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Spezialsendung Putin

Putin, NATO-Osterweiterung, Pazifismus, Waffenlieferungen

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Episode 'Putin' in 'Die Anstalt' analysiert die komplexen Ursachen und Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, wobei der Fokus auf der Rolle von Putins Autoritarismus und der westlichen Reaktion liegt. Die Satire kritisiert die vermeintlichen Sicherheitsbedenken Russlands, die historische Kontextualisierung durch Ereignisse wie den Holodomor und die problematische Debatte um den Begriff 'Putinversteher'. Die Diskussion beleuchtet die Widersprüche zwischen prinzipientreuen Forderungen (z.B. NATO-Beitritt) und den realen Folgen der Eskalation, sowie die Instrumentalisierung von Sanktionen und der Zensur von Informationen. Letztlich stellt 'Die Anstalt' die Frage nach der Verantwortung für Konflikte und die Gefahren einer ideologischen Fixierung.

Transkript 5.223 Wörter

Ich bin Stand-Up-Komik aus Moskau und frage Sie, ob Sie alle eure satirischen, humoristischen Waffen an Vladimir Putin schicken? Waffen? Was ist das Satirische? Es ist nur, ich habe gedacht... Erreicht es sich, Claus? Er meinte, natürlich werden wir das tun. Wird ihr das tun? Wir machen das. Es ist nur so, ich weiß nicht, ob Ihnen das bewusst ist, dass Putin die Atomwaffenstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt hat. Das ist der richtige Zeitpunkt, um so jemanden zu reizen. Wir reden jetzt nicht darüber. Sagen Sie ehrlich. Wird ihr über Putin's Waffen erzählen? Ja, ja, ja.

Und obwohl Sie die erste satirische Show in Europa werden, in der die Sanktionen anbieten, weil in sie Russen teilnehmen? Ja, ja, ja. Sanktionen? Ja, herzlich willkommen zu was immer das heute Abend hier auch wird. Wir hatten, ich glaube, zwei Drehbücher, alle geschreddert. Was bleibt ist, wir machen heute Abend eine Sonderausgabe von die Anstalt, die speziell für dich gemacht ist, Vladimir. Normalerweise würden wir an der Stelle versuchen, Weltpolitik zu erklären, solange zu differenzieren, bis unsere Pointen unter der Last der Fakten zusammenbrechen. Und wir wollten differenzieren. Himmel, Vladimir, bewaffneter Hobbyhistoriker.

Was hätten wir differenziert über NATO, Osterweiterung, gekündigte Abrüstungsabkommen? Hätten vielleicht sogar versucht, deine Sicherheitsinteressen zu verstehen. Tja, aber jetzt haben wir verstanden. Deine Sicherheitsinteressen sind mit Sicherheit tödlich. Wir können das ja mal ganz kurz darstellen. Hier sieht man das größte Land der Welt, das sich bedroht fühlt durch die NATO, und zwar an diesen Stellen. Und hier sehen wir die Sicherheitsinteressen eines jungen Mädchens in der Ukraine, die tatsächlich bedroht ist, von Russland, und zwar an diesen Stellen. Tja, wir wollten differenzieren.

Vladimir, aber dann hast du, du neoimperalistischer Jachtenjury, dich entschlossen der europäischen Nachkriegsordnung, eine Vakuumbombe in den Hintern zu jagen und einen Angriffskrieg gestartet. Und dann haben wir uns gedacht, dies ist nicht die Zeit zu differenzieren, sondern um sich zu wehren, und zwar gegen dich. Ja, wir haben uns gefragt, wovor hast du am meisten Angst? Meine Demokratie oder Männer in High Heels? Oder doch eher vor Satirikern? Oder vor Satirikern in High Heels? Tja, die Antwort ist relativ klar. Und deswegen sehen wir uns gezwungen hier eine besondere satirische Operation durchzuführen. Sie zielt im Grunde darauf ab, deine Autorität zu untergraben.

Wir werden dich in einem Ausmaß lächerlich machen, wie du es noch nicht erlebt hast. Ja, was nicht schwierig ist, weil du ja alle kritischen Medien inzwischen verboten hast. Wir werden die einzige Waffe einsetzen, die kein deutscher Exportschlager ist. Humor. Ja, zum Beispiel mit Witzen wie diesem hier. Das war ja mein Lieblingswitz. Wie öffnet der russische Präsident eine Nuss? Er macht einen riesigen Truppenaufmarsch vor der Nuss. Und wenn die Nuss sich nicht freiwillig öffnet, dann tritt er so lange drauf, bis er sich seinen Fuß verstaucht. Gott sei Dank sind wir bei dem Versuch, Witze zu machen, nicht alleine. Wir haben die satirischen Abschreckungskräfte unseres Landes aktiviert.

