Die Bürokratie Anstalt
Sie suchen gemeinsam das Monster in der Bürokratie.
Zusammenfassung KI, aus dem Transkript
Die Anstalt analysiert die Ineffizienz und Komplexität von politischen und bürokratischen Prozessen in Deutschland und der EU. Die Satire kritisiert insbesondere die Auswirkungen von übermäßiger Regulierung, die oft zu Ineffizienz und Fehlentscheidungen führt. Ein zentrales Thema ist die Kritik an der EU-Bürokratie, insbesondere im Kontext der Lieferkettenrichtlinien und der damit verbundenen Kosten. Darüber hinaus werden die Herausforderungen der Integration von Zuwanderern und die komplexen Regelungen im Sozialwesen thematisiert, wobei die Satire die oft widersprüchlichen und überkomplizierten Systeme aufzeigt.
Transkript 5.305 Wörter
Musik Und Sie sind sicher, dass Sie schon Kanzler sind? Gefühlt bin ich das, seit ich sieben bin. Und Sie sind sicher, dass Sie jetzt in den Keller wollen? Ich will nicht, ich muss. Deutschland wird bedroht von einer Gefahr und nur ich kann sie bekämpfen. Und zwar die Gefahr des furchtbaren, grauenerregenden, brutalen Bürokratie-Monsters. Wenn Sie meinen? Nennen Sie mich Friedrich den Paragraphentöter. Ganz sicher nicht. Jetzt ist Schluss mit dem Papierkram. Dann werden die Bäcker endlich wieder mehr Zeit haben, mit den Händen im Mehl zu wühlen. Und die Pflegerinnen wieder mehr Zeit haben, mit den Händen in der Bettpfanne zu... Jaja, da jetzt Rinnmeister. Nach Ihnen.
Nein, nein, ich habe jetzt Feierabend. Arbeitszeitgesetz, Paragraph 4. Jote, Sache das. Aber... Also gut. Friedrich, reiß dich zusammen. Den Omas gegen rechts anlegt, hat vor nichts Angst. Also gut. Der Neue. Mein Gott, es lebt. Wohlan, zeige dein grausames Antritts, Bürokratie-Bästchen. Hallöle. Sie sind ja gar nicht der Robert. Na ja, Käffchen. Entschuldigen Sie, wo geht es hier zum Bürokratie-Monster? Ich gebe zu, ich habe Sie mir etwas furchterregender vorgestellt. Besser so? So, jetzt wird es aber Zeit für Rambo-Zambo, nicht wahr? Heiliger Bom-Bom. Gut, dass endlich mal jemand Tabulo-Rasu macht. Sie sind also das gefürchtete Bürokratie-Monster, ja? Ach, ich hatte schon so viele Namen.
Der Stempel des Todes. Takatsunami. Das Monsterloch fest. Oder, wie Max Weber mich einst fast schon anzüglich genannt hat, die idealtypische Form einer legalen und rationalen Herrschaft. Wie auch immer. Ich will nicht zu plaudern, aber ich muss Sie jetzt leider zerstückeln. Wollen Sie lieber längs oder quer? Alle wollen Sie mich loswerden. Das kommt mir bekannt vor. Sie sagen, ich wäre verstaubt. Verstaubt und nicht mehr zeitgemäß. Wem sagen Sie das? Sie sagen, ich provoziere Gefühle wie Wut, Aggression und Zorn. Trotzdem. Wir alle haben das Faxen-Dickel. Deutschland darf nicht mehr von Ihnen erdrückt werden. Sie machen zum Luftröhrenschnitt.
Verdammt, bei Milai und Mask sieht das immer so leicht aus. Wie ein Gitarrensolo. Was? Nein, nein, nein. Eine Kettensäge im geschlossenen Raum. Nach 22 Uhr. NISO 11393-2. Das lassen wir aber mal schön bleiben. Fritzchen, du bist doch nicht der Erste, der mich loswerden will. Alle wollten Sie mir an den Kragen. Kommunisten, Nazis, Demokraten. So viele. Ich habe Sie alle geklammert und abgeheftet. Gut. Aber das war einmal. Jetzt brechen neue Zeiten an. Wir von der Union sagen Schluss mit der Bürokratie. Das war doch schon 1948 ein Hit. Was zum Knabbern? Ach, das sage ich nicht, nein. Das ist aber crunchy. Sind das ... Kanzlerzähne. Hat sich Helmut Kohl an mir ausgebissen.
Aber ich bin jetzt Ihr Endgegner. Mit meiner Idee werde ich in die Geschichte eingehen. Als Marie Kondo der Bürokratie. Wollen Sie mich rollen und in eine Schublade legen? Ginge das? Wenn Sie mich loswerden wollen, müssen Sie erst mal wieder ein neues Gesetz schaffen. Das machen wir. Ein Bürokratie-Entlastungsgesetz. Davon gab es in den letzten 10 Jahren schon 4. Trotzdem ist die Anzahl der Normen um rund 20% gestiegen. Je mehr wir regeln, umso langsamer wachsen unsere Unternehmen. Es sei denn, man hat eine effiziente Verwaltung. Ich habe zu wenig Personal für die Aufgaben, die die Politik mir zuschanzt. Gut, das wird alles anders. Mit meiner neuen Idee. Ich bin so gespannt.
