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Energiewende

Greta Thunberg , Fridays for Future, Kohleausstieg , Entschädigung für Stilllegung von Kohlekraftwerken, Zwei-Grad-Ziel , Erneuerbare Energien in Deutschland , Konsumverhalten , Mineralölunternehmen

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Episode 'Die Anstalt' thematisiert die komplexe und oft ineffektive Reaktion auf die Klimakrise. Sie kritisiert die Verharmlosung des Problems, die Fokussierung auf kurzfristige Rettungsmaßnahmen wie den Kohleausstieg und die Finanzierung von Geoengineering-Projekten. Die Satire verdeutlicht die Widersprüche zwischen politischen Zielen und tatsächlicher Umsetzung sowie die Rolle von wirtschaftlichen Interessen. Die Diskussion beleuchtet die Notwendigkeit einer nachhaltigen Energiewende und die Verantwortung der Menschen für ihren CO2-Ausstoß. Letztlich stellt die Episode die Frage nach der Demokratie und der Fähigkeit politischer Entscheidungsträger, die Realität zu erkennen und angemessen zu handeln.

Transkript 5.969 Wörter

So, jetzt, Fräulein Greta. Versichtig, aber ein bisschen so. Genau, gut. Herr Scheuer, ich habe Angst. Nein, nein, das müssen Sie nicht haben. Wie sage ich immer? Keine Panik auf der Titanic. Hat das denn den Passagieren damals geholfen? Ah, nein. Aber, sehen Sie, vertrauen Sie mir, Fräulein Greta. Nein, ich finde übrigens, wir sollten alle Angst haben. Nein, nein, machen Sie es einfach wie ich. Halten Sie sich die Augen zu, dann ist es fast, als würden Sie fliegen. Also Herr Scheuer, ich fliege generell nicht und ich möchte, dass Sie handeln. Das ist im Moment ein bisschen schwierig, weil ich habe alle Hände voll zu tun, Sie zu umarmen. Sie wissen schon, dass wir sinken?

Ja, dass Sie in Ihrem Alter schon so ernst sind, hat das was mit Ihrem Autismus zu tun. Dass Sie so ignorant sind, hat das auch medizinische Gründe? Ich war doch auch mal jung und wollte die Welt verbessern, aber jetzt bin ich eben älter. Wollen Sie die Welt verschlechtern? Lassen Sie mich ausreden. Nein, ich war fertig. Herr Scheuer, wir sinken. Es dringt immer mehr Wasser an das Schiff. Das Schiff ist in letzter Zeit um ein Grad gekippt, weil wir immer größere Teile aus der Bordwand reißen, um immer größere Kabinen für die erste Klasse zu bauen. Ja, eben. Wir sind die Könige der Welt. Ihnen ist schon klar, dass der Letzte, der das gesagt hat, am Ende abgesoffen ist?

Jaja, aber Titanic, das war ja nur ein Film. Fraulein Kreta, was machen Sie denn jetzt schon wieder? Ich möchte, dass Sie in Panik geraten. Ja, aber doch nicht so laut. Ja, entschuldigen Sie bitte vielmals die Störung, Herr Poscha. Wissen Sie, gerade wollte ich meinen Kopf schräg legen, um mich selber sprechen zu hören, denn erst dann merke ich, wie schön der Klang meiner Gedanken ist. Und plötzlich werde ich von dieser apokalyptischen Lärm gestört. Ach, Kreta, sehen Sie, die Welt fühlt sich von Ihnen gestört. Merken Sie das denn nicht? Wir imitieren pro Jahr 42 Gigatonnen CO2. Wir dürfen aber insgesamt nur noch 420 Gigatonnen imitieren, damit das Klima nicht außer Kontrolle gerät.

Jetzt spüren Sie die Panik auch. Ich versuche gerade 420 durch 42 zu teilen, aber es schaut nicht gut aus. Uns bleiben noch ungefähr 10 Jahre. Aber mit diesem Untergangsgeschrei kommen wir einfach nicht weiter. Wir müssen aufhören, das Schiff zu zerstören. Ja, aber Fraulein, wenn wir das tun, geht die Wirtschaft unter. Ach, er darf jetzt vor dem Untergang warnen? Ja, also mit Logik kommen wir an der Stelle jetzt auch nicht weiter. Leute, wir sinken! Und zwar arme und schwarze zuerst. Oh, Drinks kommen gleich. Sie müssen was tun! Ja gut, ich tue was, ich zitiere mich selbst. Hier, pass auf, ich habe geschrieben, was sie tut. Das ist anti-aufklärerisch, sadistisch, fleisch und humorlos.

Ach, Herr Proschardt, was ist denn das? Ja, das sind meine Worte. Sie hat mich mit ihren Kulleraugen erpresst. Ah, ja, dann haben Sie es verdient, die Klima-Heidi. Hallo? Gut, wenn Sie nicht auf mich hören, dann hören Sie wenigstens auf die Wissenschaft. Nein, nein, also mit Wissenschaftlern habe ich in letzter Zeit ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Das ist nicht gut bei mir. Ich glaube, man riecht ins Haus von Wissenschaftlern. Sagen Sie bloß... Ah, der Nefton! Für Sie immer noch Sir Isaac Newton. Was für eine Erklärung haben zwei weißereiche Männer, sich über ein 16-jähriges Mädchen lustig zu machen? Ja, sie hat angefangen. Was hat sie gemacht? Das Schiff angezündet?

Nein, sie hat Alarm ausgelöst. Ach, und war das falsch? Nein, aber viel zu laut. Genau wie damals beim Waldsterben. Da dachte ich, der Wald stirbt, der Wald stirbt und ich habe es überlebt. Weil man reagiert hat mit Gesetzen, Schwefelfiltern und Katalysatoren. Dadurch wurde der Schadstoffausstoß gesenkt und der Wald gerettet. Ah, deswegen. Gut, das war jetzt vielleicht mal ein Beispiel, wo mit Eingriffen in die Wirtschaft ein positives Ergebnis... FCKW. Ja gut, da schon, aber sonst... Kinderarbeit. Gut, da schon, aber sonst... Skladenarbeit. Ja, jetzt reicht es. Kommt gleich.

