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Bundestagswahl 2021

Umgang der Medien mit Annalena Baerbock , Vergleich der Wahlprogramme hinsichtlich der versprochenen Maßnahmen gegen die globale Erwärmung , Sahra Wagenknechts Kritik an den „ Lifestyle-Linken “, Vergleich der Steuerkonzepte verschiedener Parteien und wem diese nützen, Klimawandel

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Anstalt analysiert die deutsche Politik im Kontext der 2021er Bundestagswahl und kritisiert die vermeintliche Oberflächlichkeit und Widersprüchlichkeit der Parteienprogramme. Ein zentrales Thema ist die unzureichende Auseinandersetzung mit dem Klimawandel, illustriert durch unrealistische Ziele und die Verwendung des BIP als Erfolgsindikator. Darüber hinaus werden Versuche zur Manipulation der öffentlichen Meinung, die Einbindung von Lobbygruppen und die Frage nach der Glaubwürdigkeit einzelner Politiker thematisiert. Die Satire legt offen, wie politische Debatten oft von kurzsichtigen Zielen und ideologischen Konflikten geprägt sind.

Transkript 6.197 Wörter

Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, zur Anstalt, der letzten Anstalt in der Ära Angela Merkel. Herr Reinhardt, 16 Jahre Angela Merkel, was bleibt übrig? Ich bin ja Fan und am meisten begeistert mich ihre Fähigkeit, die Dinge vom Ende her zu denken und dass sie in der Pandemie das Leben der Menschen über alles gestellt hat. Ja, sogar über das Interesse der Menschen im globalen Süden weiterleben zu wollen. Wie bitte? Afrika hat ja bisher kaum Impfstoff bekommen und trotzdem blockiert Deutschland die Freigabe der Patente für den Corona-Impfstoff. Trotz internationaler Proteste und damit auch eine schnellere Produktion von Impfstoff.

Ja, aber sie hat eben ein ganz feines Gespür dafür, was den Menschen hier im Land wirklich wichtig ist. Ja, die Profite der Pharmaindustrie, nicht etwa das Leben von Hunderttausenden von Habenichtsen. In Namibia ist ja jetzt der Verhandlungsführer von Nama und Herero an Covid gestorben, der von Deutschland Reparationen gefordert hat und das jetzt schon deswegen nicht mehr erleben kann, weil nie genug Impfstoff angekommen ist. Aber sag ich ja, sie denkt die Dinge vom Ende her. Halt, stopp, faul, das war eindeutig eine Wutgrätsche. Hören Sie mal, wir sind mitten in unserer, was, was machen Sie da eigentlich? Seit 60 Sendungen geht das jetzt hier so in der Anstalt.

Ja, ein Angriff nach dem anderen auf die Schwarzen, immer mit gestreckten Zeigefingern rein in den Gegenspieler. Ja glauben Sie, ich seh sowas nicht. Wollen Sie, dass die Union irgendwann nochmal vom Platz getragen wird? Na ja, wenn Sie mich so, sagen Sie mal, wer ist sie eigentlich? Die Tante Trude aus Buxtehude, der Unparteiische. Ich wache ab jetzt über die Neutralität der Berichterstattung von ARD und ZDF. Das ist wichtig, gerade in Wahlkampfzeiten. Das ist ja ein super Outfit, so als schwarzer Mann mit gelben Karten. Es gab in letzter Zeit sehr viel Kritik an den öffentlich-rechtlichen Rechtsextreme. Teile der CDU haben sogar einen Gesinnungstest gefordert.

Da müssen wir an dieser Stelle unbedingt noch mehr auf Ausgewogenheit achten. Was erwarten Sie denn von uns? Neutrales Kabarett oder was? Das ist ja ein Widerspruch in sich, so wie rechtes Gedankengut. Wir sind für die Mitte der Gesellschaft, also muss die Meinungsmitte unser Polarstern am Firmament der Pluralität sein. Den Satz hab ich jetzt selber nicht ganz verstanden. Sagen Sie mal, und was qualifiziert ausgerechnet Sie für den Job als Unparteiischen? Ich stehe für die Mehrheit der Wähler. Ich bin über 49 Jahre alt und komme aus einem der bevölkerungsreichsten Bundesländer dieses Landes. Nordrhein-Westfalen, Bad Würgenberg, Bayern.

Aus welchem Bundesland ich genau komme, darf ich hier aus deutschen schutzrechtlichen Gründen nicht erwähnen. Packen wir's! Welche Form von Ausgewogenheit hätten Sie denn gerne von uns? Vielleicht die von Armin Laschet, also dreimal am Tag die Meinung wechseln? Jetzt passen Sie mal gut auf. Wir können es auch genauso machen wie die ARD. Bitte kommen Sie mal her. Die will die jährliche Anzahl der Politmagazine reduzieren, und zwar drastisch. Wie oft kommt die Anstalt im Jahr? Eben. Sehen Sie es einmal positiv, die Anstalt stand schon immer für Fortschritt und deshalb muss sie auch bei der Meinungsvielfalt voranschreiten. Als vorauseilen der Leuchtturm der bürgerlichen Mitte.

Den Satz habe ich jetzt fast verstanden. Also einmal gesagt, Sie machen jetzt hier bitte weiter mit einer Nummer gegen die Grünen. Wunderschönen guten Abend, meine Damen und Herren, zu Wie Jetzt, Frau Baerbock. Frau Baerbock, bei uns heute zu Gast die grüne Kanzlerkandidatin. Frau Baerbock, Baerbock ist doch Ihr richtiger Name, oder? Bitte? Ja natürlich, Baerbock. Oder mussten Sie den in der Zwischenzeit auch korrigieren? Nein, Baerbock ist nach wie vor korrekt. Sicher? Annalena, Charlotte, Alba. War es das oder kommt da jetzt noch was? Baerbock. Können Sie verstehen, dass sich immer mehr Menschen fragen, ob sie Ihnen noch glauben können? Aber es geht doch nicht um mich.

