh Mann. Tut mir leid. Schön und gut, aber die Sendung lief ja so gegen 10 Uhr. Ich meine, wer bittet es da noch vor dem Fernseher? Na ja, nur Menschen ohne Leben. Aber das war ja nur der Anfang, dann ging es weiter. 23.

Januar, da kam nämlich, da wurde exklusiv aus dem Köhler Positionspapier veröffentlicht. Und zwar in der Welt. Nicht zu fassen, auf Ulf Poschart ist wirklich Verlass. Hat Poschart irgendwas dazu gesagt? Ja, in der Sendung Zapp im NDR. Das ist halt Teil einer Debatte, die wir breit führen müssen. Großartig, wir haben eine Debatte. Boss, danach hingen Schlag auf Schlag. ZDF. Und Mats Ab. Doch jetzt nimmt die Debatte noch einmal an Fahrt auf. Und dann die Tagesschau. Mehr als 100 Lungenfachärzte bezweifeln in einer Stellungnahme, dass die Grenzwerte für Stickoxid und Feinstaub wissenschaftlich gerechtfertigt seien.

Keine Gefahr, Lungenärzte halten Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide für unsinnig. Sehr gut, aber das waren jetzt alles Nachrichtensendungen. Hattet ihr mir nicht versprochen, dass ihr mir den Köhler überall reinbringt? Wenn ich sage, ich bringe ihn überall rein, dann bringe ich ihn auch überall rein. Hier, er war beim Mittagsmagazin. Diese Mengen machen nichts. Das kann man auch leicht beweisen. Natürlich noch bei alle Will. Im Heute-Journal, bei Stern TV und bei dem großen Markus Lanz. Er war einfach überall. Nur beim Bachelor habe ich ihn nicht reingekriegt. Aber erklärt mir eins.

Diese Wissenschaftsjournalisten werden sich nicht gedacht haben, weil sie sagen, da stehen Zehntausende von Studien auf der einen Seite und zwei Seiten Papier ohne Fußnoten von Herrn Köhler. Und dann gesagt haben, sportlich gesehen kann man sagen, Stand heute steht Unentschieden. Achtung. Stand heute könnte man sportlich sagen, es steht Unentschieden. Ja, ja, ja. Das ist perfekt. Mit dem Zweiten sieht man halt besser. Mit dem deutschen Diesel seinen Lauf hält weder Ox noch Fernsehen auf. Großartig. Scheiße. Was? Was? Ich glaube, wir sind aufgeflogen. Wieso das? Weil die Taz hat richtig recherchiert und nachgerechnet. Au Backe, Lungenärzte mit Rechenschwäche. Verdammt, und wir waren so nah.

Aber gut, man muss einsehen, wenn man verloren hat. Dann wird uns nichts anderes übrig bleiben, als eben die Motoren der Zukunft zu entwickeln. Das war trotzdem großartige Arbeit. Was haben Sie reingelegt? Die Bildschlagzeile lautete schon am nächsten Tag. Beendet ein Rechenfehler die ganze Debatte? Nein! Aber gut, ich meine, ganz ehrlich, Diesel hin, Feinstaub her. Das eigentliche Thema, das uns interessiert, ist doch immer noch der Schulstreik. Die Schülerinnen und Schüler streiken fürs Klima. Das sind ja genau die richtigen.

Wer braucht denn alle sechs Monate ein neues Smartphone und lässt sich jeden Morgen von Mamas SUV bis ins Klassenzimmer kutschieren und dann einen auf Öko-Aktivist machen? Entschuldigung, ich bin eigentlich bloß eifersüchtig. Über so viel Engagement ständig. Erst wird die Flüchtlingskrise von ehrenamtlich engagierten Rentnerinnen gelöst. Jetzt kommen auch die bekloppten Teenager und machen einen auf Klimabewegung. Da stehe ich ja doppelt doof da. Dabei waren wir uns immer sicher. Teenager, die können nix, die wissen nix, die wollen nix. Plötzlich basteln die Plakate und gehen auf eine Demo. Muss man sich mal vorstellen. Teenager, freiwillig draußen an der frischen Luft.