Also, was wir brauchen, sind keine Verbote, sondern Flexibilität, um beim Klimawandel die Innovationssprünge zu benutzen, von denen wir eben nicht genau sagen können, wann sie eintreten. Hören Sie sich beim Sprechen eigentlich zu? Selbstverständlich, deswegen habe ich auch keine Zeit zu überlegen, was ich als nächstes sage. Wir brauchen keine Öko-Stalinisten. Die glauben, Sie hätten das Recht, das Privatleben Ihrer Mitmenschen zu regulieren. Ist es denn Privatsache, das Schiff sinken zu lassen? Ja, selbstverständlich. Sonst wäre die Politik schuld, dass wir sinken. Also quasi... Ich... Was machen Sie denn, dass dieses Schiff nicht sinkt? Ich glaube, dass wir das Schiff nicht sinken.

Ja, ich glaube, dass wir das Schiff nicht sinken. Ja, ich glaube, dass wir das Schiff nicht sinken. Ja, ich glaube, dass wir das Schiff nicht sinken. Ja, ich glaube, dass wir das Schiff nicht sinken. Ihreرة? Dass dieses Schiff nicht sinkt. Ich verzichte auf Fleisch, Konsum und Fliegen. Das tun Sie ja. Aber Sie fahren auch mit diesem Schiff, geil? Warum muss Sie eigentlich das Leben einer Heiligen führen, wenn es beim Herrn von Wells eigentlich schon ausregt? Das Qualifikation, dass es sich einfach weiter aufführt wie ein Arschloch-on-the-Rocks-. Dankeschön. Fräulein, Fräulein, immer predigen Sie Verzicht.

Aber was Sie nicht verstehen, wenn ich mich in meinem Konsum einschränke, hat er doch bald keinen Job mehr. Aber bei den Hartz-IV-Empfängern hatten Sie auch kein Problem, Verzicht zu predigen. Da musste ich mich ja auch nicht einschränken. Sagen Sie mal, Ihnen ist schon klar, dass wir sinken. Das stellt ja nun wirklich niemand grundlegend in Frage. Doch, Sie durch Ihr Verhalten. Aber ich mach doch nix. Eben. Ihnen ist auch nicht recht zu machen, wirklich. Mir aber schon, indem Sie handeln. Das mache ich ja auch. Das mache ich ja auch. Ich fördere jetzt Elektroroller, damit wir hier an Bord schneller vorankommen. Vielen Dank, gell? Also, wunderbare Idee.

Aber das Material ist aus der Schiffswand. Ja genau, aber Elektro. Super, ich nehme zwei. Wunderbar. Wir müssen aufhören, die Schiffswände zu zerstören. Was? Na, vergessen Sie es. Sie sprechen mit dem Sprachrohr der Schiffswandindustrie. Also, Entschuldigung. Ich kann gar nicht der Sprachrohr der Schiffswandindustrie sein, weil ein Sprachrohr ist ja von Ihnen hohl. Und das ist ... Moment, Moment. Na, na, also, bitte. Hat vielleicht jemand von Ihnen einen besseren Vorschlag? Ja, wir könnten in der ersten Klasse die Fußbodenheizung abstellen. Das wäre ja Temperaturlimit. Nur über meine Leiche. Ja, das ist natürlich auch eine Lösung. Was? Entschuldigung. Also, bitte. Entschuldigung.

Wir gehen alle unter und ich darf keine Witze übers Sterben machen. Haben Sie eigentlich überhaupt keine Angst davor, dass die Welt, in der wir leben, zerstört wird? Nein. Warum? Ich drücke da jeden Tag eine neue. Fraulein Greta. Fraulein Greta. Wenn Ihnen das alles so viel bedeutet, was sollen wir denn Ihrer Meinung nach machen? Was ist das? Fragen Sie mich? Ich bin 16. So, ganz dünnes Eis, Freundchen. Ja. Ich bin 16 und ich sehe da die Kompetenz bei der Politik. Ah, ja, da sehen Sie sie, ja? Nein. Nein, warte. Wir könnten auch vielleicht die Rehling streichen. Mit grüner Farbe. Ha, was soll das? Bitte, ich hätte gerne einen Sherry. Ich habe jetzt zwei Arben, sorry. Ach, verdammt. Bis dann.

Tschaui. Das ist unglaublich. Ja, endlich frei. Servus. Toll. Ich muss ein bisschen ausharten, die Treppen. Ich bin Abdulkarim, ich komme aus Bielefeld. Mein Nachbar hat mir den Klimawandel wirklich wunderbar in einem Satz erklärt. Er sagte, der Klimawandel ist wie Bielefeld, weltbekannt. Aber trotzdem sagen viele, gibt es doch gar nicht. Und wir kennen alle den Klimawandel. Es gibt trotzdem Gespräche, die ich sehr interessant finde. Ich habe letztens in der Bahn gelauscht. Ich habe zu seinem Freund gesagt, ist dir aufgefallen, dass wir über alle möglichen Themen reden, aber nie über Klimawandel? Und er sagte, ja, stimmt, hast du recht, aber wir können eh nichts ändern.

Das hört man immer wieder. Und natürlich ist das Argument logisch, kennt man davon uns Menschen nicht anders. Wir reden nur über Sachen, die wir auch wirklich ändern können. Brexit zum Beispiel. Oder Löws letzte Aufstellung. Da kann man ja viel dran rumfuchteln, dass wir drückwirkend geändert haben. Oder Tweets von Trump, immer gerne genommen als Thema. Wir sehen, was der Trump getweetet hat. Und das ist der Präsident der USA. Könnt ihr probieren, man fühlt sich direkt schlauer. So ein IQ-Booster. Ganz nebenbei erreicht der Kampf gegen den Klimawandel einen ganz neuen Höhepunkt. Schüler-Demos. Ich finde das wirklich krass. Kinder gehen wieder an die frische Luft. Es ist unglaublich.