Es geht ums Land und ums Klima und um Wohlstand für alle. Stichwort Wohlstand. War es nicht unklug von Ihnen, nachdem Sie jetzt gerade erst Ihre Vornamen unterschlagen haben, auch noch Ihre Nebeneinkünfte zu verschweigen? Das ist mir selbst am meisten peinlich. Aber ich habe ja die Gelder von meiner eigenen Partei bekommen. Das heißt also, Sie werden von Ihrer Partei beeinflusst? Vielleicht hätte ich es so machen sollen, wie viele KollegInnen aus der Union und aus der FDP und so viel von der Wirtschaft nebenher kassieren, dass ich dann von meiner Partei gänzlich unabhängig bin. Zu einem Überfluss haben Sie ja dann noch Ihren Lebenslauf aufgehübscht.

Ich meine, es geht ja hier um einen der wichtigsten Posten des Landes. Das ist ja nicht der SPD-Parteivorsitz. Ich habe Ihnen lediglich etwas präzisiert. Sie haben geschrieben, dass Sie zwei Jahre politische Wissenschaften studiert haben. Das ist richtig. Voraussetzung für das anschließende Masterstudium an der London School of Economics ist aber ein Bachelor. Das ist korrekt. Den Sie nie abgelegt haben, obwohl das mehrere Zeitungen behauptet haben. Aber ich habe das nie behauptet. Wie erklären Sie sich das? Na ja, ich meine, ich brauche ja keinen Bachelor. Ich habe ja ein Vordiplom. Und wie erklären Sie sich das? Na ja, den Bachelor gab es ja damals noch nicht überall.

Hätten Sie nicht abwarten können, bis es den Bachelor überall gibt? Wie? Sie meinen jetzt, ich hätte später studieren sollen? Es gibt Menschen, die tun das. Darüber hinaus hieß es zunächst, Sie hätten ein Masterstudium an der London School of Economics gemacht in Völkerrecht. Jetzt heißt es auf Ihrer Homepage. Sie hätten ein Masterstudium an der London School of Economics in Public International Law absolviert. Ist es nicht merkwürdig? Nein, das ist Englisch. Und das Gleiche. Aber ein einjähriges Studium in London ist doch nicht gleichzusetzen mit einem Jurastudium. Das habe ich ja auch nie behauptet. Hätten Sie das nicht behaupten können, um den Vorwürfen gegen Sie mehr Gewicht zu verleihen?

Also, meine Herren, ich glaube, ich liefere Ihnen schon genug Futter. Haben Sie nicht auch in Ihrem Lebenslauf behauptet, dass Sie Mitglied bei der UNHCR sind? Also, genauer gesagt bei der UN-Flüchtlingshilfe. Das ist die Partnerorganisation der UNHCR. Aber auch das habe ich mittlerweile präzisiert. Sie haben das korrigiert. Bei der UNHCR können ja nur Staaten Mitglied sein. Wollten Sie sich da nicht erneut deutlich größer machen, als Sie sind? Also, wenn ich beim Wähler den Eindruck erwecken wollen würde, dass ich ein Staat wäre, dann würde ich mich ja wohl kaum selber zur Wahl stellen, sondern Wahlen abhalten. Aha, das heißt also, mit Ihnen ist kein Staat zu machen? Nein.

Dann können Sie sich auf die Bündnistreue der Grünen verlassen. Ach, haben Sie deshalb so getan, als ob Sie beim transatlantischen German Marshall Fund Mitglied wären? Auch das habe ich mittlerweile präzisiert. Ich war der Stipidiate. Gab es nicht einmal eine Zeit, als die Grünen ihre Mitgliedschaft bei transatlantischen Lobby-Verbänden verschwiegen hätten? Auch das haben wir längst korrigiert. Zum Glück. Aber können wir jetzt bitte über die künftigen Eckzeile einer effektiven Klimapolitik sprechen? Und es mir wäre es un... Frau Baerbock, ich habe zum wiederholten Male das Gefühl, dass Sie das Gespräch auf Inhalte lenken wollen.

Reden wir doch mal lieber über das Buch Jetzt, in dem sich zahlreiche Plagiatsfälle finden. Aber das Buch, das ich geschrieben habe, das ist ja keine wissenschaftliche Arbeit. Sondern was? Gehobene Unterhaltungsliteratur? Nein. Also es ist ein Buch mit vielen Sachen, über die sich Menschen in der Politik unterhalten haben. Also ein Sachbuch? Nein. Ja, also ich meine, es war ein Sachbuch, bis es eben unsachlich wurde. Das Buch? Nein. Die Diskussion über das Buch. Und was für ein Buch ist es jetzt? Also wenn ich mich selbst zitieren darf, ich habe kein Sachbuch geschrieben, sondern das, was ich mit diesem Land machen will. Und Sie wollen keine Sachen machen? Keine halben.

Aber wie wäre es mit eigenen Sachen statt Plagiaten? Die Politökonomin Maja Göpel hat gesagt, wenn wir nur noch Wachstum messen können, solange wir die Schadschöpfung von Produktionsprozessen aus der Bilanz ausblenden, dann ist ein steigendes Bruttoinlandsprodukt BIP keine Erfolgsgeschichte. Und in Ihrem Buch steht, ein Wirtschaftsindikator wie das BIP, der im Zuge der Produktion verursachte Umweltschäden aus den Bilanzen ausblendet und nicht erkennt, wie tief eine Gesellschaft in einer Klima- und Ungleichheitskrise oder auch Demokratiekrise steckt, hat keine Zukunft. Das habe ich nicht verstanden. Aber ist es nicht die gleiche Formulierung? Nein. Es ist die gleiche Überzeugung.

Es geht um Politik. Wir streiten ja hier nicht um die genialsten Formulierungen, sondern um politische Inhalte. Wenn Christian Lindner zum Beispiel sagen würde, wir brauchen weniger Steuern, dann würde ja auch keiner auf die Idee kommen zu sagen, das ist ein Plagiat. Also geben Sie gerade zu, dass Sie das einfach übernommen haben, wie auch den nachfolgenden Satz aus dem Spiegel. In Amsterdam ist ein 130 Meter hohes Holzhaus geplant, in Chicago ein 228 Meter großes und in Tokio eins mit 350 Metern Höhe. Und bei Ihnen heißt es, in Amsterdam ist ein 130 Meter hohes Holzhaus geplant, in Chicago ein 228 Meter hohes und in Tokio eines mit 350 Metern Höhe.

