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Die Aufrüstungsanstalt

Das Anstaltsteam geht an die satirische Front der aktuellen Kriegsdebatte. Auf- oder Abrüstung? Relaunch der Wehrpflicht?

Zusammenfassung KI, aus dem Transkript

Die Episode 'Die Aufrüstungsanstalt' untersucht die aktuellen Debatten um militärische Abschreckung, die Rolle der NATO und die deutsche Verteidigungsstrategie. Sie kritisiert die Sinnhaftigkeit von Abschreckungstraining und die mangelnde Bereitschaft zur tatsächlichen Verteidigung, insbesondere durch die Reserve. Die Satire entlarvt die Absurdität von übertriebenen Szenarien und die fehlende strategische Klarheit in der Rüstungspolitik. Darüber hinaus thematisiert sie die moralische Doppelmoral der Waffenlieferungen und die gesellschaftlichen Auswirkungen von Rüstungsausgaben, wobei die Frage nach der Verantwortung und der tatsächlichen Bedrohung im Fokus steht.

Transkript 6.047 Wörter

. . . . . . . . . . . Hallo. . Bonsoir. Bonsoir. Mesdames et messieurs, ich begrüsse euch zu unserem regelmäßigen NATO-Abschreckungstraining. Ihr alle kennt unser Motto. Einer für alle. Und alle für einen. Ja, ja. Müssen wir das dauernd üben? Die NATO besteht aus 32 Ländern. Wer soll uns angreifen? Hören Sie, mehrere europäische Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland in drei bis fünf Jahren die europäische Verteidigungsbereitschaft testen könnte. Zum Beispiel Lava, drüben, im Baltikum. Ach, was? Wir haben doch alle aus der Geschichte gelernt, dass das immer im absoluten Untergang endet. Besonders ich. Immerhin war es ein Deutscher, der die letzte offene Felschlacht wollte.

Aber man muss nicht gleich gut mit Christian Lindner gleichsetzen. Es geht auch gar nicht um die offene Felschlacht. Es geht um die Frage, sind wir wirklich bereit, jederzeit jeden Zentimeter des NATO-Gebietes zu verteidigen? Ich verstehe die Frage nicht. Wir alle haben den NATO-Vertrag unterschrieben und uns zur gegenseitiger Solidarität verpflichtet. Solidarität, my ass. Ich hab den ganzen Bums quasi jahrelang alleine bezahlt. Danke. Und Sie haben in all der Zeit nicht einmal thank you gesagt. Wir haben doch eben danke und merci gesagt. Ja, aber nicht thank you. Okay, sorry. Das mit der Aufrüstung, das holen wir jetzt nach. Too little, too late. Ihr Europäer seid der Bärblick.

Bitte, was ist denn das für ein Ton? Wir sind doch ein Team. Seien Sie doch nicht so arsch. Wie haben Sie mich gerade genannt? Arsch. Moment, er meinte harsh. Seien Sie nicht so harsh. Ich habe doch ein Problem mit dem Arsch. Schon wieder? Arsch heißt auf Französisch H. Sehen Sie, unser Zusammenhalt ist nur sololala. Wenn die Militär in Moskau Zweifel haben, dass die NATO wirklich zusammenhält, könnte das die Gefahr eines Angriffs erhöhen. Deswegen lassen Sie uns jetzt noch einmal das Bedrohungsszenario durchspielen, das ist mit Carlo Massalla inspiriert. Frau Almanyö, bitte schauen Sie noch einmal, was die NATO-Grenze macht. Na gut, meine Güte. Wer oder was sollte uns schon ...

Heiliger Bündnisfall. Russische Truppen marschieren in Narva ein. What the fuck is Narva? Das ist eine Stadt in Island, direkt an der Grenze zu Russland. Das heißt, Artikel 5, wir müssen in den Krieg. Ui, ui, aber wir sollten schon überlegen. Wie weit eingetreten ist die Schmeine? Sind die Russen wirklich über der Grenze? Ja, das ist schon ziemlich eindeutig. Ich frage mal die anderen 29. Ui, noch eine gute Idee. Leute, ist er drüber? Yes! Ja. Gut. Nein. 28 Länder sagen, der Russe ist klar über der Linie. Was sagt er? Viktor Orbán fordert den Videobeweis. Aber ist die Stadt wirklich zu Estland? Wenn wir noch länger warten, dann nicht mehr.

Ich frage nur, weil 90 % der Einwohner Narvas russisch sind. Aber die Stadt ist estnisch. Kneifeln geht nicht? Das wäre unethisch. What the fuck? Sind die jetzt etnisch oder estnisch? Damit ist das ein Angriff auf die NATO. Sie wissen, dass sie Raketen auf russische Soldaten schießen müssen. Auf russisches Gebiet. Die haben angefangen. Sie wissen, dass die Russen Raketen auf europäische Ziele schießen. Aber das wäre der dritte Weltkrieg. Deswegen in einer kleinen Stadt in Estland. Wenn es Korsika wäre. Oder Florida. Oder Köln. Hallo? Deutschland hat auch schöne Ecken. Natürlich. Tirol ist schön. Das ist in Österreich. Mallorca? Ja, das ist Spanien.

Wofür haben wir Deutschland in die NATO geholt? In Artikel 5 steht nicht, dass wir nur Urlaubsorte verteidigen. Sie hat recht. Wir müssen nach Estland kämpfen. Einer für alle. Und alle für einen. Good luck, guys. Was ist denn mit Ihnen? Was soll ich in fucking Estland? Das ist ein NATO-Staat und der braucht unseren Beistand. Sorry, Trump ist mein Beistand auf Stand-by. Sie können sich nicht verbissen. Sie haben einen Vertrag unterschrieben. Sie hat einen völkerrechtlichen Vertrag gebrochen. Ich rufe die Weltpolizei. Ist da die Weltpolizei? Yes, und ich habe Nein gesagt. Mist, das habe ich vergessen. Dann müssen wir Europäer das alleine klären. Scheiße. Uns bleibt nichts anderes übrig.