Welche ist es wohl diesmal? One in, two out. Einer rein, zwei raus. Aber das haben Sie schon geschafft. Fritzchen rein, Olaf und Robert raus. Leider. One in, two out bedeutet, für jede neue bürokratische Regelung werfen wir zwei alte raus. Viel Glück. Die letzten zwei Regierungen sind an one in, one out gescheitert. Aber wir werden nicht scheitern. Es sei denn, die EU lässt ein neues Gesetz. Dafür müssen wir, weil wir das in deutsches Recht transformieren, zwei deutsche Regelungen rausschmeißen. Was problematisch sein könnte, weil wir dazu nicht genügend haben. Ich müsste erst ganz viele neue Regeln schaffen. Wird ich wieder größer und größer und größer? Fritzchen, sieh es doch endlich ein.
Du kannst nicht ohne mich. Bürokratie und Politik, das ist eine Zwangsehe. Sag es. Ja, ich muss. Ja, ich muss. Ich muss. Ja, ich muss. Ich muss. Ich muss hier raus. Oder? Ja, ich brauch den Schredder. Dazu ist es mir egal. Dann wirft deine Cum-Ex-Akten in den Kachelofen. Nein, ich komme jetzt. Du machst dich jetzt vom Acker. So schnell hab ich noch keinen erledigt. Hallo, wer sind Sie denn? Ich bin Abdulkaraschain und spiele den deklassierten Kanacken im ersten Akt. Ich hab einen Haufen Kopierpapier und ein paar Paletten draußen. Können Sie mir den Empfang bestätigen? Noch mehr Papier. Leute wie Sie verursachen doch sowieso schon so viel Papier.
Wenn sich jemand mit Bürokratie auskennt, dann wohl ich. Als meine Eltern von diversen Bürgerkriegen nach Deutschland geflohen sind, hat ihnen niemand erzählt, wie das hier läuft. Vor allem rege ich mich immer auf, weil Deutsche sagen, so ein Danke ist ganz schön. Ich würde gern dankbar sein, wenn ich nicht die ganze Zeit damit beschäftigt wäre, von A nach B zu laufen. Es tut mir leid, dass meine Mutter 1992 kein Großkonzern rausgepresst hat, sondern mich. Wenn ich ein Großkonzern wäre, würde sich sogar Christian Lindner für mich einsetzen. Die meisten können sich nicht vorstellen, wie das hier läuft. Vor allem für Leute, die geflüchtet sind und keine anerkannte Staatsangehörigkeit besitzen.
Erst mal pressen Sie dich fast 10 Jahre in ein Asylheim und füttern dich mit wöchentlichen Rationen. Dann gibt es Bezahlscheine, die Vorgänger der Bezahlkarte. Solche Dinge waren das. Mit denen konntest du nur einmal im Monat in nur einem bestimmten Supermarkt einkaufen. Bitte alles auf einmal ausgeben. Bitte schön. Und wenn es keine Hygieneartikel wie Tampons oder Kondome gab, dann hast du die Teile ausgewaschen oder 10 Kinder gekriegt. Auch deswegen seid ihr so viele. Deutsche hassen diesen Trick. Nach 10 Jahren Asylheim darfst du in eine Sozialwohnung. Arbeiten darfst du aber nicht, weil du nur befristet in Deutschland sein darfst.
Wenn in deiner Heimat der Krieg zu Ende ist, musst du nämlich wieder zurück. Bei uns wäre das Palästina. Deutschland erkennt Palästina aber nicht als Staat an. Auf meinem Ausweis stand jahrelang XXA. Das hört sich an wie eins der Blagen von Elon Musk. Heißt aber staatenlos. Die Staatenlosigkeit habe ich von meinen Eltern geerbt. Ihr erbt Häuser, ich erbe Staatenlosigkeit. Meine Eltern leben seit 35 Jahren hier und sind immer noch befristet. Die könnten also immer noch nach Palästina abgeschoben werden. Was aber nicht geht, weil Deutschland Palästina als Staat nicht anerkennt. Wir können hier nicht richtig ankommen, obwohl wir schon da sind. Kompliziert? Wieso denn kompliziert?
Ich brauche einfach nur die Geburtsurkunde ihrer Eltern. Wissen Sie, dass im Libanon nicht ausgestellt wird? Genau die. Bis Montag, bitte. Das ist noch gar nichts. Als Kanakelevel 1 beginnt man ohne Arbeitserlaubnis. Weil man keine Geburtsurkunde hat. Dann beschwert man sich nach 20 Jahren über arabische Clans und Fachkräftemangel. Dafür gibt es nur Sozialhilfe, das muss reichen. Es geht nicht darum, dass man in Deutschland lebt, sondern überlebt. Mit Kindern ganz schwierig, aber dafür gibt es Kindergeld. Stimmt, wir sind ja nicht deutsch. Also versuchst du, deutscher zu werden und gehst zur Ausländerbehörde. Die sagen, du musst arbeiten, um deutscher zu werden.
Also gehst du wieder zum Sozialamt. Die sagen, du kriegst keine Arbeitserlaubnis, weil du nur befristet hierbleibst, bis du wieder in deine Heimat kannst, die wir aber nicht anerkennen. Ach, du hast Kinder. Die dürfen zur Schule, müssen aber nicht. Dann wundern wir uns noch, warum Menschen kriminell werden. Ohne Arbeitserlaubnis, Integrationskurse, gesellschaftliche oder politische Teilhabe. Es gibt keine Angebote, kriminell zu werden als der Staat, um dich zu integrieren. Der Vorteil, wenn du Drogen verkaufst, da kannst du auch mal einen Politiker treffen. Sonst lassen die sich ja in der Hood nie blicken. Dass ich heute hier bin, ist das Ergebnis von sehr viel harter Glück.