Geben Sie zu, dass das exakt dieselben Zahlen sind. Ja, aber es sind doch dieselben Häuser. Und dieselben Höhen und dasselbe Material, Holz. Hätte ich jetzt das Wort Holz umschreiben sollen? Etwa geplant sind 350 Meter hohe Häuser aus dem harten Gewebe der Sprossachsen von Bäumen und Sträuchern. Das wäre eine Möglichkeit gewesen, aber immer noch sehr nah dran. Also gut, in der Hauptstadt Nippons hat man vor, aus einer natürlichen Kohlenwasser-Sauerstoffverbindung ein Vertikalbau in der Höhe ungefähr beider von der Länge einer Stadionrunde zu errichten. Das wäre eine geistige Eigenleistung gewesen. Aber eine furchtbare. Können wir jetzt bitte über die Inhalte einer effektiven Klimapolitik...

Nicht bevor wir mit unserem Narrativ fertig sind. Welches Narrativ? Die Erzählung lautet, irgendwas war beim Lebenslauf nicht richtig. Bei Angaben über Nebeneinkünfte war auch was falsch. Und dann erst das Buch. Nee, kannst du nicht wählen. Aber die Inhalte, meine Herren, die Inhalte! Müssten Sie sich eigentlich nicht nach all diesen Affären um einen Job bemühen als Verkehrsministerin? Jetzt haben Sie doch gerade aus einem Tweet von Jan Bibermann zitiert. Gut, dass Sie das gerade noch mal richtig gestellt haben. Sonst wären Sie im Mittelpunkt einer weiteren Plagiatsaffäre.

Frau Baerbock, wie würden Sie selbst Ihre Chancen für Ihre Kandidatur einschätzen, wenn Ihre lautesten Verteidiger Sigmar Gabriel, Olaf Scholz und Horst Seehofer sind? Scheiße! Halt, stopp! Da fall ich nicht drauf rein, das war eine Schwalbe! Null Kritik an den Grünen statt Medienkritik! Was denn? Glauben Sie, ich kriege das nicht. Bleiben Sie stehen! Ich kriege das nicht mit den Einblendungen, wie Sie versuchen, mit der Realität hier die Diskussion auszublenden. Herr Reiners, es gibt jetzt eine gebe Karte. Nee, nee, nee! Noch einmal und Sie fliegen raus. Wie? Was ist denn mit ihm? Jetzt nur für mich? Er hat den Scheiß doch geschrieben! In dem Fall würde ich dann lieber auswechseln.

Wieso das denn? Jetzt schon oder was? Ich habe gleich gesagt, ich kann Parodien nicht. Jetzt wieder Klaus von Wagner. Super witzig, ey! Mann! So, Herr Uthoff, was machen Sie jetzt? Wen wollen Sie jetzt einwechseln? Hallo! Hallo! Wer ist das? Das ist mein Einwechselspieler. Und wer sind Sie? Ich bin die Wirklichkeit. Wir sind uns aber noch nicht begegnet, oder? Bei mir daheim schaut die Wirklichkeit ein bisschen anders aus. Ja, wirklich? Was haben Sie zuletzt nachgesehen? Sie kommen mir schon irgendwie bekannt vor. Ja, ja, Tagesschau wahrscheinlich. Da bin ich ja häufiger mal. Dürre in Afrika, Hochwasser in Asien. Für Sie war ich ja immer weit weg.

Aber in letzter Zeit bin ich auch immer häufiger in Deutschland aktiv. Haben Sie wahrscheinlich mitbekommen? Aber diese Flutkatastrophe lässt den CDU-Kanzlerkandidaten schon ziemlich schlecht ausschauen. Muss ich ganz ehrlich mal sagen. Sind Sie womöglich sogar ein verkapterliches Aus? Nein, gar nicht. Ich kann links wie rechts, würde ich sagen. Die Temperaturen gehen ja vor allem nach oben. Ich habe mir das mit den Naturgesetzen einmal ausgedacht. Du bist ja ein wärtekonservativer Typ, würde ich sagen. Ja. Herr Uthoff, ich weiß nicht, ob wir die Realität wirklich brauchen. Ich bin ja schon die Objektivität in Person. Ich komme ja aus dem neutralsten Ort meines Bundeslandes, aus Strunzenöld.

Wollen Sie sich nicht ein bisschen frisieren? Nein, es geht ja um die ungeschönte Wirklichkeit. Dann reden wir doch mal übers Klima. Moment, Klima. Das ist ja nicht neutral. Nur den Grünen nützt das. Wieso das denn? Fast alle Parteien wollen doch Klimaneutralität. Das klingt ausgewogen. Oder verlogen. Zabreißen. Sonst Ding. Ihr spielt jetzt hier Klimaschutz. Und zwar ausgewogen. Willkommen zu Wer's weiß, wird heiß. Heute mit Antworten auf die Klimakrise aus den Parteiprogrammen. Und hier sind unsere Kandidaten. Annalena Scharlotte-Almer. Ja, ist ja gut. Baerbock und der Ministerpräsident von RWE. Armin Laschet. Mein Vater war ja Bergmann.

Und als unbestechlicher Faktenchecker die Wirklichkeit. Und ich sehe, die Wirklichkeit hat uns etwas mitgebracht. Ist das das Reisewetter fürs Wochenende? Nee, das ist der nächste Klimabericht. Da sind schon ein paar Infos durchgesickert. Und auf was dürfen wir uns da freuen? Im Wesentlichen, Krankheiten, Wasser- und Lebensblutknappheit. Und den Zusammenbruch ganzer Ökosysteme. Auch in den Urlaubsgebieten? Aktuell steuern wir auf eine Erwärmung von 3 Grad zu. D.h. dreimal mehr Hitze tut es. Und ganz Südeuropa wird verdorren. Also wieder Reisebeschränkungen. Aber das ist natürlich noch Zukunftsmusik. Nee, wir sind ja mittendrin.