Und zwar wegen dieser amerikanischen Arsch. Diesmal meinen Sie wirklich Arsch, oder? Ja, aber vorhin auch schon. Also, sag ich mal, alle ohne einen. Wie kriegen wir ohne den Arsch unsere Soldaten an die Front? Laut offiziellen Planen mit der Deutschen Bahn. Oh je. Stellt ihr vor, es ist Krieg und keiner kommt an. Wozu genau verpflichtet uns eigentlich Artikel 5? Ich habe ihn nie gelesen. Sie haben ihn doch unterschrieben. Wenn ich alles lesen würde, was ich unterschreiben würde, dann hätte ich ja kein blödes Fokus.

Hier steht, im Falle eines bewaffneten Angriffs leistet jede Partei Beistand, in dem jede unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen einschließlich der Anwendung von Waffengewalt trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiet wiederherzustellen und zu erhalten. Merde, das ist eindeutig. Was wird das? Ich reagiere mit dem Maximum, zu dem ich bereite. Mit einer kleinen Rückenmassage? Nein, ich schreibe an Putin, er soll Nava wieder rausgeben, sonst er kriegt keine leckere Camembert mehr. Ich fürchte, das wird nicht helfen. Ich weiß, es ist nicht schön, aber wir müssen militärisch eingreifen.

Malala, malala, es ist der dritte Weltkrieg. Ich schweide wegen Estland. Servus! Die Letten werden die Esten sein. Mittlerweile geht es um das halbe Baltikum. Um ins Baltikum zu kommen, müssten wir durch die Svalke-Lücke, die Lücke zwischen Kaliningrad und Belarus, und dann würden die Russen von beiden Seiten auf uns schießen. Dafür, dass das Baltikum von uns verteidigt werden möchte, liegt es sehr ungünstig. Hoi, hoi. Ah, ich habe eine Idee. Liberte, Egalite, Atombombe. Um Gottes willen. Was soll das denn? Ich habe doch die Atombombe. Das könnte klappen. Wir müssen die Russen aus Narva vertreiben. Ihr Plan hat nur einen Haken. Welchen? Danach gibt es kein Baltikum mehr.

Es muss einen Weg geben, die Russen zurückzuschlagen, ohne sie zu schlagen. Die Russen haben Angst vor einem dritten Weltkrieg. Wir müssen standhaft bleiben, damit die Russen sich aus Narva zurückziehen. Damit es keinen dritten Weltkrieg gibt. Wenn wir dagegen halten, ist das der dritte Weltkrieg. Ein klitzeklitzekleiner Weltkrieg. Frau Kühle, das ist nicht Ihr Ernst, oder? Ein klitzekleiner kurzer Weltkrieg. Das ist nicht Ihr Ernst. Wir haben das Szenario noch nicht zu Ende gespielt. Wir waren noch nicht beim Atomkrieg mit China. Ich habe damals bei der Bundeswehr nicht den Morbus Scheuermann vorgetäuscht, um den Beginn des dritten Weltkriegs durchzuspielen. Wie haben Sie das gemacht?

Ich bin immer so rumgelaufen. Mein Utop Max hat die halt nicht so. Mit deiner Weide über 60 bräuchte kein Mensch mehr an der Front. Schon mal jemanden über 60 gesehen mit einer solchen Matte? Bloß weil du ausschaust wie der Highlander, bist du längst noch nicht unsterblich. Du brauchst keine Sorgen machen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis Reservisten, die sind wesentlich kaputt. Dann erzählen Sie den Leuten davon. Ich habe mich mal mit meiner Nachbarin unterhalten. Die war recht verunsichert. Es gibt doch keine Werkpflicht mehr. Und wer muss im Ernstfall ran? Mein Bert, weil der ist bei der Reserve. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich kann die Ängste meiner Nachbarin absolut nachvollzeugen.

Nicht bloß weil ich keinen Einsatz im Ernstfall will, sondern weil ich ihn kenne. Ein Bert, mein Nachbar. Er hat schon eine gute Seite. Er ist ein gründlicher, pünktlicher, gewissenhafter Mann. Jeden Samstag um 7 schmeißt der Bert seinen Rasenmäher an. Da kann ich die Uhr nachstellen. Da merkst du die Werkpflicht. Der hat das noch intus. Der ist verlässlich. Der Bert ist so gewissenhaft, der mäht seinen Rasen sogar, wenn der schon lange nicht mehr wächst. In so lange Hitzeperioden. Wenn der Rasen dann schon so braun und ausgetrocknet ist, wie die Seele von Alice Weidel. Der Bert, der mäht seinen Rasen halt prophylaktisch. Bloß lasst er halt dann im Sommer gern wegen der Hitze.

Das ist das eigentliche Problem. Sein schieser Feinripp weg. Der war schon oben, nicht unten. Aber leid, schön ist das nicht. Weil der Bert, das weiß ich jetzt, seit dem heißen Sommer, der hat wirklich viele Tugenden von Militär stark verinnerlicht. Der tut z.B. schon seit Jahren an seinem eigenen Panzer basteln. Das ist kein Body Shaming. So mein ich das gar nicht. Der Bert will eine Panzerhaut haben. Weil er hat, das weiß ich seit dem letzten Sommer, eine galoppierende Hygieneallergie. Der hat sich sein letztes Duschenhaus noch mit Mark zahlt. In der Grundausbildung. Aus den Flunsen, die sich beim Bert an einem Tag im Bauch besammeln.