Ja, das kann man auch klatschen. Es ist wirklich unglaublich. Wem haben wir das zu bedanken? Greta Thunberg. Die finde ich sowieso krass. Greta Thunberg ist der Hammer. Sie schwänzt die Schule und wird dafür gefeiert. Ich war früher Hauptschüler, aber bei uns liegt das anders. Bei uns wäre sie mit der Leistung Klassensprechern auf Lebenszeit. Es ist echt der Hammer, was sie da hinbekommen hat. Bei aller Bewunderung stellt sich trotzdem eine Frage. Wie konnte es eigentlich so weit kommen, dass im Jahre 2019 Kinder auf die Straße müssen, um uns zu zeigen, Leute, nehmt endlich die verdammten Warnungen der Wissenschaftler ernst.

Applaus Es gibt viele Erwachsene, die sagen, so nicht, Freunde, Schüler, geht wieder in die Schule, lernt gefälligst für die Zukunft. Klingt logisch, aber warum sollen Kinder in die Schule, wenn sie wissen, später nimmt sie als Wissenschaftler eh keiner mehr ernst. Das ist völlig unbrauchbar, diese These. Haben die Schüler mittlerweile auch gelernt? Man fragt sich oft, haben die Schüler was erreicht? Sie haben uns allen gezeigt, dass es wohl jeder, was gegen Klimawandel tun kann. Jede Kleinigkeit zählt. Man fängt nicht morgen an, am besten heute. Z.B. warum nicht heute anfangen mit weniger Stromverschwenden?

Laut Greenpeace hätte das Internet, wenn es ein Staat wäre, den 6 größten Stromverbrauch der Welt. Man bräuchte 25 Atomkraftwerke, um das zu stemmen. Wo habe ich das gelesen? Im Internet? Die Menge macht es. Ich finde, Stromsparen hilft der Umwelt. Mein Vater weiß das schon immer. Warum weiß er das? Aus finanziellen Gründen. Mein Vater ist eine Art Stromrechnungs-Endgegner. Mein Vater hat immer die schwächsten Glühwehen, die man kaufen kann. Wenn man bei uns im Wohnzimmer das Licht anmacht, wird es dunkel. Viele kommen nur, um diesen Effekt zu erleben. Wo seid ihr? Beim Kampf gegen den Klimawandel sind v.a. die Klimawandelleugner. Da hat jemand einen ähnlichen Vater.

Es gibt die Klimawandelleugner in Deutschland, v.a. die AfD. Die sagt schon immer, beruhigt euch, Klimawandel gab es schon immer. Das ist nichts Besonderes. So argumentieren die auch beim Rassismus. Ist nicht schlimm, beruhigt euch. Es gibt Parallelen. Liebe AfD, wenn man heute nichts gegen den Klimawandel macht, heißt das nicht, dass morgen die Welt untergeht. Es ist wie beim Rassismus ein schleichender Prozess. Ich habe eine gute Nachricht für uns alle. Man kann die AfD vom Kampf gegen den Klimawandel überzeugen. Ganz einfach, indem man nicht mit Fakten übertreibt. Wenn man mit der AfD diskutiert, muss man auf ihre Ebene diskutieren.

Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für die Menschheit. Wenn der Klimawandel ein Mensch wäre, dann wäre er Moslem. Dann hat man direkt ein Bild vor Ort. Dann läuten die Alarmglocken. Der Klimawandel wird alle Ängste der AfD bestätigen. Sie werden alle kommen. Der Meeresspiegel wird steigen. Riesen-Tonamis werden Millionen Afrikaner die erste echte Flüchtlingswelle. Mit der Brandung bis nach Brandenburg hat man Angst. Was Ihnen das Staatsfernsehen nicht sagen wird, irgendwann ist das Mittelmeer komplett weg. Ausgetrocknet werden ganz Afrikaner rüberspazieren. Die kommen beim Klimawandel auf Betriebstemperatur. Sie haben alle nur ein Ziel, das Jobcenter.

Sie werden alle Hartz IV beantragen und es sich selber auszahlen. Der Klimawandel ist kein Vogelschiss. Er ist eine große Gefahr für ein 1000-jähriges Reich. Wenn wir das so erklären, wird Gauland morgen Fahrrad fahren. Navigator, sind wir auf Kurs? Nein, wenn wir den Kurs halten, produziert Deutschland jährlich 800 Mio. Tonnen CO2. Das ist schon ein bisschen abstrakt. Das sind umgerechnet 800 Mio. Tonnen Stickoxid. Ich habe riesige CO2-Lex an Bord. Was sind die größten Lex? Der Autoverkehr produziert 20 % unserer CO2-Gase. Das ist eine Momentaufnahme. In wie weit haben wir in dem Sektor die CO2-Emissionen in den letzten 10 Jahren reduziert? Schauen wir uns das mal an. 2009 waren das 152 Mio.

Tonnen CO2. Das haben wir bis heute reduziert auf 161 Mio. Tonnen. Das ist quasi ein Rückgang von minus 9. Wie sieht es beim Strom aus? Super, bei der Stromerzeugung schaffen wir 300 Mio. Tonnen CO2 jedes Jahr. Das sind ungefähr 35 % unserer gesamten Emissionen. Das ist schwierig. Darum soll es nicht gehen. Wie ist da die historische Entwicklung? Da gab es in den letzten Jahren ... Wenn man sich das anschaut, da gab es ... ... eine Seitwärtsbewegung. Das hört gar nicht auf. Das geht hier weiter. Das hört gar nicht auf. Um die Kurve auch noch. Was ist denn mit dem Heizer? Der pennt schon wieder. Mach mal auf. Bei der Heizung in Industrie und Haushalten sind die Emissionen ca. 36 %.