In den 50er-Jahren gab es in Deutschland noch 3 Tage über 30 Grad. Jetzt sind es 20. Temperaturanstieg in Deutschland von jetzt schon 1,5 Grad. Wir haben also das Pariser Klimaziel bereits jetzt erreicht. Toll! Fun fact. Ein extremer Anstieg von CO2 in der Atemluft reduziert die kognitive Leistung um 21%. Eine spannende Herausforderung für unsere Kandidaten. Was gibt es denn zu gewinnen? Eine schwarz-grüne Koalition. Und wenn ich verliere? Dann macht die FDP doch mit. Zur Wahl stehen jetzt die Antworten der Parteien auf die Klimakrise. Wer hat es gesagt? Das wollen wir von unseren Kandidaten wissen. Frau Baerbock, bitte. Ich nehme Klimakrisenlösung 500.

Welche Partei schreibt, wo es häufig Stau gibt, werden wir unsere Bundesstraßen und Autobahnen erweitern. Weniger Staus bedeuten mehr Klimaschutz. Das ist ja lächerlich. Das ist von der AfD. Das ist von uns. Wir begrenzen uns gerade auf der Autobahn. Immer ganz klar nach rechts ab. Sie meinen, weil Sie immer auf der Überholspur unterwegs sind? Autobahnverkehr belastet das Klima. Deswegen sind Sie gegen Tempolimit. Das ist pfiffig. Sie haben das Prinzip. Wollen Sie mich veräppeln? Spannende Frage. Wer hat gesagt, ein Tempolimit hat wenig Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß? Armin Laschet. Das ist richtig. Das ist falsch.

Ein Tempolimit von 120 könnte so viel CO2 sparen, oder 55 Länder pro Jahr insgesamt, weil der CO2-Ausstoß exponentiell pro Geschwindigkeit ansteigt. Exponentiell, das fand ich schon bei Corona doof. Ich nehme Luftnummer 500, bitte. Gerne. Fliegen wollen wir nachhaltig, zukunftsfähig und langfristig unabhängig von fossilen Treibstoffen machen. Das ist schon wieder die Union. Falsch, die Grünen. Wir von der CDU sagen praktisch dasselbe. Es ist auf absehbare Zeit unmöglich zu fliegen, ohne das Klima zu schädigen. Sie wollen beide etwas, was nicht funktioniert. Das wäre die ideale Basis für eine schwarz-grüne Koalition. Sie will doch den CO2-Preis erhöhen. Da gehen die Preise durch die Decke.

Was wollen Sie denn? Wir wollen etwas komplett anderes. Sie wollen die CO2-Preisung straffen. D.h., Sie wollen den CO2-Preis erhöhen? Ja. Warum sagen Sie es nicht? Mein Vater war Bergmann. Was ich sagen will, ist, der Klimaschutz muss trotzdem bezahlbar bleiben. Sie sorgen dafür, dass sich Umweltverschmutzung mit staatlichen Maßnahmen lohnt. Nennen Sie eine Maßnahme, die die Umwelt zerstört. Steuerfreies Kerosin, Dienstwagenprivileg, Ich wollte nur eine. Ich kann so weitermachen. Gerade Geringverdiener brauchen das. Nur 2 % der Geringverdiener pendeln. Die sollten die Möglichkeit haben. Ich glaube, dass wir da einen guten Kompromiss finden. Nichts gegen Klimaziele.

Wenn Sie die umsetzen wollen, ist da für uns eine rote Linie überschritten. Dann knicken wir bei dem Punkt ein. Ich finde es folgerichtig. Die Hälfte der Menschen, die CDU, werden in 20 Jahren tot. Wir bleiben bei den Kategorien. Herr Laschet. Klimatechnologie 300. Wir werden Deutschland zum Wasserstoffland Nummer 1 machen. CDU. Richtig. Wasserstoff ist das falsche Mittel, um irgendwas zu lösen. Bei der Verbrennung entsteht kein CO2. Man kann nicht alles haben. Vielleicht, wenn man grünen Wasserstoff nimmt. Wenn der Wasserstoff von Ihnen kommt, ist das in Ordnung. Noch mal für alle. Wasserstoff ist keine Energiequelle, sondern nur ein Energieträger.

Bei der Produktion braucht man unfassbar viel Energie. Wenn man die klimaneutral produzieren möchte, bräuchte man unfassbar viele Windräder. Wer verhindert das? Richtig. Das ist unfassbar. Wie Sie einen auf klimaneutraler Highlight machen und den Windkraftausbau in NRW verhindern. Wissen Sie, wie weit ein Windrad von einer Siedlung entfernt sein muss? 1.000 m. Wissen Sie, wie weit eine Kohlegrube von einer Siedlung entfernt sein muss? 150 m. Ich würde gerne neben einer Kohlegrube wohnen. Weil Ihr Vater Bergmann war ... Wissen Sie das? Übrigens gilt die Abstandsregel bundesweit. Aber nur in NRW gilt sie für Minisiedlungen mit drei Häusern. Er hat eben ein Herz für die Kleinen.

Ich nehme Klimakiller 300. Statt einen aussichtslosen Kampf gegen den Wandel des Klimas zu führen, sollten wir uns an die veränderten Bedingungen anpassen. Die Menschheitsgeschichte belegt, dass Warmzeiten immer zu einer Blüte des Lebens und der Kulturen führen. Das ist die AfD in der vollen Blüte ihrer Kultur. Wenigstens schlimmer geht es nimmer. Doch, es gibt ja noch die FDP. Die leugnet nicht mal den Klimawandel, macht aber nichts. Die FDP ist wie die AfD, nur komplett ohne Scham. Sie sagt, Klimaschutz ist das Ziel, Innovation ist der Weg. Das wäre meine nächste Frage gewesen, sogar mit einem Bilderrätsel von der FDP. Das ist doch keine Innovation.