Dann kann der seine Kinder Norweger Pullover in Größe 152 stricken. Was ich sagen will, wie schaut's denn aus unserer Reserve? Hat sich da drüber schon mal jemand Gedanken gemacht? Ich kenne die Reservisten bei uns im Dorf. Die gehen immer mit am frohen Leichnam. Solche wie der Schmatmeier-Mich, der schon seit Jahren jeden Schritt mit dem SUV zurückgelegt und sogar seine Tochter mit dem X5 zum Alltag gefahren hat, weil er zu feil war zum Geh. Oder der Kammermeier Hans, der garantiert keinen Kampf mehr gewinnt. Weil der schon seit 15 Jahren nichts mehr zum Sagen hat daheim.

Oder der Schmitmeier Sepp, der irgendwelche armen Hotels im Internet mies bewertet, weil er mich aus seiner Kicht das letzte Mal schlecht geschlafen hat. Die Bettdecke hat mir am großen CRW getan. Null Sterne, nie mehr wieder. Leute, ist das unsere Reserve? Da muss ich der Frau vom Flunsen Beatrecht geben. Da kriege ich auch Angst. Die Reserve hat ja nix. Was haben denn die Waffen? Was sollen die hernehmen? Die können ja nicht mit Galensteinen werfen. Was sollen die machen? Sollen sie sich aus ihren Krampfadern irgendwelche Lassos basteln? Oder so Tretminen aus vergrößterte Brossata ... Das ist eigentlich der Plural.

Wir müssen diese wohlstandsverweichlichten Funktionsjackenträger in eine Schotter vorgärten. Richtig da herpeitschen alle miteinander. Auch das familiäre Umfeld. Da gibt es keine Romantik mehr daheim. Zurück zum Kasernton. Frauen stehen ja eh unter Generalverdacht. Ich habe für Frauen und Lebenspartner von Reservisten bei uns im Dorf ein ziemlich erstreines Ertüchtigungskonzept ausgearbeitet. Ich finde, das sollte ganz Deutschland jetzt so machen. Es heißt Operation Admiral Thermomix. Es fängt morgens mit einem ausgiebigen Rapport um 5.30 Uhr. Dann erledigen alle Hausarbeiten durch den Reservisten unter der Aussicht von General Bergfrühling.

Wäsche falten, Vorbereitung der Kinder, Körperhygiene, Sporteinheit, danach mehrmaliges Anschreien durch die Partnerin. Über den Tag verteilt weitere Befehlserteilungen durch Kurzmitteilungs-Apps. Abends noch mal ein 20-minütiges intensives Anschreien. Dann die Grundreinigung der Kinder, Befehlserteilungen und noch mal ein kleines Gute-Nacht-Anschreien. Stubenruhe um neun, Licht aus um halb zehn. Ich sage euch eins, so friedlich war es bei uns im Dorf noch nie. Applaus Walking down the street or walking on the moon What's the matter out of my cocoon Stepping through the sunshine, the man feels good Can die Musik aus? Machen Sie die Tür auf! Ihr Land braucht Sie! Ja, ich komme ja gleich.

Ich komme ja gleich nicht gefallen. Das Gleich. Was ist das für eine Piesbude? Sind Sie Herr Hase? Wie soll ich ihn sonst heißen? Schicke Mütze, Frau. Moral. Die Moral von der Truppe. Ich kann das traurigen Haufen noch so nennen. Herr Hase, ich habe gute Neuigkeiten für Sie. Wir nehmen jetzt ... jeden. Wie? Jeden? Nur 17 % der Deutschen wären bereit, Ihr Land im Ernstfall zu verteidigen. Schön blöd. Wenn die Wehrfähigen nicht zu uns kommen, dann kommen wir eben zu Ihnen. Hau! Headhunting, Sie verstehen? Dann hast du nichts Besseres vor. Ja, bitte, mir ist fad. Ich bin jetzt wochenlang beim Papst umeinandergehängt. Fünf Sudoku-Efteln habe ich durch. Und jetzt steht er wieder auf seinem Balkon.

Da haben wir gedacht, ich gehe zum Militär. Da geht ja immer was. Wieder tot. Ich bin noch so jung. Nach meinen Unterlagen sind Sie 57. Ist der überhaupt noch wehrfähig? Na ja, er hat zwei Arme fürs Gewehr und einen Zeigefinger für den Abzug. Hören Sie mal, ich bin topfit. Dann darf ich Sie als Reservist für die Bundeswehr verpflichten. Was ich mit topfit meine, ist, ich bin untauglich. Ich bin ja Pazifist. Ja, das riecht man. Dieser Geruch nach Räucherstäbchen und ranzigen Parolen. Sie sollten mal durchlüften. Auch gedanklich. Erfroren sind ja schon viele, erst stunken noch keiner. Obwohl, da gab es einen lustigen Fall. Mit einem Typen mit einem Auto voller Käse und Steckelfisch.

Und der ist ... egal. Hören Sie, junger Mann, es ist Zeitenwende. Für mich gilt immer noch, es ist Krieg und keiner geht hin. Dummerweise sind schon verdammt viele dort. Wenn wir nicht wehrhaft sind, kommen die zu uns. Und da wollen Sie friedlich bleiben? Ja, ich lehne Gewalt kategorisch ab. Das wollen wir doch mal sehen. Wir kommen an dieser Stelle zur Gewissensprüfung. Herr Hasen, Sie gehen mit Ihrer Freundin durch den Wald. Ich habe keine Freundin. Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit Ihrer Freundin durch den Wald. Da kommt Ihnen ein Russ entgegen und will Ihre Freundin angreifen. Sie haben zufälligerweise eine Panzerfaust geschultert. Wie reagieren Sie?