Was sie für Slogans haben. Rettet den Planeten, es ist der Einzige mit Pizza. Und je jünger die Demonstranten, desto knackiger die Parolen. Hier kommt mein Favorit. Es ist unsere Zukunft, ihr Arschlöcher. Seien wir ehrlich, sowas können wir Erwachsene doch gar nicht mehr, oder? Weil wir halt die Arschlöcher sind. Wir können das nicht mehr so direkt und geradeaus, ohne Finanzierungsvorbehalt und Ausstiegsklausel. Wenn ich da mitmachen würde, bei den Fridays for Future, also das hier, kann ich Ihnen sagen, das wäre dann wohl mein Plakat.

Sollte es im Rahmen bilateraler Reziprozität sowie unter vollumfänglicher Berücksichtigung nationaler Wirtschaftsstandortfaktoren sich als Gang bei erweisen, so wäre die eventuelle Einsetzung eine gegebenenfalls alternativlose Versachlichung, der eine Machbarkeitsprüfung hinten anzustellen ist. Aber kommen Sie, sind wir nicht alle ein bisschen Greta? Die Antwort ist eindeutig, leider nein. Und bei Rechtspopulisten in den rechten Kreisen, da führt Greta Thunberg zum absoluten mentalen Ausnahmezustand.

Die haben jetzt rausgefunden, dass sie in Wahrheit bloß die Marionette einer linksradikalen Umweltschutztruppe erfunden von einem PR-Guru für eine Firma, die mit CO2-Zertifikaten handelt, um das Buch einer schwedischen Opernsängerin zu vermarkten, die rein zufällig Greta Thunbergs Mutter ist. Also von der Diagnose her würde ich sagen, Trump im Endstadium. Getoppt nur noch von Christian Lindner, Zitat, Liebe Schüler, Klimaschutz, das ist was für Profis. Mal ein Tipp vom Profi. Ein Jahr lang Christian Lindner unterwegs, ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann wären die auch mal schön leer, wahrscheinlich.

Und Jean-Claude Juncker, dem fällt nichts anderes ein, als zu sagen, wir haben früher immer samstags gestreikt. Wow! Respekt, Alter, das war aber crazy shit. Da kommt eine 16 Jahre junge Veganerin mit Flugscham und das Testosteron-Patriarchat sieht aus wie eine hysterische Krabbelgruppe. Wenn sie jetzt noch rausstellt, dass es eine atheistische Lesbe ist, dann rassen die wahrscheinlich komplett aus. Und der Schulstreik geht weiter. Jetzt schon am Freitag geht es richtig los. Der Schulstreik in NRW bei uns, da möchte der Ministerpräsident den Streik höchstpersönlich auf alle fünf Schultage ausweiten. Naja, das ist ja die einzige Chance, den Stundenausfall zu vertuschen.

Und bei uns im Kindergarten, da hat die Eisbärengruppe sich zusammengetan und haben aus Protest gegen die globale Erwärmung sämtliche Kühlschranktüren abmontiert. Wenn das so weitergeht, fangen am Ende die Amerikaner an mit Klimaschutz. Ich sehe es schon vor mir. Make America Greta. Again. Und das möchte ich noch loswerden. Die Greta Thunberg hat ja dieses Asperger-Syndrom. Freunde, ich bin da kein Experte. Aber wenn das Autismus ist, dann sollten wir uns alle schleunigst einen besorgen. Danke, Greta. Vielen Dank. Hallo. Dann fangen wir an. Herzlich willkommen zur Pressekonferenz im Verkehrsministerium. Über 100 Experten haben Zweifel an den Grenzwerten angemeldet.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Was ja nicht oft vorkommt. Die Bundesregierung hat deswegen die Leopoldina, für die, die das nicht kennen, die älteste gelehrte Gesellschaft in Deutschland gegründet. 1652 beauftragt, diese Grenzwerte noch einmal zu überprüfen. Zu diesem Behufe hat mir die Leopoldina einen Naturwissen-Geschafter zur Seite gestellt. Begrüßen Sie bitte alle gemeinsam den Herrn Nefton. Isaac Nefton. Herzlich willkommen. Newton. Sir Isaac Newton. Ich bin Universal-Gelerter. Ein Kollege. Ich bin auch Doktor. Wir werden ein paar Thesen vortragen. Sie werden die von naturwissenschaftlicher Seite bestätigen. Je schneller, desto schneller sind wir in der Kantine.