Der Kochtopf war doch schon längst erfunden. Ja, das war eine gute Erfindung. Meine Mutter war ja die Frau eines Bergmannes. Und die musste ja noch ... Nee, doch nicht. Also die wollen bei dem Thema Klima den Deckel draufmachen? Nee, die wollen den Deckel beim Thema Emissionshandel an der Börse draufmachen. Das ist Klimaschutz. Der seit 15 Jahren vollkommen wirkungslos ist. Hier steht, die FDP will Sprunginnovationen wie das autonome Fahren, das Hochgeschwindigkeitssystem, Hyperloop-Drohnen oder Flugtaxis. Klimaschutz durch völlig sinnlose Energieverschwendung. Wofür steht denn FDP? Fickt den Planeten? Was denn? Die haben doch noch nicht mal berührt.

Die haben doch selber einen Kochtopf genommen. Wofür soll das denn sonst stehen als Erhitzungsplaneten? Da muss man schon sagen, die Realität macht einem doch alles mag. Nein, ich bin nur ehrlich. Wenn Sie noch irgendwas retten wollen, dann müssen Sie mindestens die Kohlekraftwerke vom Netz nehmen, Kurzstreckenflüge verbieten, klimaschädliche Subventionen abschaffen, weniger Autos, mehr Busse, billigere Tickets, so schnell wie möglich auf 100% erneuerbare ... Was denn? War das nicht richtig? Das steht im falschen Programm, in dem von der Linken ... Kommen Sie mal her. Die Linke fordert nur mal das, wofür die Grünen gewählt werden. Das ist Abseits.

Schauen Sie her, hier haben wir einen Videobeweis. Hier eindeutig schwarz-grün, wie an der Perlenschnur aufgereiht, richtig am Platz. Sie wüben Zehennagel und allen übrigen Körperteilen weit im Abseits. Also alle, die nicht auf Linie von schwarz-grün stehen, stehen im Abseits? Aber die meisten Konzepte reichen nun mal nicht aus, um das Klima zu schützen, das ist doch Fakt. Genau das sind diese extremen Fakten, die wir raushaben wollen aus der Sendung. Was ist da die Realität? Aber nicht die Mitte. Wir brauchen mehr Ausgewogenheit. Was ist denn für Sie Ausgewogenheit? Das kann ich Ihnen schon sagen. Bei uns im Strunzen-Öd heißt es, jeder kriegt sein Watschen und Ruhe ist.

Meine Herren, Sie sind so nah an der roten Karte wegen Klima-Extremismus. Ich würde sagen, 6 Minuten nachtreten gegen die Linke. Sorry, dafür sind wir einfach nicht glaubwürdig genug. Sie vielleicht nicht, aber ich hab da jemand. Hier kommt unsere nächste Kandidatin. Sie will heute offenbar ihren eigenen Großvater verkaufen. Ich kann mit dem Bild nichts mehr anfangen, aber ich möchte gerne Kapital daraus schlagen. Unser Gutachter wird ermitteln, ob das Bild unserer Kandidatin kostbare Kunst ist oder wirtloser Kitsch. So, was haben wir denn da? Hoffentlich kein Ladenhüter. Jedenfalls eine bezaubernde Ladenhüterin. Ich muss sagen, Outfit-mäßig Respekt. Wie darf ich dich denn duzen?

Wagenknecht, Sarah. Ich hör da gar keinen Akzent. Wo kommst du denn her? Also ursprünglich komme ich von ganz links. Da war ich schon noch nie. Das soll ja sehr schön sein. Ja, bis ich dann vertrieben wurde ins Saarland. Schlimm. Und wie bist du so beruflich unterwegs? Ich spreche für die Linke im Bundestag und kritisiere die Linke in Talkshows. Dann bist du also in derselben Partei wie Boris Palmer und der Tito Sarrazin. Richtig, in der falschen. Das sagen zumindest sehr viele meiner Fans. Ah ja, aber ein Parteiaustritt kommt für dich nicht in Frage. Nein, denn dann wäre ich ja keine Partei-Rebellin mehr. Und ich möchte ja mit meiner Popularität meine Partei treffen. Äh, helfen.

Na gut, jedem Jeck sinkt ab. Dann schauen wir mal, was du uns Schönes mitgebracht hast. Lass mich raten, es ist ein Bild. Richtig, ein Feindbild. Und was ist da drauf? Die Selbstgerechten, die Lifestyle-Linke. Was? Ja, also das sind Leute, die keinerlei finanzielle Sorgen haben, sich aber angeblich für die Unterdrückten in aller Welt einsetzen, denen es aber eigentlich immer nur um sich selbst geht. Lass mich raten, es ist ein Selbstportrait, Sarah. Dann schauen wir mal, was unser Experte die Wirklichkeit uns da zu bieten hat. Gucken wir mal, wie das... Was ist das denn? Ist das Marx als Hipster? Sozusagen ein Miepster? Das ist ein Repräsentant des Links-Liberalismus. Der neue Klassenfeind.

Hör mal, der trägt ja hochgesteckt wie du. Ja, ich muss zugeben, ich habe Marx etwas frisiert, damit er als Feindbild taugt. Leck mich die Sack, Sarah. Aber das war doch dein Vorbild. Ist er das nicht mehr? Der Mann hat das Proletariat erfunden, für das du kämpfst. Ja, er war aber auch ein abgehobener Weltbürger. Er lebte wie ein Hipster in einer schicken Großstadt London. Er hielt sich für links und schrieb unlesbare Bücher und fabulierte von einer internationalen Arbeiterklasse. Ich verstehe, Sarah. Marx ist jetzt für dich sozusagen... Heute ist das ein Lifestyle-Link. Heute träumen sie von offenen Grenzen und vom Ende der Nation.

Das heißt, diese Hipster wollen dem deutschen Arbeiter seinen Sozialstaat wegnehmen. Aber hör mal, Sarah, Engelchen, Marx sagt doch, dass man dem Arbeiter nicht wegnehmen kann, was er gar nicht hat. Ich meine, laut Marx hat der Arbeiter doch ja kein Vaterland. Aber genau deswegen wollen wir ihn ja loswerden. Ja, bin ich mal gespannt, ob dir das Feindbild jemand abkauft. Sarah, was willst du denn dafür haben? Gerne eine Million, Stimmen oder Auflage. Ja, sie sprechen da von ihrem Buch. Das heißt, die Selbstgerechten, das muss man zu dem Bild dazudenken. Interessant, nicht wahr, hat sich unser Experte die Wirklichkeit damit schon mal beschäftigt.