Ich sage es ehrlich. Und heute stehe ich hier und erkläre Deutschen die Welt. Mein Traum wurde wahr. Wenn wir keine engagierten Menschen neben uns gehabt hätten, die mit uns zu den Ämtern gegangen wären, hätten wir auch nie arbeiten oder studieren können, weil wir ja nur befristet hier waren. Diesen Menschen bin ich unendlich dankbar. Und wenn du in Deutschland mit meinem Hintergrund was reißen willst, musst du einen langen Atem mitbringen und darauf hoffen, dass eines Tages eine Sachbearbeiterin dich anschaut und sagt... Sie sind sozial engagiert, nie straffällig geworden. Herr Cahin, Sie sind Deutscher.
Ihre Mutter hat in Deutschland schließlich keinen Großkonzern rausgepresst, sondern ein Menschen. Danke. Wie schön, Herr Merz. Sie haben sich schon häuslich eingerichtet. Ist das ein Foto Ihrer Liebsten? So ist es. Sie sind übrigens der erste Kanzler, der schon vor Amtsantritt ein Portrait von sich aufstellt. Das, meine liebe Frau, ist der Merz 3000. Mein Schredder für den Bürokratieabbau. Schauen Sie. Das ist CDU-Hightech. In der Union nennt man ihn auch den Fetzenfritz. Interessant. Und damit schreddern Sie jetzt Ihre Wahlversprechen? Ich erlöse das Land von der Schuldenbremse in nur einer Woche. Das haben die Versager der Ampel in drei Jahren nicht geschafft. Weil Sie das verhindert haben.
Das war doch Ihr Werk. Man muss Kanzler und Werk voneinander trennen. Von 0 Euro auf 1000 Milliarden Schulden in sieben Tagen. Da können Sie mal sehen, was ich für eine Rakete bin. Aber was ist denn mit der Zukunft Ihrer Enkel? Die haben sich Weihnachten schon wieder nicht für ihre Nintendo Switch bedankt. Deren Zukunft geht mir am Arsch vorbei. Was bleibt überhaupt noch von Ihrem Wahlprogramm übrig? Jede Menge. Zum Beispiel der Bürokratieabbau. Als Erstes kümmern wir uns um eine ihrer schlimmsten Plagen. Die Bonkpflicht. Oh mein Gott, ein Zettel. Dieses Monster erledigen wir doch tagtäglich mit bloßen Händen. Schock. Das Problem ist, das ist gesetzlich verordneter Müllzwang.
Von mir aus können wir das auch digital machen. Das war doch Ihre Partei, die die Bonkpflicht nach mühsamem Kampf 2020 endlich eingeführt hat. Das war nicht meine Partei, sondern die Partei einer Kanzlerin, deren Name nicht genannt. Und sehen Sie, wozu es geführt hat. Zu 15 cm längeren Quittungen. Hier, so viel mehr. Das sind 15 cm? Really? Wissen Sie, was passiert, wenn man die Bonkpflicht abschafft? Schauen wir mal. Was ist das? Das ist bares Geld. Ihr Apparat vernichtet Steuergelder. Haben Sie den von Andy Scheuer? Ich habe doch... Aber ich habe doch lediglich lästige Bürokratie abgebaut. Sie haben gerade Ihren Staatshaushalt geschreddert.
Ohne konsequente Bonkpflicht haben Sie nach Schätzung der Steuergewerkschaft einen Schaden von über 70 Mrd. Euro. Die fehlen dann in der Staats- und Sozialkasse. Ach, was sind schon 70 Mrd.? Ihr Verteidigungsetat. Ach, Pillo-Pallo. Das ist eine Einladung zum Steuerbetrug. In halb Europa gibt es inzwischen eine Bonkpflicht. Schon seit Ewigkeiten. Warum drehen Sie das Rad zurück? Ich bin Friedrich Merz. Stimmt. Als Nächstes ist das nächste unnötige Gesetz dran. Das Energieeffizienzgesetz. Weg damit. Da sehen Sie, was dieses Gesetz war. Nichts als heiße Luft. Nein. Das bedeutet, wenn Sie das Gesetz abschaffen, führt das zu mehr Energieverschwendung und somit zu Klimaerwärmung.
Diese Gesetze sind aus einem guten Grund hier. Wir machen das wie bei Mario Kondo. Alles kann weg, was uns nicht glücklich macht. Als Nächstes das Selbstbestimmungsgesetz. Wieder ein Gesetz weniger. Schaut. Das stimmt fast mit dem Schredder nicht. Das geht gegen den Masseerhaltungssatz. Die Bürokratie steht über den Gesetzen der Physik. Deswegen vergeht die Zeit im Amt manchmal so langsam. Wieso erzeugt es mehr Bürokratie, wenn ich ein Gesetz schreddere? Weil Sie gerade Bürokratie abgebaut haben. Beim alten transsexuellen Gesetz brauchten Sie 2 Gutachten und eine Gerichtsentscheidung, wenn Sie den Geschlechtseintrag ändern wollten. Das Selbstbestimmungsgesetz hat das alles stark vereinfacht.