Wie lange bin ich schon mit ihr zusammen? Bitte? Na ja, wenn man frisch verliebt ist. Ist ja was anderes, als wenn die Liebe so langsam vor sich hin stirbt. Sie sind ganz frisch verliebt. Wieso laufe ich mit der Panzerfaust durch den Wald? Vielleicht ist meine Freundin auch beim Mossad ausgebildet. Dann hat der Russe keine Chance gegen mich. Ihre Freundin ist Chorleiterin in Trossingen. An Chorleitung ist noch keiner gestorben, bitte. An Chorleitung dagegen? Da gab es ... Egal, wo ist sie? Ich hatte noch nie Sex in Trossingen. Vergessen Sie Ihre Freundin. Sie hat sich kennengelernt. Ich gebe es auf. Ihre Freundin steht für Deutschland und unsere Werte, die vom Russen bedroht werden.

Die Panzerfaust steht für die NATO. NATO, das ist mein Stichwort. Servus. Was ist denn hier los? Sind Sie Schwester? Sicher nicht, das ist die Doppelmoral. Entschuldigung, ich bin etwas zu spät dran. Ich hänge eigentlich den ganzen Tag in der Bayerischen Staatskanzlei ab. Aber was an der Geschichte ganz wichtig ist, ist, dass der Angreifer ein Russe ist. Wenn unser Bündnispartner die Türkei, die Kurden, angreift, dann ist das für mich tipptopp in Ordnung. Wenn einer unserer Partner angreift, dann ist das ja auch kein Verteidigungsfall, sondern eine Familientragödie. Nehmen Sie es, wie ihr es wollt. Hauptsache, dass es nicht so ist.

Das ist Ihre Vorstellung für hoch die internationale Solidarität? Vielleicht sollten Sie sich mal ein neues Poster besorgen. Hoch das internationale Desinteresse. Jetzt gehe ich. Wir haben in Bayern so einen Spruch, everything goes. Da darf es ja nicht so kleinlich sein. Es geht ja alles. Man kann als Deutschland nicht alles machen. Man kann als Deutschland solidarisch mit der Ukraine sein. Und trotzdem dürfen russische Oligarchen immer noch bei uns Willen kaufen. Ich liebe meinen Mann auch. Trotzdem kann ich immer noch mit seiner Sekretärin schlafen. Wieso kommt denn so viel russisches Flüssiggas zu uns? Mehr als je zuvor und das trotz Embargo. Sie können gerne auch dienen und frieren.

Ich würde lieber in Unterdrückung leben als im Schützengraben. Sie verstehen von Unterdrückung so viel wie der Tod von einem Erste-Hilfe-Kurs. Moment, an Wiederbelebung ist noch keiner gestorben. Also, bis auf den einen. Da haben Sie beim Aufblasen die Körperöffnungen vertauscht. Ich möchte nicht auf Menschen schießen. Die Ukrainer wollen auch nicht schießen. Die werden gezwungen. Da verschanzen sich Zehntausende Männer in ihren Häusern, weil sie Angst haben, dass sie in einem Wellen gepfercht werden und an die Front gekarrt. Die retten ihren eigenen Hintern und hängen dafür andere dran. Aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung.

Ich könnte für ein Land kämpfen, aber nur, wenn man den Wehrdienst verweigern kann. Ich sagte, ich könnte, ich kann nicht. Was soll ich tun haben? Direkt oder indirekt? Das richte ich den Ukrainen aus. Ich hole ein paar Hundert ab. Sie sind mit Ihrem Pazifismus in der Minderheit. Zwei Drittel der Deutschen sind für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. Aber zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen, die, die vor allem kämpfen müssten, sind gegen die Wehrpflicht. Dabei haben Sie bei der Bundeswahl eine wunderbare Death-Work-Balance. Sicher, die gute Gen Z. Sollen wir die Front ins Homeoffice holen, damit die auch was für ihren Staat tun?

Die Jungen sollen kämpfen für den kapitalistischen Ausbreiterstaat. Wenn Ihnen die Jugend so wichtig ist, unterstützen Sie die jungen Menschen, die alles vor sich haben. Sie haben ja schon sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel hinter sich. Ein sehr weniger hätte es auch getan, oder? Vorschlag von mir als Doppelmoral. Er muss nicht kämpfen, aber er unterstützt die Aufrüstung durch den Kauf von Rheinmetallaktien. Er soll verdienen, indem er nicht dient? Ich bin ja auch nicht käuflich. Jeder hat seinen Preis. Du wirst ihm einfach nicht genügend geboten haben. Ich will ... das Deutschlandticket. Aber nicht ein jeder ist so günstig. In der Uniform dürfen Sie sowieso immer umsonst fahren?

Nicht für mich, für alle. Und zwar für immer. Okay, dann würden Sie kämpfen? Ja, dann halt noch Kitaplätze. Jede Menge, für alle. Umsonst. Ja, arbeiten wir dran. Dann will ich eine Vermögenssteuer. Die kommt sowieso nicht. Man darf ja mal träumen. Dann will ich halt noch die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien. Aber dann würden Sie kämpfen? Ja, okay. Für eine freie, gerechte Gesellschaft, in der jeder nach seinen Bedürfnissen glücklich sein kann. Für immer. Für die Gesellschaft würde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten kämpfen. Sehr defensiv halt. Sterben fürs Paradies. Ein Klassiker. Sau, ein Pazifist an der Front. Das gefällt mir. Ich bin damit hier fertig.