Was sagt denn die Wirklichkeit zu diesem originellen Feindbild von der Frau Wagenberg? Ja, originell, da sind wir schon beim Stichwort. Ist es leider nicht. Das handelt sich da um eine Kopie. Das ist kein Original. Das gab es so vor 100 Jahren schon mal. Ihr egoistischer, entwurzelter Weltbürger ist da der Vaterlandslose Geselle oder internationales Finanzkapital. Was, weil ist das jetzt nur ein Nachdruck? Ja, also ich würde sagen, das hat heute noch Erfolg maximal bei Rechten unter dem Titel die Globalisten. Eieieieie, das klingt nicht gut, Sarah. Überrascht dich das? Nein, das überrascht mich natürlich keineswegs. Wer in Deutschland die Interessen von normalen Arbeitern verteidigt, z.B.

in der Braunkohle-Region Lausitz, hat die Freistaillinken zum Nazi abgestempelt? Ja, das ist das Feindbild. Das sieht man auch hier ganz schön. Das wird da in grellen Farben ausgemalt. Sie sagen ja auch in Ihrem Buch, da zitiere ich mal ganz kurz in der Begleitschrift, Fridays for Future habe Anwohner als Kohlenazis bezeichnet. Ja, das ist doch ein Problem. Ja, das ist ein Problem, weil das falsch ist. In Wahrheit sind die Kohlegegner von Nazis angegriffen worden? Na, dann ist das jetzt ein Fantasie, Milde. Für eine Fälschung kann ich natürlich keine Händlerkarte geben. Dann ist klar. Ein Lausitzer hat gesagt, er glaube, dass ihn die Klimaaktivisten für einen Kohlenazi halten.

Mir geht es tatsächlich darum, was die normalen Menschen tief in ihrem Inneren empfinden. Sie sagen, sie fühlen sich benachteiligt, und kümmern sich um regierte Minderheiten. Wer soll das sein? Fußballgegner oder ich? Nee, das sind Menschen mit anderer Hautfarbe, mit diversen Geschlecht, die kein Fleisch essen und in Berlin leben dürfen. Während andere mit nur einem Geschlecht im Saarland am Grill hocken. Schlimm. Es ist genau diese Arroganz gegenüber den Lebenswelten der normalen Bevölkerung, die viele in die Arme der AfD treibt. Die Mehrheit traut sich eingeschüchtert, von der Lifestyle-Linken kaum mehr etwas zu sagen, aus Angst, irgendwelche Minderheiten zu verletzen.

Die richtige Gesinnung wiegt schwerer, als das Richtige zu tun. Die jungen Lifestyle-Linken tun doch was. Die Charter und zum Beispiel Boote, um Geflüchtete zu retten. Aber man kann sich enorm gut dabei fühlen, offene Grenzen und Bleiberecht für alle zu fordern. Lieber die Leute ertrinken lassen, einfach für zu kurz gedacht. Keiner bedenkt die Folgen. Auch für die Einheimischen sinken die Löhne wegen der ungebremsten Zuwanderung. Das ist doch das Problem. Aber die Löhne für Geringverdiener in Deutschland sind ja auch schon vorher gesunken, nicht erst ab 2015 als Geflüchtete gekommen sind. Das sind doch jetzt wirklich Details.

Die Linke kümmert sich jedenfalls viel zu wenig um die normalen Arbeiter und um die Bedürfnisse und um Hautfarbe. Ja, ich habe mir das gedacht. Deswegen habe ich gleich noch mal nachgeguckt. Auf der Homepage der Linken gibt es 20.000 Einträge, darunter 5.000 zum Thema Arbeit, 2.300 zum Thema Miete und Wohnen, zum Thema Gender, 60, und zum Thema LGBTQ, ein. Aber ich beschäftige mich permanent damit. Für mich ist dieses Feindbild leider sehr schief. Aber ich frage mich, ob es da für Abnehmer gibt bei Rechten. Die würden dann vielleicht eher an Original bevorzugen. Vielleicht bei Linken, die noch gar nicht wissen, dass sie rechts sind. Da würde ich sagen, Dara, hier hast du dein Händlerkärtchen.

Versuch einfach dein Glück. Danke. Wo geht es lang? Rechts, Dara. Für dich immer weiter nach rechts. Ich werde auf jeden Fall verkaufen. Mein Mann und ich, wir suchen eine neue politische Heimat. Neben Umzug soll man ja auch etwas ballastlos werden. Schauen wir mal, welche Händler ihr dieses Feindbild abkaufen. Wir finden, das ist ein sehr solides Feindbild, das Sie uns hier mitgebracht haben. Aber es ist inhaltlich nichts Besonderes. So etwas findet man an jedem Stammtisch. Das Werk lebt schon sehr stark von seiner Urheberin. Eine prominenten Linken hätte man so etwas gar nicht zugetraut. Nationenschutz der Grenzen, was wollen Sie denn dafür haben?

Ich will eigentlich nur enttäuschte Wähler für die Linke zurückgewinnen. Also, wir würden das Ganze nutzen für reaktionäre Propaganda, wenn das für Sie in Ordnung ist. Damit kann man nicht nur den Schutz der Minderheiten lächerlich machen, sondern auch die Linke. Also, wie Sie es benutzen, ist mir vollkommen egal. Sie kriegen das Bild. Positive Kritiken von uns. Was denn schon wieder? Da war doch jetzt nichts. Sie spielen aus falschen Toren. Das ging ja wieder nicht gegen die Linke, sondern nur gegen die Wagenknecht. Wissen Sie, was Sie jetzt machen? Sie machen jetzt etwas, was richtig schwierig ist für die Linke, und zwar einen direkten Freistoß ohne Mauer. Sie meinen einen Strafstoß, ja?