Es kann doch nicht alles weg, was einen nicht glücklich macht. Sie haben keine Ahnung von den Nöten von Transmenschen. Wir fangen im Körper eines 70-jährigen Karrieregeilenspießlers von heute. Sie sind also das genaue Gegenteil von Philipp Ampohr. Richtig. Dann schafft das CDU-Programm mehr Bürokratie für ein paar Transmenschen nicht wahr. Wir machen das aus, indem wir wieder etwas abschaffen. Das Bürgergeld. Ab sofort gibt es nur noch Grundsicherung. Für die, die es dringend brauchen. Wieso gibt es wieder eine Papierflut? Mehr Kontrollen sorgen für mehr Bürokratie. Sie müssen prüfen, wer wirklich bedürftig ist. Das ist ein Riesenaufwand. Das hier. Finger weg vom Fetzen, Fritz. Was ist das?
Das hier ist § 21 Absatz 7 des Sozialgesetzbuches. Das regelt den Mehrbedarf von Bürgergeldempfängern bei dezentraler Warmwasserversorgung. Kein Wunder, dass dieses Land den Bach runtergeht, wenn wir den Leuten Zusatzbeträge auszahlen. Das machen wir nur in manchen Fällen. Wenn das Warmwasser dezentral aufbereitet wird, z.B. durch einen Warmwasserboiler, sind die Kosten nicht im Regelsatz für den Strom enthalten. Ich räume die Küche noch auf. Wo waren wir? Dann gibt es eine zusätzliche Auszahlung, die aber schriftlich beantragt werden muss. Und man braucht eine Bescheinigung des Vermieters, die belegt, dass das nicht über die Zentralheizung erfolgt. Keine Essensreste in der Stuhlmaschine.
Der Aufwand muss sich ja lohnen. Das ist logisch. Wie viel gibt es für den Warnduscher? Das kommt ganz auf das Alter des Warnduschers an. Wenn Sie ein Kind zwischen 0 und 5 Jahren haben, erhalten Sie für das Kind zusätzlich 0,8 % des Regelsatzes bei einem Regelbedarf von 357 Euro. Das ist richtig so. Ein Kind braucht kaum Wasser. Das können Sie in den Spülbecken tauchen. Wie viele Kinder hatten Sie? 3 Kinder und 7 Enkel. Und alle sind sauber. Sogar der Professor. Was bekommen ältere Kinder? Wenn das Kind 6 Jahre alt wird, knallen beim Kindergeburtstag die Korken. Zwischen 6 und 13 bekommt es 1,82 Euro mehr. Braucht man im Alter wirklich warmes Wasser?
Gerade in dieser Lebensphase tut Abhärtung ganz gut. Lassen Sie mich raten. Ihr Vater hat es im Garten abgekärchert. Was passiert, wenn das Kind volljährig ist? Sie wollen gleich 2 Altersklassen überspringen. Es gibt 2 Altersklassen zwischen 14 und volljährig? Natürlich. Im Alter von 14 bis 18 Jahren erhält man 6,59 Euro. Zwischen 14 und 18 habe ich auch sehr viel geduscht. Lassen Sie mich raten. Da sind Sie in die Junge Union eingetreten und konnten sich nicht mehr riechen? Was haben wir damals gemüffelt? Dann gibt es noch die Klasse volljährig unter 25 Jahren, wo Sie 10,37 Euro erhalten, es sei denn, es ist Ihr Partner. Dann gibt es nur 11,46 Euro. Finden Sie diesen Aufwand angemessen?
Das ist nicht angemessen. Dann schreddern wir das und sorgen dafür, dass Kinder den gleichen Satz erhalten wie ihre Eltern. Das tun wir nicht. Ich ziehe noch eine weitere Altersgruppe ein. Für Kleinkinder zwischen 0 und 3. Bei denen reicht es, wenn man mit dem Erfrischungstuch drüberwischt. Wissen Sie eigentlich, dass die Anspuchszählerei bei den Armen kostet? Könnte ich meine Energie nicht sinnvoller einsetzen? Zum Beispiel indem ich den Reichen durch eine Vermögensteuer eine kalte Dusche verpasse? Wissen Sie ... Applaus Oh, Sie ... Wissen Sie, dass 33 % der Anspruchsberechtigten das Bürgergeld gar nicht anfordern? Genau. Wenn wir es noch bürokratischer machen, dann ...
Die Verwaltungskosten für das Bürgergeld betragen 7,5 Milliarden Euro. Wir geben Milliarden dafür aus, Centbeträge bei Bürgergeldempfängern einzusparen. Hier mache ich keinen Sinn. Wenn ich Bürokratieabbau sage, meine ich Bürokratieabbau gegenüber der Wirtschaft, nicht gegenüber dem Bürger. Wenn Sie das vor der Wahl sagen können ... Dann wäre ich doch jetzt nicht hier. Und das haben Sie gewählt? Applaus Das haben Sie gewählt. Ich kann es nicht mehr hören. Bürokratieabbau. Das neue Freiheitsgefühl für Spießer. Früher hat man gekifft und heute schafft man die Abstandsregelung für Magnolienstäucher ab. Fritze macht einen auf laissez-faire. Laissez-faire, dass ich nicht lache.