Da gibt es heute saure Lüngerl. Erste These, gegen den Diesel vorzugehen, bedeutet auch, gegen CO2-Ziele vorzugehen. Nein. Was? Entschuldigung. Das ist schlicht grotesk. Nein, das ist ein Zitat von Angela Merkel. Die hat Physik studiert. Und ich habe sie erfunden. Die Merkel. Die Physik. Aber kann man nicht sagen ... Nein, kann man nicht. Der Diesel ist nicht gut für die Umwelt. Lassen Sie uns saure Lüngerl inhalieren. Es ist doch gut fürs Klima, wenn man mit einer Tankfüllung möglichst weit kommt. Woran das wohl liegen mag? Vielleicht daran, dass im Diesel mehr Energie steckt als im Benziner? Das ist doch das Tolle am Diesel. Das ist das Problem. Mehr Energie bedeutet auch mehr Kohlenstoff.

Weil in einem Liter Diesel mehr Kohlenstoff steckt als in einem Liter Benzin, kommt bei einem Liter Diesel hinten mehr CO2 raus als bei einem Benziner. Na, war das so schwierig? Ein bisschen Kopf ich hab ich schon. Aber Sie müssen doch einsehen, dass diese Dieselmotoren effizienter mit Energie umgehen als den Benziner. Und das macht den Diesel klimafreundlicher. Grundgütiger. Dieselmotoren und Dieselfahrzeuge sind im Durchschnitt schwerer als andere Fahrzeuge. Deswegen kommt am Ende pro Kilometer genauso viel CO2 raus wie bei einem Benziner. Das kann man so oder so sehen. Da hat jetzt jeder seine Meinung. Nein, das ist Naturwissenschaft. Da gibt es nur richtig oder falsch.

Ich sag ja, das sind zwei Meinungen. Kann ich bitte einen Sherry haben? Dann doch lieber die Inquisition. Beruhigen Sie sich doch mal. Worauf wir uns vor den Damenjournalisten einigen können, ist doch, dass dieser Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm vollkommen verrückt ist. Wer sagt denn so was? Zum Beispiel Dieter Nur. Wo hat denn dieser Doktor veröffentlicht? Meines Wissens nur im ersten. Hören Sie, Ihnen ist schon klar, dass diese Grenzwerte auf Tausenden von Forschungen jahrzehntelanger medizinischer Umweltforschung basieren. Man muss als Freidenker nicht nachplappern, was alle vorbeten. Ich hab mir ein Beispiel notiert, das wird Sie überzeugen.

Schauen Sie, wenn man berechnet, dass nach zwei Monaten einer auch schon so viel Stickstoffdioxid und Feinstoff inhaliert hat, wie jemand, der sein Leben lang an einer viel überfahrenden Straße gewohnt hat. Sagt das auch, dieser Doktor Nur? Ja, auch, aber er hat das jetzt von Prof. Dr. Köhler, einem sehr verdienten Lungenarzt, meine Damen und Herren. Hier können Sie seine Rechnung nachvollziehen. Reichen Sie das ja nicht bei der Krankenkasse ein? Er hat gerechnet, dass im Prinzip, wenn Stickstoffdioxid so schlimm ist, wie alle behaupten, da müsste ein Raucher schon nach wenigen Wochen tot umfallen. Das tut er nicht, meine Damen und Herren.