Es bleibt stabil auf einer Höhe. Sie sind ein schlafender Riese. Schauen Sie mal, letztes Jahr sind die Emissionen im letzten Jahr heruntergegangen. Ja, aber das lag am heißen Sommer. Erderwärmung. Das heißt, je stärker der Klimawandel wird, desto eher reicher sind unsere Klimaziele. Alarm! Sehr schön, weiter schlafen. Alarm! Scheiße, der Näspern. Alarm! Wir sinken! Reißen Sie das Ruder rum! Ich will sofort den Captain sprechen. Die suchen wir auch. Vielleicht kann ich Ihnen helfen. Ich bin an Bord der erste Scheuermann. Sie müssen sofort umsteuern. Alles klar machen zur großen Energiewende. Stark Backbord, Steuerbord, volle Kraft rückwärts voraus! Was machen Sie da? Drehen Sie wieder am Rad?

Nein, ich bin voll auf Kurs der Kanzlerin. Ich steuere die Pariser Klimaziele an. Paris ist da unten. Ihr Schiff ist da oben. Aber Sie fahren immer geradeaus. Das ist ein sehr komplexes Fahrmanöver. Das ist nur etwas für Profis. Ich kann überhaupt keinen Zusammenhang erkennen zwischen Ihren komischen Steuerbewegungen und dem Kurs des Schiffes. Das ist eine optische Täuschung. Wir fahren eine Parabol. Sie meinen eine Parabel? Genau, eine sanfte Kurve. Wenn Sie Paris sanft erreichen wollen, dann hätten Sie wann losfahren müssen? 1980. Warum? Damals war ich noch so klein. Die Sozen waren am Ruder. Eine Kurve, die Ihr Ziel ganz langsam ansteuert.

Sie wissen schon, dass eine Hyperbel Ihr Ziel niemals erreicht. Außer vielleicht in der Unendlichkeit. Da brauchen wir halt alle ein bisschen Geduld. Aber das Ziel ist ab 2050 Null Emissionen. Null, verstehen Sie? Ja, ich verstehe Null. Haben Sie das wirklich? Null. Null Emissionen. Das ist ja ganz schön wenig. Haben Sie sich von Paris verabschiedet? Nein, wir werden Paris schon erreichen. Wir müssen nur unsere Klimaziele umsetzen. Von da nach da. So steuern Sie doch direkt in die Klimakatastrophe. Dürre, Hitze, Stürme. Da muss ich mich nicht radikalisieren. Die Union ist eine Partei der mittleren Temperaturen. Wir stehen für leichten Nüselregen und milde Sommer.

Aber mit diesem Kurs werden Sie diese milden Sommer nie erreichen. Was machen Sie denn da eigentlich? Sie, was machen Sie da? Ich mache seine Verkehrswende. Sie machen ja gar nichts. Machen Sie es doch besser. Das geht ja immer nur in die falsche Richtung. Und warum? Wir fördern mit Milliarden Dienstwagen und Diesel. Und sorgen dafür, dass immer größere Autos immer weitere Strecken fahren. Sie müssen diesen CO2-Schleudern den Hahn abdrehen. Dafür haben wir ein demokratisches Instrument. Eine Plattform der Nationalmobilität. Das ist eine hochkarätig besetzte Kommission. Schauen Sie mal. Laut der Liste waren Sie und Ihr Staatssekretär nicht einer einzigen Sitzung anwesend.

Das wäre ja auch keine Expertenkommission. Das ist wahr. Schauen Sie. Ich bin sehr wohl für Klimapolitik. Aber ich bin gegen staatliche Eingriffe. Wo kann der Staat am wenigsten eingreifen, wenn der Minister gar nicht hingeht? Aber da sind ja tolle Ideen drin. Tempolimit, eine Abgabe für klimaschädliche Autos, mehr Fahrradwege, mehr Nahverkehr auf dem Land. Sie haben die ursprüngliche Fassung. Die habe ich rechtzeitig öffentlich schlecht gemacht. Die haben Schaden anrichten können. Aber jetzt fördern wir neuartige Kraftstoffe. Das sind die sogenannten Green Fools. Das ist Englisch für Idiot. Das wäre ja dann Fuel. Sie wollen bei der Verkehrswende alles so lassen, wie es bisher ist?

Verkehr, Autos, Zappsäulen. Da müssen wir ganz sanft umsteuern. Die Gelbwesten sind vor allem auf die Straße gegangen wegen hoher Benzinpreise. Was kostet denn der Liter? 5 Euro. Warum? Ich habe noch eine App entwickelt. Das gehört gar nicht auf mit der Seitwärtsbewegung. Diese Emissionszeitwärtsbewegung gehört gar nicht auf. Man könnte Panik kriegen. Wir sollen ja auch Panik kriegen, hat Greta gesagt. Aber die meisten sind ziemlich entspannt. Die, die Panik kriegen, sind die alten Säcke. Die kriegen Panik, weil sie merken, wie bedeutungslos sie langsam werden. Da drehen sie ein bisschen durch. Ich muss sagen, ihr wisst doch gar nichts vom Leben. Ihr seid 16.

Als ihr geboren wurde, wurde Slutko aus einem Big Brother-Container rausgewählt. Ihr wisst doch gar nichts vom Leben. Da drehen die ab. Wir reden alle von Umweltschutz. Das ist meines Erachtens ein Tarnwort. Die Umwelt brauchen wir ja gar nicht zu schützen. Wir verdrängen die Probleme. Der Meeresspiegel steigt. Wir bauen die Autos höher. Überall fahren diese Brocken rum. Die stehen überall geparkt. Wenn sie nicht parken, fahren sie mit 200 auf der Autobahn hinterher. In der Regel sitzt da eine kleine blonde Frau drin. Die kriegst du auch als extra dazu bei der Bestellung. Wenn ich an der Ampel stehe, gucke ich manchmal rein in ein Auto. Da gucke ich rein. In der Regel sitzt da eine drin.