Woran erkennt man, dass Putin lügt? Er bewegt die Lippen. Ja, und dieses Katschinen bedeutet übrigens, wir spenden für jeden Witz, der hier in der Sendung über Putin gemacht wird, 50 Euro an das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe. Und wer könnte diesen Spendenaufruf für die Ukraine besser präsentieren als unser Putin? Hier können Sie spenden für die Opfer und die entstandenen Schäden in der Ukraine. Es gibt auch einen QR-Code, den Sie ganz leicht scannen können mit Ihrem Telefon. Eine Frage. Funktioniert das mit dem Spenden eigentlich auch bei schlechten Witzen? Sie meinen, wenn Sie einen machen, probieren Sie es doch nochmal. Okay. Woran merkt Putin, dass in Russland der Winter begonnen hat?

Keine Ahnung. Weil die Wiesen eingefroren sind. Die Wiesen? Die Wiesen? Die Wiesen. Die Wiesen? Geil, das würde ich nicht sagen. Die Wiesen sind eingefroren. Es funktioniert wirklich? Putin-Witz. Hab ich nicht. Aber ich weiß nicht, wie meine Kinder ein erzählen würden. Und dann schwimmt Putin durchs Meer. Und dann kommt ein Hai. Und dann sagt Putin... Hai. Und dann kommt ein Hai. Und dann sagt Putin, Hai. Und dann sagt der Hai, du bist ein mieser Autokrat und Menschenfeind. Und dann kackt Putin. Wir haben noch mehr. Putin beim Arzt, sagt der Arzt. Herr Putin, Sie sind ein narzisstischer Ego-Mane und eine Gefahr für die Menschheit.

Darauf Putin, ich hol mir lieber noch eine zweite Meinung, sagt der Arzt. Also gut, Sie sind auch hässlich. Ich kann da stundenlang mal hin. Ja, die Spenden sollen ja denjenigen helfen, die am meisten unter diesem Krieg leiden, der ukrainischen Zivilbevölkerung. Oder wie Putin das nennen würde, zur Vielbevölkerung. Jetzt werden manche dadurch fragen, Witze ausschließlich über Putin. Ist das nicht eine unzulässige Verkürzung? Ja, und das stimmt, der Mann ist 1,70 groß. Ich meine, da kann man nichts mehr verkürzen. Das war eine unzulässige Personalisierung. Aber gut, wir nehmen Putin jetzt eben persönlich, denn Vladimir, so ich dir. Man sagt doch, Männer mit ganz großen Autos haben ganz kleine.

Frage, Putin hat einen sehr großen Tisch. Reicht schon, der war übrigens überraschend unter der Gürtellinie für Sie. Ich dachte eben, wenn he goes in, we go low. Unser Humor richtet sich natürlich auch gegen alle, die von Putins System profitieren. Um, vielen Dank, Hazel Brugger, an dieser Stelle. Vladimir, soweit wir das verstanden haben, willst du die Ukraine entnazifizieren, in dem du einen jüdischen Präsidenten ermorden lassen willst, eine Holocaust-Gedenkstätte bombardierst und Überlebende der Shoah in Luftschutzkeller zwingst? Und wir sind ja hier leider so was wie Experten in Sachen Nationalsozialismus, aber da ist uns beim besten Willen kein Witz mehr zu eingefallen.

Er geht tatsächlich jenen Schritt und nimmt auch noch ganz Russland mit, sprengt Nachbarländer in die Luft mit Kindern, Frauen und den Alten. Die Ukraine wird so gruft, so will er zurück erhalten, was der Zeitenlauf im Namen. Ohnes Gruppe, Mitleid, Scham geht er tatsächlich jenen Schritt und gibt Europa einen Tritt mitten rein in das Gesicht. Und Sergei Lavrov kümmerts nicht, denn der ist, ich sag es gern, nur das Hündchen seines Herrn, sitzt dort serviel angewinkelt, an jedem Bäumchen überpinkelt, am langen Tisch, fast außer Sicht, stört er den Alpharüden nicht. Was niemand glaubte, geschieht hier. Dieser Schritt vom Mensch zum Tier. Was niemand glaubte, er führt es aus.

Den Schritt aus unserem Haus hinaus. Diesen einen endgültigen Schritt. Putin tut ihn. Ja, jetzt wird es ein bisschen schmerzhaft. Ich glaube, wir müssen an dieser Stelle auch unsere eigene Rolle ein bisschen beleuchten. Was müssen wir? Wir haben vielleicht ein bisschen zu spät angefangen mit unseren satirischen Attacken auf Putin. Wir wollten nicht, dass jeder autokratische Staatsschluss immer gleich Hitler genannt wird. Vielleicht haben wir Putin durch diese falsche Zurückhaltung erst zu dem gemacht, was er jetzt ist. Hitler? Ein faschistoider Kriegstreiber. Vielleicht haben wir ihn ermuntert. Könnte es sein, dass Sie Ihren Einfluss auf die russische Staatsführung leicht überschätzen?