Laissez-faire passt zu CDU so gut, die Champagner zu Saumagen. Und auch wenn ihr das nicht gerne hört, Dinge müssen geregelt werden. Das war schon immer so. Guckt mal an die Steinzeit. Der Mensch hat vielleicht erfunden, wie man Feuer macht. Aber wer hat den Fluchtweg erfunden? Ich, die Bürokratie. Und hätte Noah damals nicht ganz bürokratisch gesagt, wir dürfen nur zwei jeder Art. Das Ding wäre doch sofort untergegangen. Und Moses hatte seine Gründe, warum er nicht auf die Tafel geschrieben hat, macht doch mal alle, worauf ihr Bock habt. Wird schon gut gehen. Und wie sagte schon der große Räuberhäuptling Alfons Schobek?
Erst wenn das letzte Verbraucherschutzrecht abgeschafft, die letzte Kühlkettendokumentation vernichtet und die letzte Lebensmittelhygieneverordnung geschreddert wurde, werdet ihr merken, dass man Eier mit Salmonellen nicht essen sollte. Wer regelt denn Altabwasserversorgung? Wer regelt Abwasserversorgung? Kinderbetreuung, soziale Sicherung. In aller Bescheidenheit. Ich oder Beipackzettel? Beipackzettel, das ist auch Bürokratie. Bitte nur oral einnehmen. Ihr setzt lieber auf Eigenverantwortung? Dann werft mal einen Blick in die Notaufnahme. Da sieht man, was kein guter Aufbewahrungsort für Glühbirnen ist. Und ja, ich könnte besser sein, wenn ihr mich lasst.
Ich würde auch lieber Matthias Döpfner wegen Steuerschuld lochen, statt Herrn Graf Wibke das Bürgergeld zu sperren. Der Teufel, der scheißt auf den größten Haufen, während ich Korinthien kacke. Ihr habt mich geschaffen, weil ihr Gleichheit wolltet statt Willkür. Ihr wollt, dass ich nicht so kompliziert bin, aber ich soll trotzdem jedem Einzelnen in seinen individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Und zwar am besten in einem einfachen Satz, den jeder versteht. Verstanden? Weil ich jedem gerecht werden soll, kann ich jetzt keinem recht machen. Manchmal sitze ich ganz allein zu Hause. Dann öffne ich mir ein Fläschchen stilles Wasser. Und dann quatsche ich eine Runde mit meiner Topfpflanze.
Beate. Und ich erzähle ihr, wie hart der Alltag ist als Bürokratie. Das Leben da draußen nur verschwommen durch die Glassichtfolie betrachtend. Es ist schwer, bei Tinder einen Partner zu finden, wenn man schreibt, man interessiere sich für das Vermögensanlagegesetz. Oder wenn man immer beim Scrabble gewinnt, wie Abstandseinhaltungserfassungsvorrichtung. Oder wenn sich niemand zum Tanz auffordert, weil jeder schon beim Wurzbürokratie eine steife Hüfte kriegt. Dann schließe ich die Augen und Träume von dem einen, der sich in meine AGBs verliebt, der ein Loblied für mich singt, der sich für immer an mich tackern will, der meinen Papierstau löst und mich auf dem Kopierer liebt.
Dann laminieren wir unser Hochzeitslichtbild und stecken es in einen Wechselrahmen im genormten Standardformat 45 x 60. In der Schule hat ein kleiner Zettel gereicht. Darauf war eine Frage, ja nein, und vielleicht. Ich las nach der Stunde das Papier. Endlich war ich sicher, Anja will nichts von mir. Ja, dank eines Zettels, so sicher wie nie. Ja, das ist Bürokratie. Ich machte schnell noch eine Kopie und war verliebt in die Bürokratie. Wenn ich in den rostigen Nagel trete, checke ich, ob Tetanus im Impfpass steht. Wenn ich mal nicht weiß, wie ich heiße, gucke ich auf meinen Personalausweis und singe ein Loblied, ein Loblied. Loblied auf Bürokratie. Ein Loblied, ein Loblied.
Loblied nur für Sie. Letztens war ich überfordert von der Bürokratie. Als ich meine Tochter zur weiterführenden Schule angemeldet habe, was die alles wissen wollten von mir. Ich musste 30 Seiten ausfüllen, 400 Häkchen setzen. Irgendwann habe ich gedacht, wahrscheinlich ist weniger Arbeit, wenn ich meine Tochter zur Adoption freigebe. Ich glaube, als ich aufs Gymnasium gegangen bin, da mussten meine Eltern überhaupt keine Zettel ausfüllen. Da bin ich einfach nach den Sommerferien in den anderen Bus eingestiegen. Doch was wäre die Welt ohne Zettel? Nur kein Führerschein, kein Seepferdchen, kein Abitur. In der Zeit, bevor es Formulare gab, war es ganz normal, dass man mit 20 starb.
Sie hält uns von Problemen fern, man kann so viel von ihr lernen, darum singe ich auch so gern. Mein Loblied, ein Loblied, Loblied auf Bürokratie. Mein Loblied, ein Loblied, was wären wir ohne die Schreddersolo? Es gab Tage, wo ich alles nur grau sah, wo jede Zahl, jeder Zettel ein Graus war. Doch wenn ich in Panik geraten bin, halfen mir die Steuerberaterin. Sie sang ein Loblied, ein Loblied auf Bürokratie. Mein Loblied, ein Loblied, ein Loblied auf Bürokratie. Es gab Tage, wo ich alles nur grau sah, wo jede Zahl, jeder Zettel ein Graus war. Sie sang ein Loblied, ein Loblied, ein Loblied auf Bürokratie. Ein Loblied, ein Loblied, und jetzt singen alle für sie.