Weil die Linke nicht umgehen kann. Geld. Ja, seid gegrüßt, liebe Leute. Schön, dass ihr wieder da seid. Hier bei Text-Shopping-Extrem auf HST, heißer Scheiß-TV. Ich bin's, euer Mike. Und heute an meiner Seite ein neuer Kollege. Du bist ... Die Wirklichkeit. Hallo. Ja, ich sag mal, Tommy. Tommy, Leute, Freunde, wir sind aus Corona rausgekommen. Ich sage nur, Vermögenszuwachs. Ja, Mike, auf Seite der Reichen sieht es richtig gut aus. Im letzten Jahr wurden in Deutschland 69.000 Menschen millionär. Das heißt, es gab mehr neue Millionäre in Deutschland als Corona-Tote. Ja, geil, Freunde, geil. Und ich sag ja, es gibt ja bald Wahlen.

Und ich sag ja immer, Bundestagswahl ist ja immer auch Vermögenspflege, ja? Da hat ja jede Partei ein eigenes Steuerprodukt am Start. Ja, was ist denn zum Beispiel hier drin? Ja, hier zum Beispiel, Freunde. Das ist das Steuerkonzept der Linken. Schauen wir mal rein. Oh, Freunde, das Müffel. Das kann ich euch nicht vorstellen. Das ist ein echter Ladenhüter. Uralte Umverteilungsideen. Das ist eigentlich nur was für Leute, die weniger als 100.000 Euro im Jahr verdienen. Also 94% der Bevölkerung. Ja, so kann man es auch sagen, Tommy. Ich sag immer, das ist was für Leute, die keine hohen Ansprüche ans eigene Einkommen haben. Ja, ich find das jetzt erst mal ganz spannend.

Ich sag mal so, wie wirkt denn das Produkt bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Bruttojahreseinkommen von 60.000 Euro? Ja, da, schauen wir mal. Ja, für die gäbe es eine steuerliche Entlastung von 5.500 Euro. So viel wie bei keiner anderen Partei. Ja, das hier, siehst du mal, die Performance-Kurve. Ja, zeigt an, wie sich das Produkt auf die Einkommensklassen auswirkt. Hier von ganz links arm. Bis ganz rechts reich. Und da siehst du mal, hier bei der Linken, das fällt ab. Freunde, typisch Linke, hauen das Geld raus. Absolut unseriös. Wieso? Wie wird das denn gegenfinanziert? Ja, hier, Tommy, ein Gutsverdiener. Mit schlappen 300.000 Euro im Jahr.

Der würde bei der Linken mit über 139.000 Öcken belastet. Ja, also dann kämen das Geld von Leuten wie dir, Mike. Ja, sozusagen. Und ich finde dich gar nicht unseriös, Mike. Der Tommy, Leute, ist noch ideal. Aber wir haben noch andere Produkte hier bei uns, bei Tech Shopping. Und zwar von der SPD und Grüne. Leute, die sind in ihrer Wirkung so ähnlich. Die packe ich euch heute zusammen. Hier, nur bei Heißer Scheiß TV. Wieder zwei Billigprodukte. Wieder ähnliche Performance wie bei der Linken. Die wollen nur die unteren und mittleren Eingrommen entlasten. Leute, ehrlich, wer braucht so was? 97% der Bevölkerung. Da werden alle entlastet mit einem Einkommen von unter 150.000 Euro.

Ja, der Durchschnitt, halb Freunde. Und ich sage immer, bist du Durchschnitt, kaufst du Durchschnitt, bleibst du Durchschnitt. Und wer will schon Durchschnitt sein? Was bist du Durchschnitt? Der Tommy. Mike. Der Tommy. Ja, der Mike. Die drei, die du jetzt hier weggeworfen hast, die senken schon das Armutsrisiko, richtig? Ja, das war es. Ja, ja, ja. Aber sie erhöhen immer auch das Risiko, nicht reich zu bleiben. Apropos reich, Tommy. Zeit, Leute, für ein absolutes Premiumprodukt. Jetzt kommt es. Hier, schaut euch das geile Zeug an. Steuerkonzept der Union. Ist das geil, Freunde? Schaut euch diese Performance-Kurve an. So macht man das.

Bei einem Paar mit zwei Kindern, das im Jahr läppische 60.000 Euro Einkommen hat, gibt es von der Union eine Entlastung von 1.093 Euro, verdient das Paar. Aber im Jahr 300.000 Euro, dann gibt es von der Union satte 10.500 Ecken Steuererleichterung. Selbst die Süddeutsche Zeitung, die das hat ausrechnen lassen, hat geschrieben, dieses Programm zeigt das kalte Herz von Armin Laschet. Sag ich doch. Geil, kaltes Herz. Cooler Typ, sag ich. Geiler geht es nicht. Nee, sag ich nicht. Und ob das geiler geht, Freunde, jetzt kommt was für euch. Das ist der absolute Hottie, da platzt ihr die Fontanelle. Die FDP, schaut euch das an. Das ist eine Performance. Ein absolutes High-End-Produkt. Und warum?

Weil es am Ende high wird, Tommy. Ja, das ist was für Superreiche. Die kriegen bis zu sechs Mal mehr Steuererleichterung als der Normalverdiener. Wie geil! Das ist doch Sozialismus. Eigentlich nur, was die Staatsverschuldung angeht. Also schauen wir doch mal, Mike, wie sich die Steuerkonzepte auf die Staatseinnahmen auswirken würden. Ach guck, das Konzept der FDP würde 88 Milliarden Euro Schulden kosten. Das ist ja gar nicht so solide. Und die Union immerhin noch 33 Milliarden. Und hoch, die Linkspartei bringt dem Staat mehr Einnahmen von 90 Milliarden Euro. Ja, ja, ja, gut, Freunde. Ich sag immer, Geld für den Staat. Das heißt ja immer, mehr Geld für den, der euch das Geld wegnimmt.

Leute, ich bitte euch. Ja, musst du mich gar nicht bitten, Mike. Zur Orientierung hab ich da noch eine kleine Grafik mitgebracht vom Magazin Katapult. Da kann man links sehen, was man verdient. Und rechts, was man dann idealerweise wählen sollte, wenn man Steuern sparen möchte. Der Tommy! So, jetzt ist Schluss. Der schmutzige Spieler, bitte zu mir her. Wieso das denn? Die Verkennung ist ja kein Wahlspott für die Linken. Es gibt einen Platzverweis. Wieso denn Wahlspott für die Linken? Das war ja Wahlwerbung für die FDP. Verdienen Sie so wenig als Schiedsrichter? Nein, Sie sind jetzt raus. Die Wirklichkeit ist für die Satire gesperrt. Ja, was war ich dann? Stellen Sie sich einmal der Realität.