Sie gehören ja nicht zu seinem direkten Umfeld, oder? Außerdem, so durchgeknallt wie dieses Jahr war der Mann ja nicht immer. Kommt ja keiner an. 2021 hat Putin zum Beispiel das hier geschrieben. Zitat. Es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass der Weg der erzwungenen Assimilation und die Bildung eines ethnisch-rein-ukrainischen Staates, der aggressiv gegen Russland gerichtet ist, in den Konsequenzen vergleichbar ist mit der Verwendung von Massenvernichtungswaffen gegen uns. Die Ukraine eine Massenvernichtungswaffe? Könnte es sein, dass der Begriff Putinversteher grundsätzlich falsch ist, weil das da gar nicht mehr zu verstehen ist? Also außer als Vorbereitung eines Angriffskrieges?

Wir müssen da irgendwas in seiner Entwicklung verpasst haben. Erinnern Sie sich noch an den frühen Putin, den von 2001, der entfließendem Deutsch vor dem Bundestag gesprochen hat? Hat er davon gesprochen, dass die Idee der Freiheit und der Demokratie die russischen Bürger ergriffen hat und niemand Russland jemals wieder in die Vergangenheit zurückführen kann? Ja, da hat er sich dann wohl selbst gewaltig unterschätzt. Oder wir ihn, aber was ist danach nur mit ihm passiert? Es muss schon davor gewesen sein. Ich mein, das war der frühe Putin, den wir hier gesehen haben, aber wir haben hier noch einen früheren Putin. 1993, da war Vizebürgermeister von St.

Petersburg beim Treffen mit Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft, ist er gefragt worden, wie er zur Einführung einer Diktatur nach dem schilenischen Vorbild von Pinochet stehe. Und Putin hat gemeint... Ich befürworte eine Pinochet-Diktatur in Russland. Statt eines Protests überreicht die deutsche Wirtschaft Blumen. Wir grativieren Ihnen sehr herzlich Schönen Gruß an BASF an der Stelle übrigens. Das ist ein autoritärer Charakter, er hat auch schon recht früh gezeigt. Das ist eigentlich noch früher, weil als er KGB-Agent in Dresden war... Moment, KGB! Warum reist der russische Geheimdienst immer zu dritt?

Der eine kann lesen, der zweite kann schreiben und der dritte behält die zwei gefährlichen Intellektuellen im Auge. Also da war Putin auf jeden Fall noch KGB-Agent in Dresden und dann ist folgendes passiert. Kurz nach dem Mauerfall am 5. Dezember 89, da wollten dann Demonstranten Putins Geheimdienstfiliale stürmen. Ach, was hat er gemacht? Na ja, das was Putin immer macht, wenn er sich bedroht fühlt. Er hat sich an einen sehr langen Tisch gesetzt. Fast. Putin hat gesagt, wenn ihr hier reingeht, werdet ihr erschossen. Die Demonstranten sind dann lieber zur Stasi-Zentrale und haben die besetzt. Putin verstehe.

Man könnte vielleicht auch sagen, Putin hat den ersten Versuch einer Osterweiterung quasi eigenhändig gestoppt. Putin und Lavrov hemmern und schrauben wie wild an einer Atombombe rum. Kommt Joe Biden vorbei und sagt, oh, das würde ich lassen, sagt Putin, keine Sorge, wir haben noch 6.000. Die Frage ist natürlich, was treibt diesen Mann an? Was weiß ich denn? Hey Leute, ihr macht doch selber ständig Witze über Männer mit zu großen Autos und jetzt seht ihr plötzlich nicht, was das Problem ist bei diesem toxischen Oberkörper-Exhibitionisten? Gut, dass wir ihm schon mal die Pipeline abgeklemmt haben, aber er hat halt noch ein paar mehr Panzerrohre und Atomraketen als Schwanzverlängerung.

Und plötzlich fänden es auch die ganzen Super-Machos hier im Land besser, wenn Russland ein bisschen feministischere Außenpolitik gemacht hätte, oder? Und ja, ich weiß, Frauen in der Politik machen nicht unbedingt alles automatisch besser, aber schlechter, als dass ein fucking Atomkrieg im Raum steht. Kann es ja wohl nicht werden, oder? Da hat sie recht. Kommen wir zu der Frage, wer ist schuld an der Invasion in der Ukraine? Putin. Nein, Lenin. Moment mal, das habe ich nicht verstanden. Ja, ich auch nicht, der ist von Putin. Bitte? Putin hat die Invasion der Ukraine ja mit Geschichte begründet. Ja, ja, ja, ja, ja, mit NATO-Ausarbeitung. Nein, nein, nein, nein, nein. Also auch.

Ja, aber für ihn ist Lenin schuld. Moment, Putin gibt Lenin die Schuld an der NATO-Ausarbeitung? Nein, an der Ukraine. Putin hat gesagt, die Sowjets hätten nach dem ersten Weltkrieg die Ukraine erfunden, um sich an der Macht zu halten. Moment mal, was bedeutet das? Die Ukraine gibt es gar nicht. Ach, und weil es die Ukraine nicht gibt, führt Putin jetzt Krieg gegen sie? Ganz genau. Okay, was soll die Ukraine denn dagegen machen, dass es sie gibt? Ich meine, die ist ja nun mal da. Ja, aber nur ziemlicherweise. Sie ist ja nur ein Produkt der Sowjetunion. Ah, und deswegen darf Putin sie angreifen. So habe ich das verstanden. Interessante Logik.