Das ist ein 5-Sitzer. In den meisten 5-Sitzern sind in der Regel 4 Sitze frei. Bei Lebensmitteln nennt man das Mogelpackung. Aber wenn die Mogelpackung aus 3 t Stahl besteht, ist es in Ordnung. Wir reden von Umweltschutz. Wenn wir auf den Sack gehen, machen wir eine Stoßlüftung mit einem Orkan. Danach wird feucht durchgewischt. Mit einem Monster Tsunami. Danach ist es wieder sauber. Das dauert ein paar Millionen Jahre. Für uns ein langer Zeitraum. Für die Umwelt ein 3-Minuten-Ei. Das kriegt die ganz einfach hin. Wir diskutieren jetzt über Windräder. Die stören die Sichtachsen. Die sind so hässlich. Wie viel schöner ist ein DHL-Logistikzentrum? Auf der grünen Wiese? Das sieht doch toll aus.

So eine barocke Autobahnbrücke überm Tal aus Spannbeton. Die so schön summt. Dann werden Argumente hin- und hergeworfen. Windräder töten Insekten. Vögel töten noch mehr Insekten. Aber Windräder töten Vögel, die die Katzenfotos hochladen. Dann reden wir weiter über Umweltschutz. Die Umwelt brauchen wir nicht zu schützen. Ich selber mache mir keine Panik mehr. Ich bin komplett raus. Ich bin näher an der Ohne als am Kreißsaal. Ich bin in der Bonusrunde angekommen. Ich habe zusätzliches Datenvolumen. Ich mache mir keine Sorgen. Ich gehöre zur Generation. Ich bin wohl frei raus. Außerdem habe ich keine Angst vor der Apokalypse. Warum? Weil ich in Berlin wohne.

Die Spanier kommen dahin, um sich den kranken Scheiß aus der Nähe anzugucken. Das ist Katastrophentourismus. Sogar die Spanier kommen dahin, um Party zu machen. Sind die bescheuert? Die haben doch Spanien. Da sind die da und freuen sich. Die gehen auch mal griechisch essen beim Türken. Man muss sagen, wir gehen mit gutem Beispiel voran. Unser Großflughafen ist komplett emissionsfrei. Ich bin ja auch autark. Ich habe Zahnfüllungen aus zwei Gesellschaftssystemen im Mund. Die erzeugen Strom. Wenn ich mein Smartphone aufladen muss, beiß ich rein. Steuern Sie! Treffen Sie Entscheidungen? Oder wollen Sie uns alle gefährden? Ich treffe die Entscheidung.

Meine Macht durch Entscheidungen nicht zu gefährden. Was wollen Sie von mir, Klimawandel? Das ist ein Riesenthema. Wo sollen wir anfangen? Wie wäre es mit Kohle? Für wie viele der deutschen Emissionen ist die Kohle verantwortlich? Ein Drittel. Deutschland kann den Klimawandel nicht alleine retten. Von den zehn größten CO2-Verursachern in der EU sind allein acht deutsche Braunkohlekraftwerke. Das ist interessant. So schnell geht das nicht. Weil Sie lieber Braunkohle abbauen als Arbeitsplätze? Das ist nicht so. Im Osten sind Landtagswahlen bald. Genau. Was bleibt im Osten übrig, wenn man von der Braunkohle die Kohle abzieht?

Um erfolgreich gegen die Rechten vorzugehen, müssen Sie als Politiker bereit sein, unpopuläre Maßnahmen in der Kommission zu machen. Das ist ein leuchtendes Beispiel für demokratische Klimapolitik. Wieso? Machen die Mitglieder demokratisch gewählt? Nein. Da waren wenigstens führende Vertreter der Opposition eingebunden. Aber die Verhandlungen waren dann doch wenigstens öffentlich. Der Ander. Ich meine ganz ehrlich, Mefton. Genau deswegen. Ist das nicht Zeichen einer Demokratie, dass Entscheidungen wie die Rettung des Planeten durch gewählte Volksvertreter im Parlament entschieden werden? Das Parlament ist natürlich ganz wichtig. Die müssen die Vorschläge von der Kommission abnicken.

Diese Kommission hat also den Ausstieg aus der Braunkohle beschlossen. Dafür war sie bereit, Milliarden in den Beratungen zu machen. Das ist nicht ein Zeichen einer Demokratie. Dafür war sie bereit, Milliarden in den betroffenen Regionen in den Klimaschutz zu investieren. Ganz tolle Projekte. Da haben wir ein Kinderwagenmuseum in Zeit und eine Rettungsplattform auf einem gefluteten Tagebau für Schlittschuhfahrer. Was hat das mit Klimaschutz zu tun? Wir retten die Schlittschuhfahrer, wenn das Eis schmilzt. Das ist doch nicht nichts. Aber wenn die Kohle erst 2038 eingestellt wird, dann erreichen Sie Paris niemals. Jetzt sind Sie doch mal froh, dass wir unterwegs sind.

Und bis 2022 fünf Braunkohlekraftwerke vorzeitig abschalten. Zeigen Sie dem jungen Mann mal, was wir da an Emissionen einsparen werden. Ich muss zugeben, das ist beeindruckend. Ja, vor allem, wenn man sich anschaut, wie stark die Emissionen ohne Kohleausstieg entwickelt hätten. Also wenn die Kraftwerke einfach so weitergelaufen wären. Ich glaube, das müssen wir uns nicht anschauen. Das können wir uns alle vorstellen. Zu spät. Da ist ja bis 2030 fast gar kein Unterschied. Selbstverständlich ein Unterschied ohne Kohleausstieg. Da hätten wir die Kohlekraftwerke auch irgendwann aus Altersgründen abgeschaltet. Und mit Kohleausstieg schalten wir sie ab.