Deswegen, das können Sie genau so schreiben, ist die Frage also, sind die Grenzwerte nicht vollkommen verrückt? Nein, die Frage lautet, was hat der Mann geraucht, als er gerechnet hat. Laut den Berechnungen dieses Prof. Köhlers steckt in einer Zigarette 50 Mikrogramm Stickstoffdioxid, macht bei einer Schachtel offensichtlich 1000 Mikrogramm. Bei ihm steht 1 Mio. Mikrogramm. Vielleicht war das eine Familienpackung. Man kann sich doch als Experte auch einmal verrechnen. Ach, um den Faktor 1000?

Schauen Sie, wenn man richtig rechnet, müsste ein Raucher nicht ein paar Monate, sondern 32 Jahre lang Kette rauchen, um so viel Stickstoffdioxid und Feinstaub inhaliert zu haben wie jemand, der sein ganzes Leben lang an einer dichtbefahrenen Straße gelebt hat. Gut, es kommt bei der Medizin ja nicht nur auf Zahlen an, sondern auch auf die menschliche Zuwendung. Moment, der Herr Köhler hat Millionen Dieselfahrer in Deutschland Mut gemacht. Warte, ich hab ein Beispiel von ihm, das wird Sie sicherlich überzeugen. Ich werde hier und jetzt beweisen, dass der Grenzwert von 40 Mikrogramm vollkommen ... Ah, scheiße. So, jetzt halt. Moment, Moment, Achtung, zurückbleiben. So, was sagen Sie jetzt?

Wo ist mein Jerry? Wo ist mein Jerry? Ich brauch einen Jerry! Hören Sie doch mal zu, vier brennende Kerzen, da entstehen doch im Laufe einer Stunde etwa 480 Mikrogramm Stickstoffdioxid. Das ist doch mehr als 40. Ja, ja, das ist richtig. Quot erat demonstrant so. Aber Sie haben die Einheiten verwechselt. Welche Einheiten? Masse und Konzentration. Jetzt stellen wir uns mal ganz dumm. Moment, ich hab's. Passen Sie mal auf. Wenn ich jetzt so mache, dann entsteht hier ungefähr eine Masse von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid. Oha. Der Grenzwert von 40 Mikrogramm bezieht sich aber auf einen Kubikmeter Luft. Und das hier ist dann die Konzentration.

Moment mal, Moment mal, Sie haben das entsprechend fertig gemacht, gell? Also, wir müssen schon alles, die ganzen 480 Mikrogramm Stickstoffdioxid, da hineingeben. Und dann haben wir eine Konzentration von 84 Mikrogramm Stickstoffdioxid. Und dann haben wir eine Konzentration von 80 Mikrogramm Stickstoffdioxid. Und dann haben wir eine Konzentration von 80 Mikrogramm Stickstoffdioxid. Und dann haben wir eine Konzentration von 84 Mikrogramm pro Kubikmeter. Und das ist ja wohl 12-fach so viel wie der Grenzwert, Herr Physiker. Ja, ja, ja, ja. Aber sagen Sie, Sie leben doch nicht in so einer Kiste, oder? Nein, nein, nein. Ich meine, Ihr Wohnzimmer, wie viel Quadratmeter wird das haben?

Vielleicht so 15? Nein, nein, das ist schon viel. Und bei 2,5 Meter Raumhöhe, 50 Kubikmeter Luft, 480 Mikrogramm auf 50 Kubikmeter Luft, ergibt 9,8 Gramm pro Kubikmeter. Wie hoch war noch mal der Grenzwert? 40. Ja, gut, das ist jetzt nicht zwölfmal so viel. Aber ich meine, die Richtung stimmt doch. Nein, die Richtung stimmt nicht. Das ist viel, viel weniger. Das ist auch nur, wenn Sie den Scheißkranz das ganze Jahr brennen lassen. Moment mal, Sie waren doch eingeladen, um mich zu unterstützen. Dann sagen Sie doch mal was Richtiges. Ach so, wenn wir uns einigen können, da gibt es überhaupt keine Diskussion.