Gehen Sie mal selber in die Politik. Ja, gerne. Ich wär der erste Kanzlerkandidat, dem es komplett egal ist, ob er gewählt wird. Also nach Olaf Scholz. Wir spielen jetzt runter. Und wir spielen hier so lange weiter, bis es unentschieden steht, wegen der Ausgebogenheit. Herzlich willkommen, meine Damen und Herren zu Echt Jetzt. Zum ersten Mal heute bei uns im Fernsehen die Wirklichkeit. Sie sind ja sehr spät in den Bundestagswahlkampf eingestiegen. Ich komme vielleicht deswegen gleich zu den Fragen, die alle Bürger am meisten interessieren. Gibt es Plagiate? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich halte mich für einzigartig. Haben Sie Ihren Lebenslauf frisiert?

Da muss ich direkt zugeben, die ersten 12 Milliarden Jahre meines Lebens weisen einige Lücken auf. Aber das ist mir selbst am meisten unangenehm. Sie mussten sicher in der Vergangenheit immer wieder korrigieren. Beim Ozone-Loch, beim Waldsterben. Nur leere Drohungen und nichts davon ist eingetreten. Nein, weil Sie aktiv geworden sind. Das können Sie jetzt auch, indem Sie radikal umsteuern. Sie treten ja gerade in den letzten Wochen sehr autoritär auf und lassen keine anderen Wirklichkeiten neben sich gelten. Zwingen Sie damit den Menschen nicht ihren Standpunkt auf. Ist das noch demokratisch? Ja, ich bin sehr demokratisch. Die Naturgesetze gelten ja für alle Menschen gleich.

Also außer Chuck Norris. Aber Sie müssen noch zugeben, dass das Leben der physikalischen Wirklichkeit auch eine politische gibt. Und da gibt es Wähler, die ganz andere Positionen vertreten. Beim Fleisch essen, beim Fliegen, beim Fragen stellen. Ja, natürlich. Also die Menschen flüchten vor der Realität. In den Alkohol, in die FDP, in die Bildzeitung. Wie wollen Sie mit diesen Menschen umgehen? Ignorieren, Einschüchter und Springer enteignen. Sollten Sie nicht besser auf diese Leute zugehen? Ja, ich gehe auf die Leute zu. Aber die Leute laufen weg von mir und sagen, ich bin linksversifft, apokalyptisch, totalitär. Ja, aber liegt das nicht auch an Ihrem Auftreten?

Mit Schwarzmalerei bringt man nun mal die Menschen gegen sich auf. Also da möchte ich jetzt einmal richtigstellen. Mein Aussehen verdankt sich ausschließlich Ihrem Verhalten. Ach, dann ist also der Wähler schuld. Genau so würde ich es formulieren. Kritiker sagen, Ihnen zu folgen käme politischen Selbstmord gleich. Nein, ganz im Gegenteil. Ich habe, glaube ich, ein schlagendes politisches Angebot im Gepäck. Das Überleben der Menschheit. Aber Sie wollen Menschen das Leben retten, die noch gar nicht geboren sind. Sind das nicht arg windige Versprechen? Wie wollen Sie die Menschen von sich, also von der Wirklichkeit, überzeugen? Muss ich ja gar nicht. Die Zeit arbeitet für mich.

Also noch können sich die Bürgerinnen und Bürger für mich entscheiden. In ein paar Jahren wäre ich alternativlos. Das ist nicht stark nach Erpressung, nach einer Erziehungsdiktatur. Ja, so gesehen ist die Wirklichkeit ja eine einzige Freiheitseinschränkung. Also wenn Sie an die Schwerkraft denken oder dass man Wasser trinken muss, um zu überleben. Oder der Tod. Große Freiheitseinschränkung. Aber da habe ich seit Tausenden von Jahren noch gar keinen Protest gegen gehört. Was ist denn eigentlich Ihre Botschaft? Ja, das ist jetzt natürlich die große Frage, oder? Wie wollen wir weiter miteinander umgehen? Also jetzt nicht falsch verstehen. Wir können das Ding weiterhin gegen die Wand fahren.

Warum nicht? Nur dann nachher nicht rumheulen. Also dann nachher nicht sagen, da hätte ja keiner wissen können, wie schlimm das ist. Das ist ja furchtbar. Das hätte ich ja gar nicht gedacht. Dann einfach sagen, ist ja genauso gekommen, wie es gesagt wurde. Tschüss. Ich meine, habe ich alles schon mitbekommen. Stichwort Dinos. Aber dann einfach nicht mehr wegignorieren. Das wäre so schön, wenn Sie mich dann einfach mal zur Kenntnis nehmen. Das fände ich dann schon schön. Ich meine, klar, ich habe gut reden. Ich habe ja keine Kinder. Und ganz ehrlich, mir liegen sie jetzt nicht so sehr am Herzen. Da müsst ihr wissen, wie doll ihr an denen hängt. Das ist völlig klar.

Ich sage nur, es wäre natürlich irgendwie ein bisschen peinlich, wenn dann irgendwann so eine neue Spezies in zwei Millionen Jahren die Menschen ausbuddelt und sich fragt, wie sind die wohl gestorben? Wie ist das passiert? War es ein Mitruideneinschlag oder war es ein Erdbeben? Und Sie dann merken, nee, das lag einfach daran, als man noch was ändern konnte, wollten Mama und Papa einfach ihre Ruhe haben und Nackensteak essen. Wäre da schon ein bisschen peinlich, oder? Aber wenn Sie jetzt nicht gewählt werden, wäre das für Sie der Weltuntergang? Nee. Für mich? Nicht. Hold tight. Wait till the party's over. Hold tight. We're in for nasty weather. There has got to be a way.

Burning down the house.

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