Ich muss dringend weiterleiten. Ich muss noch zum FC Bayern. Aber dann kommt das jetzt auch alles, ja? Jetzt riskieren Sie erst mal Ihr Leben. Und wir schauen dann später, wie wir es verbessern können. Gandhi, Musik an. Walking down the street. Or walking on the moon. What's it matter? Out of my cocoon. Stepping to the sunshine. Man, it feels good. Birds and bees jamming. A theme for the neighborhood. Are we all right? Are we all right? Frau an die Front. Oder? Laut Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes sind Männer und Frauen im deutschen Staat noch gleichberechtigt. Aber eines dürfen Frauen immer noch nicht. Verpflichtet werden.

Für die sogenannten Streitkräfte, den Bundesgrenzschutz oder den Zivildienst. Moment. Zivildienst machen wir Frauen doch eh schon ein Leben lang. Kindererziehung statt Karriere, gleiche Arbeit, aber für weniger Lohn und im Alter in der Armut landen. So viel Dienst an der Gesellschaft, ganz unfreiwillig. Aber lassen wir das zurück an die Front. Wenn wir die Wehrpflicht wieder einführen, dann auch für Frauen? Können wir den zarten Geschöpfen der Evolution überhaupt zutrauen, mit grobschlächtigen Männern im Schützengraben zu sitzen, um das Land zu verteidigen? Wir haben einige Leute aus der CDU und Joschka Fischer. Ein untauglicher Kriegsdienstverweigerer. Aber Zeiten ändern dich.

Bei einer Truppenstärke, die das Wort Stärke nicht verdient hat, geht auch den Konservativen in diesem Land das Wort Geschlechtergerechtigkeit ganz schnell über die Lippen. Wir sollten da zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied machen. Die Eltern und die Russen kümmern? Seit 2001 steht den Frauen jeder Dienstweg in der Bundeswehr frei. Schön für Sie, oder? Geht so. Der Frauenanteil in der Bundeswehr liegt bei 13%. Von 200 Generälen, das ist der höchste Rang in der Bundeswehr, sind drei Frauen. Und jetzt raten Sie mal, wo die tätig sind. Richtig, im Sanitätsdienst. Wir müssen nicht die attraktivste Arbeitgeberin für Frauen sein.

Dabei klingen schlechte Ausstattung, zu wenig Duschen und Toiletten für Frauen und regelmäßige sexuelle Belästigung doch richtig verführerisch. Und wir werden so gut geeignet. Erstens, wenn wir den Gegnern sagen, nimm noch mal die Kinder, dann sind die EFIX weg. Zweitens, wir brauchen keinen Tarnanzug. Wir sind es gewohnt, dass uns niemand wahrnimmt. Und wenn wir nicht richtig bluten, können wir schon. Frauen sind in Deutschland immer noch strukturell benachteiligt. Gender Pay Gap, Gender Pension Gap, Gender Data Gap, Gender Time Gap, Gender Care Gap, Herr Gott. Aufgabe des Staates ist es, diese Lücken zu schließen und nicht den Frauen mit einer Wehrpflicht noch mehr Zeit und Geld zu klauen.

Wer sich trotzdem von Tarnfarben, maroden Kasernen und funktionsuntüchtigem Dienstmaterial angezogen fühlt, der kann ja gerne mitmachen. Wer dafür das Grundgesetz ändern will, sollte folgende Maßnahmen gesetzlich sicherstellen. Wehrpflicht für Frauen und Kehrpflicht für Männer. Kriegsdienst nur in Teilzeit für Männer und Frauen. Und übrigens, Paragraph 218, wenn schon töten, dann auch föten. Na, wie klingt das für alle? Wie klingt das für alle, deren Feminismus-Fähnchen nur weht, wenn Frauen für das Land sterben sollen? Ach so, ist es dann auch wieder nicht recht. Schade. Entschuldigung. Das hier ist der Battle Store. Der Bottle Store ist nebenan. Danke. Kann ich Ihnen irgendwie helfen?

Nee, ich schaue mich nur um. Bitte, bitte, bitte. Nichts anfassen, bitte. Ich würde eh keine Waffe anfassen. Ich würde eh keine Waffe anfassen. Ich würde eh keine Waffe anfassen. Ich würde eh keine Waffe anfassen. Ich würde eh keine Waffe anfassen. Außer, ich würde meiner Freundin eine Rose schießen. Die ist übrigens Chorleiterin in Trossingen. Okay, was für ein Waffentyp sind Sie denn? Gar keiner. Ich bin Pazifist. Haben Sie da was? Diese Waffen hier dienen eigentlich alle dem Frieden. Ja, ja, gut. Dann ist ja gut. Ich suche nämlich was ganz Defensives. Vielleicht irgendwas, wo sich niemand dran wehtut. Vielleicht gehen Sie da lieber zu Norma.

Da gibt es jetzt tatsächlich Billigbunker für 12.000 Euro. Aber ich fürchte selbst, das dürfte Ihr Budget übersteigen. Nö, ich kaufe ja für Deutschland ein. Mein Budget ist unendlich. Unendlich? Ja, nach oben ist da kein Deckel. Also bei mir ist immer oben ein Deckel drauf. Champagner, Champagner, bitte für den Herren. Hier, vielleicht noch eine kleine Kalorienbombe zum Warmwerden. Sagen Sie mal, Sie kommen mir irgendwie bekannt vor. Ja, ich bin Ihr stiller Teilhabe. Für einen stattlichen Mann wie Sie mit Stil, Grazie und Niveau, da haben wir hier doch was ganz Exklusives. Nichts von der Stange. Ist das eine Defensivwaffe? Das sind Patriots aus den USA.