Aber dann gibt es am Ende für die Betreiber eine Entschädigung. Eine Entschädigung für nichts? Nichts würde ich jetzt nicht sagen. Allein RWE will für jedes stillgelegte Gigawatt bis zu 1,5 Mrd. Euro. Wissen Sie, was ich da tun würde? Ich würde einfach mein Kraftwerk pro forma weiterlaufen lassen. Das ist nicht Ihr Ernst. Doch, das ist sein Ernst. Die Besitzer der Braunkohlekraftwerke in der Lausitz haben ihre Laufzeiten extra deswegen ein bisschen verlängert. Kraftwerke abzuschalten, die sowieso stillgelegt werden und dafür zu zahlen. Das ist also Ihr Plan? Es geht um 18.000 Arbeitsplätze, Herr Nefton.

Sagen Sie mal, guter Mann, wie viele der 18.000 Arbeitsplätze wären denn in den nächsten 10 Jahren ohnehin in Rente gegangen? 12.000. Bleiben also 6.000 Arbeitsplätze. Wie ist denn das? Nicht den Malaufwecken, der schläft so schön. Nicht mehr lange. Sagen Sie mal, guter Mann, wie viele Arbeitsplätze sind denn bei den erneuerbaren Energien in den letzten 10 Jahren abgebaut worden? 80.000. 6.000, 80.000. Die Jobs in der Braunkohle sind ja viel wertvoller, weil die sind ja nicht erneuerbar. Also gut. Ich muss mir doch logisch durchdenken. Kommen wir also mal zu den Erneuerbaren. Ja, sehr gerne. Bei den Erneuerbaren, das Gesamtvolumen der Energie, da kommen bei uns 15 % aus den Erneuerbaren.

Da haben wir in Europa quasi alle abgehängt. Bis auf Schweden, Finnland, Lettland, Österreich, Dänemark, Portugal, Kroatien, Litauen, Rumänien, Slowenien, Bulgarien, Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland. Das muss man ja nicht so detailliert betrachten. Das klingt erst mal nicht so gut, aber immerhin 17. in der EU. In der EU, aber weltweit. Nicht unter den ersten 100. Aber unsere Ambitionen sind umso größer. Wir wollen beim Strom von 37 % Erneuerbareanteil auf 65 % kommen. Zum Beispiel mit Windkraft. Das ist die Kraft aus der Natur. Stopp! Was soll das? Eine Abstandsregel ist nicht von mir, die gibt es aber. Die ist von mir, die haben wir von der CSU erfunden.

In Bayern dürfen Windkrafträder nur stehen, wenn sie mindestens 2 km vom nächsten Dorf entfernt sind. Bayern ist so riesig. Um die Bürger zu schützen, haben wir die Fläche für Windkraft ein klein wenig reduziert. Das ist etwa ... 0,05 % der Restfläche. Ja, aber da bläst es ganz besonders. Sie müssen zwischen Mensch und Mühle einen gewissen Abstand haben, um die Akzeptanz der Bevölkerung für Windkraft in Bayern zu erhöhen. Wenn die Windräder in Norwegen stehen. Ganz genau. In Bayern ist kein neues Windrad produziert worden. Na, na, ganz praktisch. Na gut, es gibt ja immer noch Solar. Die Kraft der Sonne. Da legen wir doch mal richtig los. Da ist ein Deckel drauf.

Ein Ausbaudeckel, das ist kein normaler Deckel. Ich wage kaum zu fragen, aber was ... Wir haben für die Menge an Sonnenenergie, Sonne und Syrer, Bayern behandelt alle gleich. Genau. Das ist natürlich jetzt ... Das ist natürlich jetzt übertrieben. Das ist natürlich keine Obergrenze. Man darf natürlich weiter in Solarenergie anbauen. Bis sie halt 52 Gigawatt im Jahr liefert. Dann ist halt Schluss mit der Förderung. Also eine Obergrenze. Genau. Sie versuchen also, 37 % bei den erneuerbaren Energien auf 65 % zu steigern, indem Sie bei 37 % Stopp sagen. Ja, da ist eine gewisse Logik. Ich bin begierig darauf, diese zu erfahren.

Welcher Grund hat Sie dazu veranlasst, eine potenziell unendliche Energiequelle zu beschränken? Ja, uns ging es da in der Union hauptsächlich um den schonenden Umgang mit Ressourcen. Weil Sie sich gedacht haben, die Sonne ist irgendwann alle? Ja, Sie als Physiker sollten wissen, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Weil diese Sonne in 5 Milliarden Jahren nicht mehr gehalten wird. Sie haben sich gedacht, wenn wir einen Deckel drauf machen, dann schallt sie länger? Nein, nein! Halt, halt, halt! Wo wollt ihr hin? Wo wollt ihr hin? Wo wollt ihr hin? Ich gehe jetzt in den Maschinenraum. Oh Gott, schauen Sie sich den Mann doch an! Ich ziehe jetzt die Notbremse. Halt, wir wollten doch nach Paris.

Selbst wenn wir mit Ihren Steuertricks Paris erreichen, wird sich die Erde auf über 3,2 Grad mehr erhöht haben. Sieh Sie die Erwärmung. Hätten Sie was anderes gemacht? Nein, aber dann hätte ich es gewusst. Halt, da steht Zutritt verboten. Verdammt! Mit meinen eigenen, brillanten Argumenten ausgehebelt. Geht schon nicht! Oh, na gut! Hört Sie sofort! Legen Sie sofort die Schaufel weg! Gott sei Dank, ich hab schon auf Sie gewartet. Ach haben Sie? Sie wollen mich doch stoppen, oder? Na ja! Wer ist das? Ich hab Sie noch nie gesehen. Ich bin Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft. Sie sind von der SPD? Nein! Wer? Ich bin die Ölindustrie.