Der deutsche Kaiser hat doch Lenin 1917 im Eisenbahnwagon nach Petersburg transportiert. Damit Lenin der Revolution und die Sowjetunion gründen kann. Das hieß aber doch in Putins Logik, dass die Sowjetunion nur Produkt des deutschen Kaisers wäre. Und damit wäre auch die Ukraine ein Produkt des deutschen Kaisers. Also Putin sauer sein auf Kaiser Wilhelm. Nein, auf Stalin. Was? Ich dachte Lenin. Zuerst schon. Aber dann hat Putin Stalins Umgang mit der Ukraine kritisiert. Nein, das habe ich gar nicht mitbekommen. Putin hat endlich den Holodomor anerkannt.

Also die Tatsache, dass Stalin mit der Zwangskollektivierung im Jahre 1933 Millionen von Ukrainerinnen und Ukrainern bewusst hat verhungern lassen. Indem er zum Beispiel Hungerflüchtlinge an der russischen Grenze abgewiesen hat. Doch nicht den Fehler. Den bestreitet Russland bis heute. Nein, der große Fehler Stalins war laut Putin dass Stalin das Selbstbestimmungsrecht, das Lenin der Ukraine gegeben hat, nicht abgeschafft hat. Also Lenin hat der Ukraine das Selbstbestimmungsrecht gegeben? Ja, aber nur auf dem Papier. Wer konnte denn an, dass Sie das irgendwann ernst nehmen? Ich möchte lösen. Kaiser Wilhelm. Nein, Moment. Lenin. Nein, Stalin. Putin. Nein, halt alle.

Jetzt haben Sie es verstanden. Putin respektiert offensichtlich nur große Männer. Aber die Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer, die 91 für ihre Unabhängigkeit gestimmt haben, mit über 90%, die interessieren ihn nicht. Nein, weil das hieße ja, dass die Ukraine sich selbst erfunden hat. Und das geht für Putin nicht. Denn er ist der festen Überzeugung, dass Brudervölker... Und Schwestervölker. Nein, in dem Fall nur Brudervölker. Die gehören für Putin geschichtlich zusammen. Man kann ja auch nicht einfach so aus einer Familie austreten. Schatz. Sagst du bitte meiner Schwester, dass ich immer noch nicht mit dir spreche? Nadezhda, dein Bruder spricht immer noch nicht mit dir.

Weil sie gegen Russland ist. Ich bin für die Ukraine, ich bin gegen Putin. Ich habe keine Probleme mit Putin. Alles, was du dafür machen musst, ist keine eigene Meinung haben, nicht kritisieren, nicht widersprechen und nicht homosexuell sein. Und nicht in der Ukraine leben. Wusstest du, dass dein Mann gegen die Sanktionen ist? Was ja? Nur weil alle Kanäle zu Russland blockiert werden. Spotify, YouTube, Filme, sogar Literatur und Lebensmittel. Heißt das, wir können kein Plumbier-Eiskreme mehr kaufen? Oh no. Nicht mal die Amis wurden so bestraft. Die wurden gar nicht bestraft, als sie da ihre Tour durch Irak gemacht haben.

Europa darf nicht alle Kanäle zu Russland verschließen, damit Putins Nachfolger noch irgendwie eine Möglichkeit finden kann, das Land irgendwie zu retten. Nachfolger? Du meinst, falls Putin in den Führerbunker Selbstmord begeht? Russen begehen keinen Selbstmord. Oh, das stimmt sogar. Guck dir meinen Bruder an. Der hat hunderte Gründe, aber er ist immer noch da. Nur, wir sind eine Familie. Schaut mal, eure Eltern kommen aus Russland, aber du bist geboren in Ukraine, du bist geboren in Kasachstan, du hast länger gelebt in Ukraine. Mein Vater ist Deutscher, meine Mutter Russin aus Tajikistan, meine Oma aus Moskau, mein Bruder auch geboren in Ukraine. Wir sind Familie, alles.

Eben, und du kannst nicht gegen deinen Bruder sein, aber für deinen Onkel, gegen deinen Schwager, aber für die Cousine deiner Mutter. Genau. Das sind unsere Leute, wir müssen zusammenhalten. Das reicht mir aber nicht. Guck mal, wie aggressiv Russland die Ukraine angreift. Wenn einer sagt, Russen sind aggressiv, dem schlage ich sofort in die Fresse. Nur auf sein Volk stolz zu sein, das kann schön sein, aber das erzeugt auf Dauer nur Hass. Außer du bist Königin von Bienen, das erzeugt Honig, süßen Honig. Basia, unsere Heimat wird bombardiert, okay? Putin hat nichts in unserem Land verloren. Ich gebe zu, dieser Mann hat ein paar Komplexe.