Ein Loblied, ein Loblied, ein Loblied auf Bürokratie. Ein Loblied, ein Loblied ... ... ... Bravo! Bravo! Max! Was wird das? Tutu-Frutu? Warum schlafen Sie denn noch nicht? Sie müssen an sich denken und an die gesetzlichen Ruhezeiten. So kommen wir in Deutschland nicht weiter. Dienst nach Vorschrift und Work-Life-Balance. Außerdem habe ich Charlotte auch genug live mit Merz zugemutet. Was wollen Sie denn hier schon wieder vernichten? Die europäische Lieferkettenrichtlinie. Die ist doch in Deutschland noch gar nicht umgesetzt. Sie belasten aber schon jetzt die Wirtschaft. Wie soll das denn gehen? Präventiv.
Ich kenne ja auch Leute, die sagen, die europäische Lieferkettenrichtlinie darf so nicht kommen. Weil wir ja schon ein deutsches Lieferkettengesetz haben. Das ist korrekt. Das Ihre Partei einst beschlossen hat. Ganz genau. Dass Sie aber im Juni im Parlament aufheben wollten. So ist es. Weil wir ja schon bald eine europäische Lieferkettenrichtlinie bekommen. In der Tat. Die Sie aber jetzt auch schreddern wollen. Ganz genau. Ursula von der Leyen haben wir auch schon... Geschreddert. Auf Kurs gebracht. Deswegen will die EU-Kommission diese Richtlinie jetzt entschärfen. Und das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz, das wollen Sie also auch schreddern? Selbstverständlich.
Ich möchte nicht wissen, was allein die Aussprache dieses Wort-Ungetüms die deutsche Wirtschaft jeden Tag kostet. Aber wäre es denn nicht sehr christdemokratisch, wenn sorgfältig darauf geachtet wird, dass entlang der Lieferketten keine Menschenrechte verletzt werden? Tja, das mag vielleicht sein. Wenn es gerade bezüglich Menschenrechte nicht war, gibt es jetzt durch mich ein neues laissez-faire Sauerländer-Arts. Ja? Hier, schauen Sie da. Die Richtlinie über die Lieferketten. Die darf nicht in Kraft treten. Und das Lieferketten-Gesetz in Deutschland muss aufgehoben werden, meine Damen und Herren. Nicht geändert werden, das muss aufgehoben werden. Das muss aufgehoben werden. Aufwählen.
Lässig, oder? Tun Sie sich bitte nicht weh. Nur 7 % der Firmen sind grundsätzlich laut einer repräsentativen Umfrage gegen eine gesetzliche Sorgfaltspflicht. Aber Sie werden lautstark von Unternehmensverbänden repräsentiert, mit denen ich mich besonders gern unterhalte. Hier zum Beispiel habe ich mich schon mal am Schredder der INSM warmgeschreddert. INSM, lassen Sie mich raten. Das ist die Abkürzung für Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, eine Selbsthilfegruppe der Metall- und Elektroindustrie. Das heißt, Sie wollen als CDU-Kanzler ein CSU-Gesetz schreddern, das ich einst von Gerd Müller bekommen habe, den damaligen Minister für Entwicklung?
Hören Sie, meine Kollegen aus dem Süden sind manchmal etwas überambitioniert, gerade wenn es um Entwicklung geht. Schauen wir mal. Legen wir los und schreddern. Mein Gott, schauen Sie, dieser Schredder ist das reinste Füllhorn. Wahnsinn. Sie verwandeln Papier in Bananen, fast wie Jesus. Bei Jesus waren die Bananen nicht so günstig. Haben Sie sich gefragt, warum die Bananen so billig sind? Wegen des Bürokratieabbaus. Nein, wegen der Zustände auf den Plantagen in Ecuador. Die sollten Sie sich mal ansehen. Das ist eine gute Idee. Die A62 muss mal wieder ausgefahren werden. Die Menschen dort müssen alles erfahren vom Elend am anderen Ende der Lieferkette. Paris. Ich suche den Verantwortlichen.
Sind Sie das? Ich bin verantwortlich für die Darstellung des Deklassierten im 2. Akt. Jetzt bin ich Bananenflücker in Ecuador. Kennen Sie das hier? Ja, hab ich schon mal gesehen. Ich pflück davon 90.000 am Tag. Sonst stellen Sie nichts her? Meister, hast du Synapsenchemis oder was? Ich mach von 5 Uhr morgens bis 7 Uhr abends nichts anderes. Wie erklären Sie sich das hier? Das sind alles Papiere, die Sie verursachen. Was soll das sein, eine Gebrauchsanweisung für Bananen? Sind Sie Comedian? Ihre Abnehmer Rewe, Lidl, Aldi, Edeka müssen die gesamte Lieferkette analysieren, die die Ergebnisse in Berichten dokumentieren und alles tun, um die Einhaltung ihrer Menschenrechte zu garantieren.
Das ist jene Menge Papier. Was steht hier? Fortschrittsbericht von Lidl 2024. 621 Beschwerden über Zustände bei Zulieferern. Lohnglau, Kinderarbeit und Gesundheitsgefahren. Seit die Firmen diese Berichte machen müssen, haben Sie nichts als Probleme. Das ist eine immense Belastung, dieser Papierkram hier. Wir schlecken 10 t von den Viechern am Tag und Sie kriegen davon hoch, oder was? Was ist das? Keine Angst, das sind Pestizide. Die Flieger spüren, wenn wir auf dem Feld sind. Aber wenn Sie einen tiefen Atmer nehmen, spüren Sie nichts mehr. Wollen Sie Ihren Gast keine Maske anbieten? Ich habe selber keine, dafür reichen die Margen nicht aus.