Ich bin schuld am Klimawandel. Das hat aber mal richtig gut getan, Scheuer. Nein, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Sie den Klimawandel ganz alleine verursacht haben wollen. Was? Die 90 größten Energiekonzerne sind verantwortlich für zwei Drittel aller jemals ausgestoßenen CO2-Emissionen. Jetzt kann er plötzlich rechnen. Natürlich sind wir verantwortlich. Wir kontrollieren 80% des Energiemarkts. Noch, aber jetzt kommen wir den erneuerbaren Energien. Deswegen sind wir doch noch lange nicht weg. Unser Anteil am Energiemix ist exakt so hoch wie vor 30 Jahren. Gucken Sie mal hier. Wenn der Energiebedarf steigt, wachsen wir mit. Und somit auch die CO2-Emissionen.

Wenn der CO2-Ausstoß in den letzten 25 Jahren so hoch war wie in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor. Aber es ist ja so, wir wollen den CO2-Ausstoß in Emissionen um 25% senken. Bullshit, Scheuer! Was denn? Allein ExxonMobil plant die Ölproduktion um 25% zu steigern. Das ist physikalisch unmöglich. Nicht wenn ich das ausrechne. Das ist die Grafik unseres Geschäftsmodells. Nein, da müssen Sie sich irren. Diese Tabelle zeigt eindeutig den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Das ist ja unser Geschäftsmodell. Aber das ist absolut kriminell. Los, Scheuer, setzen Sie sich endlich fest. Jetzt machen wir es doch nicht so wild.

Wir sind dabei, den großen Verursachern mit den Fesseln anzulegen. Wo denn, Scheuer? Das ist die erste Klimakonferenz in Rio. Fällt Ihnen irgendetwas auf? Na? Sie mögen vielleicht ein bisschen Schuld haben an der Verschmutzung. Aber die Ölindustrie hat eben auch Schuld an meiner warmen Wohnung. Sie hat Schuld an meinen Medikamenten, fahren mit Öl, sie kleiden sich mit Öl und ganz besondere Menschen tragen es sogar im Haar. Ja, da sehen Sie, wie wir die Welt abhängig gemacht haben von unserem Stoff.

Und wenn Sie erst mal drauf sind, dann können wir unseren Dreck zu horrenden Preisen andrehen, den wir quasi umsonst aus der Erde gerissen haben, um damit seit Jahrzehnten den Klimawandel zu befeuern. Sie wissen bestimmt gar nicht, was Sie damit anrichten. Doch! Das wussten wir seit den 50er-Jahren. In den 70er-Jahren hat das unser eigenes Forschungsteam noch mal bestätigt. Und was haben Sie mit diesen Ergebnissen gemacht? Na ja, wir mussten uns eben entscheiden. Wollen wir unser Geschäftsmodell aufgeben oder unseren Planeten? Und wofür haben Sie sich entschieden? Seit dem Paris-Abkommen haben die 5 größten Ölkonzerne Milliarden in irreführende Werbung gesteckt.

Und während die Welt damit beschäftigt war, unsere Lügen aufzudecken, werden weltweit Zugriffsrechte auf fossile Brennstoffe im Wert von 27 Billionen Dollar gehandelt. Mein Gott! Aber wenn Sie das alles verfeuern, dann steigt die Temperatur auf der Erde um 6, 8 Grad. Das ist das Ende der Zivilisation, Herr Scheuer. Mein Gott, was mir lieb und wichtig ist, ich beflähe Sie an und dann tun Sie doch endlich etwas. Ja, Herr Scheuer, tun Sie doch endlich etwas. Also gut, wenn es Ihnen beiden so wichtig ist. Na sehen Sie, geht doch. Also gut, kommen Sie her. Danke, Herr Scheuer. Ja, gern geschehen. Sie geben mir 46 Milliarden Euro dafür, dass ihr aufhört. Nein, nein, dafür, dass ich weitermache.

Schauen Sie, Deutschland subventioniert ja quasi die Nutzung und Schürfung und Gewinnung von Kohle, Öl und Gas mit jährlich etwa 46 Milliarden Euro. Das muss ja für einen vernunftgeleiteten Wissenschaftler wie Sie unerträglich sein. Ja, ja. Mit Ansehen zu müssen, dass ich machen kann, was ich will. Ich bin die Königin der Welt. Na, gehen Sie wieder aus dem Weg. Was? Wo wolltest du schon wieder hin? Wenn wir schon alle ja saufen, da ertränke ich mich jetzt im Sherry. Ihr Glaube an den Untergang, das hat bei Ihnen schon so etwas wie von einer Religion. Woran sollen wir sonst glauben? An die Technik? Ja, ich glaube an die Technik. Und zwar, dass sie da kommt, um uns alle zu retten.

Hoffentlich beeilt sich die Technik. Das Schiff hat nämlich schon eine extreme Schieflage. Ach, Schieflage, das ist doch bloß in Ihrem Kopf. Oh, okay. Aber wir haben ja Gott sei Dank ein Rettungsboot. Das sog. Geo-Engineering. Ich weiß nicht, ob Ihnen das was sagt. Da würde man den Klimawandel quasi lösen durch eine große Klimaanlage. Das ist ja komplexer. Das war es für Sie. Das hat zu tun mit Physik und Mathematik und Hüttenkäse. Hüttenkäse? Mir ist gerade keine weitere Wissenschaft eingefallen. Gut, ich gebe zu, das klingt zu verlockend. Erzählen Sie mir alles darüber. Da haben wir z.B. das Solar Radiation Management.

Sie wollen also die Sonnenstrahlen reflektieren, indem Sie gigantische Spiegel oder Segel in der Stratosphäre installieren. Wie wollen Sie die denn da hochbringen? Die Spiegel? Ja, mit Raketen. Was brauchen denn diese Raketen? Das ist jetzt eine Fangfrage, weil die Raketen für dieses Projekt noch gar nicht entwickelt. Da gibt es aber noch das nächste. Das Solar Radiation Management. Das funktioniert folgendermaßen. Da versucht man, Schwefelpartikel mit Flugzeugen in die Luft zu bringen. Ah, winzige Teilchen, die die Sonnenstrahlen reflektieren. Um einen messbaren Kühleffekt zu erreichen, müssten Sie am Tag schon 6.723 Flugzeuge starten. Das wären im Jahr grob geschätzt ca. 2,5 Mio. Flugzeuge.