Wieso baut er nicht einfach aus einer Penisform Rakete und schickt den Weltraum? Manche Männer drohen lieber mit Atomwaffen, statt einfach in Psychotherapie zu gehen. Basia, ich sehe auch keinen Sinn darin, mit dir weiter über Krieg zu reden, während du russische Medien guckst. Ich verfolge das live auf TikTok, ich glaube nicht mehr, was im TV läuft. Wenn er sogar Uhr im Fernsehen sieht, guckt er noch mal auf Uhren am Backofen. Jetzt lass meine Hand los! Ich kann nicht! Warum? Weil du meine Schwester bist und nicht ich liebe! Durer! Basia? No. Ich habe so langsam das Gefühl, dass wir Putin vielleicht auch nicht mögen. Wir wollen das nur vielleicht nicht zugeben.

Weißt du, es ist nicht Russlands Krieg, es ist auch nicht der Krieg der Ukrainer. Das ist Putins Krieg. Übrigens, Putin macht jetzt sein eigenes Olympia. Disziplinen sind Nacktreiten, Homophobie und Angriffskrieg. Jetzt sind alle ganz gespannt, wer den zweiten Platz macht. So, kommen wir gleich zum nächsten Witz. Herr von Wagner, da wäre jetzt Sie dran gewesen. Können wir 5 Minuten? Was ist los? Als Satiriker war für mich die NATO immer sowas von ... Für mich sowieso. Und jetzt glaube ich einfach, wenn die Ukraine in der NATO gewesen wäre, dann hätte sich Putin nie getraut, die Ukraine anzugreifen. Jaja, schon. Die Ukraine wollte doch immer der NATO beitreten.

Aber die NATO hat immer gesagt, Beitritt steht nicht zur Debatte. Ja, aber dann wäre es doch einfacher gewesen, die NATO hätte den Beitritt der Ukraine endgültig ausgeschlossen. Es geht doch ums Prinzip. Die NATO muss sich prinzipiell offen halten für neue Mitglieder. Jetzt sterben gerade Menschen wegen Prinzipien, oder? Na ja, die sterben wieder wegen der Aggression Russlands. Wir verteidigen Prinzipien, aber nicht die Ukraine, oder? Nein, der Neutralität. Hat ja super funktioniert. Als die Ukraine neutral war, dann hat Russland sich die 2014 in die Krim geschnappt. Länder wie die Ukraine haben einen guten Grund, in die NATO zu wollen.

Die Angst vor Russland, die, wie wir gesehen haben, oder wie wir vielleicht nicht so gesehen haben, nicht unbegründet ist. Das ist eine Frage der Bedrohungswahrnehmung. Für Putin wäre die Ukraine in der NATO eine Bedrohung, wenn sie sich in die Krim gegründet hat. Das ist die Frage. NATO hat sich sich ausgedreht, oder sind dir nicht mehr souveräne Staaten freiwillig beigetreten? Warum hat sich die NATO damals nicht einfach aufgelöst, 1991, als der Warschauer Pakt auseinandergefallen ist und der Kalte Krieg zu Ende war? Weil sie zu erfolgreich waren als militärisches Verteidigungsbündnis. Der Warschauer Pakt, das war ja nur so eine Art ... ... Sicherung der sowjetischen Vorherrschaft.

Aber es waren beides Militärbündnisse. Der Warschauer Pakt war das einzige Militärbündnis, das in seine Geschichte ausschließlich die eigenen Mitglieder angegriffen hat. Gucken Sie sich das an, da haben wir noch Bilder von. Gucken Sie mal hier. Das war 1953. Niederschlagung des Aufstands in der DDR. 1956 Einmarsch in Ungarn. 1968 Niederschlagung des Prager Frühlings in der Tschechischen Slowakei. 1981 Verhängung des Kriegsrechts in Polen. Jeder demokratische Aufbruch ist quasi von sowjetischen Panzern niedergemäht worden. Allein in Ungarn haben die Sowjets 3000 Menschen getötet, inklusive des Ministerpräsidenten. Nicht ganz unverständlich, oder?

Dass die osteuropäischen Länder damals 91 möglichst schnell in die NATO wollten. Vielleicht haben wir als notorische Nestbeschmutzer schlichtweg unterschätzt, wie attraktiv die NATO für Außenstehende gewesen ist. Vor allem für die, die ständig unter der Bedrohung des russischen Imperiums leben mussten. Sorry, unser Regisseur wird langsam ungeduldig. Wie geht es denn jetzt weiter? Dann können wir den nächsten Witz einspielen. Wir sind gleich da. An einem sonnigen Morgen geht Vladimir Putin auf den Balkon und sagt, guten Morgen, Sonne. Die Sonne antwortet, guten Morgen, Vladimir Putin. Großer Anführer, Beschützer des russischen Mutterlandes und der Ukraine.