Wenn das defensiv ist, wie sieht denn die Angriffswaffe aus? So. Das ist doch das Gleiche. Bei direktem Kontakt, ja. Schauen Sie mal, der Einsatz einer Waffe, das ist ja immer vom Willen des Benutzenden ab. Schauen Sie, einen Föhn zum Beispiel. Mit einem Föhn kann ich mir morgens eine wunderbare Frisur zaubern. Ich kann aber auch warten, bis mein Mann abends in die Badewanne ... Ich will mich nur verteidigen. Okay, dann kaufen Sie doch vielleicht regional. Hier, da hätten wir unser französisch-italienisches Modell. Sand Tea. Oui, la boum. Ach, nehmen Sie doch am besten beides. Wissen Sie, bei der Luftabwehr sind wir in Deutschland wirklich ganz schlecht ausgestattet.

Wir haben hier lediglich 9 Petrolsysteme. Damit können Sie gerade mal Berlin schützen. Wieso eigentlich Berlin? Ja, warum nicht Energieinfrastruktur wie dem Tagebau Garzweiler? Da müssen Sie sich schon entscheiden. Entweder Sie schützen ein großes Drecksloch oder eben Garzweiler. Vielleicht kombinieren Sie das noch mit einem Aero-3-Raketenabwehrsystem und vielleicht noch mit einem schicken Flakpanzer Sky Ranger. Dann können Sie nachts auch wieder ruhig schlafen. Das ist ja genau das Problem. Bis jetzt habe ich sehr gut geschlafen. Woher kommt denn dieser Alarmismus? Was heißt denn hier Alarmismus? Der Russe hat auf Kriegswirtschaft umgestellt. Der produziert und produziert 24-7, z.B. Panzer.

Bis zu 1.500 Panzer für den Krieg in der Ukraine. Aber ich habe gelesen, dass über zwei Drittel dieser Panzer aus alten Sowjetbeständen sind. Die werden nur frisch aufgemöbelt. Refurbished. Bei dem, was Sie an der ukrainischen Fond verbrauchen, ist das Depot ganz schnell geleert. Dann sind die Russen auf die Panzer angewiesen, die Sie neu bauen. Das sind ja nur 220 im Jahr. 220 wie möglich? Die Loser! Wissen Sie, wie viel Panzermann in Europa in einem Jahr zusammenschnaubt? 24. Scheiße. Wie wollten Sie den Russen auf Abstand halten? Mit Fernwärme? Ich glaube ja nicht, dass der Russe überhaupt kommt. Ich habe eine Studie gelesen bei Greenpeace.

Da steht klar drin, dass wir in sechs von sieben Waffenkategorien unter anderem bei Kampfflugzeugen und Artillerie den Russen überlegen sind. Aber die Situation ist eine andere. Oder wollen Sie auf Trump vertrauen? Die Russen wollen auf Abstand gebracht werden. Bisher waren die Amerikaner zuständig. Für Transport, für Luftbetankung, für Aufklärung. Wenn dann der Russe mit seinem geplanten Heer von 1,5 Millionen Soldaten kommt, sind wir aber komplett am Arsch. Nein, nein. Wir haben immer noch mehr Soldaten als Russland. Ich bin jetzt auch dabei. Das meine ich mit am Arsch. Und was mache ich jetzt? Keine Sorge. Sie haben ja jetzt uns. Wir haben da was Todschickes aus den USA.

Ja, dafür würden andere sterben. Gucken Sie mal, die F-35, ein amerikanischer Kampfjet. Kum, großer schwarzer Vogel. Macht 286 Mio. pro Stück. Hä? So viel? Wenn Sie es günstiger haben wollen, können Sie auch in die Schweiz gehen. Die haben das für 167 Mio. bekommen. Leck mich, wer hat denn für uns verhandelt? Anni Scheuer? Man kann auch mal großzügig sein, wenn man unbegrenzt Cola hat. Sie wissen doch auch, dass die Verschwendung im Beschaffungswesen bei der Bundeswehr bei mindestens 35% liegt. Sie haben jetzt unendlich viel Geld. Das ist eine Zahl mit sehr, sehr, sehr vielen Nullen. Ohne Verschwendung kriegt man die gar nicht weg. Das hat auch die Lürsenwerft in Bremen begriffen.

Sie haben einen Auftrag erhalten, zwei Militärtanker zu bauen. Und jetzt kostet es 914 Mio. Euro. Das waren 250 Mio. zu viel. Obwohl die Dinger viel schlechter ausgestattet sind als andere Modelle. Großartig, oder? So ein Projekt wird doch öffentlich ausgeschrieben. Dann bekommt der günstigste Anbieter den Zuschlag. Oder der teuerste, wenn er der Einzige ist. Es gibt oft nur diesen einen Anbieter. Politiker wollen nicht nur ihr Land verteidigen, sondern auch ihren Wahlkreis. Aber dafür wird es am wenigsten deutsche Wertarbeit. Das wird spannend. Die haben so etwas noch nie gebaut. Warum entscheiden denn über solche Summe Politiker? Und nicht die Leute, die sich auskennen.

Weil militärische Ausgaben ab 25 Mio. vom Haushaltsausschuss genehmigt werden müssen. Und somit auch von Abgeordneten mit Rüstungsindustrie in ihrem Wahlkreis. Ich nenne Sie Lieblingsmitarbeiter. Aber viel wichtiger, was ist denn jetzt mit dem F-35? Die würden in wirklich hervorragend stehen, Kapitän. Bereits zum Abflug? Was können die denn so? Ach, die können eine Menge. Die können alles. Die können starten, die können fliegen, die können bombardieren, die können landen. Die können alles, außer der Amerikaner hat was dagegen. Meinen Sie den Amerikaner, von dem wir uns unabhängig machen wollen? Das sind kleine, fliegende Computer. Die brauchen regelmäßig ein Update.