Deswegen sind wir in München auch von der CSU für den Ausbau der 3. Startbahn. Das ist ja logisch. Diese Teilchen kommen ja irgendwann wieder runter. Verstehen Sie denn, es gibt da etwas, das habe ich gefunden, das sorgt dafür, dass Dinge, die nach oben gehen, irgendwann wieder runterkommen. Sie haben den Fahrstuhl erfunden. Die Schwerkraft, Sie Hohlkörper! Wissen Sie, als was diese Teilchen wieder runterkommen? Als sauer Regen. Ja, aber nicht über Bayern. Nicht, wenn wir einen Deckel drauf machen. Also, kurz, vielleicht könnten wir ... Es gibt ein nächstes, das ist quasi ein Carbon-Capture-System, das Sie hier sehen. Das wäre auch noch eine Möglichkeit.

Sie wollen also mit gigantischen Staubsaugern das CO2 aus der Stratosphäre heraussaugen? Nein, das wäre ja unseriös. Nein, nein, wir machen lieber so was. Wir füttern die Meeresalgen mit Eisen an. Die vermehren sich extrem, ziehen das CO2 aus der Luft. Und wenn sie sterben, nehmen sie das CO2 mit in die Tiefe. Da sagen Sie nix mehr. Diese Algen werden doch irgendwann von anderen Meeresorganismen wieder gefressen. Wenn diese Meeresorganismen sich dann zersetzen, was emittieren die denn dann? CO2, warum? Denken Sie gerade an Maibäume? Nein, nein, nein. Wir können ja auch ganz normale, ganz natürliche Bäume nehmen. Das ist Bio-Energy-Carbon-Capture-in-Storage.

Wie viele Bäume müssten Sie da so pflanzen, um einen messbaren Effekt zu erzielen? Das ist schon ... Es gibt eine aktuelle Studie, die besagt, wie Deutschland aufforsten müsste, um nur 1 % der amerikanischen CO2-Emissionen zu binden. Man müsste schon ganze Kontinenten aufforsten. Wir können Asien aufforsten. Und was machen Sie mit den 4,6 Milliarden Asiaten? Ach so. Die kriegen eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung für Niederbayern. 1,5 km Abstand zum nächsten Dorf. Hören Sie mal, diese Bäume ... Was ist mit den Bäumen? Das ist doch schön. Diese Bäume. Diese Bäume, die sterben ja auch irgendwann. Wie war das CO2 wieder frei? Verstehen Sie all das CO2, das Sie mühsam binden?

Irgendwann wieder frei? Was machen Sie denn damit? Brudel. Was bitzelt? Immer so aufstoßen. Was kommt denn da raus? Irgendwie müssen wir diesen Kohlenstoff doch unter der Erde lagern können. Luftdicht verpackt. Wo war dieser Kohlenstoff schon mal sicher gebunden? In der Erde! Da, wo er von Anfang an hätte bleiben sollen. Sieh jemand mit Ihrem Pessimismus. Warum sind denn Ihre Schuhe so nass? Ich glaube, es wird Zeit für die Rettungsboote. Alle Mann in die Rettungsboote! Schneller! Wir sinken aus dem Weg! Herr Poschardt, kommen Sie, wir sinken! Wir nehmen das Wasser als Zwangsmaßnahme ab. Wobei nur aus Neugier. Wer wäre denn für die Rettung zuständig? Im Moment er. Scheiße!

Wobei ich glaube an technische Intelligenz. Sie haben es alle noch nicht begriffen. Es gibt keine Rettungsboote. Die einzige Rettung wäre es, dieses Schiff zu reparieren. Sieh jemand mit Ihren Untergangsszenarien und die Lösungsvorschläge? Wie wäre es denn erst mal mit Ihnen von Fridays for Future? Was? Weg mit der Kohle bis 2030, weg mit dem Deckel für Solarenergie. Weg mit den klimaschädlichen Institutionen für Kohle, Öl und Gas. 100% Erneuerbare Energien. Null Emissionen ab 2030. Was? Verbot in der deutscher Flüge. Die Erneuerbare Energien sind nicht aus behaltenden Treibhäusern. Dann schaffen Sie die Lebensmittelverschwendung ab. Das mögen ja alle vernünftige Vorschläge sein.

Diese Vorschläge müssen von Politikern wie mir umgesetzt werden. Aber das halte ich für stark unrealistisch. Stimmt. Steigstein! Danke, Sie! Was machen Sie denn da eigentlich drauf? Das Geoengineering finanzieren. Ich brauche übrigens noch Subventionen. Wofür? Die Rettungsboote sind ja noch in der Entwicklungsphase. Das braucht noch Jahrzehnte, bis das hier schwimmt. So sieht es also aus, wenn man den Klimaschutzprofis überlässt. Rutsch mal ein Stück. Ich weiß nicht, ob Sie hier tatsächlich noch Platz haben. Mir geht es gar nicht, verdammte Scheiße. Die 3. Klasse ist schon abgesoffen. Warum sollen wir denen helfen?

Weil Sie mit Ihrer Lebensweise den Klimawandel so befeuert haben, dass der Meeresspiegel angestiegen ist. Nur deswegen wurde die Hafenstadt Berger auch so furchtbar überflutet. Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen unserem Lebenswandel und dieser Überschwemung. Das ist eigentlich ganz einfach. Ein Mensch in Mosambik hat einen CO2-Ausstoß von 0,2 Tonnen im Jahr. In Deutschland haben wir 11 Tonnen pro Person. Ich bin emotional verpresst. Newton, Sie müssen mir jetzt helfen. Ich befürchte, das kann ich nicht. Hier stößt die Physik an ihre Grenzen. In dieser Welt leben die, die am leichtesten sind, als Erste. Das war's für heute.

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