Am Abend beim wunderschönen Sonnenuntergang hingegen sagt Vladimir Putin, bis bald, Sonne. Ach, weißt du was? Verpiss dich doch. Ich bin jetzt im Westen. So, das sieht doch schon mal zwischenstandmäßig ganz gut aus. Aber ich finde, da geht noch mehr. Was meinen Sie, wie wäre es mit einer Schnellwitze-Runde? Sagen wir 100 Euro pro Witz? Auf jeden Fall. Kommen wir also zu unserer Top-10-Liste. Heute die 10 kreativsten Arten Putin zu beleidigen. Nr. 9, ihn zu vergleichen mit sich selbst. Nr. 8, ihn daran erinnern, dass sein bester Freund Gerhard Schröder ist. Nr. 7, bilden Sie ein Verteidigungsbündnis mit 30 Mitgliedern. Nr.

6, weisen Sie ihn höflich darauf hin, dass er einen sehr langen Tisch hat, aber zu wenig Stühle. Nr. 5, fragen Sie ihn, ob er trainiert hat, und wenn er sagt ja, sagen Sie, hey, sieht man gar nicht. Nr. 6, zeigen Sie ihm dieses Video. Nr. 3, zeigen Sie ihm dieses Video noch mal. Nur langsamer. Und vielleicht noch mal. Kommt, noch mal, kommt, Kinder, ich bin noch gut drauf. Und noch mal. Kommt, noch mal. Nr. 1. Laden Sie sich an den kritischen Stand-up-Comedian aus Moskau ins Deutsche Fernsehen ein. Gerade noch rechtzeitig rausgekommen, hier ist Oleg Denisov. Nr. 2. Nr. 3. Nr. 4. Nr. 5. Nr. 6. Nr. 7. Nr. 8. Nr. 9. Nr. 10. Nr. 11. Nr. 12. Nr. 13. Nr. 14. Nr. 15. Nr. 16. Nr. 17. Nr. 18. Nr. 19.

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Unsere Großeltern haben den Zweiten Weltkrieg überlebt, und wir haben von ihnen gehört, dass Krieg die schlechteste Lösung für alles ist. Deswegen kann es in russischer Medien nicht genannt werden, eine Krieg zu nennen. Aber es scheint, dass mehr und mehr Menschen sehen, was es wirklich ist. Wir sind alle Gefangene von dem, was wir sind und was wir durch unsere Entscheidungen geworden sind. Und wir sind alle immer den Preis bezahlen. Wir hoffen nur, dass der Preis nicht in Dollar oder Euro sein wird, weil wir dieses Geld nicht mehr haben. Fuck die Krieg! Vielen Dank! Mein Name ist Oleg Denisov. Bye bye! Zusatzziffer ist die 6.

Ja, ich würde sagen, bis Hazel fertig ist, gönnen wir uns noch einen zusätzlichen Witz. Eine ältere Frau kauft jeden Tag an einem Kiosk in Moskau eine Zeitung, guckt kurz aufs Titelblatt und wirft sie direkt in den Müll. Das macht die eine Woche lang so, bis der Verkäufer irgendwann fragt, sag mal, gute Frau, was machen Sie denn da? Da sagt die Frau, ja, mich interessieren eigentlich nur die Todesanzeigen. Sagt der Verkäufer, ja, aber die stehen doch nicht auf Seite 1. Da sagt die Frau, doch, die, auf die ich warte, schon. So, Vladimir, jetzt geht es mal nicht um dich, sondern um jemand Sympathischen. Wohlodomir Zelensky. Er hat ja letzte Woche einen EU-Beitrittsgesuch unterzeichnet.

Ja, Herr Odoffer, aber dabei helfen ihm natürlich auch unsere besten Witzen nichts. Aber vielleicht hat unser Mann im EU-Parlament Martin Sonneborn einen Tipp. Martin, wie sieht es aus? Guten Tag aus Brüssel. Der wichtigste Tipp, den ich Herrn Zelensky geben kann, verhandeln Sie mit der Kommissionspräsidentin nicht per SMS. Die löscht Sie immer aus Versehen. Zwinker-Smiley. Auch von der Lines-Formulierung, die Ukraine werde im Laufe der Zeit zur EU gehören, lässt nichts Gutes hoffen. Das ist die größte Zeiteinheit, die die Brüsseler Demokratie kennt. Ich drücke aber die Daumen, dass die Ukraine unsere Doppelstandards erfüllen kann.

Wie hoch die sind, sehen Sie an der Grenze zu Polen, wo wir alle Geflüchteten herzlich willkommen heißen, solange sie blond sind und so kreidebleich wie die zwei Herren im Studio. Vielen Dank. Martin Sonneborn nach Brüssel. Vielen Dank. Schauen wir mal auf den Zwischenstand unseres Spendenkontos. Ja, ich finde, das sieht doch schon ganz gut aus. Aber ich habe das Gefühl, legen wir noch einen drauf. Odoffer, kommen Sie. 200 Euro pro Witz. Putin und Schröder auf einer Dinnerparty. Nur ein Geld zu verdienen, aber nur eine ehrliche. Darauf Putin. Und die Wehre, sagt Gerhard Schröder, wusste ich doch, dass du die nicht kennst. Eine Frage nur, Herr Uttof. Warum sagt das Gerhard Schröder zu Putin?