Das hat nur der Amerikaner. Da bekommt der Begriff Computerabsturz eine ganz neue Bedeutung. Das ist ja grotesk. Als würde ich mir ein Hemd kaufen, dann müsste ich jedes Mal den Verkäufer fragen, ob ich es auch anziehen kann. Aber wir haben noch viel mehr laufende Verträge mit den Amerikanern. Hier, 60 Chinooks. Die haben wir von den Amerikanern. Transporthubschrauber, die die längst aussortiert haben. Was? Und der macht dann seine Alterskarriere hier in Deutschland? Das ist quasi der David Hasselhoff unter den Transporthubschraubern. He's been looking for a Friedhof. Sagen Sie, müssen wir denn wirklich von allem alles haben?

Abschreckung funktioniert eben nur, wenn Sie immer ein glaubwürdiges Vergeltungsszenario anzubieten haben. Und ganz wichtig, immer unberechenbar bleiben. Obwohl, da seid ihr mit Friedrich Merz schon ganz vorne mit dabei. Sagen Sie, diese Eskalationsspirale, muss man nicht irgendwann mal in Frage stellen. Wir kaufen immer mehr, dann kaufen die anderen immer mehr. Dann kann ich mir endlich mein Ferienhaus am Genfer See leisten. Und Sie sind sicher, jetzt packen Sie mal ein. Es gibt Stimmen, die sagen, die Russen können in einem halben Jahr unseren gesamten Rüstungsbestand produzieren. Was? In einem halben Jahr? Sagen Sie, haben Sie auch Fahnen? Große, weiße Fahnen? Komm, seine Teppel.

Nehmen wir lieber ein paar Drohnen dazu. Ja, die gibt's auch in weiß. Wir müssen jetzt einfach reinhauen. Ich würde mich an Ihrer Stelle wirklich beeilen. Wir haben nicht mehr viel Zeit, die Zeit drängt. Okay, dann nehme ich halt alles. Was soll ich denn abholen? In sechs bis zehn Jahren. Und was mache ich bis dahin? Wir müssen innovativ sein, wir müssen neue Wege gehen. Reinmetall ist doch schon an VW interessiert. Wir hauen einfach auf den VW Polo eine Haubitze drauf. Fertig ist der Leopolo 2. Ich bin am Arsch. Tschüssi. Oh! Der Herr Hase. Hallo, Sie Friedenspfeife. Das hier ist aber nichts zum Kiffen. Knallt aber trotzdem. Das ist nur für einen Eigenbedarf für die Bundeswehr. Wow.

In zwei Szenen vom Angsthasen zum Feldhasen. Respekt. Kleiner, kann ich was davon abhaben? Wer sind Sie denn? Ich bin Nina. Ich stelle eine Soldatin an der ukrainischen Front da. Aber nicht mehr lange, ich brauch Nachschub. Sie sind nur zur Abschreckung. Wen wollt ihr abschrecken? Die brauchen wir, um zu verhindern, dass Putin uns vielleicht in ein paar Jahren überfällt. Kann ich sehr gut nachvollziehen. Jetzt folgende Situation. Hier ist er schon. Jetzt gib mir mal was ab. Nein, das geht nicht. Dann komme ich in ein moralisches Dilemma. Und ich in ein militärisches. Ich habe Probleme damit zu schießen.

Und ich damit erschossen zu werden, um in diese Situation nicht zu kommen, habe ich ja jetzt angefangen für die Bundeswehr einzukaufen. Was ist das denn für ein Typ? Das ist ein deutscher Linker. Der ist für die Verteidigung des eigenen Landes, aber gegen Waffenlieferungen in die Ukraine. Er übt internationale Solidarität mit sich selbst. Ich wünsche mir einfach, dass das sinnlose Sterben aufhört. Aber warum denn? Schön, ich auch. Wissen Sie, wenn das Sterben unserer Leute sinnlos wäre? Wenn all das Leid umsonst war. Also hier Ihre Luftabwehr, die wäre ja durchaus sinnvoll für Verteidigung der Zivilisten. Ja, definitiv. Aber halt nur zivil-humanitär.

Verstehen Sie, es geht nicht gegen Sie persönlich. Aber wir Linke haben bei Waffenlieferungen Bauchschmerzen. Aber Moment, an Waffenlieferungen ist wirklich noch keiner gestorben. Schmoren, was redet denn da? Entschuldigung, weiter sterben. Die Linken in Schweden und Finnland sind dafür. Die in Polen auch. Litau und Tschechien und sogar die Anarchisten aus der Ukraine. Das sind rein zufällig vor allem die, die schon vom russischen Imperialismus betroffen waren. Aber sind die nicht ein bisschen zu nah dran, um noch objektiv zu sein? Das, was er da macht, das nennen wir Westplaining. Er meinte eigentlich, Waffen könnten den Konflikt noch verlängern.

Wenn ich aufgebe, ist es natürlich schneller vorbei. Sie sind zugegeben, immer mehr Waffen haben jetzt auch nicht für Frieden gesorgt. Was heißt denn immer mehr? Wir haben zu wenig. Und jetzt sagen Leute wie Sie, die gar nichts liefern, die Waffen haben nichts gebracht. Übrigens, die kämpft ja schon auch für Sie. Ja, das ist schön, sehr aufmerksam. Aber eins ist mal klar, das ist kein Bündnisfall hier. Wenn wir aufgeben, dann steht der Russe vor eurer Haustür. Da ist ja auch noch was dazwischen. Sie meinen jetzt aber nicht ernsthaft Polen, oder? Hören Sie, wenn Putin gewinnt, dann ist da kein Frieden. In den besetzten Gebieten werden Frauen systematisch vergewaltigt.