Die Firmen müssen Unsummen für die Lieferketten-Lyrik ausgeben. Im Schnitt arbeiten da pro Firma 3 Mitarbeiter. Bei den Firmen auf EU-Ebene schlägt das zu Buche mit bis zu einer halben Million jährlich. Ich möchte nicht wissen, was das mit Ihren Auktionären macht. Es hat keinen Sinn, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen. Schauen Sie sich diese schockierende Grafik an. Das Gelbe hier. Das sind die Dividenden der Aktionäre. Jetzt schauen Sie sich das Rote an. Ist das die Frauenfoto bei der CDU? Das Rote sind die Einbußen, die die Aktionäre durch das Lieferketten-Gesetz haben. Nach Abzug der Menschenrechte bleiben den Aktionären nur 99,87 % von der Dividende.
Deshalb ist kein Geld mehr für Masken da. Verstehen Sie jetzt, was der bürokratische Irrsinn für die Menschen bedeutet, die am Ende der Lieferkette abkassiert? Tut mir leid, dass wir zu wenig über unseren eigenen Tellerrand hinausblicken. Wir sind zu sehr mit unseren eigenen Problemen beschäftigt. Beispielsweise Lohnklau. Frauen bekommen nur einen Bruchteil ihrer Arbeit ausgezahlt. Tagelöhner bekommen nur die Hälfte des Mindestloses. Zu essen haben Sie hier genug. Wir haben auch Schattenseiten für die kleinen Leute bei uns. Ich möchte nicht, dass Geringverdiener in Deutschland durch meinen wilden Lifestyle die Banane nicht mehr finanzieren können. Ich nehme Ihre Entschuldigung an.
Internationale Solidarität ist keine Einbahnstraße. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Ihr Lohn zu Buche schlägt am Gesamtpreis von 1 kg Bananen. Ich weiß es. Ich sage es Ihnen. Bei einem Kilopreis von 1,50 Euro sind das 10 Cent. Damit ich ein einigermaßen solides Leben habe, wird die Banane vielleicht 4 Cent teurer. Ich habe doch gesagt, dass ich es nicht wissen will. Die meisten haben mit Anfang 30 schon Schmerzen am ganzen Körper. Das Pestizid greift die Augen an und viele sind unfruchtbar. Dann kann sich die Armut schon mal nicht fortpflanzen. Eine Mücke war das. Ihnen wäre ja auch nicht gedient, wenn sich unsere Firmen aus ihren Ländern zurückziehen.
Dann sind wir uns einig, das Lieferkettengesetz muss weg. Auf gar keinen Fall. Sofort nach dem Inkrafttreten 2023 haben Lidl und Aldi mit den Gewerkschaftskollegen in Costa Rica Verbesserungen ausgehandelt. In Ecuador wurden bei einem Zulieferer die Löhne der Frauen um 120 % erhöht. Sie werden nicht mehr diskriminiert und es gibt mehr Schutz vor dem Einsatz Nix da Tippo Toppo. Ausgerechnet die noblen Supermärkte Rewe und Edeka weigern sich, mit den Gewerkschaften zusammenzuarbeiten. Dank des Lieferkettengesetzes können Gewerkschaften mit einer NGO Beschwerde gegen die beiden einreichen. Beim Bundesamt für Ausführkontrolle. Eine NGO, wie heißt die? Oxford. Das ist alles, was ich wissen muss.
Gerne, Meister. Frage 552. Gibt es Hinweise, dass Oxfam in Ecuador gezielt gegen bestimmte deutsche Unternehmen Kampagne führt? Frage 553. Inwiefern dient das Engagement von Oxfam dem Interesse ausländischer Arbeiter? Die Obergrenze bei kleinen Anfragen liegt aktuell bei 551. Dann muss die Bundesregierung mal ein paar Überstunden machen. Aber Sie sind doch bald die Bundesregierung. Das sind doch bürokratische Details. Sie haben also 554 Fragen an sich selbst. Viel Spaß. Herr Merz. Herr Merz. Sind Sie bereit für die Probe Ihrer Antrittsrede? Herr Merz, wenn ich das noch sagen darf. Ich finde den Zeitpunkt für Ihren Amtsantritt ideal. Ich bin ein Frühentwickler.
Adenauer fehlt in meinem Alter die nötige charakterliche Reife für das Kanzleramt. Absolut. Neben Leuten wie Trump und Musk wirken Sie sehr seriös. Das haben Sie sehr schön gesagt, junger Mann. Läuft die Kamera? Sie steht. Ich stehe noch ganz unter dem Eindruck meines Staatsbesuchs in der Bananenrepublik Ecuador. Ich muss sagen, ich bin regelrecht schockiert. Dort arbeiten Menschen unter Umständen, die grausam und unerträglich belastend sind für die deutsche Wirtschaft. Diese Menschen, um nicht zu sagen Gewerkschaften, tun sich mit mächtigen Nicht-Regierungsorganisationen wie Oxfam zusammen, nur um irgendwo menschenwürdige Löhne im Ausland zu erkämpfen.