Schon besser. Aber das kann natürlich nur der Anfang sein. Vielleicht machen Sie es zu Hause einfach weiter. Machen Sie sich über Putin lustig und spenden Sie. Hier noch mal der QR-Code. Stalin erscheint Putin im Traum. Was soll er tun, um Russland zur alter Größe zu führen? Stalin sagt, mit Atombomben werfen und den Kremlblau anstreichen. Putin sagt, warum soll ich den Kremlblau anstreichen? Stalin sagt, ich wusste, dass du mit dem ersten Teil meiner Anweisung keine Probleme haben würdest. Kommen wir zur wichtigsten Frage des Abends. Sind Sie eigentlich noch Pazifist, Herr von Wagner? Ja, das wird es. Natürlich. Ich habe den Dienst an der Waffe ja nicht umsonst verweigert.

Was haben Sie gemacht? Ich habe simuliert. Das ist auch eine Form von... ...Utoff. Ich bin weiterhin überzeugter Pazifist. Ich frage mich in letzter Zeit nur, wie Pazifismus konkret ausleben soll. Haben Sie schon mal jemanden erschossen? Nein. Haben Sie vor, jemanden zu erschießen? Natürlich nicht. Dann sind Sie auf einem guten Weg. Ich bin nach wie vor fest für den Frieden. Ich bin mir nicht mehr sicher, wie man den Frieden erreicht. Mit oder ohne Waffenlieferung. Sie sind also Vegetarier und überlegen, ob sie auch Fisch essen dürfen? Nein. Kann ich das meinen Verwandten in der Ukraine schreiben, dass sie keine besseren Waffen bekommen, weil die Kriegsdienstverweigerer keine liefern wollen?

So habe ich das nicht gesagt. Was hast du dann gesagt? Was ist denn die Botschaft dieser Sendung? Klaus hat ein Problem. Nein, ich habe ein Problem mit meinem Pazifismus. Sie hätten kein Problem, wenn Sie gegen Waffenlieferung wären. Zum Beispiel um einen aussichtslosen Krieg nicht unnötig zu verlängern. Das sagen Sie jetzt den Ukrainern. Es ist doch nicht so einfach. Es war zumindest einfach. Bis vor zwei Wochen durften wir keine Waffen liefern wegen unserer Geschichte. Weil Deutschland mit Waffen befreit wurde? Aber die Waffen hätten ja dann die Ukrainer. Hätte gerade wegen der Geschichte die Ukrainer nicht Waffen verdient, jeder fünfte Weltkriegstote in Europa war Ukrainerin.

Wo ist das noch mal ein Argument für mehr Waffen? Wir leben offensichtlich in einer Zeitenwende. Christian Lindner hat das im Bundestag auch ganz klar gesagt. Der Krieg in der Ukraine hat uns geweckt aus einem selbstgerechten Traum. Wir haben also alles falsch gemacht. Was wäre denn die Alternative gewesen zu dem selbstgerechten Traum? Alle zwei Jahre Probekrieg mit Österreich? Nein, natürlich nicht. Aber man hätte vielleicht mal die Bundeswehr aufrüsten sollen. Was wäre dann? Wäre dann der Frieden noch friedlicher gewesen? Also Putin versteht nur die Sprache der Stärke. Sie meinen, Frieden bedeutet, wenn ich einen größeren Stock habe als der andere? Iron Man.

Okay, ich lehne Krieg genauso ab wie Sie. Aber es ist doch die Frage, ob es nicht Situationen gibt, indem man sich mit dem Verzicht auf Gewalt genauso schuldig macht wie mit der Anwendung von Gewalt. Das kenne ich. So geht es mir immer, wenn ich hart aber fair gucke. Der Habeck hat so etwas Ähnliches auch gesagt. Der war ja mal bei den Grünen. Der Habeck hat ganz klar gesagt, die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine, mitkämpfen wäre falsch. Aber der findet die Waffenlieferung richtig. Ich fasse zusammen, Waffenliefern ist richtig, aber nicht gut. Während Waffen selber einsetzen, falsch ist. Aber vielleicht schlecht. Das ist eine klare Botschaft.

Um Putin etwas entgegenzusetzen, brauchen wir vielleicht ... Iron Man. Ich meine, die Logik der Abschreckung. Nur die Logik. Unter uns halten Sie Putin auch für durchgeknallt? Sie wollen jemandem, der durchgeknallt ist, mit Logik kommen? Ich habe eher Angst, dass er nicht durchgeknallt ist. Sie hat recht. Nixon, US-Präsident damals, hat sich während des Vietnamkriegs darstellen lassen, als nicht zurechnungsfähig, um Zugeständnisse zu kriegen vom Gegner. Ob er wirklich durchgeknallt ist oder nur so tut, als ob. Das ist für die ukrainische Zivilbevölkerung auch egal. Da hat sie auch recht. Okay, ich weiß nur eins. Wir sind auf gar keinen Fall die Lösung des Problems. Aber was wäre eine Lösung?