Zehntausende Kinder verschleppt und umerzogen. Die Bevölkerung russifiziert oder vertrieben. Und Sie sind doch als Linker für den Kampf gegen den Faschismus. Klar, der gehört zu unserer DNA. Schon historisch. Geht ja zurück bis zum spanischen Bürgerkrieg. Ich seh mich auch mehr in der Tradition von Orwell und Hemingway. Aber da wurde ja schon auch gekämpft. Ja klar, gegen die Faschisten, die damals die spanische Demokratie vernichten wollten. Genau das möchte Putin doch auch. Den demokratischen Staat Ukraine und seine Kultur vernichten. Jetzt schauen Sie doch mal, was zur besten Sendezeit im russischen Staatsfernsehen läuft. Einer der bekanntesten Talkshows in diesem Land.

Die Faschisten müssen sich zerstören. Das ist doch Faschismus. Ja, das ist Faschismus. Und Sie kämpfen doch gegen Faschismus. Oder machen Sie das nur zu Hause, wenn der Faschist deutsch ist und Bernd heißt? Das muss doch auch gelten, wenn er Vladimir heißt und mit dem Panzer kommt. Also okay, einverstanden. Wir kämpfen ja hier für gemeinsame Werte. Dann bleiben wir aber konsequent. Da muss die Doppelmoral, wenn man sie braucht. Könnten Sie nicht wenigstens dann zusätzlich noch mehr Diplomatie versuchen? Ja, Diplomatie, gute Idee. Bin ich ganz großer Fan von. Da braucht man halt nur das richtige Personal dafür. Ich bin nicht der Vladimir.

Schaut, der Vladimir und ich, wir sind Haberer, Kumpels. Best Buddies. Wir haben ein Business miteinander laufen. Business is good. I am the best businessman in the world. You know. Ich bin der Vladimir. Ich bin der Vladimir. Ich bin der Vladimir. Ich bin der Vladimir. Ich bin der Vladimir. I am the best businessman in the world. You know, it's true. You won't hear that, but it's true. So let's make a deal. Let's make the best deal ever. Nicht schon wieder. Seit dem Brandner Kaspar glaubt jeder, dass er mit mir verhandeln kann. In meinem Business gibt's ganz wenig Spielraum. Erstens, es wird weiter gestorben. Zweitens, was willst du? I'm here. I'm here to tell you that I'm good.

I gotta be president for the next 25 years, just like Putin. Du willst 103 werden? Also, in meinen Aufzeichnungen steht was anderes. And I want all the oil, I want the gas, I want the raw material of the Ukraine and the Nobel Peace Prize. I'm going to be the best Nobel Peace Prize winner in history. Better than all the others, than Martin Luther King, Roosevelt and that old crazy bitch. Wen meinst du, Mutter Teresa? Yes, yes, Mother Teresa. She was poor, she was so poor. What a loser. Und wofür, glaubst du, kriegst du den Preis? Für einen Waffenspielstand am Schwarzen Meer, wo keiner wohnt, während der Vladimir wieder Raketen auf einem ukrainischen Kinderspielplatz schießt?

It's maybe the best ceasefire the Black Sea has ever seen. The Black Sea has always ripped me off. Therefore we're going to call it Lake Trump from now on. And we're gonna get all the good stuff, all the raw materials, the gold, the diamonds, the pearls and the pussies. I'm gonna grab and take everything. Hallo, tot an Donald. Bist du deppert? Du wirst gar nix mitnehmen. Überhaupt nix, verstehst du? Nichts drill baby drill, sondern die baby die. Was aber nicht so schlimm ist, weil es keinen Beweis dafür gibt, wie viel es da überhaupt an seltenen Erden gibt. That's fake news, it's fake news. Nobody tells you, but it's fake news, believe me. And Zelensky is not even a real president.

He's a dictator. Entschuldigung. Aber das ist zuliefern. Ein US-Präsident, der seine reguläre Abwahl vor ein paar Jahren durch einen rechtsradikalen Mob rückgängig lassen machen wollte. Und ein russischer Autokrat, der seit 25 Jahren Scheinwahlen abhalten lässt. Und die beiden sagen, dass Zelensky ist kein Demokrat. Nur weil er gerade keine Wahlen abhalten kann, wenn das Land im Krieg ist. Therefore I'm going to make high tariffs on death. Very high, very high death. From now on, very high death. Moment, Moment, Moment. Jetzt ist Schluss mit lustig, jetzt geht's ans Kerngeschäft. Ich bin und bleibe völlig umsonst. You're trying to rip me off? Ja, Geduld. Das dauert nicht mehr lang. Oh!

You're trying to... You're trying to rip me off. You're trying to rip me off. Therefore I'm going to shut down this program. This is a very bad show. I'm going to shut down the Anstalt. It's a very bad show. Nobody's laughing, nobody knows it in America. So therefore I'm going to fire all the people who are involved, I'm going to fire Mika Kuhl, she's a mean woman, she's a mean woman, she's a very mean woman and nobody knows her in America, so I'm going to send her to Guantanamo, I'm going to fire Eifa Karl-Faltemeier, what kind of name is that anyway?

Eifa Karl, is that, maybe that is a trans person, I'm going to send her back to Transylvania and I'm going to fire Nina La Grande, I'm going to send her back to Mexico, where she can eat cats and dogs like she used to, you're fired, you're fired. And I'm going to fire Severin Grimm, he's not even dead, you know, he's not even dead and he's not a real German, he's from Australia, it's where Hitler came from, you're fired, you're fired. You're all fired, you're all fired, especially you, you're fired. You're all fired, you're all fired. You're the loudest audience I had ever seen. Ich bin der schwere Audience, den ich je gesehen habe. Tust wieder an, wo du herkommst.

Du bist beiseite und hast Befehl. Nimm dich zurück, du bist beiseite.

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