Dieser komische Grenzwert von 950 Mikrogramm am Arbeitsplatz liegt 23-fach über dem von der Straße. Diese 950 Mikrogramm sind dann maximal wert, für Industriearbeiter, für kurze Zeit. Und die 40 Mikrogramm sind der Wert für die Dauerbelastung der ganzen Bevölkerung. Und Sie sind doch sicher nicht froh, dass es nicht den ganzen Tag so laut ist, oder? Wer schreit, hat Unrecht. Und wir müssen doch auch mal sagen, dass wir hier in Deutschland die Messteppen von Europa sind. Weil wir in Deutschland als einzige in Europa an der Stelle messen, wo die Stückstoffdioxidbelastung am höchsten ist. Es wird überall in Europa gleichgemessen, mal in Wohngebieten und mal an dicht befahrenen Straßen.

Aber auf 1 m Höhe, ganz ehrlich. Für welche Big Man? Kinder. Man will eben auch die Schwächsten schützen. Ja gut, aber wenn man ständig für die Umwelthilfe nur auf die Schwächsten abstellt und dann den Messstab im Auspufftopf versenkt, das ist eine Horrorzahl von 6.000 vorzeitigen Toten. Schauen Sie mal, man hat bei den Berechnungen sogar die Menschen ausgenommen, die an den dicht befahrensten Straßen leben. Man hat manipuliert, das heißt, die Zahlen stimmen nicht. Nein, das heißt, es ist ein Minimalwert. Eigentlich müssten die Zahl der Toten noch höher sein. Aber das sind ja keine richtigen Toten, gell? Das sind ja statistische Tote.

Meine Damen und Herren, liebe Journalisten, kommen wir an der Stelle nicht weiter. Sondern wir müssen ganz klar sagen, an Stickstoffdioxid ist noch nie ein Mensch gestorben. Wussten Sie, was übrigens auch noch nie als Todesursache eingetragen wurde, festgestellt wurde? Rauch! Da falle ich nicht drauf rein. Es ist schon klar, dass es schwierig ist, vom einzelnen Patienten zu schließen, wenn man einen Herzinfarkt beigetragen hat. Das ist richtig, ja. Man kann aber ohne Zweifel sagen, dass Rauch und das Risiko von Herzinfarkten erhöht. Wie könnte man da einen Zusammenhang herstellen? Da kann man ganz einfach zwei Gruppen, ähnliche Gruppen machen, die eine raucht und die andere nicht.

Dann könnte man schauen, in welcher Gruppe mehr Menschen an einem Herzinfarkt gestorben sind. Dann kann man das hochrechnen und dann kann man sagen, in welcher Gruppe mehr Menschen an einem Herzinfarkt gestorben sind. Oder am Stickstoffdioxid. Zipfix. Gratulation, Herr Scheuer. Sie haben gerade die Epidemiologie erfunden. Leider 150 Jahre zu spät. Diese Wissenschaft, die Ihre albernen Professoren gerade abzuräumen. Das war ja ganz amüsant, nicht wahr? Ich kann Ihnen nur dringend raten. Gehen Sie mit diesem unwissenschaftlichen Unfug niemals an die Öffentlichkeit. Ich weiß nicht, gibt es Fragen? Ja, Sie vielleicht? Laut EU betrügt die Autoindustrie nun auch beim CO2-Ausstoß.

Das ist eine Feststellung, keine Frage. Deswegen muss ich Sie nicht beantworten. Sehr gut gemacht. Ist es wahr, dass die EU-Kommission jetzt schon wieder gegen das Verbot des Konformitätsfaktors beim EuGH klagt und damit schon wieder die Grenzwerte angreift? Das habe ich nicht verstanden. Ja, Sie da, von der Bild-Zeitung. Herr Scheuer, ist es wahr, dass Sir Isaac Newton von der Deutschen Umwelthilfe bezahlt wurde? Das können Sie schreiben. Das war die Anstalt. Die Bremsen, Tani, Philipp Weber und Martin Zingsheim. Vielen Dank.

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