Nobody expects the Russian opposition. Das wäre es doch. Die russische Opposition, wir müssen gar nichts machen. Diese tapferen Menschen, die in St. Petersburg, in Moskau auf die Straße gehen, denen ein Zeichen geben, dass wir ... Olek, vielleicht könnten Sie mir helfen. Wir machen Fernsehansprache an die russische Bevölkerung. Sie sagen einfach auf den Tontreffer. Können wir eine Kamera haben? Zwei, super. Vielleicht ... Ich platziere mich hier. Licht ist gut. Alles klar. Dann würde ich sagen, Olek, wir machen den Aufruf. Ihr macht den Aufstand. Aber denken Sie daran, seien Sie vorsichtig, was Sie sagen.

Wenn Sie beschreiben, was jetzt in der Ukraine passiert und dabei die korrekten Wörter benutzen, dann sind wir in Russland blockiert. Kein Problem. Liebe Russen, wir wissen, dass viele von Ihnen gegen den Krieg sind. Nein, Sie können nicht Krieg sagen. Sonst würde Ihre ganze Botschaft in Russland blockiert. Also, man darf nicht Krieg sagen. Wir wissen, dass viele von Ihnen für den Frieden kämpfen und beten. Nein, Frieden können Sie auch nicht sagen. Ich kann nicht Frieden sagen. Gibt es ein russisches Wort für Frieden? Ja, das gibt es. Es heißt Krieg. Wunderbar. Wieso Krieg? Offiziell war das, was vor dem Krieg war, der Krieg.

Jetzt, wo Putin den Krieg begonnen hat, hat er den Krieg offiziell beendet. Also ist offiziell Frieden, solange der Krieg andauert. Also unterstellen Sie, dass das, was jetzt passiert, kein Frieden ist, sondern Krieg. Okay, ich darf nicht Krieg sagen oder Frieden. Also gibt es in Russland jetzt kein Krieg und Frieden? Sehr hilfreich. Aber kein Problem. Wir wissen, dass Sie das russische Volk gegen diesen Zwist sind. Und kämpfen und beten für ... Das Gegenteil dieses Zwistes. Das ist jetzt schon sehr inspirierend, Herr von Wagner. Und wir sind sicher, dass die Verantwortlichen, wenn die Zeit gekommen ist, für ihre Schuld Sühne müssen. Nein, das kann man nicht sagen.

Das wird auch blockiert werden. Jetzt kann ich immer mehr Schuld sagen. Wenn es keinen Krieg gibt, gibt es auch keine Schuldigen. Und wo es keine Schuldigen gibt, gibt es auch keine Sühne. Jetzt nicht mehr. Okay, kein Problem. Wir wissen, dass Sie tief in Ihrer russischen Seele nicht noch mehr tote Soldaten wollen. Nein, das können Sie auch nicht sagen. Das wird blockiert. Sie können nicht auch noch Invasion sagen. Das wird blockiert. Was war falsch an diesem Satz davor? Man kann nicht sagen, noch mehr tote Soldaten. Man kann nicht Seele sagen. Also gibt es in Russland gerade auch keine toten Seele? Das tut mir leid, aber das hat keinen Sinn.

Wir wollten eine ehrliche und ernsthafte Botschaft senden von der deutschen Satire an die russische Bevölkerung. Jetzt wird daraus ein schmerzhaft selbstverliebter Mittagsketsch, in dem es darum geht, die Existenz von immer unbekannteren Werken der russischen Literatur zu leugnen. Es gibt immer weniger Platz für die wunderschönen Meisterwerke, die die russische Kultur früher vorgebracht hat. Jetzt wissen Sie, wie wir Comic machen müssen in einem Land, in dem die gesamte Sprache zensiert wird. Oleg, es klappt nicht. Was werden wir tun? Vielleicht helfe ich dir? Soll ich vielleicht helfen? Das war nicht gut. Vielleicht kann ich ein paar Worte auf Russisch sagen. Könnt ihr die Kamera ...

Lena Liebkind. Ich sehe, dass sie immer noch kämpfen. Aber das ist nicht unsere Krieg. Und das ist nicht die russische Krieg. Das ist nur Putin's Krieg. Allerdings, besonders junge Jungs, die wie Brüder zusammen haben, jetzt einander töten. Aber warum? Ja, wir sind eine junge Nation. Und ja, wir haben viele Probleme. Aber unsere Lande wurde jahrelang benutzt und jetzt verletzt. Aber wir haben unsere eigenen Wünsche. Wir haben unsere eigene Persönlichkeit. Und wir haben unsere eigene Kultur. Und wir haben das Recht auf Freiheit. Und das Recht auf die Welt. Wir haben Putin nicht. Vielen Dank.

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