Ohne Rücksicht auf die Mehrheit der Deutschen, Herr Merz, wollen Sie nicht zu Beginn der Rede erst mal die Bundesbürger begrüßen? Guter Einband. Hey, laut zusammen. Ich grüße meine Wähler, damit sich alle aufregen können, von mir aus auch die linken und grünen Spinner im Land. Dieses Land wird beherrscht von einem Deep State aus scheinbar neutralen Organisationen, die sich dem Klimaschutz, dem Kampf gegen Rechtsextremismus und dem Tierschutz verschrieben haben. Doch damit ist jetzt Schluss. Guter Einband.
Natürlich wird es weiterhin Millionen Euro staatliche Unterstützung geben für Organisationen, die sich für unsere Seite in die Tagespolitik einmischen, aber nur für solche, die wie der Deutsche Bauernverband stark genug sind, uns zu erpressen und uns mit dem zu versorgen, was dieses Land dringend braucht. Also nicht Demokratie, sondern billiges Fleisch und Gülle. Deswegen werden wir auch das Verbandsklagerecht einschränken, damit diese Frischluftterroristen der Umweltverbände nicht immer wieder versuchen, eine saubere Umwelt einzuklagen. Die wirkmächtigste Gruppierung nennt sich Omas gegen Rechts. Wo sind wir denn hingekommen, wenn Omas gegen Rechts gegen einen rechten Opa demonstriert?
Militante Großmütter ziehen als Rollatorgeschwader, benebelt von Klosterfrau Melissa Geist durch die Republik. Wie lange wollen wir uns noch von diesem Kugidentkommando unterdrücken lassen, wenn wir uns mit unserem Steuergeld finanzieren? Ganz großartig, Herr Merz. Nur eine kleine Anmerkung. Die Omas gegen Rechts erhalten gar kein Steuergeld. Wie lange wollen wir uns noch von diesen rheumatischen Raudis unterdrücken lassen, die steuerlich privilegiert sind, weil sie skandalöserweise als gemeinnützig gelten? Sehr gut, Herr Kanzler. Nur die Omas gegen Rechts gelten nicht als gemeinnützig.
Wie lange wollen wir uns noch Herr Merz, die finanzieren sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Schnauze jetzt! Die kriegen Geld vom Staat, oder kriegen die Omas keine Rente? Ich werde dafür sorgen, dass wir keinen Deep State mehr brauchen, weil meine Regierung deep genug sein wird. Vertrauen Sie mir. Wenn es jemanden gibt, der sich mit Netzwerken auskennt, dann bin ich das. Als Rechtsanwalt habe ich bei Meyer & Brown mindestens 15 Aufsichts- und Verwaltungsträten. Ich bin schon so lange in den Netzwerken zwischen Staat und Wirtschaft verstrickt, dass ich den Ausgang nicht mal finden könnte, wenn ich ihn suche.
Natürlich finden sich Forderungen der Metallbranche, der chemischen Industrie und der Finanzbranche im Wahlprogramm der Union. Ich halte das für nichts weniger als ein Gebot der Fairness. Schließlich waren diese Branchen mit über 5 Millionen auch die größten Spender der Union im Wahlkampf. Ich halte in Brüssel als eine der aggressivsten Verbündeten der chemischen Industrie. Wir haben erfolgreich gegen Verbote gesundheitsschädlicher Chemikalien geklagt. Black Rock, die Klitsche, in der ich jahrelang war, ist der größte Investor bei BASF.
Zurzeit versucht die CDU auf europäischer Ebene die EU-Regelung Reach, die den Gebrauch von Chemikalien zum Schutz von Menschen regeln soll, auf später zu verschieben. Das ist meine Vision. Ich halte die Politik und Wirtschaft Hand in Hand. Sie können das gerne in einer Recherche von Korrektiv nachlesen, mit der diese investigativen Krawallmacher geradezu darum gebettelt haben, sie auf die Liste mit den 551 Fragen zu setzen. Ich habe Ihnen Bürokratieabbau versprochen. Was könnte unbürokratischer sein, als statt mühsamer Gesetzgebungsverfahren gleich die Forderungen von BASF zu übernehmen? Dann lassen Sie uns jetzt endlich dieses Lieferkettengesetz schreddern.
Herr Merz, die ersten Glückwünsche zur künftigen Kanzlerschaft sind eingetroffen, sogar aus Ecuador. Ein gewisser Herr Acosta von der Gewerkschaft Astak. Die Bananenarbeiter von Ecuador sind dankbar gegenüber der deutschen Regierung, weil das deutsche Lieferkettengesetz ihre Lebensqualität verbessert hat. Aber wir sind besorgt, dass eben dieses Gesetz und die europäische Lieferkettenrichtlinie abgeschwächt und schlimmstenfalls abgeschafft werden könnten. Frau von der Leyen, Herr Friedrich Merz, retten Sie diese Gesetze. Es wäre katastrophal, wenn sie abgeschwächt oder abgeschafft würden. Das wäre verheerend für das Deutsche und für das europäische Volk.
Denn es würde uns sagen, dass Deutschland und Europa die Menschenrechte gleichgültig sind. Herr Merz, bitte. Herr Merz, Sie haben es doch selber gehört, Sie dürfen dieses Gesetz nicht schreddern. Vielen Dank für den Hinweis, aber Sie kennen mich. Ich halte meine Wahlversprechen. Das war die Anstalt. Heute mit Rudemar Weise. Copyright MDR 2021
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